So, es geht weiter =)

Kapitel 2

Edwards POV

Dieser Hund konnte das doch nicht ernst meinen. Ich wollte das nicht mal näher in Betracht ziehen.

Ich, Edward Cullen, ein Hundert Jahre alter Vampir, die Prägung eines gerade jugendlichen Teenager Wolfes?

Was ist das nur für ein kranker Witz.

Für die letzte Stunde oder so, habe ich kein mehr Wort gesagt. Mein Geist war voll mit, nicht nur meinen Gedanken, sondern der Gedanken von allen um mich herum. Eine Schwierigkeit meiner Fähigkeiten, die ich in diesem Moment wirklich nicht brauchte. Es ist, als suche ich nach meinem Paar Schuhen, unter einem ganzen Berg anderer.

Ich musste zugeben, das machte einige komische Dinge verständlicher. Zum Beispiel warum der Köter das letzte Mal so fluchtartig abgehauen war, nur weil ich mich ihm genähert hatte.

Gott.

Ich möchte gar nicht daran denken, und nehmen wir nur die harmlosen Gedanken von ihm, er hatte bestimmt auch schon andere Gedanken gehabt. Selbst als er so schnell gegangen war, ich hatte trotzdem noch einen Vorgeschmack von ihnen bekommen. Ein Schauer rieselte durch meinen Körper, was ein seltsames Vorkommen war, seitdem ich keine Körpertemperatur hatte. Ich schob es auf die Abstraktion dieser Situation.

Wie in dieser Welt sollte das funktionieren?

Wollte ich das es funktionierte? Und Bella….oh nein. Bella! Ein Blick zu ihr genügte mir, um zu sehen, dass auch Bella mit dieser Situation überfordert war. Ich habe sie noch nie so zerbrechlich gesehen. Sonst war sie nur so, wenn wir etwas Intimes zusammen, zum Beispiel das erste Mal, hatten. Sie hatte so viel Angst das ich sie verletze beim ersten Mal, das ich zu ungestüm bin.

Vielleicht war es nicht die beste Zeit, jetzt an solche Sachen zu denken. Trotzdem kam ich nicht drum herum mich zu wundern…wie genau sollten Jacob und ich…

Nein. Nein. Ich würde nicht einmal damit anfangen, über solche Sachen nach zu denken. Ich meine, ich habe einige Sachen lesen können, und andere sehen können, oder sogar getan mehrere Male aber den richtigen…Akt …mit Jacob, das war zu viel, um es momentan zu fassen.

Ich will das gar nicht fassen können, ich habe Angst davor.

„…Abkommen für jetzt." Ich brachte meine Aufmerksamkeit zurück in die außen stehende Konversation, ich wusste dass ich das sowieso machen musste, denn schließlich ging es vielleicht auch um mich. Ich ignorierte die angespannten Blicke, die mir Jacob Black schickte. Ich blockte automatisch seine Gedanken aus, ich brauchte jetzt keine Ablenkung. In den Blicken, die mir meine Familienmitglieder sendeten, konnte ich genauso wie in ihren Gedanken die Besorgnis lesen. Ich war ein Meister darin die Gefühle zu verstecken, die ich gerade hatte, ich gab mich gerne als Sinnbild einer Statue und ich war sicher, die anderen würden mich auch gerade als eine solche sehen.

Ich muss das dringend nur mit mir allein ausmachen.

Edward geht es dir gut? Alice schaute mich an, aber ich machte keine Anstalten zu Antworten. Nach all dem war ich ein bisschen wütend auf sie, auch wenn ich wusste, dass sie das nicht hatte kommen sehen, auch wenn sie es versucht hätte. Es war egal, welche Zukunftsvision sie hätte sehen wollen, sobald die Wölfe vorkamen, war alles verschwunden.

Ich wundere mich ob meine Zukunft bei ihrem Blick auch verschwunden war…auch wenn Jacob hier auch nur aus einer Laune heraus gekommen wäre. Oh nein, hört sich das einer an, es wird einfach zu angenehm seinen Namen zu sagen.

Ich hasse es ausgeschaltet vom Schutz zu sein. Ich machte mir mehr Sorgen um Bella, als um alles andere. Ich versuchte meine Arme um sie zu schließen, aber sie versteifte sich, und ihr Körper sendete mir das Signal nein. Ich respektierte ihre Reaktion, ich würde ihr so viel Freiraum lassen, wie sie brauchte. Ich brauchte auch meinen Freiraum.

