Kapitel 4: Abreise nach Hogwarts
Mrs.
Weasley, Charlie, Fred und Gorge, Ron, Harry und Hermine saßen
an dem langen Esstisch in der Weasley Küche. Professor
McGonagall stand am Fenster und starrte in die Dunkelheit hinaus.
Als die Stille des Raumes durch ein dreifaches 'Plopp'
zerschnitten wurde, sprang Mrs. Weasley von ihrem Stuhl auf. Sie sah
die angekommenen Ordensmitglieder der Reihe nach an und ihre Augen
weiteten sich vor Entsetzen.
„Wo ist Bill, Arthur?"
„Molly.
Er …."
„Ist tot nicht war?" Mrs. Weasley brach in
Tränen aus. Mr. Weasley kam zu ihr und nahm sie in den Arm. Die
Zwillinge sahen geschockt aus, was Harry noch nie bei ihnen gesehen
hat. Aber auch Charlie und Ron hatten die Sorge in ihren Gesichtern
stehen. Hermine schluchzte leise neben ihm, worauf Harry sanft seinen
Arm um sie legte, damit sie sich sicher fühlen konnte.
„Molly,
Schatz beruhige dich bitte," sagte Mr. Weasley „Bill ist nicht
tot, er ist im St. Mungos. Er wird aber nicht lange da bleiben
müssen. Also beruhige dich, Molly Liebling:"
„Nicht tot?
Oh Arthur ich muss zu ihm!" Sie schluchzte immer noch und ihre
Augen füllten sich erneut mit Tränen als sie ihren Ehemann
ansah.
„Ok, Molly ich komme mit zu ihm." Kurze Zeit später
waren Mrs. und Mr. Weasley weg.
Die Zwillinge wollten zwar mit
aber Mr. Weasley hatte es allen verboten, da Bill jetzt unbedingt
Ruhe brauchte, aber er versprach ihnen, das sie Bill am nächsten
Tag besuchen dürften.
„Wo sind eigentlich deine
Gäste?" fragte Remus, als er sich erschöpft auf den
Stuhl sinken ließ.
„Sie sind alle nach Hause gegangen,"
antwortete Harry, aber sein Blick ruhte dabei auf Rowena, die seit
ihrer Ankunft nichts gesagt hatte und ihr Blick wirkte noch trauriger
als je zuvor. Er fragte sich warum sie eigentlich immer so traurig
war, traute sich aber nicht sie nach dem Grund zu fragen und sicher
würde ihn das auch nichts angehen. „Wir haben dafür
gesorgt, dass sie alle sicher nach Hause kommen Remus," erklang die
Stimme von Professor McGonagall, die ihre
Sprache wieder
gefunden zu haben schien.
„Aber jetzt erzählt doch erstmal
was eigentlich geschehen ist," forderte McGonagall die beiden
Ordensmitglieder auf. Rowena sah sie nur kurz an, ging dann zu einem
Fenster und starrte in die Dunkelheit, so wie es Professor McGonagall
bei ihrer Ankunft getan hatte. Also erzählte Remus den neugierig
blickenden Personen am Tisch was sich an diesem Abend noch ereignet
hatte.
Als er die Stelle erreichte wo sie auf Wurmschwanz
getroffen waren hielt Harry den Atem an. Er konnte auf einmal nicht
mehr klar denken und seine Gedanken kreisten nur noch um diesen
miesen Verräter.
Was Remus aber nicht erzählte war der
Zwischenfall zwischen Rowena und Peter und dafür war sie ihm
auch unendlich dankbar. Den die anderen mussten nicht wissen, das sie
beinahe die Kontrolle über sich verloren hätte. Außerdem
sollte noch niemand wissen, dass sie mit Sirius Black verheiratet
war. Obwohl sie es gerne in die Welt hinaus schreien würde, aber
es war noch zu gefährlich für sie, denn das würde sie
wohl zur Zielscheibe machen, da jeder glauben würde das sie ihre
Stelle als Aurorin missbraucht hätte, um Black aus Askaban zu
befreien.
