Hi Ihr Lieben!

Wow ich habe ja wieder 11 Reviews bekommen:)))

Vielen lieben Dank: AmyBlack, nym, stonemaster, yeza, zissy, wolfgangdelacroix, Summersun, napoleon, Drachen-Fan, Glennkill und PattyPotter91

Hab mich voll gefreut Eure netten Rückmeldungen zu lesen und mich schlau gemacht, wie ich Euch das Foto (es ist zwar nicht aufregend, aber ich fand es halt "anregend":))) ) zeigen könnte. Ich habe lange herum gesucht, bis ich im google fündig wurde!

Also ihr gebt ein:

daily post + radcliff daniel + happy birthday

dann müsste ein Treffer heißen "Harry Potter and the Deathly Hangover"

dort gibt es dann drei Fotos und ich kannte nur das linke von den kleineren, wo der Bodyguard im Vordergrund ist.

Naja, mehr wars nicht!

So und nun geht es weiter mit unseren beiden Lieblingen!

Viel Spaß beim Lesen und Reviewen!

Lg,

Die Schwarze Lady!

PS: Was habt ihr eigentlich gegen meinen süßen Mark!:)))


4) Ein längst fälliges Geständnis

Kritisch beäugte er sein Spiegelbild. Konnte er so was tragen? Er strich über sein neues beigefarbenes, enges Shirt. Die wirren Gothik-Schriftzüge in braun und khaki darauf, gefielen ihm ja, aber seine Hand fühlte gleichzeitig jeden Muskel darunter.

Ganz zu schweigen von der schwarzen, hüftigen Cargohose, die seinen Allerwertesten trotz des sportlichen Schnittes, perfekt in Szene setzte.

Für Marks Geschmack hatten die Sachen noch immer viel zu brav ausgesehen, aber Dan war froh, dass er den Maskenbildner zu diesen neutralen Farben hatte überreden können. Ihm schauderte, als er sich an die schrecklich bunten Teile in XS erinnerte, die Mark unbedingt an ihm hatte sehen wollen.

Es klingelte an der Haustür. Unsicher warf er noch einen letzten Blick in den Spiegel.

Toms Mut verließ ihn. War das alles nur ein böser Scherz?

War Dan gar nicht zu Hause?

Er drückte die Klingel ein zweites Mal.

Hastig wurde die Tür aufgerissen und ein atemloser, gut aussehender Junge öffnete ihm. Der Blonde traute seinen Augen nicht.

War das wirklich Daniel?

Verblüfft wanderten seine Augen über den Dunkelhaarigen und er klappte seinen offenen Mund zu, als er merkte, dass der Jüngere rot wurde.

„Hi Dan", versucht er die peinliche Situation zu retten und dieser grüßte zurück.

„Komm rein, meine Eltern sind heute für ein paar Tage zu meinen Großeltern gefahren. Sie waren über meinen Absturz nicht erfreut und brauchten einen Abstand zur Presse, die sich darüber wieder einmal mächtig auslässt. Aber da ich ja jetzt volljährig bin und auf „mich" aufpassen kann", Dan klopfte sich stolz auf die Brust, „durfte ich sogar alleine zu Hause bleiben."

Tom prustete los und trat ein.

„Du bist ein schlechter Schauspieler Radcliff."

„Halt die Klappe Felton! Na gut, ich musste sie stundenlang anbetteln, um hier bleiben zu dürfen und ihnen hoch und heilig versprechen, keinen Alkohol mehr anzurühren und auch sonst nichts anzustellen", lachte der Dunkelhaarige und schloss die Tür.

Sie hielten inne, als sie freundschaftlich zur Begrüßung ihre Hände einschlagen wollten, wie es vor Toms Geburtstag, Gang und Gebe zwischen ihnen gewesen war. Hellgraue Augen trafen auf blaue und warteten ab. Nun hatte jede Berührung eine ganz andere Bedeutung.

Der Blonde konnte die Spannung förmlich spüren, aber er musste sich beherrschen. Daniel war noch immer am Zug und er wollte ihm diese Bürde nicht abnehmen, er wusste ja schon „was", besser gesagt „wen" er wollte.

Rasch unterbrach Dan den Blickkontakt.

Mist! Wie schaffte es Tom bloß immer so perfekt auszusehen?

Die weiße Jeansjacke über dem schwarzen Poloshirt passte hervorragend zu den weißen Sneakers und die dunkelblaue, ausgewaschene Jeans gefiel ihm sowieso schon länger an ihm.

„Du… du kannst deine Sachen hier in die Garderobe geben", stammelte der Dunkelhaarige. „Möchtest du etwas trinken?", fügte er hinzu und verschwand in der Küche.

