Kapitel 3
Jacobs POV
Ich kann nicht glauben, dass es zwei Monate her ist, seit ich das letzte Mal mit Edward gesprochen habe. Ist aber schon in Ordnung. Er sagte das er Freiraum brauchte, und ich war mehr als glücklich das ich ihm diesen geben konnte.
Trotzdem, er könnte wenigstens anrufen…mir sagen das er noch lebt…hihi…oh ja. Er ist ein Vampir. Er ist schon eine ziemlich lange Zeit tot. Blöde Prägungsnebeneffekte.
Ich hasste es, das ich mir eingestehen musste, dass ich immer noch wie eine neue Selbstverständlichkeit mich nicht nur um sein Wohlbefinden sorgte, sondern auch besorgt war, dass er seine Meinung geändert hatte und in eine neue Stadt gezogen war.
Gott sei Dank waren Bells und ich wieder Freunde, ansonsten hätte ich niemanden mit dem ich über all diese…Frustration reden konnte! Das war Edward Cullen. Pure Frustration und Verwirrung, so wie eigentlich alles war.
Ich will es, ich will ihn, aber ich will nicht das es so ist. Ich meine, wenn es doch nicht funktioniert bin ich am Ende der verletzte Idiot.
War das Leben da um so kompliziert zu sein? War Gesellschaft dazu da, um auf zwei Individuen verteilt zu werden? Ich meine das Universum musste einen verschobenen Sinn für Humor haben, wenn es alles so weitergehen sollte.
Liebe ist sooooo stressig. Ich gebe gerade zu das ich in ihn verliebt bin…oh nein. Ich werde Wahnsinnig, Edward Cullen treibt mich an den Rand des Wahnsinns.
Ich meine, dass war nicht fair. Meine Nerven waren total niedergebrannt und er ist irgendwo und ganz entspannt, während ich mich auf dem Boden wälze, weil ich so verrückt nach ihm bin.
Zwei Monate sind auch viel Zei,t um über etwas nach zu denken. Argh! Ich drehe mich wegen dieser Sache immer im Kreis. Und ich lande immer wieder an dem Punkt der Edward Cullen heißt. Oh Gott, ich denke zu viel an ihn. Er denkt bestimmt gerade nicht an mich…
„Du tust es schon wieder." sagte Bella zu mir, wohlwissentlich das sich eine leichte Röte auf meinem Gesicht ausbreitete. Sie durchbrach meinen Gedankenstrom, was mich erleichterte und verwirrte.
„Was?" ich wusste das es keinen Sinn machte Bella täuschen zu wollen, sie kannte mich einfach zu gut.
„Du denkst an ihn." Bella sieht mich näher an, was mir nicht hilft, weil ich noch mehr rot werde und anfange zu stottern wie ein Idiot. „Entspann dich, Edward ist eine gute Person, er versucht nur alles zu verstehen."
„Sicher, sicher." sage ich nur und knabbere einen Moment an meiner Nagelhaut. Ich war sowieso schon gereizt, ich saß in Bellas Raum und war so weit weg von Natalie.
Okay, ich war ein bisschen überdramatisch, ich wusste genau wo sie war und genau genommen war sie gar nicht so weit entfernt von mir. Trotzdem, sie in meinen Augenwinkel zu haben beruhigte mich. Ich denke so geht es mir mit allen Leuten, für die ich tiefe Gefühle habe.
Das würde auch erklären, warum ich so verkrampft wegen Edward Cullens Abwesenheit war.
„Hörst du mir überhaupt zu?!" Bella's höchst gereizte Stimme brachte mich erneut aus meinen Träumereien. Ich lächelte sie verlegen an und duckte mich, als sie mir die Hand ins Gesicht schlagen wollte. „Du bist unmöglich Jacob Black, weißt du das?" Ich öffnete meinen Mund um ihr zu antworten, aber sie war noch lange nicht fertig. „Ich meine, schau dich an, du bist ganz angespannt und in dich gekehrt, dabei ist heute dein Geburtstag! Wo ist die Fröhlichkeit?!"
Edward Cullen hat sie gestohlen.
