Und auf geht's mit einem neuen Kapitel.

Vielen, vielen Dank an meine beiden Reviewer, da freut man sich doch, wenn man hört, dass es wenigstens zwei Leuten gefällt :)

Hier gehe ich jetzt zum ersten Mal auch mal ein bisschen auf Eragon und Arya ein. Ich glaube, dass ist mir nicht wirklich gelungen, aber es muss irgendwie rein, finde ich ;)

Ich hoffe es gefällt euch trotzdem. Viel Spaß weiterhin.


Der Beginn des Festes

Eragon wandte seinen Blick nach oben, um herauszufinden, warum die Elfen so aufgeregt waren. Beim nach oben Sehen erkannte er den Drachen Hírador, auf dessen Rücken wohl Ile saß. Sie flogen in einer großen Spirale nach unten auf den Boden zu.

Junge Drachenkerle!, schnaubte Saphira, Die führen sich immer auf. Die brauchen immer irgendeinen Showeffekt! Das da kann doch jeder!

Dafür, dass du eigentlich noch nie einen jungen männlichen Drachen gesehen hast, kennst du dich ja ganz gut aus, Eragon hätte fast gelacht, doch er wusste, er hätte Saphira damit beleidigt und das wollte er natürlich nicht.

Ha ha ha, sehr witzig, Eragon. Du weißt, dass ich viel Wissen von meinen Vorfahren in mir trage, auch die haben so etwas erlebt.

Dürfte ich hervorheben, dass du nur ungefähr zwei Jahre älter bis, als Hírador?

Aber ich habe in dieser Zeit schon viel gelernt und er wirkt noch sehr jung. Bist du sicher, dass sie Training erhalten haben?

Ziemlich, ja. Gerat hat uns erzählt, dass er womöglich perfekt die Alte Sprache spricht. Das kann keiner, ohne einen Lehrer gehabt zu haben, meinst du nicht?, Eragon schaute zu dem Drachen und seinem Reiter hinüber, denn sie waren gerade gelandet. Es ist wohl an der Zeit sie in Empfang zu nehmen, oder?

Ja, das könnte durchaus sein, mein Kleiner, sie richtete sich zu ihrer vollen Größe auf, was vermutlich dazu dienen sollte, Hírador ein wenig einzuschüchtern, denn sie war im Gegensatz zu ihm recht stattlich.

Doch den grünen Drachen schien das weniger zu interessieren, er schaute sich neugierig um, doch behielt er immer ein Auge auf seinen Reiter. Er schnüffelte an einigen Pflanzen, bei einer jedoch musste er niesen und daraufhin ließ er es bleiben.

Ile hatte ihm zugesehen und verkniff sich das Lachen, während Eragon auf ihn zuging, um ihn Willkommen zu heißen.

„Sei gegrüßt, Ile. Willkommen auf deinem Fest", Eragon lächelte ihn an und Ile lächelte zurück, auch wenn ihm diese Situation etwas peinlich schien.

„Guten Abend, Eragon Schattentöter, es ist mir eine Ehre hier sein zu dürfen."

Er sprach mit sehr gewählten Worten, doch Eragon bemerkte den leichten Unmut in seiner Stimme, trotzdem führte er Ile zum Festplatz, welcher feierlich mit Girlanden und Lampen in allen Farben geschmückt waren. Überall hingen Blumen und Früchte.

Jetzt schien sich Ile sichtlich fehl am Platze, er zog die Schultern etwas hoch, als müsse er sich gegen diese Pracht schützen, die ihm hier entgegenschlug. Er war es nicht gewohnt so viel Aufmerksamkeit zu bekommen.

Eragon war solche Dinge mittlerweile gewöhnt und er wusste auch, dass Hírador mehr Aufregung hervorrufen würde, als Ile, doch dem schien das wohl gerade Recht zu sein.

Er stand etwas abseits und lächelte verstohlen, während die Elfen um seinen Drachen schwirrten, um ihn von allen Seiten zu betrachten. Im Gegensatz zu seinem Reiter, gefiel Hírador das Getue um ihn, er genoss es sichtlich.

