Titel: Lebenslänglich – Die Rückkehr -
Autor: Eve
Rating: P 18
Beta: Lady of the Dungeon
Typ: Harry Potter Fanfiction
Pairing: Lucius Malfoy/Hermine Granger
Warnung für dieses Kapitel: Triggerwarnung!
Disclaimer: Leider gehört Lucius immer noch nicht mir. Alle Charaktere gehören Frau Rowling. Die Idee zu dieser Story ist aber von mir!
Kapitel :Eins
Kommentar:Lieben Dank meinen beiden Reviewern und an die anderen Leser, die diese Story angeklickt haben. Ein besonderer Dank geht an meine
meine geduldige Beta, Lady of the dungeon. :-)
Viel Spaß beim Lesen!
LG Eve
~~~~~~~~~~~~LM/HG~~~~~~~~~~~
27. Dezember
Es klopfte einmal laut und vernehmlich. Schon im selben Moment wurde die Tür aufgerissen.
Hermines Blick, der angestrengt auf ein Blatt Papier vor ihr gerichtet war, wendete sich voller Missbilligung, wegen der Störung auf den Eintretenden. Das Missfallen verschwand aber im selben Moment, als sie erkannte, wer ihr Besucher war und machte einem leichten Erstaunen Platz. Der hochgewachsene Mann schloss die Tür geräuschvoll hinter sich und nahm mit einer sehr geschmeidigen Bewegung zunächst wortlos auf dem einzigen Stuhl vor Hermines Schreibtisch Platz. Abschätzend musterten sie zwei dunkel glänzende Augen in einem schmalen, eher blassen Gesicht.
„Guten Tag, Miss Granger", schnarrte eine wohl bekannte Stimme und schickte einige wohlige Schauer über Hermines Rücken.
„Guten Tag, Professor Snape." Hermine musterte ihren ehemaligen Lehrer einen Augenblick sehr aufmerksam. Sie war keineswegs überrascht, dass er sie aufsuchte. Sie wusste, warum er hier war, und sie war sich ziemlich sicher, dass ihr ein recht unangenehmes Gespräch bevorstand.
„Was verschafft mir die unerwartete Ehre Ihres Besuches?", fragte sie ihn dennoch höflich, und legte ihre Arme entspannt auf die Unterlagen vor sich. Trotz ihrer betont lässigen Art war sie innerlich angespannt.
„Es geht ihm nicht gut", sprach Severus Snape und bedachte Hermine mit einem vorwurfsvollen Blick.
„Wem geht es nicht gut?" Hermine wusste zwar sehr genau, wer gemeint war, sie versuchte jedoch Zeit zu schinden, um sich auf diese unangenehme Situation einzustellen. Es war nicht leicht, Snapes fast mörderisch glitzernden, schwarzen Augen standzuhalten und den Blick nicht zu senken. Aber sie war kein Teenager mehr, und so starrte sie so kaltblütig, wie möglich zurück.
„Lucius, natürlich! Er liegt seit zwei Tagen im St. Mungos", erklärte ihr Snape in einem Ton, als sei sie Schuld an Lucius Malfoys Einweisung ins Krankenhaus.
„Ich wüsste nicht, was ich mit Lucius Malfoy zu schaffen hätte", versuchte Hermine sich herauszureden. „Er ist ein verurteilter Todesser, Mr. Snape. Normalerweise sollte er sich in Askaban befinden. Aufgrund seiner zweifelhaften Verdienste in den letzten Tagen des Krieges hat man ihm eine Sonderbehandlung zuerkannt, und jetzt erhält er ebenfalls adäquate medizinische Hilfe. Ich wüsste nicht, was ich da noch tun sollte."
Snapes Augen verengten sich verärgert zu kleinen Schlitzen, und er beugte sich ein wenig nach vorn. „Falsche Antwort, Miss Granger. Ich bin gelinde gesagt enttäuscht über Ihre Reaktion. Ich dachte, nach den Ereignissen vor drei Jahren hätten Sie Ihre Einstellung zu Lucius Malfoy geändert. Ich kann nicht glauben, dass Sie so herzlos und unbeteiligt daher reden können."
