Kapitel 9

Kibus PoV

Schon früh machten sich die beiden Elfen auf den Weg nach Silbermond. Der Tag begrüßte gerade die ersten Sonnenstrahlen, welche den feuchten Boden beschienen und die Welt um Kibu und Mimus herum zum erstrahlen brachten. Die wenige Habe wurde geschultert und die Lederstiefel geschnürt, dann konnte es auch schon losgehen. Kibu wanderte an Mimus' Seite und sie begannen erneut zu erzählen. Der ebene Pfad führte immer weiter in den Immersangwald hinein, welcher in seinen üblichen, wunderschönen Gold- und Rottönen leuchtete und die Welt in ein kleines Wunderland verwandelte. Die Bäume standen fast schon in gleichmäßige Abständen nebeneinander, das Gras wirkte, als würde es regelmäßig gegossen und beschnitten und Laub schien nirgends zu fallen. Es war, als würde sich der Wald selbst ordnen und pflegen, Vögel nisteten in den Bäumen und Rehkitze und Hasen strichen durch das Gebüsch, welches den Anschein hatte, aus weicher Watte zu bestehen. Es war pure Magie, die in diesem Wald herrschte und das spürten alle Lebewesen, die sich in ihm befanden, so auch die beiden Elfen. Kibu blickte hinauf in die Baumwipfel und konnte durch das güldene, farbenprächtige Blätterdach hindurch den klaren Himmel sehen, welcher in seinen reinen Blautönen einen wundervollen Kontrast zu dem herbstlichen Orange des Waldes bildete. Sie schloss für einen Moment die Augen und atmete tief den Geruch des Waldes ein, welcher nach süßem Honig, Tau auf frischen Kleeblättern und Sonnentropfen-Tee schmeckte und ihre Sinne betörte. Je näher sie der Stadt kamen, desto heller schien die Sonne über den beiden Elfen zu scheinen und desto leuchtender wurden die Farben der Bäume und Pflanzen, was wohl eindeutig etwas damit zu tun hatte, dass Silbermond die wahre Stätte der Magie war…so hieß es zumindest in Sagen und Legenden. Keiner der beiden Elfen hatte je etwas von der Stadt zu Gesicht bekommen, so würde es für jeden von ihnen das erste Mal sein, eine solch besungene und pompöse Metropole zu betreten und es würde ebenso einen bleibenden Eindruck in ihren Köpfen hinterlassen. Kibu war gespannt, wie die Stadt wohl sein mochte. Sie war sogar richtig neugierig und ließ sich von den immer näher kommenden Gerüchen und Geräuschen anlocken und mit sich davon treiben. Mimus bemerkte, wie zappelig die junge Elfe neben ihm wurde und musste schmunzeln. Kibu blickte ihn von der Seite an.

„Was ist?" Fragte sie ihn in einem ganz unschuldigen Ton und musterte den hoch gewachsenen Elfen aufmerksam.

„Ach nichts." Grinste Mimus und blickte vor sich in die Luft, als könnte er Kibu nicht sehen, schmunzelte jedoch weiterhin. Kibu lächelte und ging schweigend neben ihm her. Ruckartig zuckte ihr Kopf in seine Richtung und die Blicke trafen sich. Mimus war darauf nicht vorbereitet und tat erneut ganz unschuldig.

„Was?" fragte Kibu ihn lächelnd, als ihr Blick den seinen gefangen hatte.