„Stop! Ich kann praktisch seinen Namen in deinen Augen lesen! Du bist ja noch schlimmer als ich damals." Bella ignorierte prompt den dunklen Blick voller Missgunst, den ich in ihre Richtung schickte. „Ich hab ihnen gesagt ich wäre keine gute Ablenkung aber sie zählen auf mich, seit ich deine beste Freundin bin…" Bella seufzte und ihr Geschwafel verwirrte mich. „Du lenkst dich schon selbst genug ab, ich brauch da gar nicht so viel tun. Komm jetzt, es ist Zeit zu gehen." Bella stand auf und schmiss mir meine Jacke aus ihrem Kleiderschrank zu. Ich befolgte ihren Befehl ohne viel Gegenwehr. Ich war sowieso viel zu beschäftigt.
Edward Cullen. Edward Cullen. Edward Cullen. Edward Cullen. Edward Cullen.
Das war der Strom meiner Gedanken. Lächerlich, oder?
„Oh nein. Ich gehe da nicht rüber. Ich hasse Überraschungsfeiern!" winsele ich, während Bella versucht, unnachgiebig wie ich betonen möchte, mich aus den Truck, den ich für sie wieder zusammen gebaut habe, zu drücken auf den Strand von La Push. Aus meiner Körperhöhe und Dank besonderer Fähigkeiten, konnte ich Zelte erkennen.
„Jake. Das hat alles eine Menge Mühe bereitet…und…du…musst…jetzt da…raus!" Bella zerrte an meinem Arm während sie sprach, doch ich hielt mich an meinem Sitz fest. „Ah! Gut, aber du wirst Natalie damit enttäuschen!" Das erregte dann doch meine Aufmerksamkeit.
„Wieso…?" fragte ich vorsichtig und Bella zuckte zusammen, als sie ihre Sorgen - frei Fassade aufsetzte.
„Oh, sie hat uns viel geholfen und war ganz glücklich darüber, etwas für ihren Onkel Jake tun zu können, den sie so sehr liebt." Ich grummelte laut und löste meinen Gurt, während Bella kicherte und schon mal vorraus ging, um Freunde und Familie zu begrüßen.
„Gemeine, erpresserische, beste Freundin." Ich schob die Hände in meine Hosentaschen und schlurfte über den Sand, zu dem Thema für meinen 16. Geburtstag.
„Überraschung!" riefen alle zusammen als ich in ihren Blickwinkel trat.
„Ja ja." murmelte ich und alle lachten, ich fand es aber überhaupt nicht lustig. Ich hasste Leute die eine große Sache aus mir machten.
„Alles Gute zum Geburtstag, Onkel Jake!" Natalie rannte auf mich zu, und ich fing sie sofort auf, und drehte sie im Kreis, und ich merkte wie meine Stimmung umschwang. Natalie war immer gut, um mich glücklich zu machen, oder mich wieder zu beruhigen.
„Danke dir." ich legte meine Stirn an ihre. „Ich habe gehört du hast mit geholfen."
„Klar!" sie strahlte und streckte ihre Brust raus, was mich zum Lachen brachte. „Los! Ich weiß was du als erstes machen kannst." Ich folgte ihr zum Volleyballnetz, dass auf gehangen war Sam, Seth und Quil waren schon da und bereit zum spielen. „Ich bin der Schiedsrichter. Jetzt spiel." Ich tat wie mir geheißen, nur um sie glücklich zu machen. Das Spiel hat Spaß gemacht, leider hat aber mein Team verloren. Sam hatte keine Gnade mit mir, auch wenn heute mein Geburtstag war.
„Essen ist fertig!" rief Sue und ich konnte meinen Vater und Charlie am Grill sehen, sie machten Burger und Hot Dogs.
Lecker. Ich verhungere.
Ich schlang schnell mein Essen herunter, dankbar dafür, dass ich, als Geburtstagskind, als Erster serviert bekam. Alles in allem war alles gar nicht so schlimm und nach meinem 5. und 6. Teller hörte ich auf zu zählen und ich spielte noch ein paar mehr Sachen, Frisbee, Golf und Football. Die Sonne ging unter und es wurde ein Lagerfeuer gemacht.
„Onkel Jake sollte jetzt seine Geschenke öffnen." Legte Natalie laut fest und alle schienen ihr zu zustimmen und bevor ich mich versah, lag ich unter einem Haufen von Päckchen und eingewickelten Paketen. Ich habe wirklich cooles Zeug bekommen, Spiele und Schuhe, Shirts und ein paar neue Schraubenzieher, um meinem Hobby, dem Maschinen basteln, noch besser nachkommen zu können.
Ich bin froh, dass mich alle so gut kennen.
