Autorenanmerkung: QueenAlex mal wieder einen Dank fürs Review, für frl-smilla bin ich vielleicht mal wieder zu schnell oder ihr fehlten die Worte, und der Rest scheint immer noch viel zu viel Angst vor mir zu haben oder keinen Account hier.
Okay, nächstes Kapitel. Ich muss selber sagen, dass ich beim erneuten Lesen nicht sehr glücklich damit war. Es ist definitiv wohl eins der schwächsten Kapitel der Story. Und eines der kürzesten. Ich kann nur sagen: Es wird wieder besser werden. Ich schreibe gerade an Kapitel 38 auf Seite 185 in meinem Word-Dokument (in dem ich die ganze Geschichte und nicht nur die einzelnen Kapitel habe), falls das ein Trost ist. Außerdem habe ich nicht vor über Weihnachten und Neujahr hier eine Pause einzulegen, so wie Vox dann wohl in der Ausstrahlung.
Vielen Dank an alle meine Leser. Ich freue mich auch schon, wenn ich sehe, dass die Hit-Zahlen gestiegen sind. Trotz allem viel Spaß mit dem nächsten Kapitel, an dem mir wohl immer noch der Titel am besten gefällt. Ich bin gespannt, was ihr dazu sagt, wenn ihr was dazu sagt.
Kapitel 17: Amor Flack
Der nächste Fall kam schneller rein als erwartet. Stella und ich untersuchten einen Mord mit einer Schrottflinte nach einem Pokerspiel, bei dem es zu einem Streit gekommen war. Und ich musste sagen, dass ich mit größtem Vergnügen Lindsay Monroe den Abfallcontainer des Hauses nach der Mordwaffe durchsuchen ließ. Sie war immer noch die Neue, und ich war dankbar, dass mir Dank meines höheren Dienstalters und meines höheren Dienstranges die Möglichkeit geboten wurde, solche Arbeiten eben auf andere, jüngere Mitarbeiter, abzuwälzen.
Danny und Hawkes teilte ich den Fall im Central Park zu. Wie ich etwas später von Lindsay erfuhr durfte Adam ein Videoband für die beiden glätten, das doch recht pornographisches Material enthielt. Lindsay war zufälligerweise gerade vorbeigegangen, als sich die drei das Video ansahen. Manchmal war ich doch dankbar, dass unser Büro Glaswände hatte. Aber nur manchmal. Ich wünschte mir, ich hätte das gesehen, andererseits musste ich inzwischen oft genug mit den Reaktionen meines Körpers auf Dannys Anblick kämpfen.
Es war zeitweise schlimm. Immer wieder sprang mein Körper nur schon darauf an, wenn Danny an meinem Büro vorbei ging und mein Blick ihm folgte. Vielleicht lag es aber auch nur daran, dass ich einfach nicht meiner Lust nachging. Weil ich nicht die Zeit fand, oder weil ich Abends einfach zu müde und erschlagen war, als dass ich noch Hand an mich selber hätte legen können oder wollen. Außerdem konnte ich immer noch nicht so weit gehen in dieser Art und Weise an Danny zu denken. Mein Körper reagierte vielleicht schon auf die sexuelle Anziehung, die von ihm ausging, aber mein Kopf verbot mir einfach so über ihn zu denken.
Trotzdem konnte ich unseren Kuss immer noch nicht vergessen. Ich wünschte mir wirklich, er würde zu mir kommen und mir sagen, was er empfand, aber er tat es nicht. Wieso sollte er auch zu mir kommen? Ich machte es ihm ja auch nicht wirklich leicht. Vermutlich dachte er immer noch, dass ich in jemand anderen verliebt war. Ich wusste nicht so richtig, was ich machen sollte. Und flüchtete mich mal wieder in meine Arbeit.
Verdammt, ich suchte mir immer wieder den leichten Weg aus, anstatt vielleicht den etwas härteren Weg zu gehen und ihm ins Gesicht zu sagen, was ich empfand. Aber meine Angst vor Zurückweisung war wohl einfach noch zu groß. Ich hatte erst herausgefunden, dass ich mich wieder verlieben konnte, dass ich wieder lieben konnte. Eigentlich hatte ich nie aufgehört zu lieben, Claire zu lieben, ich hatte nur entdeckt, dass ich jemand anderen auch lieben konnte. Ich war dabei die Liebe für mich wiederzuentdecken. Liebe wieder zu finden. Wenn Danny mich auch liebte.
