Endlich kann ich euch wieder ein Update liefern, sorry das es so lange gedauert hat.
Danke fuer eure lieben Reviews ich freu mich immer riesig darueber ;)
Felicity saß mit Diggle auf der Couch, sie hatten sich chinesisches Essen liefern lassen. Der Bodyguard merkte dass das IT-Girl viel entspannter wirkte.
„Wie geht's dir wirklich?" fragte er sanft und stellte sein Essen auf den Couchtisch.
„Felicity stocherte mit den Staebchen in dem Pappkarton rum und stellte es anschließend ab, „Schlecht, ich habe Angst, mir schmeckt kaum etwas und ich habe Albtraeume. Die Tage im Buero sind der reinste Spießroutenlauf. Ich erschrecke wenn ich seine Stimme hoere und mir wird uebel sobald er seine Hand auf meinem Koerper hat."
Diggle zog scharf die Luft ein, es brodelte innerlich in ihm aber er versuchte ruhig zu bleiben, „ Wann hat es angefangen?"
„Vor vier Wochen. Es fing mit Spruechen an, dass meine Roecke zu lang waeren und meine Blusen zu hoch geschlossen. Dann ob ich einen Freund habe. Ich habe seine Blicke gesehen und mir war das ganze so unangenehm das ich Hosen getragen habe. Das hat er mir verboten, ich solle in kurzen Roecken kommen und die Haare hochstecken sonst bekaeme ich eine Abmahnung. Bei Meetings die er schlecht vorbereitet hat, hat er mich vor Kunden bloß gestellt und gesagt es waere meine Schuld. Und ich nur eine kleine dumme Blondine."
John Diggles Haende ballten sich zu Faeusten, er hatte Angst zu fragen, aber sie musste ehrlich sein, „Hat er dich geschlagen oder aehnliches?"
„An dem Tag als du mich abgeholt hast, hatte er meine Bluse geoeffnet weil sie zu hoch geschlossen war. An dem Abend bei der Gala hat es ihm nicht gepasst das ein Kunde von Oliver mich angesprochen hat. Er hat mein Handgelenk gedrueckt als wir alleine waren und gesagt ich gehoere ihm. Ich haette nicht das Recht mit anderen zu flirten. Dann hat er mich nach Hause geschickt. Tja und heute Morgen saß Amber da, als Strafe fuer mich."
John strich sich durch die Haare, es war nicht gut das Felicity weiterhin dort arbeitete, auch wenn es fuer Oliver war, „ Felicity ich kann dich bei dieser Sache nicht laenger decken, Miller ist ein Schwein. Du kannst froh sein das nichts Schlimmeres bis jetzt passiert ist. Ich habe kein gutes Gefuehl dabei. Wir sollten mit Oliver reden und er sollte ihn zur Strecke bringen."
„Nein John ich kann jetzt nicht aufgeben ich bin da auf einer ganz heißen Spur. Ich habe heute seinen Rechner durchsucht ich muss die Unterlagen nur noch auswerten, da ist etwas das weiß ich und wenn Miller auffliegt bekommt Oliver QC wieder."
„Hast du die Unterlagen hier?"
Felicity nickte stand auf und holte ihren Stick und den Laptop.
„Felicity wir werden diese Unterlagen jetzt gemeinsam durch gehen wenn da etwas ist, geb ich dir noch zwei Tage Zeit. Wenn nicht werden wir danach Oliver anrufen und ihm alles sagen ok?"
„Aber dann war alles umsonst", protestierte die Blondine
„Das ist mir egal ich lasse dich nicht laenger bei diesem Psychopathen. Wenn hier etwas ist dann hast du noch zwei Tage Zeit, wenn nicht dann beendest du es jetzt und hier."
„Ok", gab die Blondine klein laut zurueck. Sie wusste dass er recht hatte und das Miller unberechenbar war. Sie startete ihren Laptop und betete dass sie etwas finden wuerden.
„Am besten wir starten mit seinem Passwort, es ist ein Zahlencode den ich schon mal irgendwo gesehen habe, aber ich kann mich nicht genau erinnern wo", sie startete ein spezielles Programm zum Entschluesseln von Passwoertern.
„Das kann jetzt ein paar Stunden dauern, solange sollten wir die Ordner durchsuchen die ich von seinem Rechner kopiert habe", das IT-Girl tippte auf ihrem Laptop bis sich einzelne Fenster oeffneten.
