Kapitel 2: In welchem Lily in Not ist oder In Welchem Lily einen Tisch kaputt macht … schon wieder

Wie dumm von mir überhaupt zu denken, dass ich auf seinem Oberkörper oder auf seinen Schultern oder sogar auf seinem Hals hätte landen können, Herrgott noch mal!

Also blieb ich auf ihm liegen, unsere Lippen gute drei Sekunden aufeinander und versuchte herauszufinden wieso in aller Welt das passiert war, als James offensichtlich entschied, dass ein Gentleman zu sein zuviel verlangt war.

Man könnte sich fragen, wie ich zu dieser Schlussfolgerung kam….

Nun, in Wahrheit war es eigentlich ziemlich offensichtlich, als er uns umdrehte, sodass er oben war und begann mich zu küssen, als wäre ich Sauerstoff und er ein erstickender Mann.

Ich konnte nicht anders, ich musste ihn zurück küssen.

Es ist nur, dass ich mich ziemlich verrückt gefühlt habe, seit seine Lippen meine das erste Mal berührt haben und vielleicht wird es aufhören, wenn ich ihn zurückküsse.

Nur um es dich wissen zu lassen, ich denke, dass Selbsttäuschung eine wundervolle Sache ist.

Ich war so in seinem Geruch gefangen und darin, wie weich seine Lippen waren, dass ich sogar kaum McGonagalls Stimme im Hintergrund sagen hörte, „Wirklich Kinder, könnt ihr das nicht irgendwo anders machen?"

James schenkte ihr keine Aufmerksamkeit, also tat ich es konsequent ebenfalls nicht. Er fuhr einfach fort, Küsse auf meine Lippen zu drücken und seine Hände fieberhaft durch meine Haare zu fahren. Sie werden ein Wrack sein, wenn er damit fertig ist. Ich hoffe, ich habe immer noch die extra Haarbürste in meiner Tasche.

Was uns endlich trennte, war ein lauter, anerkennender Pfiff aus dem Türrahmen.

James zog sich leicht überrascht aussehend von mir weg. Er nahm eine seiner Hände aus meinen Haaren und schickte seinem besten Freund ohne seine Augen von meinen zu nehmen eine ziemlich rüde Handgeste.

Endlich fähig zu atmen ... und denken ... bewegte ich mich Zentimeterweise unter ihm weg und benutzte den Tisch um mich auf die Füße zu ziehen. Ich kann nicht glauben, dass ich ihn geküsst habe. Ich werde vor Scham sterben. Während ich mich weigerte irgendjemand in die Augen zu sehen, ging ich vorsichtig zurück zu meinem Tisch.

Als ich ihn erreichte, hielt ich mich krampfhaft daran fest und sah zu wie die anderen Schüler in den Raum strömten. Zumindest haben sie nicht mich und James gesehen. Nur an diese Demütigung zu denken lässt mich vor Horror erschaudern.

Vorsichtig ging ich um meinen Tisch herum, um meinen Stuhl aufzuheben. Ich beugte mich runter, aber bevor ich ihn fassen konnte, fasste ein Paar sehr netter, starker Hände ihn für mich. Ich wusste ehrlich nicht, wessen Hände es waren, bis ich hoch in James´ haselnussbraune Augen blickte.

Genauer gesagt war das so ziemlich alles was ich sah, da ich mich dabei wieder fand, wie ich ihn sofort küsste. Es war sehr seltsam. Ich hatte ihn nicht küssen wollen. Ich hatte einfach meinen Kopf gehoben und war ein paar gute Zoll von seinem entfernt und dann küssten wir uns.

Normalerweise erfordert küssen mehr Nähe als ein paar Zoll und ich bin ziemlich sicher, dass keiner von uns beiden sich bewegt hat. Wirklich seltsam. Ich versuchte mich von ihm zu lösen, bemerkte aber, dass ich es nicht konnte.

Oje. Ich versuchte mich energischer von ihm zu lösen, aber ich konnte fühlen, wie James zu mir zu fallen begann, also hörte ich auf. Guter Gott, ich konnte es schon vor mir sehen. Er würde auf mich fallen und wir würden auf meinen Tisch fallen und ihn kaputt machen … schon wieder.

Glücklicherweise habe ich vorgedacht, so dass das nicht passieren wird. Unglücklicherweise hatte ich nicht weit genug vorgedacht um einen weiteren von Potters beunruhigenden Plänen zu stoppen.