„ Du sagst also, in dieser ungefährlichen Situation, ist das Abkommen einfach ungültig?" Diesmal war es Jasper der sprach. Ich musste zugeben, dass machte auch mich neugierig. Ich beobachtete Sam wie er es versuchte besser zu erklären.

„Nein, dass ist nur weil die Situation momentan entschärft ist….seit…seit sich Jacob auf Edward geprägt hat, " ich beobachtete belustigt wie Sam jaulte, als er meinen Namen aussprach.

Bäh, seinen Namen auszusprechen bringt einen schlechten Geschmack in meinen Mund, ist ja noch schlimmer als ihr Geruch. Macht nichts, dass ist alles für Jacob. Alles für Jacob. Ich persönlich ignorierte seine kleinen mentalen Kommentare und betrachtete lieber weiter sein genesendes Selbst.

„…im Grunde geben wir, nur dem Cullen Clan, die Erlaubnis auf unser Land zu gelangen." Sam machte eine Pause und rieb seinen Nacken. „Jeder eurer außen stehenden Freunde oder Besucher, haben nicht den Freifahrtschein. Wenn sie es doch tun, stellen wir das alles in eure Verantwortung, egal ob es eure Schuld ist, oder nicht. Die Regeln sind immer noch die Selben. Ihr beißt niemanden. Oder unser Kompromiss verfällt und es wird leider wieder so, wie es einmal war."

„Wir haben verstanden und danken euch für eure Verbesserung und werden es befolgen wie wir es schon immer getan haben." Carlisle stand auf, als Sam ihm ein kurzes Nicken schenkte. „Ich denke wir haben alle viel gehört und wären jetzt gerne alleine mit unseren Gedanken." Ich hätte nicht mehr zustimmen können, ich würde alles darum geben ein bisschen darüber nachdenken zu können. Sam und Seth standen auf, um endlich zu gehen, aber zu meinem Entsetzen zögerte Jacob.

„Ihr Jungs geht schon mal vor, Natalie müssen hier noch etwas erledigen." Jacob sprach leise und man konnte nicht überhören, wie sehr er sich wünschte, alles würde sich in Wohlgefallen auflösen. Das letzte was ich wollte war, eine Konfrontation mit Jacob Black.

„Bist du sicher Jacob, willst du wirklich nicht, dass wir auf dich warten?" fragte Seth und schaute erst mich, dann ihn an.

„Nein, ich muss noch mit Bella sprechen und…" Gott, ich bin immer noch empfindlich wenn ich seinen Namen sage. „Edward" Ich MUSS darüber hinwegkommen. Vielleicht macht es das alles einfacher.

„Oh das bezweifele ich sehr, Jacob Black." murmele ich leise, um sicher zu stellen, dass nur seine Ohren es hören, in der Hoffnung den jungen Wolf ein bisschen zu ärgern. Nagut, ich bekam was ich wollte, denn als nächstes wurde der junge Wolf rot.

Interessant. Scheint einen gewissen Effekt auf den Welpen zu haben.

„Gut, aber wie soll-"

„Ich werde dafür Sorgen, dass sie sicher nach Hause kommen." ich sprach, weil ich mir bewusst war, wie besorgt sie um Jacob waren. Sie sahen zu Jacob, immer noch rot, der schnell nickte. Sie gingen ohne noch weiter etwas zu sagen.

„Können wir irgendwo alleine reden?" Jacob vermied jeglichen Augenkontakt zu mir und sah lieber auf seine Füße, in einer nervösen ungeduldigen Geste.

„Wir können zu Bella nach Hause gehen. Dort ist die privateste Möglichkeit, die es gibt, befürchte ich." Meine Augen wanderten über seinen Körper, bis ich in meiner Bewegung einfror und schnell nach Bella suchte.

Du solltest wirklich aufhören mich zu überprüfen. Ich stockte und schickte einen Blick in seine Richtung, den er erfolgreich ignorierte.

„Komm klar damit, Hund." sagte ich kalt und entdeckte Bella, wie sie mit Alice sprach. Ohne ein weiteres Wort zu dem verärgerten jungen Teenager, lief ich zu ihnen rüber. „Bella" Sie versteifte sich, was mir gar nicht gefiel. „Ich sollte dich jetzt nach Hause bringen." sie nickte, sagte aber nichts. „Ich komme später." sagte ich zu Alice die mir ein kleines bestätigendes Lächeln schenkte. Ich konnte wirklich etwas Bestätigung gebrauchen, nachdem ich überlegte in was ich mich da hinein brachte.

