Hier ist das nächste Kapitel! Sorry, für alle Fehler, aber es musste schnell vor den Ferien noch hochgeladen werden...

Jetzt Durin:

Kapitel Siebzehn: Die Schwierigkeiten mit Schwestern

"Hat er dich schon gefragt, ob du seine Freundin sein willst?", fragte Clarissa, als sie Lilys Haar strählte. Am folgenden Tag sassen sie nach Essenszeit auf Lilys Bett.

"Nicht offiziell", Lily errötete und sagte verteidigend, ,,ich meine, technisch gesehen hatten wir erst fünf Dates."

"Technisch gesehen hast du's ihm aber auch mit deinem Mund serviert.", sagte Clarissa scharf, ,,ich würde sagen, das erhebt dich zum Status der Freundin."

"Clarissa"; sagte Lily und rollte ihre Augen, ,,bei dir klingt es so. billig."

"Sorry", sagte sie, ,,du weißt, ich meine es nicht so. Ich kann's immer noch nicht GLAUBEN, dass du ihm erlaubt hast, dich in der Bibliothek kommen zu lassen, wirklich. Das ist UNARTIG, Lil."

"Ich weiss", sagte Lily und kicherte leicht, aber verstummte, als Clarissa begann ihr Haar zu glätten. Ein Teil von ihr war unruhig. Wieso hatte James es zwischen ihnen NICHT offiziell gemacht? Sie war eher schüchtern und distanzierte sich ein bisschen vom ihm letzte Woche, natürlich, und sein Verhalten gegenüber ihr war nichts besonderes nur respektvoll. Immer noch wünschte sie sich, dass James sie einfach fragen würde. Es würde sie ein bisschen beruhigen.

Clarissa war fast fertig mit Glätten, als es kurz an der Tür klopfte.

"Wer ist's?", rief Lily.

"Ich bin's, Marianne", kam die gedämpfte Stimme von der anderen Seite der Tür.

"Komme", sagte Lily; sie erlaubte kurz Clarissa ihr Haar fertig zu glätten und stand vom Bett auf um die Tür zu öffnen.

Marianne lief an Lily vorbei ohne ihr einen Blick zu schenken und zeigte mit dem Finger auf Clarissa.

"DU!", sagte sie empört.

Clarissa starrte sie an. "Was ich?"

"Wieso hast du mir nichts gesagt, dass du mit Remus Lupin fickst?", schrie Marianne.

Clarissa wurde bleich; Lily schloss schnell die Tür, drehte sich um und sah Clarissa schockiert an.

"Clarissa?", sagte Lily, ,,ist das wahr?"

Clarissas Gesicht wurde von kreidebleich zu rot in einer Sekunde. "Uh, gut. Ja."

"Ich kann's nicht glauben!", sagte Marianne und fing hysterisch an zu kichern, als sie in Lilys Bett sprang, ,,Du und Remus! Wieso hast du uns nichts gesagt?"

"W-wie hast du's rausgefunden?", fragte Clarissa schwächlich.

"Sirius hat mir's gesagt", sagte Marianne.

"Wie hat er's-"

"Er und James haben euch zwei letzte Nacht gesehen, wie ihr auf dem Sofa im Gemeinschaftsraum gebumst habt!"

"OH MEIN GOTT!", schrie Clarissa und versteckte ihr scharlachrotes Gesicht in ihren Händen.

"Er und James haben sie GESEHEN?", keuchte Lily, ,,aber James hat nie etwas zu mir gesagt!"

Clarissa sah auf und gab Marianne einen tötenden Blick. "Das ist weil James EINIGEN Respekt vor der Privatsphäre andere Leute hat! Oh mein Gott. Ich kann nicht glauben, dass Sirius und James sahen-Ich bin so erniedrigt!"

"Oh, komm wieder runter"; sagte Marianne, ,,sie werden nichts sagen, nicht über ihren besten Kumpel. Und wem soll ich's schon erzählen? Mir ist's egal wen du vögelst 'Riss. Was ich wissen will ist nur wie lang das schon vor sich ging."

"Zu allererst", sagte Clarissa erhitzt, ,,Remus und ich 'ficken' nicht nur einfach, okay? Wir sind zusammen ausgegangen. Gestartet hat's über den Sommer."

