Kapitel 13: In welchem Lily es kapiert oder In welchem dreizehn beweist wirklich Glück zu bringen
Er war gegangen…
Ich konnte seine Fußstapfen durch den Lärm im Gemeinschaftsraum kaum die Treppe hochrasen hören.
Er hat mich nicht gehört.
Plötzlich schien die Luft im Treppenschacht mich zu ersticken und die Wände kamen näher und näher. Ich musste hier raus.
Ich floh, flog die Treppen in den Gemeinschaftsraum runter, an drei sehr verblüfft aussehenden Maraudern vorbei, aus dem Portraitloch und in den Krankenflügel, wo ich mich prompt auf mein Bett warf.
Ich drehte mich um und inspizierte meine flauschigen Pantoffeln. Liebte er mich wirklich? Liebte ich ihn wirklich? Ich hatte das nicht sagen wollen; es war irgendwie rausgerutscht, wie Trauben, wenn man sie mit der Gabel aufspießen will und sie rutschen immer unter der Gabel raus und enden im Schoß der unglückseligen Person, die dir gegenüber am Tisch sitzt.
Was ich fühle, ist ganz klar keine Liebe. Ich bin nur eine arme, hilflose Traube, die in Potters attraktives Gesicht geflogen ist.
Ich meine, sehen wir uns die Fakten an:
Es zu mögen, jemanden zu küssen ist nicht das gleiche wie jemanden zu lieben.
Dankbar zu sein, dass jemand dich von allen Gefahren in Verwandlung rettet, ist keine Liebe.
Zu denken jemand ist süß, wenn er errötet, ist keine Liebe.
Deine Finger durch die Haare von jemandem gleiten lassen wollen ist keine Liebe.
Es zu genießen mit jemandem Zeit zu verbringen ist keine Liebe.
Über weiße Lattenzäune zu fantasieren ist keine Liebe.
Nach jemandem Ausschau halten, weil er dich zum lachen bringt ist keine Liebe.
Willig zu sein einen Fluch für jemanden auf sich zu nehmen ist keine Liebe.
Ein Gefühl von Sicherheit und Behaglichkeit über alles Vorstellbare hinaus zu genießen, wenn man bei jemandem ist, ist keine liebe (oder spezieller: wenn man seine Hand hält, aber es sind so nette Hände).
Jemanden zum Lächeln bringen wollen ist keine Liebe.
Sich ganz zu fühlen, wenn man jemandes Hand hält ist keine Liebe (auch wenn das etwas sein könnte, dass ich zum Abendessen gegessen habe… ich persönlich verdächtige die Brötchen).
Aber… aber was passiert wenn man alle Fakten zusammenwirft?
Oh nein… es kann nicht sein…. Ich kann nicht in ihn verliebt sein.
Was wird Ally sagen? Was wird Sirius sagen? Was werden meine Eltern sagen? Was werden seine Eltern sagen? Und am allerwichtigsten, was wird James sagen?
Ich bin in James Tristan Potter verliebt. Himmel hilf mir!
Sind da überhaupt irgendwelche Gottheiten da draußen, in dem großen weiten Jenseits, die mir gerade zuhören? Nun, wenn ihr zuhört, BITTE verlasst mich jetzt nicht! (Nicht um pingelig zu klingen oder so, aber wenn ihr Gottheiten vielleicht etwas mit einer sehr verständnisvollen und weisen (in den verwirrenden Wegen der Männer) Göttin arrangieren könntet, wäre ich so dankbar).
Weißt du, dieses ganze Liebe-Ding könnte ein winzig kleines Problem sein, da ich in der Vergangenheit nicht gerade nett zu James gewesen bin (genauer gesagt, scheint er zu denken, dass ich ihn hasse). Aber wir haben dieses Jahr als Schulsprecher zusammengearbeitet! Das sollte wirklich für etwas zählen. Aber dennoch, ich tolerierte ihn nur; es ist nicht als wären wir überhaupt Freunde.