Irgendwie musste ich das Ganze doch herausfinden können.
Aber erstmal hatten Stella und ich einen Fall zu lösen, und dann musste ich auch immer noch Danny und Hawkes über die Schulter kucken, und natürlich Lindsay auf die Finger. Hey, ich war der Boss, das war mein Team, mein Labor. Ich hatte Aiden deswegen gefeuert, ich konnte nicht nachlässig werden, nur weil ich mich plötzlich wieder verliebt hatte. Hier wurde immer noch gearbeitet.
Nachdem wir unsere Fälle gelöst hatten kam mir der Zufall zu Hilfe, und zwar in Gestalt von Don Flack. An einem Abend, wie könnte es anders sein, ich brütete mal wieder über Papierkram, kam er in mein Büro:
„Mac?"
Ich sah vom Monitor meines Computers auf. Papierkram war heute nicht mehr das, was er früher mal war. Wir sagten zwar alle immer noch Papierkram dazu, aber meistens hieß es, dass wir Formulare im PC ausfüllten, oder Berichte in den PC tippten. Papier gab es dabei meist nur noch aus dem Drucker, eine Ausgabe für die Akten, für alle Fälle, falls der PC doch mal abstürzte. Wir mussten uns ja absichern. Und es wäre schon blöd, wenn ein Fall gerade vor Gericht ginge und wir unsere Unterlagen nicht hätten, weil ausgerechnet zu dem Zeitpunkt der Server, Rechner oder was auch immer gerade abgestürzt war.
„Hallo Don!" begrüßte ich Flack. „Setz dich doch."
Irgendetwas sagte mir, dass es nicht nur einer der üblichen Besuche hier war. Er schaute ab und an hier im Büro rein, obwohl er seinen eigenen Schreibtisch natürlich in der Zweigstelle der Polizei in seinem Bezirk hatte. Trotzdem arbeitete er oft mit uns an Tatorten zusammen, wohl auch, weil er uns kannte, deswegen schickte man ihn wohl ab und an auch zu den Orten, die eigentlich nicht in seinem Bezirk lagen.
Er war etwas unruhig, setzte sich aber schließlich doch auf den Stuhl vor meinem Schreibtisch.
„Was gibt es?" fragte ich. Vielleicht wäre Don gleich so oder so damit herausgeplatzt, aber ich wollte es ihm möglichst leicht und einfach machen.
„Du hast mit meinen Eltern gesprochen?"
Ein schuldbewusstes Lächeln trat auf mein Gesicht. „Ja, habe ich." gab ich schließlich zu.
„Mum hat mich angerufen." sagte er schließlich. „Sie meinte, ich hätte einen außergewöhnlichen Freund und ich solle gut auf dich aufpassen, Menschen wie dich gäbe es nicht viele."
Ich errötete leicht.
„Tut mir leid, falls ich mich in Dinge eingemischt habe, die mich nichts angehen." sagte ich schließlich. „Aber ich konnte das einfach nicht mit ansehen…"
„Ich weiß. Danke, Mac." sagte Don. „Nur zu meinem Vater scheinst du nicht durchgedrungen zu sein."
„Gegen Dummheit gibt es kein Mittel." platzte es aus mir heraus. „Tut mir leid, Don."
„Schon gut." winkte er ab. „Du hast ja Recht. Ich bin nur froh, dass Mum mich angerufen hat."
Er lächelte. Anscheinend hatte er wirklich eine enge Bindung zu seiner Mutter. Man sagte es ja schwulen Männern nach, dass sie oftmals ihren Müttern nahe standen, aber ich fand darin nichts Schlimmes. Ein gutes Verhältnis zur Familie konnte einfach nichts Schlimmes sein.
„Musst du noch viel arbeiten?" fragte Don schließlich.
„Nur Papierkram." gab ich zurück, bevor ich die Datei speicherte, an der ich gerade arbeitete. „Wieso?"
„Weil ich dich gerne auf einen Drink bei Sullivans einladen würde…"
„Solange es kein Tequila ist." antwortete ich, während ich den Computer herunter fuhr.
