Kapitel 12: In welchem Lily lauscht oder In welchem Lilys Augenlider wieder funktionieren
Für eine Weile war alles wessen ich mir bewusst war Dunkelheit und Stille. Es war ziemlich langweilig und brachte mich dazu schreien zu wollen… wenn nur mein Mund funktionieren würde. Und wenn er es täte, wette ich, würden meine Stimmbänder nicht funktionieren, nur um mich zu ärgern.
Ein Krachen erklang, hallte im ganzen Raum nach.
Meine Augen flogen bei dem Geräusch überrascht auf (was ganz klar keine Stille war).
Warte… meine Augen haben sich geöffnet!
Hallelujah! Meine Augenlider sind repariert!
Ich versuchte aufzusitzen und zu meinem Erstaunen fand ich heraus, dass ich fähig war, auch das zu tun.
Ich bin repariert!
Ich hätte eher von Madam Jeffreis erwartet, dass sie es vermasselt wie sie es bei James Bein getan hat. Ehrlich… peroxide!
Ich zog die Decke von meinen Beinen und schwang sie über die Bettkante. Ich stütze mich auf und stand auf.
Nichts passierte...
Ich fiel nicht hin.
Die Welt endete nicht.
James Potter kam nicht durch die Vorhänge, die mein Bett umgaben, spaziert um mich zu sehen, als ich realisierte, dass dieses Ding, dass sie mir angezogen hatten, ganz sich er keinen Rücken hatte.
Das Leben muss aufwärts gehen!
Ich fasste die Robe hinter meinem Rücken mit beiden Händen zusammen. Diese Sache ist praktisch wie in einem halben Beutel und Unterwäsche rumzulaufen!
Und meine Socken ... man kann meine Socken nicht vergessen!
Ich fühle mich gerade sehr entblößt.
Ich spähte durch die Vorhänge und sah, dass der halbe Krankenflügel abgeteilt und leer war. Ich schätze sie isolieren das potenziell besessene Mädchen (und ich bin nicht besessen).
Dennoch, das ist exzellent für mich. Ich werde einfach herausschlüpfen, zu meinem Schlafsaal gehen, einen anständigen Pyjama finden und zurückkommen. Falls jemand mich fragt werde ich sagen, James hat ihn mir gebracht.
Moment, Jungs können nicht in die Mädchenschlafsaale. Oh, wen interessiert's, das ist James Potter; auch die Lehrer erkennen an, dass er jederzeit wenn er will überall in Hogwarts hinkommen kann. McGonagall hat ihn sogar einmal gebeten, ihr den schnellsten Weg zu den Kerkern zu zeigen, als sie Jeffery Bates nach all diesen Wochen entdeckten.
Als ich zu der Seitentür ging, die auf der Seite dieses Teils war, hörte ich ein Stimmengemurmel von der anderen Seite. Ich war neugierig (große Überraschung). Natürlich wollte ich wissen, wer sprach und worüber sie sich unterhielten, also schlich ich zum Rand der Abteilung und schob sie ein wenig von der Wand weg.
Dadurch spähend erblickte ich Madam Jeffries, Professor Dumbledore, McGonagall und Vittles um einen Tisch gruppiert. Seltsam, das ist die gleiche Gruppe, die wegen mir zu Verwandlung gekommen war.
„All meine Tests sind negativ zurückgekommen, Albus.", sagte Madam Jeffries. „Ich kann sie nicht hier halten sobald sie aufwacht. Es gibt keine Beweise, dass sie besessen ist."
Ah ha! Ich habe es ihn gesagt! In ihre armseligen Gesichter! Ich, besessen? Ich denke nicht.
„Wieso sollte sie dann zu dir kommen und dir sagen, dass sie Stimmen hört und die vielleicht ihre Handlungen kontrollieren?"
Heilige Cannolis, ist das, was das hier verursacht hat? Ich wusste, ich hätte nicht zum Krankenflügel gehen sollen. Nebenbei, ich… nun, ich würde jetzt lieber nicht an die Stimmen denken. Außerdem, ich leide an zeitlich begrenzter Verrücktheit und bin nicht besessen.