Es herrschte tiefes Schweigen nachdem Remus seinen
Bericht beendet hatte.
Harry realisierte gerade erst, was Remus
da gesagt hatte. Sie haben Peter geschnappt. Das hieß, dass
Sirius Name rein gewaschen würde und er nun nicht mehr Schnuffel
sagen musste, wenn er von ihm redete. Harry war unendlich erleichtert
aber auch zutiefst enttäuscht darüber, dass Peter erst
jetzt, da Sirius tot war entdeckt worden war. Sein Magen zog sich
zusammen und er spürte, wie eine neue Welle der Tauer über
ihm zusammen schlug.
„Wo ist die feige Ratte jetzt?" fragte
Harry und sah Remus dabei direkt in die Augen.
„Tonks und Mad
Eye bringen ihn gerade zu Fudge und Dumbledore müsste ihnen
gerade folgen.
„Zum Glück haben wir keine Verluste
erlitten," sagte McGonagall und riss Harry damit aus seinen
Gedanken um Peter.
„Wichtig ist jetzt erstmal, das Kath und
Bill wieder auf die Beine kommen.
Nachdem sie den Satz beendet
hatte kamen Mrs. und Mr. Weasley vom St. Mungos zurück. Ron und
die anderen Weasleys sprangen auf und wollten sofort wissen, wie es
Bill ging.
„Ihm geht es schon wieder viel besser Kinder,"
seufzte Mrs. Weasley erleichtert auf.
Harry sah, dass sich Rowena
zu entspannen schien, da ihre Schultern leicht nach unten gesackt
waren, so als ob man ihr eine Zentnerlast abgenommen hätte.
„Wann kommt er wieder nach Hause?" fragten die Zwillinge und
Ron wie aus einem Mund.
„Er wird 2 -3 Tage im St. Mungos
bleiben müssen. Aber ihm ging es wirklich schon wieder gut,"
sagte Mr. Weasley und schaute zu Rowena herüber. „Er muss sich
jetzt nur gut ausruhen und das sollten wir auch tun, es ist schon
spät und es war ein langer Tag. Aber wo ist denn eigentlich,
Ginny?" fragte Mr. Weasley die anderen.
„Sie ist schon Bett,
Dad. Ihr ging es nicht so gut," antwortete Ron
„Ich hoffe
doch das sie nicht krank wird," sagte Mr. Weasley.
„Ich denke
wir sollten auch mal gehen Rowena, es war ein langer Tag heute und
etwas Ruhe würde uns allen jetzt ganz gut tun." Remus ging
während er sprach auf Rowena zu. "Wir sehen uns Morgen."
Rowena nickte denn andern zum Abschied nur kurz zu und sie
disapperirten beide aus dem Fuchsbau.
„Rowena sah sehr
mitgenommen aus," sagte Professor McGonagall, die sich ebenfalls
von ihrem Stuhl erhoben hatte. „Sie tut mir richtig leid, sie hat
in letzter Zeit so viel durchgemacht und jetzt das." McGonagall
schüttelte leicht den Kopf. „So ich werde dann jetzt auch
gehen. Wir sehen uns in der Schule wieder ihr drei." Ihr Blick
ruhte auf Ihren drei Schülern. „Und wir sehen uns sicher
morgen im Hauptquartier." Sie nickte Arthur und Molly zu und
diesapperirete ebenfalls.
„So und ihr geht jetzt auch alle zu
Bett. Ab mit euch." Mrs. Weasley scheuchte ihre Söhne, Hermine
und Harry aus der Küche. Sie gingen auch alle ohne Anstalten zu
machen ins Bett.
Harry und Ron unterhielten sich noch ein
bisschen über den vergangenen Tag, aber schliefen doch beide
während des Gespräches ein.
Die
nächsten Tage verliefen recht ereignislos. Alle waren wahnsinnig
erleichtert, dass Bill wieder zu Hause war und es ihm wieder gut
ging.
Als Harry an diesem Morgen jedoch die Küche berat,
grinsten ihn die Zwillinge breit an und Ron wedelte ganz aufgeregt
mit dem Tagespropheten. „Morgen, Harry komm schnell das musst du
lesen!"
