5. Das Ende von Harry James Potter
HogsmeadeEr spürte den Wind in seinem Gesicht. Spürte wie sich die Kälte in seinen Gliedern breit machte. Eine Gänsehaut kroch ihm über den Rücken.
Wo war er, was war passiert. Langsam lichtete sich die Dunkelheit um seinen Geist. Er spürte das er auf hartem Steinboden lag. Langsam kehrten die Erinnerungen an die letzten Stunden zurück.
Die Enttarnung, die Flucht, der Schmerz die Erniedrigung und seine Erkenntnis. Vorsichtig öffnete er die Augen. Es war Nacht. Ganz eindeutig die Dunkelheit um ihn herum war fast undurchdringlich. Doch konnte er in einiger Entfernung ein Gebäude erkennen.
Es hing ein Schild über dem Eingang, auf diesem stand „Drei Besen". Jetzt wusste er wo er war. Doch wie war er hier her gekommen? Er wusste nur noch das er das grüne Licht des Todesfluches gesehen hatte. Danach war alles Schwarz geworden. Er hätte Tod sein müssen.
Vorsichtig richtete sich Severus Snape auf. Er war tot gewesen, dessen war er sich sicher. Er Erinnerte sich an einen dunklen Raum. Er war gefangen hatte keine Möglichkeit zu fliehen. Er erinnerte sich. Einsamkeit hatte ihn wieder befallen. Die letzten Jahre hatte er versucht sich einzureden das er nicht Einsam war. /Ich kann mich selbst wirklich gut belügen./ dachte er sarkastisch während er versuchte sich auf den Beinen zu halten.
Er hatte seine wahren Gefühle hinter einer Maske verborgen. Doch hatte er unterbewusst versucht seine Schmerz zu zeigen, in dem er jedem so gut es ging sein Leben zur Hölle machte.
Die Hölle die er selbst erlitten hatte.
Severus straffte sich und fasste einen Entschluss. /Egal warum, ich werde diese zweite Chance nutzen um meine Fehler zu korrigieren so gut es geht./ Während er dies dachte breitete sich ein entschlossener Gesichtsaudruck auf seinem Gesicht aus.
Plötzlich trat ein Mann aus dem dunkel vor ihm. Er trug einen dunkelblauen Mantel und blickte ihn aus Kristallblauen Augen an. Snape verlor sich einen Augenblick in diesen Augen. Sie wirkten wie Spiegel der Seele und Zeugen der Geschichte.
„So sei es Severus Snape. Du erhältst eine zweite Chance, nutze sie!" Sagte der Fremde. Snapes Momentanen Zustand als Verwirrt zu bezeichnen wäre wohl die Untertreibung des Jahrhunderts gewesen. Woher wusste dieser Fremde von seinen Gedanken. Doch er kam nicht dazu weiter darüber nachzudenken. Der Fremde ergriff wieder das Wort. „Denke nicht darüber nach, akzeptiere es und lerne aus deinen Fehlern. Die grauen Lords haben entschieden! Lass uns diese Entscheidung nicht bereuen." Plötzlich spürte der Tränke Meister wie er von Flammen umschlossen wurde. Doch sie verbrannten ihn nicht. Er fühlte nur eine angenehme Wärme.
Seine Sicht verschwamm, nur die Flammen konnte er noch sehen. Er spürte das er von einer Unsichtbaren Macht gezogen wurde. Eins wahr Severus klar, egal wohin ich diese Macht bracht. Er würde seine Chance nutzen.
Sekunden nach diesem Gespräch lag die Hauptstraße des Zaubererdorfes Hogsmeade wieder still und verlassen in der Dunkelheit.
Die FolterkammerAm Boden des dunklen Raumes lagen zwei Mädchen. Die braunhaarige Weinte sich die Seele aus dem Leib. Sie hatte es getan, sie hatte endgültig ihren Stolz aufgegeben, ihre Würde verloren. Freiwillig hatte sie sich Schänden lassen.
Einzig das Wissen das ihrer Freundin danach wirklich nichts mehr geschehen war verhinderte das Hermine in ihrer Verzweiflung ertrank.
„Es tut mir so leid Hermine." Kam die Stimme der kleinen Rothaarigen aus der Dunkelheit. Hermine unterdrückte ihre Tränen und ignorierte den Schmerz der neunen Striemen auf ihrem Rücken als sie antwortete. „Es ist nicht deine Schuld. Dieser Bastard hat Schuld. Und Dumbledore hat Schuld." Das jünger Mädchen begann zu Schluchzen. „Aber nur wegen mir hast du das mit dir machen lassen." Hermine richtete sich so gut sie konnte auf. Es war nicht einfach mit zusammengeketteten Armen und Beinen, doch sie schaffte es und sah zu ihrer Freundin Ginny. Hermine sammelte alles was von ihrem Mut und ihrem Stolz noch übrig war um das Mädchen zu beruhigen.
