4. Es beginnt!

Narzissenweg Nummer 14

Knack! Knack! Wieder waren zwei Finger gebrochen. Harry kämpfte gegen die Ohnmacht. Heute war es nicht Vernon der ihn folterte. Es war sein Wahlross von einem Sohn Dudley.

„Hast du schon genug? Cousin?" Fragte Dudley ihn gehässig. Seit zwei Stunden machte Dudley sich einen Spaß daraus den gefesselten Harry zu Quälen.

Er hatte damit begonnen ihm, nachdem Harry wieder an die Wand gekettet war, sämtliche Finger der Rechten Hand zu brechen. Mittlerweile spürte Harry den Schmerz kaum noch. Doch Dudley hatte wirklich eine kranke Fantasie. /Du bist als erstes fällig du Wahlross!/ Dachte Harry.

Ein fieses Grinsen erschien auf dem Gesicht seines Cousins. „Nein ich denke wir können noch etwas spaß haben." Mit diesen Worten hob Dudley das Feuerzeug das er mitgebracht hatte. Gleichzeitig hob er eine Dose mit Harrspray und richtete sie auf Harry.

Keine Sekunde später brannte die Stichflamme aus dem Haarspray Harry die Haut vom Gesicht. Der Schwarzhaarige schrie wie am spieß und Dudley lachte während er die Flamme zu Harrys Armen dirigierte. Es dauerte nur noch wenige Sekunden und Harrys Bewusstsein versank in schwärze. Sein letzter Gedanke war. /Der letzte Tag ist immer der Schlimmste./

Dudley ließ die Flamme noch über Harrys Oberkörper laufen doch dann bemerkte er das ein Cousin nicht mehr bei Bewusstsein war. /Na toll, jetzt merkt er ja nichts mehr. Das ist doch Langweilig./ Dachte der fette Junge.

Mit einem Seufzen wandte er sich ab. /Na ja dann spiele ich halt morgen weiter./ dachte er während er einen letzten Blick auf den Abschaum warf mit dem er verwandt war.

Dudley war genau wie seine Eltern der Überzeugung das es dieser Bastard nicht anders verdient hatte. Mit einem breiten Lächeln machte er sich auf den Weg nach oben um seinen Eltern von seiner ‚Großtat' zu berichten.

Kurz bevor Dudley die Treppe erreichte traf ihn ein Schlag mitten in den Magen. Dudley schrie erbärmlich auf und flog quer durch den Raum.

Es gab ein lautes knacken als der Fettwanst gegen die Wand des Kellers Schlug. Einige Knochen des Wahlrosses in Menschen Gestalt waren gebrochen. Auch die Wand hatte Risse durch den Aufprall bekommen. Röchelnd rutschte der jüngste der Dursleys an der Wand hinab. Vor Schmerz konnte er kaum noch etwas sehen. Sein Verstand schien umnebelt. Verschwommen nahm er eine Person war die sich auf ihn zu, bewegte.

Eine kalte, zornige Stimme sagte „Ich werde dir die Hautabziehen Dudley Dursley. Du wirst Tausend Tode sterben bevor ich dich in die Hölle gehen lassen. Niemand tut so etwas meinem Vertrauten an. Auch deine Eltern werde ich zerstören. Doch werde ich warten bis mein Vertrauter mit euch fertig ist. Aber eins gebe ich dir mit. Von nun an wirst du jedes mal wenn du an Harry denkst die gleichen Qualen erleiden die du ihm auferlegt hast. Wisse, das ich keine Gnade kennen werde. Dein Schicksal und das deiner Eltern ist besiegelt wenn wir uns wiedersehen. Merke dir meinen Namen Alucard. Richte ihn auch deinen Eltern aus." Ein kaltes Lachen erklang. „Wenn sie wieder aufgewacht sind." Mit den letzten Worten verlor Dudley endgültig das Bewusstsein. Es war, als ob eine Fremde macht dafür gesorgt hatte das er noch hörte was der Unbekannte zusagen hatte.

