Kapitel 18: In welchem Lily verliebt ist oder in welchem ein bisschen der Verrücktheit beginnt Sinn zu machen

Ich gehe offiziell (wie legitim (wie, nicht nur in meinem Kopf (wie, ich bin nicht VERRÜCKT!))) mit dem einen, dem einzigen James Tristan Potter (und dem Mann meiner Träume (naja, einer ist alle. Ich meine, ich hatte nicht lange zu träumen, mit all dieser spät nächtigen Entdeckung von Gefühlen und so, aber ich bin sicher, es werden noch sehr viel mehr kommen)) aus, seit neun Uhr gestern, was sich zusammenzählt zu einem totalen von 19 Stunden, 12 Minuten und 34 Sekunden.

35 Sekunden.

36 Sekunden.

37 Sekunden.

Ok, okay, du hast den Punkt verstanden. Ich muss wirklich damit aufhören auszuschweifen. Es kann nicht für mich gut sein, besonders um sieben am Morgen an einem Sonntag. Ein Sonntag! Oh, die Blasphemie an so einem Tag nicht auszuschlafen. Ich kann einfach nicht, denn schlafen benötigt einen bestimmten mentalen Status, in dem ich nicht bin (noch von dem ich erwartet sein kann da drin zu sein) denn... ich gehe mit James Potter aus! Ausgehen! Ich will einfach herumhüpfen gehen und allgemein eine verflixte Störung aus mir selbst machen!

Und dann drängt sich die Realität dazwischen... man sollte die Realität und ihre ganze dumme Wirklichkeit sprengen.

Wieso bin ich im Krankenflügel gefangen? Seufz. Ich schätze es ist leicht meine Schuld (okay, komplett, aber ich werde das nicht zugeben, Dinge zuzugeben passt nicht in mein Bild, ich habe schließlich einen Ruf zu beschützen).

Also nachdem James und ich unsere Umkleiden „ich liebe dich" Sitzung abgehalten hatten (habe ich in den letzten 10 Minuten erwähnt, wie toll das war? Nein? Nun, das sollte ich besser, nur obendrein und so. Es war TOLL!) und auf dem Weg zur Siegesfeier waren, trafen wir, wen auch sonst, meine Lieblings Lehrergang (alias Dumbledore, Vittles, McGonagall und Madam Jeffries).

Madam Jeffries zwinkerte mir zu und zuckte mit den Schultern, also war es irgendwie offensichtlich, dass sie den anderen gesagt hatte, ich wäre „entkommen" oder so etwas. Ich schätze, ich habe das verdient, da ich versprochen hatte, mich nicht sehen zu lassen und... das habe ich irgendwie (dummer Schnatz!).

Also standen sie alle da, mit verschränkten Armen und wütend blickend. Ich schoss Vittles einen sehr bösen Blick zu, da er im Moment meiner Meinung nach keine sehr nette Person ist, aber ich denke nicht, dass er es bemerkte. Die Leute sollten es wirklich merken, wenn man sie böswillig anstarrt; ist das nicht nur höflich?

Aber ich schätze das ist nicht der Punkt dieser kleinen Geschichte. Also waren sie alle eindrucksvoll und „Du kommst hier nicht durch"-haft. Logischerweise stoppten James und ich daraufhin (sein Arm war um meine Taille, für den Fall, dass du dich fragst, was du vermutlich nicht tatest, aber ich kann nicht anders, als jedem alles ansatzweise süßes, was James getan hat seit er mein Freund ist und nicht deiner und du solltest deswegen traurig sein, da er toll und ganz mein ist, zu erzählen. Schließlich gehen wir seit 19 Stunden, 20 Minuten und 52 Sekunden aus. 53 Sekunden. 54 … oh, mist, ich tue es schon wieder. Ich muss wirklich, wirklich damit aufhören. Dieses Mal meine ich das ernst. Keine Besessenheit mehr (nun, keine wirklich seltsame Besessenheit mehr)).

