Huhu ihrs! Erstmal ein dickes, fettes Danke an s.r., vamp und sittingPencil für ihre Kommis euch knuddl
s.r.: Jaja, unser Harry weiß eben, dass man sich in dieser Hinsicht auf Hermine verlassen kann
vamp: lach Was ist SG1? Ne, im Ernst ... ich hab mich auch amüsiert als mir die Ähnlichkeit aufgefallen ist. Hab diese Story ja vor einem 3/4 Jahr fertig gestellt und erst vor einigen Wochen die neuen SG1 Folgen gesehen ... das war echt ein Erlebnis.g
sittingPencil: Heute ist es soweit, es kommt zum ersten Treffen. Ich hoff mal es wird deiner Erwartung gerecht.
1. Runde
Die zwei Tage bis zu der ersten Sitzung der Priori verliefen ohne nennenswerte Vorkommnisse. Aus den Lagern der Besucher war nichts zu hören und die Schüler hatten sich inzwischen an die Gäste gewöhnt und konzentrierten sich nun wieder auf den Unterricht.
Harry hatte in der Zwischenzeit auch Gelegenheit gehabt mit Hermine zu sprechen. Diese war überrascht gewesen, dass sich der Junge, Harry anvertraut hatte. Harry hingegen war überaus erstaunt gewesen, als Hermine ihm erzählt hatte, dass sie und Severus sich bereits über das Thema und eine mögliche Hilfe unterhalten hatten. Sie stimmten alle darüber ein, dass dem Mädchen geholfen werden musste.
Unstimmigkeiten gab es noch bei der Frage, ob sie den Schulleiter über die Situation und ihre Absichten informieren sollten. Harry und Hermine waren dagegen, Severus hingegen war der Ansicht, dass Albus auf jeden Fall darüber bescheid wissen sollte, wenn seine Lehrer sich in die Lebensweise einer magischen Gemeinschaft einmischten.
Anscheinend schien seine Argumentation doch noch auf fruchtbaren Boden zu fallen und die beiden gaben, unter der Voraussetzung, dass man bis nach der ersten Sitzung mit einem Gespräch warten sollte, nach. Severus, einverstanden mit dem Kompromiss, stimmte den beiden, oder doch wohl eher Hermine, zu.
Die große Halle war von den Hauselfen, bis auf ein paar Stühle, bereits leer geräumt worden. Albus betrachtete es zufrieden. „Schade, dass niemand von uns dabei sein kann. Nicht wahr?", hörte er Minerva neben sich sagen. „Ja, neugierig wäre ich schon. Obwohl ich nicht glaube, dass es heute schon zu einer Entscheidung kommen wird.", erwiderte der Schulleiter mit einem kurzen Lächeln. „Ah, Albus, gut dass ich dich treffe." Severus war an sie herangetreten. „Was gibt es denn Severus?"
„Hättest du heute Abend Zeit? Ich müsste etwas mit dir besprechen." Auf Albus Gesicht spiegelte sich Überraschung wieder. „Natürlich. Sagen wir um 19.30, in meinem Büro?", schlug der Schulleiter vor. Severus nickte kurz und verschwand dann in Richtung Kerker. „Was er wohl von dir will?", fragte ihn Minerva. „Was auch immer es ist meine Liebe, Hermine und Harry sind auch darin involviert." Er zwinkerte ihr kurz zu und gemeinsam verließen sie die große Halle.
Die Einrichtung der Halle war inzwischen dem Ereignis entsprechend angepasst worden. 15 Stühle, angeordnet in einem Kreis, standen in der Mitte der Halle. Drei Stühle für jedes Haus. Um die Stühle herum waren Stangen mit den Bannern der einzelnen Häuser aufgestellt und in der Mitte des Sesselkreises stand ein schmaler Tisch, auf welchem sich eine alte Holztruhe befand.
Plötzlich war ein lautes Summen zu hören und zeitgleich erschienen die 15 Priori. Sie trugen einheitlich schwarze Mäntel, hatten jedoch auf die Masken verzichtet. Jedes Haus nahm auf den für sie vorbereiteten Stühlen, Platz. Finn nickte den Vertretern der anderen Häuser höflich zu. Seitdem sie zur Priori aufgestiegen war, war sie darauf bedacht gewesen, die anderen Häuser freundlich und zuvorkommend zu behandeln. Finn sah, im Gegensatz zu anderen Vertretern, nicht so sehr die Unterschiede zwischen den Häusern, sondern vielmehr eine einzigartige Vielfalt, die sie faszinierte. Unwillkürlich musste sie lächeln. Diese Einstellung hatte sie im Laufe ihrer Ausbildung bei Charles bekommen.
Ihr Blick schweifte zu den Kalé. Braxas starrte sie böse an. Schon lange schüchterten Finn seine Blicke nicht mehr ein und dennoch, heute hatte sie das eigenartige Gefühl, Angst vor ihm haben zu müssen. Neben Braxas saß Simon Lefay. Finn bemerkte, dass dessen Blick auf jemanden neben ihr gerichtet war. Irritiert drehte sie den Kopf und sah, dass Michael dem Kalé einen äußerst eindeutigen Blick zuwarf.