„Was wissen Sie von Herzenswärme und Anteilnahme, Professor?" fragte Hermine scharf. „Ich wüsste nicht, was Sie mein Verhältnis - wenn es denn überhaupt eines war - zu Lucius Malfoy angeht? Wenn jemand etwas für Mr. Malfoy tun kann, dann bin nicht ich es, sondern allerhöchstens der Zauberergamont in Verbindung mit dem Ministerium für magisches Recht, und wenn ich mich nicht irre, haben diese Institutionen vor vielen Jahren bereits in dieser Angelegenheit entschieden. Ich kann da rein gar nichts machen."
Hermine saß mit geradem, steifem Rücken unbeweglich hinter ihrem Schreibtisch. Ihr Gesicht, nein, ihre ganze Haltung verriet nicht, was sie in ihrem Inneren empfand. Sie wollte so nicht fühlen. Es war nicht richtig. Aber dennoch spürte sie im Moment nur bodenlose Trauer und eine riesige Leere. Ihr Magen krampfte sich zusammen angesichts des immensen Schmerzes, den ihre Stimme jedoch verbarg.
„Dann war mein Weg wohl umsonst, und ich sollte gehen. Sie enttäuschen mich, Gryffindor!" Severus Snapes ausdrucksvolle Stimme klang abfällig und enttäuscht. Mit einer fließenden Bewegung stand er auf, ohne den Stuhl, auf dem er saß, zurückzuziehen. Er war schon auf dem Weg zur Tür, als ihn Hermines Ausrufen inne halten ließ.
„Warten Sie, Professor." Hermine sah nicht das triumphierende Lächeln, welches für einen Moment über Snapes blasse Züge glitt. Er drehte sich um und hob stumm fragend eine Augenbraue.
„Wie geht es ihm?" .Hermine schämte sich für ihre Inkonsequenz. Sie brachte es einfach nicht fertig, diese kleine Scharade so eiskalt zu Ende zu spielen. Sie hatte noch immer starke Gefühle für den verurteilten blonden Zauberer. Selbstverständlich hielt sie sich stets auf dem Laufenden, was Lucius' Befinden betraf. Auch wenn sie es sich versagte, ihn zu sehen. Natürlich hatte sie gewusst, dass er ins St. Mungos eingeliefert worden war, nachdem er einen Selbstmordversuch unternommen hatte. Es war nicht seine erste Verzweiflungstat dieser Art, aber es war die erste, die ihm fast geglückt wäre.
Seit zwei Tagen überlegte sie, wie sie ihm nahe kommen konnte, ohne dass es auffallen würde. Sie konnte nicht einfach zu ihm gehen und ihn besuchen. Jeder würde nach dem Grund fragen, warum eine Aurorin und dazu noch Hermine Granger sich ausgerechnet für den verurteilten Todesser Lucius Malfoy interessierte. Zudem brauchte sie eine Besuchserlaubnis, um ihn zu sehen, und sie konnte trotz stundenlangen Grübelns einfach keinen plausiblen Grund für einen Besuch angeben.
„Schlecht geht es ihm." Snapes Gesicht verfinsterte sich.
Sie deutete einladend auf den Stuhl, auf dem er eben noch gesessen hatte, und er nahm seufzend wieder Platz.
„Es geht ihm schon seit einiger Zeit nicht gut", erzählte Hermines ehemaliger Lehrer unaufgefordert. „Er ist ja schon lange schwermütig, aber nachdem sie beide.....", er machte eine vage Handbewegung, die besagen sollte, dass er über die damaligen Ereignisse zwischen dem, in seinem eigenen Haus unter Dauerarrest stehenden Zauberer und der erfolggewohnten Aurorin Bescheid wusste. „..nun ja, nachdem Sie gegangen waren, wurde es noch schlimmer. Er aß unregelmäßig, trank mehr Whiskey, als gut für ihn war." Severus Snape überging hier einfach die Tatsache, dass es dem Gefangenen überhaupt nicht gestattet war, Alkohol in seiner Behausung zu haben und er Malfoys Alkoholkonsum zu verantworten hatte. Ganz davon abgesehen, dass dieser Schmuggel strafbar war. Er vertraute offenbar darauf, dass seine ehemalige Schülerin, die ihm einiges zu verdanken hatte, ein Auge zudrückte.