"Und du hast uns nichts gesagt?", sagte Lily und fühlte sich ein bisschen verletzt über dies.

"Clarissa sah die beiden schuldig an. "Remus...wollte es niemandem sagen. Wegen seinem-" Sie verstummte und keuchte, wie wenn sie es knapp verhindert hatte etwas sehr skandalöses auszuplappern.

"Wegen was?", fragte Marianne.

"Hat dies etwas damit zu tun, dass er die ganze Zeit verschwindet?", sagte Lily, ,,wieso er die ganze Zeit krank ist?"

"Ich musste ihm SCHWÖREN, dass ich's niemandem sage!", sagte Clarissa die Hoffnung verlierend.

"Clarissa", sagte Marianne warnend, ,,wir sind's, vergessen?"

"Oh, in Ordnung", sagte sie jämmerlich, ,,aber wenn ich's euch sage, müsst ihr auf eure Leben schwören, dass ihr's keiner Seele sagt. Ich meine es. Wenn es raus kommt, würde Remus von der Schule geworfen."

"Wow", sagte Marianne, ,,klingt ernst."

"Wenn sie die Wahrheiten wüssten, würden sie's tun!", sagte Clarissa aufgebracht, ,,Gut, Dumbledore nicht, er weiss alles darüber, aber einige andere Lehre vielleicht. Und die Slytherins hätten einen schönen Tag, sie würden alle ihren Eltern schreiben und die Eltern würde dem verdammten Ministerium schreiben und-"

"Clarissa", sagte Marianne scharf, ,,beruhig dich. Atme tief ein."

Clarissa nickte; ihre Augen hatten einen kleinen Film Tränen gebildet. Sie sass mit ihrem Rücken gegen die Kissen auf dem Bett.

"Wir wurden Freunde letztes Jahr", sagte sie, ,,nicht nahe Kumpels oder so, aber genug befreundet. Er. er hat mir manchmal bei meinen Hausaufgaben geholfen. Ihr wisst schon, ich bin ne Null in Zaubertränke und das ist eines seiner besten Fächer. Sowieso, er schrieb mir über den Sommer und ich schrieb zurück und wir haben einfach so angefangen zu schreiben und...und dann hat er mich besucht und...und wir haben uns, uh, verliebt. Denke ich."

"Du liebst ihn?!", keuchte Marianne.

"Jaa", sagte Clarissa, ,,Ich liebe ihn. Und er liebt mich. Jedenfalls hab ich mich schon immer gewundert, wieso er so viel krank ist. Nicht wegen Grippe oder so, sondern...weil er so müde und so ist. Er hat's mir am Schluss der Sommerferien gesagt. Er hatte so Angst, dass ich ausflippen würde. Er hat sogar fast geweint, als er's mir gesagt hatte. Ich meine, ich bin ein bisschen ausgeflippt-jeder würde ausflippen-aber dann habe ich gemerkt, dass es mir egal ist. Ich meine, er ist immer noch die gleiche Person und so."

"Was hat er dir gesagt?", fragte Marianne, ihre Augen waren weit offen und sie blinzelte nicht.

"Er ist ein...", Clarissas verstummte. Sie hustete und versuchte es noch einmal. "Er ist ein...Werwolf."

"NEIN!", keuchten Lily und Marianne beide und beide klappten ihre Hände vor ihre Mäuler.

"Ihr dürft's NIEMANDEM erzählen!", schrie Clarissa und sie weinte nun, ,,ich meine es ernst! Wenn es jemand weiss dann...ihr WISST doch, wie schrecklich Leute sein können über...über Werwölfe.

Er muss es geheim halten. Die einzigen, die darüber wissen, sind die Herumtreiber."

"Sirius hat's mir nie gesagt", sagte Marianne mit Schrecken, ,,Lily, hat James-"

"Nö", sagte Lily.

"Sie hätten's nicht getan", sagte Clarissa, ,,sie haben's niemandem gesagt."

"Aber...aber Clarissa", sagte Lily, ,,Werwölfe sind...sie sind gefährlich. Ich meine, was passiert mit Remus wenn...wohin geht er-"

"Die heulende Hütte", sagte Clarissa, ,,er ging dorthin schon seit er nach Hogwarts kam. Darum haben sie die peitschende Weide dorthin gepflanzt."

