Autorenanmerkung: Ihr seid der Hammer! Über 3000 Hits hat die Geschichte inzwischen! Wobei es ganz danach aussieht, als wenn nach diesem Kapitel das allererste, der Prolog, 1000 Hits auf sich vereint. Ich bin trotzdem stolz.

Danke an alle, die lesen! Danke an alle die immer wieder zurückkehren. Ein Willkommen an die neuen Leser! (Mir deucht als wenn es da ein oder zwei gäbe... Ich beobachte die Hitzahlen! ;-) ) Und ein ganz dickes Danke an frl-smilla und TeddyHamster für ihre Reviews zum letzten Kapitel.

So, das 40. Kapitel insgesamt, wenn auch erst das 39. in meiner Zählung. Und das längste Kapitel bisher. Damit ist dann die magische 100.000 Wort-Grenze durchbrochen. Zumindest hier im Zähler, mit den ganzen Autorenanmerkungen und so weiter und sofort...

Ich wünsche viel Spaß mit diesem Kapitel!


Kapitel 39: Nachwirkungen

Mir fiel kein geeigneterer Platz ein als meine eigene Wohnung. Wohin hätte ich auch sonst mit Danny gehen sollen? Natürlich wäre seine Wohnung eine Möglichkeit gewesen, aber was für eine? Bei mir kannte ich mich aus, ich wusste, wo ich die Teebeutel finden würde. Nicht, dass ich nachdem ich den Bericht über die Vergiftung einer Krebskranken mit Arsen in ihren Teebeuteln nicht jedes Mal daran denken musste, wer vielleicht an meinen Beuteln herumgepfuscht haben könnte.

Trotzdem setzte ich erst mal den Wasserkocher in Betrieb als wir bei mir angekommen waren. Das war allerdings nicht so leicht wie es vielleicht klang, denn Danny hatte sich schon den ganzen Weg über immer wieder an mir festgehalten: Ich war mit dem Auto am Krankenhaus gewesen, so konnten wir auch immerhin mit etwas Privatsphäre zu meiner Wohnung fahren. Seine Hand hatte auf der Fahrt immer wieder die meine gesucht. Er brauchte Halt. Und er ließ mich spüren, dass ich dieser Halt für ihn war. Ich glaube, ich war so etwas wie ein Fels in der Brandung für ihn.

Ich glaube, ich hatte Danny noch nie so anlehnungsbedürftig erlebt wie an diesem Tag. Wie konnte ich auch? Sein Bruder war fast zu Tode geprügelt worden. Wenn er jemals wieder aus dem Koma aufwachen würde. Natürlich brauchte Danny jeden Trost den er bekommen konnte. Er hatte mich umarmt, noch bevor meine Haustür zu war, und er schmiegte sich die ganze Zeit an mich, die Wärme meines Körpers suchend, während ich in der Küche erst mit dem Wasserkocher hantierte und dann die Teebeutel raussuchte. Es behinderte mich zwar etwas in meiner Arbeit, aber es war auch irgendwie schön, dass er diese Nähe bei mir suchte

Allerdings verblüffte es mich schon, als er anfing, mich zu küssen. Erst ganz sanft auf die Wange, dann begannen seine Lippen meinen Mund zu suchen. Seine Küsse wurden drängender, fordernder. Kurz gab ich nach und wand mich ihm zu, nahm ihn in dem Arm und küsste ihm. Ich versuchte ihm all den Halt, all die Liebe, die ich für ihn spürte, in diesem Kuss zu zeigen. Er sollte wissen, dass er nicht allein war. Der Wasserkocher klickte und signalisierte so, dass das Wasser heiß war, als Danny gerade sein Becken gegen mich drängte und mich spüren ließ, was in seiner Hose vor sich ging. Wenn mich unsere Küsse nicht selber trotz der Situation drum herum, mit Louie im Koma, erregt hätten, dann hätte ich sicherlich total verständnislos darauf reagiert.

So brühte ich erst mal unseren Tee auf und bugsierte mich, Danny und die zwei dampfenden und heißen Becher zu meinem Sofa. Kaum saßen wir spürte ich auch schon Dannys Hand über meinen Oberkörper gleiten und mir mein Jackett ausziehen. Ich ließ ihn gewähren und streifte es schließlich sogar bereitwillig ab. Seine Lippen waren schon wieder auf meinen, als wäre er ein Ertrinkender und ich die lebensnotwendige Luft zum Atmen, oder als wenn er ein Verdurstender wäre und ich das Wasser. Seine Hände begannen mein Hemd aufzuknöpfen.

Ich stoppte ihn immer noch nicht, stattdessen schoben meine Finger seine dünne, beige Jacke von seinem Körper. Meine Wohnung war warm genug, um im T-Shirt drin zu sitzen. Und das tat Danny Augenblicke später auch schon, während seine Finger immer noch mit meinen Hemdknöpfen kämpften. Seine Lippen hatten sich von meinen getrennt, und ich musste gestehen, dass ich sie schmerzlich vermisste. Sogar das leichte Kratzen seines Bartes auf meiner Haut fehlte mir. Aber ich würde ihn in dieser Situation gewiss zu nichts drängen. Überhaupt ließ ich ihm viel die Führung in unserer Beziehung, wenn ich so darüber nachdachte. Vielleicht auch, weil ich meine Freiräume brauchte. Es fiel mir nicht immer leicht mit der Tatsache klarzukommen, dass ich tatsächlich weiterlebte - nach Claires Tod - dass mein Leben inzwischen aus mehr bestand als nur der Arbeit, aus viel mehr. Ich hatte wieder eine Beziehung, ich hatte wieder jemanden, den ich liebte. Auch wenn ich immer noch unfähig war es ihm zu sagen. Würde ich jemals in der Lage sein ihm zu sagen, was ich für ihn empfand? Ich wusste es nicht. Ich wusste noch nicht mal, was ich sagen würde, wenn er mir sagen würde, dass er mich liebte. Wenn er denn wirklich so empfand und es mir jemals sagen würde.