Eragon ging ein paar Schritte in Richtung der Speisetafel, denn er hatte Arya entdeckt und wollte zu ihr.

„Ob unser neuer Freund wohl noch nie auf einem Fest war?", Murtagh war gerade neben Eragon aufgetaucht und er schaute zu Ile und Hírador hinüber, „Er benimmt sich auf jeden Fall so, finde ich."

Ein bisschen aus dem Konzept gebracht sagte Eragon: „Er ist viel Trubel um seine Person anscheinend nicht gewöhnt, nicht so wie wir", setzte er als Scherz hinzu.

Murtagh lachte: „Ja, das sind wir wohl, aber es war nicht immer zum Guten. Wir sind gezeichnete Personen, Eragon, auch du und ich mussten uns daran erst gewöhnen. In Ile werden viele Hoffnungen gesetzt, er ist der letzte der neuen Reiter, er wird sich in den nächsten Tagen beweisen müssen und er muss noch einiges erklären."

„Ja, das denke ich auch und deswegen werde ich ihn heute Abend schon darauf ansprechen", er schaute in den Himmel und entdeckte über sich Milliarden von Sternen, „Ich denke, es ist ein guter Abend dafür."

„So gut wie jeder andere, aber eine Warnung muss ich aussprechen, mein alter Freund: Dränge ihn zu nichts. Wenn er dir nichts erzählen will, dann lass ihn zufrieden. Ich habe damals auch Zeit gebraucht, ich konnte dir zuerst auch nicht erzählen, wer ich bin, erinnerst du dich? Er braucht diese Zeit vielleicht auch, um Vertrauen aufzubauen. Irgendwann kommt er von alleine, da bin ich sicher."

Eragon nickte, denn er erkannte die Weisheit hinter Murtaghs Worten. Nein, er würde Ile zu nichts drängen, doch er würde auch nicht so schnell aufgeben, egal was Murtagh sagte, dieser junge Mann war anders, das hatte er ihm von Anfang an angesehen. Was ihn am meisten störte, war das Fehlen der spitzen Ohren, denn es war normal, dass Drachenreiter mit der Zeit elfenähnliche Ohren bekamen, doch bei Ile fehlten diese voll und ganz und das, wo er seinen Drachen nun schon seit einiger Zeit hatte. Auch darauf würde er Ile später am Abend ansprechen.

„Also, ich denke, wir sehen uns beim Essen?", fragte Murtagh

„Ja, vermutlich..."

„Hey, Eragon", Murtagh begann vor seinen Augen mit der Hand zu winken, um ihn wieder in die Gegenwart zurückzuholen, „Weilst du noch unter uns?"

„Ja,... ja, Entschuldigung, natürlich sehen wir uns beim Essen", als Murtagh daraufhin verschwand, ging Eragon mit festen Schritten auf Arya zu, doch sie drehte sich, ob absichtlich oder zufällig, genau in diesem Moment zur Königin, um mir ihr zu sprechen. Etwas enttäuscht und auch beleidigt, drehte er sich in eine andere Richtung und entfernte sich von dem Fest. Im Moment gab es für ihn nichts zu tun.

Saphira hatte mittlerweile eine Unterhaltung mit Hírador angefangen, Murtagh sprach mit einigen Elfen, natürlich in Begleitung seines Drachen und Ile war gerade zur Königin gerufen worden. Arya war jetzt vollkommen verschwunden.

Er ging noch etwas in den Wald hinein und setzte sich in einen Baum.