Er zog sich hart zurück und zerrte mich mit ihm, einfach wie ich es vorhergesehen hatte, außer dass es sein Fehler war (der blöde Depp), nicht meiner. Ich stolperte spektakulär über meinen Stuhl und streckte meine Arme aus in dem Versuch balanciert zu bleiben. Natürlich klappte es nicht und ich purzelte in seinen Oberkörper, der sehr nett ist, aber dass ist nicht wichtig, da James ebenfall seine Balance verlor und wir auf den Tisch hinter uns stürzten.

Lustig genug, dass der Tisch nicht kräftiger als das letzte Mal, als ich auf ihn fiel, war. Er zerbrach mit einem reizenden kleinen Krach. Wir stürzten auf den Boden und während unseres ziemlich rauen Aufpralls auf dem Boden, prallte ich von James´ Oberkörper ab und landete ziemlich hart auf meinem Hintern, gerade außerhalb der Trümmer.

„Mr. Potter, Miss Evans, kontrollieren sie sich und HÖREN SIE AUF meine Tische zu zerstören!", schrie McGonagall halbherzig als James sich auf seine Knie rollte und zu seinem Tisch krabbelte.

Ich kämpfte mich auf meine Füße als James sich auf seinen Stuhl hievte und sich seinem besten Freund, der den Sitz neben ihm belegt hatte, zuwandte und sagte, „Ich denke nicht, dass heute mein Tag ist."

Sirius heulte vor Lachen. „Au contraire mon ami!"

James hob eine Augenbraue. „Wie hast du Französisch gelernt?"

Der Gong läutete als McGonagall den Tisch hinter mir das zweite Mal reparierte. Das zweite Mal! Ich habe heute drei Tische zerbrochen. Drei!

Ich denke, ich werde eine Panikattacke bekommen. Großartig, jetzt guckt McGonagall mich böse an. Ich schätze, ich werde diese Panikattacke einfach verschieben müssen.

Ruhig manövrierte ich mich um meinen Stuhl, der wieder auf dem Boden lag, hob ihn auf, stellte ihn fest auf den Boden und setzte mich elegant hin.

In Ordnung, lass uns wahrheitsgemäß sein, ich bin nicht ruhig. Ich werde eine lange Zeit nicht ruhig sein. Genauer gesagt, werde ich vermutlich niemals wieder ruhig sein. Aber ich bin sicher, dass ich erwähnt habe, dass ich gerade Selbsttäuschung praktiziere, weshalb ich sowieso vortäuschen werde.

Zumindest schmerzt mein Bauch nicht mehr. Nein, ich nehme das zurück, weil ich jetzt nicht die gute Seite sehen will. Ich bin ziemlich verflixt gut auf der Beschweren und Trübsal blasen Seite aufgehoben und du kannst mich nicht dazu bringen zu gehen. Also HA!

Oje, habe ich dieses HA gerade laut gesagt? Ups, muss wohl. Ich habe so einen schlechten Tag.

Ich sah, dass McGonagall gerade etwas auf die Tafel schrieb und ließ meinen Kopf auf den Tisch klatschen. Ich wünschte, ich wäre unsichtbar. Ich muss einen Zaubertrank oder besser noch, einen Zauber finden, der das bewirkt.

„Ich denke nicht, dass heute mein Tag ist.", wisperte ich zu mir.

„Au contraire mon amie.", wisperte jemand zurück und ich schoss fast aus meinem Stuhl. Ich wirbelte herum um zu sehen, dass meine beste Freundin Ally auf dem Stuhl neben mir saß. Ich stieß einen großen Seufzer aus. Gute Güte, sie hatte mich erschreckt. Ich hatte nicht einmal realisiert, dass sie da war.

Großartig, nicht nur, dass Potter zu küssen mich zu Miss Tollpatsch gemacht hat, jetzt bin ich auch noch Miss Unaufmerksam/Blind.

„Wann hast du gelernt, Französisch zu sprechen?", schoss ich misstrauisch zurück, verärgerter darüber dass ich sie nicht bemerkt hatte als dass ich es wissen wollte.

Ally lächelte einfach nur dieses nervige Lächeln, das sie in letzter Zeit konstant trägt und sagte, „Nirgendwo."

