Kapitel 6: In Welchem Lily dem Tod entwischt oder In Welchem Lily Potters Schuh küsst
Für den Fall, dass ich gekidnappt werde oder etwas genauso schreckliches, solltet ihr den Auroren sagen, dass sie nach einem ziemlich klotzigen Kerl suchen sollen. Ernsthaft, er ist ungefähr anderthalb Fuß größer als ich. Er hat bräunliche Haare und bräunliche Augen, sehr durchschnittlich. Wenn er mich nicht ansehen würde, als würde es ihn nicht stören, mich zu zerquetschen, denke ich ehrlich, dass ich ihn nicht bemerkt hätte.
„Sorry … Sir?", versuchte ich. Ich zuckte zusammen und wich zurück als sein Arm hervor schoss. Ich konnte seine Faust meine Wange streifen fühlen.
Heilige Mutter des Krickets!
Heilige Mutter der Pommes Frites!
Ich werde sterben!
Wo ist mein Zauberstab? Wo habe ich meinen Zauberstab hingelegt?
Ich fummelte in meiner Tasche herum und versuchte ihn zu finden, aber Mr. Klotz fasste mein Handgelenk und zog es weg. Er umklammerte es, als ich versuchte mich aus seinem Griff zu befreien.
Ok, es ist jetzt wirklich offiziell … Ich werde steeeeeeeeeeeeerbeeeeen!
„Kein Grund schon panisch zu werden, kleines Schlammblut; das war nur eine Warnung. Ich treffe nicht daneben, wenn ich dich treffen will."
Ich möchte eine Ankündigung machen.
Ich, Lily Marie Evans, schwöre feierlich und platziere diesen Schwur in den permanentesten Registern, dass wenn James Tristan Potter genau jetzt auftaucht und mich rettet, ich seine Schuhe küssen werde.
Ich schwöre es, egal wie dreckig sie sind!
Mr. Klotz grinste mich anzüglich an und ich winkte matt mit meiner freien Hand. Die Stille war ohrenbetäubend. „Also ...", sagte ich um die Stille zu brechen. „Du magst Potter nicht, huh?"
Wow, Lily, das war wahrscheinlich nicht der beste Eisbrecher.
„Nein, mein süßes kleines Schlammblut, ich mag deinen Freund nicht besonders. Genauer gesagt wäre es passend zu sagen, dass ich ihn verabscheue."
„Er ist nicht mein Freund!", schrie ich in einem skandalösen Ton. Wie kann er es wagen, mich zu bezichtigen mit Potter auszugehen! Ich kann es nicht glauben. Ich mag zwar ein kleines bisschen ein Loser sein, aber ich kann zumindest etwas Besseres als Potter kriegen.
Mr. Klotz, anzüglich grinsender Klotz, ignorierte mich und rollte weiter. „Vielleicht ist es seine Schuld, dass du mein Interesse auf dich gezogen hast. Was gibt es für einen besseren Weg einen Potter zu treffen, als seine Frau zu verletzen?"
„Jetzt warte mal eine Sekunde, Mister.", sagte ich, und versuchte über meine Nase hinweg auf ihn runter zu sehen, was ziemlich schwierig war, da ich anderthalb Fuß kleiner bin als er. Also tat ich mein Bestes, obwohl ich vertikal herausgefordert bin und piekste ihn mit meinem Zeigefinger in die Brust um meine Worte zu unterstreichen.
„Du magst vielleicht weitermachen dürfen und verrückte Gerüchte über mich und Potter miteinander ausgehend verbreiten, was wir nicht tun, aber du DARFST MICH NICHT seine Frau nennen, denn ich bin NICHT und werde NIE irgendeines Mannes 'Frau' sein. Ich bin meine eigene Frau und nichts, nicht ein Freund, nicht ein hässlicher Punk Reinblüter, nichts wird das jemals ändern. Haben wir uns verstanden?", ich hob in seine Richtung eine Augebraue und er lachte.
Er kippte den Kopf zurück und brüllte einfach vor lachen.