"Ich versteh's nicht", sagte Marianne.

"Es gibt einen Geheimgang zur heulenden Hütte", sagte Clarissa, ,,man muss unter der peitschenden Weide durch. Nur weiss man, was passiert wenn man zu nahe kommt. Aber die Herumtreiber wissen wie sie's schaffen. Sie schleichen da jeden Monat raus, wenn Vollmond ist, und nehmen Remus mit, damit er sich...verwandeln kann."

"Das ist also was James meinte", ging Lily ein Licht auf, ,,er hat mir gesagt, er ginge dort oft mit Sirius, Remus und Peter hin. Ich dachte sie besaufen sich mit Feuerwhiskey oder so."

"Aber...aber wie können sie bei ihm bleiben wenn er sich verwandelt?!", schrie Marianne, ,,das ist nicht böse gemeint, Clarissa, aber Lily hat Recht. Werwölfe sind gefährlich. Sie greifen die ganze Zeit Menschen an-"

"Ich weiss!", sagte Clarissa wütend, ,,schon gut, ich weiss es! Denkst du es ist einfach für Remus zu wissen, dass er jeden Monat gefährlich ist?"

"Sorry", sagte Marianne, errötete und starrte ihre Füsse an.

"Sieh ein, Clarissa, Marianne...hat ein Argument.", sagte Lily und hatte plötzlich Angst, wegen dieser ganzen Situation. Nicht nur um Clarissa und Remus, sondern auch um James. Was dachte sich James nur dabei, mit einem Werwolf herumzuhängen wenn er sich verwandelt hat?"

"Yeah, na gut, Werwölfe sind nicht so gefährlich zu anderen Tieren", sagte Clarissa, ,,Wenn er mit anderen Tieren zusammen ist, bleibt Remus relativ ruhig."

"Willst du damit sagen, dass die Herumtreiber einige Einhörner greifen, bevor sie in die heulende Hütte gehen?", sagte Marianne ungläubig.

"Marianne", sagte Lily durch zusammen gebissenen Zähnen.

"Nein", sagte Clarissa, ,,es ist nur passiert, dass die anderen Herumtreiber...Animagi wurden."

"WAS?", keuchten Lily und Marianne zusammen.

"Wart ne Minute", sagte Marianne, ,,Sirius hat mir das NIE gesagt."

"Wegen dem gleichen Grund, warum er dir nicht von Remus erzählt hat!", sagte Clarissa.

"Aber...aber..." sagte Lily verblüfft und nahm es James übel, dass er ihr nie etwas davon gesagt hat, war aber trotzdem beeindruckt, ,,Animagi müssen beim Ministerium der Magie registriert sein."

"Das weiss ich", sagte Clarissa, ,,sie sind nicht registriert. Versteht ihr's nicht? Sie brechen eine Quadrillionen Regeln und Gesetze nur um Remus zu schützen. Sie machen es seit dem fünften Jahr. Es ist die einzige Möglichkeit, um Remus abzuhalten...abzuhalten sich selbst zu verletzen."

"Oh mein Gott", sagte Lily.

Clarissa begann wieder zu weinen. "Das ist so schrecklich", sagte sie weinend, ,,Remus verletzt sich selber wenn er...ich wisst schon. Bevor die Herumtreiber wussten, wie sie sich in Tiere verwandeln, war er eingesperrt alleine in der Hütte und hat sich nur selber verletzt."

"Das ist ja fürchterlich!", sagte Marianne, ,,mein Gott Clarissa."

"Du hast gesagt, Dumbledore hätte immer über Remus Zustand gewusst", sagte Lily, ,,Was sagt er über drei Schüler, die illegale Animagi sind?"

"Nicht einmal Dumbledore weiss es", sagte Clarissa, ,,und ihr dürfts niemandem verraten. Ich meine es! Alle würden von der Schule geschmissen und vielleicht verhaftet."

"Armer Remus", sagte Marianne und lehnte sich schwer zurück auf die Kissen, ,,Ich hätte es nie..wow."

"Ich versteh aber immer noch nicht, wieso Remus niemandem über euch zwei erzählen wollte", sagte Lily.

