Autorenanmerkung: Zwar noch keine Reviews, aber immerhin einen Story Alert. Und 18 Hits, auch wenn ich nicht weiß, ob alle gelesen haben. Ich habe übrigens beschlossen im Rating vorsichtshalber hochzugehen. Es ist zwar eher so, dass ich sagen würde, die Geschichte ist an manchen Stellen "ab 14", aber bietet keine Chance detailierter auf das Rating einzugehen. Und ich gehe lieber auf Nummer sicher, als dass das Kind sich noch im Badewasser verbrüht.
Viel Spaß mit dem nächsten Kapitel! Diese Geschichte ist wirklich ein besonderes Baby, und ich hoffe sehr heute vielleicht noch die 100. Seite in meinem Word-Dokument dazu zu schreiben.
Mit Stella reden
Ein paar Augenblicke stand ich so mit der Stirn an der Wand bevor ich mein Handy herausnahm und Stellas Nummer im internen Telefonbuch herauskramte. Sie war meine Freundin, ich wusste, dass ich zu ihr kommen konnte, egal was es war. Und ich wusste, dass ich sei zu jeder Tages- und Nachtzeit anrufen konnte.
„Bonasera."
Sie meldete sich immer so formell, es konnte ja immerhin auch um den Job gehen.
„Stella, hier ist Mac."
„Was gibt es, Mac?" Ich konnte in ihrer Stimme hören, dass sie sich innerlich schon darauf vorbereitete gleich an einen Tatort gerufen zu werden und sich mal wieder mit einer Leiche rumschlagen zu müssen. Dann fiel mir ein, dass sie an diesem Abend ja auch ein Date hatte.
„Stör ich?" fragte ich vorsichtig.
„Nein, ich bin gerade Zuhause angekommen. Was gibt es denn nun, Mac?"
„Es ist… Es ist was Privates."
Ich hörte förmlich, dass sie neugierig wurde. Kurz überlegte ich, ob ich sie würde bitten können, herüber zu kommen.
„Kannst du vorbei kommen?" Ihr leises Stöhnen verriet mir, dass das keine gute Idee gewesen war.
„Oder soll ich vorbeikommen?"
„Mac, weißt du, wie spät es ist?" Ich schaute auf meine Uhr.
„1 Uhr 15" antwortete ich ihr.
„Genau. Ich habe eine lange Schicht und ein Date hinter mir, ich will eigentlich nur noch ins Bett."
Anscheinend hatte ich kein Glück bei ihr.
„Kann ich morgen zum Frühstück vorbeikommen?" Wir hatten beide den nächsten Tag frei.
„Mac, was ist eigentlich genau los?" Ich merkte, dass sie neugierig geworden war. Ihre Stimme verriet sie.
„Ich glaube…" setzte ich an, und fragte mich dann, ob ich es ihr wirklich am Telefon sagen wollte.
„Ja?"
„Ich glaube, ich habe mich verliebt."
Stille. Dann: „Ich bin in 10 Minuten bei dir."
Verblüfft schaute ich auf den Hörer aus dem schon nur noch ein Tuten kam, denn Stella hatte längst aufgelegt. War es wirklich so einfach? Ich sage ihr, dass ich mich wohl verliebt habe und sie lässt alles stehen und liegen und kommt zu mir? Ich wollte mir keine weiteren Gedanken darüber machen, also ging ich in die Küche, trank ein Glas Wasser und überlegte, was ich Stella wohl anbieten könnte, wenn sie auftauchen würde.
Meine Küche ist nicht gerade bestens ausgestattet. Die meiste Zeit des Tages verbringe ich bei der Arbeit. Und an meinen freien Tagen esse ich oft auswärts. So habe ich fast nur Konserven oder Lebensmittel, die sich lange halten im Haus, wie Nudeln, Tomatensauce im Glas, Müsli (aber keine frische Milch im Kühlschrank, weshalb die Packung wohl schon seit Monaten rum steht), Reis. Mein Toastbrot lagere ich im Gefrierfach, weil es mir sonst verschimmeln würde, so taue ich die Scheiben auf, toaste sie, und fertig. Erdnussbutter habe ich im Haus, die wird bei mir auch nicht wirklich schnell schlecht, aber ansonsten: Tiefkühlkost und unverderbliche Waren. Ich dachte darüber nach, ob ich etwas Mikrowellen-Popcorn zubereiten sollte, als es auch schon an der Haustür klingelte.
