DISCLAIMER: Nicht meines! Es ist alles von J. K. Rowling.

WARNING: Diese Geschichte spielt in der Zukunft and beinhaltet HBP Spoilers! Seid gewarnt!

ORIGINAL BETA: SnarkyRoxy – vielen Dank!

GERMAN TRANSLATION: primax

GERMAN BETA: Sabine und haley

A/N: Viertes Kapitel, wow. :0) Der heutige Unterricht beinhaltet Zaubertränke und Verteidigung gegen die dunklen Künste. Lasst uns schauen, was für ein Schüler Nathan ist...


Kapitel 4: Der erste Unterricht

Nachdem Nathan auf dem Rückweg von der Eulerei in einem Korridor eine falsche Abzweigung genommen hatte, betrat er die große Halle ein wenig zu spät zum Frühstück. Er entdeckte seine Freunde, ging zu ihnen und setzte sich neben sie. Das dunkle Paar Augen, das jeden seiner Schritte beobachtete, bemerkte er nicht.

„Hey, Nathan! Wo warst du? Du bist zu spät!", fragte Kevin, als er sich zu ihnen setzte.

„Ich war in der Eulerei, um meiner Mutter einen Brief zu senden. Ich hab' mich ein bisschen verlaufen."

„Wie hast du die Eulerei gefunden?", fragte Josephina, eine weitere Erstklässlerin, mit schwarzen Haaren und grünen Augen.

„Oh, ganz einfach, ich habe einen Drittklässler gefragt", antwortete er, „Ich kann mich aber nicht mehr an seinen Namen erinnern."

Er nahm sich etwas von den Eiern und schmierte ein wenig Butter auf seinen Toast. „Kannst du mir bitte den Saft geben?", fragte er Kevin und dankte ihm, bevor er sich selbst einen Kelch voll einschenkte.

Für eine Weile unterhielten sie sich lebhaft, bevor Professor Lupin, ihr Hauslehrer und Lehrer für Verteidigung gegen die dunklen Künste, mit ihren Stundenplänen erschien.

„Bitteschön, Nathan", sagte er und gab ihm seine Pergamentrolle.

„Danke!", sagte Nathan und lächelte.

Als er kleiner war, hatte er viele Geschichten über Remus Lupin gehört. Er wusste, dass der Lehrer ein Wehrwolf und ein guter Freund von Harry war. Auch war er ein Kriegsheld, für seine Rolle, die er während des Kampfes gegen Voldemort im Orden des Phönix gespielt hatte. Nathan hatte Lupin schon einmal zuvor getroffen, als er Harry am Geburtstag seines Paten besucht hatte.

Ihr erster Unterricht war eine Doppelstunde Zaubertränke und bald darauf kamen die Gespräche um ihn herum auf Professor Snape.

„Ich habe gehört, dass er wirklich fies zu den Gryffindors sein soll", meinte ein Mädchen.

„Mein Bruder hat gesagt, er habe einen Schüler getötet, weil dieser im Unterricht seinen Kessel explodieren ließ. Er war ein Todesser, wisst ihr...", fügte ein anderes Mädchen hinzu, und all die Schüler, die ihr zugehört hatten, machten große Augen, mit Ausnahme von einem – Nathan, welcher zu lachen begann.

Einer der Drittklässler, der ihrem Gespräch auch zugehört hatte, sah Nathan ungläubig an. „Du glaubst also, dass das lustig ist?", fragte er mit einer vorwurfsvollen Stimme. „Ich weiß nichts über einen Schüler, der seinen Kessel explodieren lies, aber er hat auf alle Fälle den früheren Schulleiter getötet."

„Das weiß ich doch!", versicherte Nathan ihnen und widmete sich wieder seinem Frühstück, als wäre nichts geschehen. Als er fühlte, dass ihn die anderen Schüler immer noch fassungslos anstarrten, hob er eine Augenbraue und fragte: „Was?"

„Was?", wiederholte Kevin. „Du weißt, dass wir Unterricht bei einem Mörder haben, und du findest das komisch?"

„Nun, er ist nicht wirklich ein Mörder", sagte Nathan.

„Das weiß ich nicht, aber ich möchte auf alle Fälle nicht zu spät in seinen Unterricht kommen. Bist du fertig, Nathan?", sagte Andy und stand vom Tisch auf.

„Fast", war Nathans Antwort. Er nahm noch einen letzten Bissen von seinem Butter-Toast und stand ebenfalls auf.

Die Gruppe ging in Richtung der Kerker, wo der Unterricht in Zaubertränke stattfand. Sie betraten den Klassenraum und sahen, dass schon einige der Slytherins da waren. Sie nahmen ihre Plätze ein und warteten.