„Ich habe Mr. Potter nach ihres jüngsten Verhaltens gefragt und er war sehr widerwillig dieses Thema zu kommentieren.", sagte McGonagall (zumindest hat sie nicht zu James gewechselt, ich denke nicht, dass ich damit klar kommen würde), „Er ist meinen Fragen ausgewichen und hat mir raffinierte Antworten gegeben, die überhaupt keine wirklichen Antworten waren." Sie schmiss frustriert seufzend ihre Hände hoch.
Sie ist ganz klar genauso an Potter und seine nervigen Antworten gewöhnt wie ich. Dieser Man wird dir auf nichts eine ordentliche Antwort geben, wenn er es kann. Ich denke, es kommt davon, dazu erzogen worden zu sein auf seine Worte zu achten und keine andere Reinblutfamilien zu beleidigen.
„Vielleicht will er nicht glauben, dass sie besessen ist.", kommentierte Vittles trocken. Armseliger, nichtsnutziger hinterhältiger Schwindler.
„Was meinst du damit, Vincent?", fragte McGonagall.
Ja, was meint er? Nicht das es was bedeutet, da ich nicht besessen bin, also ist diese ganze Unterhaltung wirklich sinnlos, aber trotzdem, was meint er?
„Nun, wenn sie besessen ist, mögen es nicht ihren eigenen Gedanken und Handlungen gewesen sein, die sie dazu gebracht haben sich mit ihm einzulassen. Ich habe vermutlich mehr Zeit mit Mr. Potter verbracht als jeder andere Lehrer.", da war ein ironisches Glucksen von allen in der Gruppe, „Und ich kann mit angemessenem Verständnis sagen, dass das Paar sich vor knapp fünf Tagen miteinander eingelassen hat."
Wir sind nicht zusammen! Ich wünschte, er wäre sich darüber im Klaren. Nur weil da ein paar verrückte unsichtbare Magneten in James' Lippen sind, heißt das nicht, dass wir zusammen sind. Niemand scheint das zu begreifen.
„Also mag er Grund haben, zu glauben, dass ihre endliche Einwilligung zu ihm untypisches Verhalten war?", fragte Madam Jeffries.
Nun, hätte ich eingewilligt (was ich nicht habe) dann wäre das vielleicht kein typisches Verhalten gewesen, aber das bedeutet nicht, dass ich besessen bin. Ehrlich, diese Leute scheinen ziemlich süchtig nach dieser Besessen Sache.
„Vor fünf Tagen hätte Miss Evans Mr. Potter nicht einmal mit einem 10 Fuß langen Stab berührt."
Dumbledore lehnte sich vor und betrachte Vittles genau, drückte seine Fingerspitzen aneinander. „Ich denke, du bist zu hastig, Vincent. Aber, nichtsdestoweniger wäre es vielleicht weise James' Freunde zu befragen. Er würde es ihnen ohne Zweifel anvertrauen, wenn er sich Sorgen um Miss Evans macht."
Exzellente Idee, kein Wunder, dass alles sagen, Dumbledore ist der weiseste Zauberer unserer Zeit. Dann wieder, fast alle hätten dir sagen können, dass James seinen Freunden alles sagt.
McGonagall nickte in Zustimmung. „Ich könnte das arrangieren."
„Ich denke, es ist sicher zu sagen, dass falls sie jemals besessen war, sie es nicht länger ist.", sagte Madam Jeffries. „Ich werde, natürlich, sie hier behalten unter dem Vorwand, ihre Reaktion auf den Fluch zu beobachten so lange wie möglich."
Wieso diese B… Witch! (Ü/N: Wortspiel Bitch(Nett ausgedrückt: Miststück)-Witch(Hexe)) Wie könnte sie? Ich hasse den Krankenflügel! Das wenigste was sie tun könnte wäre mir die Wahrheit darüber, wieso ich hier bleiben musste, sagen.
Allerdings, wenn jemand noch mal besessen erwähnte würde ich ausrasten… vielleicht ist es eine gute Idee es mir nicht zu sagen.
„Das war ein besonders fieser Fluch, Vincent. Wieso in aller Welt hast du diesen gewählt?", fragte Madam Jeffries verärgert.
„Ich hab die Beherrschung verloren.", grummelte Vittles und guckte unbehaglich, „Es war das erste Mal in einer langen Zeit."