Seine Finger zupften am Saum meines Hemdes, pflückten den Stoff aus meiner Hose und meinem Gürtel heraus, bevor er schließlich den untersten Knopf öffnete. Wieder einmal trug ich ein Unterhemd. Ich konnte wohl irgendwie nicht anders. So bald es in New York kühler wurde brauchte ich etwas unter dem dünnen Stoff des Hemdes. Er sah mir genau in die Augen, und ich wusste überhaupt nicht, was ich tun sollte.

„Unser Tee!" platzte ich dann heraus. Ich hatte die Becher auf dem Tisch vor dem Sofa total vergessen gehabt und konnte nur hoffen, dass der Tee nicht zu lange gezogen hatte. Ich holte rasch eine Untertasse aus der Küche und fischte die Teebeutel aus dem Wasser. Immerhin konnte man den Tee jetzt langsam trinken ohne sich dabei Lippen und Zunge zu verbrühen. Danny sah mich irgendwie verständnislos an. Vielleicht war es nicht die feinfühligste Reaktion auf seine Annäherungsversuche gewesen, aber andererseits: War dies der richtige Zeitpunkt um intim zu werden? Louie lag im Krankenhaus. Vielleicht versuchte Danny nur irgendetwas damit zu kompensieren, in dem er sich so auf mich stürzte.

Ich drücke Danny seinen Becher Tee in die Hand. „Austrinken!" Mein Tonfall ließ gar keine Widerrede zu. Ich weiß nicht, ob Tee wirklich beruhigend wirkt, ob er die heilenden Kräfte hat, die viele ihm zusprechen. Für mich ist er einfach nur ein Nahrungsmittel: Weniger kalorienhaltig als heiße Schokolade, nicht so aufweckend wie Kaffee, aber wärmend. Ich hoffte, dass es Danny irgendwie gut tun würde einen Becher Tee zu trinken. Ich hatte auch keinen blassen Schimmer von Teesorten, ich trank einfach was mir schmeckte, doch meistens trank ich immer noch Kaffee, Wasser und Orangensaft.

Danny nahm vorsichtig einen Schluck von seinem Becher. Der Tee war doch immer noch recht heiß. Ich stellte meinen Becher noch mal ab und befreite mich aus meinem Oberhemd, legte es halbwegs ordentlich über die Lehne eines Stuhls an meinem Esstisch, bevor ich mich wieder neben Danny aufs Sofa setzte. Er nippte immer noch an seinem Tee, versuchte ihn zu trinken. Ich wusste nicht, wie ich ihm sonst Mut und Trost in diesem Augenblick zusprechen sollte, also nahm ich einfach nur seine eine Hand und drückte sie, während wir beide in den anderen Händen unsere Teebecher hielten, aus denen wir gelegentlich tranken.

Ich hatte keine Ahnung, was ich sonst noch für Danny tun könnte. Und wirklich ruhig neben ihm sitzen konnte ich im Moment auch nicht. Als unsere Becher leer waren musste ich diese erst mal wegräumen, damit ich eine Beschäftigung hatte. Danny zog in der Zwischenzeit seine Schuhe aus und stellte sie neben mein Sofa. Auch ich schlüpfte aus meinem Schuhwerk.

„Mac…"

Dannys Stimme klang rau und belegt, vermutlich vom Weinen. Er hatte auch im Auto immer noch Tränen vergossen gehabt, und ich war mir doch etwas hilflos vorgekommen. Was immer er jetzt wollen würde, ich würde versuchen es ihm zu erfüllen, damit es ihm besser ginge. Für seinen Bruder konnte ich leider nichts tun. Ich wusste noch nicht mal ob Louie, wenn er denn jemals wieder aus dem Koma erwachen sollte, nicht wegen Beihilfe zum Mord angeklagt werden würde.

„Können wir uns etwas hinlegen?" fragte Danny leise.

„Klar." Wir waren eh schon weniger bekleidet als zuvor, vielleicht wäre es gar nicht mal das schlechteste, wenn wir ins Bett gehen würden. Aber Danny hatte nichts von Schlafen gesagt. Vielleicht hatte er auch nur das Gefühl, dass sein Körper etwas Ruhe brauchen würde.

Wir gingen zusammen ins Schlafzimmer, doch noch bevor wir an meinem Bett ankamen packte mich Danny, zog mich eng an sich und küsste mich mit Nachdruck. Ich hatte nicht vorgehabt, ihn alleine zulassen. Es gab auch nicht wirklich was in meiner Wohnung, was ich gerade hätte tun wollen, außer bei ihm zu sein. Ich hätte nur nicht gedacht, dass er mich so in meinem Schlafzimmer… attackieren würde. Es war schon fast ein Angriff, auch wenn er auf keine Gegenwehr stieß.

Bis zu dem Moment als seine Finger begannen mein Unterhemd aus meiner Hose zu ziehen. Mein Körper spannte sich an. Ich wollte nicht, dass er meine Narbe sah, irgendetwas in mir sträubte sich immer noch dagegen. Dabei wusste ich, dass es wohl unvermeidlich wäre. Ich hätte ihm vielleicht schon längst davon erzählen sollen, aber ich konnte es nicht. Ich stoppte seine Hand mit meiner und unterbrach unseren Kuss. Danny sah mich verständnislos an. Nein, verständnislos nicht, aber irritiert.