Also stoppten wir und Dumbledore sah mich einfach nur mit einem Blick an, der so viel bedeutete wie „Ich weiß, dass du nicht einfach aus dem Krankenflügel geschlichen bist", aber unglücklicherweise wurde der Effekt davon ruiniert, dass ich es war.

„James, Miss Evans.", sagte er mit einem höflichen Nicken an uns beide.

Ich rückte näher an James ran; schließlich ist er ganz groß und stark und mag fähig sein mich zu retten, wenn jemand versucht mich umzubringen. Ich könnte, natürlich, mich selbst retten, aber es ist wirklich schrecklich schwer an sich selbst näher ran zu rücken(wie unmöglich) um Schutz zu erhalten und wenn ich es versuchen würde, hätte ich vermutlich verrückt ausgesehen und da das der Grund ist, wieso ich böse angesehen werde würde ich lieber nicht einen krassen Beweis geben. Also war ich im Grunde genommen gezwungen die nächstbeste Alternative zu verfolgen (alias James und lass mich sagen, es war nicht so ein großes Opfer).

„Miss Evans-", sagte McGonagall, „Sollten sie nicht im Krankenflügel sein?"

„Wahrscheinlich, Ma'am.", stimmte ich liebenswürdig zu. Ich fühlte mich zu glücklich/verzückt, dass James Potter mein Freund war, um mich wirklich darum zu kümmern, dass ich davor stand in kleinen Schwierigkeiten zu stecken.

„Es ist gefährlich für sie aus dem Krankenflügel zu schleichen, während sie besessen sind, Miss Evans, sie hätten sich selbst oder anderen Verletzungen zufügen können.", sagte Vittles, ganz vittlesish (was so viel heißt wie, dumm und widerwärtig).

„Ich bin nicht besessen, Professor!" Wird das auch für jemand anderen alt? „Wirklich, diese ganze Sache ist ein riesiger Fall falsch verstandener Kommunikation, zwischen mir selbst und der ganzen Welt, das ist überhaupt nicht meine Schuld. Genauer gesagt, wenn ich jemanden zu beschuldigen hätte, wäre es ganz klar James' Schuld. Ich meine, wenn er mich nicht dazu gebracht hätte mich in ihn zu verlieben, hätte ich offensichtlich nicht gedacht, ich würde verrückt werden und ich wäre nie zu Madam Jeffries gegangen! Ehrlich, wer würde nicht denken, er wäre verrückt, wenn er einen Morgen aufwachen würde und denken „Mensch, Genie, heute bin ich in Potter verliebt? Sie hätten auch medizinische Aufmerksamkeit gesucht."

„Also ist es alles deine Schuld.", sagte ich und piekste James in den Oberkörper. Er sah ein wenig verblüfft aus gelinde gesagt. „Aber ich beschuldige dich überhaupt nicht. Genauer gesagt tendiere ich eher dazu dir zu danken, auch wenn ich wirklich gedacht habe, dass ich verrückt würde. Aber dann hat es mich endlich getroffen; ich war bloß verliebt, was, schätze ich, auch eine Form der Verrücktheit ist, aber offen gesagt, wenn ich verrückt sein muss, ist es die Sorte Verrücktheit, die ich sein möchte."

„Warte, du bist hingegangen und hast Madam Jeffries erzählt du wärst besessen, weil du mich liebst?"

Ich denke, meine Logik verwirrt den armen Jamesie; er ist so reizend, wenn er verwirrt ist.

„Ich habe ihr nicht gesagt, ich wäre besessen!" Ich beäugte Madam Jeffries, die es gerade auf meine Schlecht Liste geschafft hatte, weil sie Unwahrheiten über mich verbreitet hat.

„Verzeihung bitte?", sagte Professor McGonagall und fragte damit ganz klar nach Erläuterungen.