„Nein Ginny. Er hätte mich auch so dazu zwingen können. Ich..." Hermine musste schlucken befor sie weiter sprach. „Ich habe es ihm nur erleichtert. Du bist nicht Schuld daran, ich bin Froh das ich dich damit vor Schlimmeren bewahren konnte. Für dieses mal." Den letzten Teil hatte Hermine nur noch geflüstert. Sie wusste das er sich nicht lange davon abhalten ließ sich mit Ginny zu Vergnügen. Doch solange wie möglich würde Hermine Ginny schützen, egal was er noch alles wollte.
Baikalsee Sibirien„Ja." Sagte Alucard und machte sich zusammen mit Andariel auf den Weg, Harry musste dringend versorgt werden, zum Schloss Merlins. Den dieses war aus den tiefen des Sees aufgestiegen. Es war ein Palast der Hogwarts an Größe und Pracht um das 100 Fache übertraf.
Selbst er Alucard hätte Schwierigkeiten gehabt die Schutzzauber zu überwinden die um dieses Gebäude lagen.
Als sie nur noch 10 Meter von dem Tor entfernt waren. Traten ihnen zwei Wesen entgegen. Die Haut der beiden war ein tiefes Schwarz was jedes Licht um sie herum aufzusaugen schien. Ihre Gesicherter waren hinter Masken verborgen und die Augen standen in einem grünen Feuer. Dies war die Leibgarde des Lords der Menschen. Sie wurden Realnightmares, wahre Alpträume genannt. Es gab nur wenige die eine Konfrontation mit ihnen erlebt hatten und danach noch davon erzählen konnten.
„My Lords! Ich bin erfreut sie zu sehen." Begann der Rechte der beiden. Alucard antwortete „Ich bin auch erfreut dir zu sehen Erim. Doch es eilt. Der Erbe braucht einen Heiler." Erim verneigte sich kurz befor er sich dem Wesen neben sich zuwandte. In schneller Folge erteilte er Befehle.
Alucard machte sich indessen auf in das innere des Palastes.
Ohne eine weiteren Blick für die edlen Verzierungen und den überschwänglichen Luxus Schritt er durch die Eingangshalle.
Nach wenigen Minuten erreichte er das Schlafzimmer des Herrschers. Die Tür öffnete sich für ihn. Er war befugt dieses Zimmer zu betreten der letzte Lord hatte es ihm gestattet. Während er durch die Tür trat spürte er die Schutzzauber um diesen Raum. Nichts und niemand kam in diesen Raum wenn es der Herrscher nicht wollte. Das galt selbst für die Lords.
Vorsichtig legte er Harry auf das Bett. Besorgt betrachtete er seinen jungen Schüler. Wieder musste er darum kämpfen nicht sofort zu den Dusleys zu eilen und ihnen jeden Knochen im Leib zu zermalmen und ihnen währenddessen die Haut mit einem Stumpfen Messer vom Körper zu schälen.
Es verging kaum eine Minute als ein Elf den Raum betrat, er verneigt sich kurz vor Alucard und begann dann Harry zu untersuchen. Nach, wie es dem mächtigsten der Lords vorkam Stunden richtete er sich auf und sagte „Es ist ernst My Lord, selbst die Magie der Elfen vermag ihn nicht mehr zu heilen. Er steht an der Schwelle des Todes." Sagte der Elfenheiler mit Neutraler Stimme, doch dann fauchte er. „Wer hat ihm das Angetan. Das war eine Wochenlange Folter, von den anderen Sachen rede ich nicht." Alucard nickte.
Nach einigen Sekunden fragte er. „Kannst du ihn stabilisieren und wecken damit ich mit ihm Reden kann?" Der Elf schien zu überlegen nach einer Weile nickte er zögerlich. „Ich kann es versuchen. Doch seine Verletzungen sind..." Der Elf rang sichtlich nach Worten." Nun ja, schwer." Schloss er seine Ausführungen.
Alucard fand die Elfen manchmal etwas lästig doch er wusste um ihre Heilfähigkeiten, wenn ein Elf von schweren Verletzungen sprach war es mehr als Ernst. /Ich werde diese Bastarde zu Vampiren machen und sie werden nicht nur Tausend Tode sterben./
Er nickte dem Elfen zu. „Tue es. Ich muss ihm eine Frage stellen." Wieder zögerte der Elf sichtlich. Doch dann begann er eine Minutenlange Beschwörung zu Murmeln.
Harrys Körper begann blau zu Leuchten und begann zu schweben. Der Herrscher der Lord beobachtete wie Harry anfing sich zu regen. Der Junge schien aus der Ohnmacht in einen Alptraum geraten zu sein. Er Murmeltedie ganze Zeit „Sirius, Sirius nein!!!" Er schlug um sich und wand sich. Er schrie als hätte er Körperlich Schmerzen. Mit einem letzten „Sirius!!!!" auf den Lippen erwacht der Junge. Der Elf schien überrascht doch reagierte er schnell. Er ließ Harry auf das Bett gleiten und deckte ihn wieder zu.
Dan wandte er sich an den Vampir „My Lord, er wird nicht mehr länger als 2 Stunden Leben." Damit ging der Heiler und ließ Alucard mit Harry allein.
