14. Eine Nachricht für Dumbledore
Merlin Castle / Wohnzimmer (eins davon)
Harry saß auf der Couch in dem prächtigen Raum und starrte in den Kamin es war jetzt drei Stunden her seit er die Todesser in der Winkelgasse zurückgeschlagen hatte und seine Nachricht an Dumbledore hinterlassen hatte. Ein kaltes Lächeln spielte um seinen Mund als er sich Ereignisse noch einmal ins Gedächtnis rief.
Rückblick
Harry betrachtete angewidert die Todesser die von seinen Rittern in die Enge getrieben worden sind. Wie er es erwartet hatte zitterten die meisten von ihnen vor Angst. /Jämmerliche Feiglinge/ Dachte er. Sein Blick glitt über die Menge und verweilte für wenige Sekunden bei seinen Nightmares die Meadows, O'Brien und Percy schützten. Er war überrascht gewesen das Percy zu den Menschen gehörte die anfingen zu denken. Sein Respekt für den jungen Mann war erheblich gestiegen als Severus ihm das Mitteilte. Harry hatte sich vorgenommen sich noch einmal ausführlich Percy zu unterhalten. Er wollte sicher gehen das der Sinneswandel ehrlich war und nicht nur ein Schachzug. Als er ihn jetzt so da liegen sah glaubte er nicht das solch ein Gespräch noch von Nöten war.
Er seufzte leise und ließ seinen Blick weiter wandern. Er sah Tonks die bei Severus stand und ihn wie die anderen Zauberer auch anstarrte. Der Ausdruck in ihren Augen gefiel ihm nicht sonderlich. Es war eine Mischung aus Angst und Bewunderung. Es war die art von Blick die er nicht leiden konnte. Er hasste es bewundert zu werden, aber damit konnte er umgehen. Doch Angst gefiel ihm noch weniger zumindest bei den Menschen die er als seine Freunde betrachtete. Ein ungeduldiges Schnauben von Aglan holte Harry aus seinen Gedanken. Er war dem Königsdrachen einen amüsierte Blick zu. Man sollte meinen das man in 10000 Jahren lernt Geduld zu haben.
Aglan hatte keine, das wusste Harry. Das glatte Gegenteil war Seras die ruhig an seiner Seite stand. Ihr Blick war auf die Todesser gerichtet. Er warf einen Blick in ihre Augen und konnte nur kalte Berechnung und eine gewisse Vorfreude erkennen. Sie war nicht ungeduldig. Sie war ruhig, wartete auf den Moment um zu explodieren.
Harry gestattete sich ein kleines Lächeln. Er musterte noch einmal die Todesser bevor er sich an Severus und seine Ritter wandte. „Ich danke euch für eure Hilfe meine Freunde. Doch nun geht und erholt euch." Sagte er mit fester Stimme. Die 10 Dämonenritter und Severus verneigten sich leicht in seine Richtung und verschwanden. Tonks warf ihm einen schockierten Blick zu. Harry achtete sich auf sie sondern wand sich den Todessern zu. Sie schienen plötzlich sehr viel mutiger zu werden den einer rief „Wer bist du? Das du es wagst dich dem dunklen Lord zu widersetzen?" Seine Stimme klang überheblich. Aber es war niemand den er kannte. Harry ignorierte den Todesser.
Allerdings schien Aglan andere Pläne zu haben. Eine Stichflamme schoss auf den Todesser zu und verbrannte ihn binnen Sekunden zu Asche. Ein durchdringender Geruch nach verbrannten Fleisch breitete sich in der Gasse aus. Einige der Todesser und auch Tonks würgten. Harry blickte nur kalt in die Runde. „Wer ich bin? Nun ich bin der Feldherr des Blutes! Ich zittere vor keinem dunklen Lord ich fürchte keinen Zauberer der nicht mal zu seinem Namen steht."
Harrys stimme war ruhig und tödlich. Seine Macht breitete sich in Gasse aus und jeder Anwesende außer Harrys vertrauten hielt den Atem an.
Scheinbar nachdenklich kratze Harry sich am Kinn und bewegte sich auf die Todesser zu. Unwillkürlich traten sie zurück. Doch der junge Lord würdigte sie keines Blickes. Fünf der dunklen Zauberer nutzten die Gelegenheit und riefen AVADA KEDAVRA. Die grünen Lichtstrahlen schossen auf Harry zu.