"Er versucht mich zu schützen"; sagte Clarissa, ,,das ist alles."

"Hab's verstanden", sagte Marianne, ,,wow, 'Riss. Ich meine..."

"Seht, mich stört es nicht ob er es billigt oder nicht"; sagte Clarissa, ihre Stimme wie Stahl, ,,ich liebe Remus und er liebt mich und so ist es nun mal. Aber ihr müsst schwören, es niemandem zu-"

"Wir werden's niemandem erzählen, schwören wir", sagte Lily eisern und sah Marianne eindringlich an.

"Wir schwören", fügte Marianne hinzu.

"Bist du okay Lil?"

Lily sah von ihrer Kräuterkunde Hausaufgabe auf, um James sie anstarren zusehen. Sie waren im leeren Gemeinschaftsraum an einem Sonntag Nachmittag; sie hatten geplant auf ein Date zu gehen, aber das Wetter wurde schlecht und sie mussten im Schloss bleibe. Die anderen Gryffindors schienen alle entschieden zu haben sich in der Bibliothek oder in verlassenen Schulzimmer versammelt zu haben, um Sprüche und Zauber zu üben. Lily und James haben sich darauf geeinigt Aufgaben zu machen und beschlossen dies zuerst zu machen, dann wollten sie spazieren gehen.

Lily blickte James für einen kurzen Moment in die Augen, blickte dann auf ihre Füsse. Sie war immer noch geschockt. James war ein Animagus. Es war unglaublich, wirklich. Sie hatte immer gewusst, dass er ein viel geschickterer Zauberer war, als seine Lerngewohnheiten suggerierten, aber sie hatte nie geglaubt, dass er so eine Schwierige Magie meistern konnte. Umso mehr unfassbar ist, dass er es mit fünfzehn Jahren gemacht hat. Sie hatte noch NIE davon gehört. In welches Tier verwandelt er sich wohl?, fragte sie sich.

Noch wichtiger war die Tatsache, dass er ein unregistrierter Animagus war, und dies war hoch illegal. Vor einem Jahr hätte sie ihn noch ohne mit der Wimper zu zucken verpetzt, aber jetzt...verstand sie ihn. Es nervte sie immer noch. Hatte er schon immer so Risiko auf sich genommen? Wenn er gefangen wird, würde er nach Askaban gesteckt. Sie hatte gleich, nachdem Clarissa ihr über Remus erzählte hatte, vorgenommen nichts über sein Geheimnis zu sagen. Zu niemandem. Aber auf der anderen Seite wollte sie, dass er es ihr sagte. Sie wollte, dass er ihr vertraut.

"Mir geht's gut", sagte sie und lächelte ihn schwächlich an, ,,ich hab nur gewünscht, ich hätte nicht so viel Hausaufgaben. Du weißt schon."

"Ja, weiss ich", sagte James, lächelte sie an und berührte mit der Spitze seiner Feder liebevoll ihre Nasenspitze, ,,aber du scheinst nicht viel Fortschritte zu machen", fügte er hinzu, während er in Richtung ihres leeren Pergamentes nickte. Sie sah runter und sah, dass sie in der Tat nur zwei Linien geschrieben hatte.

"Ja, gut", sagte sie, ,,ich habe...ein Menge zum Nachdenken."

"Hast du?", fragte er, "zum Beispiel?"

Sie schluckte. Sie war sich nicht sicher, ob sie nun sprechen wollte, aber er war ziemlich gut geworden ihre Launen zu erkennen.

"James", sagte sie langsam, während sie ihre Feder ablegte (sie hatte es vorbereitet, aber es war nicht genau das gleiche). "Gibt es da irgendetwas, dass du...mir gerne sagen möchtest?"

James gab ihr einen verwunderten Blick, aber irgendetwas flammte in seinen Augen auf. Schuldgefühle? Angst?

"Nein", sagte er nach einem Moment, ,,nichts."

"Okay", sagte er und spürte einen Schmerz in ihrer Brust. Wieso sagte er es ihr nicht? Er konnte ihr nun sicherlich trauen. Sie nahm ihre Feder, fühlte sich deprimiert und drehte ihre Aufmerksamkeit zurück zu ihrer sehr unfertigen Kräuteraufgabe.

