Es tut uns Leid, dass es so lange gedauert hat, aber es hat ein Missverständniss mit dem Beta gegeben!

WICHTIGE ANMERKUNG: Also, wir haben leider vergessen (tut uns wirklich Leid) euch darauf aufmerksam zu machen, dass diese Geschichte später sexuelle Handlungen beinhaltet. Die Story ist zwar R geratet, aber jetzt sollte es allen klar sein. ;)

Dann vielen Dank an: Choooo, Grizza, ShadeFleece (Schade ^^), Jessy Black, Miss Shirley-Blythe!

Grizza: Also nur kurz ein Hinweis: Wir sind insgesamt drei... ^^ Aber, damit es hier keine weiteren Schwierigkeiten mehr geben sollte, schreiben wir jetzt hin, wer was übersetzt hat! Man merkt ja wohl eh, dass da mehrere Personen am Werk waren...

Ach übrigens Allgemein: Wir haben schon einige Kapitel mehr übersetzt, müssen die aber noch dem Beta Hamzu *wink* schicken, damit er diese auch korrigieren kann. Wir werden deshalb wahrscheinlich alle 2-3 Tage ein Kapitel hochladen. Später wird es dann langsamer vorangehen, da wir alle kaum Zeit haben und die Kapitel an Länge zunehmen!

Jetzt Durin:

Kapitel Drei: Der Vorfall im Zug

Lily schenkte der Hauszuteilung durch den Sprechenden Hut kaum Beachtung. Sie war immer noch verwirrt, dass James Potter es irgendwie geschafft hatte ein Schulsprecherabzeichen zu bekommen.

Ihre Blick schweifte über den Gryffindortisch, streifte flüchtig Weasley William, der gerade ihrem Haus zugeteilt wurde, und verharrte zuletzt bei James. Er sass neben Sirius, wie immer, und beide verfolgten die Zeremonie aufmerksam. Dies überraschte Lily. Sie dachte beide wären in einem tiefen Gespräch über etwas (etwas total Krankes, natürlich). Sie hatten bisher noch nie viel Aufmerksamkeit der Zuteilung geschenkt. Vielleicht war James ja daran seine Pflichten als Schulsprecher ernst zu nehmen?

James drehte sich um, fing ihren Blick auf und grinste. Sie sah schnell weg. Sie wünschte er würde sie nicht anlächeln, auf jeden Fall nicht so. Es ärgerte sie, weil sie es mochte, aber sie wollte doch nichts an James mögen!

Aber als sie ihren Blick von James abwandte, begann sie über den Vorfall im Zug zu denken.

Wie sie herumgetorkelt war, als der Zug langsamer wurde, und in den Bahnhof von Hogsmeade einlief. Wie sie und James im Schulsprecherabteil aufeinander stürzten. Wie sie auf den Sitz fiel und er sie fing als sie auf seinem Schoss landete.

Sie schloss ihre Augen. Denk nicht darüber nach, dachte sie.

Aber natürlich tat sie das. Sie hatte James Potter noch nie berührt, noch nicht ein einziges Mal, aber in diesem Moment fand sie sich auf seinem Schoss sitzend und ihre Arme um seinen Hals geschlungen wieder. Sie wollte gar nicht ihre Arme um seinen Hals schlingen; sie reagierte nur instinktiv, als der Zug stoppte, um ihren Sturz abzufangen. Aber da war sie, auf seinem Schoss sitzend, seinem Gesicht so nah. Sein Atem auf ihrem Gesicht. Seine Lippen - so nah. Und sie fühlte etwas unter ihr als sie sich geringfügig von seinem Schoss abwälzte. Etwas gänzlich männliches. Als sie dies an der Rückseite ihres Oberschenkels fühlte, sprang sie auf, griff nach ihren Sachen und eilte aus dem Abteil. Bis jetzt fühlte sie sich nicht im Stande James anzusehen.

Und sogar jetzt konnte sie ihn nicht richtig anschauen. Die Erinnerung auf seinem Schoss zu sitzen war beinahe angenehm. Sie wollte keine angenehmen Dinge über James fühlen. Sie hasste ihn.

Aber wieso konnte sie nicht aufhören über das Sitzen auf seinem Schoss nachzudenken, über seine eher deutliche Beule in seiner Hose, die gegen ihren Oberschenkel drückte?

Warum konnte sie das wundervolle Kribbeln - in bestimmten Bereichen - nicht vergessen, welches sie bei dem Vorfall im Zug verspürt hatte? Sie errötete wütend und sah auf ihren Teller.

Das Zuteilen endete und das Fest begann. Lily belud abwesend ihren Teller mit einer kleinen Portion Kartoffeln, ein bisschen Hühnchen und einigen grünen Bohnen. Sie wollte gerade einen Biss von den Kartoffeln nehmen als jemand einen Ellbogen in ihre Rippen stiess.

"Was?", sagte sie irritiert, während sie flüchtig auf Clarissa Strobridge, ihre beste Freundin, blickte. "Er tut es schon wieder", sagte Clarissa.