Einige Minuten später, betrat Professor Snape das Klassenzimmer, und die Tür knallte laut zu, was einige Schüler schreckhaft zusammenzucken ließ. Seine schwarze Robe wehte hinter ihm, als er nach vorne zu seinem Pult ging und dort Platz nahm. Ohne einen Schüler anzusehen, begann er die Namen vorzulesen. Als er Nathans Namen las hielt er inne, um den Jungen anzusehen, und aus dem selben Grund auch bei Malfoys Namen. Snape beendete die Anwesenheitskontrolle, schaute schließlich auf und blickte die ganze Klasse an.

„Ihr seit hier, um die schwierige Wissenschaft und die exakte Kunst der Zaubertrankbrauerei zu erlernen", begann er seine Rede. „Nach dreißig Jahren Unterricht, habe ich meine Hoffnungen aufgegeben, dass auch nur ein einziger Schüler, ganz zu Schweigen von einer ganzen Klasse, die Schönheit eines siedenden Kessels und der Zauberkraft, die in ihm liegt, verstehen wird.

Nachdem er seine Rede beendet hatte, herrschte Totenstille im Raum. Nicht ein einziger Schüler hatte seine Augen von dem Zaubertränkelehrer genommen, und ihre Blicke folgten ihm, als er vom Tisch aufstand und begann, zwischen den Tischen auf und ab zu schreiten.

„Granger!", sagte er plötzlich. "Was ist der Unterschied zwischen Doxy Eiern und Eiern der Beißfee?"

„Keiner, Sir. Doxies und die Beißfeen sind dasselbe. Sie können in magischen Wäldern gefunden werden, und ihre Bisse sind wenig giftig. Ihre Eier sind Bestandteil des Gegenmittels", erklärte Nathan der erstaunten Klasse. Der Einzige, der von der Antwort unbeeindruckt schien, war Professor Snape.

„Ich sehe schon, du bist also auch so ein unausstehlicher Klugscheißer, genau wie deine Mutter!", meinte er. „Ich kann wohl annehmen, dass du bereits das ganze Lehrbuch gelesen hast?"

„Zweimal, Sir."

Dieser Rotzlöffel! dachte er, dann lächelte er zynisch und sagte laut: „Gut, ich muss Sie aber warnen, dass selbst all die Auswendiglernerei aus dem Buch für ihren Erfolg in meiner Klasse nicht genügen wird, Mr. Granger."

Nathan lächelte ihn an und antwortete gelassen: „Das weiß ich, Sir."

Snape starrte mit argwöhnisch zusammengekniffenen Augen den lächelnden Jungen vor ihm an. Was ist los mit ihm?, fragte er sich und dann blickte er wieder auf und sprach die ganze Klasse an.

„Öffnen sie ihre Bücher auf Seite sechzehn. Bereiten sie alles vor um den Zaubertrank zu brauen. Am Ende der Stunde möchte ich ein Fläschchen von all den Katastrophen haben, die sie fabrizieren werden."

Während sie damit fortfuhren, ihre Zutaten vorzubereiten, und eine nach der anderen in ihre Kessel gaben, gab er noch einige Informationen über den Anti-Furunkel-Trank, den sie herstellen sollten. Snape rauschte durch den Raum, jede Bewegung genau überwachend, und schüchterte alle Schüler mit seiner finsteren, strengen Anwesenheit ein. Er kritisierte jeden, sogar die Slytherin, zog jedoch nur Gryffindor Punkte ab.

Sehr zu Snapes Missfallen, war der Einzige, der den Unterricht zu genießen schien, Nathan. Er blieb hinter dem Gryffindor stehen und beobachtete ihn länger, als er es bei den anderen Schülern getan hatte. Kein Zucken, keine zitternde Hand, kein Zögern, als er sich räusperte ... nur ein Lächeln und ... Gekicher?

Er kichert! Snape konnte nicht verhindern, dass sich seine Stirn missbilligend in Falten legte. Was erlaubt er sich!

„Ist an ihrem Trank irgendetwas lustig, Mr. Granger", knurrte er wütend.

„Nein, Sir."

„Das heißt also, Sie haben über mich gelacht?", sagte er sanft, doch mit einem äußerst gefährlichen Ton in seiner Stimme.

Oh, oh! Er musste sich schnell etwas einfallen lassen. "Niemals, Sir. Ich hab' mich nur grade an etwas Lustiges erinnert und...", brachte er hervor, bevor er vom Professor unterbrochen wurde.

„Fünf Punkte Abzug von Gryffindor, für zu geringe Aufmerksamkeit beim Brauen eines Tranks, Mr. Granger!", fauchte Snape, noch bevor der Junge seine Entschuldigung zu Ende bringen konnte. „Und der Rest von euch, zurück an die Arbeit!", schnauzte Snape die Anderen an, welche ihre Arbeiten unterbrochen hatten, um dem Wortwechsel der Beiden zu lauschen.

