Hi, wie ich sehe, gibt es auch ein paar Sakrileg-Fans!

Hier kommt mein 2. Kapitel zu Angel & Demon!

Viel Spaß beim Lesen und Reviewen!

Lg,

Die Schwarze Lady!

Er wollte ihre Hand abschütteln, um endlich sein Vorhaben aus zu führen, aber sie gab nicht nach. „Nein, bitte mach das nicht.", flüsterte sie nun ganz nah an seinem Gesicht. Mit leichtem Druck löste sie seine Finger von der Geißel und entzog sie ihm langsam. Unbeachtet landete sie wieder auf dem Boden.

Sanft umschloss sie dieses Mal seine Rechte und zeichnete seine großen Finger nach. Jede Faser, jede Unebenheit, jeder Zentimeter seiner hellen Haut genoss diese einfache Geste.

„Wer bist du?", fragte Silas' leise, brüchige Stimme. Chiara hatte auch die letzte Spanne zwischen ihnen überwunden und ruhte nun mit ihrer Stirn an seiner. Der Mönch hatte es bis jetzt nicht gewagt sie anzusehen. Zärtlich strich sie ihm noch einmal durch sein weißblondes Haar und dann sein zitterndes Antlitz hinab. Sie war bestürzt, dass schon alleine diese Berührung ihn völlig verunsicherte.

„Dein Schutzengel.", drang es hauchzart in Silas' Gedanken.

Ungläubig löste er sich von ihr und blickte in ihre klaren grau-blauen Augen.

Hatte er richtig gehört? Hatte er es überhaupt gehört oder nur gedacht?

Ihr blondes, langes Haar schimmerte golden im Kerzenlicht und ihr ganzes Wesen strahlte Reinheit und Aufrichtigkeit aus.

Wie könnte sie mich belügen?

Hallte es noch in seinen Gedanken nach, als sie mit geschlossenen Augen ihre Lippen auf die seinen legte.

Aufgewühlt wollte sich Silas zurückziehen und die prickelnde Wärme, die seinen ganzen Körper erfasste, verdrängen. Aber Chiara ließ es nicht zu. Mit sanftem Druck verstärkte sie ihren Kuss und nahm seine rauen Lippen zärtlich in Besitz.

Sie strich liebevoll darüber um ihn davon zu überzeugen, dass es richtig war, dass Gott den Menschen diesen wundervollen Akt als Geschenk mitgegeben hatte – und nicht als Sünde.

Liebt einander" – schlich sich die leise Stimme wieder in Silas' Kopf.

Er gab auf. Er konnte keinen klaren Gedanken mehr fassen. Ihr Duft und ihre Berührungen benebelten seinen Geist, welcher ihn mahnte, dass es falsch war, aber sein Körper war plötzlich erfüllt mit Leben und die Sehnsucht pulsierte in seinen Venen.

Unbeholfen verschloss er seine Augen und versuchte ihren Kuss zu erwidern. Ein kurzes Lächeln umspielte ihre Lippen, bevor sie ihm entgegenkam und sich ihre Zungen endlich trafen. Zuerst berührten sie sich zaghaft, um zu erkunden, wie weit sie gehen konnten – ob der andere es auch so wollte? – da es für beide doch das erste Mal war.

Chiara war überwältigt von den tausend neuen Eindrücken, wie ihr menschlicher Körper darauf reagierte. Sie hatte die Menschen schon immer deswegen beneidet, aber nicht im Geringsten geahnt, dass es so schön sein würde.

Auch Silas war sprachlos. Noch nie hatte er so gefühlt, noch nie hatte ihm jemand gezeigt was Liebe ist, noch nie war es ihm so richtig vorgekommen.

Während ihr Kuss immer vertrauter und leidenschaftlicher wurde, strich Chiara mit ihrer Hand seinen Arm hinauf, wanderte weiter über sein Schlüsselbein und verweilte kurz auf seiner Brust – ehe sie immer wieder sanft um seine ausgeprägten Bauchmuskeln kreiste.

Sein Körper zuckte vor Verlangen und ein kehliges Stöhnen unterbrach ihren Kuss. Unsicher öffnete Silas seine Augen, aber er fand sich in ihrem warmen, verständnisvollen Blick sofort geborgen. Zögerlich berührte seine rechte Hand ihren Oberschenkel und ihr wurde bewusst, dass er ohne ihr Einverständnis, es nicht mehr wagen würde sie anzufassen.

Sie fuhr ihre Linie, welche eine heiße Spur auf Silas' heller Haut hinterließ, wieder zurück. Ihre Hand ruhte nun auf seiner und führte sie weiter bis zu ihrem Jeansansatz.

Ein Zittern - erfüllt von Unsicherheit und Lust - durchströmte ihn, als er ihre weiche Haut an ihrem Bauch spürte. Ganz langsam bewegte sie seine Hand unter ihrem Top und erkundete mit ihm jede Einzelheit, bis Chiara sie endlich auf ihre erregte Brust legte und leise aufstöhnte.

