Kapitel 5: In welchem Lily zu Wahrsagen geht oder In welchem Lily das Risiko von Langen Haaren entdeckt.

Es ist offiziell ... er schmeckte nach Apfel-Küchlein. Lecker …

Ich kriege ihn immer noch nicht aus meinem Kopf und es macht mich verrückt. Naja, sogar noch verrückter als ich schon bin. Bevor man weiß, werde ich in der Verrücktenabteilung im St.Mungo sein.

Nachdem ich meine Hausaufgaben, ziemlich verwirrend, beendet hatte, ging ich ins Bett. Ich erinnere mich nicht daran, eingeschlafen zu sein, aber dass muss ich, da das nächste woran ich mich erinnere das Aufwachen war.

Seit ich aufgewacht bin, ist mein Tag nicht normal gewesen. Zuerst bin ich mindestens eine Stunde später als normal wach geworden. Als ich auf meine Uhr sah (und es ist glücklicherweise nicht 7:00 Uhr) schmiss ich mich verzweifelt aus dem Bett und verhedderte mich in meinem Schlafanzug, welcher sich um meine Beine gewickelt hatte, als ich geschlafen hatte. Ich rappelte mich vom Boden auf und dachte teuflische Gedanken über meine Zimmergenossen. Wieso in aller Welt hatten sie mich nicht geweckt? Sie hatten vermutlich darüber gelacht, dass ich verschlief.

Ich eilte ins Bad und hüpfte in die Dusche. Ich wollte gerade das Wasser andrehen als ich bemerkte, dass ich immer noch meine Klamotten anhatte. Ich haute meinen Kopf gegen die Duschwand.

Autsch. Das hat ziemlich wehgetan. Mentale Notiz an mich selbst: Duschwände sind nicht so weich wie sie aussehen.

Ich trat aus der Dusche und zog mich tatsächlich aus, bevor ich wieder reinging. Ich duschte schneller als sonst, auch wenn ich meine Haare zwei Mal waschen musste.

Es war seltsam. Ich schwöre, ich hatte genug Shampoo auf meine Hand getan, aber das habe ich nicht. Vielleicht war es genug um Jungenhaare zu waschen, aber ich habe Tonnen mehr als sie. Es ist so nervig (meine Haare zweimal waschen zu müssen und Jungen).

Also schmiss ich meine Uniform über, schlang meine Krawatte um meinen Hals, schnappte meine Schuhe und rannte die Treppe runter. Ich war auf halben Weg zum Gemeinschaftsraum als ich bemerkte, dass ich meine Tasche vergessen hatte, also rannte ich die Treppe wieder hoch. Auf dem Weg die Treppe wieder runter, jonglierte ich meine Tasche in dem Versuch meine Schuhe anzuziehen und rannte so schnell wie mein verhedderter Rock es erlaubte.

Das war vermutlich keine meiner besten Idee, oder? Ah, gut, es hätte schlimmer kommen können, ich hätte mir den Arm oder das Bein oder meinen Kopf brechen können, aber das habe ich nicht. Stattdessen rannte ich in Potter und wir landeten mit einem spektakulären Aufprall (der sich sehr wie fliegen anfühlte) in einem Haufen am Treppenanfang.

„Hey", sagte ich, drückte mich auf meine Ellebogen und lächelte ein wenig. Ich habe wirklich Glück, nicht wahr? Kennst du ein anderes Mädchen, das ihr eigenes persönliches menschliches Kissen hat (das ziemlich süß ist und nach Apfel-Küchlein schmeckt)? Wohlgemerkt, es wäre sehr viel angenehmer, wenn er nicht so ein Idiot wäre.

„Gehst du zum Frühstück?", fragte James zurücklächelnd.

„Jep."

„Brauchst du Hilfe, die Große Halle zu finden?" Natürlich nicht. Pah ... nur weil ich auf ihm liege, heißt das nicht, dass ich hilflos bin. Armseliges Chauvinistenschwein.

„Sicher." Warte ... wer hat das gesagt? War ich das? Ich bin nicht hilflos!

Während ich über die fremde Dienststelle, die meinen Mund übernommen hatte, nachgrübelte, half James mir auf und da er es eingefädelt hatte, eine Hand um meine Taille zu schlingen, war ich gezwungen mit ihm runter zur Großen Halle zu gehen. Ich zögerte als James begann auf seine Freunde zuzugehen. Er pausierte und sah zurück zu mir. Vielleicht hatten wir ein bisschen eine Pause von der Realität genommen, aber das war die reale Welt. Und in der realen Welt verstanden wir uns nicht. Ich schubste seinen Arm von meiner Taille und drehte mich in die andere Richtung.