„Ich vertraue dir, dass du dein Temperament jetzt unter Kontrolle hast.", sagte Dumbledore.
„Ja, habe ich. Ich habe bereits mit Mr. Potter geredet und er hat meine Entschuldigung akzeptiert, obgleich mit sehr viel Zögern."
Er hat seine Entschuldigung akzeptiert! Ich lag ohnmächtig im Krankenflügel weil dieser Idiot einen Fluch auf James' Rücken geschossen hat und er akzeptierte seine Entschuldigung. Zögerlich mein Fuß, er hätte „NEIN!" sagen sollen.
„Er versteht, dass Groll zu hegen zu ungewollten Problemen führen kann.", sagte Dumbledore, fast als ob er meine Gedanken las.
Ich schätze er hat recht, aber dennoch. Nun… solange er zögern gezeigt hat, schätze ich, ist es okay. Aber er hat besser eine ganze Kipplaster Ladung Zögern gezeigt.
„Er ist direkt unter meinen Augen aufgewachsen und ich habe es nicht einmal bemerkt.", sagte McGonagall kopfschüttelnd. „Er ist von diesem irritierenden, egoistischen Schelm, der der Ruin einer jeder Lehrer Existenz war, zu einem noblen, mächtigen jungen Zauberer geworden, der einen stolz macht zu sagen, dass man ihn gelehrt hat und ich habe mich nicht einmal bemüht hinzusehen."
„Das hat niemand von uns.", sagte Dumbledore, „Außer dir, Vincent. Ich hatte es vergessen, aber nach diesem Treffen wo wir die ZAG-Ergebnisse diskutiert haben, sagtest du mir, dass James mich in der Zukunft überraschen könnte. Ich dachte zu der Zeit, dass du damit einen Streich meintest, aber…"
„Ich meinte eher Potential. Ich habe ehrlich nicht gedacht, dass er sich vor seinem Hogwarts Abschluss bemühen würde es zu erreichen. Ich dachte, er wäre derjenige, der beim 10 Jahres Treffen alle schocken würde als der, der sich am meisten geändert hat."
James hat sich geändert, oder? Ich habe es auch verpasst, genau wie all die Lehrer, aber er ist zu einem stattlichen Mann geworden. Sehr, sehr stattlich. Außerordentlich stattlich… und lecker… Ich meine… ummm… nun, ich weiß nicht was ich meine.
Ich schüttelte den Kopf und versuchte ihn von den störenden Gedanken zu befreien. Ich sollte sowieso nicht meine Lehrer belauschen, schließlich bin ich Schulsprecherin.
Ich kann immer noch nicht glauben, dass Vittles versucht hat James zu attackieren. Ich schätze es war sein Stolz, der ihn anstachelte es zu tun er war vermutlich sehr… überrascht. Dennoch, es war nicht sehr nett.
Ich ließ die Abtrennung wieder zurückfallen und schlich zur Tür. Ich rutschte lautlos in den Flur, fasste meine Robe wieder hinter mir und nahm Kurs auf den Schlafsaal.
Nachdem ich der Fetten Dame das Passwort gegeben hatte – Stinktierkuchen – und einen ziemlich missbilligenden Blick auf meine Klamotten (oder das Fehlen eben dieser) (Aber ich trage Socken! Du kannst meine Socken nicht vergessen!) von ihr erhalten hatte, ging ich die Treppe hoch in meinen Schlafsaal.
Meine Mitbewohner schliefen bereits, Vorhänge zugezogen, also ging ich leise zu meinem Bett.
Au! Au! Autsch! Armseliges Stück… sadistisches Holz! Nicht schreien!
Ich biss mir auf die Zunge.
Dummer Nachttisch! Wie lange steht der schon da? Yeah, yeah, seit dem ersten Schuljahr.
Ich fasste meinen Zeh und sank auf mein Bett hinab.
Es tut weh! Ich zog meine Socke aus.
Es blutet nicht, oder?
Ich bewegte schnell meinen Fuß vom Bett weg, damit ich nicht die Decke beschmutzen würde, wenn es tatsächlich blutete. Ich wackelte mit all meinen Zehen ein bisschen. Sie alle scheinen sich zu bewegen.
Nichts gebrochen oder amputationsbedürftig, Merlin sei Dank!