„Morgen," sagte Harry und ging auf Ron zu der immer
noch Wild mit der Zeitung winkte. „Wo sind den die anderen?"
„Ach, das ist doch jetzt egal!" drängelte Ron ihn
ungeduldig. Hier lies erstmal." Harry setzte sich und nahm den
Tagesprophet in die Hand. Augenblicklich weiteten sich seine Augen,
als er auf die Titelseite blickte.
Sirius Black unschuldig !!
Wie
uns das Zaubereiministerium heute mitteilte, ist der vor 16 Jahren
wegen mehrfachen Mordes verurteilte Mörder Sirius Black
unschuldig.
Vor einigen Tagen wurde der für tot gehaltene
Peter Pettingrew verhaftet, als er einen Auroren, der ihn erkannte
angriff. Unter dem Druck des Verhöres des Zaubergamots gestand
Pettingrew, die Potters an Du–weißt–schon–wer verraten zu
haben. Ebenfalls gestand er, den Mord an den 13 Muggeln begangen zu
haben, als Black ihn für den Verrat an den Potters zur
Rechenschaft ziehen wollte.
Pettingrew soll in den nächsten
Tagen nach Askaban überführt werden um dort eine
lebenslange Haftstrafe anzutreten.
Leider kam diese Verhaftung für Black zu spät, da er schon vor einigen Monaten von Todessern getötet wurde (der Tagesprophet berichtete über den Vorfall) als er sein Versteck aufgab, um einen Angestellten des Ministeriums zu unterstützen.
Harry
las sich den Artikel mehrmals durch, bevor er die Zeitung ablegte.
„Er
sollte von den Dementoren geküsst werden. Natürlich wird
auch nicht erzählt, was wirklich mit Sirius passiert ist und wie
diese Ratte gefangen worden ist. Von einer Entschuldigung will ich
gar nicht erst reden."
Die
Weasley Brüder sahen Harry verdutzt an, sie hatten eigentlich
gedacht das er sich darüber freuen würde, dass Sirius für
unschuldig erklärt worden war.
„Harry,
meinst du das ernst mit dem Kuss?" fragte Ron und ahnte schon seine
Antwort.
„Ja,
Ron! Diese Ratte hat meine Eltern auf dem Gewissen und mich den
Dursleys ausgeliefert. Er hat dafür gesorgt, dass Voldemort
zurück ist und ich deshalb auch Sirius verloren habe! Er soll
dafür büssen bis in alle Ewigkeit!" Harry war
aufgesprungen und hatte dabei den Stuhl umgeworfen. Durch den Lärm
aufmerksam geworden kamen Mrs. Weasley und Remus ins Haus gelaufen.
Sie sahen Harry mit vor Wut verzerrtem Gesicht in der Küche
stehen.
„Harry,
wa…" Remus packte Molly
am Arm und deutete mit seinem Blick auf die Zeitung.
„Komm
Harry wir gehen etwas spazieren." Mrs. Weasley verstand die Absicht
von Remus und forderte ihre Söhne auf, ihr zu helfen den Garten
zu entgnomen.
Harry
und Remus liefen eine Weile schweigend nebeneinander her. Es wurde
langsam wieder kühler, da der Herbst mit großen Schritten
näher rückte. Der Weg, den sie eingeschlagen hatten, führte
vom Fuchsbau zu einem nahe liegenden Wald.
Es
duftete nach feuchten Moos und Laub. Die Sonnenstrahlen durchbrachen
an einigen Stellen das Laub der Bäume und spendete so ein wenig
Licht.
Harry
merkte, dass die Ruhe des Waldes ihm gut tat. Er hatte das Gefühl,
mit jedem Atemzug diese Ruhe in sich einzusaugen.
„Es
tut gut hier zu sein nicht wahr?" drang die Stimme von Remus an
sein Ohr.
„Ja.
Es ist alles so friedlich hier, ich wünschte nur …" Harry
brach den Satz ab, doch Remus wusste was er sagen wollte und legte
ihm die Hand auf seine Schulter.