Silas Blut kochte und schoss in seine Körpermitte. Keuchend vor Erregung küssten sie sich wieder und verschlossen ihre lustdurchtränkten Augen. Nun von ihr ermutigt, ergriff Silas selbst die Initiative – schob ihr Top hinauf und strich sachte über ihre Knospen. Chiaras Atem beschleunigte sich und ihre Haut brannte vor Verlangen, als er ihre Brüste ganz umfasste.

Er spürte sie – ihren schneller werdenden Herzschlag und ihre bedingungslose Hingabe – und all dies erregte ihn noch mehr.

Sie umschlang seinen Nacken fester und ihr Kuss wurde noch intensiver. Vorsichtig strich sie seinen Oberschenkel hinauf und ihre zitternden Finger umschlossen endlich seine volle Erregung.

Silas durchfuhr es heiß und er verlor nun völlig die Kontrolle über seinen Körper. Alles wonach er sich sehnte war Erlösung – eine Erlösung, welche er sich zehn Jahre lang versagt hatte, und um die sein geschundener Körper nun so sehr flehte.

Er stöhnte und atmete heftiger unter ihren liebevollen, immer schneller werdenden Berührungen. Seine Hände glitten hinab, öffneten ihre Jeans, wollten sie genauso verwöhnen, liebkosen und streicheln – als er sich nicht mehr zurückhalten konnte und sich in ihre Hand ergoss.

Ein leichter Schweißfilm ließ seine helle Haut im Kerzenlicht dabei glänzen und verlieh ihm das Aussehen eines Engels.

Chiara war gefesselt von seinem Anblick und seiner anschließenden glücklichen Ausstrahlung. Sie verstand die Menschen immer weniger, die diesen Akt als Sünde bezeichneten.

Wie kann so etwas Schönes, Befreiendes – böse sein? Wo doch daraus auch neues Leben gezeugt wird?

Behutsam strich sie noch einmal über sein erschöpftes Glied und Silas keuchte auf, bevor ihre Hand auf seinem Oberschenkel zur Ruhe kam. Sachte glitt ihre Rechte wieder durch sein Haar, während sich sein Atem langsam beruhigte.

Sie hatte dieses Erlebnis zwar nicht mit ihm teilen können, aber sie war dennoch zufrieden, dass es ihr Schützling angenommen – Gottes Liebe - angenommen hatte.

Eine angenehme Erschöpfung breitete sich in seinem Körper aus und die berauschende Wirkung der Lust klang noch leise nach. Er fühlte sich so frei, so erleichtert, er wusste gar nicht mehr, wieso er sich dieses Geschenk Gottes so lange versagt hatte.

Doch plötzlich stürzte die Wirklichkeit grausam in seine Gedanken.

Gott – er hat dich wiedergeboren, dir einen neuen Weg gezeigt, dir eine neue Aufgabe gestellt, sein Werk – Opus Dei – zu vollbringen.

Jetzt fühlte er nur noch seinen schmerzenden Bußgürtel, der zu schwach gewesen war, als der Dämon der Wollust von ihm Besitz ergriffen hatte und sein kaltes klebriges Sperma zwischen seinen Beinen, welches Bilder von Demütigungen, Vergewaltigungen und Folterungen aus der Gefangenschaft in ihm wach riefen.

Er hatte so sehr darum gekämpft diese zu vergessen doch nun quälten und bestraften sie ihn für seine Sünde.

Ich bin ein Nichts, ich bin es nicht wert zu leben – ich bin ein Gespenst.

Und führe uns nicht in Versuchung… - die Bruderschaft, diese ungläubigen Ketzer, sie haben mir diese Frau geschickt, um mich von meinem Weg abzubringen, und ich bin schwach gewesen - …und erlöse uns von allem Bösen!

Chiara hatte Silas' innerlichen Kampf nicht bemerkt, bis er seine wütenden roten Augen vernichtend auf sie richtete.

Verwirrt schrak sie vor dem Mönch zurück.

Er warf sie brutal zu Boden und peitschte seine Geißel auf ihren freigelegten Rücken. Sofort zeichneten sich die roten Striemen auf ihrer zarten Haut ab und die blutdurchtränkten weißen Linien, zeigten Silas ihr wahres Gesicht.

Eine Kreatur des Teufels – wie konnte ich nur so blind sein?

Auch die haben Flügel!

Ihr Köper schrie vor Schmerzen, aber sie konnte ihm nicht entfliehen, als er erneut auf sie einschlug.

Verzweifelt wandte sie ihren Kopf und erblickte hinter ihr den hünenhaften Albino, welcher sich zu seiner ganzen Größe aufgerichtet hatte und nun wie ein Racheengel über ihr schwebte.

Was war passiert?

Was habe ich falsch gemacht?