Nirgendwo mein Fuß! Ich wette sie nimmt Stunden. Ok, das war irgendwie offensichtlich, oder? Ich schätze, Miss Offensichtlich muss auf die Liste der neuen Probleme, die ich habe, gesetzt werden. Ich verdrehte die Augen, teilweise über mich und teilweise über 'nirgendwo' (Nur um es dich wissen zu lassen, nirgendwo sollte mit einer passend quietschigen und nervigen Stimme, die am besten zu der dümmsten Person die du kennst passt. Wieso? Weil es 20 Mal dümmer ist als diese Person und ich hasse es!).

Ähm, also entschied ich mich wieder die Welt zu ignorieren. Im Moment klappt das ziemlich gut. Ich stelle mir vor, dass ich an einem netten tropischen Ort bin, den es ganz sicher irgendwo gibt und der keinen James Tristan Potter in der Nähe hat. Er ist eigentlich auf der anderen Seite der Welt, die exakte geographische andere Seite. Merlin, Fantasien wie diese sind so angenehm.

Auf meinem nächsten Wagnis in die Welt, um zu sehen, was alle machten, entdeckte ich, dass wir Steine in Kaninchen verwandeln sollten. Ich werde mich nicht einmal damit plagen es zu versuchen. Mit meinem Glück würde ich vermutlich mit einem Feuer speienden Drachen enden oder etwas genauso unangenehmem.

„Miss Evans, ich verstehe, dass sie das Schicksal heute lieber nicht mehr herausfordern wollen.", sagte McGonagall und klopfte mir auf die Schulter. „Aber ich muss wirklich darauf bestehen, dass sie zumindest einen Versuch an der Verwandlung machen. Ich bin sicher, Potter wird sie retten, wenn es zu schlimm wird."

Ich konnte fühlen, wie meine Ohren warm wurden während sie wegging. Es war ja nicht so, als hätte ich mir vorgenommen ihn zu küssen oder so. Genauer gesagt war der einzige Grund warum ich ihn geküsst hatte, weil ich ein paar beschissene unsichtbare Seile habe, die meinen Kopf an seinen fesseln.

Umm … ich mag ein wenig verrückt werden und ich mag auch ein wenig paranoid sein, aber es gibt schlimmere Dinge, wie zum Beispiel Feuer speiende Drachen.

Ich sah zögerlich auf meinen Stein, dann sah ich auf Allys Kaninchen. Sie krabbelte gerade seine Ohren.

Keinesfalls werde ich jemals fähig sein das zu tun.

„Es ist nicht schwer, Lily", sagte Ally.

Ich weiß, sie versucht zu helfen, aber ich hasse es, wenn sie das sagt. Es lässt mich, mich sogar noch dümmer fühlen wenn ich es nicht kann. Ziemlich unsicher, was bei diesem Versuch entstehen würde, schwenkte ich halbherzig meinen Zauberstab. Ich weiß, ich habe die richtige Zauberformel und die korrekte Zauberstabbewegung benutzt, das tue ich immer. Sie klappen einfach nie. Es ist so ärgerlich. Ich habe mit McGonagall daran gearbeitet und sie kann nicht herausfinden was ich falsch mache.

Zum Teufel, ich war so verzweifelt, dass ich sogar freiwillig mit Potter daran gearbeitet habe und selbst er, der selbst-ernannte Verwandlungsmeister unter uns allen, hat es nicht herausgefunden. McGonagall ist übrigens überraschend hilfreich bei dieser ganzen Sache. Sie sorgt immer dafür, dass in den praktischen Prüfungen auch ein paar Fragen sind, die nur Zauberstabbewegungen sind und nicht die eigentliche Verwandlung von Dingen. Das und nur das alleine, hält mich davon ab, in dieser Klasse miserabel durchzufallen.

Ich beobachtete mit einem unparteiischen Interesse wie mein Stein verschwand.

„Gut gemacht.", gratulierte ich mir selbst, „Es ist nichts schreckliches passiert."

Dann erschien mit einem lauten Plop eine riesige Sonnenblume in einem nett gemusterten Tontopf auf meinem Tisch. Das war nicht schlimm; ich mag Sonnenblumen.

Sie drehte sich um, um mich anzusehen. In Ordnung, bewegende Sonnenblumen sind nett, auch wenn sie kleine Knopfaugen haben, die irgendwie gruselig sind.

