#Chptr 4
Disclaimer: Same old - Mir gehört nichts was an JKR erinnert ;)
Summary: Draco deckt Hermiones unbekannte Vergangenheit auf und weiss nicht recht wie er damit umgehen soll. Kann sie ihm die Entscheidung abnehmen?
Warnung! Story beinhaltet viele Flüche, „Dark Motives" – Rating beachten!
Hermione's POV
Als ich die Augen das letzte Mal aufgemacht hatte blickte ich in Malfoys Augen und alles um mich herum wurde schwarz. Ich wusste, dass er Okklumentik an mich angewandt hatte. Und da war der Cut in meiner Erinnerung, was mich wütend machte. Ich hatte keine Chance mehr irgendetwas zu verstecken und wie ich Malfoy kannte hatte er bestimmt nicht bei den Erinnerungen an meinen 10. Geburtstag angehalten und sich gedacht: 'Wie niedlich! Ich mach mir was zu essen und vergesse, dass Hermione Granger in meiner Bibliothek liegt.'
Nein, eins stand fest: Er weiß jetzt alles über mich.
Und ich hätte mich bestimmt gefreut, wenn es mir irgendetwas Gutes gebracht hätte. Wenn ich allerdings Malfoy gewesen wäre hätte mich der Gedanke, dass ein One-Way-Ticket nach Azkaban wahrscheinlich erträglicher gewesen wäre als mich wieder auf die freie Welt loszulassen, davon überzeugt mich einfach vor dem Gefängnis abzusetzen und sich meinen Anblick vom Leib zu schaffen.
Was mich zu einer Frage führte: Seit wann gab es in Azkaban Kamine in den Zellen?
Mit Sicherheit war Malfoy nicht so dumm und hat mich im Haus behalten? Es gab nur ein Weg das rauszufinden, aber ich habe ja bereits erwähnt was geschehen war, als ich das letzte Mal die Augen aufgeschlagen habe.
Vielleicht sollte ich mich einfach wieder in die Bewusstlosigkeit fallen lassen und die Wärme solange genießen wie ich noch konnte...
"Granger, ich weiß, dass du wach bist." Andererseits...
Ich setzte mich auf und streckte meine Arme zu beiden Seiten. Ich hörte nichts weiter - keine rasslnden Kettengeräusche - und öffnete vorsichtig ein Auge. Als ich keine blonden Haare oder graue Augen sah öffnete ich das Zweite und seufzte erleichtert. Und dann machte ich den Fehler und schaute zur Seite.
Malfoy saß in all seiner Pracht in einem Sessel neben der Couch auf der ich lag. Verwirrt starrte ich auf die Decke die auf mir lag und setzte zu einer Frage an.
Aber meine Worte verließen mich fuer einen Moment. Geschickt versuchte ich das zu vertuschen und hustete ein paar Mal, was mir umgehend ein Glas Wasser verschaffte.
Wow, ich hatte ganz plötzlich den Drang mit den Fingern zu schnipsen und zu beobachten was passierte...vielleicht würde mir jemand ein 5-Gaenge-Menü servieren?
Kopfschüttelnd trank ich das Wasser und gab das Glas zurück. Malfoy stand jetzt vor mir und versperrte der Wärme des Kamins den Weg zu mir.
"Du stehst mir in der Sonne.", krächzte ich.
'Mein Gott, was ist mit meiner Stimme los?' dachte ich und hustete erneut.
"Die letzte Sonne die du gesehen hast schien vor mindestens zwei Wochen.", erwiderte er.
"Ein Grund mehr auf Seite zu gehen, meinst du nicht auch?"
Malfoy seufzte, ließ sich in seinem Sessel fallen und vergrub das Gesicht in seinen Händen. Kein gutes Zeichen. Er wollte reden. Und ich überraschte mich selbst, als ich merkte, dass ich auch mit IHM reden wollte.
'Hey, wer weiss schon wann du das nächste Mal jemanden triffst der sich deine Seite der Geschichte anhören will?'
Vorrausgesetzt er wollte wirklich meine Seite hoeren. Vorerst sass er ja nur dort und stöhnte in seine Haende. Wie ich zugeben musste sehr elegante Haende. Gross, lange schmale Finger...ARGH! Was dachte ich da nur?!