„Hallo Natalie, Jacob." grüßte Mr. Swan, nachdem Bella die Tür geöffnet hatte und uns vorbei ließ. „Oh….Edward." ich musste mich anstrengen um nicht zu lachen, Mr. Swan hat mich noch nie gemocht. Es sah so aus als bekomme er endlich was er wollte, jetzt wo ich der Seelenpartner meines Feindes war.

„Papa, wir gehen hoch in mein Zimmer zum reden, kannst du auf Natalie aufpassen?" fragte Bella, Mr. Swan, der ohne zu zögern nickte. Jacob sah in leichter Besorgnis zu Natalie.

„Benimm dich Nat." sagte er streng und sie nickte.

Keine Sorge Onkel Jake, das werde ich. Alles bleibt an seinem Platz. Ich sah Jacob lächeln und danach kichern als er nickte. Er hatte das doch sicherlich nicht gehört oder? Ich hatte keine weitere Zeit zum nachdenken, denn wir folgten beide Bella hoch zu ihrem Raum. Sie wartete das wir beide drinnen waren, bevor sie die Tür hinter uns schloss.

Oh Bella, ich hasse es dir so was an zu tun. Sie sieht so erschöpft aus. Jacob saß auf ihrem Fensterbrett seine Arme überkreuzt ein Zeichen seiner Besorgnis. Er hatte aber Recht. Sie sah mager aus. Ich saß auf dem Stuhl an ihrem Computer und sie saß auf ihrem Bett. Nach dem sich alle gesetzt hatten, wurde es still, für eine ziemlich lange Zeit. Ich wollte nicht als erster sprechen, und es half auch nicht, dass Jacob nicht sprechen wollte.

„Wie lange Jake? Wie lange weißt du es schon?" netterweise brach Bella das Schweigen. Jacob seufzte und bewegte sich auf seinem Platz. Meine Aufmerksamkeit lag auf ihn, da wir beide auf eine Antwort warteten.

„Ein bisschen über einen Monat?" zuckte er zusammen, er wirkte unsicher und kratzte sich an seinem Hinterkopf. „Ich wollte es dir sagen Bells, wirklich, das wollte ich aber ….du und er ihr ward immer…und wenn er da ist kann ich nicht." gab Jacob zu, ich lehnt mich zurück in meinem Sitz und faltete die Hände über meinen Magen.

„Ist schon gut Jake." Bella seufzte und mein Blick wanderte zu ihr. „Ich liebe dich wie einen Bruder, und ich kenne dich besser als jeder andere. Ich weiß du würdest mich nicht aus Absicht verletzen." Beide, Jacob und ich jaulten auf als sie das Wort „verletzen" sagte. „Ich liebe dich und wir bleiben Freunde."

„Ich liebe dich auch Hells Bells." Jacob lächelte ein wenig. "Also heißt das, du passt immer noch auf Nat auf, für mich?" Bella kicherte.

„Ja, das werde ich weiterhin machen." Bella lächelte bevor sie zu mir sah. „Du weißt das es jetzt vorbei mit uns ist oder? Ich mag es nicht zu teilen." Ich nickte, auch wenn sie versuchte sich perfekt zu benehmen, ich konnte trotzdem das Zögern und den Schmerz in ihren Augen sehen. „Tu ihm nicht weh Edward, oder ich finde einen Weg dich zu töten." sagte Bella in so einer Ernsthaftigkeit, dass ich erschrak.

„Ähm" Jacob räusperte sich. „Du weißt aber schon das ich hier bin, oder Bells?"

„Ja ich weiß Jake." Bella stand auf und streckte sich. „Ich brauche trotzdem ein bisschen Zeit für mich. Also gib mir eine gute Woche oder mehr. Mir geht's es jetzt gut, aber wer weiß wie es morgen aussieht. Ich möchte nicht so enden indem ich etwas tue oder sage, was ich später bereue oder gar einen von euch verletze. Verstanden?" Wir nickten beide. „Gut, wenn ich euch nun bitte, euch selbst raus zu schmeißen?" Sie setzte sich zurück aufs Bett und Jacob und ich standen auf, um dicht gefolgt von einander das Zimmer zu verlassen.

„Gut Mr. Swan, danke. Wir gehen jetzt besser." Jacob schüttelte die Hand von Mr. Swan.