„Nachdem ich ihm dann keinen Alkohol mehr mitbrachte, zerschlug er regelmäßig sein Mobiliar und seine Wutausbrüche, die schon immer legendär waren, nahmen katastrophale Ausmaße an. Das Schlimmste aber war, dass er sich ständig selbst verletzte. Oft habe ich ihn dabei ertappt, wie er sich ungerührt einen Schnitt nach dem anderen verpasste. Ich habe nach der obligatorischen Abreibung, die ich ihm immer verpasste, die er übrigens ziemlich ungerührt über sich ergehen ließ, seine Wunden geheilt. Natürlich konnte ich das ohne Zauberstab nur sehr unzulänglich. Stablose Magie ist nicht besonders gut geeignet zum Heilen offener Wunden. Aber es reichte zumindest sie zu schließen, und der natürliche Heilungsprozess übernahm den Rest. Allerdings konnte ich nur die körperlichen Schäden heilen, auf seine angeschlagene Psyche hatte ich selbstverständlich keinen Einfluss."
Severus seufzte. Dieser ungewohnte Laut fuhr Hermine durch Mark und Bein. Sie hatte Severus Snape niemals seufzen hören. Sie wusste gar nicht, dass er diesen resignierend klingenden Laut überhaupt erzeugen konnte und es zeigte ihr mit absoluter Klarheit, dass Snape sich um seinen Freund die größten Sorgen machte.
„Es wurde immer schlimmer", erzählte Severus, sich durch das dichte schwarze Haar streichend, weiter. „ Lucius drehte langsam durch. Langeweile, Einsamkeit, die Sehnsucht nach Ihnen und zunehmende Schuldgefühle wegen Dracos Tod sind keine guten Gesellschafter. Im letzten Jahr hat er dreimal versucht, sich das Leben zu nehmen. Wussten Sie das?"
Hermine konnte nur stumm mit dem Kopf schütteln. Sie hatte nach ihrem Weggang aus Malfoy Manor versucht, sich diesen Mann aus dem Kopf zu schlagen und sich gegen jede Information, die den blonden Zauberer betraf, vehement gesperrt. Sie hatte gewusst, dass ihre Beziehung nicht die geringste Chance hatte und versucht, wieder zur täglichen Routine zurückzufinden, auch wenn es ihr nicht leicht viel. Sie verbot sich jeden Gedanken an Lucius. Nur Nachts in ihren Träumen gestattete sie sich von dem faszinierenden Mann, den sie nur so kurz und völlig unzureichend kennengelernt hatte, zu träumen. Sie malte sich aus, wie es gewesen wäre, wenn Lucius nicht gezwungen sein würde, sein gesamtes restliches Leben unter Arrest zu verbringen. Hätten sie beide überhaupt miteinander leben können? Diese Frage hatte sie sich oft gestellt und sie konsequent immer wieder verneint. Etwas anderes zu glauben, wäre absurdes Wunschdenken gewesen, und Hermine hatte es schon lange aufgeben, sich etwas zu wünschen. Unbeeindruckt von ihren abschweifenden Gedanken setzte Snape seinen erschreckenden Bericht fort.
„Jedes Mal konnten ich oder einer der Auroren, die ihn bewachten, seinen Selbstmord im letzten Moment verhindern. Lucius wollte sich sogar einmal aus dem obersten Stockwerk stürzen. Einer seiner Hauselfen hat es jedoch erfolgreich verhindert. Lucius war außer sich, und der Elf ist nur um Haaresbreite Lucius' geballtem Zorn entgangen. Er wollte unbedingt sterben, dass heißt, er will es noch. Vor drei Tagen wollte er erneut sterben. Nachdem er sich bereits sehr viele tief blutende Wunden an Armen und Beinen zugefügt hatte, schnitt er sich die Pulsadern auf und zwar in Längsrichtung", berichtete Snape und zeigte ihr an seinen Armen wie lang die Schnitte waren. Hermine war mittlerweile leichenblass geworden.