„Immer noch zu schnell?" fragte er schließlich ganz leise. Ich konnte es ihm nicht verübeln. Aber daran lag es dieses Mal definitiv nicht. Ich wollte Danny nicht schon wieder zurückweisen. Wenn er jetzt körperliche Nähe brauchte, dann sollte er sie bekommen. Wenn er warme Haut auf seiner spüren musste, um sich lebendig zu fühlen, dann würde er meine Haut auf seiner spüren (und ich seine auf meiner). Wenn er einen warmen Körper neben sich spüren musste, dessen Lungen sich von alleine mit Luft füllten und dessen Herz ohne Hilfe rhythmisch schlug, dann würde er diesen Körper neben sich finden. Aber ich wollte nicht, dass er unvorbereitet auf die Narbe stoßen würde.

Ich schämte mich nicht wegen ihr. Das war es nicht. Es waren nur die Reaktionen und die Fragen, weshalb ich sie lieber verdeckt hielt. Ich war immer noch Stolz auf meine Vergangenheit als Marine, immerhin hatte ich meinem Land gedient. Aber es bedeutete nicht, dass ich diese jedem unter die Nase reiben musste, auch nicht, dass ich durch meinen Dienst für immer sichtbar gekennzeichnet wurde. Aber Danny musste es erfahren. Der Augenblick der Wahrheit war gekommen.

„Nein." flüsterte ich in der Angst mit meiner normalen Stimme irgendwie Schaden anrichten zu können, die Stimmung zu zerstören. Danny hatte sich gerade wieder etwas gefangen, auch wenn er sich anscheinend vollkommen auf mich konzentrierte. „Da ist nur etwas, was du wissen solltest…" Nur wie sollte ich ihm das sagen? Seine Hand, die immer noch unter meiner ruhte, wo ich sie gestoppt hatte, würde mir helfen, es ihm zu erklären.

„Erschrick bitte nicht…" Ich sprach immer noch leise, während ich seine Hand zusammen mit meiner weiter nach oben führte, über meinen Bauch, bis zu meiner Brust. Ich konnte daran, wie er leicht zusammenzuckte erkennen, dass wir an der Stelle angekommen waren, an der meine Haut gezeichnet war.

„Was ist das?" fragte Danny, während er mit seiner anderen Hand mein Unterhemd hochschob um auch sehen zu können, was er da fühlte. Vermutlich konnte er sich denken, was es war. Trotzdem musste er es sehen.

„Nur eine Narbe, Kriegsverletzung." antwortete ich, etwas kurz angebunden. Dannys Blick hing auf meiner beschädigten Haut. Die Stelle war vielleicht etwa so groß wie ein Hühnerei oder ein Tennisball. Womit sollte man Flächen vergleichen? Mit einem Handteller? Selbst Claires Hand konnte immer meine Narbe ohne Probleme verdecken.

Ich zuckte zusammen, als Danny die vor langer Zeit verwundete Haut küsste, als könnte sein Kuss alles wieder gutmachen. Die Berührung war sanft und zart, und gleichzeitig mit einem gewissen Nachdruck. Und sein Bart kitzelte auf meiner Haut. Dann spürte ich seine Zunge, die leicht über meine Haut leckte, und ich konnte ein erstes, kleines Aufstöhnen nicht länger unterdrücken.

Ich wirke nach außen oft so ruhig, fast schon kühl. Manche Menschen würden mich bestimmt als gefühlskalt und teilnahmslos beschreiben. Aber ich glaube, dass ich meine Gefühle und Empfindungen halt nur den Menschen zeige, die mir wirklich etwas bedeuten. Und ich wollte den Schmerz über Claires Verlust nie groß zur Schau stellen, - also entwickelte ich eine Maske, ein Gesicht, das nicht zeigte, was in mir drin vorging. Aber in Momenten wie diesem war ich ganz ich selber.

Ich ließ Danny gewähren, ließ ihn mein Unterhemd noch etwas weiter hochschieben, und stöhnte schließlich wirklich auf, als er meine Brustwarze in seinen Mund nahm und daran saugte und leckte. Es fühlte sich herrlich an, sendete kribbelnde Impulse durch meinen Körper. Die Erregung, die ich schon früher an diesem Abend gespürt hatte war sofort wieder da. Sie war sowieso nur minimal abgeflacht, doch Dannys Berührungen brachten sie wieder vollkommen in mein Bewusstsein.

Fast schon war ich enttäuscht, als Dannys Mund von meiner Brustwarze abließ. Er richtete sich auf und sah mich an. Ohne groß darüber nachzudenken zog ich ihn in meine Arme und drückte ihn. Ich konnte den Stoff seines T-Shirts auf meiner Haut spüren, mein Unterhemd war zum größten Teil bereits hochgeschoben, ich brauchte es fast nur noch über meinen Kopf zu ziehen, um es loszuwerden. Dies war der einzige Grund, weshalb ich Danny losließ: Ich zog das Hemd über meinen Kopf, nur um es dann auf den Boden neben meinem Bett fallen zu lassen. Dann wandte ich mich wieder Danny zu, der mich ansah als hätte ich gerade etwas total Ungewöhnliches getan, bis ich mich daran erinnerte, dass er mich noch nie ohne Oberbekleidung gesehen hatte, außer vielleicht zufällig in der Umkleide für kurze Augenblicke.