Oh … Oh no … Oh nein, nein, nein, nein, nein! Ich kann es nicht glauben. Ich kann es nicht glauben. Ich weigere mich es zu akzeptieren! ICH WEIGERE MICH! (und da ist nichts was du daran tun kannst!)
Oh, Affenarsch, schön, schön, ich akzeptiere es. (Aber ich kann es immer noch nicht glauben).
Ich hab mich das ganze Jahr selbst getäuscht. Das ganze Jahr. Wie das ganze Jahr, wie seit September, wie seit dem Hogwarts Express, habe ich mich selbst angelogen! Wie erbärmlich ist das? All die Male, als ich sagte ich „toleriere" ihn, habe ich Entschuldigungen erfunden um Zeit mit ihm zu verbringen, oder?
All diese Mal wo ich ihn gezwungen habe mit mir Kontrollgänge zu machen wenn ich keine Hilfe brauchte und wusste, dass er für einen Test lernen musste (als ob er lernt, aber er hätte für sein Schranklernen Zeit brauchen können und es wäre nur fair gewesen den Gefallen zu erwidern, da er, wenn ich viel Arbeit hatte, mich immer von den Kontrollgängen befreit hat). Oder was ist mit, mit ihm Kontrollgänge zu machen um ihn „im Griff zu halten" wenn ich nicht mal dran war!
Wie armselig ist es, wenn man sich selbst anlügt? Ich bin Bemitleidenswert! Bemitleidenswert!
Wenn das Regierungsprogramm, das meine Gedanken liest immer noch zuhört, haben sie vermutlich jetzt was Gutes zu lachen. Ha ha ha (FYI, Ich habe das sarkastisch gemeint). Ja, Ja, lacht ruhig. Ich werde eines Tages meine Revanche haben. Ich werde euch in eurem geheimen Regierungsversteck finden und all eure Unterwäsche auf euren Kopf hexen und mit einem reizenden permanent Klebezauber werde ich eure liebste Unterwäsche an diesen hässlichen kahlen Flecken befestigen. Also schlag das!
Ich rollte mich um und vergrub meinen Kopf in meinem Kissen, und schrie. Das brachte mich tatsächlich dazu, mich ein wenig besser zu fühlen. Schreien kann definitiv mit Problemen wie diesem helfen... es kann einfach nur nicht sehr helfen.
James und ich brauchen Paarberatung und dabei haben wir noch nicht einmal eine Beziehung! Was wird passieren wenn wir eine Beziehung kriegen! Wir werden jeden Tag in der Beratung sitzen. Wir werden in Beratung leben!
Aber jetzt habe ich ein sogar noch größeres Problem mit dem ich fertig werden muss bevor ich mich um die Kosten eines Lebens in Beratung zu sorgen brauche:
Wie in aller Welt werde ich den Mut aufbringen, James zu sagen, wie ich fühle? Er hat Recht! Wie gehst du daran, jemandem zu sagen, dass du ihn liebst und ihn daten willst und ihn heiraten und Kinder mit ihm und ein Haus mit einem weißen Lattenzaun mit ihm kaufen… naja, vielleicht lasse ich das bisschen mit dem heiraten aus… und den Kindern…. Und dem Haus mit dem weißen Lattenzaun (Ich würde ihn nicht jetzt schon abschrecken wollen)?
Wie macht man es?
Sollte ich einfach zu ihm gehen und sagen, „Hey Hübscher, ich bin total in dich verliebt. Willst du mit mir ausgehen?"
Wow, das klingt ziemlich gut. Genauer gesagt, das klingt wirklich gut. Ich bin so ein Genie.
Aber wann würde ich es tun? Er ist vermutlich irgendwie… Mensch, ich weiß nicht… wütend oder er könnte verletzt sein oder er könnte muffelig oder unglücklich oder… nun, lass uns einfach sagen, er wird mich vermutlich in nächster Zeit nicht mehr besuchen kommen.