Ich habe gerade etwas realisiert. Es ist eigentlich auch ziemlich wichtig. Ich denke, ich werde es meinen Lebensregeln beifügen.
Regel Nummer 31: Fahr niemals aus der Haut und schreie einen Mann, der dich vermutlich umbringen könnte, wenn er Lust hätte, mit pro-feministischer Rhetorik an.
Verflixt, das ist eine gute Regel. Ich wünschte, ich wäre da früher drauf gekommen.
Abrupt hörte sein Gelächter auf. Dieser Kerl ist geisteskrank!
„Also lässt du Potter nicht mal seinen Anspruch auf dich erheben? Das muss ihn verrückt machen."
Mein Mund hängt buchstäblich irgendwo bei meinen Knien.
Oh Junge, von Leuten beansprucht werden. Mr. Klotz hier ist ein wirklicher Spinner und sogar ich gebe zu, dass er Potter ganz falsch einschätzt. Obwohl Potter ganz offensichtlich nicht die beste Person ist, ist er zumindest nicht die Sorte Mann, die Frauen ‚beansprucht'.
Ich kann es nicht glauben! Ich habe endlich einen Mann gefunden, der James Potter wie den lieblichsten und perfektesten Mann der Gegend erscheinen lässt. Ich muss das in meinen Kalender schreiben, damit ich mich alle Ewigkeiten daran erinnere.
Sir ‚Mir fehlt jeglicher Sinn von Ritterlichkeit oder ordentlichem Verhalten und ich bin ein hässlicher Klotz' fasste meine andere Hand und zwang sie über meinen Kopf.
Verflixt! Ich habe irgendwie gehofft, dass er mein erneutes zu meinem Zauberstab schleichen nicht bemerken würde.
„Ich denke, ich werde ein bisschen Spaß mit dir Schlammblut haben. Dann werde ich dich an einem netten, öffentlichen Platz liegen lassen, damit der liebe Potter dich findet." Er drückte mich gegen die Wand. Seine Augen waren eigenartig groß und ich fühlte mich, als ob er sie nutzte um mich zu frieren, mich schwach zu machen.
„D ... denkst du nicht, wir könnten einfach reden und ich könnte Potter dann eine Nachricht für dich sagen gehen?"
Mr. Sadistischer Klotz lachte sanft und zwang dann seine Lippen auf meine.
Oh Gott!
Ich wand mich und versuchte wegzulaufen, aber sein Griff verengte sich und ich fühlte wie mein Blutkreislauf abgeschnitten wurde. Ich manövrierte meinen Fuß und trat ihm mit dem Absatz auf den Zeh. Er trat fluchend von mir weg und ich nutzte seine Ablenkung als eine Chance um seinen Griff um mein Handgelenk zu brechen.
Ich werde nicht ohne Kampf untergehen.
Ich werde kein Mädchen sein, das zurückgucken muss und sagen, „Ich wünschte, ich hätte gekämpft, ich wünschte, ich hätte nicht nachgegeben."
Ich werde nie nachgegeben. Niemals. (Außer die Bedingungen für Kapitulation beinhalten eine große Menge Schokolade.)
Ich wirbelte herum und ließ meinen anderen Arm hinter meinen Rücken gebeugt als ich nach meinem Zauberstab suchte. Ich fühlte seinen geschmeidigen Weidengriff und schlang meine Finger um ihn. Mein Angreifer nutzte seinen Halt meines anderen Arms um mich wieder zurück umzudrehen. Als ich mich drehte zückte ich meinen Zauberstab. Ich nutzte den geliehenen Schwung der Drehung um meinen Entwaffnungszauber schlagkräftiger zu machen. Wenn du wie ich klein bist musst du lernen wie man die Stärke des Angreifers gegen ihn verwendet.
„Expelliarmus!", schrie ich. Zum Teufel mit non-verbalen Sprüchen. Sie werden sowieso überbewertet. Schreien hat einen bestimmten Reiz, besonders wenn man das verzweifelte Verlangen hat, die Person die man verflucht nach Australien zu schicken (und wenn er landet, hofft man, dass er sich beide Beine in verschiedenen Plätzen bricht).