Auf keinen Fall wollte ich ihn in irgendeine Richtung drängen. Wenn er es hierbei belassen würde, dann wäre mir das recht, wenn nicht, dann wäre mir das ebenso recht. Einen Moment stand er regungslos vor mir, bevor sein weißes T-Shirt meinem Unterhemd folgte. Ich glaube, ich starrte ihm doch relativ schamlos auf seine Brust. Mir gefiel, was ich da sah, nicht, dass es mich total überrascht hätte, dass Danny mehr Brustbehaarung hatte als ich. Aber es war auch nicht zu viel. Dunkelblonde bis hellbraune Härchen zogen ich über den oberen Teil seiner Brust, unter der Haut zeichneten sich seine gut trainierten Muskeln ab. Etwas unterhalb der Brustwarzen endete der Haarwuchs, und um den Bauchnabel herum sah ich dann wieder ein paar Härchen. Danny trug seine Hosen doch etwas tief…

Mein Blick blieb kurz an seinem flachen, muskulösen Bauch hängen. Nicht, dass sich unter meinem kleinen Bäuchlein nicht auch Bauchmuskeln versteckt hätten, aber bei Danny sah man sie deutlich. Bei mir waren sie unter einer Schutzschicht aus Fett verborgen. Als ich in Dannys Alter war, da war sah mein Körper auch durchtrainierter aus, nicht, dass ich es nicht immer noch wäre, also trainiert, aber man sah es nicht mehr so. In einem Beruf wie dem unsrigen konnte man gar nicht ohne körperliches Training überleben. Wie oft mussten wir Verdächtigen hinterher rennen oder uns verteidigen? Zu oft. Und doch nicht so oft, wie es vielleicht andere Leute erwarteten.

Vorsichtig trat ich näher an Danny heran und schloss die Lücke, die zwischen unseren Körpern sich aufgetan hatte, als er sein T-Shirt ausgezogen hatte. Ich sah ihm kurz in die Augen, bevor meine Hand sich auf seine Brust legte. Ich konnte die Härchen unter meinen Fingern spüren. Ich fühlte, wie sich Dannys Brustkorb hob und senkte, wie sein Herz kräftig gegen die Rippen schlug. Ich fuhr leicht mit meinen Fingern über die Haare, bevor ich die Distanz zwischen unseren Körpern noch etwas schloss und mich vorbeugte um Danny zu küssen. Meine Hand verschwand von seiner Brust und ich zog ihn stattdessen mit meinen Armen an mich. Ich konnte seine Brusthaare spüren, während sich mein Körper gegen seinen drückte. Und ich fühlte die warme Haut unter meinen Fingern, gegen meinen Bauch, meine Brust, unter meinen Armen.

Seine Lippen waren auf meinen, meine Zunge suchte sich langsam einen Weg zwischen ihnen in seinen Mund hinein, forderte seine Zunge heraus. Es passierte total unbewusst, dass mein Körper nach mehr verlangte. Dass mein Becken sich gegen ihn drängte und ich mich an ihm rieb. Erst als er ebenso reagierte und im Gegenzug mich spüren ließ, wie hart er bereits war, wurde mir klar, worauf wir geradewegs hinzusteuerten. Kurz fragte ich mich, ob ich ihn vielleicht bremsen sollte. Ich hatte Angst, dass er es vielleicht am nächsten Tag bereuen würde, wenn wir jetzt etwas überstürzten. Andererseits hatte ich ihn so lange warten lassen…

Ich war hin und her gerissen zwischen Rücksichtnahme und meiner eigenen Lust.

Danny nahm mir schließlich die Entscheidung ab, als seine Finger begannen an meinem Gürtel zu nesteln, ihn zu öffnen. Es war bestimmt nichts, was er einfach leichtfertig tun würde. Wir wussten ja beide von einander, dass wir keine Erfahrungen mit Männern hatten. Trotzdem konnte ich eine Frage nicht zurückhalten.

„Willst du das wirklich?"

Unsere Lippen hatten sich irgendwann getrennt, auch, damit wir Luft holen konnten. Mein Gürtel war inzwischen offen, und der Knopf meiner Hose ebenso, während meine Finger inzwischen an seinem Gürtel nestelten. Ich wusste noch nicht mal, ob ich mich wirklich würde stoppen können, wenn er mich darum bitten würde. Natürlich könnte ich es. Bei so viel Selbstkontrolle, die ich tagtäglich aufbrachte, würde es kein Problem sein. Aber ich hatte den Mann, den ich liebte, in meinen Armen, es sah so aus, als würden wir uns das erste Mal körperliche Nahe sein, und so sehr wie er mich zum Anlehnen gerade brauchte, brauchte ich in diesem Moment die Wärme seines Körpers.

„Ja." wisperte Danny, und Erleichterung durchströmte mich, während ich nun wirklich seinen Gürtel öffnete. Ich küsste ihn erneut. Ganz automatisch suchte mein Mund nach seinem, während meine Finger mit den Knöpfen seiner Jeans kämpften. Sein Mund dämpfte mein Aufstöhnen, als seine Hand schließlich in meine Hose glitt und über meinen Schritt strich. Unter dem Stoff meines Slips würde Danny nur zu genau spüren können, wie erregt ich bereits war. Er ließ seine Handfläche einfach dort ruhen, wo mein Glied sich ihr entgegenwölbte.