„Nichts!" bestätigte Mimus erneut und schaute vergnügt in die andere Richtung. Kibu schüttelte schmunzelnd den Kopf und schwieg. Eine ganze Weile verging, als die Elfe plötzlich bemerkte, dass die Umgebung sich zu verändern begann. Das Licht wurde mehr und mehr durch die immer dichter stehenden Bäume gedämmt und auch der süße, freie Geruch verschwand, wurde von einem fauligen, modrigen Gestank verdrängt. Kibu runzelte die Stirn. Was ging hier vor sich? Sie wand sich um und Ihr Blick streifte einige Baumstümpfe, welche verdorrt und verkohlt am Wegesrand standen. Darüber hingen einige Insektenschwaden, welche sich scheinbar an dem stinkenden, fauligen Holz ergötzen. Kibu empfand Ekel, wie konnte so etwas nur in diesem schönen Wald geschehen? Wer tat so etwas? Mimus blieb stehen und Kibu schaute ihn fragend an. Er erwiderte nichts, doch sein Antlitz sprach wahre Bände, als er seine Hand ausstreckte und auf etwas deutete. Kibus Atem stockte für einen Augenblick. Was sie da sah, nahm ihr jegliche Lebensfreude und ließ ihr Blut in den Adern gefrieren.

Vor ihr lag eine Todesschneise, öde, trostlos und leer. Nichts war von dem, einst so schönen, Wald geblieben, nichts erinnerte mehr an die Magie und die Schönheit, die sie zuvor noch empfunden hatte. Der Wald war ein Schlachtfeld geworden, auf welchem nur noch Tod und Verderbnis zu finden waren, jedoch weder Flora und Fauna, noch jegliches Leben. Kibu fühlte sich in völliger Leere gefangen, hätte sie jemand in diesem Augenblick gezeichnet, so hätte man die hübsche Elfe nicht wieder erkannt. Ihre Augen waren voller Schmerz, ihr Herz schien wie zugeschnürt und ihre Schönheit verblasste im Auge der Gewalttat, die man dem Wald angetan hatte. Mimus warf der Elfe einen Blick zu.

„Geht es dir gut?" Kibu schwieg, nickte jedoch, was Mimus nicht so recht glauben konnte. Sie legte den Kopf schief und Unverständnis und Schmerz stand in ihren Augen geschrieben. Sie konnte von der Anhöhe, auf welcher sie stand, die gesamte Breite und Länge der Schneise überblicken und tausende und abertausende Fragen gingen ihr mit einem Mal durch den Kopf.

„Wer…tut so etwas? Wie kann man dem Wald nur so etwas Grausames antun? Das ist…widerwärtig!" Die Worte sprudelten aus ihr heraus, wie dunkles, brodelndes Wasser aus einer Quelle. Mimus zuckte mit den Schultern.

„Ich weiß nicht…" Auch er schwieg und betrachtete, erfüllt mit Abscheu, die verbrannte Todesschneise, die sich vor den beiden befand.

„Aber ich weiß, dass uns keine andere Wahl bleibt, als sie zu durchqueren, um nach Silbermond zu gelangen." Er tat einen Schritt nach vorne und machte sich an den Abstieg, hinunter in die Schneise. Kibu blieb noch einen Augenblick auf der Anhöhe stehen, ehe sie den Kopf senkte und dem Elf folgte. Unten angekommen, reichte Mimus ihr die Hand, damit sie nicht fiel, denn der Abhang war bröselig und staubig, wurde nur durch das Land hinter ihm und ein paar trockene Wurzeln zusammengehalten. Beide, der Barde und die Hexe, blieben zunächst einmal stehen, um sich das Schlachtfeld von unten anzusehen und sich ein wenig Orientierung zu verschaffen. Von hier unten fiel ihnen auf, dass noch alles viel schlimmer war, als von oben zunächst angenommen. Kein Baum stand mehr, kein Vogel zwitscherte und das Land war verderbt. Überall am Boden sickerte eine dunkle, klebrige Masse in den Boden hinein und an einigen Stellen zogen Dampfschwaden darüber hinweg. Die schwerfällige Flüssigkeit bahnte sich ihren Weg durch die gesamte Schneise und zog immer weiter, fraß sich in den Abhang hinein, wo hier und da schon weiteres Erdreich hinunter bröckelte und der Masse ihren Weg ebnete. Mimus schüttelte betroffen den Kopf.