"Wer tut was?", sagte Lily, während sie eine Gabel voller Kartoffeln in ihren Mund steckte.

"James schaut dich an", sagte Clarissa.

"Also?" Lily fühlte eine freundliche, aber sonderbare Helligkeit in ihrem Magen, sie fühlte, eher als sie es sah, wie James' Augen zur ihr herüberspähten.

"Ehrlich Lily", sagte Clarissa, "ich weiss nicht wieso du nicht mit ihm ausgehst. Er ist so bezaubernd und vollkommen verrückt nach dir."

"Er ist aber auch ein Idiot", sagte Lily, nahm einen Schluck Kürbissaft und versuchte auf keinen Fall zu James hinüberzuschauen. Ihn anzusehen würde sie daran erinnern, was früher geschah.

"Lily, es ist Schicksal", sagte ihre andere Freundin, Marianne Bennett, ,,du bist Schulsprecherin und er Schulsprecher? Und er ist kein Idiot. Er ist nur ein bisschen übermütig."

"Und er ist bezaubernd", wiederholte Clarissa untermalend.

"Ach wirklich!", sagte Lily, langsam wütend werdend, "man kann keinen Jungen mögen, nur weil er süss ist."

"Also du denkst, dass er süss ist?", fragte Marianne.

Lily nahm einen Schluck Kürbissaft. "Gut, ja, ich denke er ist süss. Aber ihn nur süss zu finden ist kein Grund mit ihm auszugehen. Nicht wenn alle seine anderen Qualitäten so sehr UNsüss sind."

"Du bist hoffnungslos Lily", sagte Marianne dezidiert. "Ein reizender Junge verehrt dich und du gibst ihm immer einen Korb."

Lily ignorierte Marianne, sie versuchte krampfhaft nicht an James Potter zu denken.

"Sie hat das gleiche mit Sirius Black gemacht, weißt du noch?", sagte Clarissa, sie und Marianne betrachteten Lily mit einem etwas enttäuschtem Blick. "Ehrlich, Potter abzuweisen ist eine Sache, aber Sirius Black? Sie ihn an, er sieht phantastisch aus!"

"Er ist aber auch ein Frauenheld," sagte Lily durch zusammen gebissene Zähne und hoffte ihre zwei besten Freundinnen würden einmal über etwas ANDERES als Jungs reden. Vor allem wenn diese Jungs James Potter und Sirius Black waren. "Wieso zur Hölle würde ein Mädchen mit Sirius ausgehen? Damit sie als ein Strich an seinem Bettpfosten endet?"

"Wieso nicht?", sagte Clarissa, unverschämt grinsend, "wenn er gut in dem ist, wieso nicht? Er kann mit mir alles machen was er will."

"Clarissa!"

"Oh, sei nicht so verklemmt", sagte Clarissa.

"Wirklich", sagte Marianne, betrachtete Lily und drehte sich dann verschwörerisch zu Clarissa um, " man könnte fast denken Lily sei ungeschlechtlich oder so."

Lily wurde leicht rot. "Ich bin nicht", begann sie, dann bemerkte sie, dass sie so laut redete dass die meisten Schüler auf sie aufmerksam wurden. Ihr Blick schweifte über den Tisch und sah James Potter wie er sie interessiert beobachtete. Sie wurde noch röter und glich nun fast einer Tomate, als sie sich wieder Clarissa und Marianne zuwandte. "Ich bin nicht", wiederholte sie, in einem bestimmten flüstern , ,,ungeschlechtlich. Und ich bin nicht bereit dieses Thema am Esstisch zu diskutieren, vielen Dank auch."

Clarissa und Marianne kicherten. Lily wollte weiter essen, aber sie hatte ihren Appetit verloren; weil ihr Magen sich in ihrer Wut drehte. Sie hatte gelernt ihre zwei besten Freunde zu lieben, aber manchmal waren sie wirklich unmöglich. Sie vermutete ihre Meinung über sie selbst war nicht ganz unbegründet. Inmitten aller Mädchen von Hogwarts wusste Lily, dass sie das Ansehen hatte etwas verklemmt zu sein. Sie war nicht verklemmt, nicht wirklich. "Nur weil ich Jungfrau bin, heisst das nicht, dass ich verklemmt bin ", verteidigte sie sich selber in Gedanken. "Ich habe Prinzipien. Ich nehme nicht einfach jeden Jungen der vorbei kommt. Und ich hatte einen Freund letztes Jahr. Wir haben Sachen--getan."