Es dauerte noch einige Augenblicke, in denen sich unsere Lippen trennten und sich dafür unsere Blicke trafen, wir uns in die Augen sahen, bevor ich seine Jeans geöffnet hatte. Ich trage Jeans nicht ganz so häufig. Und es war lange Zeit her, dass ich einen anderen Menschen entkleidet hatte. Dementsprechend lange hatte der Kampf mit den Knöpfen und dem robusten Stoff gedauert. Leise klirrte Dannys Gürtelschnalle, während seine Jeans über seine schmalen Hüften rutschte und an seinen Beinen entlang zu Boden glitt, angestoßen von meinen Fingern.

Ich spürte, wie Dannys Hände den Saum meiner Hose suchten, um sie ebenso auf die Reise der Erde entgegen zu schicken. Gravität ist schon was Tolles. Isaak Newtons Feststellung der Schwerkraft hat mich schon immer fasziniert: Ein simples Konzept, aber so entscheidend.

Ich spürte wie der Stoff über meine Beine glitt, während meine Hände nach Dannys Hintern tasteten. Aus welchem Grund ich mich nicht traute ihn ebenso zu berühren, wie er es mit mir getan hatte, das wusste ich nicht. Meine Hände umfassten seine Pobacken, kneteten sie sanft, während mein Mund erneut seinen suchte. Ich stöhnte leicht gegen seine Lippen, als unsere Glieder sich aneinander rieben, während sich unsere Becken gegen einander drängten.

Meine Hände glitten über seinen Rücken, streichelten seine bloße Haut, während sich mein Mund langsam von seinem trennte und meine Augenlider sich wieder öffneten. Ich konnte spüren, dass mein Blick lustverschleiert war, während ich es in seinen Augen sehen konnte: Die Lust und Begierde. Vielleicht machte es mir ein bisschen Angst.

Dannys Brille war irgendwo in meiner Küche, meinem Wohnzimmer. Ich weiß nicht, wann er sie wieder abgesetzt hatte, nachdem er sie auf der Rückfahrt kurzzeitig getragen hatte. Ich wusste noch nicht einmal, wie schlecht Danny ohne sie überhaupt sah. Trug er Kontaktlinsen, wenn er mal länger ohne seine Brille unterwegs war? Es gab immer noch so viel, dass ich über den Mann herausfinden konnte, den ich gerade in meinen Armen hielt.

Ich stieg wenig elegant aus den Hosenbeinen meiner Hose und ließ Danny schließlich los. Auch seine Hände ließen von meinem Körper ab. Er ging in die Hocke, schlüpfte aus seiner Jeans und streifte seine Socken ab. Ich setzte mich auf die Kante meines Bettes um meine Socken von meinen Füßen zu ziehen. Als ich die Füße wieder auf den Boden setzte, den weichen Teppich unter meiner Fußsohle spürend, merkte ich, dass Dannys Blick auf mir ruhte. Mit wenigen Schritten stand er vor mir, legte seine Hände auf meine Schultern, ging etwas in die Knie und küsste mich schließlich, wobei er mich gleichzeitig zurück auf das Bett drängte. Ich ließ mich nach hinten sinken und spürte ihn über mir. Meine Augen hatten sich geschlossen, während ich mich seinem Kuss hingab.

Vollkommen automatisch strichen meine Hände über seinen Rücken, während er schon halb auf mir lag. Ich merkte, dass meine Armbanduhr über seine zarte Haut wohl unangenehm kratzen musste. Als sich unsere Lippen wieder voneinander lösten schob ich ihn von mir herunter. Er rollte sich auf den Rücken, neben mich, während ich an meinem Armband nestelte, bis ich es schließlich auf hatte. Ich legte die Uhr auf den Nachttisch, genau neben das Foto von Claire.

Dannys Blick suchte meinen, in ihm war eine stumme Frage. Die Frage danach, ob alles so weit für mich in Ordnung sei, die Frage nach Claire. Irgendwie erinnerte es mich aber erst so richtig daran, dass er fast seinen Bruder Louie verloren hatte, dass dieser im Krankenhaus lag, mit dem Tode rang. Waren es die Tragödien des Lebens, die uns in Situationen wie diese brachten? Ich fragte mich, was gewesen wäre, wenn Claire am 11. September nicht zur Arbeit gegangen wäre, wenn sie zu Hause geblieben wäre, wenn sie überlebt hätte, wenn wir –sie- ‚nur' ihre Freunde und Arbeitskollegen verloren hätte…

Ein grausiger Gedanke. Ein Gedanke, der mich quält. Die Sätze mit dem „Was wäre wenn…" waren nach dem 11. September oft in meinem Kopf aufgetaucht. Erst mit der Zeit hatten sie abgenommen. Ich musste gestehen, dass ich mir natürlich oft gewünscht hatte, dass sie an dem Tag nicht zur Arbeit gegangen wäre, dass sie nicht in den Türmen gestorben wäre. Und es war hart gewesen, der Realität ins Auge zu sehen.

Doch dieser Moment warf einfach die Frage auf, ob wir diesen Tag gemeinsam verarbeitet hätten, in dem wir miteinander geschlafen hätten, in dem wir uns nahe gewesen wären, uns geküsst hätten, uns geliebt hätten.

Danny musste wohl gespürt haben, dass meine Gedanken zu Claire gewandert waren. Mein Blick war an ihrem Foto hängen geblieben, wie ich feststellte, als seine Hand meine Wange berührte und er meinen Kopf ganz sanft zu seinem Gesicht wendete.