Danach war die Klasse sehr still. Niemand wollte die Wut des Zaubertranklehrers auf sich ziehen. Am Ende der Stunde gaben sie ihre Proben ab und verließen den Kerker, so schnell sie konnten. Die Ausnahme war Nathan, der sich Zeit nahm, seine Dinge einzusammeln. Snape starrte mit unlesbarem Gesichtsausdruck auf den Rücken des Gryffindors, der sich endlich auch entfernte.

In der Halle sprachen die Erstklässler über ihre Eindrücke von ihrer ersten Unterrichtsstunde in Zaubertränke, während sie zum Klassenraum für Verteidigung gegen die dunklen Künste gingen.

„Der Mann ist schrecklich!", sagte Andy. „Er schleicht herum wie ein Biest, jederzeit bereit herabzustürzen und anzugreifen."

„Er ist gruselig!", fügte Josephina leise hinzu.

Nathan holte sie ein, und Kevin blickte ihn neugierig an.

„Worüber hast du überhaupt gelacht?", fragte er.

„Über gar nichts, wirklich, ich hab' mich nur an etwas erinnert, was mir meine Mutter einmal gesagt hat", antwortete Nathan und konnte ein Grinsen nicht unterdrücken, als er daran dachte.

„Du bist manchmal wirklich eigenartig", sagte Kevin.

Die Wahrheit war, dass Nathan wirklich über Snape gelacht hatte, oder besser gesagt, über das, was ihm seine Mutter einmal über Snape erzählt hatte. Der Zaubertranklehrer hatte alles das getan, was sie ihm schon gesagt hatte: schwierige Fragen gestellt, Nathan für die richtige Antwort gerügt, und er hatte versucht, ihn einzuschüchtern und ihn zu verunsichern und wurde zornig, als es ihm nicht gelang. Das war einfach zu viel, um darüber nicht zu lachen.

Er hatte den Unterricht jedoch genossen. Das Brauen von Zaubertränken war eines der wenigen Dinge auf dem Gebiet der Zauberei, die ihm seine Mutter beigebracht hatte. Er liebte es, gemeinsam mit ihr Heiltränke zu brauen. Alles, was Professor Snape gesagt hatte, war sehr faszinierend.

Einige falsche Korridore und Treppen später erreichte die Gruppe das Klassenzimmer für Verteidigung gerade noch rechtzeitig für den Beginn des Unterrichts. Professor Lupin war bereits vorne an seinem Tisch und wartete darauf, dass auch die letzten Schüler ihre Plätze einnahmen.

Der Professor schwang seinen Zauberstab, und sein Name erschien an der Tafel. Dann sagte er, „Guten Morgen! Ich bin Professor Lupin, und ich werde ihr Lehrer für Verteidigung gegen die Dunklen Künste sein."

Von seinem Tisch aufstehend, fuhr er fort, „Wir sollten damit beginnen, zu bestimmen, was als Dunkle Künste angesehen wird und was nicht. Wer kann mir den Namen eines Dunklen Fluches sagen?"

Da der Tod von Voldemort schon mehr als zehn Jahre zurücklag, waren die Dunklen Künste kein Thema mehr, das man in den Fluren diskutierte, und nur wenige wussten noch etwas über Dunkle Flüche. Es meldete sich daher niemand freiwillig für eine Antwort. Dann fragte Professor Lupin, „Nathan?"

„Der Cruciatus-Fluch, Sir", antwortete er.

„Das ist richtig! Fünf Punkte für Gryffindor", sagte Lupin und dann fragte er ihn, „Warum ist das ein Dunkler Fluch, Nathan?"

„Das ist einer der drei Unverzeihlichen Flüche. Er befällt das Nervensystem des Opfers, verursacht starke Schmerzen und letztendlich eine unumkehrbare Gehirnschädigung. Außerdem muss derjenige, der den Fluch ausspricht, seinem Opfer wirklich Schmerzen zufügen wollen", fügte er abschließend hinzu.

„Sehr gut, Nathan. Weitere fünf Punkte für Gryffindor. Das Gefühl, das hinter diesem Fluch liegt, ist es, warum er zu den Dunklen Künsten zählt", erklärte er, „Weiß sonst noch jemand einen?"

Devon Malfoy sah nun Nathan interessiert an. Er hatte nicht gedacht, dass der Junge irgendetwas über die dunklen Künste wissen würde. Sein Vater hatte ihm einiges darüber beigebracht, und auch er selbst wusste alles über die Unverzeihlichen. Devon hob seinen Arm.

„Ja, Devon", sagte Lupin.