„Okay, wer ist sie?" fragte Stella, noch bevor ich die Tür hinter ihr schließen konnte.
Da war es! Es war so typisch, dass jeder gleich dachte, dass es um eine Frau ging, immerhin war ich so lange verheiratet gewesen.
„Kann ich dir irgendwas anbieten?" fragte ich Stella, um erst einmal etwas Zeit zu schinden. Ich wollte unbedingt, dass sie saß, wenn ich ihr erzählte, in wen ich mich verliebt hatte, oder noch dabei war zu verlieben. Himmel, ich war mir selber noch nicht wirklich Sicher über meine Gefühle. Wenn Claire noch gelebt hätte, dann hätte ich mit ihr geredet. Alleine um meine Gedanken zu sortieren. Aber Claire lebte nicht mehr, und Stella war der Mensch, der mir noch am nächsten stand, sie war meine Freundin, und sie würde mir schon dabei helfen, meine Gedanken zu sortieren und meine Gefühle zu ordnen. Vielleicht war es ja auch nur eine vorübergehende Verliebtheit, aber selbst dann würde ich mit jemandem reden müssen.
Komisch, vermutlich hätte das niemand von mir erwartet, dass ich reden musste, wenn ich mich verliebte, aber so war es. Ich musste mit jemandem über meine Gefühle reden um herauszufinden, was eigentlich los war. Und ich wollte garantiert zu keinem Psychiater. Für so was hatte man schließlich Freunde, und ich hatte für so was Stella.
„Lenk nicht ab." Verdammt, sie hatte mich durchschaut, deshalb war sie ja auch meine engste Vertraute.
„Stella, ich möchte, dass du sitzt, wenn ich dir genaueres erzähle. Und irgendwie habe ich auch etwas Hunger…" Wie zur Bestätigung grummelte mein Magen.
„Okay. Lieferservice?" fragte sie knapp, während sie auch schon die Zettel unter dem Magneten an meinem Kühlschrank hervorzog. „Was italienisches inklusive Flasche Wein? Oder ist dir eher nach chinesisch? Japanisch? McDonalds? Französisch? Griechisch? Pizza Hut? Subway?" Sie ging durch die Zettel, die sich bei mir angesammelt hatten.
„Griechisch klingt gut." meinte ich, und das war auch so. Sie hatte mich vor einigen Wochen auf Griechisch gefragt, was mit mir los sei, und es klang so viel besser auf Griechisch als auf Englisch, wie ich ihr damals auch versicherte.
Stella war eine Frau der Tat, dementsprechend griff sie nach dem Telefon und orderte auf Griechisch. Sie kannte mich gut genug um meinen Geschmack zu treffen, ich vertraute ihr da total.
„Halbe Stunde" sagte sie, nachdem sie aufgelegt hatte.
Gott, ich liebe New York. In kaum einer anderen Stadt sonst kann man wohl noch um halb zwei Nachts griechisches Essen bestellen und um zwei Uhr dann geliefert bekommen. Ich weiß nicht mehr wie ich es hinbekam, aber ich schaffte es tatsächlich die nächste halbe Stunde mit Stella mehr oder minder Smalltalk zu betreiben und nicht gleich wieder verhört zu werden. Vielleicht hatte sie auch nur gemerkt, dass sie es mir überlassen musste, wann ich reden wollte. Vielleicht sah sie es als gutes Zeichen an, dass ich überhaupt reden wollte.