Lange beobachtete Alucard den Jungen. Er schien noch nichts von seiner Umgebung wahrzunehmen. Er murmelte immer noch vor sich hin „Sirius, verzeih. Ich wusste es nicht besser!" Alucard wusste nicht wer Sirius war, doch konnte er Harrys Gefühle für diese Person spüren. Er nahm sich vor herauszufinden wer dieser Mann gewesen war und was mit ihm passiert war. Mit einem Schlag saß Harry aufrecht im Bett und schrie das es wahrscheinlich das ganze Schloss hörte „Das wirst du büßen Dumbledore." Dann sank er zurück in sein Bett und sah sich verwirrt um.
Alucard beschloss den Junge anzusprechen. "Harry?" begann er nicht sicher ob der Junge sich an ihn erinnern würde. Harrys Kopf ruckte herum. Kurz sah Alucard Panik im Blick des Jungen doch dann entspannte er sich. „Bist du bist mein Vertrauter?" Fragte Harry.
Alucard lächelte und nickte. „Ja der bin ich."
Harry betrachtete den Mann vor sich. Er hatte etwas unheimliches an sich und das lag nicht nur an der Tiefschwarzen Aura. Doch trotzdem fühlte Harry sich in seiner Gegenwart nicht Unwohl ganz im Gegenteil. Er fühlte sich geborgen.
Das Gefiel ihm, doch verwirrte es ihn er hatte in seinem Leben nie ein derartiges Gefühl verspürt. Er wusste nicht was er jetzt tun sollte.
Alucard bemerkte die Unsicherheit des Jungen, er konnte es verstehen nach allem was seine sogenannten Verwandten ihm angetan hatten, Verstand er die Unsicherheit des Jungen nur zu gut.
Immer noch Lächelnd setzte er sich auf die Bettkante und sagte „Ich werde dir nichts tun Harry. Ich werde ich auch nie allein lassen. Das ist ein Versprechen." Harry sah ihn mit großen Augen an, erste Tränen sammelten sich in ihnen. Plötzlich hatte der Vampir eine schluchzenden 16 Jährigen in den Armen. Das war Alucard nun wirklich nicht gewohnt. Doch schnell überwand er seinen Schrecken und begann Harry über den Rücken zu streichen. Nach einer Stunde hatte Harry sich halbwegs beruhigt.
Alucard erkannte das ihnen nur noch eine halbe vielleicht auch eine komplette Stunde blieb. So Beschloss er Harry direkt reinen Wein einzuschenken. „Harry wir haben ein Problem. Die Bastarde die sich deine Verwandten nennen haben dich so schwer Verletzt das man dich eigentlich nicht mehr heilen kann. Doch es gibt eine Möglichkeit dich zu Retten." Alucard unterbrach sich und erwartete die Reaktion des Jungen.
Mit allem hätte er gerechnet. Verzweiflung, Wut, Hass, Resignation, Angst, Trauer oder auch alles mit ein mal. Doch nicht mit dieser stoischen Ruhe die Harry jetzt zeigte. Seine Miene war absolut ausdruckslos als er antwortete. „Aha."
Alucard fasste sich und sagte „Es gäbe eine Möglichkeit dich zuretten. Doch besteht auch dabei die Gefahr das du stirbst." Er sah Harry Prüfend an. Gespannt wartete er auf die Antwort. Harry seufzte und endlich zeigt er eine Reaktion. „Weist du, vor einer Woche hätte ich gesagt lass mich sterben. Doch jetzt? Ja jetzt? Nun ich habe erfahren wem ich das alles zu verdanken habe. Außerdem musste ich erkennen das eine Freundin unter einem Imperius steht und Gott weis was tun muss. Jetzt wo du mir die Wahl lässt sage ich: Lass es uns Versuchen rette mein Leben." Er sah den jungen Zauberer beeindruckt an. Das war wahrer Kampfeswille. Er machte seinen Vorfahren alle Ehre.
„Nun dann musst du aber auch Wissen das du dich Verändern wirst wenn ich es tue. Die einzige Möglichkeit dich jetzt noch zuretten ist das ich dich beiße und zu einem Vampir mache." Sagte Alucard sanft. Harry Blickte ihm entschlossen in die Augen als er fragte. „Wo ist da das Risiko." Alucard lächelte. „ Das Risiko ist das ich kein normaler Vampir bin. Ein Vampir überträgt immer einen Teil seiner Macht zu seinen ‚Kindern'. Bei mir wäre die Macht so groß das sie dich Zerstören könnte. Wahrscheinlich würde." Harry nickte. „Tue es." Mit einem letzten prüfenden Blick beugte Laucard sich hinunter zu Harry.
Er bohrte seine Zähne in Harrys Hals. Er schmeckte das süße Blut des jungen Potters. Er spürte wie das Leben aus dem Jungen wich und begann diesen Platz mit seiner Macht zu füllen. Nach Minuten löste er sich von Harry. Er ließ den Leblosen Körper des Jungen sanft auf das Bett zurück gleiten. Die nächsten Stunden würden entscheiden...