„Ich sagte nicht, ich wäre besessen, ich sagte ihr, dass da Stimmen in meinem Kopf wären, die mir sagten James zu küssen und die mir sagten wie wundervoll er war und wie entzückend seine Gesichtszüge und die Tiefen seiner blendenden haselnussbraunen Augen und... Entschuldigung, sorry, ich wurde mitgerissen... jedenfalls, ich habe es zu der Zeit nicht verstanden. Ich war insgesamt einfach ziemlich dumm."

Ich lächelte James an, der zurücklächelte, aber immer noch ziemlich verwirrt aussah. Was kann ich sagen, ich bin einfach eine verwirrende Person.

„Es war ziemlich verwirrend, nicht wahr?", stupste ich.

„Ja.", lächelte er und fasste einer meiner Hände, „War es. Ich hatte keine Idee was los war."

„Wie ein Besenunfall.", sagte ich ein wenig grinsend als er seine Stirn auf meine legte.

„Ähm!" Dumme Lehrer, immer unterbrechen sie gute Dinge, sie müssen als Kinder geschlagen worden sein.

„Wie auch immer die Umstände sind, Miss Evans, ihr Platz ist immer noch im Krankenflügel, also muss ich sie bitten Madam Jeffries und mich sofort dorthin zu begleiten.", sagte Professor Dumbledore.

James rückte näher zu mir, so dass wir praktisch aneinander klebten. Ich habe keine Einwände, außer da ist wirklich Kleber im Spiel. Nichts gegen den Mann meiner Träume und ähnliches, aber obwohl ich ihn zu Tode liebe, werde ich nicht den Rest meines Lebens damit verbringen permanent an seine Seite geklebt zu sein. Liebe ist ganz gut schön und gut, aber Mäßigung ist nötig damit man nicht irre wird. Sieh mich an, ganz gelassen und ich hatte erst einen festen Freund seit 19 Stunden, 31 Minuten und 10 Sekunden.

11 Sekunden.

12 Sekunden.

13 … ach man!

Nun, es könnte schlimmer sein. Zumindest zähle ich nicht die Nanosekunden. Ich meine, ich könnte sie zählen, aber dann wenn ich sie gesagt hätte, wäre ich falsch, also ist es vermutlich das Beste wenn ich bei den Sekunden bleibe. Obwohl, wenn ich wirklich schnell reden würde... schlecht, Lily, schlecht, du wirst nicht die Nanosekunden zählen in denen du mit James ausgegangen bist. Ich muss das beobachten. Es ist einfach zu verführerisch.

Zurück zur Tragödie meiner Geschichte.

Also sagte Dumbledore, der sich als verantwortlich dafür, mein Leben zu ruinieren, erklärt hat, „Leider wirst du in deinen Gemeinschaftsraum zurückkehren müssen, James. Miss Evans wird es auch ohne dich gut gehen."

Und er lag falsch! Mir geht es nicht gut! Wir haben so viel von unserem „Wir sind gerade zusammen gekommen." selbstzufriedenem Glück verpasst, das es praktisch ein Verbrechen ist. Da ich nicht eine war, die ein nein als Antwort nimmt, klammerte ich mich an James' Arm und versuchte mein bestes, bemitleidenswert auszusehen. Man würde denken, dass das helfen würde, aber nein.

Also ging ich zum Krankenflügel um in einer miserablen Art ganz alleine Trübsal zu blasen, während James verschwand um im Gemeinschaftsraum mit allen anderen feiern zu gehen! Das Leben ist ganz klar unfair.

Aber James hatte offensichtlich sowieso keine so gute Zeit bei der Party, denn er kam in den Krankenflügel geschlichen um mich zu sehen! Es war so süß von ihm. Zu der Zeit hat es mich fast zu Tode erschreckt, natürlich, aber jetzt, zurückblickend, bin ich viel ruhiger über die Sache. Dieses nervöse Zucken ist einfach ein Produkt deiner Einbildung; nein wirklich, ist es.

