°hust, hust, hust° Kennt ihr die Story noch? °verhalten räusper° Jaaa, es gab eine lange Pause (vor allem an einer soo fiesen Stelle), aber... aber... Thorin ist schuld!! ... Okay... nicht wirklich... -.- Wenn ihr euch tatsächlich noch an „A Very Thin Line" erinnern solltet, dann viel Spaß ;)
(Thorin: Ihr habt ja sooooooooo Glück, dass es mir überhaupt gelang mich an das Passwort des Accounts zu erinnern...)
Kapitel 25 - Emotionale Krise...
James blinzelte. Hatte sie gerade...
Er blickte in ihre Augen und sah, dass sie vor Entsetzen und Verlegenheit geweitet waren. Ihre Hand schlug auf ihren Mund.
Sie hatte es gesagt. Bevor er die Chance gehabt hatte, es ihr zu sagen. Obwohl er so sehr wollte, dass er es zuerst sagte.
„Oh", murmelte sie und blickte zu Boden. „Ich meine, na ja..."
„Lily", sagte er und nahm ihre Hände. „Ich-"
„Du musst es nicht sagen, James", sprach sie schnell. „Ich weiß auch nicht, wo das eben herkam. Ich... ich bin nur der Meinung gewesen... dass es an der Zeit wäre."
„Aber-"
„James, bitte", sagte sie und traf seinen Blick. „Ich... will nicht, dass du es sagst, bevor du nicht bereit dazu bist."
James schluckte; um es untertrieben auszudrücken: Er fühlte sich elendig. Seine Kehle trocken; seine Zunge sich nicht von selbst von seinem Gaumen wegbewegen. Es gab nichts, das er dazu noch sagen konnte. Wenn er beteuerte, dass er sie liebte, würde sie annehmen, dass er es nur aus Mitleid sagte. Aber es nicht zu sagen bedeutete, dass er noch nicht bereit dazu war, aber verdammt, das war er! Na ja, fast.
„Lass uns gehen, okay?", fragte sie und sie ging ohne auf ihn zu warten aus dem Portraitloch.
Für einen Moment bewegte er sich nicht vom Fleck, fragte sich, wie er sich innerhalb weniger Minuten von begeistert und selig komplett miserabel fühlen konnte.
x-x-x-x
Lily konnte sich nicht daran erinnern, jemals einen unangenehmeren Abend verbracht zu haben. Sie und James saßen nebeneinander. Er hielt während dem Essen meistens locker ihre Hand, aber er konnte es nicht über sich bringen, sie anzusehen.
Das war ihr ganz recht, denn auch sie konnte ihn nicht anschauen. Sie war über sich selbst entsetzt. Sie hatte es nicht sagen wollen. Es war ihr einfach rausgerutscht. Er hatte sie geküsst und sah so gut in seinem Festumhang aus, die Brille hing ihm schief auf der Nase und sie war so glücklich darüber, bei ihm zu sein, dass sie... es sagte.
Im Moment saß sie neben ihm und zwang sich selbst zum Essen. Das Fest war aufwändiger, als sie es je zuvor gesehen hatte: Hundert fette Truthähne und weitere hundert Teller mit Roastbeef und gerösteten Kartoffen und grünen Bohnen und Füllung und Apfelsoße und Salat. Aber das Essen schmeckte ihr wie Sand.
„Ihr zwei seid furchtbar still", sagte Marianne plötzlich. Lily wurde abrupt aus ihrer Träumerei gerissen.
„Was?", fragte sie, ihr Gesicht lief rot an.
„Alles in Ordnung mit dir, Lily?", wollte Clarissa wissen und beäugte sie genau.
„Bestens", sagte Lily kurz angebunden und sah kurz zu James. Er lächelte sie schwächlich an, aber auch sein Gesicht war rot.
„Wirklich", versicherte Lily und drehte sich von James zu Clarissa zurück. „Ich... ähm... muss mich mal frisch machen."
Sie zögerte lange genug, um Clarissa einen bedeutungsvollen Blick zuzuwerfen.
„Okay", sagte Clarissa. „Ich auch."
"Ich gehe auch mit", meinte Marianne schnell.
„Was ist mit den Mädchen los?", fragte Sirius Kopf schüttelnd. „Sie müssen immer zusammen zur Toilette gehen."
Aber die Mädchen ignorierten ihn. Lily drückte James Hand leicht, sah ihn aber nicht an. Sie konnte ihn einfach nicht ansehen.
Sie verließ als Erste die Große Halle. Sie ging so schnell, dass es Marianne und Clarissa schwer fiel, ihr zu folgen, also mussten sie joggen, um mitzuhalten.
„Lily, warte!", verlangte Marianne, aber Lily ignorierte sie und verschanzte sich im Mädchenklo.
Lily schritt ans Ende des Zimmers und Tränen rannen über ihr Gesicht, die sie bis jetzt zurückgehalten hatte.
Weine nicht, dachte sie, du wirst nur die Wimperntusche verschmieren.
Aber sie weinte trotzdem.
„Lily", rief Clarissa. „Was ist los?"