Ich widerstand dem Verlangen mich auf mein Bett zu schmeißen und nie wieder aufzustehen (aber ich war nah dran) und stand auf. Dann realisierte ich, dass ich immer noch im Krankenflügel Anzug war mit nichts an als einem halben Beutel, meiner Unterwäsche und einer Socke.
Nur eine Socke, verdammt noch mal! Zumindest ist es meine Halloween Skelett Socke mit den funkelnden grünen Augäpfeln… sehr klassisch.
Ich errötete in der Dunkelheit auch wenn ich wusste, dass niemand mich so lächerlich aussehend sehen konnte. Den Rücken meiner „Robe" haltend hust halber Sack hust, fischte ich mit einer Hand in meinem Koffer.
Santa Clause Pyjamahose.
Mein Phantom der Oper T-Shirt, das in der Dunkelheit leuchtet (das lässt mich irgendwie ausflippen, Ich meine… es leuchtet… ist das nicht einfach abgedreht?).
Exzellent.
Ich zerrte meine „Robe" aus hust zerbissenes Sackleinen hust und zog es an. Die „Robe" hust Kartoffelsack hust zusammenknüllend, überzeugte ich mich selbst, dass sie ins Vergessen zu hexen niemandem helfen würde. Also schmiss ich sie stattdessen aus dem halboffenen Fenster neben meinem Bett. Sie flog nicht sehr weit.
Dummes Dach.
Ich schnappte die „Robe" hust halb-gekauter und ausgespuckter Sack hust und schob sie stattdessen unter mein Bett. Geschieht ihm Recht, denn nur Merlin weiß, was darunter ist.
Ich zog meine sehr klassische Socke aus und schlüpfte in meine Limonengrünen, fluffigen Pantoffeln. Meinen Bademantel fassend (der die deluxe-Version der Krankenhausrobe sein muss) ging ich zur Tür hinaus.
Zurück zum Krankenflügel für mich… Blah.
Als ich die Treppen runter ging, stoppte ich überrascht. Da kommen Stimmen aus dem Gemeinschaftsraum. Wer in aller Welt war um diese Nachtzeit auf?
Ich schlich die letzten Paar Stufen runter und steckte meinen Kopf um den Türrahmen um zu sehen, dass James und seine Freunde gerade reingekommen waren und scheinbar immer noch hellwach waren (vermutlich etwas Schändliches ausheckend). James, allerdings, sah erschöpft aus. Dumbledore hat Recht, er braucht ein paar anständige Nächte Schlaf. Wir werden Slytherin nie besiegen, wenn er nicht in Top Form ist.
„Also wie stehen die Dinge zwischen dir und Lily?", fragte Sirius. Ich lehnte mich weiter vor aus dem Türrahmen und hielt mich am Treppengeländer fest.
Wie sind die Chancen… die in einer Unterhaltung über mich passieren? Das sollte eine exzellente Gelegenheit sein herauszufinden wie James über mich spricht wenn ich nicht in der Nähe bin.
James errötet. Hmm… ist das ein gutes oder schlechtes Zeichen? Aber meine Güte, er ist manchmal so bezaubernd. Wenn ich nicht ihrer Unterhaltung lauschen würde (und mich deshalb sorgen muss bei besagter Aktivität erwischt zu werden) würde ich wie ein liebeskrankes Schulmädchen seufzen. Was ich nicht bin! Liebeskrank meine ich… Ich habe lediglich einen Punkt gemacht. Was der Punkt war kann ich mich nicht erinnern, aber ich habe einen neuen Punkt und der ist, dass ich nicht liebeskrank bin. Also da.
„Die Dinge gehen so gut wie sie können, wenn man bedenkt, dass sie ohnmächtig ist, Padfoot."
Padfoot? Ich hasse diese geheimen Marauder Codenamen. Ich habe früher Remus immer damit genervt, aber er hat mir nie gesagt, was sie bedeuten. Dennoch… Prongs hat etwas an sich (und es ist unbestreitbar mysteriös und sexy). Welches Mädchen würde keinen Kerl, dessen Spitzname Prongs ist, haben wollen (außer das Mädchen bin ich und der Kerl ist James Potter, aber dennoch!)?