„Dieses Zeug ist böse…was auch immer es ist, wir sollten es besser nicht berühren und auch sonstigen Kontakt vermeiden. Pass auf wo du hintrittst." Kibu nickte und wand den Blick ab, denn der Anblick der kriechenden Masse erfüllte sie mit Abscheu und Ekel, welcher tief aus ihrem Magen in ihr empor stieg. Sie senkte den Blick, um nicht ungeschickt in irgendetwas zu treten, was dort auf dem Boden lag : Knochen, faulige Kadaverreste, schwarzer Stein, welcher schon beim Anblick zerbröselte und einen Dampfschwaden hinterließ und dahinsiechende, krabbelnde Insekten, welche Kibu noch nie zuvor irgendwo gesehen hatte. Sie schluckte hart. Ihr war mit einem Mal klar, woher der abartige Gestank der Schneise stammte und sie riss sich zusammen, um sich nicht ihren Gefühlen hinzugeben und sich hier und jetzt auf der Stelle zu übergeben. Mimus zog sie sachte mit sich. Je weiter sie in die Schneise hinein wanderten, desto mehr schienen ihnen die Nebelschwaden die Gedanken zu verwirren und ihnen Hirngespinste vorzugaukeln. Kibu fühlte sich beobachtet und auch Mimus wurde mit jedem Schritt unwohler. Irgendetwas war da und beobachtete sie, doch die Elfen wussten nicht was, ihr Spürsinn wurde getrübt, durch die Fäulnis der Schneise. Kibu blickte sich um und hätte schwören können, einen huschenden Schatten gesehen zu haben, doch als sie genauer hinsah, war hinter ihr nicht mehr, als das, was vor ihr lag…die Todesschneise, trostlos und leer. Mimus schnaubte und blieb stehen. Kibu stoppte dicht hinter ihm.

„Was ist los?" Fragte sie ihn und hielt sich an seiner Robe fest, lugte an ihm vorbei, hinaus in den Nebel.

„Ich glaube da…nein, ich ‚weiß', dass da etwas ist! Halte dich dicht hinter mir und am besten bereit, falls wir angegriffen werden." Kibu nickte und legte ihre Hand an den Griff des scharfen Dolches, welchen sie stets bei sich trug. In Gedanken sprach sie ein paar Worte und eine dunkle Aura umflammte sie für einen Augenblick, was Mimus zusammenzucken ließ.

„Keine Angst, das ist nur… ein kleiner Zauber, der mich schützen soll. Er nennt sich ‚Dämonenrüstung'." Mimus nickte zaghaft und spähte hinaus in die Dunkelheit. Kibu drehte sich mit dem Rücken zu seinem, sodass nun jeder der beiden Blutelfen in eine Richtung der Schneise blicken konnte, was vermied, dass sie aus dem Hinterhalt angegriffen wurden. Kibu zog vorsichtig den Dolch aus der Scheide und ihre Augen huschten durch die Dunkelheit, in denen die Schatten seltsam auf sie lauerten. Innerlich legte sie sich schon einmal ein paar nützliche Zauber zurecht, auf die sie im Notfall zugreifen konnte, sollten sie plötzlich angegriffen werden. Mimus seinerseits hielt in beiden Händen seinen Stab erhoben und sein Kopf zuckte von einer Richtung in die andere, um nichts zu übersehen, was vor ihm lag. Auch er hatte sich seine Zauber bereits feinsäuberlich aufgelistet, um sofort reagieren zu können. Um die beiden Elfen herrschte dröhnende Stille, nur ein schreiendhelles Ziepen lag in der Luft, welches den Puls der beiden höher schlagen ließ und beißend in ihren Ohren brannte. Der Nebel lichtete sich ein wenig, doch nichts erschien darin, außer dem puren Nichts selbst. Mimus und Kibu blickten direkt in es hinein und es wurde mit einem Mal so ruhig, dass man nur noch den Herzschlag der Elfen wahrnehmen konnte.