Ich musste ein zufriedenes Grinsen unterdrücken als Mr. Klotz von den Füßen gerissen wurde und seinen Griff um meinen Arm verlor (nicht so gut wie Australien, aber wir können nicht alles kriegen was wir wollen).
Ich rannte den Flur entlang um so schnell wie möglich so weit wie möglich von hier wegzukommen, als es mich traf: ihm meinen Rücken zuzuwenden war vermutlich keine gute Idee gewesen.
Sein Zauber traf mich sobald mir der Gedanke durch den Kopf lief. Ich fühlte meine Füße über meinen Kopf geworfen werden und für ein paar flüchtige Sekunden war ich komplett umgedreht. Dann landete ich mit einem harten Klatscher auf dem Boden.
Die einzige Seltsamkeit dieser Situation war, dass mein Gesicht nicht auf dem Boden war, sondern auf etwas lag, das ein Schuh zu sein schien. Plötzlich wurde ich an mein dummes Versprechen, Potters Schuh zu küssen, erinnert.
Ein kleines Lächeln erschien auf meinem Gesicht, da ich wusste, wessen Schuhe es waren. Wessen Schuhe es sein mussten, da nur ein Mann immer da war, wenn ich ihn am meisten brauchte (und wenn ich ein lächerliches, blamierendes Versprechen seine Schuhe betreffend gemacht habe) … James Potter.
Ich drückte schnell meine Lippen gegen seine Schuhbänder als James sich langsam hinkniete, seine Augen und seinen Zauberstab auf Mr. ‚Ich werfe Zauber auf anderer Leute' Rücken und bin ein schmutziger Klotz.' gerichtet und mir aufhalf. Nachdem ich mich wieder auf meine Füße gekämpft hatte, stieß James mich behutsam hinter sich und ließ seine Hand auf meinem Bauch. Er hatte mich noch nicht angesehen und ich bekam das Gefühl, dass er seine Hand auf mir wollte, damit er wusste, wo ich war.
Ich legte meine Hand über seine und er drehte seine Hand um unsere, so dass wir verflochten waren. Für eine blendende Sekunde fühlte ich etwas, dass ich wahrhaftig nie zuvor gespürt hatte … ich fühlte mich ganz. Ich schüttelte meinen Kopf und das Gefühl verschwand. Es muss etwas gewesen sein, das ich zum Frühstück gegessen habe.
Ich bewegte mich und legte meine andere Hand auf seinen Rücken. Ich dachte, das würde ihm ein besseres Gefühl, wo ich bin, geben, für den Fall … naja, für den Fall, dass er es wissen muss.
Ich sah Mr. Klotz an und bemerkte meinen Zauberstab in der Nähe seines Fußes. Er sah ihn auch ... der Idiot. Er schwenkte gemächlich seinen Zauberstab, ganz klar um meinen aufzuheben.
Was mich wirklich aufgeregt ist, wie lässig er aussieht … als könnte er gähnen und es würde nicht unplatziert aussehen. Die einzige Sache, die ihn verrät sind seine Augen. Sie sind voller Hass und kalkulierend, starren direkt Potter an.
Potter starrte auf meinen Zauberstab, der auf halben Weg in der Luft war und ohne überhaupt mit seinem Zauberstab wedeln zu müssen, fiel er zurück auf den Boden. (Wie kommt es, dass er in ALLEM so gut ist? Gibt es etwas worin er nicht gut ist? Nein warte ... beantworte das nicht, ich will es nicht wissen.)
„Misch dich nicht in meine Zaubersprüche ein, Potter.", knurrte Mr. ‚Auf meinem Zauberspruch wurde gerade rumgestampft und ich bin ein dummer Klotz'.
„Ich habe nichts von dieser Sorte getan, Bryson. Ich kann nichts dafür, dass du unfähig bist, einen einfachen Aufrufzauber zu wirken.", sagte Potter schurkisch und klang dabei jedes kleine bisschen wie ein wohl geborener Reinblüter.
