13. Die Tochter
Winkelgasse / Tropfender Kessel
In einer dunklen Ecke im Schankraum des Tropfenden Kessels saßen vier Personen zusammen am Tisch und wahren in eine Unterhaltung verstrickt. Nymphandora Tonks, Michael O'Brien, Samuel Meadows und Percy Weasley unterhielten sich über die Ereignisse des gestrigen Tages.
Sie hatten sich mehr oder weniger zufällig getroffen, keiner der vier hat es in seiner Wohnung ausgehalten. Das war auch kein Wunder es war zu viel passiert zuviel worüber sie nachdenken mussten. Sie alle hatten eigentlich nicht viel miteinander zu tun gehabt, sie kannten sich und wussten auch wer der oder die jeweils andere waren und was sie taten.
Doch alles war bisher streng auf die Arbeit begrenzt gewesen. Vor allem Percy war immer darauf bedacht gewesen die Beziehung zu den anderen rein auf das Dienstliche zu beschränken. Aber Percys Lebensmaxime hatte sich geändert. An dem Tag wo Fudge offiziell gestanden hatte das Voldemort zurück war hatte Percy seine Prioritäten überdacht.
Er war nicht mehr der Regelvernarrte Percy Weasley, er hatte erkannt das wenn er etwas Bewegen wollte er sich gegen die Regeln stellen musste. Zumindest wenn die Regeln von jemandem wie Fudge gemacht worden.
Nachdenklich betrachtete er die anderen Anwesenden. Drei der besten Auroren des Ministeriums, Percy fragte sich nicht zum ersten mal wie Tonks es geschafft hatte so gut zu werden. Sie war wahrscheinlich eine der besten Aurorinnen aller Zeiten. Und das obwohl sie schusseliger war als ein Troll. Er schüttelte den Kopf und wandte seine Aufmerksamkeit wieder dem Gespräch zu was sich im Kreis zu drehen schien. Als Meadows erneut davon Anfing das es eine Falle sein könnte beschloss er einzuschreiten.
„Sam, das hatten wir jetzt schon zur genüge. Wir Wissen alle um das Risiko, wir Wissen auch das wir es nicht ausschließen können in eine Falle zu laufen. Es bringt nicht darüber zu Diskutieren wenn wir nicht mehr Informationen haben. Fassen wir doch einfach mal zusammen was Wissen wir?" fragte er in die Runde. Es war ein seltsames Gefühl diese erfahrenen Männer zu Duzen, vor nicht einmal einem halben Jahr hätte er es als selbstverständlich Betrachtet.
Er war schließlich der Assistent des Ministers der Magie gewesen. Er schüttelte innerlich den Kopf über sich selbst. Er war benutzt worden, nicht mehr und nicht weniger. Aber Eitel und Arrogant wie er war hatte er es nicht eingesehen.
Er hatte sich sogar gegen seine eigene Familie gestellt. Nun ja, das bedauerte er heute aber er sah auch einen Vorteil darin. Seine Familie stand loyal zum Dumbledore und das konnte er im Augenblick nicht ändern. Er fragte sich wie sie so Blind sein konnten, wieso erkannten sie nicht was für ein Manipulativer alter Bastard er war? Er verschob die Lösung dieser Frage auf später. Zum einen weil sie im Augenblick andere Sorgen hatten und zum anderen weil es ihm nicht gefiel wo seine Gedanken hin führten.
Nach kurzem zögern sagte Tonks „Nichts! Außer das Snape uns eine Einladung von einem Lord gebracht hat. Den wir nicht kennen, von dem wir eigentlich nichts Wissen." Percy nickte hierzu und sah die anderen Anwesenden fragend an. Meadows und O'Brien tauschten einen Blick. Unwillkürlich musste Percy schmunzeln, diese Geste erinnerte ihn an seine Halbwahnsinnigen Brüder Fred und George. Auch die beiden Auroren schienen sich ohne ein Wort unterhalten zu können.