„Ich habe ihn blutüberströmt im Badezimmer gefunden, nachdem ich einer dunklen Ahnung folgend ungeplant nach Malfoy Manor geeilt bin. Die Ärzte sagen, es hätte nicht viel gefehlt, und dieses Mal wäre es ihm wohl gelungen. Wäre ich nur Minuten später erschienen, dann hätte er sein Vorhaben erfolgreich in die Tat umgesetzt. Allerdings bin ich mir mittlerweile nicht mehr so sicher, ob es gut ist, dass ich ihn gerettet habe. Wofür soll er dieses Leben fortsetzen? Er wird in seinem Heim niemals Frieden finden, und er wird es mir kaum verzeihen, dass ich seinen erneuten Versuch, sich aus dem Leben zu stehlen, vereitelt habe." Der dunkle Zauberer fuhr sich erneut mit einer fast verzweifelt wirkenden Geste durch die schulterlangen Haare.
Hermine schüttelte energisch den Kopf. „Es ist gut, dass wenigstens Sie all die Jahre für ihn da waren, Professor. Und Merlin sei Dank, haben Sie ihn rechtzeitig gefunden." Ihr Herz wurde immer schwerer, je länger der Bericht Snapes andauerte. Sie hatte tief in ihrem Inneren immer geahnt, wie es in Lucius aussehen musste, wollte es aber nie wahrhaben. Sie hätte niemals diese drei Jahre einigermaßen ruhig leben können, wenn sie tagtäglich an diesen ungewöhnlichen Mann, mit dem sie nur eine kurze, heiße Affäre verband, gedacht hätte. Sie hatte alles, was mit Lucius Malfoy zusammenhing, tief und wie sie hoffte für alle Zeit in sich vergraben, und nun genügte Snapes Anwesenheit und seine beängstigenden Nachrichten, um sie die Ereignisse von damals wieder vor sich sehen zu lassen.
„Ich weiß nicht, wie ich ihm helfen kann", flüsterte sie, als könnte noch jemand mithören.
„Besuchen Sie ihn", forderte Snape sie auf.
„Ich kann nicht...es wäre nicht gut..."
„Können Sie nicht oder wollen Sie nicht? Ich dachte immer, eine der Tugenden der Gryffindors wäre ihr sagenhafter Mut, ihre Loyalität!", provozierte Snape sie.
„Es würde nur noch schlimmer werden, wenn ich ihn besuchte", unternahm Hermine einen wenig überzeugenden Erklärungsversuch. „Das zwischen ihm und mir hätte niemals passieren dürfen. Es hätte niemals sein dürfen, verstehen Sie?"
Sie hätte niemals im Traum daran gedacht, dass sie mit dem von allen ihren Mitschülern gehassten Tränkekundelehrer einmal Herzensangelegenheiten besprechen würde. Er schien viel über das besondere Verhältnis zwischen ihr und Lucius Malfoy zu wissen. Sie fragte sich, was Lucius ihm alles erzählt hatte. Aber im Moment war es ihr eigentlich egal. Sie brauchte jetzt einfach jemanden, mit dem sie reden konnte. Jemanden, bei dem sie keine teilnahmslose, professionelle Aurorenmaske aufsetzen musste. Jemanden, der Verständnis für ihre ganz besondere und ausweglose Lage hatte.
„Miss Granger...Hermine...Ich weiß nur, dass er, seit Sie damals gegangen sind, nur dann einigermaßen normal war, wenn er von Ihnen gesprochen hat. Er hat mir erzählt, was damals passiert ist: Dass er sich gegen seinen Willen in Sie verliebt hat. Sie hätten seine Augen sehen sollen, wenn er – zugegebenermaßen sehr selten – von Ihnen geschwärmt hat, wie schön Sie seien, intelligent, mutig, leidenschaftlich. Die ganze Wut, die ihn sonst beherrschte, war wie weggeblasen, wenn er an Sie dachte. Sie sind die Einzige, die die Macht hat, zu ihm vorzudringen, in sein Innerstes. Sie müssen mit ihm reden."