Doch im Gegensatz zu vielen anderen Zeitpunkten schimmerten keine Tränen in meinen Augen. Der Schmerz, er war immer noch da, aber er überwältigte mich nicht. Vielleicht war dies ein Augenblick, der mir helfen würde, besser mit dem Verlust von Claire klarzukommen, weiterzuleben. Ich war auf dem richtigen Weg, ich spürte es, und irgendwie fühlte ich auch, dass auch Claire es so sah. Ich kann es nicht genauer erklären, es war und ist nur so ein Gefühl. Ich glaube nicht in dem Sinne an Geister oder Engel, aber ich glaube daran, dass die Menschen, die wir lieben, und die uns lieben, uns nie so ganz verlassen. Das macht es vielleicht auch so schwer, sie loszulassen und weiterzuleben, aber das macht es gleichzeitig vielleicht auch ein kleines bisschen leichter: Sie leben irgendwie mit uns weiter, wenn auch nur in unseren Herzen.

Ich sah Danny an und nickte ganz leicht. Dann beugte ich mich etwas vor und drückte ihm einen sanften, fast keuschen Kuss auf die Lippen. Seine Hände vergruben sich in meinem Haar, so weit es möglich war. Meine Haare sind immerhin ziemlich kurz. Er merkte wohl, dass er keinen richtigen Halt fand, denn ich fühlte, wie seine Hände über meinen Nacken zu meinem Rücken wanderten, seine Arme sich um mich schlangen und mich auf ihn zogen.

Wir küssten uns leidenschaftlicher, unsere Körper rieben sich aneinander, und Dannys Hände wanderten über meinen Rücken bis zum Bund meines Slips, bevor seine Fingerspitzen geradezu neckisch hineinschlüpften. Unsere Lippen trennten sich, meine Augen öffneten sich und sahen in fragende grün-blaue, während ich doch etwas nach Atem rang. War Küssen schon immer so Sauerstoff raubend gewesen, oder war ich einfach nur aus der Übung?

Vorsichtig tasteten sich Dannys Finger etwas weiter vor. Er sah mich an, als würde er auf Widerworte von mir warten, darauf, dass ich sagen würde, er solle aufhören. Doch ich sagte nichts. Vielleicht, weil mein Mund sich irgendwie trocken anfühlte. Vielleicht, weil ich gar nicht wollte, dass er aufhörte. Wir waren beide erwachsen, ich konnte nur hoffen, dass er wusste, was er tat, - und es morgen nicht schon bereuen würde. Doch wusste ich, was ich tat? Würde ich es morgen vielleicht schon bereuen?

Die kleine Stimme in meinem Kopf verneinte. Ich würde es nie bereuen, dass ich ihm so nahe war, und vielleicht noch näher sein würde. Und wenn es nur für ein paar Minuten, ein paar Stunden, ein paar Tage war. Ich fragte mich, wo meine Zurückhaltung geblieben war, und gleichzeitig wusste ich, dass ich nicht alles riskieren würde, dass ich nicht den letzten Schritt mit ihm gehen würde. Noch nicht. Sicherheit und Risiko, Hand in Hand. Etwas musste ich riskieren, mussten wir riskieren, damit es überhaupt funktionieren konnte, aber wir mussten uns ja nicht ohne Fallschirm aus einem Flugzeug stürzen.

Ich stürzte mich einfach in einen weiteren Kuss mit Danny. Seine Lippen auf meinen zu spüren, das würde meine Gedanken davon ablenken, dass seine Hände an meinem Hintern durchaus auch noch weitere Möglichkeiten eröffneten. Es war schon verrückt, dass der Gedanke an Analverkehr mich doch etwas aus der Fassung brachte. Vielleicht lag es daran, dass es mit darum ging, dass mir jemand an den Hintern, und vor allem in den Hintern gehen könnte.

Ich wollte darüber in diesem Moment nicht nachdenken. Und Dannys Küsse vertrieben die Gedanken effektiv. Wenn er mich küsste, dann konnte ich alles um mich herum vergessen und nur in diesem einen Kuss versinken. Ich ließ mich vollkommen in den Kuss fallen, auch wenn ich spürte, dass er mir meinen Slip immer weiter herunterzog. Ich hob meinen Körper etwas an, damit er ihn weiter herunter schieben konnte, aber schließlich merkte ich, dass es so wohl nicht von Erfolg gekrönt sein würde. Ich erhob mich vollkommen, kletterte wohl relativ ungeschickt, oder zumindest unelegant, aus dem Bett. Zwar war mein Slip teilweise schon bis zu meinen Oberschenkeln heruntergezogen, aber halt noch nicht vollkommen.

Recht unspektakulär entledigte ich mich dieses Kleidungsstücks, und wurde mir erst dann wieder Dannys Blick bewusst, der auf mir lag. Ich hatte absolut keine Ahnung, wie viel er wohl erkannte, wie viel er ohne Brille sah. Doch irgendwie fühlte ich mich etwas nackt, vermutlich, weil ich es auch war. Und er war es noch nicht. Danny hob eine Hand, streckte sie nach mir aus. Eine Geste, die irgendwie so viel Vertrauen und Vertrautheit zeigte. Es erschien mir gleichzeitig komisch und richtig. Wobei ‚komisch' nicht im Sinne von lustig zu verstehen war. Es war eher… vielleicht deplatziert? Unpassend?

Es war eine Geste, die für mich einfach eher in das Bild einer jahrelangen Beziehung passte, als in das Bild einer ersten sexuellen Begegnung zwischen zwei Menschen. Trotzdem überbrückte ich die kleine Lücke zwischen uns beiden, streckte meine Hand aus und berührte seine. Die Finger seiner Hand schlossen sich fast sofort um meine, und ganz sanft zog er mich zu sich heran.