"Wenn du was sagen willst, spucks aus.", riet ich ihm. Andernfalls würde ich ihm den Hals umdrehen. Sein Verhalten zerrte stark an meinen Nerven und brachte auch meine Gedankengänge völlig durcheinander.
Er nahm seine Hände runter - Schade! - und sagte: "Ich werde keine Auroren rufen."
"Du...was...warum...ich...keine..." 'Tolle Antwort, Hermione. Das klingt sehr intelligent!'
Malfoy lachte in sich hinein und meinte: "Mach den Mund zu, du siehst ja aus wie ein Fisch." Ich gehorchte und legte den Kopf schief.
"Wenn du keine Auroren rufen willst, was hast du dann vor?", fragte ich skeptisch.
"Zuerst werde ich dir das Badezimmer zeigen, dann mache ich das Frühstück und anschliessend wird geredet.", antwortete er und dachte tatsächlich, dass mich das beruhigen sollte. Als ob!
Ich verschränkte die Arme und entgegnete: "Warum reden wir nicht jetzt?"
Er zog nur eine Augenbraue hoch, deutete auf die Tur und sagte: "Treppe hoch, zweite Tuer rechts. Handtücher sind im Schrank neben der Dusche. Geh."
Irgendetwas an seinem Tonfall ließ mich doch tatsaechlich aufstehen und zur Tuer sprinten. Die Treppe war verflucht lang und oben angekommen brauchte ich eine Sekunde um wieder zu Atem zu kommen.
'Ich muss mehr Sport treiben.', dachte ich und im nächsten Moment musste ich darüber schmunzeln wie unlogisch diese Aussage in meiner derzeitigen Situation war. Wer weiss, ob ich hier raus komme?
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Dracos POV
Als Granger im Badezimmer verschwunden war und ich nach 5 Minuten das Wasser laufen hören konnte, entspannte ich mich zum ersten Mal, seitdem sie am Tag zuvor ohnmächtig geworden war.
Ich bereute es nicht, dass ich in ihre Gedanken eingedrungen bin. Natürlich, es war kein besonders feiner Zug und ich war im Moment einfach nur schrecklich verwirrt, aber eins wusste ich: Granger brauchte Hilfe.
'Sie wird es nicht erlauben, dass du ihr hilfst.', erinnerte mich eine Stimme in meinem Kopf. Die Stimme der Logik.
'Aber trotzdem musst du es versuchen.', sprach die Stimme der Moral.
'Jaaa, ich habe auch schon einen Plan!', lachte die Stimme...nun ja...von Slytherin.
Ich saß also in meinem Sessel und feilte den Plan aus. Nur, dass ich eigentlich noch keinen hatte...
"Verdammt! Ich bin verwirrt! Ich muss was machen."
"Frühstück wäre toll.", rief eine Stimme aus dem Flur. 'BLAISE?! Sch...!' Ich rannte so schnell ich konnte in den Flur und kollidierte mit meinem besten Freund.
"Was machst du denn hier?", zischte ich, wohl darauf bedacht so leise wie möglich zu sein, und zerrte Blaise hinter mir her durch die Küche.
"Woah, ganz ruhig! Ich dachte du könntest ein bißchen Gesellschaft vertragen! Und warum das Flüstern?", fragte er und legte den Kopf schief. Dann ging ihm scheinbar ein Licht auf. "Ooooh, SO ist das also! Du hast bereits Gesellschaft!"
"Hör bloß auf so zu grinsen! Du liegst komplett falsch. Aber du musst gehen. Sofort." Als er keine Anstalten machte zur Tür zu maschieren, stieß ich ihn in Richtung Hintertür. "Nun mach schon, ich kanns im Moment nicht erklären, okay?"
Die Idee gefiel ihm allerdings nicht und stattdessen verschränkte er nur die Arme und glotzte mich an. Unter anderen Umständen haette ich gelacht und ihm geraten Nachhilfe bei Severus zu nehmen, aber dafür hatte ich gerade mal GAR keine Zeit.
"Okay, pass auf. Ich bin gerade in einer schwierigen Situation. Und ich möchte dich da nicht mit reinziehen. Je weniger Leute davon wissen desto besser. Verstehst du mich? Glaub mir du tust damit allen Beteiligten einen Gefallen.", bettelte ich. Ist das zu fassen? Auch Blaise wirkte erschrocken.
"Alter! Du hast doch nicht etwa jemanden umgebracht?", fragte er mich leise und mit aufgerissenen Augen.