„Bitte nenne mich doch Charlie, Jacob, wir kennen uns seit du ein kleines Kind bist."

„Ich bin müde." sagte das kleine Mädchen mit dem Namen Natalie und rieb sich über die müden Augen und lehnte sich an Jacobs Bein.

„Okay, wir gehen in einer Minute." Cullen, wir gehen.

„Gute Nacht, Charlie." Sage ich, nur um den älteren Swan zu ärgern. Sein Kiefer verhärtete sich als er kurz nickte und wir endlich gehen konnten. Ich hüpfe auf den Fahrersitz, während Jacob noch dabei war, Natalie in ihrem Sitz fest zu schnallen, dann springt auch er in den Frontsitz neben mich.

„Versuche uns nicht umzubringen." Murmelt er, während er sich den Gurt nimmt und sich anschnallt. Ich ignoriere ihn, während ich vom Haus der Swan's zum Haus der Black's fahre. Die Fahrt ist sehr ruhig, das einzige Geräusch ist das Kratzen vom Scheibenwischer und der Regen, der auf die Scheibe knallt.

„Warum hasst er dich so sehr?" ich schaue rüber zu Jacob, der aber geradeaus sieht.

So, der Hund versucht sich also an einer höflichen Konversation.

„Kann ich dir nicht sagen, Black." sage ich einfach.

Vielleicht ist es weil du ein…

„Entschuldige, dass habe ich nicht verstanden." zische ich, und beobachte, wie er zu mir sieht, aus meinem Augenwinkel.

„Sie kann uns hören." Ich sehe ihn verwirrt an. „Natalie. Meine Nichte. Sie kann auch Gedanken lesen. Sie hätte mich gehört, wenn ich dich verflucht hätte." Ich sah in meinen Rückspiegel, wo das kleine Mädchen friedlich schlief.

„Was kann sie noch?" ich richtete meine Aufmerksamkeit zurück auf die nasse Straße.

„Sie kann Gedanken an andere senden."

Dass würde das von vorhin erklären.

„Sie kann mich auch hören?" er nickte „Interessant."

„Sie kann Dinge mit ihrem Willen bewegen." Ich parke in der Einfahrt. „Sie ist telekinetisch."

„Sie ist begabt" Jacob sieht überrascht aus.

„Ja, das ist sie wohl." Warum bleibt er nur so ruhig?

„Hast du erwartet das ich deswegen austicke, Jacob?" frage ich während er rot wird.

Bescheuerter Gedankenleser. Ich kichere während er seufzt.

„Nein es ist nur…ich weiß nicht." Er zuckte mit den Schultern „Du bist so vertraut mit all dem."

„Warum sollte ich nicht?" er zog erneut die Schultern hoch.

„Sie wird auch bald ein Teil deiner Verantwortung sein." Jetzt war ich es, der überrascht aussah. „Richtig, du weißt es noch gar nicht." Er seufzt „Rechtlich bin ich ihr Vormund. Als meine Schwester starb, überließ sie mir Nat. Und seit wir…du weißt schon, wird sie auch ein Teil deines Lebens einnehmen." Stille füllte das Auto, als wir so völlig ruhig da saßen. „ Du hast noch gar nicht gesagt, wie du über all dies fühlst."

„Das ist, weil ich mir noch nicht sicher bin." Ich streiche mit einer Hand gedankenverloren durchs Haar, während er mich genau beobachtet. „Hör zu, ich brauche auch ein bisschen Zeit für das Ganze hier."

„Ja." Das ist alles was Jacob dazu noch sagt und im Auto ist es wieder still. Nach einer Weile löst er seinen Sicherheitsgurt und steigt aus dem Auto. Dann löst er auch seine schlafende Natalie aus dem Kindersitz, welche sich sofort an ihn klammert, und ich merke wie mein Auto wackelt. Jacob sieht mich an und lächelt ein wenig „ Entschuldige, dass passiert ihr einfach manchmal." Ich nicke nur. „Gute Nacht, Edward."

„Gute Nacht, Jacob." Ich warte bis sie ins Haus gegangen sind. Ich sah ihnen sogar noch nach, als die Tür geschlossen war. Ich guckte auch immer noch als ich mir sicher war, dass Jacob schlief. Ich war mir nicht sicher, als ich das Auto wendete und Richtung Heimat fuhr, warum gerade das mich am meisten erstaunte. Ich konnte nicht anders als zu denken

Ich habe jetzt meine eigene Familie…