Sie plauderte mit mir, unter anderem über eine neue Anschaffung für das Labor. Wir waren praktisch immer auf dem neusten Stand, und neue Errungenschaften der Technik machten schnell ihren Weg in die Wände des CSI, wenn sie dabei helfen konnten die Untersuchungen zu beschleunigen. Ich bemerkte gar nicht, dass sie nebenbei in meiner Küche hantierte, Teller herausholte und Besteck. Erst als sie mich nach Weingläsern fragte und es an der Tür klingelte stellte ich fest, dass die Stunde meiner Wahrheit immer näher rückte.
Ich deutete auf den Schrank im Wohnzimmer. Vielleicht sollte ich erwähnen, dass ich eine dieser typischen amerikanischen Küchen habe, diese offenen Küchen die ins Wohnzimmer übergehen. Eigentlich ist es eher ein Wohnzimmer mit Küche oder eine Küche mit Wohnzimmer, wie man will. Auf jeden Fall kann man beim Abwasch machen fernsehen. Andere würden dann wohl Baseball, Football oder Basketball kucken, bei mir läuft dann entweder der Discovery Channel oder CNN. Wissenschaft und Nachrichten, meine Mischung.
Ich bezahlte den Lieferanten an der Tür und kehrte gut bepackt in die Küche zurück, wo mir Stella auch schon alles abnahm. Es war mir irgendwie fast peinlich, dass sie mehr Gastgeber in meiner Wohnung war als ich, aber es schien ihr nichts auszumachen. Sie richtete das Essen auf den Tellern an: Diese typisch griechischen Reisnudeln, dazu der gut gewürzte Reis, und Unmengen an Fleisch, hauptsächlich Lammfleisch, natürlich Gyros, und Feta. Und Zaziki. Was war ich froh, dass wir morgen nicht im Labor sein würden, mein Atem würde wohl den ganzen Tag noch nach Knoblauch stinken, aber ich mochte ihn, und Stella auch.
„Gab es bei deinem Date nichts zu Essen?" fragte ich sie, während ich uns den Rotwein einschenkte und noch rasch Kerzen auf den Tisch stellte. Noch so etwas, das niemand von mir vermuten würde, aber ich mag Kerzen. Ich halte es nicht unbedingt für etwas, das notwendig ist, um eine romantische Atmosphäre aufzubauen, aber sie geben mir ein gutes Gefühl, ein Gefühl der Ruhe und der Wärme und der Zufriedenheit.
„Wir waren auf einer Vernissage" antwortete Stella „und es gab nur Häppchen."
„Deswegen also das Kleid." Ich rückte ihr den Stuhl zureckt und wartete bis sie sich gesetzt hatte bevor auch ich Platz nahm.
„Ja, deswegen das Kleid." Erst jetzt machte das alles Sinn, wobei natürlich auch ein feines Restaurant ein solches Outfit erklärt hätte. „Sag mal, die Kerzen sind aber nicht wegen mir…?"
Stellas Blick wurde misstrauisch.
„Keine Angst…" Es war so weit, ich würde es nicht mehr lange herauszögern können. „Ich… Nein, du bist nicht die Person, in die ich mich verliebt habe… Oder dabei bin mich zu verlieben."
Eine von Stellas Augenbrauen ging nach oben, ein fragender Blick. „Ach, ich bin mir selbst einfach noch nicht sicher." Die Augenbraue ging nicht wieder nach unten.
„Ich muss dir was sagen." Meine Stimme war ernst. „Und ich hoffe sehr, dass du danach noch meine Freundin bist."
Wenn es gegangen wäre, dann wäre ihre Augenbraue wohl noch weiter nach oben gewandert, aber ihr Blick war von fragend zu ernst gewechselt.
„Mac, so lange du niemanden umgebracht hast dürfte eigentlich nichts unsere Freundschaft zerstören. Und da du eigentlich schon gesagt hast, dass ich nicht diejenige bin, in die du dich verliebt hast…" War da ein bisschen Enttäuschung in ihrer Stimme? Vielleicht irrte ich mich, aber es klang so, als wäre sie etwas gekränkt. Natürlich konnte es auch einfach nur so sein, ohne einen Hintergrund. Ich glaube nicht ernsthaft, dass Stella Bonasera in mich verliebt ist. Wir sind Freunde, sie trifft jemand anderen. Ich weiß zwar nicht wen, aber wenn sie nicht darüber reden will, dann ist das auch okay, ich wollte sie nicht drängen. Aber ich brauchte sie zum Reden.