Hermine Wangen färbten sich leicht rosa, als Snape so offen über Lucius' Gefühle ihr gegenüber sprach. Ein warmes Kribbeln durchströmte sie und ließ sie etwas freier atmen. Er dachte also immer noch an sie. Sie hätte niemals für möglich gehalten, dass sie so einen bleibenden Eindruck auf jemanden wie Lucius Malfoy hinterließ. Obwohl ihr Abschied damals mehr gewesen zu sein schien, als das übliche Auseinandergehen nach einer schönen Nacht voller Sex und Leidenschaft, dachte sie niemals, dass Lucius Malfoy mehr für sie empfand als Sympathie, gemischt mit ein bisschen Leidenschaft. Jedenfalls hatte sie ihm keine ernsthafteren Gefühle zugetraut, egal, was er ihr damals gesagt hatte.
Auch sie hatte ihm damals sagen wollen, dass sie ihn liebte. Je mehr Zeit verging, um so mehr relativierten sich diese intensiven Gefühle jedoch, und irgendwann war sie der festen Überzeugung - oder vielleicht redete sie es sich ja nur ein - dass sie Malfoy damals nicht wirklich geliebt hatte. Vielleicht war sie etwas verliebt gewesen, aber noch so kurzer Zeit des Kennenlernens, wenn man überhaupt davon reden konnte, war es sicher nicht möglich, tiefere Gefühle zu entwickeln.
Jetzt aber war sie sich wiederum nicht sicher, wie ihre wahren Empfindungen für den gefangenen Zauberer aussahen.
Sie holte tief Luft und sah Snape an, der sie . „Ich weiß noch nicht, was ich tun werde, Mr. Snape. Aber ich bemühe mich um eine Besuchserlaubnis. Obwohl ich im Moment noch nicht einmal weiß, was ich eigentlich zu ihm sagen soll. Was die Bedingungen seiner Haft angeht, so weiß ich nicht recht, was ich da unternehmen kann? Ich bin sicher, dass es keine weiteren Erleichterungen für ihn geben wird. Der Zauberergamot und auch das Ministerium werden hart bleiben. Abgesehen davon, dass den meisten Leuten hier im Ministerium das Schicksal von Lucius Malfoy herzlich egal sein wird", erklärte sie betrübt und spielte nervös mit einem Bleistift auf ihrem Schreibtisch.
„Ich weiß, dass sich niemand für Lucius' Wohlbefinden interessiert. Deswegen bin ich ja hier. Es hilft vielleicht schon, wenn er Sie nur sehen kann. Wenigstens kurzzeitig wird ihn Ihr Anblick aus seiner momentanen Depression reißen, so hoffe ich wenigstens. Auch wenn es längerfristig wohl nichts gibt, das helfen würde, ihn irgendwie aufzubauen und von seinen Selbstmordgedanken wegzuholen."
Severus Snape ließ eines seiner seltenen Lächeln auf seinem Gesicht erscheinen. „Gehen Sie zu ihm, Hermine. Er braucht einfach mal einen anderen Menschen in seiner Nähe als mich. Auch wenn Ihr Besuch das ursprüngliche Problem wohl nicht aus der Welt schaffen wird, aber es macht mich krank zuzusehen, wie er von Tag zu Tag mehr zu einem Schatten seiner selbst wird.", appellierte er noch einmal und stand dann zügig auf.
„Ich werde tun, was ich kann", versprach seine ehemalige Schülerin und schüttelte die dargebotene Rechte des Tränkemeisters. Der nickte ernst und verabschiedete sich.
Zurück blieb eine sehr nachdenkliche Hermine, die immer noch mit dem Bleistift in den Fingern gedankenverloren wilde Krakel auf ihre Schreibtischunterlage malte. Seltsamerweise sahen sämtliche Schmierereien wie ineinander verschlungene Schnörkel aus, die frappierende Ähnlichkeit mit den Anfangsbuchstaben des Namens eines gewissen labilen Gefangenen hatten.
Tbc.