"Lil"; sagte James, ,,eigentlich, uh, gibt es da etwas, was ich dich gerne fragen würde."

Lily schaute auf und spürte Vorfreude aufkommen.

"Ja?"

"Zwei Dinge, eigentlich", sagte er, ,, uh, du weißt schon, der Weihnachtsball nähert sich und, uh, ich dachte...ja, du und ich sollten zusammen gehen."

"Oh", sagte sie, ihre Freude schwand, aber sie lächelte, ,,natürlich. Würde ich liebend gerne."

"Gut", sagte er, aber sah immer noch sehr nervös aus.

"Und?", fragte sie nach.

"Was?"

"Das andere", sagte sie zärtlich, ,,was du mich fragen wolltest."

"Oh, richtig", sagte er und schluckte hart. Er setzte seine Zaubertrankaufgaben auf dem Tisch ab und rutschte näher zu ihr auf dem Sofa, ,,Uh...Lily."

"Ja?", frag mich, frag mich. Bitte.

"Also, uh, du ich ich waren, uh, gut, wir sind nun einige Male ausgegangen, ,,sagte er ungeschickt.

"Drei", sagte Lily.

"Yeah, drei Monate", sagte James und sein Gesicht wurde rot, ,,und, wir waren...uh, gut...es lief phantastisch zwischen uns. Ich meine...unsere Dates und...das andere Zeugs...und, zu Hölle, sogar unsere Rundgänge waren gar nicht mal so schlecht. Aber ich dacht...du weißt schon...vielleicht ist es Zeit..." Er verstummte.

"Ja?", wiederholte sie. Frag mich verdammt!

"Willst du meine Freundin sein?", sagte er, so schnell und so leise, dass sie ihn fast nicht verstand. Sie konnte nicht widerstehen, dies ein bisschen schwieriger für ihn zu machen.

"Was?"

James gab eine Art nervöses Seufzen von sich und sagte es nochmals, diesmal lauter und langsamer, ,,Sei meine Freundin." Es war nicht länger eine Frage.

Sie starrte ihn für einen Moment an, als ob sie sein Gesicht studierte. Er sah so unglaublich nervös aus. So unglaublich süss. Und er hatte sie gefragt. Was für eine andere Antworte konnte es geben? Sie lächelte.

"In Ordnung", sagte sie.

James liess einen grossen Seufzer der Erleichterung heraus und grinste. "Wow. Das ist...das ist super Lil."

"Ich bin froh, dass du mich gefragt hast", sagte sie, ihr Lächeln wurde ein bisschen schüchtern, ,,Also heisst das...du bist mein Freund?"

"Yeah", sagte James und rutschte näher zu ihr, ,,ich nehme es an oder?"

"Wie das klingt mag ich ziemlich", sagte Lily und rutschte näher zu ihm.

Er lächelte in einer sexy Art, als er seine Arme um ihre Taille schlang und sie zu sich zog. "Lily", flüsterte er, ,, meine Freundin Lil." Er beugte sich zu ihr hinunter und küsste sie langsam, streichelte mit seiner Zunge ihre. Lily vergass alles andere.

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Am folgenden Wochenende spielte Gryffindor Quidditch gegen Hufflepuff und gewann, mit großem Verdanken von James brillantes Fliegen und Punkten. Lily, die nie ein grosser Quidditch Fan war, war nichts desto trotz sehr beeindruckt von James großem Geschick und als sie ihn fliegen sah, konnte sie es nicht lassen zu Clarissa und Marianne hinüber zu lehnen und zu sagen: "Das ist mein Freund." Und alle kicherten.

Nach dem Spiel strömten die Gryffindors triumphierend zurück zum Gemeinschafts Raum, wo eine spontane Party begann. Lily schaffte es, James zu schnappen, kurz bevor sie zurück nach innen ging, und gratulierte ihm; er lief zu den Umkleideräumen um sich zu duschen und sagte ihr, er würde sie drinnen treffen. Sie betrat das Schloss mit einem sehr guten Gefühl und beschloss ihren schweren Mantel in ihr Zimmer zu bringen, bevor sie zur Party ging.

Sie betrat ihr Zimmer und warf ihren Mantel unvorsichtig auf ihren Stuhl und hörte ein Klopfen an ihrem Fenster. Sie sah auf.