Seine Gedanken wanderten in Arya's Richtung. Seit der letzten Schlacht mit Galbatorix' Schergen hatte sie nicht mehr allein mit ihm gesprochen, was er als beunruhigend empfand. Arya wusste zwar, was er für sie empfand, doch seit seinem Verwandlungsfest hatte er vor ihr keinen Gefühlsausbruch mehr gehabt. Seine Gedanken gingen zwar immer noch oft in ihre Richtung und er fühlte nicht weniger für sie, doch sie hatten im Stillschweigen eine Vereinbarung getroffen, dass er seine Gefühle für sich behalten sollte. Er konnte es relativ gut verstecken, doch natürlich war Murtagh aufgegangen, was er empfand. Murtagh hatte schon früher geahnt, was Eragon für die Elfe irgendwann einmal fühlen würde, schon als sie sie damals aus Gil'Ead gerettet hatten. Eragon hatte einige Probleme damit, mit seinen Gefühlen hinterm Berg zu halten, doch er hatte sich mittlerweile daran gewöhnt und sprach nur noch mit Saphira über diese Dinge.

Doch jetzt hatte Arya schon seit geraumer Zeit nicht mehr mit ihm gesprochen. Hatte er etwas falsch gemacht? Hatte er sie in irgendeiner Weise verletzt? Was hatte er nur getan?

Keine dieser Fragen konnte er beantworten. Er hatte sich in den letzten Monaten recht ruhig verhalten und versucht die nicht gegen sich aufzubringen und hatte auch versucht seine Gefühle unter Verschluss zu halten.

Er schüttelte sich, es hatte keinen Sinn über so etwas nachzudenken. Er musste sich auf sein Gespräch mit Ile einstellen. Er wusste, dass Ile zunächst abblocken würde, er würde ihm erzählen, dass es ihn nichts anging, er wolle seine Vergangenheit für sich behalten. Eragon hatte das schon oft erlebt und wusste, wie er damit umzugehen hatte. Ihm war klar, dass er heute Abend wenig, vielleicht sogar, gar nichts erfahren würde, doch er schwor sich, nicht locker zu lassen.

Plötzlich schreckt er auf. Vom Festplatz her war eine helle Glocke erklungen, das Zeichen zum Essen.

Er sprang von seinem Baum und machte sich auf, um zu speisen.

Wo warst du?, die energische Frage war von Saphira gekommen.

Ich musste nachdenken, gab er als Antwort zurück, was ja auch nur die reine Wahrheit war.

Also, dieser Hírador hat doch mehr Ahnung vom Leben eines Drachen, als ich gedacht hätte. Er weiß einige Dinge, die ich erst bei Oromis erlernt habe. Ich habe ihm eben ein paar Fragen gestellt, er gibt zu, dass sie einen Lehrer hatten, doch über die Identität dieses Lehrers schweigt er beharrlich. Vielleicht ist er doch nicht so jung, wie ich dachte.

Ich hatte recht! Sie hatten tatsächlich einen Lehrer, das ist unglaublich! Morgen bei den Prüfungen müssen wir so viel wie möglich testen, um zu sehen, wie weit sie wirklich schon sind. Wenn es nötig ist, müssen wir an ihren Stolz appellieren, wenn sie meinen sich irgendwie durchmogeln zu können. Das hast du wirklich gut gemacht, Saphira!

Was habe ich gut gemacht?, sie schien ernstlich verwundert über diese Aussage.

Ich meine, du hast schon mal ein paar wichtige Informationen gesammelt, Eragon setzte sich nun an den Tisch, auf der rechten Seite von ihm nahm Murtagh Platz, auf der linken Seite saß Ile, genau neben der Königin, was ihn sehr zu verunsichern schien.

Ich habe keine „Informationen gesammelt", Saphiraklang wütend, Ich habe mich nur mit Hírador unterhalten. Ich will niemanden ausspionieren, Eragon!

Danach zog sie sich aus seinem Geist zurück und Eragon hockte nun etwas niedergeschlagen am Tisch und fühlte sich viel zu neugierig. Vielleicht würde er doch nicht so verbissen auf Ile einreden.


Jetzt kommt natürlich wiedermal eine Aufforderung zum reviewen.

Also, da unten ist so ein Knopf, der gerne mal gedrückt werden möchte, der brauch nämlich auch ein bisschen Zuneigung :)