Ich glaube, er rechnete nicht mit dem Gegenzug von mir, der ihn, eben so sanft, wie er mich zum Bett zog und wieder darauf, vom Bett hoch zog. Ich stand vor ihm, ein Bein zwischen seinen Beinen, während eins seiner Beine sich zwischen meinen befand, und musste mir eingestehen, dass ich ihn wohl doch nicht so leicht auf die Beine gezogen bekam, wie ich gedacht hätte. Andererseits gefiel mir der Anblick von Danny auf meinem Bett, in meinem Bett. Unsere Blicke trafen sich, und kurzzeitig musste ich mich wirklich fragen, ob er wohl meine Gedanken lesen konnte, oder ob wir uns einfach inzwischen doch schon so vertraut waren, dass er wusste, was ich dachte. Beruflich wusste er, wie ich tickte, aber dies hier war ja nun etwas privates, etwas sehr privates. Er stützte sich mit seinen Füßen am Boden ab und hob seine Hüften etwas an, während er mich geradezu herausfordernd ansah. Ich vermutete, dass sein Blick eher auffordernd als herausfordernd sein sollte, aber es war immer noch Danny, der da vor mir auf meinen Bett lag, und er hatte sein Temperament. Manchmal konnte er ein richtiger kleiner Hitzkopf sein.

Ich griff nach dem Bund seiner Unterhose, und bemerkte, dass meine Hände ganz leicht zitterten. Es überraschte mich, vor allem, wenn ich daran dachte, wie ruhig doch sonst meine Hände oft waren. Wenn man eine Waffe hielt, dann konnte man sich keine zitternden Hände erlauben. Ich spürte wie mein Herz klopfte, als ich schließlich ganz langsam und vorsichtig den Stoff über seine Hüften, seine Oberschenkel, zog, bis ich ihn seine Unterschenkel hinunter gleiten ließ. Der Stoff streifte seine Waden, bevor er schließlich auf Dannys Füßen zur Ruhe kam. Danny ließ seine Hüften sinken und sah mich weiterhin unverwandt an, während ich ihn betrachtete.

Den Anblick werde ich wohl nie wieder vergessen. Den Anblick von Danny Messer, wie er nackt mit einer Erektion auf meinem Bett lag.

Dann erwischte er mich eiskalt. Er hatte sich etwas aufgerichtet, seine Hände ergriffen meine und er zog mich zu sich aufs Bett, erneut auf ihn. Ich keuchte auf, als meine, nun entblößte Erektion, auf sein ebenso nacktes hartes Glied stieß. Nein, nicht stieß, aber sie berührten sich. Es war ein unvergleichliches Gefühl, vielleicht, weil es ein komplett neues Gefühl für mich war.

Unsere Lippen trafen erneut aufeinander, wie schon so oft an diesem Abend, und wie so oft noch in dieser Nacht. Wir küssten uns, innig, leidenschaftlich, dann wieder sanfter, zärtlicher, liebevoll. Ich rollte mich von Danny herunter, zog ihn mit mir, so dass wir nebeneinander lagen, und irgendwann lösten sich unsere Lippen wieder voneinander, bevor unsere Blicke wieder einander trafen.

Unsere Kommunikation war von verbal zu nonverbal gewechselt. Ich musste mir selber eingestehen, dass ich mich scheute, Danny zu fragen, was er wollte. Ich glaube, ich hatte Angst, den Moment zu zerstören. Vielleicht sogar alles zu zerstören. Immer wieder hatte ich Angst, etwas zu tun, was ihn von mir stoßen würde. Und ich wollte das Bisschen, was ich von ihm hatte, nicht schon wieder verlieren. Zumindest kam es mir so vor.

Danny löste sich von mir, krabbelte weiter ins Bett hinein und setzte sich mehr oder minder in der Mitte der Matratze hin. Ich sah ihn an, wohl etwas verwundert.

„Komm."

Ein leises Wort.

Ich bewegte mich langsam, stützte mich langsam ab, erhob mich, kam zu ihm, und wusste doch nicht wie.

Irgendwie kam ich mir ziemlich unbeholfen vor, wie ich da nackt vor ihm auf dem Bett kniete. Ja, ich kniete vor ihm, irgendwie wusste ich nicht, wie ich sonst so nahe wie möglich an ihn herankommen sollte.

„Leg deine Beine über meine."

Ich kam mir so dämlich vor, während Dannys Hände mich sanft leiteten, wie ich mich am besten hinsetzen sollte, und er mich schließlich noch etwas näher an sich heran zog und unsere Glieder sich erneut berührten. Er saß ebenso wie ich etwas breitbeinig da, nur seine Unterschenkel ruhten unter meinen, während seine Hände jetzt sanft mein Gesicht umfassten, seine Lippen kurz meine streiften, bevor er murmelte: „Wir gehen es langsam an, Mac."

‚Wir gehen es langsam an.'

Ich fragte mich, wie man das noch langsam angehen konnte, ohne jetzt aufzuhören. Keiner von uns konnte verleugnen, dass er erregt war. Dafür ist das körperliche Anzeichen von Erregung bei einem Mann einfach zu offensichtlich. Trotzdem vertraute ich Danny irgendwie. Und keuchte doch überrascht und erregt auf, als sich eine Hand nicht nur um mein Glied legte, sondern auch um seins. Unsere erigierten Männlichkeiten schmiegten sich in seiner Hand gegen einander, während Dannys andere Hand jetzt sanft auf meiner Schulter ruhte.