Ich seufzte und schüttelte den Kopf. "Würdest du dich umdrehen, damit ich dir in deinen unheimlich fetten Arsch treten kann?"
Er torkelte zurück, als haette er eins mit einem Baseballschlaeger übergezogen bekommen. Natürlich hatte ich ein schlechtes Gewissen, aber darum konnte ich mich schließlich auch später noch kümmern. Die Hauptsache war jetzt, dass Blaise verschwunden war, bevor...
"Was zum...", keuchte eine Stimme hinter mir erschrocken, so dass sich mir die Nackenhaare aufstellten. Ähm...mist? Ich starrte Blaise an, der wiederrum Hermione anstarrte die, wie ich überraschend feststellen musste, nur mit einem Handtuch bekleidet in die Küche kam. Eine mir ewig vorkommende Minute lang sagte niemand etwas. Ich musterte die abgemagerte Form von der jungen Frau vor mir. Abgemagert war aber nicht das richtige Wort. Sie war einfach nur dünn. Viel zu dünn. Ich hatte das plötzliche Bedürfnis sie in eine dicke Schicht Watte einzupacken, damit sie nicht zerbrach. Die blauen Flecken an ihren Schultern, ihren Armen und Beinen warfen hunderte von Fragen auf, ließen dann aber wieder die Bilder von letzter Nacht hochkommen.
Ein Schauer lief über meinem Rücken und ich konnte mich wieder fassen. Blaise und Hermione beendeten ihren Starr-Wettbewerb erst, nachdem ich mich räusperte. Sie versuchte sich in einen Schatten zu drängen und er hatte immerhin den Anstand sich hüstelnd umzudrehen, während ich mit meinem Zauberstab ein Küchentuch in einen Bademantel verwandelte. Hermione schrak zurück, als ich ihn ihr anbot.
"Macht Magie dich etwa so nervös?", fragte ich sie leise. Aber Blaise hörte es und drehte sich wieder um.
"Okaaaaay, was hat das alles zu bedeuten?"
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Hermione's POV
Seine Stimme war eine Oktave höher als noch vor 5 Minuten. War das Angst? Hoffentlich hatte ich meine Stimme noch unter Kontrolle. Um das ganze zu Überpruefen räusperte ich mich und sagte: "Das wüsste ich auch ganz gerne. Ich wusste nicht, dass du eine grosse Willkommen-Zurück-Party organisiert hast."
Malfoy wich zwei Schritte von mir zurück, nachdem ich ihm mit mehr Kraft als nötig den Bademantel abnahm und ihn um mich legte. Gut. Ich war vielleicht nicht stark, aber wütend genug um ihm wenigstens ein Auge auszukratzen. Er setzte zur Antwort an, aber ich achtete nicht auf ihn.
"Und ganz ehrlich: Darauf kann ich auch verzichten. Als du gesagt hast, dass du Reden willst, dachte ich du hast nur von dir und mir geredet. Ich hätte es ahnen sollen! Ich hätte wissen müssen, dass du nicht bis nach dem Frühstück warten würdest um mich auszuliefern."
Malfoy schüttelte nur still den Kopf. Offenbar wusste er nicht was er zu seiner Verteidigung sagen sollte. Und der andere Ochse, der mir unheimlich bekannt vorkam, gaffte uns abwechselnd mit offenem Mund an.
Ich nutzte diese Chance und sprang auf den Messerblock zu, der auf der Ablage, keine zwei Meter entfernt, vor mir stand und zog das grosse Messer raus.
Es war, als haette ich Münzen nachgeworfen: Plötzlich kam Bewegung in die Situation. Beide sprangen auf mich zu. Malfoy, um mir das Messer wegzulegen und der andere um Malfoy davon abzuhalten.
Komisch.
"Hermione, leg das Messer weg.", verlangte Malfoy aber ich schüttelte nur den Kopf und verlagerte mein Gewicht von einem auf den anderen Fuß. Verdammt, mir wurde wieder schwindelig. Aber das war Nebensache.
Malfoy beließ es nicht dabei. Er wand sich frei von seinem Kumpel und trat bis auf zwei Armlängen an mich heran. "Komm schon, leg es weg. Du tust damit niemanden einen Gefallen." Ich streckte meinen Arm aus und die Messerspitze zeigte auf sein Gesicht.