Doch dann knurrte sie und zeigte ihre ziemlich bösartig aussehenden Zähne.

Ich habe entschieden, dass ich diese Sonnenblume nicht sehr mag und ich habe den schleichenden Verdacht, dass sie eine Fleischfressende Pflanze sein könnte.

Ich schmiss meine Hände vor mein Gesicht als sie sich auf mich stürzte. Bevor sie die Chance hatte meine Arme als Kauspielzeug zu nutzen, wurde ich von einer besonders schweren Person aus meinem Stuhl geschlagen. (Dreimal darfst du raten wer.)

Ich versuche nicht unhöflich zu sein, indem ich sein Gewicht beleidige oder so, aber da er auf mir drauf gelandet ist, denke ich, ist es mir erlaubt, mich ein wenig zu beschweren. Er mag zwar normalerweise nicht als ‚schwer' betrachtet werden, aber wenn er sich auf dich wirft, dich gewaltsam aus dem Stuhl stößt und dich auf den Boden drückt, ist er echt verflixt schwer. Ich werde morgen ein paar reizende blaue Flecke haben … verflixte Fleischfressende Sonnenblume, das ist alles deine Schuld.

James (ja, für die klugen Menschen da draußen, die James geraten haben, ihr habt recht) rollte sich von mir runter und ich atmete dankbar tief ein. Die Sonnenblume wandte sich um, um nach Ally zu schnappen, worauf diese aus ihrem Stuhl kletterte.

James fummelte seinen Zauberstab aus seiner Tasche und mit einem sehr beeindruckenden Schnörkel seines Zauberstabes schrie er, „Immobulus!"

Die Sonnenblume erstarrte und Ally nutzte die Gelegenheit um zurück zum Tisch zu rasen und ihr Kaninchen zu nehmen bevor sie wieder zurückwich. James wandte sich mir zu und ich öffnete meinen Mund um ihm zu danken und dann waren seine Lippen auf meinen. Ich schwöre, ich hatte nicht gedacht, dass wir so nah waren.

Ich schubste James weg, indem ich all meine Kraft benutzte und unsere Lippen rissen auseinander. Die Stoßkraft meines Schubsens ließ mich über den gut polierten, leicht rutschigen Boden gleiten und unter meinen Tisch. Ich rollte mich auf den Rücken und starrte zur Unterseite des Tisches hoch. Wer hätte gedacht, dass gigantische, eingetopfte, Fleisch fressende Sonnenblumen so viel wiegen?

Zumindest nehme ich an, dass das die wachsenden Risse auf der Unterseite meines Tisches bedeuten. Das ist einfach nicht mein Tag, oder? Schwer seufzend, rollte ich mich unter dem Tisch weg. Ich war gerade unter dem Tisch weg, als die ganze Sache einstürzte. Ich rollte mich weiter weg und stoppte dann.

Ich entschied, dass die beste Lösung auf all dies hier vielleicht war, vorzutäuschen dass es nicht passierte. Also lag ich einfach nur da und betrachtete die interessante Anordnung der an die Decke gespuckten Papierbällchen während die Leute herumhantierten und versuchten mein Chaos aufzuräumen.

Ich hörte James laut fluchen während Sirius lachte. Scheinbar hatte die Sonneblume James Bein erwischt. Ich hätte mich zwar hingedreht um zu gucken, aber ich werde langsam irgendwie paranoid wegen Potter. Wieso ende ich immer damit ihn zu küssen? Nun, nicht immer, aber heute. Genauer gesagt habe ich ihn nie geküsst, außer heute.

Wow, was wird das für eine Geschichte für unsere Enkelkinder sein, „Ja, Kinder, unser erster Kuss war als wir versehentlich einen Tisch kaputt gemacht haben und aufeinander gefallen sind.", Das würde einfach so gut rüberkommen.

Warte! Stopp, zurücksetzen, zurückspulen, Pause!

Wer in aller Welt sagte, dass wir Enkel haben werden? Denn wenn ich das korrekt Abrufe muss man um Enkel zu haben erst Kinder haben und um die zu haben würden wir … nun zumindest eine gute Beziehung zu dem anderen Elternteil des besagten Kindes haben müssen und ich habe keine gute Beziehung der Art (oder irgendeiner anderen Art) mit James Potter!

