DISCLAIMER: Nicht meines! Es ist alles von J. K. Rowling.
WARNING: Diese Geschichte spielt in der Zukunft and beinhaltet HBP Spoilers! Seid gewarnt!
ORIGINAL BETA: SnarkyRoxy – vielen Dank!
GERMAN TRANSLATION: primax
GERMAN BETA: Sabine und haley
A/N: Das dritte Kapitel, wir sind endlich in Hogwarts! Was wird ein gewisser Zaubertranklehrer über unseren Granger denken?
Kapitel 3: Das Begrüßungsfest
Der September kam schneller, als Hermine hatte voraussehen können. Bevor sie sich's versah, war es Zeit, Nathan zum King's Cross Bahnhof zu bringen, damit er den Hogwarts Express vom Bahnsteig neun dreiviertel nehmen konnte.
"Beeil dich, Mum! Ich möchte nicht zu spät zum Zug kommen!", jammerte Nathan von der Haustür.
„Ich komm ja schon, und wir werden nicht zu spät kommen! Bist du so froh, mich endlich loszuwerden?", fragte sie mit einer traurigen Stimme.
„Oh, Mum! Hör' auf damit! Ich werde dir jede Woche schreiben; das haben wir doch schon abgemacht", sagte er wie es schien schon zum 1000. Mal.
„Ich weiß, ich weiß!", sagte sie, nahm ihren Mantel und half ihm mit dem Koffer.
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Bald darauf waren sie am Bahnsteig, und Hermine umarmte Nathan schon zum zwanzigsten Mal. „Mum, ich kann nicht atmen!", sagte er in ihren Mantel, dort wo sein Kopf an ihrer Schulter vergraben war. „Und außerdem blamierst du mich auch", fügte er hinzu.
„Oh, tut mir leid!", war alles, was sie unter Schluchzen hervorbringen konnte. „Dann ist es besser, wenn du jetzt in den Zug steigst", sagte sie und wischte mit dem Handrücken einige Tränen aus ihrem Gesicht. „Pass auf dich auf! Erinnere dich an alles, was ich dir gesagt habe, und es wird dir gut gehen. Wenn du etwas brauchst, schick mir eine Eule, und ich werde in kürzester Zeit dort sein!"
„Ich werde aufpassen, Mum. Und ich werde dir gleich morgen früh eine Eule senden", versicherte er ihr, dann nahm er den Griff seines Koffers und bestieg den Zug. Bald fand er ein freies Abteil und ging zum Fenster, um seiner Mutter zum Abschied zu winken, als sich der Zug in Bewegung setzte.
„Ich liebe dich", teilte sie ihm lautlos mit, und er schickte ihr einen Kuss als Antwort.
Als er sich vom Fenster wegdrehte, öffnete sich die Abteiltür, und zwei Jungen standen in der Tür. „Ist hier noch Platz frei für zwei?", fragte einer von ihnen.
„Natürlich, ich bin allein hier", antwortete Nathan. Nachdem die Jungs ihre Sachen verstaut und es sich bequem gemacht hatten, fragte er: „Seid ihr auch Erstklässler?"
„Ja, ich bin Kevin Brown", sagte der Junge mit dem hellbraunen Haar und den blauen Augen.
"Und ich bin Anderson Wood, aber du kannst Andy zu mir sagen", sagte der andere Junge, der schwarzes glattes Haar und honigbraune Augen hatte.
„Ich bin Nathan Granger, freut mich euch zu treffen."
„Granger? Bist du verwandt mit Hermine Granger, der Hexe, die Harry Potter half ‚Du weißt schon wen' zu vernichten?" ,fragte Brown.
„Ja, sie ist meine Mutter", sagte er und war überrascht, dass sie sie kannten. Das war neu für ihn. Sein ganzes bisheriges Leben hatte er in der Muggel-Welt verbracht, und obwohl ihm seine Mutter einiges über ihre eigene und die Berühmtheit seiner zwei Onkel erzählt hatte, wurde ihm erst jetzt, nach der Reaktion der Jungs auf seine Antwort, deren ganzes Ausmaß bewusst.
„Wow!", rief Andy aus, „Sie ist deine Mutter! Wie cool ist das!"
Nathan hatte gerade seinen Mund geöffnet, um zu sagen, was er darüber dachte, als er schon mit weiteren Frage bombardiert wurde.
„Kennst du dann auch Harry Potter", fragte der erste Junge.
„Ja, ich kenne Harry. Er ist sogar mein Patenonkel."
"Wow!", meinten beide, und dies ließen Nathan ein wenig zurückweichen.
„Du sagst, DER Harry Potter ist dein Patte?", fragte ein erstaunter Andy.