Alucard wandte sich angewidert von dem fetten Schwein ab und ging zu seinem Gefährten. Natürlich ist Alucard nicht sein richtiger Name. Nein seinen Richtigen Namen würde nur sein Vertrauter erfahren. Als er zu ihm hinab sah traf sich sein Blick mit dem seien. Zwei Smaragdfabenen Augen sahen zu ihm auf.. /Der Junge ist schon wieder bei Bewusstsein? Beeindruckend. Eindeutig der Erbe./ dachte Alucard.

Alucard war verblüff von der Intensität dieses Blickes. Ihm, ja sogar ihm viel es schwer sich nicht von diesen grünen Augen in den Bann schlagen zu lassen.

Hoffnung und Schmerz, Trauer und Hass, Wut und Rachsucht das alles und noch viel mehr, Stand in diesen Augen geschrieben. „Du bist wirklich gekommen. Danke!" Sagte Harry mit schwacher Stimme, bevor er wieder in Ohnmacht viel. Alucard kämpfte um nicht die Kontrolle über sich zu verlieren.

Sicher er genoss den Krieg, hörte seiner Melodie gerne zu. Doch dies, dies hatte nichts, absolut nichts mit Krieg zu tun. Das war Sinnlose Folter.

Er atmete einmal tief durch. Das bracht im Moment nichts, er würde seinen Vertrauten nicht um seine Rache bringen. Niemals. Doch hoffte er, das er seinen Teil beitragen könnte.

Vorsichtig nahm er den Jungen in seine Arme. Er war viel zu leicht. Mit einem letzten angeekelten Blick auf das Walross verschwand er zusammen mit Harry.

Nebenbei manipulierte er die Gedächtnisse von Harrys ‚Verwandten' sie würden sich erst an diesen Abend Erinnern, wen Harry und er kommen würden um das Urteil zu vollstrecken.

Auf den Ländereien der Malfoys

In der ferne hörte er das Grölen seiner Verfolger. Hörte die Rufe die nach seinem Blut verlangten. Vernahm die überdrehte Stimme von Bellatrix Lestrange die nach ihm rief.

Er hetzte durch den Wald, er wusste es war Zwecklos. Das Gelände war sowohl gegen Apparieren als auch gegen Portschlüssel geschützt worden.

Als er eintraf hatte er sich über die Dementoren gewundert die um das Grundstück schwebten. Jetzt wusste er das es seine Wärter waren.

/Wie konnte das passieren?/ fragte sich der Mann. Er war vorsichtig gewesen hatte nie seine Okklumens auch nur einen Augenblick, fallen lassen. Hatte seine Befehle immer korrekt ausgeführt. Es gab nur einen Grund, warum er aufgeflogen war. Verrat.

Jemand hatte Voldemort einen Tipp gegeben.

Gehetzt sah sich Severus Snape um. Er war Schutzlos, seinen Zauberstab hatte der Lord persönlich zerbrochen. Dann wurde die Jagd eröffnet.

Er spürte etwas an sich vorbei zischen. Blitzschnell sprang er hinter einem Baum in Deckung. Innerlich verfluchte er sich dafür so in seinen Gedanken abgeschweift zu sein.

Vorsichtig lugte er an dem Baum vorbei. Zwei Todesser standen dort. „Hab mich wohl getäuscht." Sagte der eine Snape erkannte die Stimme von Goyl. Der andere nickte „Kann man nix machen." Das war eindeutig Grabbe. Die beiden machten sich in eine andere Richtung auf den weg.

Snape wollte gerade aufatmen als er hinter sich eine Stimme SECTUMSEMPRA schreien hörte. Er reagierte schnell, trotzdem wurde er an der Schulter getroffen.