Ich meine, komm schon, wer schleicht sich hinter jemandem an jemanden heran um ihn zu 'überraschen' und beginnt damit seine Hände über seine Augen zu legen? Jaah, das ist was ich dachte, nur Psychomörder! Ist ein simples „Hey" oder „Hallo" oder „Schöne Lily, liebe meines Lebens" zu viel gefragt? Seufz, mein Leben hat so viele Strapazen.

Ich habe ein wenig gebraucht um mich von meiner nah Mörder Erfahrung zu erholen, was James (der Idiot (aber ein sehr netter und attraktiver, also vergebe ich ihm)) scheinbar ziemlich amüsant fand. Ich war nicht gerade so amüsiert wie er; ich kann mir um alles in der Welt nicht vorstellen wieso (für den Fall, dass du dich es gefragt hast, das war Sarkasmus).

Jedenfalls hat er mir ein Stück Kuchen von der Siegesfeier mitgebracht. Ich bin leicht besorgt, dass mir Essen zu bringen eine sich wiederholende Aktion ist.

Ich kann nicht sagen ob:

a. Er denkt ich bin zu dünn.

b. Er versucht mich aus einem böswilligen Grund wie Kannibalismus zu mästen.

c. Er denkt essen ist das beste Medium zur Kommunikation.

d. Es gibt keinen Grund und ich überanalysiere bloß.

Wenn es ‚c' ist, bin ich so schlecht dran. Am Ende des Monats werde ich ein Fetttonne sein und ich werde nicht auf ‚b' eingehen, da das einfach falsch ist und euch, Leute in der Welt, kann versichert sein, der Tag an dem ich zu dünn bin ist der Tag wenn Remus Lupin auf den Tisch in der Großen Halle hüpft und beginnt zu strippen (während ein paar Leute das genießen würden, kann ich nicht anders als zu fühlen dass es nie passieren wird (gemeint wie, es ist unmöglich). Ich wette, er würde das nicht einmal tun, wäre er unter dem Imperius-Fluch. Er würde einfach wegen der Unangebrachtheit von dem allen Ohnmächtig werden bevor er überhaupt die Chance zu beginnen bekommen würde) also ist ‚a' weg und ich überanalysiere nie (wirklich!), also ist es nicht ‚d'. Mist, ich habe alles eliminiert. Ich hasse Fragen mit mehreren Antworten.

Also aß ich den Kuchen trotz meiner Verdächtigungen seines Motives (wer würde überhaupt Kuchen ablehnen? Kuchen, lecker). Dann haben wir geredet und ein kleines bisschen geküsst. Ich meine, im Krankenflügel kann man einfach nicht zu viel küssen. Außerdem haben wir das schon mal gemacht und man will solche Dinge nicht zur Gewohnheit machen.

Wir haben die Luft aber ziemlich gut befreit. Wir haben uns sogar ein wenig berührt auf den felsigen Beginn unserer… ähm… Beziehung (alias besinnungslos küssen).

Leider müssen alle guten Dinge zum Ende kommen und geendet haben sie. Madam Jeffreis kam herein und James musste entfliehen bevor sie ihn sah. Also habe ich ihn seit 9 Stunden, 40 Minuten, und ich bin nicht ganz sicher wie vielen Sekunden nicht mehr gesehen (Blasphemie, ich weiß, aber ich war so damit beschäftigt den Verlust seiner Präsenz zu verschmerzen, dass ich nicht daran dachte die Sekunden zu bestimmen).

Höre ich Geräusche? Ist das Getrippel von Größe 8 Stilettos (alias Madam Jeffries)? Das ist es tatsächlich! Wie aufregend, mein erster Besucher an diesem schönen und wundervollen Tag. Ich könnte eine zu viel von diesen imaginären Glücklichkeitspillen genommen haben. Glücklicher Seufzer.

„Guten Morgen, Madam Jeffries!", sagte ich, in einer entzückend munteren Art.

„Sie scheinen hellwach, Miss Evans."

„Ich konnte nicht schlafen."

