2. Erwachen

In einem Wald in Schottland

„Das ist öde!" gähnte Michael O'Brien. Samueal Meadows beobachtete belustigt wie sich sein Kollege streckte und dann Anfing in der kleinen Hütte auf und ab zu gehen. Im Stillen gab Meadows seinem Partner recht. Voldemort war wieder da, das Ministerium hatte dies endlich auch zugegeben und was machten sie? Irgendeinen Wald bewachen.

Er konnte nur zu gut verstehen das dies seinen Kollegen zur Weißglut brachte. Der Junge schwarzhaarige, Mann von 26 Jahren war es gewohnt zu Kämpfen. Wie alle Auroren es gewohnt waren. Leider gehörte es zu den Pflichten eines jeden Auroren Paares auch einmal im Jahr dienst in diesem Wald zu schieben.

Gedankenverloren ließ Meadows seinen Blick über den düsteren Wald schweifen. Es gab natürlich einen guten Grund warum die Männer diesen Wald bewachten. Nein es war nicht die Lächerliche Legende der Muggel. O'Brien riss ihn aus seine Gedanken. „Sam so habe ich mir das echt nicht vorgestellt. Wir sollten da draußen sein und Todesser jagen und nicht irgendwelche Schwarzmagischen Geschöpfe bewachen. Dafür gibt es doch andere Leute." O'Brien ließ sich auf einen Stuhl gegenüber Meadows fallen. Schnell schnappte er sich eine Tasse von dem Tee und nahm mit finsteren Blick einen Schluck.

Meadows lächelte den jungen Heißsporn an. „Ich weis Michael, ich weis. Aber das gehört dazu."

Michael sah seinen Freund und Kollegen finster an. Er hatte Recht wie immer. Frustriert seufzte der junge Mann. Er ließ seinen Blick durch die kleine Hütte schweifen doch gab es hier wahrlich nichts interessantes zu sehen.

Neben dem Tisch an dem sie beide saßen waren an der hinteren Wand noch zwei Betten aufgestellte worden. Außerdem gab es einen Kleiderschrank der an der rechten Wand des Hauses stand.

Seufzend wandte er sich dem älteren zu. „Ich weis ja Sam. Aber wirklich es könnten doch auch andere auf die dunklen Kreaturen hier aufpassen oder nicht?"

Medows schüttelte nur den Kopf dieses Gespräch hatten sie wahrlich oft genug geführt. Doch er wusste das der jüngere keine Ruhe geben würde, ehe er nicht eine Ausführliche Erklärung bekam wieso gerade die Auroren dieses Gebiet überwachten.

Meadwos seufzte und ergab sich in sein Schicksal. „Also, noch mal. Du weißt doch das es eine Legend unter den Muggeln gibt sogar die Zauberer haben viele Mythen die sich um diesen Wald ranken." Sein Partner schnaubte. „Ja, ja ich weis das ist alles Aberglaube. Doch wenn die Muggel hören das in diesem Wald...wie war das noch?" Fragte Samueal schmunzelnd seinen Partner. Der junge Mann war beigeistert von solchen Geschichten, auch wenn er das nie zugeben würde. Er hörte sie gerne und gab sie noch viel lieber zum besten.

/Der einfachste weg ihn abzulenken./dachte Meadows. Und tatsächlich trat ein begeistertes Funkeln in die Augen des jungen Mannes. Die Blauen Augen schienen Plötzlich zu strahlen.

Bei diesem Anblick viel es Meadows schwer nicht laut zu Lachen.

„Na ja also. Das ist so laut der Legende soll hier im Wald das böse Lauern. Dass älteste und Gefährlichste Böse überhaupt. Die Muggel erzählen sich das ein Engel vor Jahrhunderten gegen dieses Wesen gekämpft und gewonnen hat. Doch war dieses Böse zu stark so das nicht einmal der Engel es Vernichten konnte. So hat der später als Erzengel Michael bekannte Engel es an diesen Ort gebunden. Doch laut einer Legende solle es erwachen wenn die Zeit reif ist wieder Chaos und Zerstörung zu bringen." Schloss O'Brien seine Erzählung. Meadows wusste nicht woran es lag aber bei dieser Geschichte lief es ihm immer wieder kalt den Rücken runter.

Zumal es in der Zaubererwelt eine fast identische Legende gibt. Nur war es dort Merlin, der das Wesen bannte.

Schnell schob Meadwos diese unangenehmen Gefühle beiseite. Es war nur eine Geschichte. Natürlich hatte das Ministerium den gesamten Wald mehrmals nach spuren dieses Wesens abgesucht. Aber alles ungewöhnliche an diesem Wald war das sich dunkle Kreaturen hier sehr wohl zu fühlen scheinen.

„Genau. So und die Muggel sind von solchen Geschichten fasziniert. Sie wollen so was auf den Grund gehen. Also besuchen sie diesen Wald. Da wir ihnen schlecht sagen können, hey geht da mal nicht rein sonst beißt euch ein Basilisk. Stell dir mal vor wie die Gucken..." Meadows wurde unterbrochen als die Tür der kleinen Hütte gesprengt wurde.

