DISCLAIMER: Nicht meines! Es ist alles von J. K. Rowling.
WARNING: Diese Geschichte spielt in der Zukunft and beinhaltet HBP Spoiler! Seid gewarnt!
ORIGINAL BETA: SnarkyRoxy – vielen Dank!
GERMAN TRANSLATION: primax
GERMAN BETA: Sabine und haley
A/N: Das zweite Kapitel meiner kleinen Geschichte, wie surreal ist das für mich :0) – Lasst uns Nathan der Zaubererwelt vorstellen, sollen wir?
Kapitel 2: Winkelgasse
Am Samstag, nachdem der Brief aus Hogwarts eingetroffen war, machten sich Hermine und Nathan auf den Weg in die Winkelgasse. Es war das erste Mal, dass Nathan die Zauberstraße besuchen würde, da seine Mutter nie wieder auch nur einen Fuß dorthin gesetzt hatte, nachdem sie vor elf Jahren die Welt der Zauberer verlassen hatte. Sie hatte Harry und Ginny kontaktiert, welche wiederum Ron benachrichtigt hatten, und die würden sich im Tropfenden Kessel treffen, um sie zu begleiten.
Als sie das Lokal betraten, fühlte Hermine sofort eine Woge von Nostalgie über sich hineinbrechen. Der Tropfende Kessel hatte sich im letzten Jahrzehnt kein bisschen verändert. Gut, das sollte sie eigentlich nicht überraschen. Die Zaubererwelt entwickelte sich nicht in der selben Geschwindigkeit wie die Welt der Muggel. Unter anderem benutzten sie noch immer Federkiele und Pergamentrollen.
Sie überblickte die Tische und suchte nach den bekannten Gesichtern ihrer Freunde. Sie entdeckte sie an einem der Tische im hinteren Teil des Pubs, umgeben von vielen Kindern, die alle den berühmten Hüter der Chudley Cannons und den ‚Jungen der überlebte um du weißt schon wen zu besiegen' kennen lernen wollten. Sehr zu Harry Ärgernis unterhielt sich Ron lebhaft mit seinen kleinen Fans. Selbst nach all den Jahren hatte ER immer noch Probleme mit seinem Ruhm.
Gerne schickte er die Kinder davon, als er Hermine und Nathan in der Tür des Pubs entdeckte. „Mine, Nathan! Bin ich froh euch zu sehen", rief er schon von weitem.
„Hi, Harry!", antwortete sie und ging zu ihm hinüber, um ihn zu umarmen. „Wie geht's dir, Ginny? Wo sind die kleine Lily und Sirius?", fragte sie, während sie Harrys Frau umarmte.
„Sie sind bei Fred und George im Geschäft", antwortete Ginny. „Hi, Nathan. Bereit um nach Hogwarts zu gehen?", fragte sie und strich dem Jungen übers Haar.
„Sicher bin ich bereit. Ich weiß schon alles darüber", antwortete er.
„Lass mich raten, deine Mutter hat dir ihr Exemplar von ‚Geschichte von Hogwarts' geliehen", sagte Harry und warf Hermine einen vielsagenden Blick zu. „Damit bist du die zweite Person in der ganzen Geschichte Hogwarts', die das gelesen hat", meinte er mit einem albernen Grinsen.
„Oh, hör auf, ihn zu necken, Harry!", rief Hermine und schlug ihn scherzhaft auf den Arm. „Du weißt, wie viel wichtige Informationen ich aus diesem Buch habe. Du solltest es auch gelesen haben."
„Stimmt! Aber warum sollten wir uns die Mühe machen, wenn du uns alle wichtigen Informationen mitteilen konntest", meinte Ron, der endlich frei von seinen kleinen Fans war und sich dem Gespräch anschloss. „Hi, Nathan! Bist du bereit, deinen neuen Besen zu kaufen?", sagte er und ignorierte Hermines mörderischen Blick.
"Ich weiß nicht. Im Brief, den ich bekommen habe, steht, dass Erstklässler keinen eigenen Besen haben dürfen", war Nathans Antwort.
„Geh! Harry war schon in seinem ersten Schuljahr der Sucher von Gryffindor. Natürlich brauchst du einen Besen!", tat er Nathans Bedenken ab.
„Kein Quidditch während des ersten Jahres, Ron. Das ist die Regel! Harry war eine Ausnahme!", sagte Hermine und warf einen wütenden Blick in Rons Richtung.