„Michaels geheimnisvoller Freund kann doch unmöglich Simon sein!?", fuhr es ihr durch den Kopf. Aber es würde seine Geheimniskrämerei ihnen gegenüber erklären, setzte sie den Gedankengang fort. Kein Wunder, dass er nicht wollte, dass John das erfuhr. Finn betrachtete die beiden näher und sah, dass Simon erwartungsvoll eine Augenbraue in die Höhe gezogen hatte. Sie kannte Simon gut genug, um zu wissen, dass dieser kein Kostverächter war und Michael war, das stand außer Frage, ziemlich attraktiv.
Finn runzelte die Stirn, denn sie wusste auch, dass Simon nichts ohne die Zustimmung von Morten tat. Und das dieser diese Beziehung akzeptierte war in ihren Augen äußerst dubios. Sie musste nach der Sitzung unbedingt mit Michael sprechen.
Die Stimmen der einzelnen Personen ebbten ab und Ruhe kehrte ein. John erhob sich und schritt auf den Tisch zu. Vorsichtig öffnete er die Truhe und ein helles Licht erschien. Bedächtig hob er den Gegenstand, welcher in der Truhe gelegen hatte, heraus und legte ihn auf den Tisch. Die Truhe selbst stellte er auf den Boden.
Bei dem Gegenstand handelte es sich um einen geschliffenen Stein, welcher in den unterschiedlichsten Farben schimmerte. An den fünf Seiten des Steines waren Zeichen eingraviert und jedes von ihnen strahlte eine unheimliche Wärme aus. Der Stein selbst schien zu vibrieren und die Priori betrachteten ihn gefesselt. John war bereits zu seinem Platz zurückgekehrt, als über dem Stein ein blaues Einhorn erschien. Das 'Penta hatte die Versammlung nun offiziell eröffnet und das erste Wort, durch die Darstellung ihres Schutztieres, dem Haus der Faws erteilt.
Diese ehrten zuerst den verstorbenen Ratsvorsitzenden und lobten seine Bemühungen die Eintracht zwischen den Häusern gefördert zu haben.
Dann wurde über die weitere Vorgehensweise diskutiert. Die Faws waren dafür, eine erste, geheime Abstimmungsrunde durchzuführen. Wählbar waren alle anwesenden Vertreter. Dies stieß jedoch bei den Kalé auf Widerstand. „Wollt ihr wirklich jetzt beginnen zu wählen?", fragte Braxas in den Kreis. „Ohne euch die Argumente jener anzuhören, die am ehesten für diese Position in Betracht zu ziehen wären?", fuhr er fort.
„Glaubst du, die richtigen Argumente zu haben um von uns gewählt zu werden, Braxas?", hörte man die spöttische Stimme eines Vertreters der Minta. Braxas warf ihm einen überlegenen Blick zu. „Besser als deine sicherlich.", höhnte er. Ein aufgeregtes Stimmengewirr erhob sich und die Häuser begannen untereinander mit Beleidigungen und Verspottungen nur so um sich zu werfen.
Finn warf John einen bestürzten Blick zu. Dieser versuchte die angespannte Situation zu entschärfen, was ihm aber nicht so recht gelingen wollte. Auch Michael versuchte die Wogen zu glätten. Finn konnte sehen, dass er Simon einen bittenden Blick zuwarf, den dieser aber gekonnt ignorierte und stattdessen einen Priori der Faws weiter traktierte.
Finn hatte angenommen, dass sie bei der ersten Sitzung zu keiner Entscheidung kommen würden, aber einen Streit dieses Ausmaßes hatte auch sie nicht erwartet. Niemand schien mehr auf den anderen zu hören, geschweige denn Interesse an einem ersten Ergebnis zu haben.
Jäh erhob sie sich und ging mit festen Schritten auf den Tisch zu, fasste nach dem 'Penta' und verstaute es in der Holztruhe. Aufgeschreckt durch die plötzliche Kälte in dem Saal richteten sich alle Augen nun auf die Mitte des Kreises.
John warf ihr einen zufriedenen Blick zu. Die anderen registrierten nun auch, dass Finn das 'Penta' weggeräumt hatte und blickten sich betreten an. „Ich glaube wir sollten die Sitzung für heute beenden", sprach Finn in die Stille hinein.
Die anderen nickten und murmelten ein paar Entschuldigungen bevor sie aus der Halle verschwunden waren.
Braxas und seine Leute waren an Finn herangetreten und musterten sie verächtlich. „Ich bin immer wieder über deine schnelle Auffassungsgabe überrascht.", hörte sie Braxas sagen. „Und doch hast du anscheinend noch nicht begriffen, dass du früher oder später für deinen Verrat an mir bitter bezahlen wirst.", setzte er gehässig nach.
Wie vom Donner gerührt stand Finn da. Die Kalé hatten den Saal bereits verlassen. „Finn? Hey Kleine?", hörte sie John sagen. Sie blickte in seine freundlichen Augen und riss sich zusammen. „Hat er dir gedroht?", fragte John sie nun.
Finn nickte leicht mit dem Kopf. „Es war ja nicht das erste Mal John, und doch, dieses Mal war es so anders. Ich weiß nicht wie ich es beschreiben soll, aber ich hatte zum ersten Mal seit langer Zeit wieder Angst vor ihm.", erklärte Finn. „Das Treffen ist irgendwie ziemlich aus dem Ruder gelaufen.", äußerte John sich nun. „Wir sollten nun in unser Lager zurückkehren. Michael, nimmst du bitte die Truhe?" Gemeinsam teleportierten sie sich in ihr Zelt.
