Kapitel 2

Sara kam in das Labor. Die Anderen waren schon alle da.

„Hey Süße, " rief ihr Greg entgegen.

„Hey Greggo!" Sie mochte Greg, mit ihm konnte sie über alles möglich lachen.

„Honey! Du siehst wieder traurig aus, Sara! Was ist denn los?" Nick legte die Arme um ihre Schultern.

„Ach Nick, ich bin ziemlich fertig und auch sehr traurig!"

Seit sie in Las Vegas angekommen war, waren sie, Nick und Warrick befreundet. Nur mit Cathrine hatte sie am Anfang Probleme gehabt. Die waren ausgeräumt und sie mochten sich.

„Sara, warum hast du mich denn nicht angerufen? Ich bin für dich da, dass weißt du! Du hast mir so oft geholfen. Jetzt bin ich mal wieder dran."

„Danke Nick, aber das ist mein eigener Kampf! Aber es kommt bald zum k.o des Gegners! Ich erzähl es dir und Warrick am Montag, okay?"

Sie hatten den Montag zu ihrem Tag bestimmt. Meistens gingen sie was essen und hinterher, wie alle CSI´ler und Polizisten, in Harrys Bar. Dort konnte man prima quatschen. Anfangs waren sie wegen Nickis Vorliebe für Dana hingegangen und jetzt war der Montag nicht mehr wegzudenken.

„Gut. Obwohl das noch 3 Tage sind, aber wir werden es überleben, Sara-Hase!"

„AAAH, du sollst mich nicht so nennen, Nicki, the Pooh!"

Sie waren gerade am lachen, als Gil rein kam. Es versetzte ihm immer einen Hieb, wenn er das Trio, wie die 3 genannt wurden, so ungezwungen miteinander lachen sah. Wenn Sara ihn doch auch mal wieder so anlachen würde. Aber seit dem Debbie Malin Fall, hatte sie es nie wieder gemacht. Er vermisste das. Wenn er nur endlich den Mund aufbekommen würde. Aber er durfte nicht. Er war ihr Boss, 15 Jahre älter und er hatte Angst vor den Blicken und dem Getuschel von den Anderen. Er verscheuchte seine Gedanken.

„Warrick und Sara, ihr untersucht bitte den Kemp Fall noch mal. Nick und Cath ihr habt ein Tötungsdelikt. Der Ehemann des Opfers ist flüchtig. Ich muss heute zum Gericht!"

„Und ich Boss?" fragte Greg.

„Du musst heute hier bleiben, Mia ist krank. Es tut mir leid. Aber spätestens Montag ist Mia wieder da."sagte Grissom.

Sara sah ihn an und fragte:

„Darf ich denn zum Tatort?"

„Mit Warrick zusammen, bitte! Und dann muss das Auto untersucht werden!"

Mit schnellen Schritten ging er wieder ins Büro zurück. Hier fühlte er sich sicher.

-----------------------------------------------------------------------------------

Sara und Warrick fuhren zum Tatort. Sara fing oben im Schlafzimmer an und Warrick in der Küche. Nach 4 Stunden trafen sie sich an der Treppe.

„Ich hab im Schlafzimmer noch einige Fasern gefunden."

„Also bei mir war nichts mehr. Dann machen wir uns mal auf ins Labor."

„Wie ich das im Moment liebe!"grinst Sara süß-sauer.

„Sara, Nick erzählte mir du willst uns am Montag was erzählen. Was bedrückt dich?"

„Ich erzähl es euch am Montag. Seid nicht so ungeduldig! Und nun zurück ins Sklavenhaus."lachte Sara und Warrick stimmte mit ein.

--------------------------------------------------------------------------------------

Als Gil vom Gericht wieder kam, lief er Conrad in die Arme.

„Gil, ich bin überrascht das die Bewertungen fertig sind! Zum Glück, denn Matt Armstrong hat aus San Fransisco angerufen. Er braucht eine Bewertung!"

„Matt Armstrong braucht eine meiner Bewertung? Warum und welche denn?"

„Er hat den Posten eines Stellvertreters frei und hat an Sidle gedacht. Mein Ok hat er bekommen, dann sind wir sie endlich los!"grinste Conrad.

„Er will Sara? Conrad, sie leistet erstklassige Arbeit. Wir brauchen sie hier!"sagte Gil.

Er war entsetzt. Sara wollte zurück nach San Fransisco.

„Nun ich brauche sie nicht. Aber es ist deine Entscheidung, Gil!"

Gil ging in sein Büro und rief Matt an.

„Armstrong!"

„Matt, hier ist Gil!"

„Hallo Gil! Hat Sara schon mit dir geredet?"

„Nein, aber Conrad hat mit mir geredet!"

„Sch….! Der Sesselpupser sagte doch er wird den Mund halten."

„Tja, dem würde ich nichts Vertrauliches erzählen. Aber warum wirbst du mir Sara ab? Hat sie schon zugesagt?"

„Nein! Sie hat 1 Monat um sich zu entscheiden."

„Na dann wollen wir mal sehen, wie wir sie hier behalten können!"

„Ich glaube, das weißt du auch ohne das ich es dir sage.Ich muss Schluss machen, hab ein Gerichtstermin. Bye Gil:"

„Bye, Matt!"

Als er aufgelegt hatte, überlegte er, was Matt gemeint haben könnte.Er wusste die Antwort. Sara klopfte an die Tür. Er winkte sie rein.

„Sara, was gibt's?"

„Grissom, ich muss mit dir reden!"

„Ok. Schieß los!" Gil wurde unruhig. Er wusste was sie ihm jetzt sagen wollte. Alles in ihm schrie, geh zu ihr, nimm sie in die Arme und küsse sie endlich. Er blieb aber sitzen.

„Grissom, Matt Armstrong hat mich angerufen. Er hat eine Stelle als seine Stellvertreterin frei und hat an mich gedacht!"

„Gil,Sara!

„Was?"

„Früher hast du mich mal Gil genannt." Sagte er unsicher.

„Du hast recht, früher!"Sagte Sara kühl.

„Das war bevor der Fall Debbie war. Bevor ich gehört habe; was du zu dem Verdächtigen, gesagt hast. Bevor du mich behandelt hast wie ein CSI Stufe1! Da habe ich dich Gil genannt!"

„Du hast es gehört und nie was gesagt?" fragte Gil.

„Ja. Ich stand hinter der Scheibe. Aber das ist jetzt alles egal! Ich gehe nach San Fransisco zu Matt und Rosie."sagte sie.

Gil wusste nichts zu sagen. Da rannte sie aus dem Büro. Er sah Sara traurig hinterher. Er hatte sie verloren.