Es war schließlich O'Brien der sagte „Wir Wissen noch etwas mehr. Wir sollten nicht vergessen was Snape demonstriert hatte. Ich sage nur Stablose Magie in Perfektion und eine Art von Teleportation.
Wenn Snape schon so Mächtig ist und diesen Lord als seinen Herren anerkennt, dann möchte ich diesen Azuael nicht zum Feind haben." Schloss Meadows seine Ausführungen.
Die anderen nickten. Snape hatte sie alle beeindruckt.
O'Brien stieß einen langen Seufzer aus. Das ganze hier brachte nichts. „So Leute, beenden wir das hier. Es bringt nichts wenn wir uns hier noch Stundenlang weiter unterhalten. Wir Wissen nicht ob es eine Falle ist. Wir Wissen auch nicht was der Lord will, es scheint allerdings so das er gegen Dumbledore und Voldemort arbeitet sonst hätte er uns nicht Eingeladen. Das es eine Falle ist halte ich im übrigen für Unwahrscheinlich." Die anderen sahen O'Brien fragend an. Er war bei diesem Treffen eher ruhig gewesen und hatte die anderen Reden lassen. „Wie meinst du den Michael? Wie kannst du dir sicher sein das es keine Falle ist?"
O'Brien grinste seinen Partner an als er Antwortete „Du hast es selbst gesagt, Sam. Snapes Macht. Er hätte uns alle ohne Schwierigkeiten erledigen können. Azuael ist wahrscheinlich noch Mächtiger, glaubst du er müsste uns eine Falle stellen wenn er uns erledigen wollte? Glaubt das einer von euch?" Fragte er in die Runde. Überraschtes Schweigen trat ein. Alle dachten über die Worte des Aurors nach. Er hatte recht. Snape hätte sie wahrscheinlich mit einer Handbewegung vernichten können. Aber er hatte es nicht getan. Warum waren sie noch nicht zu dieser Erkenntnis gekommen? Es war doch wirklich auffällig. „Also steht es fest oder?" fragte Tonks in die Stille. Die anderen nickten. Sie würden zu Azuael reisen.
„Ja ich denke schon. Selbst wenn es eine Falle ist wir können es uns nicht leisten einen Potenziellen Verbündeten zu verlieren. Wir Bewegen uns auch so schon auf gefährlichem Terrain. Aber wir sollten auch den anderen Plan nicht aus den Augen verlieren." Beantwortete Percy die Frage von Tonks. Die anderen stimmten ihm zu. Sie durften sich nicht nur auf diesen Lord konzentrieren sie mussten auch noch an dem anderen Plan Arbeiten. Harry Potter musste vorzeitig Emanzipiert werden um sein Erbe anzutreten.
„Richtig! Selbst wenn dieser Azuael uns unterstützt, niemand kennt ihn in der Zaubererwelt und wir brauchen auch Einfluss auf dem politische Parkett. Harry ist der einzige der dafür die nötige Macht hat, Vorausgesetzt er kann sein Erbe antreten." Sagte Tonks und bewies erneut das sie einen Messerschafen Verstand ihr eigen nannte.
Bevor einer der Anwesenden noch etwas sagen konnte hörten sie schreie von draußen. Eindeutig aus der Winkelgasse. „Was?" Fragte Meadows während er wie die anderen Aufsprang und seinen Zauberstab zog, das klang gar nicht gut. Die Schreie wurden lauter. Man konnte jetzt auch Explosionen hören. Die anderen Gäste des Lokals sahen ängstlich zum Hintereingang des Tropfenden Kessels.
Die Auroren und Percy tauschten einen Blick. Das klang ganz nach einem Angriff. Alle Gedanken an graue Lords, Snapes, das Ministerium und Harry Potter verschwanden aus ihren Gedanken als sie auf die Hintertür zueilte. „Seid Vorsichtig!" ermahnte Tonks die anderen überflüssigerweise als sie den Hinterhof erreichten und sie den Eingang zu Winkelgasse öffnete.