„Du
wünschst dir das deine Eltern und Sirius hier wären, nicht
war? Vor allem deine Eltern!" Harry nickte. „Harry sie sind alle
bei dir. Du trägst sie in deinem Herzen. Außerdem hast du
Freunde die dir beistehen und sich um dich sorgen. Außerdem…"
Remus stockte als ob er seine nächsten Worte genau abwägen
müsste.
„Außerdem
was?" Bohrte Harry nach.
„Außerdem
hast du auch Rowena und mich an deiner Seite." Harry hatte das
Gefühl, das Remus eigentlich etwas anderes sagen wollte, aber er
hielt es für besser, nicht weiter nachzufragen, stattdessen
lenkte er das Gespräch auf ein anderes Thema das ihn schon
länger beschäftige.
„Warum
sieht Rowena eigentlich immer so traurig aus, Remus?" Remus blieb
abrupt stehen und sah zur einer Baumkrone hinauf auf der gerade ein
Eichhörnchen herumtollte.
„Weil
sie vor kurzem einen tragischen Verlust erlitten hat, Harry. Genauso
wie du." Remus sah nun Harry wieder an und Harry spürte erneut
dieses brennen in seiner Brust, das er seit dem Tod von Sirius öfter
hatte.
„War
etwas zwischen ihr und Sirius?" Remus überraschte es nicht,
dass Harry durchschaut hatte, was er nicht aussprechen wollte.
„Ja,
Harry da war was. Ich möchte dich aber bitten, mit niemandem-
und ich meine niemandem- darüber zu reden. Rowena und Sirius
waren mehr als nur Freunde. Sie waren sogar mehr als nur ein Paar.
Sie waren Seelenverwandte uns sie waren außerdem verheiratet."
Harry wollte seinen Ohren nicht trauen. Hatte Remus da gerade
verheiratet gesagt?
„Warum
hatte er mir es nie erzählt?"
„Das
ist einfach erklärt, Harry. Die beiden haben kurz vor dem Tod
deiner Eltern geheiratet. Es wussten bis heute auch nur deine Eltern,
der Pfarrer und ich."
„Aber
warum?" Harry sah Remus verständnislos an.
„Eigentlich
wollte Rowena nur verhindern, dass Peter es erfährt, weil sie
ihm nie vertraut hat- zu Recht, wie wir heute wissen. Als Sirius dann
verhaftet wurde dufte sie es nicht zugeben, da Rowena eine Aurorin
ist. Man hätte ihr Befangenheit vorgeworfen und ihr nicht
erlaubt nach Askaban zu fahren Wahrscheinlich wäre sie auch der
Mittäterschaft beschuldigt worden. Sowohl beim Mord, als auch
bei der Flucht." Harry begriff, was Remus damit sagen wollte.
„Es
muss schrecklich für beide gewesen sein, nicht öffentlich
zueinander stehen zu können." Remus hatte den Blick
gedankenverloren auf den Boden gerichtet.
„Ja,
Harry, das war es." Harry und Remus wirbelten herum um zu sehen wer
das gesagt hatte, obwohl es beiden schon klar war. Hinter ihnen stand
Rowena und Remus bekam eine schlechtes Gewissen.
„Rowena.
Es tut mir leid. Ich …"
„Ist
schon ok, Remus, wenn einer das Recht hat, das zu erfahren dann
Harry. Außerdem habe ich keine Lust mehr auf diese
Heimlichtuerei."
„Ich
wollte es aber eigentlich dir überlassen, Rowena. Aber ich habe
mich verplappert und Harry ist nicht blöd. Sag mal, woher
wusstest du eigentlich wo du uns finden kannst?"
„Du
weißt doch John, ich finde dich immer." Sie grinste Remus
frech an, weil sie jetzt genau wusste was kam.
"Du
sollst mich nicht immer…"
„John
nennen ja ich weiß, John..." Ihr Grinsen wurde noch breiter
„Außerdem habe ich Molly gefragt, wo ich euch finden kann."
