Soo, meine Wenigkeit hat die Geduld mit unseren drei Übersetzern verloren und da ich Thorin mehrmals in den Arsch treten musste (nicht, dass ich das gerne tue -blinzel-) und selbst das nichts bewirkt hat (-scowl-), habe ich mich selbst ans Übersetzen des Restes gemacht. Mit Erlaubnis natürlich :P
Und das Beste: Die Fanfiction ist jetzt zu Ende übersetzt. -grins- Habe es aber in neun Kapitel inklusive Epilog aufgeteilt.
Liebe Grüße
DiamondOfOcean
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Kapitel 19 - Tatsächlich Liebe?
"James... hast du... Ich meine... wir haben doch nicht..."
„Nein", stellte James klar. „Nein. Ich habe dich nur hierher zurückgebracht. Ich fürchte, du warst nicht in dem richtigen Zustand, um noch viel anzustellen."
„Habe ich mich komplett lächerlich gemacht?", fragte sie unglücklich. „Ich wette, das habe ich. Gott, ich bin Schulsprecherin!"
"Es ist okay, Lil", sagte James grinsend. „Du hast nur etwas zu viel getrunken, das ist alles. Das passiert den Besten von uns."
„Bist du sicher?"
„Ich bin mir sicher", versicherte er ihr.
Sie lächelte, um sich zu beruhigen, aber dann nahmen ihre Augen einen verwirrten Ausdruck an. „Sag schon", fragte sie. „Wie bist du hier reingekommen? Du kennst mein Passwort doch gar nicht."
„Eigentlich schon", gestand er verlegen. „Ich habe es zufällig mal mitgehört."
„Oh", murmelte sie. „Wie... wie kommt es, dass du nie... ich meine..."
„Warum ich nie um zwei Uhr nachts in dein Zimmer geplatzt bin, um eine Knutschsitzung einzufordern?", sagte James grinsend. „Weil das hier dein Zimmer ist, Lil. Ich dringe nicht in das Zimmer meiner Freundin ein, wenn sie mich nicht eingeladen hat. Es sei denn sie war zu betrunken, um alleine zu stehen."
„Ich war zu betrunken zum Stehen?", entsetzte sie sich.
„Allerdings", stimmte er zu.
„Und... und du hast mich hierher gebracht", sagte sie langsam, „und auf mich aufgepasst?"
James errötete. "Nun... ja. Ich meine, du warst in einer schlechten Verfassung. Du warst krank und, äh, hast geweint. Jemand musste doch sichergehen, dass du die Nacht an einem Stück überlebst."
„Du bliebst... die ganze Nacht bei mir?", wollte sie wissen.
„Ja", erwiderte er. „Du weißt schon, für den Fall... für den Fall, dass du etwas brauchen solltest."
Ihre Augen wanderten zu ihrem Schreibtisch. „Und du hast an meinem Tisch geschlafen?", sagte sie und klang ein bisschen erstaunt.
„Äh, ja", meinte er. „Ist zwar nicht der bequemste Ort, um zu schlafen, aber das ging schon in Ordnung."
„Oh", sagte sie und errötete. „Warum... hast du nicht, ähm, neben mir geschlafen?"
Er errötete erneut. „Ich wollte nichts riskieren", nuschelte er und blickte dabei nach unten.
„Oh", wiederholte sie sich, ihre Stimme war sehr sanft. „James."
Er sah auf. Ihr Haar war unordentlich, ihre Augen müde und blutunterlaufen, ihre Kleidung zerknittert. Sie sah wundervoll aus.
"Ja?"
"Danke", sagte sie, streckte ihre Hand aus und legte sie auf die seine. „Dass du auch mich aufgepasst hast."
„Versteht sich von selbst", lächelte er. „Hör mal, es tut mir wirklich Leid. Das mit... das mit deiner Schwester."
Sie blinzelte und nickte. „Ja, nun... kann man nicht ändern."
„Sie ist verrückt, du weißt schon, deine Schwester", sagte er und nahm ihre andere Hand in seine. „Ich denke... du bist wundervoll."
Sie lächelte und ihr Gesicht lief abermals rot an. „So wundervoll, dass ich meinen Kummer in Feuerwhiskey ertränken muss", spöttelte sie verlegen. „Ich muss furchtbar aussehen."
„Du siehst prächtig aus", sagte er grinsend.
„Ich fühle mich wie... wie ausgekotzt", ächzte.
„Dann sei froh, dass Sonntag ist", sagte er. „Du kannst den ganzen Tag im Bett bleiben und gesund werden."
„Nein, kann ich nicht", entgegnete sie. „Ich sollte wirklich aufstehen. Ich habe noch so viel zu erledigen..." Sie setzte sich auf und hielt dann ihren Kopf auf die Hände gestützt. Ihr Gesicht verfärbte sich leicht grünlich. „Oh Gott", stöhnte sie.
"Lass mich raten", sagte er mitfühlend. „Der Raum dreht sich."
„Ja", jammerte sie betrübt. „Ich trinke nie wieder!"
James lachte. "Das sagen sie alle."
„Ja, nun, ich meine es aber auch so", beharrte sie und schluckte hart. Die grüne Verfärbung in ihrem Gesicht schwand. Sie sah ihn an und lächelte.
Er schluckte schwer. Er musste sie fragen.
"Lil", sagte er langsam. "Erinnerst du dich... an irgendetwas von letzter Nacht?"
