Autorenanmerkung: Danke für die vielen Hits bei der Geschichte, und besonderen Dank an einen Reviewer, der kein angemeldeter User ist, aber mir per Mail ein Review schickte. Ich freue mich über jedes Feedback. Tut mir leid, dass ich keine anonymen Reviews zulassen, aber ich habe einfach schon zu viel Mist im Netz erlebt und auch von Freunden und anderen Leuten erzählt bekommen. Ich habe gerne die Möglichkeit mit jemandem über ein Review reden zu können, aber ich kann auch verstehen, wenn sich jemand dafür nicht extra hier anmelden will. Dafür gibt es ja zum Glück meine E-Mail-Adresse im Profil. Allerdings muss ich auch sagen, dass angemeldet sein auch den Vorteil hat, dass man einen Alert aktivieren kann und so gleich per Mail über neuste Up-Dates und Fortsetzungen einer Geschichte informiert wird. Ich mag das, zumindest, wenn es funktioniert. Zum Glück funktioniert mein Alert anscheinend wieder, und nach und nach trudeln auch ältere Nachrichten bei mir ein, inklusive PMs, die in den letzten Tagen nicht zugestellt werden konnten.

Heute ein etwas kürzeres Kapitel, dafür gibt es diese Woche auch mehrmals "Nachschlag". Ich dachte, anlässlich des Crossovers mit CSI:Miami, wovon es heute Abend die zweite Folge in deutscher Erstausstrahlung gibt könnte ich meine Leser doch mit einem weiteren Up-Date verwöhnen. Klitzekleine Anmerkung: Ich spiele in diesem Kapitel auf etwas an, dass sich übernächsten Montag in der CSI:NY-Folge auflösen wird, und später in meiner Geschichte wird auch noch detailierter darauf eingegangen. Es geht um ein Hobby von Mac... Also, falls dazu Fragen auftauchen sollten, die Folge "Stuck on you" in zwei Wochen wird es auflösen. Sorry, ich bin total mit den englischen Titeln verbunden. Und dadurch, dass ich Folgen auch schon auf englisch kenne, aber noch nicht die deutsche Synchro kann es sein, dass manche Sachen aus der Geschichte, die sich auf Folgen beziehen werden (kommt später), vielleicht fr die Leute etwas merkwürdig klingen, die die Folgen nicht auf englisch kennen. Inhalt und Lippensynchronität sind manchmal schwer zu vereinbaren. (Ich wünschte immer noch, dass in "City of Dolls" Stella Danny auch im deutschen geraten hätte, dass er dem Fingerabdruck einen Drink ausgeben sollte.)

Ach ja, und auch noch mal Danke auch an die Leute, die mich auf ihren Story Alert gesetzt haben. Darüber freue ich mich auch jedes Mal, da man so was als Autor auch einsehen kann. Ist ein tolles Gefühl zu sehen, dass Leute die Geschichte verfolgen.

Entschuldigt das lange Vorwort und viel Spaß mit dem neuen Kapitel!


Kapitel 3: Hawkes' Versetzung

Irgendwie vertrieb ich mir mal wieder die Zeit an meinem freien Tag, aber ich schaffte es nicht, mich wirklich vom Büro fern zu halten. Mir lag immer noch die Akte mit dem Antrag von Hawkes für den Außendienst im Magen. Ich wusste, ich würde eine Entscheidung treffen müssen. Es ging gar nicht anders. Und ich wusste auch schon, welche Entscheidung ich treffen würde, weil es gar keine Alternative gab.

Sheldon Hawkes war ein wunderbarer Pathologe, und er hatte den richtigen Blick für die kleinen Dinge. Immer wieder brachte er den wichtigsten Hinweis zur Lösung eines unserer Fälle im letzten Moment der Präsentation seiner Autopsie-Resultate. Er liebte es die Dinge spannend zu machen, und wir alle liebten es, wie er uns die Zusammenhänge schon im Leichenschauhaus präsentierte. Er würde einen wunderbaren CSI abgeben, einen perfekten Tatortermittler. Sheldon war clever, gebildet, ein wandelndes Lexikon im medizinischen Bereich. Es konnte nur von Vorteil sein einen ausgebildeten Pathologen rauszuschicken. Er war ja sogar schon vor diesem Antrag öfters an den Tatorten gewesen, es ließ sich gar nicht vermeiden.