Ich war nicht mal wirklich böse darüber, dass ich soviel Geld bekam, welches nach entdecken sofort in die Tasche gesteckt wurde. Als ich damit endlich durch war, setzte ich mich genau vor das Lagerfeuer, nahm mir einen Marshmallow steckte ihn auf einen Stock und spielte damit über dem Feuer.
Inmitten der endlich aufkommenden Ruhe und Entspannung, kam Bella zu mir herüber gerannt, mit weit aufgerissenen Augen, was mich zum schmunzeln brachte, aber auch Neugier aufsteigen ließ. Aber als ich einen bestimmten Geruch aufnahm, erbleichte ich, deswegen hatte sie mich so angesehen. Sie waren hier. Ich war mir nicht sicher ob sie eingeladen waren, aber sie waren einfach rücksichtslos erschienen. Meine Wolfsbrüder beobachten das aus gewisser Entfernung.
Großartig. Die Schwäger waren da. Das hieß ich musste das ganze Begrüßungsgetue machen. Ich schluckte und machte Sam und den Anderen klar, dass alles in Ordnung war. Ich stand seltsam da und grüßte sie, während sie mir Geschenke übergaben, die ich nicht wollte, aber ich hatte eben Manieren.
„Alles Gute von uns allen. Tut uns Leid das wir nicht bleiben können." sagte Alice und lächelte als ich nickte, und ihr höflich zurücklächelte. „Edward bestand darauf, dass wir nicht länger bleiben, als es nötig wäre. Ich denke er will dich ganz für sich allein." flüsterte sie den letzten Teil in tiefer Stimme, und ich kann nichts gegen den plötzlichen Rotschimmer auf meinem Gesicht tun.
Er ist also hier, hah.
„Ja das bin ich." eine weiche und fließende Stimme kam von meiner linken Seite und ich kann kaum den Drang unterdrücken vor Glück zu erzittern. „Alice, ich glaube, ihr wolltet gerade gehen." Edward stand in meiner Nähe und schickte einen Blick zu Alice. Sie lächelte und hüpfte zu dem Rest ihrer Familie, die noch einmal zum Abschied winkten.
Hmm, seltsam. Edward kicherte und ich erinnerte mich daran, dass er neben mir stand.
„Herzlichen Glückwunsch Jacob." Er schenkte mir ein Lächeln und ich versuchte nicht zu sehr daran zu denken, wie sehr ich es mochte - ich mochte es sehr - aber das Grinsen was sich auf seinem Gesicht bildet, zeigte mir dass ich einen guten Job erledigte und ich schaute ihn finster an.
„Danke" sagte ich nur und gehe zum Tisch, wo alle meine anderen Geschenke stehen.
„Du kannst sie alle in mein Auto bringen." Edward war so klug und hielt Abstand. Ich ziehe die Augenbraue hoch und Edward grinst mich an. „Ich bringe dich nach Hause, wenn das hier vorbei ist. War nur so nen Gedanke."
„Ach, tust du das?" Ich kreuze meine Arme vor der Brust und er nickt. „ Wie nett von dir, aber ich lehne ab." Ich schnaufte und legte meine Pakete zur Seite um mich von dem Mann abzulenken, über den ich am liebsten herfallen und die komplette Kontrolle überlassen würde.
„Sei nicht anstrengend Jacob. Komm, geh mit mir spazieren. Ich denke da gibt es ein paar Dinge über die wir sprechen müssen." Er hielt schon meinen Arm und wir waren auf einem Weg, der weit weg von der Party führte. Erst als wir ein paar Kilometer entfernt waren löste er seinen, außergewöhnlich sanften Griff, auf. Ich versuche erneut nicht daran zu denken wie gut seine Kälte in meine ungewöhnlich warme Haut sickert. „Ich hab lange darüber nachgedacht…" beginnt er.
„Soviel habe ich auch schon gewusst." murmele ich, immer noch enttäuscht über seine zweimonatige Abwesenheit, während wir eng aneinander zur Küste liefen. Ich kann nicht anders als seine Haut zu bewundern, die glänzte, fast schon geisterhaft in diesem speziellen Licht. Das brachte mich dazu auf zu sehen in einen, erstaunlich wolkenlosen Himmel.
Vollmond. Ich kann nichts gegen meine willkürliche Denkweise tun, aber ich bemerkte es.