Was sie dort sahen ließ sie einen Augenblick erstarren…
Merlin Castle / Gästezimmer Remus
Ich habe eine Schwester, eine Familie. Eine Schwester! Wie sie wohl aussieht? Hat sie Mums Augen, ist sie vielleicht auch so schön wie Mum? Was sie wohl mag, ob sie mich mag. Oder bekommt sie vielleicht Angst wenn sie mich sieht. Nein oder?
Hatte sie bisher ein gutes Leben? Eine liebende Familie, kann ich diese Familie kennen lernen? Können wir eine Familie sein?
Wieso kann ich mich nicht an sie erinnern? Gibt es noch einen Block auf meinem Gedächtnis? Wieso hat Dumbledore sie weg gebracht? Er hätte sie doch auch zu einer Waffe formen können. Oder ging das nicht?
Harrys Gedanken überschlugen sich. All diese Fragen konnte er später klären, für den Augenblick war nur wichtig das er eine Schwester hatte und diese bald hier sein würde. Er zwang seine Gedanken wieder in geregelten Bahnen zu fließen. Er öffnete die Augen und sah sich dem besorgen Blicken von Remus und Severus gegenüber.
Alucard beobachtete ihn nur aufmerksam. Harry schenkte Remus uns Severus ein beruhigendes Lächeln und wandte sich dann Alucard zu. „Habe ich noch einen Block?" fragte er ruhig an den Vampir gewandt, dieser nickte leicht.
„Ja ich habe ihn nicht bemerkt als ich deine Magieblockaden entfernte. Sorry er ist sehr gut versteckt. Soll ich ihn entfernen oder machst du das selbst?" Antwortete Alucard. Harry sagte „Mach du es. Ich habe im Augenblick nicht die Konzentration dafür, wie du dir ja denken kannst." Alucard nickte seinem Schützling zu und erhob sich.
Er legte seine Hände an Harrys Schläfen und begann einige Worte zu Murmeln. Nach wenigen Sekunden war es vorbei und Harry ließ sich tiefer in den Sessel zurück sinken. Er war überwältigt. Er wurde regelrecht von Erinnerungen und Gefühlen überschwemmt.
Er erinnerte sich wie er zusammen mit Jean gekichert hatte als James sie knuddelte…erinnerte sich an die Tränen die er vergossen hatte als er das Spielzeug von Jean versehentlich kaputt gemacht hatte…hörte die Stimme seiner Mutter wie die sie in den Schlaf sang…Hörte wie seine Mutter James zusammenstauchte weil er sie auf einem Besenflug mitgenommen hatte…das Kichern von Jean…
Er spürte all dies und erkannte was ihm genommen wurde. Er und seine Schwester sie waren Zwillinge, er spürte sie wusste das sie lebte. Wut kochte in ihm hoch als er daran dachte was ihm Dumbledore alles genommen hatte. Seine Schwester, seine Freunde, seinen Paten und beinahe seinen Lebenswillen. Er würde dafür zahlen!
Harry sah wieder zu seinem Mentor „Alucard wer bringt Jean her, wer ist dieser Vampir?" Auch die anderen Anwesenden schien das zu interessieren. Remus und Severus sahen gespannt zu dem Vampir.
Remus hielt sogar den Atem an, nachdem er seine Erinnerungen wieder hatte wusste er das er der Pate von Jean war. Er Verfluchte Dumbledore. Was hatte der Mann noch alles getan?