Tom grinste über seinen nervösen Gastgeber, legte seine Jacke und seine Schuhe ab und folgte ihm.

„Ja bitte, aber nur Wasser", versuchte er neutral zu klingen.

„Gute Idee, wir sollten endlich mal nüchtern sein, wenn…"

Dan wandte sich verlegen ab, griff nach zwei Gläsern und beendete den Satz nicht mehr. Krampfhaft hielt er den Hebel des Wasserhahns fest, während er die Gläser befüllte und vermied jeden Augenkontakt mit dem Älteren.

Er wusste nicht, wie er sich verhalten, was er sagen sollte,… obwohl er das Gespräch schon tausendmal in Gedanken durchgespielt und sich darauf vorbereitet hatte… er fühlte sich dem Blonden gegenüber so schuldig, er hatte sich so mies verhalten…

Dan schrak auf, als er plötzlich fremde Finger auf seinen Händen und einen warmen Körper hinter sich verspürte.

Sanft stellte Tom mit ihren Händen den Wasserhahn ab und befreite das übergelaufene Glas aus Daniels Klammergriff, schmiegte sich an den Jüngeren und hauchte in sein Ohr: „Hey mein Kleiner,… ganz ruhig,… entspann dich. Du brauchst keine Angst zu haben… ganz gleich, was du mir sagen möchtest,… ich werde es verstehen und dir nicht böse sein… okay?"

Die hellen Finger massierten weiterhin die verkrampften Hände des Dunkelhaarigen, bis Dan sich schließlich entspannte, sich in die starke Umarmung fallen ließ und leicht nickte. Mit sanfter Gewalt drehte er den Jüngeren zu sich um, hob sein Kinn an und küsste ihn. Sachte betastete und schmeckte Tom Daniels Lippen, als würde er noch auf eine Zustimmung warten.

Dieser erwiderte zaghaft seinen ersten, bewussten, nicht vom Alkohol beeinträchtigten Kuss mit dem Blonden und verschloss ängstlich seine Augen. Weich und voll waren sie und unglaublich zärtlich. So intensiv hatte er Toms Lippen noch nie wahrgenommen und ein anschwellendes Kribbeln erwachte in seiner Bauchgegend.

Langsam kroch es bis zu seinem Herzen und Lungen hoch, und sein Brustkorb hob und senkte sich schneller. Gierig sog er die lebensnotwendige Luft zum Atmen ein und sein Herzschlag beschleunigte sich nochmals, als er Toms samtige Zunge auf seinen Lippen verspürte, die liebevoll um Einlass bat.

Die wunderbaren Gefühle seines ersten richtigen Kusses, beflügelten seine Sinne dermaßen, dass es nur noch ein einziges Wort in seinen Gedanken schwebte – „vollkommen" – alles war so vollkommen… - falsch!

Ruckartig unterbrach Dan ihren Kuss, bevor er sich „vollkommen" darin verlor, löste sich aus Toms Umarmung und ließ den erschrockenen Blonden am Spülbecken stehen und hielt erst in der Küchentüre, mit dem Rücken zu ihm, inne.

Konnte er denn nie irgendetwas richtig machen?! Tom raufte sich seine platinblonden Haare.

Nein! Er hatte den Jüngeren ja unbedingt zuerst küssen müssen!

Dabei hatte er sich doch geschworen dieses Mal zu warten, ihn nicht zu überrumpeln.

Dan sollte von sich aus auf ihn zukommen. Doch seine eigene Blödheit hatte es wieder einmal geschafft, dass Dan von sich aus, vor ihm zurück wich. Gratuliere Felton!

Tom schüttelte verärgert seinen Kopf und ließ ihn hängen. Schnell wischte er seine aufkommenden Tränen beiseite. Er durfte jetzt nicht weinen – nicht vor Daniel. Er hatte ihm versprochen, nicht böse zu sein…

„Ich kann das nicht…", flüsterte der Dunkelhaarige entschuldigend.

Toms Hoffnung sank und seine Gedärme verknoteten sich schmerzhaft.

„Es wäre falsch…"

Sie zogen sich noch fester zusammen…

„Ich muss dir einiges sagen…"

…und formten sich zu einem felsenharten Klatscher.

„…bevor…", Dan wandte sich nervös um und erstarrte bei Toms Anblick.

Völlig gequält und enttäuscht rang der Blonde um seine Fassung und versuchte seine Gefühle zu verbergen. Aber Daniels verzweifelte blaue Augen zeigten ihm, dass das umsonst war.