„Ganz gut, huh? Und was ist mit den Geschehnissen bevor die ganze Sache der Ohnmächtigkeit aufkam? Schließlich scheinst du im Moment eine ungöttliche Menge Zeit im Krankenflügel zu verbringen.
James errötete noch mehr. Interessant. Ich brauche ein Buch, das Reaktionen von Jungen erklärt, denn auch wenn das erröten interessant ist, habe ich keinen verdammten Schimmer was es bedeutet.
„Wieso so ein Interesse? Normalerweise hörst du mich nicht gerne von Lily reden."
Er redet von mir? Und scheinbar viel. Ich schätze das bedeutet etwas. Wieso, oh wieso, gibt es kein Buch über diese Dinge? Es könnte eine gute Sache sein. Er könnte über die Wunder meines Verstandes schwärmen und die Großartigkeit meiner Zauberkunstarbeit. Oh, wen veräpple ich gerade? Er könnte über meinen reizenden Hintern und meine Körbchengröße reden (nicht das eins der beiden exakt brillant sind, aber hey, sie könnten schlimmer sein). Oder er könnte eröffnen, was für ein schreckliches Individuum ich bin und wie er meinen Anblick verabscheut (wie ich es neige bei ihm zu tun). Während ich solche Schwärmereien sicher nicht gutheißen würde, muss ich zugeben, dass ich sie herzlich unterstütze verglichen mit dem späteren. Nicht dass es wirklich zählt, schätze ich, aber es würde mich, mich besser fühlen lassen.
„Ohne Grund, Kumpel, aber ich konnte nicht anders als zu bemerken wie gemütlich ihr beiden wart vor Verwandlung vor zwei Unterrichtsstunden."
Ich errötete. Dieser Zwischenfall wird mich für den Rest meines Lebens verfolgen, oder? Dennoch, ich denke es rangiert weniger blamabel als die ganze Weihnachtsbaum der Küsse Sache. Dank der Riffelpommes Heiligen der Welt hat nur Vittles (dreckiges, wertloses Individuum) das gesehen!
„Was ist vor Verwandlung passiert?", fragte Remus, und sah von seinem Buch hoch.
„Sag es ihm nicht!", schrie James Sirius an und ich nickte nachdrücklich zustimmend (unglücklicherweise, da niemand mich sehen konnte, zählte mein Einsatz nicht sehr).
„Der gute alte Prongsie hat mit der liebsten Lily auf dem Boden rumgemacht!"
„Sirius!"
Ich will meinen Kopf auf etwas schlagen, aber das würde Geräusche verursachen und sogar mehr als dass ich meinen Kopf schlagen will, will ich nicht entdeckt werden. Stell dir die Demütigung vor. Einfach entsetzlich. Es wäre wie der Weihnachtsbaum der küsse Zwischenfall nur schlimmer denn Sirius wäre hier und er würde es Ally sagen und dann würde mich Allly für den Rest meines absehbaren Lebens damit aufziehen! Offensichtlich kann ich das nicht haben. Ich werde einfach später meinen Kopf auf etwas schlagen um das wieder wett zu machen dass ich es jetzt nicht kann.
Sirius scheint zu viel Amüsement hier raus zu bekommen. Mentale Notiz: Sirius das nächste Mal wenn du ihn siehst umbringen (oder zumindest ernst verletzen). Oh, schön, werf ihm einfach einen bösen Blick zu.
Ich bin nie mehr fähig Remus anzusehen, nie wieder. Was muss er von mir denken!
„Gut gemacht, James!", sagte Remus breit lächelnd.
Wieso dass… dass…. Ich kann es nicht glauben! Ich sollte ihn als meinen Freund enterben.
„Danke, Moony.", sagte James und schüttelte peinlich berührt den Kopf „Ich… Ich… ah, schon gut."
„Nein, sag es uns, James. Was ist es?", sagte Remus, legte sein Buch nieder und faltete seine Hände auf Ratgeber Weise (Es ist verrückt wie gut er darin ist).
Ich frage mich weswegen James so abgelenkt scheint. Ich versuchte mich weiter aus dem Türrahmen zu lehnen, verlor fast meinen Griff und entschied, dass ich einfach dableiben musste wo ich war.
James sah Sirius an, der unschuldig blickte.
„Was?"
„Du kannst kein Wort sagen."