Dann ging ich von ihm weg und dahin wo Ally saß und setzte mich neben sie. Ich verbrachte die meiste Zeit des Frühstückes damit James´ Starren, das ich auf meinem Hinterkopf spüren konnte, zu ignorieren.

Als ich zu meiner ersten Unterrichtstunde des Tages ging, zwang ich meine Schritte extra ins Schneckentempo.

Ich hasse Alte Runen. Wieso habe ich dieses Fach? Oh ja, weil ich ziemlich verflixt gut darin bin. Was für ein dummer Grund! Ich meine, nur weil ich gut darin bin, Leute anzuschreien bedeutet das nicht, dass ich in einer Klasse dafür bin. Obwohl, all die Übung James während Schulsprecherrundgängen anzubrüllen konnte wirklich als eine weitere Klasse betrachtet werden.

Nachdem ich im Klassenraum angekommen war, entdeckte ich, dass Professor Norwin bedauerlicherweise oder in Wahrheit glücklicherweise heute krank ist oder aus irgendeinem Grund einfach nicht da ist.

Ich schätze, dass sie vermutlich vergessen hat, dass sie Unterricht hat und ist auf einen Besen zur Küste gehüpft um Garnelen zu essen. Ich schwöre bei meinen limonengrünen, flauschigen Hausschuhen, dass sie das schon einmal gemacht hat.

McGonagall ist gerade reingekommen.

Scheinbar ist sie da, um uns in dreier Gruppen aufzuteilen und uns in anderen Unterricht zu schicken, da kein Professor verfügbar ist, um uns zu beaufsichtigen.

Oh Gott … Ich habe so einen schlechten Tag. Irgendwie, fragt nicht wie (aber ich bin ziemlich sicher, es hat etwas mit dem Fakt zu tun, dass die Welt hinter mir her ist) bin ich in einer Gruppe mit Severus Snape und Arnaud Armstice gelandet (was für ein Name; wenn ich er wäre, würde ich meine Eltern killen, sie absolut umbringen).

McGonagall kam zu uns rüber und schenkte mir ein kleines Lächeln. „Ihr drei werdet zu Wahrsagen mit Professor Glieson gehen." Ugh … Wahrsagen.

Als wir gingen, blieb ich leicht hinterher, in dem Versuch Snape und Armstice davon abzuhalten, mich zu bemerken und konsequent zu entscheiden mit mir rumzuspielen. Diese beiden sind die schlimmsten bei der Behandlung von Muggelgeborene. Der Name selbst stört mich nicht wirklich … Ich halte nicht viel auf Blutreinheit, aber ich würde lieber keine gerissene Lippe oder Hauselfenohren für den Rest des Tages haben.

Ich zögerte vor der Leiter zum Wahrsagen Klassenzimmer. Ich will wirklich nicht gehen. Ich mag Leitern sowieso nicht besonders. Nachdem ich ein sehr hässliches Gesicht gezogen hatte, kletterte ich hoch.

Krampfhaft nieste ich dreimal hintereinander als der scharfe Geruch von Räucherkerzen meine Nase erreichte. Meine Augen tränten wegen des schrecklichen Geruchs von zu vielen starken Arten Räucherkerzen zusammengemixt, also wischte ich mir mit meinem Robenärmel über die Augen. Nachdem ich eine gute Menge des Wassers entfernt hatte, war ich fähig mich im Klassenzimmer umzusehen. Es bestand aus ein Paar Schülern, die auf Kissen um kleine runde Tische, auf denen Kristallkugeln standen, saßen.

Ich fragte mich, ob ohne einen Stuhl zu sitzen den Rücken verletzen kann, als ein kleiner Mann vor mich sprang.

„Ahh … ein weiterer Schüler, der beaufsichtigt werden muss.", sagte er. Er versuchte mystische Töne zu nutzen. Ahh … Professor Glieson. Der Bursche taucht kaum aus seinem Turm auf.

„Yeah…", sagte ich und sah ihn an als wäre er verrückt, da ich den leichten Verdacht habe, dass er wirklich verrückt ist.