Tonks ah mit geweitete Augen zu wie fünf Todesflüche auf den Mann zuflogen. Doch die Flüche erreichten ihn nicht. Wie aus dem nichts erschien die Frau in der Flugbahn der Flüche und fing diese ab. Sie lachte und stürzte sich auf die Todesser dies gewagt hatten den Mann anzugreifen der sich selbst als den Feldherren des Blutes bezeichnete.
Tonks verlor den Kampf gegen die Übelkeit, wie auch viele der ach so starken Todesser. Sie ließ sich auf die Knie sinken und Erbrach alles was sie heute schon Gegessen hatte. Trotzdem konnte sie ihren Blick einfach nicht von der Vampirin lassen die einen Todesser nach dem anderen in Stücke riss. Sie beschränkte sich nicht auf die Angreifer. Immer mehr Leichen säumten ihren weg. Kein Fluch egal welcher Art schien die Frau aufhalten zu können. Tonks würgte erneut als sie beobachtete wie die Frau einem Todesser genüsslich einen Finger nach dem anderen heraus riss. Es schien Ewigkeiten zu dauern bis sie den Mann erlöste und ihm die Kehle heraus riss.
Sie ließ ihn in seinem Todeskampf liegen und wandte sich dem nächsten Todesser zu. Tonks war sich sicher das die dunklen Zauberer bereits geflohen wären wenn sie gekonnt hätten. Aber sie wurden von dem mächtigen Drachen und einigen neu hinzu gekommenen Realnightmares daran gehindert.
„Geht es wieder Tonks?" Fragte eine ruhige Stimme die ihr vage bekannt vorkam. Sie riss sich von dem Anblick der in Blut getauchten Rachegöttin die unter den Todessern wütete los und blickte auf. Vor ihr stand der Mann mit dem roten Mantel und der Aura die sie beinahe zu erschlagen drohte. Er lächelte leicht und reichte Tonks eine Hand. Zögernd ergriff die Aurorin die Hand und ließ sich auf die Beine ziehen. Immer wieder glitt ihr Blick zurück zu den Todessern. Mittlerweile wanden sich fünf weitere im Todeskampf am Boden.
„Das ist grausam." Hauchte sie mit schwacher Stimme. Auch wenn die Todesser Bastarde waren das hatte sie nicht verdient. Sie zuckte zurück als plötzlich eine Welle des Zorns über sie schwappte. „Grausam? Was denkst du was Birmingham war? Ein nettes Picknick? Ein Freundlicher Besuch?" Tonks zuckte erneut zusammen. Der Fremde hatte recht. „Natürlich nicht, aber…" setzte sie an. Wurde aber sogleich wieder unterbrochen. „Sie tötet gezielt falls es dich beruhigt. Alle die dort sterben waren in Birmingham. Ich war damals nicht schnell genug das passiert nicht noch mal." Fügte er kalt hinzu.
Tonks richtete ihren Blick wieder darauf was die Vampir Frau tat. Jetzt sah sie das sie sich gezielt bestimmte Todesser griff. Zu ihrem eigenen Entsetzen musste sie feststellen das ihr die Verstümmelungen der Todesser plötzlich viel weniger ausmachten. Nein jetzt fand sie es sogar befriedigen die Schweine sterben zu sehen. Sie hatte viele Freunde in Birmingham gehabt.
„Es ist genug Seras." Drang wieder die sanfte Stimme in ihre Gedanken. Überrascht registrierte Tonks das die Vampirfrau sofort aufhörte. Sie ließ den Todesser fallen dem sie das Herz bereits zur hälfte aus der Brust gerissen hatte und kam zu Tonks entsetzen auf die beiden zu. „Spielverderber" grummelte sie. Was den Fremden Mann zum lachen brachte.
„Ihr wurdest gewarnt!" rief er an die noch überlebenden Todesser gewandt. Es waren keine 20 mehr. „Sagt eurem Meister das sein Ende nahe ist. Ich werde seine Existenz auf diesem Planeten bald beenden. Und jeder der dann noch auf seiner Seite steht wird mit ihm Enden." Seine Stimme war bei diesen Worten so kalt das einige Todesser sich in die Hosen machten. Wenn sie es nicht schon bei Seras kleinem Massaker getan hatten.
„Ihr könnte gehen. Wenn euer Meister fragt sagt ihm Azuael hat sich in den Kampf eingemischt. Die grauen Lords sind erwacht und werden sein Ende bedeuten." Mit einer Handbewegung ließ er die Antiportschlüssel und Antiapparierwälle fallen. Tonks starrte den Mann neben sich mit großen Augen an. Das war Azuael/Oh Gott/ Dachte Tonks.
