Where is the spindle?
Where is the blood?
Where is the magic
That comes in a flood?
Where are the enchantments?
Where are the songs?
Where are the villains
Committing their wrongs?
Where's the happy ending?
Where's the lovers kiss?
Where's the midnight curfew?
The happy wedded bliss?
Where's the coy narrator
Who tells us what transpires?
I wanted gleaming castle gates
But all I got were briars.
Prolog
Schweres Atmen, Keuchen und schmerzerfüllte Schreie füllten die Luft in dem kleinen, abgedunkelten Raum. Der Boden war ursprünglich mit einem hellblauen Teppich ausgelegt gewesen – jetzt war er mit blutroten Flecken bedeckt.
An der rechten Wand stand ein kleines Bett mit grauen Bettlaken und ebenso grauem Bettzeug. An den metallenen Bettpfosten am Kopfende blitzten blutverschmierte Handschellen im fahlen Licht des abnehmenden Halbmondes, das durch das Fenster im Zimmer fiel. Vor dem Fenster war ein schweres Eisengitter befestigt worden, ganz so, als wolle man einen Schwerverbrecher mit aller Gewalt gefangen halten.
An der Wand direkt neben dem Bett hingen einige rot-goldene Banner mit einem goldenen Löwen als Wappen darauf. Auch war ein rot-goldener Schal mit Pinnadeln an der Wand befestigt worden.
An der gegenüberliegenden Wand stand ein Schreibtisch auf dem eine kaputte Tischlampe und ein großer Vogelkäfig standen, doch in diesem Käfig war es schon lange still geworden. Das Geräusch von flatternden Federn, wenn sich das Tier in dem Käfig bewegte, erfreute schon lange nicht mehr das Herz des Jungen der dieses Zimmer bewohnte.
Eben jener Junge war es, der vor Schmerzen schrie und dem das Atmen schwer fiel. Grob wurde der am Bodenkauernde an den Haaren hochgezogen, brutal gegen die hinter ihm liegende Wand gepresst. Dem Jungen wurde schwarz vor Augen und er hatte das Gefühl sein Kopf würde explodieren. Kraftlos wollte er sich an der Wand hinunterrutschen lassen, doch schon auf halbem Weg wurde er von etwas daran gehindert. Zittrige Finger tasteten an seinen Hals und fanden eine schwere Metallkette, fest um den schmalen Hals gelegt, vor. Nun wurde das Atmen noch schwerer.
„Genau da gehörst du hin", leise, dafür aber umso schneidender drang die so vertraute Stimmen an sein Ohr. In einer anderen Situation hätte man den Klang der Stimme für freundlich halten können, doch hier und jetzt, versprach sie nur weitere Qualen und Schmerzen.
Mit einem leisen Lachen entfernte sich der Peiniger von seinem Opfer und in den Augen des Jungen, der auf den Namen Harry hörte, schimmerte für den Bruchteil einer Sekunde Hoffnung. Hoffnung darauf, dass diese Tortur endlich ein Ende hatte. Dauerte diese doch schon Stunden – oder waren es erst Minuten gewesen? Harry wusste es nicht. Er hatte jegliches Zeitgefühl schon lange verloren.
Wie aus weiter Ferne hörte Harry ein Surren in der Luft und schon im nächsten Moment durchzog ein glühendheißer Schmerz seine, vor Blut und Schweiß schimmernde, nackte Brust. Sein Körper krümmte sich unter den Schlägen der Peitsche die von seinem Peiniger zielsicher geführt wurde. Mit jedem Schlag, mit jedem Schmerz der seinen Körper durchfuhr, verloren seine Beine mehr und mehr die Kraft seinen geschunden Körper zu tragen. Die Kette um seinen Hals schnürte ihm zunehmend die so nötig gebrauchte Luft zum Atmen ab und immer wieder hörte er das grausame Lachen seines Peinigers der sich an seinem Leid ergötzte.
Plötzlich wurde er an der Kette hochgerissen und umgedreht. Seine brennende Wange wurde gegen die kühle Wand gepresst was ihm, aufgrund seines erhitzen Körpers, eine Gänsehaut über seinen wunden Rücken jagte. Seine Handgelenke wurden hochgerissen und kaltes Metall heftete auch diese an die Wand wie schon die Kette um seinen Hals vor einiger Zeit.
Harry wimmerte hilflos als er grobe, große Hände an seinem Gürtel spürte und nur wenige Augenblicke später verlor er auch das letzte Kleidungsstück das seinen Körper bedeckt hatte. Das nächste was er fühlte war eine grobe Hand die sich in seine nachtschwarzen Haare krallte und schließlich einen unglaublichen Schmerz der ihn nicht mal mehr schreien ließ.
Danach wurde Harry von samtener Schwärze umfangen.