„Schließen sie sich dieser Gruppe an.", sagte er mit einem Winken seiner Hand. Ich drehte mich um und sah, dass er mich Potters und Blacks Gruppe zugewiesen hatte.

NEIN! Ich werde sterben! Wieso ich? Verdammt, ich wäre lieber Partner von Snape. Wieso sind die beiden überhaupt in Wahrsagen?

„Nun, dass die Unterbrechung, die ich am Anfang der Stunde vorhergesehen habe, beendet ist, fahren sie bitte fort ihre Kristallkugeln zu lesen.", forderte der Professor.

„Er hat die Unterbrechung vorausgesehen?", fragte ich skeptisch als ich mich an den kleinen Tisch setzte. Ich wette, McGonagall hat ihm mitgeteilt, dass er Schüler zu erwarten hat. Wahrsagen ist so ein schwindlerischer Teil der Zauberei (weshalb ich es nie gewählt habe).

Black lachte, „Darauf kannst du wetten; er ist absolut im Einklang mit seinem inneren Auge."

„Wir haben gehört, wie McGonagall reingekommen ist und ihm gesagt hat, dass er Schüler erwarten muss.", sagte James und lehnte sich zu mir.

Bin das nur ich oder sind diese Tische wirklich nur für zwei Personen gedacht? Ich denke, dass sind sie, denn mit drei Personen fühle ich mich Potter ein wenig zu nah, als das es bequem ist. Und das zu mir lehnen hilft nicht wirklich viel.

„Richtig.", sagte ich und fokussierte Black, damit ich Potter nicht ansehen musste. Das letzte was ich jetzt brauchte, war dass die Magneten wieder wirkten.

„Darf ich anfangen?", fragte Black aufgeregt und zog die Kristallkugel zu sich.

„Sicher.", sagte James mit einem Schulterzucken, das mich dazu brachte verzweifelt meine Hände über seine Schultern fahren zu wollen.

Habe ich erwähnt, dass er nette, wirklich nette, Schultern hat? Ich könnte es tun. Ich könnte über sie streichen. Ich könnte einfach vortäuschen, seine Robe hätte eine Falte.

Ich strich ihm mit der Hand über die Schulter. Es war sehr nett. Es war sogar netter als es aussah. Er hatte ganz sicher die richtigen Schultern, nicht zu klotzartig groß und nicht zu schwach, einfach perfekt.

„Ähm." Ich sah zu James auf und realisierte, dass ich meine Hände über seine Schultern hatte fahren lassen … in der Öffentlichkeit.

Schuss!

„Da war eine Falte.", sagte ich errötend.

Ich sah von James weg, der mich mit einem fragenden Blick ansah und wandte mich Sirius zu, der unseren Austausch mit erhobenen Augenbrauen über die Kristallkugel betrachtete.

Er sah wieder runter und sagte, „Wow, Ich denke ich sehe tatsächlich etwas."

„Wirklich?", fragte James, der sich tapfer bemühte interessiert zu erscheinen, doch gleichzeitig spektakulär scheiterte.

„Du wirst das nicht glauben, Kumpel, aber scheinbar werden da ein paar kaputte Tische und eine ernsthaft wütende Rothaarige in deiner Zukunft sein." Ich wurde sogar noch röter, wenn das möglich war.

„Oh, halt die Klappe, Black", murmelte ich. Dann sah ich überrascht zu, wie er aus seinem Sitz fiel. Ich lehnte mich über den Tisch und sah ihn an. Er lag auf dem Boden und hielt sich das Schienbein. Ich sah James an. Er grinste.

Das ist eine weitere gute Sache an James Potter … er weiß wie man seinen besten Freund zum Schweigen bringt. Besonders wenn besagter bester Freund eine üppige Menge Erpressungsmaterial von dir hat (sogar noch mehr als der Rest der Verwandlungsklasse, der auch beachtliche Mengen hat).

„Wieso lassen wir nicht unsere tomatenfarbene, kleine Rothaarige einen Versuch wagen?", fragte Sirius und kletterte zurück auf sein Kissen.

„Ich bin nicht in Wahrsagen.", sagte ich, während ich den unhöflichen Kommentar über die Farbe meines Gesichtes ignorierte. Nebenbei, ich bezweifle ehrlich, dass ich Tomatenrot bin; ich schätze ich bin eher Gryffindorrot.

„Und?", sagte er und hob die Augenbrauen.