Er spürte wie ihm die Kleidung und die Haut aufgerissen wurde. Der Schnitt war tief, jemand Mächtiges hatte den Fluch gesprochen. Bevor er auch nur an Flucht denken konnte traf ihn ein Crucio aus einer anderen Richtung.

Der Meister der Zaubertränke ging zu Boden. Er hatte diesen Fluch schon öfters gespürt doch man konnte sich nie daran gewöhnen. Es war als würde jeder Nerv in seinem Körper in Flammen stehen, langsam jeder Knochen zermalmt und ihm dabei die Haut mit einem Stumpfen Messer abgezogen.

Krampfhaft versuchte er nicht zu schreien. Doch schon rief eine 2 Stimme „Crucio" Der Schmerz wurde intensiver.

Und Snape begann zu schreien. Nach Ewigkeiten wie es ihm vorkam wurden die Flüche von ihm genommen. Keuchend blieb er am Boden liegen. Wie aus weiter ferne hörte er die Stimme von Lucius Malfoy „Lasst uns noch etwas spaß mit ihm haben." Die anderen Todesser gaben murmelnd ihre Zustimmung.

Die nächste Stunde war für Snape die Hölle. Die Todesser schienen jeden Schwarzmagischen Fluch den sie kannten auf ihn anzuwenden. Seine Haut war an vielen Stellen weggebrannt. Er spürte wie immer wieder die Schnittflüche über seine Körper wanderten. Einem der Todesser schienen seine Schreie gestört zu haben so hatte er kurzerhand Snapes Stimmbänder zerschnitten.

Snape spürte wie das Leben langsam aus seinem Körper wich. Seltsamerweise galt sein letzter Gedanke einem Menschen den er sich eingebildet hatte zu hassen. /Schön seltsam was Mann am Ende seines Lebens erkennt./ dachte Snape.

Das war das einzige was er bereute als er den grünen Lichtstrahl auf sich zurasen sah. Nie mit Potter gesprochen zu haben.

Im nächsten Augenblick wurde es dunkel um Snape.

Baikalsee Sibirien

Mitten auf dem gefrorenen Baikalsee erschien eine Gestalt in dunkelblauen Roben. Bewegungslos stand die Gestalt im kalten Wind Sibiriens. Die Kälte, machte ihm nichts aus. Es schien als könnte er Jahrhunderte so verharren. Wie eine Statue stand er und schien zu warten. Wenn man ihn genauer betrachtete konnte man sehen das der Mann nicht zu Atmen schien.

Nichts verriet ob dieser Mann lebte oder tot war. Oder vielleicht doch nur eine Skulptur war. Doch seine roten Augen bewegten sich, wenn auch unmerklich für die menschliche Wahrnehmung.

Er schien etwas zu suchen auf etwas zu warten.

Plötzlich flüsterte der unbekannte „Ich spürte den Ruf, ich bin gefolgt!"

Weltweit, verschiedene Seismologische Überwachungseinrichtungen

Die Wissenschaftliche Welt der Muggel bekam an diesem Tag ein Mysterium was bald in aller Munde sein könnte. Um genau 12:00 Uhr begannen die Geigerzähler unterhalb des Baikalsees Erderschütterungen zu verzeichnen.

Zu Anfang leichte Beben doch mit jedem Erdstoß wurden sie stärker. Nach einer Stunde hatten sie eine konstante stärke von 8.0. Zu diesem Zeitpunkt saßen alle Geologen der Welt vor ihren Landkarten und Computern und versuchten eine Erklärung zu finden warum in einem Gebiet was weder Vulkanische Aktivität, noch Tektonische Plattenbewegungen aufwies ein Erdbeben von 8.0 entstehen konnte.

Auch wurde von den Forschern verschieden er Amerikanischer Institute bemerkt das keine Satelliten aufnahmen mehr von diesem Gebiet gemacht werden konnten. Russische Forscher versuchten eine unbemannte Sonde in das Gebiet zu schicken um aufnahmen zu machen.