„Ja, Harry und Ginny sind meine Paten", fügte Nathan hinzu und warte mit einer hochgezogenen Augenbraue auf weitere Ausrufe seiner neuen Freunde, aber dieses Mal starrten sie ihn einfach nur mit offenen Mündern an.
Er begann gerade sich ein wenig unwohl zu fühlen, als Kevin schließlich seinen Kopf schüttelte und seine Stimme wieder fand. „Wie ist er so? Ich meine, erzählt er dir Geschichten über ‚Du weißt schon wen'?"
Und Andy fügte hinzu, „Lässt er dich mit seinem Besen fliegen?"
Harry war nicht nur für seinen Sieg über Voldemort berühmt. Nachdem er den gefürchteten Zauberer getötet hatte, nahm er sich Urlaub, wie er es gerne nannte, von all den beunruhigenden Dingen und wurde für eine Weile professioneller Quidditch Spieler, bevor er seine Ausbildung zum Auror begann.
„Wir sehen uns eigentlich nicht so oft, da ich gemeinsam mit meiner Mutter in der Muggelwelt wohne, aber er besucht uns zu besonderen Anlässen", antwortete er. „Er spricht nicht gerne über Voldemort-", er stockte, als er sah, wie die Jungen auf den Namen reagierten, und fuhr dann fort, „- und außerdem hab ich keinen Hinterhof bei meinem Haus, also brachte er seinen Besen nie mit", meinte er abschließend.
"Oh!", sagte Kevin, er sah ein wenig enttäuscht aus. Dann schaute er Nathan ganz ernst an. „Warum sagst du seinen Namen?"
"Wessen? Voldemorts?" fragte er, und die Jungs wichen erneut zurück. Er verdrehte nur die Augen.
"Ja …" meinte Kevin ganz leise.
"Naja, er ist tot, und meine Mutter nannte ihn immer bei seinem Name, sogar als er noch lebte. Onkel Harry sagt, wenn man Angst vor einem Namen hat, hat man auch Angst vor dem Zauberer selbst. Und da ich Voldemort nicht fürchte, warum sollte ich seinen Namen nicht aussprechen?", erklärte er und ignorierte, dass die beiden wieder einmal zusammenzuckten, als er den Namen des Dunklen Lords nannte.
„Du bist ganz schön mutig, wenn du ihn nicht fürchtest! Mein Vater hat mir erzählt, dass Er ein sehr mächtiger Zauberer war, der viele Menschen getötet hat, und dass Er sogar von den Toten zurückgekommen ist. Fürchtest du dich nicht, dass Er noch einmal wiederkehren könnte?", fragte Kevin.
„Oh, nein! Onkel Harry sagte mir, dass sie diesmal alle seine Seelenstücke zerstört hätten, bevor sie ihn töteten. Es blieb nichts zurück!" sagte er nüchtern.
„Wenn du es sagst", war alles, was er von Kevin als Antwort hörte.
Der Rest der Reise verging sehr schnell, während die Jungen über Quidditch diskutierten und sich näher kennen lernten. Nathan mochte beide wirklich gern. Zumindest eines seiner Bedenken, die Muggel-Schule zu verlassen, erwies sich dadurch als unbegründet; er würde ein paar gute Freunde in Hogwarts haben. Wenn er wählen könnte, er würde gern im selben Haus sein, wie Kevin und Andy. Gryffindor, fügte er im Geiste dazu.
Als Hogsmeade in Sicht kam, zogen sie ihre Schuluniformen an und warteten, dass der Zug am Bahnsteig anhielt. Sobald er zum Stillstand kam, nahmen sie ihre Koffer und stiegen aus.
Kaum auf dem Bahnsteig angekommen, hörte Nathan eine laute Stimme rufen: „Erstklässler! Erstklässler, hierher!"
Kein Zweifel, es war Hagrid! Seine Mutter hatte ihm alles über den Halbriesen erzählt. Er ging auf die riesige Gestalt zu und fragte: „Sie sind Hagrid, oder?"
Der Halbriese blickte hinunter auf den dunkelhaarigen Jungen und antwortete: „Yeah und du musst ein Erstklässler sein. Kenn ich dich, Kleiner?"
„Nein, aber ich habe eine Menge über Sie von meiner Mutter gehört", sagte der Junge.
„Wer ist denn deine Mutter?", fragte Hagrid neugierig.
„Hermine Granger", antworte Nathan und ein breites Lächeln erfüllte das Gesicht des Halbriesen.
„Willkommen in Hogwarts, ...?" Hagrid hielt mit einem fragenden Unterton in der Stimme inne.