Ich spürte, wie seine Finger von dort aus über meinen Oberarm strichen, ganz zart, dann über meinen Unterarm, und schließlich meine Hand berührten. Gleichzeitig hatte seine andere, die immer noch um unsere Glieder lag, sich langsam auf und ab bewegt. Es war nicht genug, um die Erregung noch wesentlich zu steigern, aber doch genug, um meinen Herzschlag noch etwas zu beschleunigen. Meine Augen bohrten sich in Dannys, unsere Gesichter waren nur Zentimeter entfernt. Ein schneller Kuss, dann führte Dannys Hand meine zu seiner anderen Hand, und zum ersten Mal berührte ich Dannys Männlichkeit.

Ich sah und fühlte, wie er unter der Berührung erzitterte. Seine Augenlider flatterten, fast schloss er sie. Aber ich konnte ebenso sehen und fühlen, dass es ihm nicht unangenehm war. Er genoss es. Ich hatte den Eindruck, dass er nur zu gerne, seine Augen geschlossen hätte, um sich ganz auf das Fühlen zu konzentrieren.

Wir waren zu weit gegangen, als dass wir jetzt zurück gekonnt hätten. Wir mussten da jetzt durch. Nicht, dass es ein unangenehmer Weg gewesen wäre, aber es war eindeutig ein ungewohnter. Ich schloss den kleinen Raum zwischen unseren Mündern und gab Danny die perfekte Ausrede um seine Augen zu schließen, indem ich ihn küsste. Meine Zunge eroberte sanft seinen Mund, während meine Hand auf seiner Hand mit ihm gemeinsam an unseren Gliedern auf und ab fuhr. Seine Hand, die meine zu unseren Männlichkeiten geführt hatte legte sich zart auf meine Wange und hielt unseren Kuss.

Nie hätte ich gedacht, dass ich in Danny Messer so viel Sanftheit hätte finden können, wie ich in dieser Nacht in ihm fand. Natürlich war da auch eine Leidenschaft, ein Feuer, aber Danny war gleichzeitig auch so anders, als ich ihn jemals zuvor erlebt hatte.

Aber ich hatte ihn auch noch nie zuvor unter meinen Händen erbeben gespürt, nicht so. Er erzitterte, stöhnte gegen meine Lippen, die nicht von seinen gelassen hatten, die nicht von seinen lassen konnten. Ich spürte, dass er seinen Höhepunkt nicht länger zurückhalten konnte und wollte. Und er sollte es auch nicht. Gleichzeitig wusste ich, dass ich es auch nicht viel länger würde zurückhalten sollen. Ich versuchte mich gehen zu lassen, während Dannys Hand sich unter meiner hervor wand und sich auf meine andere Wange legte, wie als wenn er Angst hätte, dass ich unseren Kuss würde unterbrechen können.

Jetzt hielt ich allein unsere Männlichkeiten in meiner Hand, massierte sie. Und Danny erzitterte und erbebte noch mehr. Ich gab mich unserem Kuss hin, während ich uns weiter gemeinsam stimulierte, bis ich warmes Sperma auf meinem Bauch und meiner Hand spürte, Danny gegen meine Lippen stöhnen fühlte und sogar ihn hören konnte:

„Mac… oh… Mac…"

Seine Hände waren von meinen Wangen zu meinen Schulterblättern gewandert, ohne dass ich es wirklich bemerkt hatte, seine Finger bohrten sich in meinen Rücken, während Danny schließlich laut gegen meine Lippen stöhnte, und ich mich nicht mehr länger halten konnte und wollte. Ich fühlte, wie das vertraute Zittern durch meinen Körper lief, wie das Beben mich ergriff, wie mir geradezu glühend heiß wurde, während ich uns immer noch massierte. Ich holte das letzte Bisschen aus Danny heraus, während es mir selber kam. Ein weiterer Schwall warmen Spermas ergoss sich über meine Hand, aber traf weniger mein Bauch, als wohl diesmal mehr Dannys.

Ich weiß nicht, wo ich mich mit meiner anderen Hand festhielt, ob es Dannys Schulter war, oder ob sich meine Finger in mein Bettlaken krallten, oder ob ich mit der Hand nur meinen Körper aufrecht hielt. Ich kann mich aber noch an das Stöhnen erinnern, dass meiner Kehle entkam, als ich meinen ersten Höhepunkt mit Danny erlebte, auch wenn ich mir diesen selber bescherte. Aber ich hatte ihn auch dazu gebracht zu kommen. Doch er war es gewesen, der uns auf diesen Weg gebrach hatte.

Ich rang erneut um Atem, was gar nicht so leicht war, denn noch immer waren Dannys Lippen auf meinen. Meine Hand löste sich von unseren nun erschlaffenden Gliedern, Dannys Finger lockerten sich auf meinen Schulterblättern, und dann zog er mich mit sich zur Seite und blieb einfach so liegen. Ich spürte mein Kopfkissen fast perfekt unter meinem Kopf. Meine saubere Hand berührte Dannys Wange, und ich spürte Nässe.

Danny weinte.

Und erneut fühlte ich mich hilflos. Ich wusste nicht, was ich tun sollte, außer ihn in meinen Armen weinen zu lassen.


Autorenanmerkung: Das war lang. Und jetzt verstecke ich mich für zwei Wochen auf einer einsamen Insel bevor ich mich hier wieder blicken lassen kann... ;-) (Ernsthaft: Ich glaube, ich lege am Pfingstmontag mal eine Pause ein. Ich komme mit dem Schreiben nicht nach.)