„Ich habe es nie erwähnt, weil es eigentlich irrelevant ist…" begann ich, und war nicht wirklich glücklich mit der Formulierung. Aber wie sagt man jemandem, den man schon ewig kennt, dass man bisexuell ist? Wie macht man eine solche Offenbarung? Ich hatte nicht damit gerechnet jemals in dieser Situation zu landen. Da war Claire gewesen, und ich hatte wirklich geglaubt, dass wir den Rest unseres Lebens zusammen verbringen würden. Ich war immer davon ausgegangen, irgendwann im Schlaf neben ihr im Bett zu sterben, an Altersschwäche. Und jetzt hatte ich wohl noch 30 Jahre, oder sogar mehr, ohne sie vor mir.
„Okay, ich versuch es kurz und schmerzlos zu machen." setzte ich erneut an, als ich merkte, dass ich sie verwirrte, sie aber gleichzeitig endlich darauf wartete zu erfahren, was nun los war. „Ich bin bisexuell."
Baff! Stella war vollkommen baff. Die Gabel mit dem ersten Bissen, den sie gerade zum Mund führen wollte hing in der Luft, ihr Mund stand offen, und ihre großen Augen schauten mich total ungläubig an. Es war raus, und ich fühlte mich erleichtert. So erleichtert, dass ich selber endlich anfangen konnte zu Essen.
„Aber…" Kam es nach einigen Minuten von Stella. „Wieso…? Weshalb…? Seit wann?" Sie schien total verwirrt zu sein, die Gabel war noch immer in der Luft.
„Claire wusste davon. Aber da ich mit einer Frau in einer festen Beziehung lebte bzw. sogar mit einer Frau verheiratet war, war es nicht weiter wichtig es zu erwähnen." Ich musste daran denken, wie es wohl auf Stella wirkte. Sie hatte mit mir schon so oft Tatorte untersucht, wo wir pornographisches Material vorfanden, und ich glaube, meist reagierte ich in einer ziemlich spießig-steifen Art. Ich war wohl einer der letzten Menschen von denen sie eine solche Offenbarung erwartet hätte. „Komm, iss." forderte ich sie auf, bevor ich einen Schluck Wein nahm. Er war wirklich gut.
„Mac?" kam es nach einigen Minuten von ihr, in denen sie auch aß. „Das ist doch nicht alles… Du sagtest, du hast dich verliebt… Oder, dass du glaubst dich verliebt zu haben… Oder dass du dabei bist, dich zu verlieben… Wie auch immer. Ist es ein Mann?"
Stella hatte wieder zu sich gefunden und begann nun mit einer Art Verhör. Ich nickte zur Bestätigung.
„Ach du Scheiße." entfuhr es ihr. Mit der Reaktion hatte ich nicht gerechnet.
„Danke, du bist wirklich sehr hilfreich…" Meine Stimme triefte vor Sarkasmus.
„Nein, nein, so meine ich das nicht. Es ist nur… Bei einer Frau hätte ich dir helfen können, aber bei einem Mann… Himmel, ich wüsste noch nicht mal wer bei uns auf der Arbeit schwul ist." Ein Blick von mir ließ sie hinzufügen. „Oder bisexuell." Sie hatte es definitiv nicht gewusst, aber sie spürte anscheinend instinktiv, dass es mir wichtig war, nicht in einer Schublade zu landen.
„Sag nicht, es ist jemand von der Arbeit."
Ich merkte, dass meine Wangen sich leicht röteten.
„Oh Gott, du hast dich in jemanden von der Arbeit verliebt!" rief sie halb. „Dass ich das noch erleben darf…" fügte sie leiser hinzu. „Hast du deswegen deinen Ehering nicht mehr an… - Moment mal, du warst doch heute Abend verabredet?" wechselte sie urplötzlich das Thema.