"Nimue", sagte sie leise und öffnete das Fenster um die braune Eule-und einen kalten Windhauch--herein fliegen zu lassen.

"Was hast du diesmal für mich, Mädchen?", fragte sie, als sie die Briefe in Nimues Schnabel sah. Sie nahm ihr die Briefe ab und streichelte Nimue, runzelte dann aber die Stirn.

Die Briefe waren offensichtlich an sie adressiert. Der erste Brief hatte nur drei Wörter "Lily Evans, Hogwarts" darauf. Die Handschrift kannte sie.

Sie riss den Umschlag des ersten Briefes auf und las ihn.

Lilian,

ich heirate am 1. April nächstes Jahr. Sein Name ist Vernon Dursley. Ich habe ihm von DIR erzählt, was für eine VERRÜCKTE du bist, aber ich dachte, ehrlich mit ihm zu sein wäre das Beste. Überflüssig zu sagen, dass Vernon nicht glücklich darüber war, deine richtige Natur kennen zu lernen, aber als verstehender und liebender Mann hat er akzeptiert, dass ich keine Wahl habe mit wem ich verwandt bin.

Das Problem ist, dass Mutter und Vater nichts für die Hochzeit zahlen wollen. Sie mögen Vernon nicht, weil er NORMAL ist. Sie mögen ihn nicht, weil er die perfekte, kleine Lily, die freakige Hexe, missbilligt. Sie kommen nicht einmal zur Hochzeit und das ist alles dein Fehler! Ich hoffe du bist glücklich. Ich danke dir, dass mein Daddy mich nicht zum Traualtar geleiten wird. Er sagte mir, er würde eher Dung essen, als mich zu diesem "großlatschigem Flegel eines Bastards" zu herzugeben. DAS IST ALLES DEIN FEHLER.

Denk nicht mal dran zu meiner Hochzeit zu kommen. Bemühe dich nicht mir ein Geschenk zu schicken. Ich will nicht mal Glückwünsche von dir. Ich schreibe dir nur um dich wissen zu lassen, dass ich von diesem Moment an nie mehr mich dir sprechen werde. Ich werde Vernons Familie sicherlich nichts über deine wirkliche Natur sagen; es ist erniedrigend.

Wieso musstest du so ein FREAK werden? Wenn du nur normal geblieben wärst, wäre es vielleicht besser zwischen uns gelaufen. So wie es ist, würde ICH lieber Dung essen, als mir dir Umgang zu haben.

Auf Nimmerwiedersehen.

Petunia

Lily las den Brief zweimal durch, ihre Adern entbrannten vor Wut. Wut und rechtschaffene Empörung.

Also schnitt sich Petunia nun ganz von ihr ab? SUPER. Lass sie doch, dachte Lily wild. Lass sie nur gehen und diesen Depp von Dursley heiraten, der wahrscheinlich potthäßlich und dumm und rüde und der sie schlussendlich wie Dreck behandelte. Lass sie doch in einem langweiligem Haus mit einer langweiligen, perfekten Einrichtung und einem langweiligen, perfektem Auto und einer langweiligen, perfekten Bande von Idioten wohnen.

Lily las den Brief ein drittes Mal und spürte wie sich die Wut in einen schmerzlichen Stich ins Herz und Abweisung änderte. Dies war der einzige Brief, den ihr Petunia je geschrieben hatte, während sie in Hogwarts war. Und es war ein Brief voller Gift und Hass. Als sie den Brief ein viertes Mal las, konnte sie Petunia hören, wie sie diese Wörter ihr anschrie und sie beschuldigte den Riss zwischen ihr und ihren Eltern verursacht zu haben.

Lily unterdrückte plötzliche Tränen und öffnete den zweiten Brief.

Liebste Lily,

dein Vater und ich schreiben dir um dich wissen zu lassen, dass wir uns mit Petunia verkracht haben. Ein so harter, dass wir fürchten, sie habe unsere ganze Beziehung beendet.