Der graue Lord wandte sich der Leichenblassen Tonks zu. Ein sanftes Lächeln umspielte seine Lippen. Er Griff ihre Hand und führte sie zu seinem Mund. Er hauchte einen leichten Kuss darauf und sagte „Es wird mir ein vergnügen sein sie in meinem Heim Willkommen zu heißen Madam." Er ließ ihre Hand los und sein Blick schweifte über das Schlachtfeld. Einen Moment ruhten seine Augen auf den drei immer noch Bewusstlosen Männern. „Wir sollten das Treffen auf Morgen verschieben. Die Herren brauchen sicher eine Weile um sich zu erholen." Sein Blick glitt wieder zu Tonks und sie auch Madam." Tonks nickte. Sie war im Moment nicht in der Lage etwas zu sagen. Das war eindeutig zu viel. Doch ein Gedanke hatte sich in ihrem Gehirn fest gesetzt /Niemals werde ich mir diesen Mann zum Feind machen/ Als ihr blick auf die Frau an Azuaels Seite viel fügte sie hinzu /und sie bestimmt auch nicht/
Es gab mehrere Apparationsgeräusche. Der Orden des Phönix war aufgetaucht. Tonks wollte zu ihnen eilen. Aber sie wurde von Seras fest gehalten. Sie blickte in diese blauen Augen und verlor sich beinahe darin. Sie hätte sich wahrscheinlich vollständig verloren wenn der Vampir das gewollte hätte. „Sie sollte hier bleiben, es wird da drüben gleich äußerst unangenehm." Sagte sie mit einem Lächeln. Tonks wandte ihren Blick mit Mühe von den strahlenden Augen ab, deren Blick so viel mehr Intensität hatte der die Augen von Sterblichen. Sie beobachtete wie sich Azuael der Gruppe von 12 Ordenskämpfern näherte. Sie fragte sich was sich Dumbledore dabei dachte nur 12 Mitglieder her zu schicken. Das war Wahnsinn. Hier gab es 70 Todesser, die Ordensleute wären einfach nieder gemacht worden. Alle Gedanken an Dumbledore verschwanden vorläufig aus ihrem Kopf als der Lord zu sprechen begann.
„Der Orden des Phönix wie ich annehme?" Fragte der graue Lord sanft. Er blickte den geschockten Ordensmitgliedern kalt lächelnd entgegen. Seine Augen waren absolut Emotionslos.
Es dauerte einige Zeit ehe sich die Ordensmitglieder weit genug gefangen hatte um auf die Frage des Fremden zu reagieren. Sie waren alle geschockt. Sie waren hierher gekommen weil sie von einem Angriff der Todesser erfahren hatte. Doch was sie sahen schockte sie mehr als es die Todesser könnten. Dutzende schrecklich zugerichtete Leichen in Todesserroben verteilten sich auf der Straße. Ein Drache neben dem ein Hornschwanz wie ein Baby gewirkt hätte stand ihnen Gegenüber und jetzt taucht dieser Fremde auf der eine Macht ausstrahlte die sie fast erdrückte.
Mad Eye Moody fand als erster seine Stimme wieder und knurrte „Ja der sind wir und wer sind sie?" Fragte er und hob seinen Zauberstab ein Stück. Der Fremde lächelte leicht. „Mein Name ist Azuael ihr habt eine Botschaft von mir erhalten wenn ich nicht irre." Erwiderte er sanft. Jetzt hoben sich auch die Stäbe der anderen. Charlie Weasley fauchte „Du warst das mit meinem Bruder?" Azuael schüttelte den Kopf. Er wandte den Mitgliedern des Ordens den Rücken zu und schritt Langsam auf den schwarzen Drachen zu. „Nein es war einer meiner Freunde. Du wirst es bald verstehen Charlie." Sagte er milde. Mit einem Lächeln wandte er sich wieder den nun verwirrten Zauberern zu.
„Ihr denkt ihr dient dem Licht? Nun glaubt was ihr wollt." Sein Blick ging Richtung Himmel. „Ich denke es ist Zeit für mich zu gehen. Sagte eurem Anführer, das ich weis was und wer er ist. Ich kenne auch die Geschichte von Harry Potter, Hermine Granger, Ginny Weasley und natürlich Ronald Weasley." Seines Stimme war bei dem letzten Namen gefährlich kalt geworden. Ohne noch ein weiteres Wort zu verlieren löste er sich in nichts auf. Auch Seras verschwand. Der Drache schickte eine Stichflamme über die Köpfe des Ordens. Unwillkürlich duckten sie sich. Dann spannte er seine mächtigen Schwingen und flog mit einem Schauerlichen Brüllen davon
Rückblick Ende
Harry wurde durch ein dezentes Hüsteln in die Realität zurück geholt. Remus hatte das Zimmer betreten, seine Miene sagte Harry das etwas passiert war. Er seufzte und richtete sich ein Stück auf. Er gab dem Werwolf mit einer Geste zu Verstehen das er sich setzen sollte und rief einen der Hauselfen um ihnen etwas zu trinken zu bringen.