Dann, wie aus dem Nichts, prasselten plötzlich unsichtbare Schläge auf die beiden nieder, wie Hammerschläge auf glühendes Eisen und sie wussten, es war soweit. Der Feind griff an. Mimus erhob seinen Stab und rammte ihn vor sich in die schwarze Erde, von wo aus nun eine Druckwelle ausgesendet wurde, die die unsichtbaren Gegner enthüllte und zurückwarf. Das gleißendhelle Licht erhellte für den Bruchteil einer Sekunde die gesamte Schneise und Unsichtbares wurde enthüllt. Die beiden Elfen waren umzingelt. Um sie herum hatte sich ein wahres Meer an sabbernden Ghouls, geifernden Untoten, lebendigen Skeletten und sonstigem Unrat aufgetan, indessen Mitte, völlig allein, die beiden Elfen standen und sich, Rücken an Rücken, lauernd im Kreis drehten. Kibu zitterte leicht, doch sie behielt die Fassung, ebenso Mimus, welcher mit einem finsteren Blick in die Feindesmassen starrte. Es schien, als würden sich Elfen und Untote zunächst beschnuppern, ehe der Kampf ausbrach, sich ein Bild vom Feind machen, ehe sie zuschlugen. Und so war es. Irgendwo außer Sichtweite der Elfen ging ein grölendes Getöse los und die Welle der Gegner überschlug sich über den beiden. Fast gleichzeitig sprachen sie ihre Zauber, Kibu einen der Schatten, Mimus einen des Lichts und die Erde erbebte unter den Kräften, die sie freisetzten. Die Gegner wurden nach hinten und durch die Luft geschleudert, rissen andere mit sich und vergingen am Boden zu Asche. Die Mächte der beiden Elfen hatten sich miteinander vereint und waren zu einer tödlichen Waffe geworden, welcher die, sich nähernden, Feinde hilflos ausgeliefert waren. Kibu richtete ihre Hand auf einen Trupp von ausgerüsteten Skeletten, welche, mit Schwertern bewaffnet, auf sie zustürmte und sprach ein paar Worte in einer unbekannten Sprache. Ihre Aura loderte bedrohlich auf und die Angreifer wurden langsamer, kamen letztendlich völlig zum Stehen und betrachteten ihre Mitstreiter beunruhigt und voller Unverständnis. Kibus Blick verfinsterte sich und ihre Augen schienen für einen Augenblick eine tiefschwarze Farbe anzunehmen, als sich in ihrer Handfläche ein Energieball formte, welcher aus völliger Dunkelheit zu bestehen schien. Nicht einer der Truppmitstreiter blieb übrig, als der Energieball seine vollständige Größe erreicht hatte und ihnen entgegen geschleudert wurde. Kibus Aura erlosch und sie sackte erschöpf zu Boden. Mimus stellte sich einem weiteren Trupp in den Weg, welcher die nun hilflose Kibu erblickt hatte und ihr entgegenstürmte. Er hob seinen Stab weit über seinen Kopf und sprach einen Vers, welcher klang wie ein Gebet und ein helles Licht umgab die Elfen, an welchem die Diener der Schatten zurückprallten und mit Schmerzensschreien verbrannten. Kibu nahm eine Gestallt war, die sich Mimus blitzschnell näherte, um ihn im Hinterhalt zu erwischen, denn sein Rücken war nun ungedeckt. Sie zögerte nicht lange und stich zu. Wenn sie es auch nicht mit voller Kraft getan hatte, so reichte es doch aus, um den Ghoul zu stoppen und zu schwächen, sodass Mimus den Rest erledigen konnte. Sein Stab sauste auf den Schergen nieder und spalt ihm den Schädel. Mimus atmete schwer und ließ sich zu Kibu auf den Boden gleiten. Die übrig gebliebenen Angreifer zogen sich zurück, als sie ihre toten Mitstreiter in einem Kreis um die Elfen liegen sahen und kamen nicht wieder, Mimus und Kibu hatten gesiegt, wenn auch nur für kurze Zeit…

„Komm schon!" Mimus zog Kibu auf die Beine und stützte sie, damit sie schneller aus der Schneise gelangen konnten. Beide waren in einen schnellen Trab gefallen, um nicht noch einmal kämpfen zu müssen, denn einem weitern Angriff würden sie nicht standhalten können, nicht in ihrem jetzigen Zustand und allein zu zweit. Kibu konnte etwas in der Ferne erkennen…Licht. Sie riss noch einmal all ihre Kräfte zusammen und erreichte so mit Mimus das Ende der Todesschneise. Beide sanken keuchend ins Licht des Waldes.