„Lasst uns in die Winkelgasse gehen, oder?", meinte Harry und kam ihnen damit schlichtend zu Hilfe.
Hermine und Ron waren nach ihrem sechsten Schuljahr für etwa sechs Monate miteinander gegangen, aber es war das totale Desaster. Alles was sie taten, war über jede Kleinigkeit zu streiten, bis sie sich schließlich einigten, Schluss zu machen, als sie bemerkten, dass sie viel besser miteinander auskamen, wenn sie nur Freunde waren. Ron hatte niemals geheiratet, aber es sah so aus, als würde er damit zufrieden sein. Eine seiner größten Ängste, neben den Spinnen natürlich, war es, wie sein Vater zu werden.
„Ja, lasst uns gehen!", sagte Nathan. „Sonst meint Mum noch, es ist Zeit ihren Zauberstab an Onkel Ron auszuprobieren."
Damit verließen sie das Pub und begaben sich in den kleinen Hinterhof, der in die Winkelgasse führte. Harry berührte die Ziegel mit seinem Zauberstab, und der Durchgang öffnete sich und gab den Blick auf die Winkelgasse frei, die genauso überfüllt war, wie in ihrem eigenen ersten Schuljahr. Jetzt, da Voldemort mehr als ein Jahrzehnt tot war, war auch die Zaubererwelt wieder in Ordnung. Es gab nichts, worum man sich sorgen musste, außer Shopping, und die Straßen waren gefüllt mit Familien, ihren Stimmen und Gelächter.
Nathan nahm alles mit seinen neugierigen schwarzen Augen auf. Er hatte von der Winkelgasse schon so oft gehört, aber seine Vorstellungskraft wurde der Wirklichkeit nicht gerecht. Es war so viel mehr, als er erwartet hatte. All diese Leute, in ihren Roben, in so vielen Farben. Man konnte überall Funken von Magie sehen. Der Geruch von Kräutern und etwas, das er nicht ganz zuordnen konnte, stieg ihm in die Nase, als sie an der Apotheke vorbeigingen und forderte seine Sinne heraus.
Ihr erster Halt führte sie nach Gringotts. Natürlich hatte er auch von der Bank der Zauberer gehört. Sie mussten ihr Muggel Geld gegen die entsprechende Währung der Zauberer tauschen. Nathan fand die Kobolde ein bisschen gruselig, aber tüchtig. Sie wechselten genügend Geld für ihre Einkäufe und verließen die Bank.
Nathan versuchte, alles auf einmal in sich aufzunehmen. Die Geschäfte, die Leute, die Dinge … Hermine beobachtete jede seiner Reaktion und grinste wie verrückt. Sie wusste, wie es war, diesen Ort zum ersten Mal zu entdecken.
„Okay, lasst uns bei Madam Malkins beginnen, danach gehen wir zu Flourish und Blotts für die Bücher", sagte Hermine zu ihrem Sohn und fügte mit leiser Stimme, mehr zu sich selbst, hinzu, „bevor dich diese zwei hier in den Quidditch Shop und den Scherzartikelladen entführen." Und so gingen sie los.
Nathan war wirklich froh, als sie den Buchladen erreichten. Er liebte Bücher über alles! Diese Liebe hatte er von seiner Mutter geerbt. Viele Abende saß er ruhig mit ihr, um zu lesen und zu entspannen.
Sie waren, wie es schien, für Stunden in dem Buchladen, und Hermine fühlte sich wirklich wie Zuhause. Alles ist mehr als perfekt! war ihr Gedanke, bis sie bemerkte, dass sich Nathan mit einem blonden Jungen unterhielt und über ein Buch diskutierte. Sie hatte keinen Zweifel, dass es sich um einen Malfoy handelte und tatsächlich tauchte niemand anderes als Draco Malfoy hinter dem Jungen auf.
Innerhalb weniger Sekunden war sie an der Seite ihres Sohnes und legte aus einem Beschützerinstinkt heraus ihre Hand auf Nathans Arm und versuchte ihn aus Dracos Reichweite zu ziehen, ohne selbst erkannt zu werden. „Komm, Nathan! Wir haben vor dem Mittagessen noch einiges zu tun." Doch es war kein erfolgreicher Versuch.