Schließlich rief ich Sheldon in mein Büro.

„Mac, ich dachte, du hättest frei." Obwohl er überwiegend unten im Leichenschauhaus war, so war er doch durch seine Arbeit und unseren fast täglichen Kontakt wie ein Kollege, und in gewisser Weise war er das auch, doch jetzt würde er ein noch engerer Kollege werden.

Auf seine Feststellung, denn nichts anderes war es, reagierte ich gar nicht.

„Willst du das wirklich?" fragte ich und hielt die Mappe mit seinem Antrag auf Wechsel in den Außendienst hoch. Sofort wurde seine Miene ernst. Ich hatte das Gefühl, als könnte ich sehen, dass er Angst davor hatte, abgelehnt zu werden. Sheldon Hawkes war das, was man als Wunderkind bezeichnete: Sehr jung hatte er bereits seinen Doktortitel in der Medizin gemacht und praktiziert. Misserfolg war etwas, was ihm bisher wohl wenig in seiner Karriere begegnet war, aber das hieß nicht, dass er nicht ebenso wie alle anderen Angst davor hatte.

Entschlossen nickte er, bereit mein Urteil abzuwarten.

„Okay." Ich griff nach dem Kugelschreiber und unterzeichnete.

„Willkommen im Team!" Ich streckte meine Hand aus und er ergriff meine mit einem festen Griff und schüttelte sie begeistert. Sheldons Enthusiasmus ist unvergleichlich. Ein glückliches Lächeln zeigte mir seine weißen Zähne.

„Ich bringe das gleich in die Personalabteilung, damit die sich um alles weitere kümmern können, aber in ein paar Tagen solltest du dann einen neuen Dienstplan haben."

Wir verabschiedeten uns, ich brachte die Papiere wie versprochen zur Personalabteilung. Dabei war ich mir schon zu diesem Zeitpunkt klar, dass ich Hawkes in seinen ersten Wochen im Außendienst unter die Fittiche nehmen würde. Immerhin würde ich auch dafür verantwortlich gemacht werden, wenn er was verpatzte. Nicht, dass ich es wirklich erwartete. Dafür war Sheldon Hawkes einfach ein viel zu gewissenhafter Wissenschaftler. Aber sicher ist sicher, und er war neu in dem Gebiet.

Auf meinem Weg aus dem Gebäude begegnete ich Danny. Und darauf war ich überhaupt nicht vorbereitet gewesen. Mein Herz machte einen fühlbaren Sprung. Alles was ich in diesem Moment wollte war ihn in die Arme nehmen. Aber natürlich konnte ich das nicht. Also begnügte ich mich mit einem „Hallo Danny!" Er sah mich an und ein leichtes Lächeln bildete sich um seine Mundwinkel, schüchtern und zurückhaltend, aber es wärmte mein Herz spürbar.

„Hey Mac, dachte, du hast heute frei."

Was war es nur, dass alle immer genau wussten, wann ich frei hatte und mich jedes Mal erneut darauf ansprachen, wenn ich an diesen Tagen doch im Büro war? Vermutlich dachten sie alle, dass ich wirklich ein Leben außerhalb der Arbeit brauchte. Keiner wusste, dass es da noch etwas gab, naja, zumindest glaubte ich, dass keiner es wusste. Außer Stella. Sie war ja in meiner Wohnung gewesen, und manche Dinge konnte man nicht so gut verstecken.

„Habe noch was an Papierkram erledigt." gab ich nur als Antwort. Und es stimmte ja auch. Aber die Überraschung, dass Sheldon Hawkes jetzt im Außendienst arbeiten würde, die wollte ich dann doch lieber dem ganzen Team mitteilen. Wobei Stella vermutlich längst wusste, wie ich auf den Antrag reagieren würde, sie kannte mich einfach zu gut.

„Ach so…" antwortete Danny mir bevor er weiterging. Irgendwie hatte ich trotzdem das Gefühl, dass wir begannen uns wieder anzunähern. Es war zwar nur Smalltalk, aber es wirkte weitaus weniger verkrampft als seine Frage vom Vortag.

Also verließ ich das Gebäude mit einem leicht beschwingten Schritt. Ich glaube, wenn mich jemand gesehen hätte, der mich gut kannte, er hätte was bemerkt. Immerhin sind fast alle meine Freunde Tatortermittler und geschult darauf, Kleinigkeiten zu bemerken.