„Nach was suchst du eigentlich genau?" fragte der Bodyguard
„QC muesste diesen Monat dieselben Einnahmen haben wie letzten Monat, aber die Firma hat nur die Haelfte eingenommen. Ich suche nach einem Konto auf das die Einnahmen gegangen sein koennten", gab sie konzentriert zurueck.
Sie oeffnete einen Ordner nach dem anderen, aber ohne Erfolg.
„Verdammt, das sind die letzten zwei Ordner. Irgendwo muss doch was sein", verzweifelte das IT-Girl. Sie klickte den vorletzten Ordner an und erschrak. Bilder von ihr, Amber und Kirsten der Empfangsdame. Sie waren zu sehen in der Mittagspause, auf dem Parkplatz, beim Haende waschen in der Damentoilette und vor ihrer Haustuer.
„Oh mein Gott", sie hielt sich die Haende vor ihren Mund.
„Dieses miese Schwein", entfuhr es Diggle er stand auf und schnappte sich sein Mobiltelefon.
„Was hast du vor?" fragte Felicity als sie ihre Sprache wieder gefunden hatte.
„Ich rufe Oliver an, du wirst ihm jetzt alles erzaehlen und dann werden wir diesen Bastard zur Strecke bringen."
„Du hast mir versprochen zwei Tage wenn wir etwas finden."
„Wir haben etwas gefunden, aber das traegt nicht dazu bei QC zu retten. Es zeigt nur noch mehr das wir dich schnellstens von diesem Typen fernhalten muessen."
Ein Signal an Felicitys Laptop beendete die Diskussion und beide schauten auf den Bildschirm. Das Programm zum Passwort entschluesseln war fuendig geworden.
„YES ich wusste mir kam die Zahlenkombination bekannt vor. Als ich Isabels Computer geknackt habe hatte sie dasselbe Passwort MOSKAU und das Diggle ist kein Zufall."
„Was hat Miller mit Isabel zu tun?"
„Das muss ich jetzt raus bekommen und das wird noch die ganze Nacht dauern denke ich. Du solltest lieber nach Hause gehen Dig, Lyla und Bryan warten sicher schon", sie schenkte ihm ein Laecheln.
John verzog das Gesicht, „Ich hab kein gutes Gefuehl dich hier alleine zu lassen. Miller weiß wo du wohnst, nicht das er hier in der Nacht auftaucht."
„Danke, aber ich bin die letzten Wochen alleine zurecht gekommen und ich werde es auch heute Nacht schaffen."
„Ok, schließ die Tuer ab wenn ich gegangen bin und schau nach ob alle Fenster zu sind. Und Felicity es bleibt dabei zwei Tage mehr nicht, " sein Blick deutete keine Widerworte.
„Geht klar zwei Tage und keinen Tag laenger. Und jetzt raus mit dir und ab zu deiner Familie", sagte das IT-Girl und schob ihn zur Tuer.
Diggle umarmte sie noch einmal und verabschiedete sich.
Felicity schloss die Tuer hinter sich und verriegelte sie, sie atmete durch. Ihr war doch etwas mulmig zu Mute, aber sie durfte sich nicht von der Angst ueber mannen lassen.
Sie ging zurueck an ihren Laptop und oeffnete den letzten Ordner den sie von Millers Computer gezogen hatte.
„Bingo, ich hab dich. Leg dich niemals mit einer MIT Absolventin an", murmelte sie.
In diesem Ordner befanden sich Ueberweisungen zu einem Bankaccount der definitiv nichts mit QC zu tun hatte, aber auf den eindeutig die Einnahmen des letzten Monats gingen. Es schien ein Firmenkonto zu sein, T.W. Enterprises war der Empfaenger. Diesen Namen hatte Felicity noch nie gehoert und das bedeutete das diese Firma noch nie mit QC zusammen gearbeitete hatte.
Sie gab den Namen in die Suchmaschine ihres Computers ein ohne Erfolg nichts aber auch rein gar nichts war ueber diese Firma zu finden, aber sie schien der Schluessel zu sein.
Felicity setzte ihre Brille ab, ihr Kopf droehnte es waren zu viele Informationen und Ereignisse am heutigen Tag gewesen sie brauchte eine Pause. Sie schaltete ihren Laptop aus und ging in ihr Badezimmer um sich ein heißes Bad einzulassen. Einen erneuten Alptraum wie gestern Nacht wollte sie nicht noch einmal erleben.
Das heiße Wasser lockerte die Muskeln ihres angespannten Koerpers und es sorgte dafuer dass sie diese Nacht ohne Alptraeume schlafen konnte.