Bryson? Hmm ... für mich sieht er eher wie ein Klotz aus. Mr. Klotz passt besser, vielleicht werde ich ihn einfach weiter so nennen. Schließlich scheine ich mich nicht mehr an seinen richtigen Namen erinnern zu können … wie blöd.
Mr. grinsender Klotz knurrte durch sein ganz klar vor dem Spiegel geübtes Grinsen, „Du hältst deine Frau besser an einer engeren Leine, Potter, oder andernfalls wirst du dich leider ohne jemanden zum anleinen finden."
Ich fühlte, wie Potter sich verkrampfte und ich konnte praktisch die Anspannung meinen Arm entlang und durch meinen ganzen Körper fließen spüren. Hatte Mr. Irgendwie eigenartiger Klotz gerade gedroht mich umzubringen? Oh Gott, oh Gott, ich werde sterben! Nein warte, Potter wird mich retten! Danke Merlin, ich liebe verdammt noch mal Potter absolut! Warte, warte ... nicht in dieser Weise! Ich meine in der ‚Er wird eine Kugel/Todesfluch für mich auf sich nehmen' Art. Du meine Güte ... ich in Potter verliebt, das ist ein Lacher.
„Wenn du weißt, was gut für dich und deine Familie ist, dann wirst du um Ms. Evans aufpassen was du tust.", sagte Potter, seine Stimme mit kaum kontrollierten Ärger durchsetzt.
Ich hasse das. Ich hasse diese dummen Reinblut Macht Kriege. Ich meine, komm schon. Wie in aller Welt kann man von jemandem erwarten zu verstehen, was gerade passiert ist? Der einzige Grund, warum ich das verstehe ist, weil Ally sich mit mir hingesetzt hat und es alles erklärt hat, so dass ich nicht durch einen Unfall in die Mitte einer Reinblut Fehde gelange und getötet werde (was ein sehr unerwünschenswerter Status ist). Ich meine, wen interessiert wirklich, dass da Potter gerade verkündet hat, dass ich unter seinem Schutz stehe, ich auch unter dem Schutz seiner ganzen Familie stehe? Also, wenn mir etwas passiert, würde technisch seine ganze Familie auf meiner Seite stehen (was einfach lächerlich ist, da sie mich nie getroffen haben)? Und natürlich, jetzt müssen wir rumsitzen und warten, um zu sehen ob Mr. Klotz denkt, dass seine Familie genug Einfluss hat, um es zu riskieren Potters Familie zu beleidigen.
Oh Junge, bin ich froh, dass ich nicht so leben muss. Zurück in der Muggelvorstadtwelt, lebe ich ein nettes angenehmes Leben weg von prominenten Blutlinien und ihren Machtspielen.
Mr. Klotz's Gesicht sah aus, als wäre es irgendwo zwischen Ärger und Frustration hängen geblieben, was ihm ein irgendwie verdrehtes Aussehen gab. Es war total unschmeichelhaft. Geschieht ihm recht!
Potter verengte seinen Griff um meine Hand und ließ sie dann los. Ich schätze, er hat seinen kleinen Wettkampf gewonnen. Keine Gefahr mehr!
Ich werde nicht sterben! Ich werde nicht sterben! Absolut Großartig!
„Accio Zauberstab.", sagte Potter und mein Zauberstab flog in seine nun freie Hand.
Mit einer spöttischen Verbeugung für Mr. 'Ich wurde gerade geschlagen (Klotz)' drehte Potter sich um und führte mich den Flur hinunter.
Sobald wir um die Ecke waren, fasste Potter meine Hand und begann volle Pulle zu rennen und zog mich mit ihm. Ungefähr auf halben Weg diesen neuen Korridor entlang zog er mich direkt in eine Wand. Zumindest hatte ich immer angenommen, dass es eine Wand war, aber scheinbar nicht.