Die beiden Auroren reagierten blitzschnell und ohne nachzudenken. Jahrelanges Training und die Erfahrung im Einsatz machten solche Dinge unnötig.

In wie es schien einer einzigen Bewegung sprang O'Brien über den Tisch der von Meadows umgeworfen wurde um ihnen Schutz zu bieten. Noch bevor sich, der junge Auror abrollte und geduckt auf den Füßen hochkam, hatte er seinen Zauberstab in der Hand.

Meadows hatte bereits das Feuer mit einigen Flüchen erwidert. Das ganze hatte vielleicht eine Sekunde gedauert.

„Mist! Das sind Todesser was wollen die hier?" Fluchte Meadwos. Währendessen nahm beschoss O'Brien die Todesser mit einer Mischung aus Stoß- und Schockflüchen. Die beiden waren eines der besten Teams, das die Zentrale zu bieten hatte. Doch schon nach wenigen Minuten bluteten beide aus unzähligen Wunden. Sie wussten das es aus war.

Ein weiterer Fluch traf Meadows und schleuderte ihn zurück. Noch im Flug spürte er wie einige seiner Knochen brachen. Sofort gab O'Brien seinem Kollegen Deckung damit dieser wenigstens etwas Zeit hatte sich zu Erholen.

Doch es war klar das dies das Ende der beiden war. Da draußen schienen mindestens 20 Todesser zu sein. Die konnten sie nicht besiegen. „Jetzt hast du ja was du wolltest. Langweilig ist es nicht mehr." Hauchte Meadows. Michael konnte nicht anders er musste Grinsen.

„Warum sehne ich mir die Langeweile zurück?" Fragte er. Das entlockte auch Meadows ein Grinsen. Im nächsten Augenblick wichen beide zwei grünen Lichtstrahlen aus.

Meadows sah seinen Partner an. „Es war mir eine Ehre." Sagte er ernst. O'Brien sah seine Kameraden an. Sie hatten schon so manche Schlacht geschlagen, waren aus scheinbar aussichtlosen Situationen heraus gekommen, doch diesmal war es zu Ende das wussten beide.

„Die Ehre liegt ganz bei mir." Antwortete er. Mit einem letzten Nicken richteten sich die beiden auf. Trotz der unzähligen Wunden wirkten sie wie Felsen in der Brandung.

Beide wichen Geschickte den verschiedensten Flüchen aus oder blockten sie mit ihren Schilden. Sie kämpften wie die Löwen. Streckten einen Todesser nach dem anderen nieder.

Doch dann wurden beide kurz hintereinander von Stoßflüchen getroffen. Diese beförderten sie an die Rückwand des Hauses. Dort wo die Reste der Betten lagen, diese wurden von einigen Flüchen in Asche verwandelt.

Eine Stimme rief. „Jetzt haben wir die Bastarde. Macht Sie fertig!!!" Fünf Stimmen gleichzeitig schrien „AVADA KEDAVRA" Meadows und O'Brien sahen die Flüche auf sich zurasen als sie sich aufgerappelt hatten.

Es war aus diese Flüche konnten nicht geblockt werden und zum Ausweichen blieb keine Zeit. Doch beide sahen ohne Angst dem Unvermeidlichen entgegen.

Das war das Ende.

Plötzlich schien sich der Lauf der Zeit zu verlangsamen. Die beiden Auroren, aber auch die Todesser die mittlerweile in der Hütte waren konnten sehen wie sich die Dunkelheit vor Meadows und O'Brien zu ballen schien.

Aus dem dunkel trat ein Mann hervor. Beim Anblick des Fremden lief es Meadwos eiskalt den Rücken runter. Er konnte ihn nur kurz sehen doch diesen Anblick würde er seinen Lebtag nicht vergessen. Ein Blutroter Mantel der sich an seinen Körper schmiegte. Schwarze Harre die ein schönes doch irgendwie kaltes Gesicht einrahmten. Doch die Augen waren das erschreckendste. Rote Augen die der Welt kalt entgegenblickten versteckt hinter einer gelben Sonnenbrille.

Er wandte sich um und streckte die Arme aus, es schien eine Einladung für die Todesser zu sein. Alle waren viel zu geschockt um irgendwie reagieren zu können. Die fünf Unverzeihlichen trafen den Fremden. Doch dieser viel nicht. Nein er begann zu Lachen.

Dann rief er „Oh ja!!! Wie wunderbar, grandios!!! Riecht ihr das Blut, fühlt ihr den Schmerz, bemerkt ihr das Leid? Seht ihr die Hoffnung schwinden? Spürt ihr die Angst die um sich greift? Es ist KRIEG!!!"

Und er lachte wieder, der Blick der roten Augen richtete sich auf die Todesser. „Doch nun sagt mir wer ist mein Feind? Wen muss ich schützen wen darf ich zerfetzen? Sagt es mir wer ist mein Feind?"