„Nathan, Sir. Nathan Granger", antwortete der Junge.
„Nathan", beendete Hagrid seinen letzten Satz, „Grüß deine Mutter von mir."
Nathan lächelte den Halbriesen an und sagte: „Das werde ich."
Nach einiger Zeit waren alle Erstklässler bei Hagrid versammelt, und sie gingen in Richtung der Boote, mit denen sie den See überqueren würden, um das Schloss zu erreichen.
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Als die Ertstklässler an den gewaltigen Eichentüren ankamen, versammelten sie sich bei den Stufen, die Tür flog auf, und zum Vorschein kam ein kleiner Zauberer.
„Die Erstklässler, Professor Flitwick."
"Vielen Dank, Hagrid."
Die Erstklässler folgten Professor Flitwick durch die große Tür und wurden in einen kleinen Raum geführt, wo sie in alphabetischer Reihenfolge aufgestellt wurden. Nach einigen Augenblicken, sagte der kleine Zauberer: „Nun beginnt die Wahl ihres Hauses. Bitte folgen sie mir!"
Sie gingen dem winzigen Professor in die große Halle nach und sahen sich in Erfurcht in dem großen Raum um. Auf einem Hocker vor dem Lehrertisch lag ein schmutziger Hut, der bald darauf sein alljährliches Lied zu singen begann. Sobald er geendet hatte, begann Professor Flitwick die Schüler nach vorne zu rufen. „Artcher, Duncan!" Der Junge trat zu dem Stuhl und setzte sich den Hut auf. Wenige Sekunden später ...
"HUFFLELPUFF!" rief der Hut.
Der Junge nahm den Hut vom Kopf, legte ihn zurück auf den Stuhl und ging dann in Richtung des Tisches von Huffelpuff. Dort wurde er bereits mit Applaus empfangen.
Die Erstklässler setzten sich, einer nach dem anderen, den Hut auf und warteten darauf, dass er den Namen ihres zukünftigen Hauses ausrief. Kevin Brown wurde nach Gryffindor geschickt, und kurze Zeit später war Nathan an der Reihe, den Hut aufzusetzen.
Professor Flitwick rief „Granger, Nathan."
Nathan ging zu dem Stuhl und setzte sich den Hut auf, den dunkelhaarigen Zauberer nicht bemerkend, der ihn genau seit dem Moment anstarrte, an dem sein Name ausgerufen worden war.
Sobald der Hut auf seinem Kopf war, hörte er eine Stimme sprechen: „Hmmm, du bist ein schwieriger Fall. Ich kann einen brillanten Geist sehen. Ein großes Herz und sehr viel Mut, das fühle ich. Du bist auch sehr talentiert. Oh, und auch noch ehrgeizig … sehr schwierig."
Die ganze Zeit, als der Hut sprach, dachte er an seine Mutter, Harry und Ron und bat unbewusst um eine Zuteilung nach Gryffindor. Der Hut schien auf seine unterbewussten Bitten zu hören.
„Gryffindor, wirklich? Bist du sicher? In Slytherin könntest du es weit bringen, mit deinem Ehrgeiz ... okay, wenn du meinst, GRYFFINDOR!"
Nathan ließ den Hut am Stuhl zurück und ging an den Tisch der Gryffindors. Er wurde mit Jubel begrüßt, als er sich setzte. Er war erleichtert, nicht nach Slytherin eingeteilt worden zu sein. Alle anderen Häuser waren gut, aber er war dem Besten zugeteilt worden: Gryffindor! Wie seine Mutter und ihre Freunde.
Von seinem Platz am Gryffindor Tisch sah er zu, wie Devon Malfoy nach Slytherin kam, und ein sehr nervöser Andy Woods wurde als letzter Erstklässler ebenfalls Gryffindor zugeteilt.
Die Schulleiterin grüßte ihre Schüler und gab den Beginn des Festes bekannt. Im selben Moment spürte Nathan, wie ihn ein Paar Augen von hinten anstarrte und drehte sich nach ihnen um. Für einen Moment hielten Professor Snape und Nathan den Augenkontakt und der Junge lächelte. Die Antwort des Professors, war eine gehobene Augenbraue, gefolgt von einer Grimasse, und Nathan widmete sich wieder seinem Essen, lächelte jedoch weiterhin.
"Worüber lächelst du?", fragte Andy.
"Nichts Besonderes", meinte er. "Ich hab nur an was gedacht, das mir meine Mutter erzählt hat. Das ist alles. Das Essen ist ja wirklich großartig!"