Sie schaute zum Hufflepufftisch und erblickte ihren früheren Freund. Billy MacMillan war ein Schotte mit rötlichem Gesicht, schwarzen Haaren und fahler, sommersprossiger Haut. Er gab einen jungenhafte, standfesten Anblick, die Lily schon immer anziehend gefunden hatte. Sie bekam einen heissen, kribbligen Nacken, als sie sich an die Dinge erinnerte, die sie mit Billy getan hatte. Es war nicht wirklich viel. Viel leidenschaftliches Knutschen und einiges tasten über den Kleidern. Einmal hat sie ihn da unten berühren lassen, über ihrer Robe. Und ein anderes mal hat sie ihn unter ihre Bluse gelassen, um den BH zu öffnen und ihre Brüste zu streicheln. Es war wundervoll und berauschend, aber es hat sie verängstigt und sie hatte ihn gebeten aufzuhören. Wie sie es jedesmal tat. Es gut zu finden verängstigte sie. Über dem war ihr eher wildes Gefühl der persönlichen Würde. Es war ihre Aufgabe, dachte sie, sexuellen Dingen nicht zu erlauben, ihr gutes Urteilsvermögen zu betäuben.

Sie fühlte Zuneigung zu allen Mädchen die mit Sirius schliefen, blind denkend er würde ihnen auch nur einen Gedanken schenken wenn er mit ihnen fertig war. Sie, Lily, war stärker als die.

Und natürlich waren da andere Jungs, ausgenommen von James und Sirius, die sie mochten. Nettere Jungs. Sie hatte ein paar Verabredungen hier und da, aber alle wollten mehr von ihr, physisch, als sie ihnen geben wollte. Sie wurden ausnahmslos ungeduldig und verliessen sie.

Wie Billy es getan hatte.

Es tat weh, so weggeworfen zu werden und sie tröstete sich mit dem Wissen das ihre Selbstachtung (genau wie ihre Jungfräulichkeit) noch intakt war. Konnten die Mädchen die sich selbst Sirius oder James hingegeben hatten von sich dasselbe behaupten? Sicherlich nicht.

Ihr Blick schweifte über die Tische und sie sah James, der sie wieder beobachtete. Sie fragte sich ob die Beule in seinen Hosen immer noch da war...

Hör auf! Dachte sie aufgebracht. Was ist los mit dir?

James grinste sie an. Wie wenn er wüsste, über was sie nachdachte. Ihr Herz klopfte wie wild.

Das Essen endete; Lily ass keinen Pudding. Sie bereitete sich auf die erste Nacht der offiziellen Schulsprecher Pflichten vor. Die Vertrauensschüler würden die neuen und die zurückkehrenden Schüler in ihre Häuser begleiten. Und Lily und James würden sich bei Professor McGonagall für eine komplette Liste ihrer Aufgaben melden.

Lily schielte hinüber zu James, dieser lächelte sie an, immer noch in dieser Art, in der sie meinte, er könne ihre Gedanken lesen. Ihr Hals wurde heiss und sie schaute schnell weg, während sie bestimmt in Richtung Ausgang in den Hauptkorridor eilte.

Dumm, dachte sie. Er kann nicht wissen, was ich gerade gedacht habe, dass gerade sexy Sachen in ihrem Kopf herum schwirrten, dass ich mich gerade gefragt habe was in seinen Hosen los war.

Er erreichte sie im Korridor und packte sie am arm. "Evans, warte", sagte er, sein schiefes Grinsen grinsend.

Sie sammelte sich und betrachtete ihn. Seine Hand hielt sie immer noch am Arm. Es war heiss; ihre Haut begann zu kribbeln. Ihr Magen spielte verrückt. Wie es im Zug war.

"Was?", sagte sie, während sie schnell ihren Arm wegzog. Sie war rot wie eine Tomate.

"Du bist atemberaubend wenn du errötest, weißt du das?", sagte er.

"Oh wirklich", sagte sie mit rollenden Augen, aber sie fühlte eine komische Begeisterung in ihrer Brust, " Ich bin nicht rot:"

"Okay, du bist es nicht", sagte James, "aber du bist immer noch atemberaubend." Er grinste wieder.

Sie fühlte sich angriffslustiger. Sie hasste es wenn er dies tat; wie er mit ihr flirtete und handelte, als wenn sie vor seine Füsse fallen sollte, nur weil er ihr Komplimente machte. Sie wusste, sie sollte nicht wütend werden - das würde sie nur in seine Arme treiben - aber sie konnte sich nicht zurück halten. Es war als würde er an ihr Knöpfe drücken.

"Verflucht Potter", sagte sie wütend, ,, hör auf mit mir zu flirten, wir sollten zu Professor McGonagall gehen."

"Du bist noch schöner, wenn du wütend bist", sagte er, während er einen Schritt näher kam.

"Lass es sein", erwiderte sie wütend.

"Mit was?", fragte James, ,, Ich flirte nicht mit dir Evans. Ich sage nur eine Tatsache. Du bist wunderschön, wenn du wütend bist. Wenn ich dir jetzt sagen würde, ich möge es, wenn du auf meinem Schoss sitztest, das wäre flirten."

Lilys Augen wurden gross und ihr Kiefer klappte nach unten. Gütiger Gott, er war ... er war unverbesserlich! Unmöglich! Völlig unangebracht! Sie würde es ihm heimzahlen.

"Das brauchst du mir nicht zu sagen", sagte sie hochmütig, ,,das Ding, das ich an meinem Bein spürte, als ich auf deinem Schoss sass, hat mir genug gesagt, danke." Und mit diesen Worten lief sie davon.