„Ja, ich war heute Abend auf einen Drink verabredet. Oder eingeladen. Und ich habe sie sogar geküsst. Vor ihrer Wohnung. Aber irgendwas stimmte nicht. Ich wollte nur darüber hinwegkommen, dass ich für einen Mann Gefühle entwickelte, und als ich heute feststellte für wen, da wollte ich nur noch mehr einfach drüber hinwegkommen… Ach, ich kann es nicht genau erklären." Ich gab mich etwas meiner Verzweiflung hin. Wieso sollte nur Stella mal frustriert sein, was bei ihr schon mal vorkam, wenn sie an einem Fall nicht weiterkam. Bei mir ging es halt um eine Liebesangelegenheit.
„Wer ist es?" fragte sie vorsichtig und legte ihre Hand auf den Handrücken meiner, so als wollte sie mir Kraft geben. Ich schaffte nicht sie anzusehen, als ich halb flüsterte: „Danny."
Sie sagte nichts. Erstmal. Sie wartete kurz ab, bis ich mich wieder gesammelt hatte und weiter essen konnte und wollte. Wir vertilgten den Rest unseres Essens und leerten unsere Weingläser. Während ich den Tisch abräumte fühlte Stella Wein nach und trug die Gläser zum Couchtisch, auch die Kerzen platzierte sie dort.
„Also Danny…" sagte sie, als ich mich neben sie setzte. Sie sah mich an als würde sie mich durchleuchten. „Nach der Schießerei…" begann sie, und ich wusste sofort, dass sie nicht von dem Vorfall im Café sprach. Ich hatte diesen Zwischenfall überraschend gut weggesteckt, im Gegensatz zu Danny, der immer noch verdammt mitgenommen wirkte, wenn es um den toten Polizisten in der U-Bahnstation ging.
„Ich war nicht genug für ihn da. Er kam heute in mein Büro und fragte ob alles gut zwischen uns sei. Ich sagte nur, wir würden sehen. Da war so viel Schmerz in seinen Augen. Ich glaube, ich habe seine Freundschaft verloren." Ich erzählte Stella bestimmt nichts, was sie nicht schon wusste. Sie wusste, dass das Verhältnis zwischen Danny und mir seit der Schießerei und seiner Missachtung eines direkten Befehls von mir, gelinde gesagt, gestört war. Ich konnte einfach nicht verwinden, dass Danny obwohl ich ihm gesagt hatte, dass er warten sollte, mit den internen Ermittlern geredet hatte. Und inzwischen stand eh nur noch alles bei mir Kopf, seitdem ich festgestellt hatte, dass ich mehr für ihn empfand. Ich wusste langsam nicht mehr, was ich tun sollte. Wäre ich rein professionell, dann würde ich die Freundschaft mit ihm bald wohl vergessen können. Und würde ich ihm sagen, was ich empfand, dann wäre es wohl auch nicht viel besser.
Stella und ich redeten noch lange in dieser Nacht, immerhin kannte sie Danny genauso lange wie ich ihn schon kannte. Aber sie sah ihn mit ganz anderen Augen. Ich kann noch nicht mal sagen, ob sie mal ein Auge auf ihn geworfen hatte, vorstellen könnte ich es mir. Aber eigentlich waren wir beide Menschen, die ihre Beziehungen und ihre Arbeit voneinander trennten, wenn auch nicht ihre Freundschaften und die Arbeit. Aber Liebe am Arbeitsplatz war keinem von uns bisher in den Sinn gekommen, bis ich halt jetzt mit diesen irrationalen Gefühlen für Danny ankam.
Sie bot mir an ihn für mich genauer unter die Lupe zu nehmen, herauszufinden, ob er eine Freundin hatte oder ob er überhaupt an Männern interessiert sei, an mir natürlich im besonderen, aber ich lehnte ab. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass ich das alleine schaffen müsste. Zumindest den ersten Schritt zu machen. Zu diesem Zeitpunkt zog ich immer noch nur die Möglichkeit eines Korbes in betracht. Dass meine Gefühle von Danny erwidert werden könnten kam mir nie in den Sinn. Es war keine Option, dass ich wieder Liebe finden würde.