Mit furchtbar schlechtem Gewissen ging er schnell auf den Älteren zu und ergriff seine Hand, doch dieser blockte ab: „Ist schon gut, ich verstehe…"

„Nein Tom, es tut mir leid. Bitte ich muss dir noch einiges sagen, bevor ich es wieder Wert bin… von dir geküsst zu werden… oder auch nicht…" Beschämt senkte er sogleich seinen Kopf und wagte es nach dieser Aussage nicht, dem Blonden in seine traurigen hellgrauen Augen zu sehen.

„Was?", keuchte Tom verblüfft.

„Bitte hör mich an", flehte er noch einmal leise und Tränen sammelten sich bereits hinter seinen geschlossenen Lidern.

Der Klatscher in Toms Magen war wie durch einen Treiber hinweggefegt und seine Hoffnung lebte wieder auf. Behutsam strich er dem Jüngeren über sein dichtes Haar und bemerkte die einzelnen Tränen auf seinen Wangen.

Sofort zog ihn Tom ganz zu sich heran und umarmte ihn beschützend.

„Ich werde dich anhören und…" Dan hob blitzartig seinen Kopf und legte einen Finger auf Toms Lippen.

„Sprich jetzt nicht weiter, lass mich zuerst alles erklären – okay?"

„In Ordnung."

Der Blonde wollte sich schon auf einen der Küchenstühle setzen, aber Dan hielt ihn auf: „Nein, nicht hier. Gehen wir in mein Zimmer hinauf, dort ist es gemütlicher."

Tom nickte einverstanden und holte ihre zwei Gläser aus der Spüle. Schweigsam stiegen sie die Treppe hinauf und der Blonde konnte nicht verhindern, dass sein Blick aufmerksam über Daniels Kehrseite wanderte. Er biss sich aufgeregt auf die Unterlippe.

Woher hatte er nur „diese" Sachen? Das war doch nicht Dans Stil!

Der Dunkelhaarige öffnete seine Zimmertüre und Tom verscheuchte seine unanständigen Gedanken.

Bis jetzt war der Blonde nur einmal bei dem Jüngeren zu Hause gewesen, aber noch nie in seinem Zimmer. Wie in fast jedem Jugendzimmer nahm das Bett den meisten Platz ein und bildete auch hier den Mittelpunkt des Raumes. Nur das Dans annähernd die Größe eines Doppelbettes hatte. Unzählige CDs, DVDs und Bücher füllten die offenen Regale und verschiedene Poster seiner Lieblingsmusikgruppen klebten an den Wänden. Zwei Gewandschränke, ein Schreibtisch mit seinem Laptop, ein großer Plasma TV und eine nagelneue Stereoanlage durften natürlich auch nicht fehlen.

Leere Einkaufstaschen waren das Einzige, das in diesem Zimmer unordentlich aussah, ansonsten war es für einen Jungen fast zu sauber.

Der Dunkelhaarige nahm dem Blonden die Gläser ab, stellte sie auf sein Nachtkästchen, setzte sich aufs Bett und forderte den Älteren mit einem schüchternen Lächeln auf, sich zu ihm zu setzen.

Tom folgte der Einladung, ließ aber einen bewussten Abstand zwischen ihnen, sodass sie sich nicht berührten und blickte erwartungsvoll in Dans klare, blaue Augen.

Unsicher wich Dan ihm, wie schon so oft an diesem Abend, aus und fixierte einen Punkt auf der Bettdecke. Nach einem tiefen Atemzug und einem Schluck Wasser, für seine ausgetrocknete Kehle, sprudelten seine Worte aber dann nur so aus ihm heraus.

„Am besten beginne ich ganz am Anfang. Also am Tag deines Geburtstages. Es war das erste Mal, dass ich so viel Alkohol getrunken hatte und wie du dich sicherlich erinnern kannst, konnte ich die Wirkung des Sektes nicht einschätzen. Ich fand das Gefühl so befreiend und wir hatten so viel Spaß miteinander…"

Dan machte eine Pause und blickte auf. Tom schenkte ihm ein wissendes Lächeln und der Dunkelhaarige fuhr fort.

„Dann,… als wir diesen rosa Brief gelesen hatten… mit diesem Bild und dieser Geschichte…" Seine Stimme versagte ihm.

„Danach warst du genauso scharf auf mich, wie ich auf dich", ergänzte der Blonde leise Daniels Satz und der Jüngere nickte zustimmend.

„Es war so schön beschrieben, wie Harry und Draco miteinander umgingen und wie leidenschaftlich sie einander, trotz aller Anfeindungen rundherum, liebten und zueinander standen. Ihre Beziehung war so anders, so verboten und romantisch, nicht so wie bei Joanne. Und mir wurde bewusst, wie gut du eigentlich aussiehst…"

Toms Augen glühten bei dem Kompliment des Jüngeren förmlich auf und er musste seine Hand zurück halten, um nicht sofort Daniels zu ergreifen.