Sirius seufzte dramatisch. „In Ordnung."
Ich kann James nicht beschuldigen. Merlin weiß, ich würde Sirius nicht ein scheinbar heikles Thema kommentieren lassen, das mich beschäftigt und scheinbar ein wenig blamabel ist.
James wandte sich an Remus. „Ich bin besorgt, dass Lily nicht versteht, dass ich… dass ich es ernst meine, schätze ich. Was ist falls sie denkt, dass wir nur herumblödeln? Dennoch denke nicht, dass sie mich zuerst küssen wollte und es ist nicht so als ob ich sie je zwingen würde, aber es scheint als wäre alles was ich tun müsste, zu wünschen meine Lippen wären auf ihren und dann… waren sie es. Und es passierte weiter. Ein paar Mal dachte ich, könnte sie es initiiert haben, aber… aber ich kann nicht sicher sein. Sie ist so unwiderstehlich, in ihrer Nähe kann ich nicht einmal denken. Ich wollte sie einfach so sehr küssen und ich will glauben, dass sie es so sehr wie ich will…" James brach ab und vergrub sein Gesicht in seinen Händen.
Er denkt, ich will ihn nicht küssen?
Hallo! Ist jemand zuhause? Offensichtlich nicht.
Ich meine, im Krankenflügel hab ich ihn praktisch angesprungen!
Und was ist mit in den Geheimgängen?
Oder in der Mädchentoilette?
Oh, und was ist mit im Flur nach unserem Trip in die Küche!
Ich sollte ihm meine Theorie über die Magnete sagen, damit er sich nicht so sehr darüber sorgen muss.
Weißt du, ich denke ich könnte die Magnete mit der Zeit mögen… und viele Küsse.
„Uh, James...", sagte Sirius.
„Sirius, ich will es nicht hören. Du hast versprochen nichts zu sagen."
„Aber…"
„Sirius!"
Sirius wurde hoch genervt aussehend still und Remus sagte, „Nun, da gibt es einen Weg sicher zu sein, dass sie weiß, wie du fühlst."
„Wirklich.", sagte James eifrig, „Wie?"
Ich hoffe es beinhaltet Küsse!
„Sag es ihr."
Peter und Remus drehten dabei beide durch. Ich frage mich was so lustig ist. Es scheint wie ein perfekt sinnvoller Vorschlag für mich. Es beinhaltet keine Küsse, wahr, aber ich bin sicher, nach der Sagen Sache könnte ich ganz einfach ein paar arrangieren.
„Was ist so lustig?", fragte James entrüstet.
Ahh... jemand anderes der den Scherz nicht versteht. Zumindest bin ich nicht alleine. Ich bin zusammen mit Potter, was, in Wirklichkeit, ein schlimmeres Schicksal als alleine zu sein ist (außer es beinhaltet Küsse, dann kann er bleiben).
„Du wirst es ihr nie sagen.", sagte Peter kichernd.
„Ich könnte! Ich könnte… es ist nur, wie macht man es? Geht man einfach zu ihr und sagt, ‚Hey, Schönheit, ich bin total in dich verliebt, willst du mit mir ausgehen?"
Total in mich verliebt… total in mich verliebt… total in mich verliebt…. James ist total in mich, Lily, verliebt…. James Tristan Potter ist total in mich, Lily Marie Evans, verliebt… oh mein Gott. Oh mein Gott! AHHHHHHHHHH!
„Jaah, Kumpel, mach so etwas.", heulte Sirius und schloss sich damit Remus und Peter im Lachen an.
James stand auf und grummelte, „Ich bleibe nicht länger hier bei euch undankbaren Idioten."
Er begann auf den Türrahmen zuzugehen (und auf Grund des Faktes, dass ich aus dem Türrahmen hing, auf mich zu).
Panisch zog ich meine Gedanken zurück in einen Anschein von Ordnung, zog mich auf und raste die Treppen hoch und nahm nur jede zweite Stufe. Ich blinzelte durch den Türrahmen zur Mädchen Treppe und presste mich gegen die Wand, versuchte nicht zu atmen als ich James' (der total in mich verliebt ist) Fußstapfen auf dem Absatz hörte. Ich atmete erleichtert aus als sie die Jungen Treppe hochführten und ich warf einen kurzen Blick raus, hoffend einen Blick auf ihn zu erhaschen (und seine ziemlich attraktive Hinteransicht), aber was ich bekam war nicht gerade das was ich gehofft hatte (besser als seine Hinterseite, sicher, wenn sein Gesicht nur keine Augen hätte (auch seine träumigen)).