Warte! Heute ist Freitag! Und wenn heute Freitag ist, bedeutet das, dass morgen Samstag ist! Ich weiß, das könnte offensichtlich erscheinen (und zwecklos), aber was du nicht begreifst, ist, dass, da morgen Samstag ist, morgen der Tag von Gryffindors großem Quidditchspiel gegen die Slytherins ist!
Also könnte ich zum Spiel gehen und ihm sagen wie ich fühle (die ultra tolle Linie, die ich mir hab einfallen lassen/von James geliehen habe nutzend)!
Es könnte wirklich romantisch sein, auf einem Quidditchfeld die Liebe gestehen. Dann wieder, ein Mondlichtpicknick wäre besser und in aller Ehrlichkeit, das Geständnis wird vermutlich bei den Umkleiden passieren und überhaupt nicht auf dem Feld, aber dennoch Liebe ist einfach ein romantisches wundervolles Glück erzeugendes Gefühl.
Wenn er nur aufhören würde zu denken, dass ich ihn hasse, da, nun… ich es nicht tue! (In Wirklichkeit so ziemlich das Gegenteil.)
ooo…ooo
„Sie verstehen nicht! Ich muss gehen! Es geht um Leben und Tod!", schrie ich mit mir selbst debattierend ob auf meine Knie zu fallen und mein Herz zu greifen zu dramatisch wäre. Ich bin bereits bei meiner zehnten verzweifelten Bitte zum Quidditchspiel gehen zu dürfen. Man würde denken, sie hätte bis jetzt nachgegeben.
Madam Jeffries versteht wirklich nicht. Wenn ich nicht zu diesem Quidditchspiel gehen, werde ich die perfekte Gelegenheit, James zu sagen wie ich fühle, verpassen und wenn ich es nicht wie geplant heute mache, werde ich einen anderen Plan zu machen vermutlich aufschieben auf… für immer! Und wenn ich einen anderen Plan zu machen für immer aufschiebe, werde ich alt und alleine sterben in einem staubigen Nullachtfünfzehn Haus brechend voll mit Sammelfiguren vor dem Fernseher, der auf Seifenopern eingestellt ist und niemand wird meinen Körper finden, bis er über die Grenze des erkenntlichen verwest ist und sogar dann ist der einzige Grund, dass die Nachbarn rüber kommen, dass ein seltsamer Geruch aus dem Haus auszuströmen scheint und ihre Freude an ihrer Terrasse beeinflusst!
Ich will nicht so sterben!
Es geht wirklich um Leben und Tod!
„Lily, liebes, dieser Spruch hat dich ernst verletzt. Ich kann dich nicht einfach gehen lassen."
Sie könnte einfach damit rauskommen und zugeben, dass sie mich nicht ausflippen lassen will und ganz besessen und psycho gegen die Leute beim Quidditchspiel vorgehen lassen will. Was ich nicht tun würde, da ich sowieso nicht verdammt besessen bin!
„Bitte!", flehte ich und setzte meinen besten getretener Hundewelpe Blick auf. Niemand kann dem widerstehen! Niemand! Sie muss ja sagen; elf ist eine exzellente Nummer. Es zeigt ganz klar dass ich eifrig bin, aber nicht besessen (was ich bin, aber es wäre das Beste, wenn sie das nicht wüsste).
„Ich fürchte, die Antwort ist nein. Jetzt nimm bitte deinen Zaubertrank.", sagte sie und schob mir ein Glas des abscheulichen ‚Tranks' (Ich habe den Verdacht, dass es in Wahrheit giftiger Matsch, der in dreckigem Spülwasser vom Slytherin Tisch titriert wurde, ist) zu.
Es ist Zeit verzweifelte Maße anzunehmen. Es ist Zeit für… die Wahrheit.
Schauer – die Wahrheit.
Es ist eine große Sache. Ich hätte nie gedacht, dass ich so tief sinken müsste. Ich dachte nie, dass ich diesen tiefen Punkt am Boden des Bodenlosen Lochs erreichen würde, aber ich bin ehrlich, gänzlich und höchst aufrichtig verzweifelt.