„Sie ist keine Gefahr, zumindest nicht für deine Schwester." Sagte Alucard ruhig. Harry nickte er hatte nichts anderes erwartet sonst hätte ALucard schon etwas gesagt. Ihm war jedoch klar das diese Worte nicht für ihn bestimmt waren. Er hörte wie Remus erleichtert die Luft ausstieß. Alucard fuhr fort. „Sie ist die Vertraute deiner Schwester, ein uralter und sehr mächtiger Vampir. Sie wurde nicht gebissen sondern geboren. Sie ist die Tochter von einem Vampir und einem Menschen." Erklärte Alucard weiter. Harry nickte, solche Vampire waren schon von Geburt an mächtig. Sofern sie überlebten, meistens war es jedoch so das die Kinder direkt nach der Geburt starben. Das geschah dadurch das sich die Menschlichen Anlagen gegen die der Vampire wehrte. Bei einer Verwandlung durch einen Biss ist das ähnlich, deshalb ist man nach der Verwandlung auch kurzzeitig ziemlich erledigt.
Doch im Körper eines neugeborenen ist die Sache etwas extremer. Die Vampir Anlagen sind immer stärker als die Rein Menschlichen. Bei Verwandlungen durch biss ist das kein Problem. Der Vampirteil übernimmt einfach den Körper. Bei einer Geburt ist es anders. Der Vampirteil wird dabei zu einer Vereinigung mit dem Menschlichen Teil gezwungen. Nur wehren sich die menschlichen Anteile dagegen. Der Schock über die plötzliche und erzwungene Veränderung tötet die meisten neu geborenen.
„Gut zu Wissen." Sagte Harry. Ein Mächtiger Vampir schütze also seine Schwester sehr beruhigend. Plötzlich kam ihm ein Gedanke. Tochter von einem Vampir und einen Menschen? Er blickte Alucard verdattert an. Dieser Lächelte leicht und nickte. Das war Harry Beweis genug. Er schüttelte leicht den Kopf doch dann lachte er. Severus und Remus blickten verwirrt auf Harry.
„Das verspricht interessant zu werden." Meinte Harry. Alucard lachte leise. Remus sah zu Severus doch dieser zuckte nur mit den Schultern, er hatte auch keine Ahnung was das sollte.
Harry unterbrach sich. Er spürte wie sich zwei Personen näherten. Mit einem Gedanken stimmte er die Schutzzauber auf die beiden ein um ihnen Zugang zu gewähren. Nur er war dazu fähig. Mitten im Raum bildete sich Nebel und begann sich zu einer Person zu formen.
Remus und Severus sogen erschrocken die Luft ein. Harry warf den beiden einen beruhigenden Blick zu bevor er sich auf die junge Frau konzentrierte, Harry schüttelte innerlich den Kopf jung war diese Frau nicht. Ihr Körper sah vielleicht so aus doch diese blauen Augen hatten schon Jahrhunderte gesehen.
Die Frau musterte die im Raum Anwesenden mit einem kalten Blick. Kurz verweilten ihre Augen auf Alucard der sie amüsiert musterte. Remus uns Severus schluckten dieser Blick war Angsteinflößend.
Als ihr Blick auf Harry viel wirkte sie leicht überrascht. Harry sah sie mit amüsiert funkelnden Augen an. /Diesen Blick hat sie von ihrem Vater/ Dachte Harry.
Doch jetzt bemerkte er das die Vampirin jemanden im Arm hatte. Harry erkannte schwarzen Harre und ein wunderschönes Gesicht, das Gesicht seiner Mutter. Er sprang auf die Füße und eilte auf die beiden zu. Er spürte einen kurzen Wiederstand als er sich den beiden näherte doch er räumte das Hindernis ohne darüber Nachzudenken aus dem Weg.
Er bemerkte den geschockte Ausdruck auf dem Gesicht der Vampirin deren Namen er noch nicht kannte nicht. Ohne ein Wort zu sagen nahm er Jean aus ihren Armen und trug sie zum Bett. Sie war wunderschön, sie war genauso wie er sie sich vorgestellt hatte. Vorsichtig legte er sie auf das Bett und Strich ihr Gedankenverloren eine Haarsträne aus dem Gesicht.
Alucard beobachtete Amüsiert wie seine Tochter geschockt zu Harry starrte „Ist irgendetwas Seras?" fragte er die Vampirin, sein einziges Kind. Er erinnerte sich noch heute gerne an ihre Mutter. Die einzige Frau die es geschafft hatte sein Herz zu erweichen.