„Noch eine Sekunde länger dort drin und ich hätte es nicht weiter geschafft." Keuchte Mimus neben Kibu. Sie nickte und wühlte in ihrem Lederranzen nach einem Schlauch mit Wasser, fand jedoch keinen. Mimus bemerkte, wie schwer die Elfe atmete und griff an seinen Gürtel, an welchem ein fast voller Schlauch hing. Er löste den Gurt und reichte ihn Kibu.

„Hier nimm den, wir sind ja sowieso bald da, dann kann ich mir einen vollen kaufen." Er lächelte ihr zu und sie ergriff dankbar das Wasser, öffnete den Schlauch und begann zu trinken. Die kühle, frische Flüssigkeit rann ihre Kehle hinunter und belebte sie innerlich mit neuer Kraft und klarem Geist. Ein paar Tropfen träufelte sie sich ins Gesicht und gab Mimus den Schlauch zurück, damit er ebenfalls trinken konnte. Er nickte und nahm ein paar Schlucke, ehe er sich ins weiche Gras fallen ließ.

„Diese Schneise ist furchtbar, noch einmal werde ich dort nicht hinein gehen. Nicht freiwillig." Sagte er, den Blick auf die Düsternis zwischen dem Wald gerichtet. Kibu nickte zustimmend.

„Ich auch nicht, unter gar keinen Umständen! Das nächste Mal kostet es uns vielleicht das Leben." Sie stand auf und zog Mimus mit sich hoch.

„Wir sollten weiter, es ist jetzt nicht mehr weit, wir müssen bald da sein." Mimus ließ sich von ihr hoch ziehen und blickte sie an. Er lächelte.

„Deine Magie ist ziemlich stark, wo hast du sie erlernt?" Kibu sah ihn mit großen Augen an.

„Findest du wirklich?" Er nickte. „Nun, also ich…ich habe sie mir selbst beigebracht. Ich habe viel gelesen und dann geübt und nun…nun sagt mir mein Herz, was ich tun soll, um Magie zu wirken." Mimus lächelte sie an.

„Das ist ja fantastisch, du bist eine sehr gute Zauberin, weißt du das eigentlich? Das, was du kannst, können nicht viele." Er zwinkerte ihr aufmunternd zu. Sie begann zu lächeln.

„Ist das so?" Mimus nickte erneut und Kibus Lächeln wurde größer.

„Ja, das ist so. Du kannst ziemlich stolz auf dich sein, Kibu." Ihre Augen begannen zu strahlen.

„Danke…Mimus. Ich habe jeden Tag dafür gearbeitet, dass mir das eines schönen Tages mal jemand sagen wird und jetzt stehst du vor mir und sprichst diese Worte, das bedeutet mir wirklich sehr viel."

„Es ist die Wahrheit." Schweigend lächelnd standen sie so voreinander, als sie von weitem den Klang von Fanfaren wahrnahmen. Kibu blinzelte in die Sonne hinein.

„Hast du das gehört?"

„Ja, das habe ich. Die Stadt muss gleich dort hinter den Mauern liegen. Komm, das wollen wir uns ansehen!"

Und so kam es, dass Kibu und Mimus als Freunde nach Silbermond kamen, nicht als fremde Wanderer, welche sich zufällig in einem kleinen Gebäude, jenseits der Grenzen vom Immersangwald getroffen hatten, um miteinander den Weg zur Stadt zu gehen, damit sie nicht all zu einsam waren. Sie waren fest davon überzeugt, dass das Schicksal sie zusammengeführt hatte und niemand sonst, dass es ihre Bestimmung sei, miteinander weiter Kämpfe zu fechten und für einander da zu sein und dass sie sich bald weitere Geheimnisse offenbaren würden, welche tief in ihren Herzen schlummerten…