Sie zwinkerte Harry zu, der sich köstlich darüber
amüsierte, wie sie Remus den Protest vermasselt hatte. Harry war
sehr erleichtert darüber, dass Rowena jetzt nicht sauer auf
Remus war, denn er hätte sich sonst sehr schuldig gefühlt.
„Remus,
Albus erwartete dich im Hauptquartier, ich begleite Harry zurück
zum Fuchsbau."
„In
Ordnung, danke Rowena. Harry ich weiß nicht, ob wir uns noch
mal sehen bevor du nach Hogwarts fährst. Ich bitte dich pass'
auf dich auf. Wenn dir irgendetwas komisch vorkommt, wende dich an
Rowena. Sie wird dir beistehen. Es wird mit Sicherheit ein
gefährliches Jahr für uns alle."
„Ich
werde aufpassen, versprochen. Und ich bin froh, dass ich Freunde
meiner Eltern an meiner Seite habe. Remus lächelte Harry an und
ließ seinen Blick einen Moment lang auf ihm ruhen.
„Wie
ich schon sagte, die Rumtreiber sind immer bei dir, Harry." Remus
umarmte seine Cousine noch zum Abschied.
„Du
hältst mich auf dem Laufenden, ja?"
„Mache
ich, sei vorsichtig Remus." Er nickte und verschwand im Nichts.
Rowena und Harry unter hielten sich während des gesamten Rückweges über Sirius und das tat Harry wirklich gut. Endlich gab es da einen Menschen, der seine Trauer und seinen Schmerz verstehen konnte. Aber er war erleichtert, dass sie nicht über seinen Tod redeteten. Noch nicht wenigstens. Als sie das Haus der Weasleys erreichten war Mrs. Weasley gerade mit Charlie zur Winkelgasse gereist, um dort die neuen Schulsachen zu besorgen.
„Ich
denke ich bleibe noch hier bis Molly oder Arthur wieder hier sind und
dann mache ich mich auf den Weg," sagte Rowena zu Bill, der darüber
erleichtert zu sein schien, nicht der einzige Erwachsene im Haus zu
sein.
Ron,
Hermine und Ginny gesellten sich zu ihnen und sie unterhielten sich
über die verschiedensten Dinge. „Was werden wir eigentlich im
Nächsten Jahr in Verteidigung gegen die dunklen Künste
lernen, Rowena?" Hermine sah sie erwartungsvoll an. Rowena lächelte
sie an. „Da wird du dich schon gedulden müssen Hermine, aber
ich verspreche dir, es wird bestimmt nicht langweilig werden."
Sie
verbrachten den ganzen Nachmittag zusammen und es war richtig lustig.
Hermine versuchte immer wieder, bei Rowena heraus zu finden, was sie
denn im Unterricht durchnehmen würden, aber sie sagte ihnen
keinen Ton darüber.
Am
späten Nachmittag war Rowena in den Garten verschwunden um etwas
Luft zu schnappen und die vier Teenager waren in Rons Zimmer
gegangen, um sich dort ein wenig zu unterhalten. Bis sie plötzlich
von draußen eine
wunderschöne Stimme singen hörten.
Und
wieder bin ich ganz allein,
ein
Botengang mit Höllen Qualen.
Ich
will kein Geld von euch, mein Herr,
das
ist mit Geld nicht zu bezahlen.
Die
Nacht ist schon so nah –
Fast
könnt´ ich glauben, er wär da.
Ich
ziehe oft allein umher,
wenn
alle andern Menschen schlafen.
Wie
oft hab ich mich von ihm geträumt,
und
dass wir uns im Dunkeln trafen.
Der
Mond am Himmelszelt
führt
mich in meine eigne Welt.
Die Vier drängten sich ans Fenster und waren ganz erstaunt, dass es Rowena war, die da sang. Sie hatten das Fenster nun weit geöffnet, um Rowena besser hören zu können.
Nur
für mich,
im
Stillen ist er bei mir.
Ganz
allein durchwachen wir die Nächte.
Dann
fühl ich,
sein
ferner Arm berührt mich,
und
wenn ich mich verlauf, schließ ich die Augen
und
er führt mich.