„Du siehst hübsch in diesem Licht aus." Edward summte nachdenklich und sah zu mir herüber. „Was stimmt an diesem Werwolf Vollmond Ding?" Ich antwortete nicht. Ich versuchte vergeblich nicht rot zu werden, aber es funktionierte nicht wirklich gut. Er kicherte und sah weiter gerade aus. Die Luft um uns begann langsam zu knistern. „Als erstes war ich völlig Objektiv." Edward sah mich an, aber ich schaute stur gerade aus. Ich versuchte unlesbar zu bleiben, während er sprach, auch wenn seine Fähigkeit Gedanken zu lesen, keine große Hilfe war. Also hielt ich meine Gedanken so gut zurück, wie ich konnte, auch wenn ich geduldig darauf wartete, dass er fort fuhr. Er enttäuschte mich nicht. „Aber dann dachte ich darüber nach, wie unvernünftig ich war. Siehst du, Jacob ich mag dich, du bist so wie keiner den ich jemals getroffen habe. Und ich weiß das ich dich nicht sonderlich gut kenne, " er machte eine Pause bevor er weiter redete. „Ich denke…Ich fühle das…da eine Menge Potenzial ist von dem, was uns zu etwas Gemeinsamen werden lassen kann."
„Und was genau soll das sein?" frage ich und er zuckt mit den Schultern.
„Ich bin mir noch nicht ganz sicher, aber ich bin gewillt es heraus zu finden." Edward hielt an und brachte auch mich dazu anzuhalten. Wir waren weit genug gelaufen um unsere Privatsphäre zu haben.
„Das ist gut…" Ich war mir nicht sicher, was ich sonst noch sagen sollte. Ich war glücklich und unsicher. Edwards bezauberndes Lächeln schlug den unsicheren Part in die Flucht.
„Ich habe aber trotzdem eine Bedingung." sein Lächeln wurde zu einem Grinsen und ich wusste, dass er was im Schilde führte. Ich verschränkte meine Arme und lehnte den Kopf zurück um ihn zu beobachten, als fände ich eine Antwort.
„Welche wäre?"
„Ich möchte, dass du mich heiratest." Ich hustete wie verrückt, ich hatte mich wegen dieser sechs kleinen Wörter verschluckt.
„Ernsthaft?!" Ich klopfe auf meine Brust um das Brennen weg zu bekommen und er versichert mir die Antwort mit einem Kopfnicken, als er mich mit Belustigung ansah.
„Es gibt nichts, was ich mir mehr für dich wünschen würde, als Jacob Cullen zu werden." Edward behielt einen ernsthaften Ton als er mit mir sprach.
Jacob Cullen?
„Warte mal, wie kommt es das ich deinen Nachnamen annehme?" Ich schaute ihn an, aber er sah nicht verärgert aus, sondern eher so, als hätte er das erwartet.
„Edward Black klingt nicht so ansprechend. Jacob Black aber…"
„Du hattest eindeutig zu viel Zeit darüber nach zu denken." Ich drehte mich um, weil ich zurück zum Lager zu gehen wollte und hörte ihn hinter mir kichern.
„Du hast ja keine Ahnung." Da war etwas…ich weiß nicht…sexuelles so wie er es aussprach. Vielleicht interpretierte ich da auch zu viel herein. Egal, trotzdem reagierte mein Körper darauf.
Denk an dicke Kinder die sich um Speck prügeln…
„Ich bringe dich nach Hause Jacob. Was wäre ich sonst für ein Freund, wenn ich meinen Verlobten nicht Zuhause in Sicherheit sehen kann."
„Ich fühle mich wohl bei dir Cullen, aber nicht so wohl. Ich bringe dich eventuell um, wenn du mich noch mal so nennst." Ich kratze an meinem Ellbogen und merke, dass ein kühler Wind aufkommt. „Du kannst mich nach Hause bringen, aber ich habe nie in das ganze Hochzeitszeug eingewilligt." Bei der Rückkehr griff ich mir eine Dose Brause, ich hatte Durst, und war ein wenig hungrig.
Ich hätte jetzt schon noch gerne ein Stück Kuchen. Bevor ich mich auch nur bewegen konnte, war Edward verschwunden und nach wenigen Augenblicken wieder neben mir, mit einem Stück Schokoladenkuchen. Widerwillig nahm ich es an, ich wusste doch das er mich nur überzeugen wollte Ja zu sagen. Aber ich war nicht so einfach rein zu legen.
„Kuchen wird meine Meinung nicht ändern Cullen."