Die zwei Mädchen eilten an Lilys Seite.
„Du verschmierst deine Wimperntusche, Lil", sagte Marianne in einem freundlichen, aber sanft tadelnden Ton.
Clarissa nahm sie in den Arm.
„Lily, was ist passiert?", fragte Clarissa warm. „Ist es wegen James?"
„Was hat er getan?", erboste Marianne.
„Nichts!", schrie Lily mies gelaunt. „Ich war es! Ich habe es getan!"
"Was getan?", verlangte Marianne zu wissen.
"Ich habe ihm gesagt, dass... dass ich ihn liebe!"
Clarissa und Marianne keuchten.
„Du... du hast es ihm gesagt", sagte Marianna langsam, „bevor er es gesagt hat?"
Lily nickte.
„Oh je", murmelte Marianne. Clarissa drückte sie wieder.
„Was hat er darauf gesagt?", fragte Clarissa.
„Nichts!" Lily fühlte sich miserabel. „Ich meine, er wollte es sagen... aber er konnte es nicht... und... und außerdem will ich nicht, dass er es sagt, nur weil ich es tat!"
„Hast du ihm das erklärt?", fragte Marianne.
„J-ja", gestand Lily. „Und jetzt können wir uns noch nicht einmal ansehen. Ich weiß, dass er sich schrecklich und schuldig fühlt, weil ich es zuerst gesagt habe und ich fühle mich so unsäglich dumm. Aber es... kam einfach raus! Ich wollte es gar nicht sagen!" Sie weinte bitterlich.
Clarissa zog sie in eine feste Umarmung; vorsichtig, damit sich Lilys Wimperntusche nicht über ihre hellblaue Robe verteilte und sie Lilys Frisur nicht zerstörte.
„Sieh mal, Lil", sagte Clarissa langsam. „Das ist doch gar nicht so schlimm. Es ist offensichtlich, dass er es sagen will, dass er es zumindest versuchen will. Es ist offensichtlich, dass er dich liebt. Er ist in dieser Angelegenheit... eben ein Junge, das ist alles."
„'Riss hat Recht", stimmte Marianne zu und tätschelte Lily sanft auf ihre Schulter. „Er wird es sagen, Lil. Er weiß nur noch nicht wie. Es wird aus ihm herausplatzen wie bei dir."
"Ich hoffe es", sagte Lily und wand sich aus Clarissas Umarmung.
„Lil, du zweifelst doch nicht etwa an seinen Gefühlen, oder?", fragte Clarissa.
„Nein", erwiderte Lily. „Das tue ich nicht."
"Worüber machst du dir dann so große Sorgen?", meinte Clarissa. „Zwischen euch liegt im Moment nur ein wenig Spannung. Du bist gerade dabei, den Abend zu ruinieren, du ruinierst das, was du schon hast."
„Sie ruiniert bereits ihre Wimperntusche", sagte Marianne trocken.
„Oh je", sagte Lily und besah sich im Spiegel. „Ich sehe schrecklich aus!" Ihr Gesicht war überzogen mit hässlichen dunkelbraunen Wimperntuschestreifen.
„Lässt sich schnell wieder in Ordnung bringen", versicherte Marianne. Sie zog ihren Zauberstab aus ihren Roben und schwang ihn vor Lilys Gesicht. Die Wimperntusche verschwand und hinterließ saubere blasse Haut.
Lily lächelte schwach. „Danke."
"Warte", wies Marianne sie an. „Deine Nase und Augen sind geschwollen und rot und brauchen ebenfalls ein bisschen Aufbesserung." Wieder schwang sie ihren Zauberstab. Lily fühlte einen kühlen Wind über ihre Augen und Nase wehen, als der Zauberspruch die Schwellung und Röte verschwinden ließ.
„Und jetzt halt still; ich werde dir noch ein wenige Wimperntusche auftragen", meinte Marianne. Sie öffnete ihre Handtasche und zog eine dunkelbraune Wimperntuschetube hervor und trug sie vorsichtig auf Lilys blasse Wimpern auf.
„Viel besser", erkannte Marianne an. „Und dein Haar sieht immer noch fabelhaft aus."
„Danke, Marianne, Clarissa", dankte Lily. Sie lächelte. "Ihr habt Recht. Ich sollte mich nicht zu sehr darüber aufregen."
„Es ist in Ordnung, dass du dich aufregst", beteuerte Clarissa.
„Nur verschmier' deine Wimperntusche nicht", kicherte Marianne.
x-x-x-x
Sie kehren zum Tisch zurück, um festzustellen, dass die Nachspeise bereits erschienen wahr. James aß ein Stück Apfelkuchen, aber eigentlich pickte er nur lustlos darauf herum. Lily durchfuhr ein stechender Schmerz, als sie sich neben ihn setzte. Der Arme, er sieht auf, als fühle er sich schrecklich.
„Hi", sagte sie und küsste ihn leicht auf die Wange.
„Hi", grinste er schwach. „Ihr wart ganz schön lange auf der Toilette."