Ich will nicht alleine sterben. Ich… ich will mit James sterben… oder zumindest während er meine Hand hält (Ich würde es, natürlich, für ihn lieben, wenn er Jahre nach mir noch weiterlebt, aber ich schätze er würde sich miserable fühlen, weil wir Seelengefährten sind (Klingt das nicht so wundervoll! Seelengefährten. Lily and James… Seelengefährten. AHHH! Es klingt so gut. Ich kann nicht mal meine Aufregung in Zaum halten. Wenn ich nicht versuchen würde, auf Madam Jeffries einen guten Eindruck zu machen, würde ich beginnen aus purer Aufregung auf dem Bett rumzuhüpfen!) und wenn dein Seelengefährte stirbt… nun, ich werde einfach annehmen, dass es nicht sehr angenehm ist. (Ich weiß, ich würde nicht ohne ihn leben wollen.)) und ich will ihn heiraten und Kinder mit ihm haben (naja, vielleicht ein Kind, Kinder klingen ziemlich hart zu bewältigen und was ist, wenn sie alle wie er sind? Guter Gott, ich würde aus Mangel an Verstand verfrüht ins Grab gehen).
„Ich muss gehen, weil ich eine wichtige Nachricht an den Schulsprecher habe." Mein zwölfter Versuch.
In Ordnung, in Ordnung, es ist nicht gerade die Wahrheit, aber es ist beängstigend nah und die ganze Wahrheit wäre ein so großer Schritt für mich. Ich bin noch nicht bereit! Ich kann keine großen Schritte machen!
Madam Jeffries verschränkte die Arme. „Ich werde es in Betracht ziehen.", sagte sie, „Wenn du deinen Zaubertrank trinkst."
Ich beäugte das garstige Gebräu. Ist Liebe es wert, das zu trinken?
Ich dachte darüber nach… dachte etwas mehr… Oh, wen fopp ich da, was ist da, worüber man nachdenken kann? … Natürlich NICHT!
Natürlich hatte ich, als ich diese Schlussfolgerung erreichte, bereits die Hälfte des Tranks geschluckt und versuchte nicht zu würgen.
Meine dumme, sich daneben benehmende Hand! Ich habe ihr nicht gesagt, das Glas hochzuheben, geschweige denn den Trank zu trinken! Es müssen wieder die Stimmen sein.
Warte… diese Stimmen sind nicht wirklich Stimmen... sie sind ich, mein Unterbewusstsein... Das habe ich herausgefunden, oder? Ja, habe ich, in Verwandlung, direkt bevor ich vor diesen Fluch gesprungen bin.
Also... ich hab meinen Händen gesagt, die Medizin zu nehmen ohne es zu realisieren, weil... ich James liebe und dieses ekelhafte Zeug jeden Gott verlassenen Tag für den Rest meines Lebens trinken würde, wenn ich diese Tage an seiner Seite verbringen könnte.
Ich habe nie bemerkt, dass ich mich so selbst getäuscht habe (und wow, das war wirklich albern. Ich bin so glücklich, dass nur diese geheimen Regierungsagenten meinen Gedanken zuhören).
Ok, ich mache eine neue Lebensregel.
Regel Nummer 39:
Mir, Lily Marie Evans, ist nicht länger erlaubt, mich selbst zu täuschen (es ist einfach schlecht).
Ich schmiss den Rest des Trankes zurück und schluckte ihn. Total ekelig, aber nun, es wert.
„Danke.", sagte Madam Jeffries, nahm das Glas und wollte gehen.
„Warten Sie!", schrie ich. „Was ist mit dem Quidditchspiel?"
„Ich habe überlegt und die Antwort ist nein."
Oh Gott! Nein! Nein! Ich muss gehen!
„Ich liebe ihn!", schrie ich gegen ihren sich entfernenden Rücken.
Merlin, das fühlte sich brillant an, es laut zu schreien.