Ich dachte darüber nach und konnte mir ehrlich keinen Grund ausdenken, wieso ich nicht versuchen konnte, in diese verflixte Kristallkugel zu blicken.

„Oh, in Ordnung.", sagte ich, hob das Ding hoch und setzte es vor mir ab.

„Also, wie funktioniert dieses Teil?"

„Naja, vermutlich wirst du nicht fähig sein es zu bedienen.", sagte Black spektakulär unnütz. „Merlin weiß, dass ich noch nie auch nur irgendetwas gesehen habe."

Ich verdrehte die Augen und spähte hinein. „Soll ich meine Hände um es schwingen oder so etwas, wie sie es in den Filmen tun?"

Black antwortete nicht. Ich sah auf und bemerkte, dass er nicht mehr auf seinem Platz saß. Es ist bewundernswert wie schnell und leise dieser Mann ist. Ich bin froh, dass er den Leuten nur Streiche spielt. Wenn er ein Auftragskiller wäre, wären wir alle tot.

Ich sah mich um und bemerkte, dass er an Allys Tisch kniete und ihren Schuh für sie zu binden schien. Ich legte meinen Kopf schief und sah dann zu James. Er zuckte mit den Schultern.

„Du kannst mit den Händen wedeln, wenn du willst.", sagte er, „Aber generell ist es hilfreicher sie einfach auf die Kugel zu legen." Versuchsweise legte ich meine Fingerspitzen auf den Kristall und es änderte sich kein Stück. Ich denke, man muss diesen weißen Mist einfach verabscheuen.

„Nein, nein.", sagte James und platzierte seine Hände über meinen. Er drückte sie bis meine ganze Handfläche den Kristall berührte. Da, als meine Hände fest durch James auf den Ball gepresst wurden, sah ich etwas.

Es war tief im Inneren des Kristalls und ich lehnte mich näher um herauszufinden, was es war. Ich konnte es nicht ausmachen, es war zu weit weg. Ich sah fragend zu James auf, aber sah, dass sein ganzer Körper gespannt war, seine Augen auf den Kristall gerichtet.

Großartig. (Zu deiner Information, das war total sarkastisch. Wieso muss er Visionen haben, während meine Hände auf der Kristallkugel sind? Könnte er nicht eine verdammte Minute warten, bis er dran ist?)

Ich schätze, ich hätte fragen sollen, ob James der Lehrerliebling in diesem Fach ist, bevor ich ihn dazu gebracht habe mir zu helfen. Ich schätze das ist er (also der Lehrerliebling), da ich ziemlich verflixt sicher bin, dass niemand anderes hier drin etwas in ihren Kristallen sieht. Ehrlich, muss Potter eigentlich in allem gut sein?

Nein, warte. Beantworte das nicht. Das würde mich wahrscheinlich nur deprimieren.

Ich sah zurück zur Kristallkugel und fühlte, wie mein Atem sich plötzlich verlangsamte.

Ich konnte es sehen.

Ich war irgendwo draußen; überall waren Lichter und Blumen. Da war auch Magie. Sie war so stark, dass ich sie von da wo ich weit weg in der Klasse saß fühlen konnte. Die Sicht änderte sich und ich sah einen Farbwirbel. Nach einer Minute realisierte ich, dass es tanzende Leute waren. Ich konnte nicht ausmachen, wer sie waren, bis die Sicht sich wieder verschob, sich dem Pärchen in der Mitte der Tanzfläche näherte.

Das war wichtig, ich konnte es fühlen. Ich lehnte mich vor, begierig zu sehen, wer dieses Pärchen war.

Ich erhaschte einen Blick und gedanklich sagte ich, „Ich kenne sie." Aber für mein Leben konnte ich ihre Gesichter nicht einordnen. Vielleicht wenn ich mehr als einen Blick erhascht hätte, aber das hatte ich nicht.

Sobald ich sie gesehen hatte, wurde die ganze Kugel dunkel und ein Paar teuflischer, roter Augen starrten mich an. Ich hatte diese Augen schon vorher in meinen Träumen gesehen.

Ich begann zu schreien. Ich weiß nicht wieso, aber diese Augen sind die angsteinflößendste Sache in der Welt. Wenn ich jemals einem Irrwicht begegnen würde, würde er zu dem werden. Ich kann meinen Schrecken nicht erklären … es ist einfach als ob ich instinktiv wusste, dass diese Augen teuflisch sind … als wäre ich mit dem Wissen geboren.