„Granger? Du lebst!", war alles, was er imstande war zu sagen, so überrascht war er, sie nach all den Jahren wieder zu sehen.
„Malfoy", war ihre scharfe Antwort.
„So, Nathan, sagtest du?", fragte er den Jungen "Du sagtest, du wirst dieses Jahr nach Hogwarts gehen?"
„Ja, Sir, werde ich", antwortete er höflich.
„Ah, ich verstehe. Dann werdet ihr, Du und mein Sohn, Devon, Klassenkameraden im ersten Schuljahr sein", fügte er mit einem spöttischen Grinsen in Richtung Hermine hinzu.
„Ich bin mir sicher, sie werden gute Freunde", gab sie angriffslustig zurück und fügte, sich zu ihrem Sohn wendend, hinzu, „Lass uns gehen Nathan, wir müssen noch in andere Geschäfte und es wird schon spät."
„Es war nett dich gesund und am Leben zu sehen, Granger! Geh ich recht in der Annahme, dass du nach dem Krieg wieder in die Welt der Muggel zurückgekehrt bist?", fragte er eisig.
„Ja, das bin ich. Ich habe nur versucht, Leute wie dich zu vermeiden, Malfoy!" Und damit fasste sie Nathan am Arm und zog ihn zur Kasse, um ihre Bücher zu bezahlen. Bald darauf waren sie wieder auf der Straße.
„Mum, warum warst du so unhöflich zu Devons Vater?" Nathan war das Temperament seiner Mutter und ihre scharfe Zunge gewohnt, aber nur selten sah er sie ohne starke Provokation so leicht erzürnt. Er kam nicht dahinter, was Mr. Malfoy gesagt hatte, um sie so wütend zu machen.
„Die Malfoys sind keine guten Menschen, Nathan! Draco, Devons Vater, hat zu viel Ärger und Probleme verursacht, als wir gemeinsam in Hogwarts waren, und ich denke nicht, dass er sich sehr geändert hat."
„Also kann ich nicht mit Devon befreundet sein? Er scheint doch okay zu sein."
„Du kannst mit jedem Freundschaft schließen. Ich bitte dich nur, vorsichtig zu sein, wenn es um die Malfoys geht."
„Das werde ich." Nathan wusste, dass es keinen Sinn hatte, noch weiter nachzubohren. Was ist denn überhaupt so schrecklich an den Malfoys? Ich werde Onkel Harry fragen müssen...dachte er.
Bald beendeten sie die Einkäufe für die Schule und machten sich auf den Weg zu ‚Weasleys Zauberhaften Zauberscherzen', dem Scherzartikel-Laden, den Rons Brüder besaßen. Nathan hatte alle Weasleys einmal vor ein paar Jahren während einer Weihnachtsfeier im Fuchsbau kennen gelernt. Er hatte jede Sekunde genossen, die sie dort waren. Die Zwillinge waren sehr lustig, und seitdem seine Mutter beschlossen hatte, dass sie dieses Wochenende in die Winkelgasse gehen würden, konnte Nathan nicht aufhören an deren Scherzartikelladen zu denken.
Das Geschäft war überfüllt. Es gab dort so viele Dinge in den Regalen, dass es schwer fiel, zu entscheiden, wohin man zuerst schauen sollte. Lily, Harrys Tochter, kam und nahm Nathan bei der Hand, um ihm eine Führung durch den Laden zu geben. Hermine blieb allein zurück.
Sie nutzte die Zeit, um mit Harry über Malfoy zu sprechen. „Harry, was weißt du zur Zeit über die Malfoys zu berichten?"
Diese Frage traf Harry überraschend. Er hatte nicht erwartet, dass Hermine sich nach all diesen Jahren für Draco interessierte. „Warum fragst du?"
„Ich hatte gerade das Missvergnügen Draco und seinen Sohn im Buchladen zu treffen. Ich möchte nur wissen, wie gefährlich der Junge ist. Er wird dieses Jahr auch in Hogwarts beginnen, und ich will sicher sein, dass Nathan nicht irgendwelche Probleme mit ihm bekommen wird", informierte sie ihren Freund.