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Am Lehrertisch saß ein missmutiger Zaubertranklehrer und stocherte in seinem Essen herum. Er versuchte zu verstehen, warum ihn der Granger Junge angelächelt hatte. Erstklässler lächeln mich nicht an, wenn ich sie anstarre – im Gegenteil, sie laufen weinend davon! Was ist los mit dem Jungen? Weiß er nicht, wer ich bin, dachte er, und verzog das Gesicht. Die Reaktion des Jungens auf seinen Einschüchterungsversuch war empörend und verblüffend zu gleichen Zeit.
Seitdem ihn der Professor für Zauberkünste als einen Granger angekündigt hatte, konnte Severus an nichts anderes mehr denken. Nicht einmal Malfoys Junge hatte ihn ablenken können. Granger, dachte er ... ist er mit ihr verwandt? Vielleicht ein Neffe? Das war alles, was er seinem Geist anzunehmen erlaubte.
Er hob seinen Kopf und schaute den Jungen noch einmal an. Er hat nicht ihr buschiges Haar, aber es ist auch nicht ganz glatt. Außerdem ist es nicht braun, sondern rabenschwarz. Der Junge ist auch nicht klein. Er schaut wirklich gut aus ...,überlegte er, neugierig, da er im Aussehen des Jungen keine besondere Ähnlichkeit zu Hermine Granger erkennen konnte, er ihn aber trotzdem irgendwie an sie erinnerte.
Mitten in seinen Gedanken, schaute ihn der Junge erneut an. Dieses Mal blickte Severus mit seinem charakteristischen spöttischen Lächeln zurück, ohne zu zögern, und erhielt im Gegenzug eine heraufgezogene Augenbraue von dem Jungen. Severus kniff für alle sichtbar wütend die Augen zusammen. Was glaubt der Junge eigentlich, wer er ist? dachte er. Ein tiefes Knurren bildete sich in seinem Hals, und McGonagall sah mit einem forschenden Blick in seine Richtung. Als er sie nicht beachtete, folgte sie seinem Blick zu den Erstklässlern am Tisch der Gryffindors und runzelte die Stirn.
„Was ist dein Problem, Severus? Hast du bereits einen neuen Gryffindor gewählt, um ihn zu quälen?", fragte sie. „Du solltest zumindest warten, bis zum ersten Unterrichtstag warten, und den anderen Häusern auch eine Chance geben", meinte sie.
„Was weißt du über den Granger Jungen?", fragte er, „Ist er mit der unausstehlichen Besserwisserin verwandt, die du immer so in Schutz genommen hast, Minerva?"
„Ah, das ist es also, worüber du grübelst!", sagte sie und Severus' Blick verfinsterte sich noch mehr. „Ich glaube, dass er ihr Sohn ist, wie mir Potter erzählt hat."
„Sohn?", war alles was er heraus brachte, ohne seine Überraschung zu zeigen, dann fügte er noch hinzu, „Also habe ich mein Gespür dafür, meine „Lieblingsschüler" auszuwählen doch noch nicht verloren."
„Oh, Severus, gib dem Jungen doch eine Chance!", ermahnte die Schulleiterin. „Du kennst ihn ja noch nicht einmal! Nur weil du seine Mutter nicht mochtest, heißt das noch lange nicht, dass du gegen ihn auch eine Abneigung haben musst. Mach nicht dieselben Fehler, die du mit Potter gemacht hast, Severus!", fügte sie mit einem warnenden Blick hinzu.
Severus widmete sich wieder seinem Essen, aber er war nicht mehr hungrig. Ein weiteres Mal blickte er in Richtung des Jungens und konnte den Erinnerungen nicht entgehen, die in seinem Geist aufstiegen. Hermine Grangers Sohn. Hermine ... Das Mädchen, welches mich die sechs Jahre peinigte, in denen ich ihr Lehrer war, und doch … er konnte seine wahren Gefühle nicht unterdrücken, welche die Erinnerung an sie brachten und senkte seinen Blick. Sie war eine lebendige Erinnerung an Dinge, die er vergessen wollte; Dinge, die er während des Krieges gegen Voldemort hatte tun müssen. Wie er es hasste, diese Gefühle zu haben!
Sobald das Fest beendet war und alle Schüler in ihre Gemeinschaftsräume gegangen waren, waren seine Pflichten als Hauslehrer erfüllt, und konnte er in die friedliche Stille seiner eigenen Räume zurückkehren, um sich dort auf den folgenden Tag vorzubereiten. Wie er doch den ersten Schultag hasste!