„Denken sie an jemanden bestimmten?", neckte Jeffries zwinkernd und schüttete mir irgendeinen ekelhaften Zaubertrank ein. Ich hasse diesen fiesen Trank! Wieso muss er so reichlich sein?

„Ich? Nie.", erwiderte ich.

„Es tut mir so Leid, dass ich dich an die Professoren verpfeifen musste.", sagte sie, während ich meine obligatorischen Grimassen, darüber den Trank zu trinken, machte (glücklicherweise weiß sie nicht, dass meine Geschmacksknospen von den vorherigen Portionen abgebrannt worden sind und ich es nicht einmal mehr schmecken kann (jetzt geht's einfach um die Sache. Ekelhafter Trank, schauer)), „aber es war eher offensichtlich, dass du… „entkommen" warst, mit dir in der Mitte des Spiels und das alles."

„Yeah, ich weiß. Ich wollte nicht gesehen werden, das war ein wenig ein Unfall. Aber dennoch, im Ende ist alles gut geworden, oder? Ich hab meinen Mann gekriegt." MEIN MANN! So viele gute Dinge zu sagen, so wenig Zeit sie zu sagen (weißt du, nur eine ganze Lebenszeit).

„Hast du tatsächlich.", stimmte Madam Jeffries zu, während sie meinen Puls nahm.

„Nun, das wars, Lily. Du bist frei zu gehen."

Was? Ich kann gehen? Wie von hier verschwinden?" Das kam unerwartet. Ist er der erste April; nimmt sie mich auf die Schippe? Ich werde da nicht drauf reinfallen; werde ich nicht!

„Ja.", sagte Jeffries lächelnd, „Und lass mich, mich auch für das Missverständnis, dass du besessen wärst, entschuldigen. Du hast aber wirklich so geklungen als wärst du es, darling."

„Machen sie sich keine Sorgen deswegen.", sagte ich, hüpfte praktisch aus dem Bett und ging zur Tür (Aber ich falle nicht dadurch. Ich… spiele bloß mit). Wenn ich mich beeile kann ich duschen, mich umziehen und dann mit James frühstücken gehen!

Ich eilte durch die Flure zum Gryffindorturm. Ich kämpfte meinen Weg durch den überfüllten Gemeinschaftsraum (scheinbar war die Siegesparty immer noch in vollem Schwung) und die Treppe in meinen Schlafsaal hoch. Ally war drinnen und sah auf als ich reinkam.

„Hey, Mädchen, wer hat dich aus deiner Gefangenschaft entlassen? Oder bist du wieder geflohen?"

„Ich wurde entlassen.", verkündete ich mit einer ausschweifenden Geste, „Ich bin so frei wie ein Goldfisch im Ozean."

Ally lachte, „Ich hasse es dir das zu beichten, Lily, aber das macht überhaupt keinen Sinn."

„Es ist der Gedanke, der am Ende zählt.", sagte ich ihr. „Also, Ally, ich schätze nicht, du hast mit…"

„James geredet hast.", unterbrach sie mich. Bin ich so durchschaubar? Oh, vermutlich.

„Ja, ich habe mit ihm gesprochen. Er ist schließlich der beste Freund meines Freundes. Eigentlich", sagte sie nachdenklich, „habe ich nicht wirklich viel gesprochen. Ich habe ihm mehr dabei zugehört deine vielen Vorzüge aufzulisten. Ich hatte offen gesagt keine Ahnung dass du so viele hast."

„Hey!", sagte ich entrüstet.

Ally lächelte und wir beide lachten.

„Wir werden einen nur Mädchen Tag planen müssen und diese beiden Idioten für eine Weile rauskicken. Es fühlt sich als ob wir nie mehr Zeit für einander haben.", sagte Ally und sah mich ernst an.