„Ich muss es ihm sagen! Sie müssen mich gehen lassen bevor ich meinen Mut verliere! Das ist der Grund wieso ich so seltsam verhalten habe!", schrie ich, meine Stimmlage hob sich expotenzial mit jedem Wort, „Ich wusste nicht, was passierte und ich war verängstigt, aber ich weiß es jetzt. Ich liebe ihn! Ich will ihn daten und heiraten und Kinder mit ihm haben und mit ihm alt werden und mit ihm sterben und wenn ich es ihm nicht direkt sage, werde ich beginnen es zu bezweifeln und dann verliere ich diese im Leben einmalige Chance für den Rest meines Leben hilflos, sorgenlos, glückselig glücklich zu sein!"
Ich stoppte, mein Atem kam in kurzen Zügen, fast in Tränen. Das war mein dreizehntes Flehen. Ah, Stück Sch... Schuhriemen, wie hätte ich es nicht einmal mehr oder weniger sagen können! Dreizehn ist unglücklich! Jetzt wird sie nein sagen!
Oh barmherzige Götter der Nummer dreizehn, bitte, bitte, sie muss ja sagen! Und ich entschuldige mich ganz übermäßig dafür, deine heilige und allwissende Nummer unglücklich genannt zu haben, sie ist, natürlich, die glücklichste Nummer je in Existenz.
Madam Jeffreis stand da, starrte mich für eine gute Minute an in komplettem Schock. Das gab mir natürlich genug Zeit leuchtend Gryffindor Rot zu werden und mich über meinen gesunden Menschenverstand zu wundern. Ich habe in Madam Jeffries Augen vermutlich gerade bewiesen. dass ich besessen bin (was ich nicht bin!). Sicher, ich habe mich ein wenig reingesteigert, aber ich bin verliebt, also ist es verständlich! Du hättest dich auch aufgeregt, wenn du gerade realisiert hättest, dass du verliebt bist!
„Du musst in exakt drei Stunden wieder hier sein.", sagte sie schlau, ging zu meinen Klamotten, die über einen Stuhl gefaltet lagen und brachte sie zu mir. „Und bitte versuche dich nicht von einem der Professoren sehen zu lassen."
Lob sei den Göttern der Nummer Dreizehn! Ich liebe euch zu jedem Stück! Ich werde es euch irgendwie zurückzahlen. Werde ich. Ich werde... Ich werde aufhören die Nummer zwölf in meinen Hausaufgaben Fragen zu benutzen und stattdessen zweimal hintereinander die Nummer 13 benutzen! Ich liebe die dreizehn so sehr! Die beste existierende Nummer, konkurrenzlos!
„Danke, danke, danke!", rief ich und schmiss fast in Tränen meine Arme um ihren Hals, um ihr eine feste Umarmung zu geben. „Ich werde mich von niemandem sehen lassen!"
Sie lächelte. „Ich war einst jung und auch verliebt. Du solltest es genießen, solange du kannst." Ich hatte bereits meinen Pyjama ausgezogen und zog meine Jeans an. Ally hatte sie mir mitgebracht, da ich vergessen hatte normale Klamotten auf meinem Trip in den Schlafsaal mitzubringen (von dem technisch sowieso niemand etwas hätte wissen sollen). Es ist ein Glück, dass sie es auch gemacht hat, da die Klamotten, die ich getragen habe, als ich den Fluch geblockt habe, so ziemlich unreparierbar sind. Ich schmiss das T-Shirt über meinen Kopf und lächelte Madam Jeffries zurück an.
„Ich werde den Rest meines Lebens haben um das zu genießen.", sagte ich ihr. Und es wird wundervoll werden. Ich weiß es einfach. Das ist keine Verknalltheit oder Lust oder verfrühte Beziehungsfreude… das ist wahre Liebe in seiner reinsten form. Was sonst könnte es sein? Was sonst wird so einfach für Hass verkannt werden? Ich hasste ihn mit so einer Leidenschaft, es war in Wirklichkeit Liebe. Wie seltsam ist das? Nun, jedenfalls, alle wissen, wahre Liebe hält für immer… und zwei Tage, also werde ich eine sehr lange Zeit haben um meine neu gefundenen Gefühle zu genießen.