Ich fühlte eine schnelle, kalte Dusche auf meiner Haut und ich war in einem dunklen muffigen Korridor, der mich an diese lange ungenutzten Kerkerteile erinnerte. Potter presste mich gegen die Korridorwand und sah den Weg den wir gekommen waren zurück. Ich folgte seinem Blick und war überrascht, dass ich durch die falsche Wand durchsehen konnte. Ich beobachte überrascht wie Mr. Klotz wie ein erzürnter Tiger aussehend hin und her ging.
Er pausierte eine Sekunde und ich hatte einen guten Blick auf ihn ... und seine hellblauen Haare und ziemlich vergammelten Zähne. Ich giggelte und Potter hielt mir eine Hand über den Mund. Mr. blauhaariger Klotz sah sich misstrauisch im Flur um.
„Du denkst, du bist so clever, Potter, aber eines baldigen Tages wird deine Familie fallen und du wirst bemerken, dass nichts mehr für dich übrig ist.", Mr. Klotz stolzierte den Flur runter und ich sah ihm zu als er ging und fühlte einen kleinen Verlust aus keinen ersichtlichen Gründen.
Ich wartete ein bisschen, dass Potter seine Hand von meinem Mund wegnahm, aber er tat es nicht. Ich sah ihn an; er blickte immer noch in den Gang, in Gedanken verloren. Ich hoffe er nimmt, was Mr. dummer, Ich weiß nichts Klotz gesagt hat nicht ernst.
„James", murmelte ich gegen seine Hand und er sah mich erschrocken an.
„Oh, sorry", sagte er und nahm seine Hand weg. Sofort fühlte ich mich kalt und wünschte, dass er seine Hand zurück auf meine Wange legen würde.
Er sollte die Idee seine Hände zu vermieten wirklich Ernst nehmen.
Er ist wirklich nah. Ich kann seinen Atem auf meinem Gesicht fühlen. Ich frage mich, ob die unsichtbaren Fäden wieder zu wirken beginnen?
Ich wartete eine Sekunde ... sie taten es nicht. Verflixt! ... Ich meine ... Yay.
„Danke, dass du mich gerettet hast, James", sagte ich und sah ihm in die Augen, damit er wusste, dass ich es so meinte.
„Uh ... sieh mal, Lily, Bryson und ich kommen nicht gut miteinander klar. Unsere Familien gehen weit zurück und es scheint als ob er daran interessiert ist dich in unseren Streit zu ziehen." James seufzte schwer und sah über meinen Kopf als ob er nach etwas suchte.
Ich frage mich worüber er nachdenkt. Er sieht so ernst aus, als ob er Dinge erwägt, die ich nie verstehen könnte. Dinge, die ich nicht einmal verstehen wollte.
Verzweifelt die Stille zu brechen sagte ich, „Eigentlich denke ich, es könnte irgendwie meine Schuld sein. Ich habe gestern versehentlich meine Tasche auf diesen kleinen Slytherin Erstklässler fallen gelassen und er könnte Mr. Klotz' ... Ich meine Bryson's Bruder gewesen sein."
James' Augen fokussierten mich und er lächelte. Es ist irgendwie überraschend wie sehr ich sein Gesicht mit einem Lächeln identifiziere. Es scheint fast leer ohne sein Lächeln. Ich bin froh, dass es zurück ist.
„Erstklässler attackieren? Nun das ist sexy.", sagte er, seine Stimme wisperte über meine Haut.
Versuchte er mich verrückt zu machen? Denn wenn das sein Ziel ist, könnte er einfach aufgeben; er ist ihm bereits gelungen.
Seine Lippen streiften meine und er wollte sich schon zurückziehen. Mein Kopf begann sofort protestierend zu klopfen. Meine Finger schlangen sich gegen meinen Willen um seinen Kragen und zogen ihn zurück zu mir.
Ich schätze, es war weil ich gerade etwas realisiert habe ... Ich könnte nicht ohne James Potter leben. Ohne seine Arme um mich. Ohne seine Lippen auf meinen. Denn in diesem Moment, aus irgendeinem Grund, brauche ich ihn.