Seras starrte ihren Vater und fasste sich wieder. „Nein Vater, es ist nur sehr lange her das jemand es geschafft hat meine Barriere zu durchbrechen." Sagte sie milde und ging auf die anderen Anwesenden zu. Remus und Severus blickten sie mit großen Augen an. Vater?!! Schoss es beiden gleichzeitig durch den Kopf.
Ohne ein Wort zu sagen ließ sich Seras auf einen Sessel fallen und musterte die Remus und Severus mit einem intensiven Blick. „Wieso seid ihr hier?" Fragte sie gefährlich. Bevor die beiden überhaupt auf die Frage reagieren konnten sagte eine kalte Stimme „Sie sind meine Gäste und Freunde! Hast du ein Problem damit?" Fragte Harry der sich vom Bett erhoben hatte und die Vampirin mit kühlen Blick fixierte.
Seras spürte seit Jahrhunderten das erste Mal so etwas wie Unbehagen. Der Blick dieser Augen war unglaublich. Und die Macht des Mannes vor ihr einfach überwältigend. Dies musste der Auserwählte sein. Sie war beeindruckt „Nein!" Antwortete sie schlicht. Sie bemerkte den Amüsierten Blick ihres Vaters, der einzige im Raum der noch mehr Macht ausstrahlte als der Junge am Bett.
Harry nickte „Gut. Ich möchte keinen Streit mit der Vertrauten meiner Schwester." Harry kam zu ihnen und setzte sich zu Severus auf die Couch da Seras seinen Sessel beansprucht hatte.
„Schön. Du bist also Seras, die Tochter von Alucard." Seras nickte. „Danke das du meine Schwester her gebracht hast. Wie lange wird sie schlafen?" Fragte er.
Seras war erstaunt. Er hatte gemerkt das sie, das Mädchen in Schlaf versetzt hatte. Beeindruckend!
„Noch ungefähr zwei Stunden. Du bist wie ich annehme der neue Lord und der Vertraute meines Vaters?" Harry nickte nur. Er wollte gerade Antworten als die Tür geöffnet wurde und Dämonenritter eintrat.
„Verzeiht die Störung mein Herr. Aber ihr wolltet informiert werden wenn sich Voldemorts Anhänger rühren." Harry sprang auf die Füße. Er hatte von dem Angriff auf Birmingham gehört, leider zu spät seit dem ließ er die Zaubererwelt genauer überwachen. So ein Massaker würde er sicherlich nicht mehr zulassen.
„Wo?" Fragte er schlicht. „In der Winkelgasse." Harry nickte und wandte sich den anderen zu. Er sagte mit ruhiger Stimme „Seras ich würde mich freuen wenn wir uns später noch mal unterhalten könnten. Severus nimm fünf Ritter und fünf Nightmares und geh in die Winkelgasse, es wird Zeit das die Welt erfährt das die grauen Lords erwacht sind. Ich folge euch zusammen mit Aglan!" Severus erhob sich und verschwand gemeinsam mit dem Ritter. Harry warf noch einen Blick auf seine Schwester die friedlich schlief.
Er bedauerte es sie nun schon verlassen zu müssen. Doch es wurde Zeit Voldemort in seine Schranken zu weisen und Dumbledore eine Nachricht zu überbringen. Er lächelte bei diesem Gedanken.
„Alucard?" Der Vampir sagte „Ich achte auf sie, ich werde ihr alles erklären wenn sie erwacht und du solltest nicht da sein." Harry nickte dankbar dann wandte er sich an Seras uns Remus. „Remus würdest du mir bitte den gefallen tun und auf Ginny und Hermine aufpassen, Dobby wird dir den weg zeigen." Der Werwolf nickte und erhob sich.
Dobby erschien und zeigte Remus den weg. Harry war erleichtert er wollte weder seine Schwester noch die beiden jungen Frauen alleine zurücklassen. Vor allem nicht Ginny und Hermine die beiden sind noch so verängstigt.