„Natürlich nicht Mrs. Cullen. Ich könnte dir auch jederzeit dicke Kinder die sich um Speck prügeln bringen." Ich wurde von Kopf bis Fuß rot, als er daneben stand und leise lachte, drang er in jeden Centimeter in mich ein, wahrscheinlich konnte er es in die unendliche Spanne seiner Erinnerungen packen.
Ich hasse dich. So sehr. Wir wussten beide das es nicht stimmte.
„Hilf mir einfach die hier in dein Auto zu bekommen." Ich schlang meinen Kuchen herunter, murmelte Flüche über nervige und neugierige Vampire. Ich nahm mir einen Arm voll Geschenke und machte mich auf den Weg zu seinem silbernen Volvo. „Ist es irgendwie möglich, dass du nicht meine Gedanken liest?"
„Du könntest aufhören zu denken." schlug Edward vor und ich ließ meine Geschenke sorglos in seinen Kofferraum fallen. Er schüttelte seinen Kopf über meine Reaktion und fing an die Präsente fein säuberlich zu sortieren, ich verdrehte meine Augen und schaute ihm zu.
„Nenne mich nicht noch einmal Mrs. Cullen." Ich lehnte mich an sein Auto, Arme verschränkt, als er den Kofferraum schloss. Er steckte die Hände in die Hosentaschen, sah zum Strand und dann zu mir.
„Alles was du tun musst ist Ja sagen, Hündchen." Er lächelte und zeigte seine Zähne. „Außerdem Jacob, wenn du wirklich darüber nachdenkst, sind wir schon seit dem Zeitpunkt verheiratet, seitdem du dich auf mich geprägt hast. Es ist klar, dass man sagen kann, dass wir eine sehr lange Zeit zusammen sein werden."
„Ja aber…das ist nicht das Selbe." Ich klang lächerlich wimmernd, aber er frustrierte mich schon wieder zutiefst. „Und wenn es schon so ist, warum willst du dann noch heiraten?" ich wurde nervös, als er auf mich zukam, er hielt nur einen Centimeter vor mir und drehte sich halb weg von meinem Körper. Plötzlich war es so, also wären elektrische Impulse in mir, die versuchten auszubrechen, um sich mit ihm zu verbinden.
Kontrolle Jacob. Kontrolle. Ich traute mich nicht irgendeinen körperliche Kontakt herzustellen und ich stöhnte als er seine Augenbraue hob. Also hatte er es gehört.
„Weil," Edward brachte mich zum schütteln, so wie er an meinem Körper herunter sah. Er sagte nichts mehr, und ich wünschte mir wirklich mal seine Gedanken lesen zu können, um zu wissen, an was er gerade dachte. „Lass uns nach Hause fahren."
„Klar, klar!"
Ehrlich, ich denke die Dinge sind gut wie sie gerade sind.
„Weißt du es?" Edward verschloss die Türen als wir im inneren seines Wagens waren, und ich den Sicherheitsgurt umlegte. Natalie würde sicherlich mit Bella oder Paps nach Hause fahren. Er hatte es mir gesagt, noch bevor ich los gegangen war.
„Lass es uns nur nicht komplizierter machen, als es eh schon ist." Ich lehnte mich zurück, und versank im Sitz, als er das Auto startete.
„Keine Sorge Jacob. Ich bekomme dich schon noch dazu, Ja zu sagen. Ich werde die Sache für dich ganz langsam angehen lassen." Edward schoss mir ein –umwerfendes- Grinsen zu und ein Zwinkern, dass mich bis zum Innersten erhitzte.
Scheiß Hormone. Edward lachte darüber, aber ich durchbohrte ihn mit meinen Blicken.
„Du bist sehr altmodisch Edward."
„Ich bin eben alt."
„Du weißt wie ich das meine."
„Natürlich weiß ich das Hündchen, ich mache mich nur ein bisschen lustig über dich."
„Naja, daran musst du aber noch arbeiten."
„Ich bin mir sicher, dass ich das noch hinbekomme. Ich meine in der Zeit, in der du dich auf deine Hochzeit fokussierst. Ich seufzte und barg mein Gesicht in den Händen. Edward war beschäftigt damit auf meine Kosten zu lachen. Er war erbarmungslos. Der einzige Gedanke der mir während der Fahrt durch den Kopf ging war:
Das wird eine ziemlich lange Ewigkeit.