"Oh, du kennst doch uns Mädchen", sagte sie. „Wir müssen immer unsere Haare richten und über Klatsch und Tratsch reden. Willst du diesen Apfelkuchen nicht mehr essen?"
„Oh", brummte James. „Ich... bin nicht wirklich hungrig." Er würde sie nicht ansehen.
„James", sagte sie sanft. Sie legte eine Hand auf sein Gesicht und drehte es zu sich. Er öffnete seine Augen nicht.
Also küsste sie ihn sanft, aber geräuschvoll auf den Mund. Zuerst erwiderte er nicht, seine Lippen waren steif vor Überraschung. Aber dann küsste er sie zurück.
„Hey!", schrie Sirius. „Keine Knutscherei am Tisch. Wir essen hier noch!"
Lily zog sich zurück, kicherte und errötete. James lachte und sah sie schließlich an.
„Du bist die Beste, Lil", sagte er, nahm ihre Hände in die seinen und hob eine an, um ihre Handfläche zu küssen.
„Vergiss das nie", grinste Lily. Er lächelte und für einen Moment sahen sie sich einfach nur an. Dann weiteten sich James' Augen und er stand abrupt auf.
„James, was-"
„Ich habe... gerade nur etwas kapiert", sagte er. „Äh, ich muss gehen."
„Was?" Lily war sprachlos. "Was meinst du damit, du musst gehen?"
„Ja, Krone, was soll das heißen?", fragte Sirius.
„Ich muss etwas erledigen", sagte James. „Es dauert nicht lange."
„James, warte-", setzte Lily an.
James beugte sich vor und küsste sie. „Wartet, uh, hier, okay? Ich bin bald zurück."
Er kletterte aus der Bank und eilte aus der Großen Halle, seine Roben flatterten hinter ihm. Lily starrte ihm benommen hinterher.
Es war Clarissa, die schließlich das aussprach, was alle dachten: „Was zur Hölle war das gerade?"
x-x-x-x
James rannte den Korridor zu seinem Zimmer entlang, griff nach dem Türknauf, sagte sein Passwort (Verrottungsgas) und trat ein. Sein Herz hämmerte.
Er öffnete die Badezimmertür und fand darin ein großes Paket. Er hatte sie ursprünglich nicht vor Ende des Schuljahres verwenden wollen, wenn er die Schule verließ und die Möglichkeit nicht mehr bestand, dass er Nachsitzen aufgebrummt bekam. Er wusste, dass wenn er sie heute Nacht verwendete, würde ihn das vielleicht einen Monat zu stehen kommen.
Aber das war ihm egal. Er war es müde, sich zu fürchten. Wenn sein Mund schon nicht tat, was er wollte, würde er es ihr auf eine andere Art und Weise sagen müssen. Sie war es wert, Probleme zu bekommen.
Er zog die Box hervor und bewunderte das Etikett.
Er klemmte die Box unter seinem Arm ein, überprüfte, ob er seinen Zauberstab bei sich hatte, griff nach seinem Besen und beeilte sich, aus dem Zimmer zu kommen, nur um mit Sirius und Remus zusammenzustoßen.
„Whoa!", rief Remus aus. „Was ist denn hier los, Krone?"
"Nichts", entgegnete dieser schnell.
"Und was ist das dann unter deinem Arm?", fragte Sirius trocken.
„Oh, na ja, ich dachte nur..." James' Stimme versagte.
„Hat das etwas mit Miss Evans zutun?", wollte Remus wissen.
„Ja", bestätigte James.
„Ah", meinte Sirius.
„Lily wird sich fragen, wo du steckst", sagte Remus.
„Haltet sie bitte hin, okay? Bitte", bat James. „Ich muss das hier tun."
„Du weißt, dass du hierfür bestimmt einen Monat lang Nachsitzen bekommst", sagte Sirius.
„Ja, aber egal", murmelte James. „Bringt Lily dazu... aus dem Fenster am Ende der Großen Halle zu sehen... sagen wir in fünfzehn Minuten."
x-x-x-x
James schlang seinen Umhang enger im seine Schultern. Er hätte wirklich einen Mantel anziehen sollen; die Nachtluft war unvorstellbar kalt und es würde nicht besser werden, wenn er mit dem Besen flog. Er sah zum Schloss und hörte die ersten Takte der Musik, die drinnen summten; das Tanzteil des Abends hatte gerade begonnen. Glitzerndes Licht drang aus den Fenstern. Er hoffte, dass jetzt keiner rausgehen und ihn auf frischer Tat ertappen würde.
Er starrte auf die Gegenstände zu seinen Füßen, dann zog er seinen Zauberstab aus dem Umhang, richtete ihn auf die Sachen, die im vereisten Boden steckten und sagte: „Incedio."
Kleine Flammen explodierten und anschließend entzündeten sie. James stieg auf seinen Besen und stieß sich vom Boden ab, brachte somit Abstand zwischen sich und den folgenden Explosionen. Er hoffte nur, dass es klappen würde.
Dreißig Sekunden später passierte es...
Ende Kapitel 25
Sodela, wer wissen will, wie es weitergeht, darf jetzt reviewen... -blink-
--