Ich konnte meine Körper kämpfen fühlen, aber meine Gedanken fühlten sich an als wären sie Meilen weg. Ich konnte den Schrei hören, aber er war schwach und entfernt. Ein Gedanke lief mir durch den Kopf, „Bring es weg von mir!" Also schubste ich die Augen mit meiner ganzen Kraft von mir weg.

Ich schnappte zurück in die Realität, als die Kristallkugel mit einem lauten Ton auf dem Boden aufprallte und sich halbierte.

Ich nahm einen tiefen, zittrigen Atemzug, hörte auf zu schreien und fasste nach etwas zum festhalten. Meine Hand fiel auf James und ich hielt ihn verzweifelt fest.

Oh Gott, ich musste hier raus. Das war zu seltsam, zu angsteinflößend.

Ich versuchte aufzustehen, aber meine Füße waren in meiner Tasche verstrickt und ich fiel auf den Tisch.

James stand auf, half mir auf die Füße und fasste meine beiden Hände in einer von seinen.

Verflixt, seine Hände sind wirklich groß. Und warm. Und beruhigend. Ich frage mich, ob er je darüber nachgedacht hat, sie zu vermieten wenn Leute Beruhigung brauchen.

Sobald ich realisierte was ich dachte, wurde ich panisch.

Ich wollte nicht über James Potters Hände nachdenken, nicht jetzt, nie. Das war einfach ein Thema, mit dem ich mich lieber nicht beschäftigen würde. Also trat ich zurück und riss meine Hände mit mir.

Ich denke, für meine zukünftige Gesundheit und mein zukünftiges Glück sollte ich nie rückwärts gehen ohne hinter mich gesehen zu haben.

Dummer Tisch. Er hat mich direkt in meinen Kniekehlen getroffen und ich purzelte rückwärts, zog Potter mit mir. Wir krachten in den Tisch und er spaltete sich direkt in der Mitte in zwei Teile und ließ uns in der Mitte eingekeilt.

Ich denke, ich ziehe die Verwandlungsraumtische irgendwie vor. Auch wenn man Splitter in den Hintern kriegt, wenn man diese kaputt macht, ist man wenigstens nicht gefangen.

„Geh von mir runter, Potter!", schrie ich und schubste ihn aussichtslos gegen den Oberkörper. Dann sah ich in seine Augen und die dummen Magneten gingen wieder an.

„Geroffmmmpooer", war wie meine nächste Forderung herauskam, hauptsächlich weil sie von seinen Lippen gedämpft wurde.

Dann gab ich einfach auf. Ich gab das Protestieren auf. Ich gab das sich kümmern auf. Ich gab das denken auf. Ich ließ Potter einfach alles reparieren. Manchmal sind Männer nützlich ... wer hätte das gedacht? Und dann schmiss Professor Glieson mich aus seinem Unterricht.

Ok, schön, es war nicht wirklich Potters Schuld, dass er mich rausgeschmissen hat, da Potter alles repariert hat und geschafft hat die ganze Küssen-Sache zu erklären.

Wieso, oh wieso, musste Black die Kristallkugel aufheben gehen (oder präziser, die Stücke der besagten Kristallkugel)?

„Wow! Das ist Toll. Denkst du diese Babies klappen noch?", fragte er aufgeregt aussehend.

Ich starrte ihn eine Sekunde an und zuckte dann mit den Schultern. Wie in aller Welt sollte ich das wissen? Ich bin nicht einmal in Wahrsagen.

„Ist das … meine Kristallkugel!", fragte Glieson in einer ungläubigen Stimme.

„Stücke ihrer Kristallkugel, ist der Ausdruck, glaube ich, nach dem sie suchen.", sagte Black fröhlich. Dann hielt er sie vor seinen Oberkörper wie ein Paar Brüste. „Hey, hey, nett, huh?"

Ich starrte nur, aber der Rest der Klasse brach in Lachen aus.

Glieson kreischte mädchenhaft bevor er auf seinen Stuhl sank.

„Raus.", sagte er und zeigte auf mich. „Sofort raus!"

„Aber…", begann ich, aber er sprang von seinem Stuhl auf, nahm meinen Arm und versuchte mich wegzuschleppen. Zu schlecht, dass er kaum so groß wie ich ist und ich bin eine muskulöse Frau. Ich kann nicht durch Kraft bewegt werden! MUWAHHAHA! (oh, yeah, und ich halte mich an Potter fest, aber das ist nur ein kleiner Faktor).