Meadows und O'Brien starrten sich an. Was zum Teufel? Doch jeder hier im Raum spürte die Macht die von dem Fremden ausging. Sie schlug ihnen ins Gesicht wie ein Sturmwind.

Doch war es nicht die Aura eines Lichtzauberers oder auch nur eines Lichtwesens. Nein diese Aura war dunkel, tiefschwarz. Dunkler als selbst die finsterste Nacht.

Die Todesser schienen das als gutes Zeichen zu werten, einer trat vor und deutete auf die beiden Auroren. „Dies sind deine Feinde!" Der Fremde lachte und wandte sich den Auroren zu. Sein Blick bohrte sich in die Augen von O'Brien.

Es kostete den jungen Mann alle Willenskraft um den Blick nicht zu senken. Wieder lachte der Fremde. Er wandte sich den Todessern zu und sagte „Nun so sei es. Mein Feind ist gewählt!"

Bevor auch nur jemand reagieren konnte kam Bewegung in den schlanken Körper des Fremden. Blitzschnell. Schneller als jedes Lebende oder tote Wesen auf dem Planeten schoss er auf den Todesser zu der ihn angesprochen hatte.

Schon hatte er ihn Gepackt. Mit einem Ruck riss er dem Todesser den Rechten Arm aus dem Körper.

Ein widerliches Reißendes Geräusch begleitete den Vorgang. Der Todesser schrie wie am Spieß. Doch nicht lange. Den der Schwarzhaarige riss mit einer Bewegung den Kehlkopf des Mannes heraus.

„Krieg! Hört ihr dir süße Melodie der Schreie? Seht ihr die Angst in seine Augen?" Rief er, bevor er sich am Blut des Todessers labte. Jetzt kam wieder Bewegung in die anderen Todesser.

Sie begannen den Vampir den das war er offensichtlich mit verschiedenen Zaubern zu belegen. Doch schien das ihren Kontrahenten nur wütend zu machen.

Weder Meadows noch O'Brien waren später in der Lage zu Schildern was geschehen war. Sie erinnerten sich nur daran wie der Fremde angefangen hat die Todesser auseinander zu nehmen. Die Schmerzensschreie würden die beiden niemals vergessen.

Die Todesser wurden nicht getötet nein sie wurden zerfetzt im wahrsten Sinne des Wortes. Körperteile Flogen quer durch die Hütte und alles wurde in ein Meer aus Blut getaucht.

Meadows bekam einige Gedärme ab, dies war zuviel er übergab sich. Kurz darauf Schloss sich sein Partner an. Doch waren sie nicht in der Lage Ihren Blick von dem Schauspiel zu nehmen.

Der Fremde Vampir schien eine Arte Tanz aufzuführen. Es war als würde er im Takt der Schreie Tanzen. Es war Abscheulich und doch Faszinierend mit anzusehen wie er einem Todesser sämtliche Gliedmaßen einzeln herausriss ohne den Mann zu töten.

Nach wenigen Minuten die den beiden wie Stunden vorkamen. Drehte sich der Vampir zu ihnen um.

Die beiden Auroren beobachteten wie er gemächlich auf sie zu kam. Mitten im Lauf erschien ein Hut in der Blutüberströmten rechten Hand des Vampirs. Ohne im Schritt inne zu halten setzte er sich den Hut auf. Plötzlich begann seine Form zu verblassen. Einen Schritt vor den beiden, hatte sich der Vampir in Nebel aufgelöst.

Doch seine Stimme halte noch durch die Hütte. „Es ist Krieg, wie wunderbar! Wählt eure Seite!"

Damit war der Vampir verschwunden wie ein böser Traum. Wenn nicht die Zerstückelten Todesser gewesen wären, Meadows hätte geglaubt das dies ein Traum war.

„Verdammt was war das Sam?" Fragte O'Brien seine Freund. Er war immer noch Käseweiß im Gesicht. Samuael schüttelte den Kopf.

„Ich weis es nicht Michael. Aber ich weis das ich ihm nie als Feind gegenüber treten möchte." O'Brien nickte, ihm ging es nicht anders." Nach weiteren Minuten des Schweigens sagte er „Wir müssen Meldung machen." Meadwos nickte. Beide machten sich auf den Weg zu Eulensammelstelle des Waldes.

Normalerweise machte das immer einer allein, doch keiner der beiden wollte noch in dieser Hütte bleiben. Auf dem Weg viel ihnen noch etwas ungewöhnliches auf. Die dunklen Kreaturen. Sie verhielten sich ruhig, nein sie waren nicht mehr da. „Sam? Wo ist das Viehzeug?" Fragte der Jünger.

Meadows lächelte. „Ich glaube das will ich gar nicht Wissen." O'Brien nickte. Er wollte es eigentlich auch nicht Wissen. So gingen sie Schweigend zur Eulensammelstelle um ihren Bericht zu senden.

Am liebsten wären sie selbst Appariert nur um von hier weg zu kommen.

Doch die Vorschriften waren anders. Sie durften den Tatort erst verlassen wenn die Kollegen da waren.