Personen: Albus Potter, Ascella Longbottom, Rose Weasley, Penelope Scott, Aurelia Rosier, Scorpius Malfoy, Pansy Parkinson

Zuordnung: Teil 2, Kapitel 18

Slytherins

Zaubertränke war nicht unbedingt Albus' Lieblingsfach. Er war zwar nicht schlecht, aber sonderlich gut eben auch nicht. Nicht so gut wie Rose allemal, aber wer war das auch schon? Scorpius Malfoy vielleicht und Albus warf einen säuerlichen Blick hinüber zu seinem Erzrivalen, der ganz wie Rose in fast jedem Fach glänzte.

Plötzlich ertönte neben ihm jedoch ein lautes Zischen und Albus fuhr erschrocken herum, hatte seinen Zauberstab bereits gezogen, als er erkannte, dass das Geräusch lediglich aus Ascellas Kessel kam. Wenn es in ihrem Jahrgang eine Schülerin gab, die was Zaubertränke anging wirklich hoffnungslos verloren war, dann war das Ascella, so dachte Albus. Das ganze Schuljahr über schwor sie schon darauf, dass sie es nach den OWL im kommenden Sommer ablegen würde.

„Was bist du denn so schreckhaft, Potter?", hörte er da die schneidende Stimme von Pansy Parkinson hinter sich, „Glaubst du jetzt etwa, Longbottom, hätte es auf dich abgesehen?"

„Das hat sie doch", fiel ihr Aurelia Rosier ins Wort und alle Slytherins lachten daraufhin auf.

Aurelia Rosier war Penelopes beste Freundin und Albus sah, wie sich Pennys Lippen bei Aurelias Kommentar ein wenig anhoben, ganz so, als würde sie versuchen ein Lachen zu unterdrücken.

„Ach ja!", kreischte Pansy mit schrillem Lachen, „Aber wenigstens ist sie zu unfähig sich selbst einen Liebestrank für dich zu brauen, also brauchst du dir keine Sorgen zu machen."

Hätte Albus sich herumgedreht, hätte er gewusst, dass Ascella bei Pansys Kommentar hinter ihm puterrot angelaufen war. Es brauchte jedoch keinen Blick von ihm, denn Scorpius Malfoy mischte sich nun in das Gespräch ein.

„Da hast du wohl voll ins Schwarze getroffen, Parkinson. Schau dir nur Longbottoms Kopf an. Der ist ja dunkler als das Gryffindorwappen."

Sämtliche Slytherins grölten vor Lachen, doch Albus ballte die Fäuste. Dieser schleimige Blödmann sollte es noch einmal wagen.

„Gerade du musst laut reden, Malfoy", gab Albus zurück, „Gibt es außer Parkinson eigentlich überhaupt ein Mädchen, das mit dir ausgehen will?"

Scorpius verdrehte nur die Augen, doch Albus war noch nicht fertig.

„Und deine Cousine wievielten Grades ist sie überhaupt nochmal?", fragte er und versuchte seine Stimme dabei so dümmlich wie möglich klingen zu lassen.

Das hatte gesessen. Scorpius war das Grinsen aus dem Gesicht gewischt worden und das einzige, was ihm einfiel, war ihm und Ascella einen gehässigen Blick zuzuwerfen. Anscheinend kam ihm keine schlagfertige Gegenwehr mehr in den Sinn.

„Danke", murmelte Ascella.

Der Rotton war ihr immer noch nicht aus dem Gesicht gewichen.

„Kein Problem", entgegnete Albus seufzend, „Wurde Zeit, dass ihm mal jemand die Meinung sagt."

„Ruhe bitte!", sagte Professor Cauldwell mit fröhlicher Stimme, als er aus seinem Hinterzimmer zurückkam.

Wie immer war Cauldwell bester Laune und ignorierte den Streit, der sich soeben zwischen den Gryffindors und Slytherins zugetragen hatte. Überhaupt war er in letzter Zeit wieder besonders glücklich, seit sie sicher sein konnten, dass sich keine weiteren Anschläge im Schloss ereilen würden.

„Miss Longbottom", sagte er tadelnd und sah auf Ascellas Kessel hinab, in dem ihr Zaubertrank gefährlich aussehende Blasen warf.

Ascella zuckte nur die Schultern. Wie so oft war sie am Ende der Stunde die einzige die keine Punkte für ihren Trank erhielt.

„Nur noch ein Jahr", seufzte sie, als sie das Klassenzimmer verließen.

Rose warf ihr einen mitleidigen Blick zu, doch Albus Aufmerksamkeit galt etwas ganz anderem. Vor ihnen liefen eine Gruppe Slytherins, darunter Scorpius Malfoy, Aurelia Rosier und Penelope Scott. Albus wusste nicht, worüber sie sprachen, aber ausnahmslos alle lachten und dieses Mal versuchte Penny nicht es sich zu verkneifen.

Wahrscheinlich war es besser, dass er nicht mit ihr hatte zum Ball gehen können, dachte er. Wahrscheinlich hatte James Recht, was sie betraf. Am Ende war sie eben eine Slytherin und er sollte ihr nicht trauen.