„Raus! Verlasse sofort meinen Unterricht!", schrie er, ließ meinen Arm los und stampfte mit dem Fuß auf. Er sieht wie ein kleines Kind aus, das einen Wutanfall hat.

„Schön!", sagte ich, mit der richtigen Einstellung.

Wenn ich mich nur nicht wütend niedergekniet hätte um meine Tasche aufzuheben.

Wenn ich nur nicht in noch größerer Wut aufgestanden wäre.

Wenn Potter mir nur nicht so nahe gewesen wäre (sehr viel näher als ich gedacht hatte).

Wenn ich nur kürzere Haaren hätte.

Wenn er nur keinen Gürtel getragen hätte.

Wenn ich ihn doch nur umgebracht hätte, als ich die Chance hatte.

Aber nein … ich hatte nicht und meine Haare verfingen sind in seinem Gürtel.

Yeah … also jetzt schmerzt nicht nur mein Kopf sehr, sondern Glieson hat mich irgendwie (trotz seiner kleinen vertikalen Herausforderung) runter geworfen. Ich hasse Leitern!

Ich kann immer noch nicht glauben, dass Glieson mich rausgeschmissen hat. Herrgott noch mal, es war nur eine dumme Kristallkugel (zugegebenermaßen, es war eine vermeintliche unbrechbare Kristallkugel, aber dennoch!). Und wirklich, dieser Tisch war eher eine Platte auf einem Paar Betonklötzen. Ich habe ihm einen Gefallen getan, indem ich ihn aus seinem Elend geholt habe. Und da jemand zu küssen nicht gerade passendes Verhalten für die Mitte eines Unterrichtes ist, habe ich seinen Lieblingsschüler geküsst … das sollte die Unangemessenheit der ganzen Sache zunichte machen. Und jemand mit ein wenig Verstand konnte sagen, dass die Gürtelsache ein totaler Unfall war.

Ich schob den Gürtel (der noch immer in meinen Haaren festhängt) aus meinem Gesicht. Meine Kopfhaut schmerzt.

Ich hoffe Potters Hose fällt ohne seinen Gürtel nicht runter. Ich würde mich dann irgendwie schlecht fühlen.

Oh, wen veräpple ich hier gerade? Ich würde mir den Kopf weglachen ... und sicherstellen, dass ich einen guten Blick kriege.

Ahh! Das war ein teuflischer Gedanke. Ich nehme ihn zurück.

Ich arbeitete daran, meine Haare über die Gürtelschnalle zu manövrieren. Ich schwöre, wenn ich meine Haare schneiden muss um hier rauszukommen, werde ich Potter ermorden. Ich werde ihn tot killen.

Ja! Ich habe sie raus gekriegt! Ich bin der Master.

Ich schmiss das dumme Stück Leder so weit ich konnte den Flur runter. Seltsamerweise ließ mich diese Gewalttat mich besser fühlen.

„Dummes Wahrsagen, dumme Kristallkugeln, dummer Schulsprecher, dumme Tische, dumme Gürtel…", murmelte ich, damit beschäftigt alle dummen Dinge, die mir einfielen aufzulisten, als ich den Flur entlang stapfte.

Ich wollte nirgendwo bestimmtes hingehen, da ich nicht wirklich wusste, was man nachdem man aus dem Unterricht geworfen wurde, tun sollte. Besonders, da ich noch nie aus dem Unterricht geflogen bin.

„Dummer Glieson!", rief ich und knallte in jemanden hinein. Ich prallte taumelnd durch den Aufprall von ihm ab.

„Sorry, Potter.", sagte ich ohne mich damit zu plagen mich zu fragen, was er außerhalb des Unterrichts machte. Schließlich wissen wir alle bis jetzt, dass es egal ist wo er sein sollte … er ist immer genau da wo ich in ihn rennen werde.

„Nun hast du nicht nur meinen Bruder beleidigt, indem du deinen Schmutz auf ihn gebracht hast, aber jetzt wagst du auch noch anzudeuten, dass ich ein Kuhdorf Blutverräter sein könnte?"

In Ordnung, ich schätze jetzt hast du herausgefunden, dass ich nicht in Potter gerannt bin. Ich habe keine Ahnung wer dieser Kerl ist (und noch viel weniger wer diese Bruderperson ist). Aber ich weiß definitiv, dass er James Potter nicht mag.