Er schüttelte den Kopf und sah zu Seras „Nun Seras was würdest du gerne tun?" Fragte er die Vampirin. Diese schmunzelte, der Junge gefiel ihr. „Ich würde dich nur zu gerne mal in Aktion sehen. Vielleicht auch selber etwas spaß haben."
Harry schüttelte Lachend den Kopf. /Ganz der Vater!/ dachte er. „Gut dann lass uns gehen. Vielleicht können wir uns dabei gleich etwas besser kennen lernen." Meinte Harry, Seras nickte und nahm die Hand die ihr Harry galant entgegenstreckte. „Zeit für ein bisschen Spaß." Sagte er mit einem bösen Funkeln in den Augen.
Im nächsten Augenblick waren sie verschwunden.
Alucard lächelte. /Das wird sehr interessant./ Dachte er. Er kannte seine Tochter, sie würde gewiss nicht nur zusehen.
Winkelgasse
…panisch rannten die Menschen durcheinander. Sie konnten die schreie nun noch lauter hören. Dutzende Menschen lagen am Boden und wanden sich unter schmerzen. Sie sahen wie zwei Todesser ein kleines Kind mit dem Crucio belegten, ein dritter hielt eine Frau fest wahrscheinlich die Mutter.
Tonks wurde übel als sie mit ansehen musste wie zwei Hexen von mehreren Schnittflüche in Stücke gerissen wurden. Es waren mindestens fünfzig Todesser. Scheinbar gab es keinen Organisierten widerstand. Mann konnte nur vereinzelte Zauberer und Hexen sehen die versuchten sich gegen die Todesser zu wehren. Doch diese wurden schnell in die Enge getrieben.
Der größte Teil der Besucher versuchte zu fliehen. Einige hielten auf sie zu und versuchten zum Tropfenden Kessel zu gelangen, sie schafften nicht einmal die halbe Strecke bevor sie von Avadas niedergestreckt wurden.
Die ersten Flüche wurden auf Tonks und die anderen drei geschleudert das riss sie aus ihrer Starre. Meadows und O'Brien wichen nach rechts aus und suchten sich Deckung hinter einer Umgestürzten Bank. Sie begannen das Feuer der Todesser zu erwidern. Währenddessen verschanzten sich Percy und Tonks hinter einigen Mülltonnen. Sie nahmen die Todesser ebenfalles unter Beschuss. Ohne sich abzusprechen versuchten sie die auszuschalten die das Kind folterten. Doch kein Fluch drang durch. Hinter ihnen öffnete sich das Tor zum Tropfenden Kessel.
Entsetzte sahen sie zehn weitere Todesser herauskommen. Plötzlich gerieten die vier von zwei Seiten unter Beschuss. So gut es ging verteidigten sie sich. Percy schrie gequälte auf als ein Fluch seinen Schild durchbrach und ihm den Zauberstab Arm zerschmetterte.
Tonks zog ihn aus der Schussbahn und schoss in schneller Folge Flüche auf die Angreifer ab. Sie traf zwei der Todesser mit Schockzaubern doch vier neue nahmen ihre Plätze ein.
In den nächsten Minuten war Tonks nur noch damit beschäftigt sich zu verteidigen. Immer mehr Flüche prasselten auf ihre Deckung ein.
Sie blutete schon aus mehreren tiefen Wunden, doch sie gab nicht auf. Aber ihre Lage war aussichtslos. Sie warf einen schnellen Blick zu Meadows und O'Brien beide standen nach. Aber auch sie hatten keine Möglichkeit mehr zu Anzugreifen.
Fluch auf Fluch traf die Deckung der beiden. Percy stöhnte neben ihr. Er hatte keine Möglichkeit mehr zu Zaubern. Sein Zauberstab war ihm entglitten als der Fluch seinen Arm traf, leider war er genau zu den Todessern gerollt die ihn schnell zerbrochen hatte.