Ich ging aus dem Krankenflügel und sah, dass sie Flure bereits leer waren… das bedeutet, das Spiel hat bereits begonnen! Ich rannte die Treppe runter in die Eingangshalle und platzte hinaus in den Sonnenschein. Ich konnte die Spieler kaum über dem Feld fliegen ausmachen, da ich zu weit weg war, aber ein Fleck von Rot und Gold fing mein Auge und ein ununterdrückbares Grinsen zeichnetet sich auf meinen Lippen ab.
Diese Liebessache ist toll… das ist das Beste, wie ich mich seit Tagen gefühlt habe… Monaten… Jahren… jemals. Nachdem ich es ihm sage, wird er mich küssen, richtig? Nun das… das wird das Glücklichkeitsmessgerät aus dieser Galaxie blasen.
Ich eilte zum Feld. Nachdem ich es erreicht hatte, versuchte ich zu entscheiden, was ich tun sollte.
Soll ich in der Umkleide auf James warten oder ihm von der Tribüne zusehen und nach dem Spiel runter in die Umkleide kommen? Warte, wenn ich in der Umkleide warte wird niemand mich sehen, aber dann kann ich den köstlichen sexy Mann, den ich liebe, nicht Quidditch spielen sehen.
Hmmm… jaah, nur für den Fall, dass du dich fragst, ich bin bereits den halben Weg die Treppen hoch zum Schülerstehbereich. Stell dir vor. Ich meine, ich, James nicht bei Quidditch spielen zusehen ist… nicht glaubhaft.
Sobald ich oben war, drückte ich mich an ein paar ziemlich heiseren Gryffindor Erstklässlern vorbei und sicherte mir einen Platz direkt vorne in der Tribüne.
„Slytherin trifft!", schrie der Sprecher und benutzte seine lange Sprecherische (sehr anschaulich, ich weiß, aber ich bin gerade ziemlich damit beschäftigt, zu versuchen, meine Unterstützung für Gryffindor auszudrücken indem ich aus den Tiefen meiner Lungen buh rufe) Stimme.
Ich sah hoch und sah, dass James hoch über dem Spielfeld flog, seine Augen nach dem kleinen Flecken Gold suchend, das das Spiel gewinnen würde. Er sieht in seiner Quidditch Uniform so perfekt aus. Er sieht aus als könnte er alles tun; er sieht aus als hätte er die Verantwortung; er sieht aus als wird nichts ihn je stoppen. Und nichts hat es je, er hat den Schnatz (nicht einmal als er mit einer Erkältung spielte) nicht einmal nicht gefangen.
Meine Augen irrten zu Jennifer Bell als sie um einen Slytherin Jäger peitschte und traf.
„10 Punkte für Gryffindor!"
Ich schloss mich den ohrenbetäubenden Beifallsrufen an. Dann sah ich erschreckt zu wie ein Treiberschläger mit Jennifers Knie in Verbindung kam. Gott, ich hatte vergessen wieso ich Slytherin Spiele so sehr hasse.
Sie sind schmutzige Schwindler! Ich hasse Schwindler! Alle Schwindler sollten gefunden werden, geteert, gefedert und gezwungen den Hühnertanz auf ihrem Tisch in der Großen Hall während des Abendessens zu machen!
Unglücklicherweise kommen Schwindler generell unbestraft davon.
Ich suchte sofort nach James, um mich zu vergewissern, dass es ihm gut ging. Er sah gut aus… sehr, sehr gut… er sah äußerst, wundervoll gut aus… jaah… er sah auch unverletzt aus. Ich muss damit aufhören mich von seiner Schönheit ablenken zu lassen.
Er gestikulierte für eine Auszeit und flog zu Jennifer rüber, die kämpfte in der Luft zu bleiben und sich mitleiderregend gleichzeitig das Knie hielt. Er half ihr wie ein Gentleman auf seinen Besen.
Habe ich erwähnt, dass ich Jennifer wirklich nicht mag? Sie ist entsetzlich hässlich und dumm wie ein Türnagel – sie ist nicht einmal gut im Quidditch!