„Ich war zuerst unsicher, dann wollte ich dich mit Haut und Haaren und war sehr glücklich, dass du genauso empfunden hast. Aber… am nächsten Morgen folgte die Ernüchterung.

Ich war vollkommen durch den Wind. Ich wachte in deinen Armen auf der Couch auf, hatte grauenhafte Kopfschmerzen, war viel zu spät dran und hatte dann auch noch die Kussszene mit Katie am Drehplan. Ich bin ehrlich gesagt regelrecht vor „dir" und unserem „Erlebnis" geflüchtet.

Ich entdeckte gerade noch dein Geburtstagsgeschenk in meiner Hosentasche, legte es auf deinen Schreibtisch und machte mich aus dem Staub. Der Tag am Set war dann die Hölle. Ich war total unkonzentriert und ich musste die Szene mit Katie dreißig Mal drehen und ich dachte dabei ständig an unsere Küsse."

Dan hielt inne, wischte sich seine Tränen beiseite und Tom verwarf seine guten Vorsätze. Bestimmt rutschte er zu dem Dunkelhaarigen auf und schloss ihn in seine Arme.

Alles brach augenblicklich aus Dan heraus, seine Tränen flossen in Strömen, er zitterte am ganzen Körper und klammerte sich Hilfe suchend an den Blonden.

„Es tut mir so leid Tom… ich war so durcheinander, ich konnte mit niemand darüber sprechen und wollte mir im Nachhinein nicht eingestehen, dass es mir gefallen hat. Ich war so im Zwiespalt mit meinen Gefühlen.

Ich hatte mir noch nie über Homosexualität Gedanken gemacht und fand unser Verhalten abartig und abnormal. Es war alles so fremd für mich… Und dann auch noch die Sache mit meinem Status als „Kinderstar", den Fans gegenüber.

Die Medien hätten mich doch sofort verurteilt und an den Pranger gestellt. Es ist doch unvertretbar, dass „Harry Potter" schwul ist. Ganz zu schweigen von dem Produzenten des Films. Ich sah meine Karriere und mein Leben schon den Bach runter gehen und die Fans schimpfend mit dem Finger auf mich zeigend…"

Tom streichelte die ganze Zeit beruhigend Dans Haar und seinen Rücken hinab.

„Ich hatte solche Angst, dass du irgendetwas herum erzählst oder vielleicht mehr wolltest. Darum hatte ich beschlossen dich zu ignorieren und alles was passiert war zu vergessen."

Ein weiterer Heulkrampf schüttelte den Jüngeren und Tom meinte: „Dan,… ist schon gut, ich verstehe dich…"

„Nein, ich war nicht fair zu dir, ich habe mich vor meiner Verantwortung gedrückt und dich genauso alleine gelassen, wie ich mich gefühlt habe…"

Stille Tränen benetzten nun auch die Wangen des Blonden und er umschlang den Dunkelhaarigen noch fester. Leise erzählte Dan weiter und kuschelte sich dankbar an den Älteren.

„Ich konzentrierte mich deshalb verbissen auf meine Arbeit am Set und übte meinen Text von „Equus" in jeder freien Minute. Dieses Stück brachte meine Gedanken wieder auf meine Sexualität und ich versuchte mehr über meine Bedürfnisse und Neigungen heraus zu finden.

Das Theaterstück war so eine Art Therapie für mich, da ich in der Zusammenarbeit mit meiner Kollegin, besonders bei den intimen Szenen erkannte, dass mich Frauen nicht… erregten… Und deshalb war ich so enttäuscht, dass du nicht bei der Premiere warst, da ich mich danach auf der Party mit dir aussprechen wollte…

Ich hatte einfach nicht den Mut, dich anzurufen und hoffte auf ein ungezwungenes Treffen. Darum habe ich dich auch zu meiner Geburtstagsparty eingeladen, aber ich hatte solche Angst dich anzusprechen. Dann war auch noch diese blöde Sache mit Katie, am liebsten hätte ich Emma erwürgt… und du hast mit Mark…"

Dan verstummte schluchzend.

„Mark ist nur ein guter Freund von mir. Ich habe ihn damals um Rat gefragt und er weiß von uns…"

„Das habe ich bemerkt. Als du weg warst und die Mädchen sich verabschiedet hatten, hatte er mich grob am Shirt gepackt und mich vor die Wahl gestellt.

Er meinte, wenn ich dir jetzt nicht sofort hinterher laufe und das mit dir kläre, wird er dich trösten und … aber ich ließ ihn nicht ausreden und stürmte auf die Toilette,… weil mir endlich bewusst geworden war, wie sehr ich dich… liebe."