Regen
fällt, die Straße fließt wie Silber.
Nebel
steigt, im Fluß verwehn die Lichter.
Dunkle
Bäume, die Zweige schwer von Sternen,
und
alles was ich seh, sind unsre ewigen Gesichter.
Hermine
und Ginny hatten schon die Tränen in den Augen stehen und Ron
starrte mit offenem Mund aus dem Fenster, nur Harry wusste wen sie
mit diesem Lied meinte.
Doch
ich weiß es kann ja nie gescheh´n,
denn
ich red nur mit mir selbst und nicht mit ihm.
Ja,
ich weiß er hat mich überseh´n, ganz egal ich muß
zu ihm steh´n.
Ich
lieb ihn,
doch
geht die Nacht vorüber,
ist
er fort der dunkle Fluß wird trüber.
Er
fehlt mir - die Welt verliert die Farben,
die
Bäume kahl, die Menschen fahl,
die
Straßen voller Narben.
Ich
lieb ihn – ich lieb ihn – ich lieb ihn
Doch
nur für mich allein.
Ginny
und Hermine fingen laut an zu schluchzen, als Rowena das Lied
beendetet hatte. Als sich die Drei vom Fenster wegdrehten, sahen sie
das Harry fort war.
„Wo
ist er den hin?" frage Ron die ratlos drein sehenden Mädchen.
Harry
war auf dem Weg zum Garten. Er wollte mit Rowena reden, denn das, was
er da gerade gehört hatte, zeigte ihm, wie sehr sie unter dem
Tod von Sirius zu leiden schien.
Als
er den Garten erreichte saß sie auf einer Bank. Er ging auf sie
zu und als sie ihn bemerkte fing sie an zu lächeln.
„Harry,
ich habe mich schon gefragt wann du runter kommst."
„Du
hast uns gesehen?" Er sah sie verwundert an. „Wir wollen dich
nicht belauschen Rowena, das musst du mir glauben." Rowena lachte
und Harry kam sich irgendwie dumm vor. „Ach Harry, wenn es mich
gestört hätte, dass mich jemand hört, dann hätte
ich bestimmt nicht hier gesungen, oder?" Harry war jetzt richtig
verlegen und wusste nicht, was er jetzt sagen sollte. „Ich denke,
ich weiß warum du runter gekommen bist Harry."
„Ach
ja?"
„Ja,
du möchtest dich doch sicher mit mir über das Lied und
Sirius unterhalten. Stimmts?"
„Nun
ja, eigentlich, na ja - " Harry wollte es ihr eigentlich nicht
sagen, aber er wusste auch, dass sie ihn durchschaut hatte.
„Komm
schon Harry, hör auf dich rumzudrücken." Sie lächelte
ihn sanft an.
„Also
gut, du hast Recht. Dein Lied klang so traurig und du siehst immer so
traurig aus, also dachte ich, dass…"
„Ich
Sirius genauso vermisse wie du?"
„Ja."
So jetzt war es raus und Harry fühlt sich irgendwie erleichtert.
„Wann habt ihr euch denn kennen gelernt?"
Rowena
sah zum Himmel hinauf und ihr Blick verschleierte sich, so als ob sie
in eine andere Welt eintauchen würde.
„Es
kommt mir vor, als ob wir uns in einem anderen Leben gekannt hätten.
Wir haben uns in meinem ersten Jahr in Hogwarts kennen gelernt, durch
Remus natürlich, und ich kann dir sagen, wir konnten uns am
Anfang überhaupt nicht ausstehen. Er war ein so arroganter und
Selbstverliebter Kerl. Genau wie dein Vater, aber als sie im sechsten
Jahr waren haben sie sich beide schlagartig verändert. Das war
auch das Jahr in dem wir uns ineinander verliebten."