Das kommt mit ihrer Wahl diesen Vernon Dursley zu heiraten, ein Mann der, unser Meinung nach, ein Proletarier und unter ihrem Niveau ist. Leider besitzt Vernon die gleichen, engstirnigen Ansichten wie deine Schwester und dein Vater und ich finden, dass ihre Verlobung inakzeptabel ist. Wie auch immer, Petunia ist nun eine erwachsene Frau, wir können und wollen ihre Entscheidungen nicht anfechten.

Wir werden nicht zu Hochzeit gehen, welche auf den 1.April nächstes Jahr angesetzt ist. Petunia ist aus unserem Haus ausgezogen und bleibt bei Dursleys Eltern. Es hat uns sehr geschmerzt, unsere älteste Tochter zu verlieren.

Bitte verstehe, dass dies nicht dein Fehler ist (kein Zweifel, Petunia wird dich beschuldigen). Wir versuchten euch beide mit einer Art von Mitgefühl und Toleranz aufzuziehen und wir wissen, du hast dir diese Lektionen ans Herz genommen. Ich werde nie verstehen, warum Petunia nicht. Ich kann nicht helfen, aber ich denke sie war schon immer neidisch auf deine speziellen Fähigkeiten.

Ja, richtig, dachte Lily bitterlich. Sie ist so neidisch auf mich, weil ich eine Hexe bin, dass sie mich jede Minute Freak nennt.

Egal was passiert, du weißt, dass wir so stolz auf dich sind und dass wir dich lieben und dass wir uns mit Petunia gestritten haben, was sich jetzt nicht mehr ändern wird. Wir werden Petunia immer lieben und hoffen, dass ihr jemals ein Lichtlein aufgeht und die Fehler ihres Weges erkennt.

Wir lieben dich für immer,

Mum und Dad

Die Tränen, die hinter Lily Augenlieder brannten, fielen nun herab. VERDAMMT. Wieso war Petunia so voller Hass? Jetzt hatte sie sich völlig von ihren Eltern abgespalten und beschuldigte sie daran Schuld zu sein. Lily begann bitterlich zu weinen. Sie konnte NICHTS dafür, wer sie war, niemand, außer Petunia, konnte etwas dafür, ohne Magie in den Adern geboren zu sein. Verstand Petunia etwa nicht, dass Hogwarts, die ganze magische Welt war wohin Lily gehörte? Wieso konnte sie es nicht akzeptieren? War Lily SO anders, so freakisch anders als die anderen?

Alles fing an, als Lily den Brief bekam. Sie und Petunia waren sich einst ziemlich nahe. Als kleine Mädchen. Petunia war drei Jahre älter, aber war immer die beschützende, große Schwester. Bis der Brief kam. Zuerst distanzierte sich Petunia nur, später sank sie tiefer zu regelrechtem Hass. Lily hatte ihren Eltern nie gesagt, was für schreckliche Streite sie und Petunia hatten, wenn sie nicht Zuhause waren; sie hatten immer eine gewisse Zivilisiertheit beibehalten, wenn Mr. und Mrs. Evans herum waren. Lily fühlte, wie sich ihre Brust zerriss.

Meine eigene Schwester hasst mich, dachte sie. Nur weil ich eine Hexe bin.

Die Wut kam zurück. Na gut, dann, kann sie mich doch am Arsch lecken! Dachte sie wild und strich sich Tränen vom Gesicht. Verfluchte, dumme, behinderte NUTTE! Lily konnte sich nicht daran erinnern, jemals so wütend gewesen zu sein. Also beschuldigte Petunia nun SIE, Lily, dass sie die Familie auseinandergebrochen habe?

Das denke ich nicht, sagte Lily. Es ist IHR verdammter Fehler. Ich bin was ich bin. Ich war nie gemein zu Petunia, weil sie ein Muggel war. Aber sie muss ja unbedingt kommen und mich beschuldigen. Na gut. Diese verdammte Kuh.

Ein Klopfen an ihrer Tür unterbrach ihre Gedanken. Sie verstaute die Briefe hastig in ihrer Schublade.

"Lil, kommst du zur Party oder nicht?" Es war James.

"Ich komme!", rief sie. Sie betrachtete ihr Gesicht für einen kurzen Moment; ihre Augen waren ein bisschen glasig und rot vom Weinen; sie nahm ihren Zauberstab und schwang ihn und das rote in ihren Augen verschwand.