Ich ließ seinen Kragen los und schlang meine Arme um seinen Hals, zog mich noch näher an ihn.
James hätte jemand größeres finden sollen, der von seinen Küssen besessen wurde. Ich meine, er muss sich ein gutes Stück runterbeugen um meine Lippen zu erreichen; das muss mörderisch für seinen Nacken sein. Warte mal … heh heh … habe ich besessen gesagt? Denn das bin ich nicht, überhaupt nicht.
„James", wisperte ich als meine Lippen seine wieder berührten. Er strich mir mit der Hand durch die Haare und platzierte einen schlichten Kuss auf meiner Wange bevor er sich wegzog.
„Wir müssen hier raus.", wisperte er. „Bryson könnte mit ein paar seiner Kumpel zurückkommen." James nahm meine Hand und führte mich durch die dunklen Schleichwege. Er zögerte nie und es war offensichtlich, dass er sie oft nutzte. Ich lächelte ein wenig, als ich realisierte, dass diese Wege vermutlich Spielmacher in seinem erfolgreichen Streiches-Rekord sind.
Als wir gingen schaffte ich es Blicke durch andere Eingänge zu den Korridoren hinaus zu erhaschen und war erstaunt, Gebiete des ganzen Schlosses zu sehen. Auch wenn wir nie hoch oder runter gingen führte der Korridor zu Orten auf allen Stockwerken. Definitiv magisch. Während wir gingen bemerkte ich, dass wir zu Teilen des Schlosses gingen, die stufenweise älter und weniger gepflegt wurden. Die Eingänge wurden kleiner und enger, die Dachsteine sackten ein wenig und die Steinwände waren nicht so gut gemacht.
Wir stoppten endlich in einem kleinen Ausgang, der verdächtig wie alle anderen aussah und James ging zuerst rein, bewegte sich zentimeterweise seitwärts vorwärts und quetschte sich durch den kleinen Platz. Er ließ meine Hand los als er durch den Eingang verschwand.
Meine Sicht auf den Korridor wurde von den Wellen, die seine Passage in der versteckten Tür verursachte verdeckt. Ich schätze das ist eine weitere Konsequenz für die älteren Durchgänge; die Wege kräuseln sich mehr. Das muss ein Prototyp oder so etwas für die eine durch die wir gekommen sind gewesen sein.
Ich bewegte mich in den Gang, froh, dass ich mehr Platz als James hatte. Ich streckte meine rechte Hand aus und musste das Verlangen zu kichern unterdrücken als das flüssige Nichts meine Hand wie eine Feder die ich nicht sehen konnte kitzelte.
Mein Handgelenk war gerade durch den Eingang als meine Hand auf etwas stieß. Ich fühlte ein wenig daran rum und entschied, dass es James' Rücken war (zumindest hoffte ich aufrichtig dass es sein Rücken war). Blöder Depp. Er blockiert meinen Weg nach draußen.
Keinesfalls werde ich mich durch so einen kleinen Platz zwängen können. Ich gab James einen sanften Schubser. Er bewegte sich nicht. Ugh! Ich zog meine Hand zurück und legte sie auf die Wand vor mir.
Das ist so unbequem. Ich ließ meine Hand die Wand runter gleiten und sie traf auf einen rauen Fleck im Stein. In Gedanken verloren trommelte ich mit meinem Fingernagel auf den Fleck und tappte genervt mit dem Fuß. Ich konnte immer noch nicht durch den Eingang sehen, da die Kräusel langsam nach innen richteten. Nur die dunklen Ecken waren klar.
Oh mein Gott!
Ich erschrak beinahe zu Tode als ein Whoosh von Luft sich an meiner linken Seite ergoss.
Was war das!
Zögerlich bewegte ich meine linke Hand zum Korridor, der sogar noch dunkler geworden war und sie traf auf eine Wand.
Oh mein Gott! Eine Wand? Was macht die Wand da? Ich sitze in der Falle!