„Nun, du hast es mit Sirius gestartet, Puppengesicht, also zeig keine Finger auf mich. Ich war total frei Zeit mit dir zu verbringen, aber du warst zu beschäftigt mit geheimen ‚Französisch Stunden'. Zumindest halte ich es nicht als Geheimnis.", sagte ich mit einem bösen Blick. Ich kann immer noch nicht glauben, dass sie das getan hat! Ugh, ich sollte später beleidigt sein.

„Du könntest es nicht als Geheimnis wahren, auch wenn du es wolltest; James wäre so offensichtlich damit, dass alle es sofort wissen würden."

Ich verdrehte die Augen. James ist ziemlich offensichtlich, aber ich auch. Wir sind verliebt, also verklag uns. Wir haben das Gottgegebene Recht so offensichtlich und weichlich zu sein wie wir wollen. Jemand sollte das zu den Rechten der Männer (und Frauen (wir zählen auch, ihr armseligen chauvistischen Schweine!)) hinzufügen.

„Also wirst du mit mir und den Jungs frühstücken? Ich habe sie tatsächlich zu einer anständigen Stunde ins Bett gekriegt, also sollten sie augenblicklich den Rufen ihrer Bäuche in die Große Halle runter folgen.", sagte Ally.

„Yeah!" Ok, das kam ein wenig zu eifrig raus. Seufz, wieso müssen mich alle auslachen?

Also nahm ich die Rekord mäßig schnellste Dusche (ungefähr 1,5 Minuten, übertriff das!) und wechselte in ein Paar reizender Jeans und ein T-Shirt.

Ally und ich gingen die Treppe runter und in einer wundervoll tollen Fügung (Ich liebe das Universum!) trafen wir unsere Lieblings (und einzigen) Freunde am Treppenabsatz.

„James!", sagte ich aufgeregt und schmiss mich praktisch um seinen Hals. Überschwänglich zu sein ist eine gute Sache, oder so werde ich es weiter mir selbst sagen.

„Morgen, Cupcake, wer hat dich aus dem Krankenflügel entlassen?"

Wieso fragen mich das alle? Und „Cupcake"? Ich weiß, es ist im Moment etwas mit dieser Essenssache los!

„Ich wurde entlassen.", sagte ich und bombardierte ihn mit meinem „Ich liebe dich, aber du warst nicht sehr nett." bösen Blick. Ich habe es mir gerade ausgedacht, bevorstehendes Patent, also Hände weg.

Junge, sieht er heute Morgen gut aus. Seufz, zu viel Wundervollheit zu früh am Morgen. Ich legte meinen Kopf an seine Brust und kuschelte mich an ihn. Ist es schlecht davon besessen zu sein ihm beim atmen zuzuhören? Ein, aus, ein, aus, ein, aus, ein, aus, das ist wirklich nett, ein, aus, ein, aus, ein, aus… Ich bin so froh, dass niemand meine Gedanken lesen kann. Außer euch Regierungsperverslingen! Ich habe euch nicht vergessen, denkt nicht, dass ich das hätte, und wenn ich euch finde, werdet ihr… werdet ihr das Spionieren übermäßig bereuen!

„Lily, darling, bist du okay? Bereit fürs Frühstück?", fragte James und schob mich ein wenig von sich weg damit er in meine Augen sehen konnte.

„Oh… heh… yeah." Verflixt, ich hab vergessen, dass wir in der Öffentlichkeit sind. Ich muss das auf die dumme Liste der Dinge, an denen ich arbeiten muss, um normaler und funktioneller in dieser Beziehung und als eine Person insgesamt zu sein, setzen. Zumindest bin ich nicht irre… oder mehr so das normal.

Die große Halle war fast leer. James und ich setzten uns nebeneinander und Sirius und Ally setzten sich von uns gegenüber. Hey, ich habe gerade etwas realisiert: Wir können auf Doppeldates gehen! Abgefahren Toll!

James macht essen schwer. Er tut nichts außer zu essen, aber er ist einfach so attraktiv (sogar während des Schluckens) dass ich eine schwere Zeit habe mich aufs essen zu konzentrieren. Leckere maskuline Gesichtszüge, spitzbübische Haare… Mann, er hat mich beim starren erwischt… schon wieder.