Ich hasse Spruch-lose Magie. Ich meine, wer weiß überhaupt einen Spruch um das Geräusch von Fußstapfen zu imitieren? James lehnte gegen die Wand der Jungentreppe und starrte mich direkt an.
„Sieh mal, ich weiß nicht wer du denkst dass du bist, aber es ist nicht nett andere Leute auszuspionieren." Er hielt seinen Zauberstab hoch und er leuchtete auf ohne dass er ein Wort sagte und eröffnete mein Gesicht dem Licht. Oh regen befleckte China Sets… die Freude ist definitiv vorbei. Ich bin erwischt und ich habe immer noch meine Hände im roten Farbtopf.
„Lily? Lily! Bist das wirklich du? Dir geht's besser! Du bist wach!" Er nahm einen eifrigen Schritt auf mich zu, lächelnd als hätte er gerade die besten Neuigkeiten der Welt erhalten, „Solltest du nicht im Krankenflügel sein?"
Dann gefror sein Gesicht in eine Maske des Horrors als er realisiert, dass ich seine Unterhaltung gehört hatte. Ich weiß nicht, weswegen er so besorgt ist.
„Wie viel hast du gehört?", fragte er in a monotonen Stimme, nachdem er eilig sein Gesicht zu einem gelangweilten Blick arrangiert hatte.
„Genug.", quiekte ich, schließlich will ich nicht, dass er zurücknimmt was er sagte. Ich trat aus dem Türrahmen und mit ihm auf den Absatz. Er sah an mir auf und ab, als ob er mich nach Verletzungen absuchte. Er grinste bei meinen Limonengrünen Pantoffeln, aber sein Gesicht fiel wieder in eine ausdruckslose Maske.
„Du kannst es sagen, wenn du willst."
„Was sagen?", antwortete er, auf den Boden sehend.
„Was du eben sagtest." Denkt er wirklich dass er mit mir dumm spielen kann? Ich kenne ihn zu gut.
„Das würde ich wirklich lieber nicht."
Panik überschwemmte meine Gedanken. Er kann es sich nicht anders überlegt haben. Nicht so schnell.
„Wieso? Hast du es nicht gemeint?"
„Ich würde dich lieber nicht mir ins Gesicht lachend haben."
„Ich würde dir nicht ins Gesicht lachen."
Nope, ich würde vermutlich etwas mehr der Art mich auf ihn werfen und „JA!" schreien tun.
James lachte ein wenig, „Du hast Recht, du wärst nett genug es hinter meinem Rücken zu machen."
Warte… das ist nicht, was ich meinte.
„Ich ziehe Leute, die dir ins Gesicht lachen und ehrlich damit sind, vor."
„Du hast einen Punkt, aber die Dinge sind anders mit dir."
Was meint er mit anders? Er guckt mich immer noch nicht an. Das wird nervtötend.
„Wieso sind die Dinge anders mit mir?"
„Während ich Ehrlichkeit schätze, würde ich es vorziehen weiter vorzutäuschen, dass du mich nicht hasst und meine Liebe für dich zum Lachen findest.", sagte James, seine Stimme gefüllt mit etwas, das verdächtig wie Selbst-Abscheu klang.
Du musst mich veräppeln. Wie könnte ich ihn hassen? Wo ist mein anmaßender, selbstbewusster James? Ich will ihn zurück! Sofort!
„Ich hasse dich nicht, James... Ich liebe dich.", wisperte ich, aber meine Worte verloren sich in einem lauten Bang, der aus dem Gemeinschaftsraum kam.
Ich sah überrascht die Stufen hinab, mich fragend, was in aller Welt, so eine Explosion verursacht haben könnte. (Ich schätze man kann sich das wirklich nicht zu sehr fragen, wenn die Marauder (auch wenn nur ¾ von ihnen) betroffen sind. Für sie könnte alles explosiv sein). Als ich zurück zu James blickte, bekam ich einen Schreck… er war weg.
Weg…