Ok… ok… Ich könnte ein wenig eifersüchtig sein, dass James seine Arme um sie geschlungen hat, aber nur ein kleines bisschen… ehrlich!
Denkst es ist zu viel zu wünschen, sie würde von seinem Besen fallen? Ich meine, sie sind nur 20 Fuß über dem Boden, das würde nicht wehtun… sehr.
Oh Gott. Ich bin eifersüchtig! Bin ich so unsicher über meine Liebe, dass ich im eifersüchtig sein Zuflucht nehmen muss?
JA! Ja, bin ich! Ich wäre sehr viel weniger unsicher, wenn er tatsächlich wüsste, dass ich ihn mag/liebe, aber er weiß es nicht (und auch dann, wie ich mich kenne, wäre ich vermutlich immer noch eifersüchtig).
Ich sah zu wie James sanft tiefer flog, knapp über dem Boden schwebte. Er stieg von seinem Besen und schwang Jennifer in seine Arme. Dumme, haarlose, Perücken tragende, hinterhältige… ugh!
Verärgert schloss ich meine Hände fester um das Stadion Geländer, in dem Versuch die heiße Aufwallung von Eifersucht in meinen Venen zu unterdrücken. Ich stieß einen langen Atemzug aus als James Jennifer endlich Remus übergab, der auf das Feld gerannt war.
Ich fühlte mich unbeschreiblich besser, jetzt, wo sie nicht mehr in James' Armen ist. Werde ich so… für immer sein? Ganz eifersüchtig und so? Vielleicht war dieses Verlieben Ding keine so gute Idee.
Jaah, es war vermutlich eine schlechte Idee … NEIN! Nein!
Lily Marie Evans, reiß dich zusammen. Du wirst dir das nicht ausreden. Das ist die beste und wichtigste Sache, die du je tun wirst. Naja, vielleicht nicht je, aber bis zu diesem Punkt deines Lebens. Du bist verliebt und du kommst da nicht raus!
Ich brauche ein Chocolate Chip Cookie. Ein wirklich großes mit extra großen Chocolate Chips. Ich will mindestens 20 Prozent mehr Schokolade! Verflixt, sie sollten wirklich Snacks bei Schulquidditchspielen verkaufen, wie sie es bei Muggel Baseball Spielen machen. Ich könnte jetzt ein paar Kekse essen. Ich wette, man könnte ein Vermögen machen, indem man beim Spiel Süßigkeiten verkauft. Ich meine, da ist einfach so viel Stress… und was ist ein besserer Weg mit Stress fertig zu werden, als Süßigkeiten zu essen? Ich sah in meinen Taschen nach. Nichts… nicht einmal ein elender Schokofrosch.
Ich brauche Schokolade!
Sieh mich an! Ich reiß mir praktisch die Haare aus!
Wird Emerson den verflixten Strafwurf jetzt einfach machen?
Ja! Gryffindor rocks!
Ich formte meine Hände über meinem Mund zu einem Becher, „Nehmt das, ihr dreckigen schwindelnden Slytherins!"
Ich mag Schwindler nicht! Sie nerven mich.
Einer der Slytherin Treiber schmiss uns Gryffindors in der Tribüne einen dreckigen Blick zu, den wir, natürlich, mit Spott, rüden Handgesten und Beleidigungen über seine Mutter erwiderten.
Generell gesagt, sind Gryffindors nette Menschen, aber triff uns auf dem Quidditchfeld wenn wir gegen Slytherin spielen und wir sind der gemeinste, unhöflichste und lauteste Haufen Idioten auf dieser Seite der Milchstraße.
Nebenbei, Washams Mutter ist wirklich ziemlich hässlich.
Meine Augen hüpften wieder zu James hoch, der vom Slytherin Sucher verfolgt wurde und mehr damit beschäftigt ihn abzuhängen schien als zu versuchen den Schnatz zu finden.
Warte… heilige sch… Sumo-kämpfer!
Der Slytherin Sucher… es ist Mr. Klotz!