„Der Imperius Fluch, Sir", sagte er und fügte, ohne gefragt zu werden, hinzu, „und das ich auch einer der Unverzeihlichen."

„Das ist richtig. Fünf Punkte für Slytherin", sagte Lupin. „Der Imperius Fluch wird verwendet, um sein Opfer dazu zu bringen, alles zu machen, was derjenige verlangt, der den Fluch ausspricht. Nachdem wir schon darüber sprechen: der letzte unverzeihliche Fluch ist der Todesfluch. Die ersten zwei Flüche, die wir erwähnt haben, können abgewehrt werden, der Todesfluch aber nicht", fügte er hinzu.

Eine Hand schoss in die Höhe, und Professor Lupin fragte: „Ja, Josephina?"

„Wenn der Todesfluch nicht abgewehrt werden kann, wie hat dann Harry Potter den Angriff von ‚Sie wissen schon wem' überlebt?", fragte sie.

„Nun, Harry Potter war durch die Liebe seiner Mutter geschützt, weil sie gestorben war, um ihn zu retten. Das war ein ganz spezieller Fall", antwortete er.

Sie führten ihre Diskussion darüber weiter, was zu Dunklen Künsten zählte und was nicht, und bald darauf war die Stunde vorbei. Sie grüßten Professor Lupin zum Abschied und gingen zum Mittagessen in die große Halle.

Die Erstklässler saßen zusammen am Tisch der Gryffindors und unterhielten sich über den Unterricht, den sie bis jetzt gehabt hatten.

„Wie kommt es, dass du alle Antworten auf die Fragen der Lehrer weißt?", drängte Kevin, während er sich ein Sandwich von einer großen Platte nahm.

„Ja, und wo hast du all die Dinge über die Dunklen Flüche gelernt?", fragte Andy.

„Es ist eigentlich gar nichts. Ich muss darüber in einem Buch gelesen haben, oder so", sagte er abwinkend, doch dann fügte er hinzu, „Nein, ich glaube meine Mutter hat mir was über diese Flüche erzählt ... oder Onkel Harry, ich weiß es nicht mehr."

„Oh, natürlich, du wurdest von Helden aufgezogen!", meinte Andy spöttisch.

„Was ist mit diesem Malfoy, dem Slytherin?", fragte Adam, ein Erstklässler mit Muggelabstammung. „Er weiß auch sehr viel über die Dunklen Künste."

„Gut, seine Familie ist für ihre Verbindung zu den Dunklen Künsten bekannt", sagte Andy. „Sie sind eine sehr alte Zaubererfamilie, Reinblüter."

„Wenn jeder weiß, dass sie die Dunklen Künste betreiben, warum sperrt man sie nicht ein?", fragte Adam.

„Weil es niemand je beweisen konnte", sagte Nathan. „Aber es ist nicht falsch, etwas über die Dunklen Künste zu wissen, solange du sie nicht anwendest. Ich glaube nicht, dass Malfoy jemals einen dunklen Fluch ausgesprochen hat", fügte er hinzu,

Sie beendeten ihr Essen und verließen das Schloss Richtung Gewächshaus 1, wo sie ihre erste Unterrichtsstunde in Pflanzenkunde haben sollten.

Der Unterricht am Nachmittag war fantastisch, mit nur einer Ausnahme: Die Geschichte der Zauberei. Obwohl das Fach interessant war, war ihr Lehrer, Professor Binns, ein Geist, total langweilig.

Nach dem Abendessen, gingen Nathan und die anderen Jungen wieder in ihren Gemeinschaftsraum zurück, wo sie auf den Stühlen neben dem offenen Feuer saßen. Einige der Schüler spielten Zauberschach, andere Exploding Snap, und einige führten leise Gespräche.

Nach einiger Zeit und mit schweren Augenlidern, sagte Nathan seinen Freunden ‚Gute Nacht' und ging die Treppe zu seinem Schlafzimmer hinauf. Er zog sich seinen Pyjama an, legte sich ins Bett und war sofort eingeschlafen. Sein erster Unterrichtstag war sowohl aufregend, als auch ermüdend gewesen, und es war der erste Tag von vielen anderen, die noch kommen würden, denn vor dem Tag seines Schulabschlusses lagen noch sieben Jahre vor ihm.


A/N: Ich hoffe, euch gefiel der Unterricht. Nathan gefiel er auf alle Fälle, aber bei Snape bin ich mir nicht so sicher :0) Ich würde mich freuen, von euch hochgeschätzten Lesern zu hören, also hinterlasst doch bitte ein Review!

Im nächsten Kapitel… Hermine erhält einen Brief und Nathan hat in der Bibliothek zu tun, wo er jedoch in unerwünschte Gesellschaft gerät.