„Nicht hungrig?", fragte er und betrachtete meinen immer noch vollen Teller.

„Oh, nein, bin ich.", sagte ich und sah verlegen auf meinen Teller. Muss aufhören zu starren. Ich werde vortäuschen, er wäre nicht da. Ich sehe ihn nicht an. Ich sehe ihn nicht an. War das sein Schatten? Ich sehe ihn an… oh gut.

Er lächelte mich an und spießte eins der Obststücke auf meinem Teller mit seiner Gabel auf.

Isst er mein Essen?

„Mund auf.", sagte James und winkte mit der Gabel vor meinem Gesicht rum.

Er will mich FÜTTERN! Sogar noch bizarrer.

Ich öffnete zögerlich meinen Mund und aß das angebotene Stück Ananas.

James lächelte mich albern an und wandte sich wieder seinem eigenen Essen zu. Ich wundere mich manchmal über den Jungen.

„Ich bin glücklich, dass ich dich gefunden habe.", sagte er aus dem Blauen heraus und überraschte mich mit meinem Mund halb voll mit französischem Toast.

Ich schluckte und sah ihn an.

„Du hast Glück, dass ich den Mut hatte dir zu sagen, dass ich dich liebe, denn wirklich, wenn ich es nicht getan hätte, wären wir überhaupt nicht zusammen.", konterte ich. Es ist so wahr. Ich rocke irgendwie abgefahren.

„Keinesfalls, wenn ich dich nicht hätte herausfinden lassen, dass ich dich liebe, wären wir nicht zusammen gekommen."

„Das hast du aber nicht extra gemacht! Und ich wäre nie in der Position gewesen das zu belauschen wenn ich nicht im Krankenflügel gewesen wäre." Da hab ich ihn.

„Tja, du wärst nicht im Krankenflügel gewesen, wenn du mich nicht gerettet hättest, wofür ich die Punkte fordern kann, weil ich derjenige in Gefahr war."

„Das ist verzerrte Argumentation, aber es ist egal, denn wenn ich nicht neben dir gesessen hätte, hätte ich nie diesen Fluch für dich nehmen müssen."

„Aber ich hätte dich nie diesen Platz haben lassen wenn es nicht für all diese Küsse gewesen wäre, die ich dir gegen habe."

„Dafür kannst du nicht die ganzen Lorbeeren einheimsen, Mister. Ich hatte ein ganzes Bisschen Anteil an diesen."

„Nicht zuerst." Was nicht meine Schuld ist. Ich war immer noch in der Verleugnung Phase.

„Nun, das hast du auch nicht zuerst!"

„Also in Wahrheit kann das alles auf diese schwachen Tische im Verwandlungsraum zurückgeführt werden.", sagte James.

„Eigentlich denke ich es geht zurück zu den Whooshes, die ich an dem Morgen beim Frühstück gespürt habe. Ich wäre nie so ungeschickt gewesen ohne das." Ich habe hier einen verflixt tollen Punkt.

„Also im Grunde schuldet ihr beiden mir Unmengen Dank und Lob!", mischte sich Sirius ein.

„Huh?", sagten James und ich zusammen. Seine Argumentation macht keinen Sinn. Vermutlich weil da keine involviert war.

„Nun, wenn ich nicht diesem Spruch auf dich und Lily gelegt hätte, wärt ihr beiden nie zusammen gekommen.", sagte Sirius, als wäre es die einfachste Sache auf der Welt zu verstehen, dann ging er zurück daran seine Eier zu essen als hätte er nichts Lebensveränderndes gesagt (weißt du, wie „Ich bin nicht dein Vater" oder „Darth Vader ist dein Vater" oder „Du bist tatsächlich ein Mitglied der Brady Bunch").

„Spruch?", schrieen James, Ally und ich zur selben Zeit.

„Wie bitte?", sagte ich, die Verwirrung vervollständigend.