Was für ein Witz, ich, Lily Marie Evans, Kinder mit Potter haben. Oh Junge, das ist so ungefähr wie … als würde McGonagall entscheiden ihre Haare offen zu tragen! Von McGonagall sprechend (oder eher denkend): ihr Kopf ist gerade in meinem Sichtfeld erschienen. Ich schätze sie wünscht mit mir zu sprechen.

„Ich denke, ich muss gehen.", wisperte ich ihr zu.

„Wie klingt Krankenflügel?", fragte sie.

„Ich bin nicht krank."

„Das hab ich gemerkt, Miss Evans, aber sie müssen gehen und Mr. Potter muss zum Krankenflügel gehen, also dachte ich, wir könnten einfach die beiden kombinieren."

Ich nickte bevor ich überhaupt darüber nachgedacht hatte. McGonagall hat die Art einen das tun zu lassen. Sie präsentiert dir einfach eine Idee in so einer sachlichen Stimme, dass man nicht anders kann als zuzustimmen. Als ich mich aufsetzte, realisierte ich, dass ich mich gerade zu einer Wanderung durch die Flure, alleine, mit Potter, verurteilt hatte. Ugh. Mir ist danach, meinen Kopf in etwas Hartes und möglichst glattes zu hauen.

Ich sah auf den Boden, hmmm … das könnte klappen.

Bevor ich es ausprobieren konnte, wurde ich an der Rückseite meiner Robe auf meine Füße gezogen. Nachdem ich wieder auf den Füßen stand, ließ die Hand mich los und ich klopfte ordentlich meine Robe ab. Ich drehte mich um und sah mich Sirius Black, James´ bester Freund gegenüber. Ich blinzelte ein paar Mal.

Er verschwand nicht magischerweise. Ich schätze er muss echt sein.

„Normalerweise", begann er, „bin ich derjenige der James in den Krankenflügel bringt, wenn er verletzt ist."

„Ok ...", sagte ich, als er scheinbar nicht dazu tendierte weiterzureden.

„Da gibt es ein paar Dinge die du wissen musst, wenn du diese imposante Aufgabe richtig tun wirst. Erstens, sogar wenn er sagt, er ist okay, ist er es nicht. Genauer gesagt, ist er es besonders nicht. Zweitens, lass dich nicht von ihm überzeugen ihn aus dem Krankenflügel zu schleichen. Diese Dinge klappen nie so wie man sie geplant hat. Drittens, wenn er dir ein Problem gibt, wie zu stoppen und sich zu weigern weiterzugehen, weil er nicht gehen will oder vortäuscht, dass er einen langen Aufsatz vergessen hat, den er vor dem Trip zum Krankenflügel noch fertig machen muss, erinnerte ihn daran, dass du von dem Sojabohnen Zwischenfall weißt."

„Sojabohnen Zwischenfall?", warf ich ein.

„Was es ist, ist nicht wichtig.", sagte Sirius, mit einer lässigen Handbewegung, „Vergiss das einfach nicht. Ja, also viertens, wenn er versucht wegzurennen, musst du ihn daran erinnern wieso er zum Krankenflügel geht. Der einfachste weg das zu tun, ist, ihn an der Stelle, wo er sich verletzt hat, dieses Mal sein Bein, zu treten, hauen, stoßen und/oder kratzen. Der Schmerz, den diese Erinnerung bei ihm verursacht wird ihn überzeugend, dass der Krankenflügel wirklich seine beste Option ist."

James, der an der Tür lehnte, hustete ungeduldig, sein Bein blutete verhältnismäßig reichlich.

„Richtig, ich werde jetzt zum Ende der Dinge springen. Endlich, wenn er meint, er wäre zu schwach um weiterzugehen und würde gerne einfach in Frieden auf dem Boden sterben, erinnere ihn, dass wenn er stirbt, er dich nie wieder sehen wird."

„Mich?"

„Wirkt wie ein Zauber, er wird direkt wieder munter."

Ich sah Sirius ratlos an. Erwartete er wirklich von mir, dass ich glaubte, dass James in mir einen Grund zum Leben sieht?

„Jetzt geh schon.", sagte er, mit einer scheuchenden Bewegung.

Ich schätze, ich werde später nachdenken müssen. Es scheint auch ein wenig weit hergeholt. Schließlich ist es nicht so, als wären wir wie verrückt verliebt oder so.