Autorenanmerkung: Sorry, sorry, sorry! Das neue Kapitel ist wirklich winzig, aber ein wichtiger Verbindungspunkt. Ich springe zeitlich damit eindeutig in die zweite Staffel. Außerdem trenne ich mich von einem bekannten Gesicht aus der ersten Staffel und Lindsay wird endlich eingeführt. Es wird öfters noch Geschichtenteile geben, in denen ich mich so auf Folgen beziehe. Dies hier ist eher noch ein kleiner Teil.

Mein Dank für ein Review geht dieses mal an frl-smilla. Da ich meist direkt auf Reviews antworte erspare ich mir alles weitere dazu an dieser Stelle, aber ich habe mich sehr darüber gefreut. Gerade jemanden der mit Slash eigentlich nichts anfangen kann doch mit einer Geschichte fesseln zu können ist eins der größten Komplimente.

Viel Spaß mit dem nächsten Kapitel, auch wenn es wirklich kurz ist. Ich denke drüber nach vielleicht das nächste Kapitel noch vor Freitag als Entschädigung hochzuladen, was meint ihr dazu?

Kapitel 5: Veränderungen

Während des Falls mit dem Gebäudekletterer, der Augenzeuge eines Mordes wurde und dann abstürzte, zeigte Hawkes, dass er ein Gespür für die Arbeit eines Tatortermittlers hatte, ich musste ihn nur dazu bringen die Beweise nicht mehr vom rein wissenschaftlichen Standpunkt aus zu sehen. Aber er war schnell im Lernen. Nicht, dass mich das überraschte. Trotzdem muss ich sagen, dass ich stolz darauf war, wie gut er sich vor Ort bewährte.

Ich war froh, dass ich Danny in der Zeit kaum über den Weg lief. So sehr ich ihn auch vermisste, so sehr hatte ich Angst davor, ihm zu begegnen. Ich wusste zwar, dass ich mich selber gut im Griff hatte, und auch immer noch habe, aber irgendwie hatte ich Angst, dass etwas was Danny tun könnte, diese Verteidigungsmauer, diesen Schutzwall, vielleicht zum Einsturz bringen könnte. Und es wäre garantiert kein angemessenes Verhalten gewesen ihn mitten im Büro zu schnappen und zu küssen. Mal ganz abgesehen davon, dass ich beim Ausmalen seiner möglichen Reaktionen von abwehrend bis zu aggressiv gelangte, aber nie zu der Möglichkeit, dass er einen Kuss würde erwidern können.

Kaum war der Fall an dem Wolkenkratzer vorbei hatten wir auch schon den Laugenanschlag in der Grand Central Station zu untersuchen. Und zum ersten Mal begann ich so richtig die Tatsache zu schätzen, dass Hawkes Arzt war. Er konnte ohne Probleme mit dem Opfer im Krankenwagen mitfahren. Auch wenn unser Tatort sich kurze Zeit später zum Platz eines Mordes wandelte. Immerhin hielten mich Fälle wie dieser beschäftigt. Ich musste nicht über Danny nachdenken, zumindest nicht so, wie ich es auch nicht wollte.

Viel schlimmer traf mich allerdings als ich feststellte, dass Aiden im Begriff gewesen war, Beweise zu manipulieren. Darüber vergaß ich sogar total die Nachricht, die Stella mir hinterlassen hatte: Da ich mich um Sheldon kümmerte, ihn testete und beaufsichtigte, war sie von mir immer wieder zusammen mit Danny eingeteilt worden. Okay, mit Danny und Aiden. Aber so wie es schien hatte sie wohl was herausgefunden, oder zumindest wollte sie mit mir reden.

Auf jeden Fall frage ich mich immer noch, ob ich Aiden damals vielleicht zu sehr unter Druck gesetzt habe, diesen Fall zu lösen. Ich wollte, dass sie keinen anderen Fall bearbeitet, bis der Fall D.J. Pratt zu den Akten gelegt werden konnte, sie sollte ihn überführen, aber es war nicht möglich. Und irgendwann war sie so verzweifelt, dass sie einfach die Versiegelung eines Beweisstückes öffnete. Ich bedauere es immer noch ihr damals gesagt zu haben, dass wir diesen Fall lösen müssten. Es setzte sie persönlich unter Druck, vielleicht unter einen Druck, dem sie einfach nicht mehr standhalten konnte.

Erst die Sache mit Danny, der sich mir widersetzte, und dem ich zu wenig erklärte hatte, wieso ich nicht gewollt hatte, dass er mit der Untersuchungskommission sprach. Bzw. ich hatte ihm gar nicht gesagt, warum er nicht mit den Leuten reden sollte, die den Tod des Polizisten überprüften. Und bei Aiden machte ich den umgekehrten Fehler, sagte ihr zu viel. Ich musste auf jeden Fall aus den beiden Dingen lernen.

Danny schien es hart zu treffen, dass ich Aiden entlassen musste. Ich konnte noch nicht mal behaupten, dass es mir leicht fiel sie zu entlassen. Aber ich musste sie feuern, und sie verstand es. Natürlich war Stella mal wieder für mich da, aber in dem ganzen Chaos ging die Nachricht von Stella total verloren. Und so kamen wir nicht dazu über Danny zu reden. Mir fiel ihr bedrückter Gesichtsdruck auf, als sie in mein Büro kam, nachdem ich Aiden entlassen hatte, aber ich ordnete es der Tatsache zu, dass sie jetzt, wenn auch wohl nur vorübergehend, der einzige weibliche CSI im Team sein würde.

Der Zufall wollte es natürlich, dass ich mit Danny an unserem nächsten Fall arbeitete. Nein, vielleicht war auch ich es - ohne zu wissen, was Stella mir hatte sagen wollen. Himmel, war Danny angepisst darüber, dass Aiden nicht mehr da war. Und hinzu kam dann noch Flacks Katzenallergie. Dieser Fall war nicht nur mysteriös, er war zudem auch noch eine wahre Belastungsprobe für das Team. Stella übernahm meinen Job bei Hawkes. Sheldon war noch zu neu, als dass ich ihn alleine hätte einen Fall bearbeiten lassen, aber mit Stella als Aufpasserin traute ich ihm einiges zu.

Und unsere Neue bekam gleich eine schwere Zeit dank Danny verpasst. Er zog sie von Anfang an auf, später erzählte er mir, dass er sie am ersten Tag angewiesen hatte, mich doch mit „Sir" anzureden. Er fand das wohl komisch, und nachdem er es mir erzählt hatte fragte ich mich, ob damals nicht vielleicht etwas Eifersucht in seiner Handlung mitgeschwungen hatte. Immerhin war Lindsay die Neue, die eigentlich Unterstützung brauchte. Und vor allem wollte ich sie im Auge behalten, am Anfang. Sie war eine hübsche junge Frau, was wohl auch Danny aufgefallen war. Und jetzt, da er und ich zusammen sind kann ich verstehen, dass er damals vielleicht Angst hatte mich an sie zu verlieren, bevor er mich überhaupt hatte. Aber genauso wenig wie ich von seinen Gefühlen für mich wusste, wusste er zu dem Zeitpunkt von meinen Gefühlen für ihn. Er wollte wohl nicht, dass Lindsay und ich uns zu nahe kamen.