"Komm mir nicht zu nahe.", stiess ich zwischen zusammengepressten Zähnen hervor. "Erst bedienst du dich an meinen Erinnerungen und dann machst du einen auf Gastgeber-Des-Monats und schließlich holst du noch Verstärkung um mich loszuwerden. Hättest du nicht vergessen mir ein paar anständige Klamotten mitzugeben, wäre ich auch nicht zu früh wiedergekommen und ihr hättet in aller Seelenruhe vor der Badezimmertür auf mich warten können, stimmts?"
Für einen Augenblick hatte ich Angst, dass Malfoy bei seinem wilden Kopfschütteln derselbige eventuell abbrechen wuerde. "Das ist nicht wahr!", rief er entrüstet und trat einen Schritt vor - bis genau vor die Klinge. Er schluckte und hob abwehrend die Hände, als ich mit dem Messer zu fuchteln begann. "Blaise kam überraschend zu Besuch. Warum weiß ich auch nicht. Er sollte eigentlich bei der Arbeit sein. Und warum rechtfertige ich mich vor dir überhaupt? In MEINER Kueche? Abgesehen davon kippst du gleich wieder aus den Latschen. Behalt das Messer ruhig, aber nimm es wenigstens runter und iss was."
"Drake, wer zum Teufel ist das?" Jetzt wusste ich, wer der grosse Ochse mit dem dunklen Auftreten war. Blaise Zabini. Er hatte den Krieg also auch überlebt, auch wenn er sichtbare Spuren an ihm hinterlassen hatte. Die Narben an seinem Kinn und seiner Wange würden wohl nie wieder heilen. Aber Mitleid konnte ich keines empfinden. Das Gefühl allein war mir zuwider und ich hätte es bestimmt nicht an einen verlogenen Slytherin verschwendet.
Es hätte mich normalerweise überrascht, dass er mich nicht erkannte. Aber das rüttelte ein wenig an meiner Theorie, dass Malfoy ihn zu seiner Verstärkung angefordert hatte.
"Willst du mich verarschen?", fragte ich ihn mit verengten Augen. Er legte nur den Kopf schief und stemmte seine Hände auf die Hüfte.
"Kleine, es wäre nicht so gut sich mit mir anzulegen. Ich bin dir doch ein WENIG überlegen, meinst du nicht auch?" Das alles wäre bestimmt sehr einschüchternd gewesen, wenn sein Magen nicht so geknurrt haette.
Malfoy seufzte. "Okay, von mir aus. Haut euch die Köpfe ein. ICH werde jetzt frühstücken!" Und tatsächlich! Der Bastard setzte sich einfach und goss sich eine Tasse Tee ein. So als wäre es das normalste der Welt wenn man von einer Psychopathin mit einem Messer...oh. Oops. Blaise zuckte nur mit den Schultern und setzte sich Malfoy gegenüber. Ich stand immernoch wie angewurzelt stehen und dachte nach.
Es war nur für zwei gedeckt. "Wo hast du Geschirr und Besteck?" Ich gab auf.
Schmunzelnd drehte er sich um und zeigte an mir vorbei auf einen Schrank und eine Schublade darunter. Nickend suchte ich mir mein Geschirr zusammen und setzte mich mit einigem Abstand - was der kleine Küchentisch allerdings nicht sonderlich großzügig zuließ - zu ihnen; das Messer in der Rechten.
Blaise nahm ein Brötchen und steckte es mir auf das Messer. Ich weiss nicht warum, aber irgendwie war die ganze Situation seehr seeeehr seltsam und ich musste grinsen.
"Danke, Zabini.", sagte ich.
"Bitte..." Er wartete. Auf was?
"Granger. Hermione Granger.", antwortete ich und er fiel vom Stuhl. Darauf.
Falls die Story noch irgendjemand von euch liest, dann möchte ich mich entschuldigen, dass das neue Kapitel erst sooo spät kommt. Aber das ist ja normal bei mir xD Das nächste Kapitel ist dafür schon fertig und wird hochgeladen, sobald ich das danach auch fertig habe.
Hats euch gefallen? Habt ihr Ideen oder bestimmte Vorstellungen/Erwartungen was als nächstes passiert? Lasst es mich bitte wissen :D Ich finde sowas total interessant! Und Reviews sind soooo motivierend!
Alles Liebe,
Chloe
