15.

Hogwarts, den 6. November

Hermine,

mein Innerstes zieht sich zusammen, wenn ich mir die Zeilen Ihres letzten Briefes ins Gedächtnis rufe. Bitte, verzweifeln Sie nicht. Auch ich merke und kann kaum beschreiben, was mit uns passiert. So schwierig in Worte zu fassen. Hermine, wir sind uns nur geographisch fern, in unseren Gedanken sind wir uns so nah wie nie. Ich hoffe, dass meine bescheidenen Zeilen und Mephistos Anwesenheit eine gewisse Ruhe und Kraft in Ihnen entstehen lässt, denn ich fürchte die werden Sie brauchen.

Leider habe ich keine guten Neuigkeiten für Sie. Es scheint so, dass das Ministerium sich diese Sache mit dem „Bestiarium" nicht alleine ausgedacht hat. Meine noch immer intakten Quellen haben mir zugetragen, dass eventuell Lucius Malfoy mehr damit zu tun hat, als uns lieb sein kann.

Natürlich würde man der Werwölfe vorher habhaft werden wollen. Und raten Sie mal, wo diese bedauernswerten Geschöpfe „zwischengelagert" werden sollen? Richtig, Askaban.

Hermine, ich beschwöre Sie im Namen von Remus, bitte beeilen Sie sich. Ansonsten bliebe ihm nur noch die Flucht in ein anderes Land.

Ihr Cottage, das Foto, ich meine mich zu erinnern in den Pub mit Albus eingekehrt zu sein, direkt daneben. Sie wissen nicht wie viel es mir bedeutet, dass Sie mir dieses Foto anvertrauen, weckt es doch das Versprechen auf ein Wiedersehen mit Ihnen, ich hoffe unter einem guten Stern.

Keine Fledermaus mehr? Demnächst verlangen Sie noch, dass ich meinen Kleidungsstil oder gar die Farbe ändere!

Hermine, die Kinder erwarten nichts anderes von mir. Meinen Sie wirklich Sie hätten noch denselben Respekt vor mir, wenn ich mein Verhalten plötzlich ändere und freundlich zu Ihnen wäre. Und ehrlich, wo bliebe da der Spaß?

Ich verspreche Ihnen aber, dass ich mich weiter darum bemühen werde, mich mehr einzubringen. Remus kann bisweilen ein sehr angenehmer Gesprächspartner sein, auch Filius und Minerva sind durchaus erträglich, allerdings binde ich Ihnen das nicht gerade auf die Nase.

Esmeralda, in der Tat einer passender Name, denn ihre Augen sind tatsächlich grün. Und sie ist bereits so anhänglich, dass es fast lästig ist. Die Schüler mögen sie, da sie Mrs. Norris nicht leiden kann und ihr jede Spitzelei sofort verdirbt (mir übrigens auch, wie unerfreulich), indem sie laut, und ich meine laut, miaut. Damit wird Gryffindor locker den Hauspokal holen. Eigentlich sollte mich das ärgern, aber das tut es nicht. Diese Dinge sind so nichtig im Vergleich mit dem, was Sie im Moment zu durchleben haben. Lächerlich, fürwahr!

Nymphadora nennt Esmeralda nur Flauschi, verstehen Sie das?

Es erleichtert mich übrigens unglaublich, dass Sie mit Hilfe des Geldes in unserer Sache weitergekommen sind, und dass Sie zu dem Treffen sowohl Mephisto als auch Malicia mitnehmen. Noch einmal meine eindringliche Bitte, seien Sie vorsichtig und achten Sie ganz besonders auf Mephistos Gebaren. Ich könnte es nicht ertragen, wenn Ihnen etwas geschieht, denn ich sehe Sie als Freundin, liebe Hermine, Sie haben mehr zu bieten als Sie ahnen können, Wissen ist nicht alles im Leben.

Ich hoffe, nein ich weiß, dass wir uns wieder sehen werden. Hier in meinen Gemächern in Hogwarts am Kamin oder auch in Ihrem Cottage, wer weiß, was die Zukunft bringt.

Ich beginne immer mehr und fester daran zu glauben.

Bitte grüßen Sie Malicia und Mephisto von mir.

Meine Gedanken sind stets und immer bei Ihnen.

Ihr Severus

P.S. auch Grüße von Remus, Minerva und Nymphadora


A/N: Sorry für das späte Posten, leider kam etwas Erwartetes dazwischen, trotzdem, viel Spaß!