„Eigentlich war es eine inspirierte Idee, wirklich.", sagte Sirius und bemerke den Fakt, dass alle anderen komatös mit Verwirrung waren, überhaupt nicht, „Ich dachte an euch beide und eure Probleme, als es einfach aus dem Blauen heraus zu mir kam. Was wenn ihr eure Probleme beheben müsstet? Aber dann konnte ich nicht die beste Art herausfinden euch beide zu zwingen sie zu lösen. Also saß ich da, spielte mit diesen… ähm", (Sirius errötete jetzt) „… Stofftieren, die Ally, Liebste, mir gegeben hat und dachte, „‚Was wenn sie sich die ganze Zeit küssen würden?' Also habe ich euch mit einem Spruch belegt, der so ziemlich Magneten in eure Lippen tat. Dann, wenn ihr beiden euch zu nah kamt, wham, Kuss. Im Grunde", sagte er und legte wie ein verrückter Psychiater seine Finger aneinander, „Habe ich euch beide in Lebensgroße Kiss-Kiss Bären verwandelt."

Ich starrte einfach Sirius an, mit offenem Mund. Hat er gerade gesagt, was ich denke, das er gesagt hat? Besitzt er ein Paar Kiss-Kiss Bären? Nun, das hätte ich nie erraten, er scheint wie so ein männlicher Mann. Ich liebe Kiss-Kiss Bären; sie sind so reizend. Ich habe sogar auch ein Paar Kiss-Kiss Elche, Kiss-Kiss Schneemänner und Kiss-Kiss Sparschweine. Sie haben Magneten in ihren Nasen/Mündern, also küssen sie sich und sie haben Klettverschluss an den Händen, damit sie sich auch an den Händen halten! So süß!

Warte… hat er gerade gesagt, er hat James und mich zu Kiss-Kiss Bären gemacht?

„ICH WUSSTE ES!"

Alle drehten sich zu mir um und ich errötete. Aber dennoch… ich wusste es!

„Ich wusste, da waren Magneten in unseren Lippen. Das war meine Theorie. Ich habe herausgefunden, dass es Magneten waren oder das unserer Köpfe aneinander gebunden waren!"

„Warte.", sagte ich, ein schrecklicher Gedanke traf mich, „Du meinst, der einzige Grund, dass wir uns küssen sind die Magneten?" Oh, lieber Gott. Was ist wenn wir uns nicht wirklich lieben? Ich liebe ihn, ich weiß es. Ich kapier das einfach nicht.

„Sei nicht lächerlich.", sagte Sirius mit einem ziemlich amüsierten Grinsen. „Der Spruch ist schon lange bevor eurem kleinen Stunt mit dem Wahrsagentisch vergangen. Ich dachte, dass machte es ziemlich klar, dass ihr beide füreinander bestimmt wart. Wahre Liebe, alles nur wegen mir. Bin ich wundervoll oder was?"

„Und eingebildet.", sagte Ally und piekste ihn.

Das bringt sicher einen ganz neuen Schwung in mein Leben. Für Beginner bin ich nicht einmal halb verrückt. Sozusagen.

Ich sah zu James und er lächelte und er zuckte in einer „Was kann ich tun, er ist nur mein irrer bester Freund" Art.

Ich lächelte auch und lehnte mich für einen Kuss vor. Ich weiß nicht was Sirius mit dem Spruch nachlassen meinte. Das scheint mir ziemlich magnetisch. Schließlich, wer dann den Kräften der Physik trotzen? Ich liebe Physik!

„Hey, werde ich für meine Dienste Trauzeuge bei der Hochzeit? Ich werde die tollste Trauzeugen Rede der Welt halten, ich schwöre! Und ich sichere mir den Posten als Paten. Ich werde Pate, richtig? Nur von dem ersten Mini-Potter, danach kann Remus auch einen haben, aber ich will den ersten!"

Nun… mit 8 sollten wir genug haben um die Runde zu machen.

Ende