Tonks büßte ihre Unaufmerksamkeit sofort. Schnell hintereinander trafen sie ein Reduktor und ein Expelliarmus. Sie wurde gegen die Wand in ihrem Rücke geschleudert und der Zauberstab flog einem der Todesser zu. „Wir haben sie!" rief der Todesser.
Tonks konnte sehen das auch Meadows und O'Brien entwaffnet wurden sind. Aber sie konnte nicht mehr darüber Nachdenken im nächsten Augenblick bestand ihre Welt nur noch aus Schmerz. Am Rande hörte sie das Gelächter der Todesser.
Der Fluch wurde nach einigen Minuten aufgehoben, die junge Aurorin lag schwer atmend am Boden. „Sie ist ein Metamophmagus, wir können sicher noch viel spaß mit ihr haben!" sagte einer der Todesser mit schmieriger Stimme. Tonks erbleichte.
Panik machte sich in ihr breit. Sie hörte wie die Todesser lachten, sie erkannte das sie nicht einfach sterben würde. Ihr wurde übel bei dem Gedanken was diese Kerle mit ihr tun würden.
Bevor sie noch irgendwie reagieren konnte traf sie ein Fesselfluch. Sie wurde brutal hochgerissen und gegen die Wand geworfen. „Genieß die Show kleines!" sagte einer der Todesser, die anderen Lachten.
Tonks war einen Moment verwirrt doch dann erinnerte sie sich wo sie sich eigentlich befand. Hilflos musste sie mit ansehen wie die Schweine Percy, Meadows und O'Brien folterten. Sie konnte nicht einmal die Augen schließen um die Gequälten Gesichter der Männer nicht sehen zu müssen, konnte sich nicht die Ohren zuhalten um die Schrei nicht hören zu müssen.
Es waren auch noch andere Schrei zu hören. Aus den Augenwinkeln sah sie wie zwei Todesser einer jungen Frau die Kleider vom leib rissen. Sie wollte das nicht sehen, doch hatte sie keine andere Wahl. Sie wusste das sie ein ähnliches Schicksal erwartete. /Warum kommt keine Hilfe?/ Fragte sie sich verzweifelt. Sie sah das Meadows, O'Brien und Percy sich nicht mehr rührten. Die Körper der drei zierten unzählige Wunden.
/Hilfe irgendwer, wir brauchen Hilfe/ Sie hörte die panischen Schrei der Frau als sich einer der Todesser über sie beugte. In diesem Moment bohrte sich eine Klinge durch den Rücken des Schweins. Tonks konnte es nicht fassen.
Neben der Frau erschien ein Mann, er zog das Schwert aus dem Rücken des Todessers und enthauptete den zweiten in der gleichen Bewegung.
Tonks verstand brauchte einen Augenblick um zu erkennen das dies kein normaler Mann war. Es war ein Dämonenritter. Er trug einen Schwarzen Kampfanzug und ein Blutroter Umhang viel ihm über die Schulter. Seine Augen fixierten die Todesser. Im nächsten Augenblick sprang er. Er bewegte sich so schnell das dass Menschliche Auge kaum folgen konnte. Die Todesser schüttelten ihre Überraschung ab und deckten den Ritter mit Flüchen ein.
Doch nichts schien ihn aufhalten zu können. Er landete zwischen fünf der Todesser, mit einer Bewegung die Tonks nicht einmal sah enthauptete er alle fünf.
Sie spürte plötzlich zwei kräftige Arme die sie hochzogen und hörte die schmierige Stimme von vorhin sagen „Ich denke wir verschwinden meine Schöne." Er lachte gehässig. Tonks versuchte gegen den Fluch anzukämpfen um sich irgendwie zu wehren. Sie wusste nicht woher der Ritter kam, doch er wollte ihnen anscheinend helfen sie musste nur noch etwas durchhalten.
Der Todesser schlug ihr auf den Hintern und sagte „Dann lass uns mal verschwinden meine Schöne." Er drehte sich mit Tonks auf der Schulter herum, sie sah eine silberne Hand und wusste plötzlich mit wem sie es zu tun hatte.