Doch die Sonde kam trotz aller Bemühungen der Russen nie am gewünschten Ort an. Sämtliche versuche sie auf dem richtigen Kurs zu halten schlugen fehl.

Eine Analyse der Software der Sonde zeigte das diese durch ein massives Magnetfeld gestört wurde.

Nach mehreren Stunden war es vorbei. Und Tausende Geologen fragten sich wieso zum Teufel sie sich mit dem Baikalsee beschäftigten, wo es doch wesentlich interessantere Gebiete auf der Erde gab. Einige verglichen zu Sicherheit die aktuellsten Satelliten aufnahmen, doch nichts ungewöhnliches war auf ihnen zu sehen.

Der See lag da wie schon seit Jahrtausenden. Es dauerte nur wenige Stunden und alle hatten vergessen sich überhaupt mit dem Baikalsee beschäftigt zu haben.

Ministerium der Magie Abteilung für eventuelle magische Ereignisse in der Muggelwelt

Der Diensthabende Beamte bekam eine Meldung über ein ungewöhnliches Erdbeben in einem Gebiet was die Muggel als Baikalsee bezeichneten.

Gelangweilt ließ der Beamte einige Standarttest zur Aufspürung von Magie über das Gebiet laufen. Hätte er seine Aufgabe ernst genommen wären ihm sicher die kleinen Ungereimtheiten im Ergebnis des Tests aufgefallen.

Laut dem Test gab es dort überhaupt keine magischen Energien, was aber nicht Möglich war da sich dort eine Kolonie von Eis-Greifen befand.

Doch so legte der Mann das Ergebnis zusammen mit der Meldung in einer Akte ab und diese wurde in die Archive des Ministeriums verbracht. Unter der Aktennummer 1983749 landete der einzige Hinweis für die ungewöhnlichen Ereignisse in Sibirien.

Wenn die Akte dass nächste mal gelesen würde wäre der Test zu 100 Prozent korrekt.

Baikalsee Sibirien

Der Mann beobachtete wie die Eisfläche Risse bekam. Er lächelte. Dann Schloss er konzentriert die Augen und ließ seine Magie wirken. Er musste verbergen was hier geschah.

Es würde ihn viel Kraft kosten, doch es war seine Pflicht. Er musste es tun. Niemand durfte erfahren was hier aufgetaucht war. Niemand außer dem einen.

Sein Kopf zuckte herum. Er spürte eine Mächtige schwarze Aura die sich hinter ihm ballte. Sein Körper entspannte sich als er die Aura er kannte.

Kurze Zeit später bildete sich dunkler Nebel, dieser formte sich zu einer Person. Blutrote Augen trafen auf Eisblaue.

„Sei gegrüßt alter Freund." Begrüßte er den Neuankömmling lächelnd dieser Schritt auf ihn zu. Auch er lächelte. Der Blick des ersten Mannes viel auf einen Körper den der Vampir trug. Es war ein junger Mann, er hatte die Augen geschlossen wahrscheinlich war er ohnmächtig.

Die blauen Augen weiteten sich geschockt als er die Zahlreichen Verletzungen des Jungen sah und spürte. Er spürte die Verletzung der Seele doch diese Heilte bereits wie er erleichtert feststellen konnte.

„Hallo ich freue mich das du bereits hier bist, Andariel." Sagte Alucard. Andariel nickte. Er konnte den Blick nicht von dem Jungen nehmen.

„Ist er das?" Fragte er. Doch die Antwort kannte er bereits. Das war er. Auch wenn seine Magie durch etwas gestört wurde er konnte sie spüren. Einen Augenblick ließ die Konzentration Andariels nach, doch er fing sich sofort wieder und korrigierte seinen kleinen Fehler.

„Ja das ist er." Antwortete Alucard auf die Frage. Andariel nickte „Lass uns hinein gehen, er muss versorgt werden."