„Ah, ich wusste gar nicht, dass Malfoys Balg im selben Alter wie Nathan ist", sagte er und war wirklich überrascht. „Ich glaube nicht, dass er ein Problem ist, Mine. Die Familie Malfoy hat fast ihren gesamten Einfluss mit dem Sturz von Voldemort verloren." Nach einigen Momenten der Stille fügte er hinzu, „Aber ich würde mich mit denen trotzdem nicht anlegen. Ich werde sehen, was ich über den Bengel herausfinden kann und werde es dich wissen lassen. In der Zwischenzeit solltest du Nathan sagen, er solle aufpassen, wenn er in seiner Nähe ist."
„Das habe ich bereits gemacht", meinte sie zustimmend.
Als er sah, dass die Besorgnis seiner Freundin noch nicht ganz verschwunden war, versicherte Harry ihr: „Es wird ihm gut gehen, Hermine. Er ist ein starker junger Mann. Ich bin mir sicher, dass niemand ihn tyrannisieren wird und damit davonkommt. Er ist viel zu sehr wie du in seinem Alter, wenn nicht noch stärker."
„Ich weiß Harry, es ist nur ..." sie hörte auf zu sprechen, da sie ihre Sorgen über die Abreise ihres Sohnes nach Hogwarts nicht aussprechen wollte. Sie konnte Harry nicht sagen, wie sehr es sie beunruhigte, dass Nathan seinen Vater dort das erste Mal treffen würde. Und jetzt würde auch noch ein Malfoy dort sein. Es gab so viele Dinge, die ihr Sohn nicht wusste ... nicht verstand...
„Es wird ihm gut gehen", versicherte ihr Harry noch einmal, „Nicht einmal Snape wird es schaffen, dass er zurückweicht, geschweige denn Malfoys Junge!" ,sagte er geradeheraus.
Snape ... Wie wird Severus Snape Nathan behandeln? dachte sie. Was ist, wenn er ihn schlechter als die anderen Schüler behandelt, weil er mein Sohn ist? Schließlich weiß er nicht, dass Nathan auch sein Sohn ist. Hermine wurde durch Nathans Rufen vom anderen Ende des Ladens von ihren Überlegungen abgelenkt.
„Mum, dass musst du sehen! Die sehen aus wie einfache Murmeln, aber wenn du sie fester drückst, werden sie größer und explodieren in unterschiedlichen Farben und verschiedenen Gerüchen. Sind die nicht cool?" Nathan wurde von all den verzauberten Gegenständen im Geschäft in den Bann gezogen. Hermine hatte nie die gesamte Zauberei aufgegeben, aber sie hatte nur sehr wenige magische Gegenstände in ihrem Heim. Sie hatte sich entschlossen, Nathan in der Welt der Muggel aufzuziehen und dachte es wäre besser, ihr Haus nicht Zauberei zu füllen.
Einige Zeit später hatten sie den Laden mit mehr Sachen verlassen, als nach Hermines Meinung für Erstklässler gut waren, aber die meisten von den Dingen waren Geschenke von Nathans vielen ‚Onkeln' und sie konnte ihm nicht verweigern, diese zu behalten. Ihr letzter Stopp war das Postamt, um den Brief abzuschicken, der bestätigte, dass Nathan ab nächsten September Hogwarts besuchen würde. Sobald sie die Eule abgeschickt hatten, verließen sie die Winkelgasse und den Tropfenden Kessel und waren auf ihrem Heimweg zurück in Muggel-London.
Es war nur noch wenig mehr als ein Monat bis zum 1. September, wenn Nathan sein Zuhause – und seine Mutter – verlassen würde, um in Hogwarts sein Leben als Zauberer zu beginnen. Das war Zeit genug für Hermine, ihn auf die Herausforderungen eines Zauberer-Daseins vorzubereiten, und erster Punkt auf ihrer Liste waren Vorsichtsmaßnahmen vor einem gewissen Zaubertränke-Meister. Sie musste versuchen, jeglichem Hass zwischen ihnen vorzubeugen, ohne jedoch die ganze Wahrheit zu erzählen. Es war keine einfache Aufgabe, aber Hermine war auch nicht für die leichten Aufgaben berühmt, die sie verrichtete. Sie war berühmt r für ihre Kopfarbeit an dem, was andere Leute „hoffnungslose Fälle" nannten, und dies war die Anstrengung, die sie auch bei der vorliegenden Aufgabe zur Anwendung bringen würde.
Im nächsten Kapitel: Nathan kommt in Hogwarts an und erregt die Aufmerksamkeit eines gewissen Zaubertranklehrers.