Wurmschwanz. Verräter von Lily und James und des Lichtes. Speichellecker von Voldemort. Doch bevor der Bastard auch nur einen Schritt tun konnte, erschienen vier weitere Dämonen Ritter und drangen von der anderen Seite auf die Todesser ein. Wurmschwanz gab ein wütendes schnauben von sich.
Er konnte weder vor noch zurück. Er warf Tonks wieder auf den Boden und zog einen Gegenstand aus der Tasche. Er grinste. Tonks vermutete einen Portschlüssel. Er wollte wieder nach Tonks greifen. Wich aber entsetzt zurück als aus dem nicht eine Kreatur mit schwarzer Haut und Glühenden Grünen Augen zwischen ihm und Tonks auftauchte. Ein Realnightmare. Sie waren nur eine Legende.
Wurmschwanz begann Fluch auf Fluch gegen das Wesen zu senden doch nichts half. Panisch griff die feige Ratte nach dem Portschlüssel doch die Kreatur packte seine Hand und zermalmte sie. Mit unglaublicher Kraft schleuderte das Wesen ihn von sich. Der Verräter schlug hart auf den Boden in einigen Metern Entfernung
Tonks bemerkt das die Ganzkörperklammer von ihr abgefallen war und stand zögernd auf. Das erste was sie bemerkte war das die Todesser sich in einem verzweifelten Kampf gegen die Dämonenritter befanden. Trotz ihrer Zahlenmäßigen Überlegenheit wurden sie immer mehr in die Ecke gedrängt. Die Dämonenritter metzelten sie Gnadenlos nieder.
Sie waren unglaublich schnell. Gleichzeitig schien das Gerücht war zu sein das sie gegen die meisten Flüche immun waren.
Sie suchte nach Percy, Samueal und Michael und stellte erleichtert fest das sie am Ran des Kampfes lagen. Bei ihnen standen vie Realnightmares. Scheinbar bewachten sie die drei. Erst jetzt bemerkte sie das auch vor ihr immer noch ein Nightmare stand.
Immer wieder wehrte er Flüche ab die in ihre Richtung gingen, ansonsten hielten sich die Kreaturen aus dem geschehen raus. Sie verstand das nicht.
„Nun Tonks, wie geht es?" Fragte eine Stimme neben ihr, erschrocken wirbelte die Aurorin herum. Instinktiv Griff sie nach ihrem Zauberstab. Doch den hatte sie verloren. Sie entspannte sich als sie erkannte wer da neben ihr aufgetaucht war. Snape.
„Snape was?" Doch der Mann hob die Hand und wandte seine Aufmerksamkeit dem Kampf zu. Obwohl es eigentliche kein Kampf sonder eher ein Gemetzel war. „Es reicht!" Rief er mit lauter Stimme. Die Dämonenritter hielten sofort inne und entfernen sich von den Todessern. Sie bildeten einen Lockere Kreis um die Anhänger des dunklen Lords.
Sie schienen zu warten Tonks sah das einige der Todesser versuchten Portschlüssel zu aktivieren. Doch sie schienen nicht zu funktionieren. „Wer seid ihr rief?" Rief einer der Bastarde. Er konnte die Angst nicht ganz aus seiner Stimme verbannen.
„Sie sind meine Anhänger!" Rief eine grollende Stimme. Alle hielten den Atem an als ein Gigantischer schwarzer Drache vor ihnen Landete. Die Dämonenritter verneigten sich vor dem Majestätischen Lebewesen. Die Todesser zitterten.
Auch Tonks warf dem Drachen ängstliche Blicke zu. Doch Snape sagte ruhig „Keine Angst er gehört zu uns und wird euch nichts tun."
Vor dem Drachen erschienen zwei Personen. Tonks keuchte entsetzt auf als sie die Macht der beiden fühlte. Es war unglaublich…