„Warum?", fragte sie. „Habe ich etwas Dummen getan? Bitte sag es mir!"
"Nein, ich schwöre, das hast du nicht", beteuerte er. „Ich habe... mich nur gefragt, ob du dich an etwas erinnerst. Das ist alles."
Sie runzelte die Stirn und blickte nach unten. „Nein", sagte sie. „Ich erinnere mich nicht einmal daran, die Party verlassen zu haben. Ist das nicht entsetzlich?"
James schüttelte den Kopf, „Nein, ist es nicht", meinte er und zwang sich zu einem Lächeln. „Aber lass dir das eine Lehre sein, Schatz. Lass dir Zeit mit dem Feuerwhiskey."
"Wie ich schon sagte, nie wieder", sagte sie. Er lachte und umarmte sie, dankbar, dass sie den Abend mit nichts als einem Kater überstanden hatte. Es würde ihr schon wieder besser gehen.
Aber eine kleine nörgelnde Stimme in seinem Herzen schmerzte bei der Erkenntnis, dass sie sich nicht daran erinnerte, ihm gesagt zu haben, dass sie ihn liebte.
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„Ist alles in Ordnung mit dir, Lil?"
Clarissa musterte Lily durch verengte Augen. Am Samstagabend saßen sie in ihrem Zimmer und lernten angeblich. Lily einmal ausgenommen, denn diese starrte die Wand seit fünf Minuten an.
„Hallo", rief Clarissa. „Erde an Evans? Bist du anwesend?"
„Was?", sagte Lily und schrak aus ihrer Träumerei auf. „Oh, ja. Entschuldigung."
"Was ist los, Lily?", fragte Clarissa, rollte ihren Zauberkunstaufsatz zusammen und versiegelte ihn mit einem Antippen ihres Zauberstabes. „Du wirkst schon die ganze Woche so besorgt. Stimmt etwas mit dir und James nicht?"
"Nein", dementierte sie leise. "Nein, mit James ist alles wunderbar. Es ist nur..."
Einen Moment herrschte Stille, dann sprach Clarissa sanft: „Es ist nur... was?"
„Ich glaube... ich habe mich in ihn verliebt", sagte Lily langsam und zu ihrem Entsetzen wuchs ein Kloß in ihrem Hals. Sie schluckte ihn runter.
„Das ist ein schönes Gefühl, nicht wahr?", lächelte Clarissa.
„Glaube schon", antwortete Lily. „Ich meine... das wäre es, wenn ich wüsste, dass er genauso fühlt. Er hat es mir nie wirklich gesagt oder etwas in der Art. Warum sagt er es mir denn nicht?"
„Weil er ein Kerl ist und Kerle arbeiteten schon immer daran, diese Gefühlsduselei aus ihren Köpfen zu verbannen", sagte Clarissa. „Nehmen wir mal Remus: Es vergingen Monate, bis es aus ihm herausgeplatzt ist. In dieser Angelegenheit sind Kerle lustig. Besonders diese Kerle. Ich meine, nichts kann sie erschrecken, oder? Sie brechen die ganze Zeit Regeln und machen gefährliche Sachen und überhaupt, aber wenn sie mit einem Mädchen über emotionale Dinge sprechen müssen, geraten sie in Panik, oder?"
„Das ist etwas anderes", sagte Lily. „Warum hat James mir noch nichts erzählt? Du weißt schon, über die ganze Sache mit Remus."
„Er wird es dir schon noch sagen", versicherte Clarissa ihr. „Er braucht nur Zeit, das ist alles."
„Wir sind beinahe vier Monate zusammen", sagte Lily leicht gereizt. „Langsam sollte er mir wirklich vertrauen."
„Wenn ich du wäre, würde ich mir eher darum Sorgen machen, warum dieser Junge nie die noch offen stehende Rechnung beglichen hat, nach eurem schmutzigen kleinen Erlebnis in der Bibliothek", sagte Clarissa beharrlich.
„Clarissa, bitte", seufzte Lily, rollte mit den Augen und errötete wieder.
„Ich meine es ernst, Lil", sagte sie. „Weißt du, es ist langsam an der Zeit, dass er dich genauso befriedigt."
„Ich weiß nicht", zögerte Lily. „Es kommt mir nur so... peinlich vor."
„Du hast doch einen Knall", sagte Clarissa kopfschüttelnd. „Du hast dein Gesicht in seinen Schritt gelegt, aber er kann nicht dasselbe bei dir tun?"
„Clarissa!
„Daran ist nichts Peinliches", stellte Clarissa klar. „Na ja, okay. Am Anfang ist es wirklich etwas unangenehm. Aber gib ihm da unten zehn oder fünfzehn Sekunden Zeit und du vergisst jegliches Schamgefühl."
„Fühlt es sich wirklich so gut an?", fragte Lily.
„Nun, multipliziere den Orgasmus, den du in der Bibliothek hattest, mit hundert und du hast eine wage Ahnung davon", sagte Clarissa, während sie ein weiteres Stück Pergament herauszog und ihre Aufmerksamkeit der Zaubertränkehausaufgabe widmete.
Lily schluckte. „Wow."
Ende Kapitel 19
Sodela, das war's auch schon wieder.
Hab ich's passabel übersetzt?
Review? -puppy eyes-
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im Auftrag von Thorin, Balin und Durin
DiamondOfOcean