„Was ist los Remus?" fragte er sanft und musterte sein Gegenüber. Er konnte die Besorgnis im Blick des Mannes lesen. Remus seufzte leise und sagte „Es sind Hermine und Ginny. Sie schlafen zwar noch doch sie haben panische Angst ich kann es riechen." Harrys Augen weiteten sich ein Stück. Das hatte er nicht mitbekommen. Seine Zauber sollten ihn warnen wenn die beiden Alpträume hatten. Natürlich schoss es ihm durch den Kopf, würden seine Zauber nicht reagieren wenn die beiden nicht Träumten sondern einfach nur Angst hatte. Er trat sich selbst Mental für diese Nachlässigkeit in den Hintern.
„Ich werde zu ihnen gehen. Meine Anwesenheit beruhigt die beiden." Seufzte er und wollte sich erheben. Doch der Werwolf hielt ihn auf. „Du kannst nicht immer bei ihnen sein. Wir müssen eine Lösung finden. Die beiden haben schreckliches erlebt, aber das weiß du wahrscheinlich besser als ich." Harry ließ sich in seinen Sessel zurück gleiten und wartete darauf das der Mann weiter sprach. Er hatte das Gefühl etwas verpasst zu haben.
Nach einer langen Pause begann er erneut zu sprechen „Ich habe darüber nach Gedacht du hast selbst gesagt das du Jahre gebraucht hast um über na ja deine Vergangenheit hinweg zu kommen." Die Augen von Remus füllten sich mit Trauer doch er sprach mit fester Stimme weiter. „Hermine und Ginny haben keine Jahre Harry. So hart es erscheint sie müssen das ganze schneller verarbeiten. Nur werden sie es nicht schaffen und wir können sie nicht in die Vergangenheit schicken wie dich. Zumindest hat mir das Andariel gesagt." Harry nickte. Er hatte schon über das Problem nachgedacht. Er wollte nicht das die beiden Leiden, doch er wusste das sie sich besser früher als später mit dem ‚Problem' auseinander setzten. Er wusste auch das sie keine Jahre Zeit hatten um die nötige Kraft zu sammeln. Leider.
Er verstand aber noch immer nicht worauf Remus hinaus wollte. Diese ganzen Fakten kannte er schon. „Remus was willst du sagen?" Fragte er ihn direkt. Remus schenkte ihm ein leichtes Lächeln wurde aber sofort wieder ernst. „Ich habe wie gesagt mit Andariel gesprochen. Ein sehr guter Gesprächspartner übrigens." Der Lord hob nur eine Augenbraue als Remus erneut vom Thema abkam, der Werwolf seufzte. „Es gibt ein Ritual." Harry richtete sich in seinem Sessel auf und schlug sich mit der Hand gegen die Stirn. „Natürlich das Ritual des geteilten Leids. Verdammt das hatte ich vergessen." Harry umarmte den Verblüfften Remus und richtete sich auf. Er hatte eine Lösung gefunden wie er Ginny und Hermine helfen konnte. Wirklich helfen. Es würde immer noch Schmerzhaft für die beiden Mädchen sein, doch so konnten sie es durchstehen. „Harry du weißt das dieses Ritual dich in den Wahnsinn treiben könnte? Deshalb wollte eigentlich ich es durchführen." Einen Augenblick war es Still im Raum die grünen Augen Harrys trafen auf die braunen von Remus. Ein entschlossenes Funkeln war in Harrys Blick zu sehen. Der Werwolf kannte diesen Blick. Harry würde nicht zulassen das jemand anderes als er selbst das Ritual durchführte. Das war eine von Harry größten stärken und auch gleichzeitig größten Schwächen. Sein Rettet Menschen Tick.
„Ich werde es tun Remus. Nur ich darüber werde ich nicht Diskutieren." Stellte der junge Lord klar. Remus nickte geschlagen. Er hatte einen guten Grund gehabt warum er Harry das Ritual nicht durchführen lassen wollte. Doch das war nun nebensächlich niemand würde den Jungen Mann jetzt noch davon abbringen.