Sie öffnete die Tür und trat hinaus. James war frisch geduscht; sein Haar war immer noch feucht und klebten überall zusammen. Er duftete göttlich. Sie spürte Tränen hinter ihren Augenliedern brennen.

"Alles in Ordnung Lil?", fragte er.

"Mir geht's gut", sagte sie und küsste ihn schnell auf die Lippen, ,,lass uns zur Party gehen, sollen wir?"

"Richtig", sagte er, grinste sie an und bot ihr den Arm an. Sie schlenderten zusammen die Halle hinunter und betraten den Gryffindor Gemeinschaftsraum, wo die Party schon in vollem Gang war. Reichlich Flaschen Butterbier waren überall verstreut; Lily sah Marianne und Clarissa in einer Ecke mit Remus und Sirius sitzen. Peter sprach mit einem scheu aussehenden Gesicht auf der anderen Seite des Raumes. Lily bemerkte, dass Sirius und Remus große Krüge schäumendes Butterbier in den Händen hielten, aber dass Sirius noch eine kleine, silberne Flasche in der anderen Hand hielt und offensichtlich etwas ins Butterbier tat. Marianne und Clarissa hielten ihre Krüge hin und Sirius tröpfelte ein bisschen von diesem Saft in ihre Getränke. "Lily, bist du sicher, dass es dir gut geht?", fragte James, ,,du siehst aus, wie wenn du etwas übel nimmst."

"Mischt sich Sirius etwas ins Butterbier?", fragte Lily, ihre Augen weit offen.

"Natürlich"; sagte James, ,,du wirst ihn nicht melden, oder?"

"Nein", sagte Lily, nahm James Hand und ging durch den Raum. Sie griff sich einen Krug und eine Flasche Butterbier vom Kaffetisch und marschierte gerade aus auf ihre zwei besten Freunde und Sirius und Remus zu, James nah hinter ihr.

"Hi", sagte sie und gab Sirius einen wissenden Blick

"Ah, du wirst mir doch kein Nachsitzen aufbrummen, oder Evans?", sagte Sirius und grinste spitzbübisch, als er einen grossen Schluck des Butterbier-Gemischs nahm.

Lily pausierte. Sollte sie es tun? Sie hatte noch nie in ihrem Leben Alkohol angefasst. Aber sie fühlte sich wütend. und rebellisch. und verletzt. und bestürzt. Clarissa und Marianne sahen beschwipst und glücklich aus. Lily wollte beschwipst und glücklich sein.

"Ich werde dich nicht melden", sagte sie und schielte auf James, ,,wenn du ein bisschen davon, was in dieser kleinen Flasche ist, mit mir teilst."

Sirius, Marianne, Clarissa und Remus lachten alle laut los.

"Whoa!", sagte Sirius, ,,Klingt wie wenn die Schulsprecherin ein bisschen nachgibt."

Lily starrte regelrecht, als sie sich Butterbier in ihren Krug einschenkte. "Ja, ja, wie auch immer. Tröpfel' nur ein bisschen von diesem Zeugs hinein, würdest du?"

"Lily, bist du sicher, dass du das willst?", fragte James in einer tiefen Stimme, lehnte näher zu ihr. Er sah eher beunruhigt aus.

"Wieso nicht?", sagte Lily, täuschte ein kleines Lächeln vor, ,,ich wollte es schon immer mal ausprobieren."

"Also gut", sagte James, ,,aber übernimm dich nicht. Feuerwhiskey ist ein starkes Zeug."

"Werde ich", sagte Lily, als Sirius einige Tropfen in ihren Krug tröpfeln ließ.

*-*-*

Zu den Reviews (lief schon besser...):

Choooo: Danke (hab keine Ahnung weshalb FF.net das macht...)

gereon: Tja, des einen Freud des andern Leid ;)

Jessy: Dann is ja gut ^^ Geniess deine Zeit in Ungarn!

Soulsister*3000: Wir bestimmt net :P Weiss net wie s mit dem Spiel weitergeht...

san sebastian: Danke ^^

Sailam: Dann is ja gut!



Wir werden jetzt längere Zeit nix mehr updaten, weil wir in den 2 Woche Ferien keinen Comp haben und da wir Kap. 18 noch nicht fertig haben!