„Wohl eher so lange du nicht am Ende betrunken mit Danny auf der Herrentoilette herumknutschst…" gab er zurück.
„Stella hat es euch brühwarm erzählt, oder?" fragte ich.
Don nickte nur mit einem Grinsen.
„Nur was ist da schief gelaufen?" fragte er.
„Wie bitte?" kam von mir anstatt einer Antwort, eine Gegenfrage, aber ich wusste wirklich nicht, worauf er hinauswollte.
„Na mit dir und Danny. Wieso hast du ihm nicht gesagt, was du empfindest. Zumal er ja auch was für dich empfindet." Don stockte. „Oh, das hätte ich jetzt nicht verraten sollen."
Ich lachte. „Keine Angst, Stella hat am nächsten Morgen schon geplaudert. Nur ich traue der Sache irgendwie einfach nicht."
Wir gingen zu den Fahrstühlen und unterbrachen unser Gespräch für einige Zeit. Auch auf der Straße auf dem Weg zu Sullivans schwiegen wir. Erst als wir an einem Tisch saßen, jeder mit einem Bier vor sich, begannen wir wieder zu reden.
„Du glaubst also nicht, dass Danny dich liebt."
Ich schüttelte den Kopf. „Nicht so lange bis ich es nicht aus seinem Mund höre."
Don schüttelte den Kopf voller Unverständnis. „Der ständige Skeptiker, was? Mac, du sagst zwar immer, dass Menschen lügen, Beweise aber nicht, aber in dem Fall willst du dich dann lieber auf Dannys Worte verlassen, als auf all die Hinweise, die es gibt?"
Ich zuckte mit den Schultern.
„Wenn du ihm sagen würdest, dass du ihn liebst, dann würde er dir bestimmt auch sagen, was er empfindet." fuhr Don fort. „Danny ist zwar jemand, der nicht jedem sein Herz schenkt, vielleicht bis du der erste, für den er so tiefe Gefühle empfindet, aber er hat Gefühle. Brich ihm nicht das Herz."
So hatte ich das ganze noch nicht betrachtet. Ich hatte nicht die Möglichkeit gesehen, dass ich Danny wehtun konnte vor lauter Angst, dass mir vielleicht wehgetan werden könnte, und zwar von Danny.
„Don? Kannst du mal mit ihm reden?" bat ich Flack schließlich. „Ich kann das einfach nicht. Ich kann Danny nicht sagen, was ich fühle. Wenn er mir sagt, was er empfindet, dann könnte ich es ihm sagen. Glaube ich." Ich legte eine Pause ein. „Er weiß doch noch nicht, dass ich in ihn verliebt bin?"
Don schüttelte den Kopf. „Ich habe ihm zumindest nichts gesagt, ob jemand anderes geplaudert hat, das kann ich natürlich nicht beurteilen."
Ich nickte.
„Sag es ihm." bat ich Don schließlich. „Sag ihm, dass ich in ihn verliebt bin. Du kannst das, du bist sein Freund. Vielleicht…" Ich konnte nicht weiterreden. Ich wollte mich gar nicht den weiteren Hoffnungen hingeben, was passieren könnte, wenn Danny wusste, was ich für ihn empfand. Ich schwankte immer noch dazwischen zu sagen, dass ich in Danny verliebt war, und dass ich Danny liebte. Vermutlich, weil ich wirklich zwischen diesen beiden Stadien gefangen war. Erst wenn ich mit Danny wirklich zusammen wäre, wäre ich mir sicher, dass es Liebe ist.
„Bist du dir sicher?" fragte Don. Ich nickte. „Okay." Don verlangte nach der Rechnung und bezahlte unsere Biere.
„Fahr nach Hause, Mac. Schlaf etwas, du siehst müde aus." meinte Flack zu mir, bevor er mich freundschaftlich umarmte. „Ich rede mit ihm. Ich kann nichts versprechen, aber ich rede mit ihm. Und wenn ich was Konkretes weiß, dann sag ich es dir. - Aber ich werde bestimmt nicht euer Laufbursche werden." fügte er scherzhaft hinzu.
Im nächsten Kapitel: Smut - Das M-Rating bekommt endlich seine Berechtigung. (Das ist schon mal eine erste Sex-Szenen-Warnung.)