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Nach dieser Vorstellung des Zaubertränkelehrers widmete Nathan seine Aufmerksamkeit wieder seinen Freunden. Warum ist er so wütend? Er ist derjenige, der mich anstarrt, dachte er. Aber im selben Moment erinnerte er sich daran, was seine Mutter ihm über den Mann erzählt hatte und schlug sich dessen offenen Ausdruck des Hasses mit einem Achselzucken aus dem Kopf. Er konzentrierte sich wieder auf seine neuen Freunde.
Die Nachspeise wurde serviert, und das Fest ging seinem Ende zu. Zum Schluss sprach die Schulleiterin noch einige Warnungen bezüglich des Verbotenen Waldes aus und gab ein paar Empfehlungen vom Hausmeister, Mr. Filch, weiter.
Bald darauf wurden die Erstklässler von einem der zwei Vertrauensschüler gesammelt zum Turm der Gryffindors geführt. Nathan war fasziniert von all den Dingen, die er im Schloss sah. Er hatte über das meiste gehört oder gelesen, aber es war viel mehr als er sich vorgestellt hatte. Es war ... zauberhaft!
Vor dem Porträt der dicken Dame blieben sie stehen, und diese fragte sie nach dem Passwort.
"Schoko-Frosch", sagte der Vertrauensschüler und die dicke Dame öffnete die Tür und ein Durchgang zum Gemeinschaftsraum wurde sichtbar.
Sie traten ein und wurden zu ihren Schlafzimmern geführt. Dort fanden sie ihre Koffer an der Seite der Himmelbetten. Nathan zog sich seinen Pyjama an und stieg in sein Bett. Er musste noch den Brief schreiben, den er seiner Mutter versprochen hatte, damit er ihn gleich morgen früh absenden konnte. Danach schlief er ein und träumte davon, wie sein erster Unterrichtstag sein könnte.
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Es war drei Uhr am Morgen als Severus endlich schlafen ging. Er konnte den Geistern nicht entkommen, die immer wieder seine Gedanken heimsuchten... Erinnerungen an Tage, die er mit aller Gewalt zu vergessen suchte, Tage voller Hass und Qualen ... Erinnerungen, hervorgerufen durch Professor Flitwicks Aufrufen eines Names. Granger.
Hermine Granger war ein Teil einer Zeit in seinem Leben, die voll von schlechten Erinnerungen war, voll von den schlechtesten Erinnerungen, um genau zu sein. Erinnerungen an Ereignisse, die er fürchtete; Ereignisse, die in dem verdammten Jahr stattgefunden hatten, in dem Albus Dumbledore durch seine Hand gestorben war. Es spielte für ihn keine Rolle, dass der verstorbene Schulleiter von ihm verlangt hatte, ihn zu töten; es änderte nichts daran, was er gefühlt hatte, als er den Fluch ausgesprochen hatte, der den alten Mann das Leben gekostet hatte, das Leben des einzigen Mannes, der ihm jemals wirklich vertraut hatte, der ihn damit alleine gelassen hatte, seinem Schicksal entgegen zu treten. Und dann ...
Ausgerechnet Hermine Granger hatte ihm vertraut, nach all dem, was er getan hatte. Sogar nach den Vorfällen, die sich auf dem Astronomieturm ereignet hatten, nachdem er Dumbledore getötet hatte. Ich werde nie verstehen, warum sie mir noch immer vertraute, dachte er. Er hatte viele Stunden, in vielen Nächten zuvor, damit verbracht, das Rätsel Hermine Granger zu entschlüsseln. Diese Frau war gegen alles und jeden aufgestanden, um seine Loyalität zu Dumbledore und die wahren Gründe für sein Handeln zu beweisen .Nein, er würde Hermine Granger niemals verstehen.
Und ich habe sie betrogen. Er schloss seine Augen in einer schmerzerfüllten Geste. Was ich tun musste, um sie vor den Fängen des Dunklen Lords zu beschützen ... Er konnte es nicht vergessen. Er konnte sich selbst nicht vergeben.
Severus Snape wälzte sich in seinem Bett herum und schlief schlussendlich doch ein. Es war nicht der erholsame Schlaf, welcher ihn auf den ersten Unterrichtstag vorbereitet hätte, sondern ein ruheloser Schlaf, voll von Alpträumen von längst vergangen Tagen.
A/N: Reviewers, ich liebe euch! Ich danke euch allen und reviewt weiter. Ich mag es zu hören, was ihr denkt.
FerPotter :0)
T/N von PRIMAX: danke auch von mir, an euch liebe Reviewer! Fer und ich sind natürlich in regem E-Mail Kontakt, um mögliche Fragen aus der deutschen Sprache zu klären :)
Im nächsten Kapitel: … Der erste Unterrichtstag, inklusive Zaubertränke und Verteidigung gegen die dunklen Künste.