Harry
hörte ihr aufmerksam zu und saugte ihre Worte förmlich in
sich auf. „Warum haben sich Sirius und Dad denn plötzlich so
verändert?" wollte Harry wissen. Rowena sah Harry jetzt an,
aber ihr Blick blieb weiterhin wie verschleiert. „Das weiß
ich nicht, Harry. Ich weiß nur, dass sie sich verändert
hatten, vielleicht sind sie einfach erwachsen geworden. Deine Mutter
hatte es allerdings früher erkannt als ich, aber sie verbrachte
ja auch mehr Zeit mit ihnen wie ich, da ich abends nur selten bei
ihnen war."
„Wieso
nur selten, warst du den nicht auch in Gryffindor?" Harry war
überrascht, dass sie das sagte, denn er war immer davon
ausgegangen das sie auch eine Gryffindor gewesen ist.
„Nein
Harry, ich war keine Gryffindor, das war ja auch einer der Gründe,
warum mich Sirius nicht leiden konnte. Ich war eine …"
„Hallo
ihr beiden," erschallte die Stimme von Mrs. Weasley aus dem Haus.
„Ich habe das Abendbrot fertig, kommt essen." An dieser Stelle
hätte Harry Mrs. Weasley am liebsten den Hals umgedreht, denn er
wollte doch wissen in welchem Haus sie war, aber Rowena war bereits
aufgestanden, um ins Haus zu gehen. „Wir kommen Molly. Ich erzähle
dir ein anderes Mal, wie es weiter ging, da wir uns ja bald jeden Tag
sehen werden, wird sich sicher noch eine Möglichkeit ergeben, in
der ich dir das alles erzählen kann." Harry musste sich damit
abfinden, dass er an diesem Tag wohl nichts mehr erfahren würde,
also gingen sie zusammen zurück ins Haus.
Während des Abendessens sprachen die beiden nicht mehr über Sirius, obwohl Harry merkte das seine Freunde auf glühenden Kohlen saßen, da sie unbedingt wissen wollten, worüber er mit Rowena geredet hat. Als sich Rowena von allen verabschieden wollte sprang Harry auf. „Ähm, Rowena kann ich dich noch mal Kurz Sprechen?"
Rowena nickte ihm zu und sie verließen Gemeinsam die Küche. Hermine sah Ron Verwirrt an aber er zuckt nur mit den Schultern.
„Was ist denn Harry?"
„Ich wollte dich nur fragen, ob ich mit Ron und Hermine über dich und Sirius reden darf? Sie werden mich gleich bestimmt fragen worüber ich mit dir gesprochen habe, " Rowena schenkte ihm erneut ein sanftes lächeln. „Ja Harry, das kannst du machen, schließlich sind es deine besten Freunde und vor denen sollte man keine Geheimnisse haben. Das tut einer Freundschaft nicht gut. Aber sprecht sonst mit keinem darüber, ja. Ich möchte es selber machen, wenn die Zeit dazu gekommen ist, " Sie sah Harry nun bittend an und er verstand sie nur zu gut. Wenn es in der Schule die Runde machen würde könnte sie gleich wieder abreisen.
„So jetzt muss ich aber wirklich los", sie gingen gemeinsam zurück zur Küche. Dort verabschiedete sich Rowena von allen und disapperierte. Harry sah die fragenden Blicke seiner Freunde.
„Wir reden gleich, " sie nickten ihm zu und fingen an Mrs. Weasley beim abräumen des Tisches zu helfen.
Nach dem Abräumen schickte Mrs. Weasley sie in ihre Zimmer, um ihre Sachen packen. Aber Hermine und Ron dachten noch gar nicht daran, ihre Sachen zu packen, sie wollte erst wissen, was Harry Rowena zu besprechen hatte.
Als sie in Ron Zimmer kamen ließ sich Harry auf sein Bett sinken. Ron und Hermine ließen sich auf Ron´s Bett nieder.
„Also raus mit der Sprache, Harry was läuft das zwischen der neuen Professorin und die", das breite grinsen von Ron zeigte Harry das er seine frage nicht ernst meinte, aber ließ sich den spaß nicht nehmen die beiden noch etwas zappeln zu lassen. „Ich weiß wirklich nicht wo von du redest Ron?" Das grinsen was Harry jetzt auf gesetzt hatte hätte seinem Vater alle Ehre gemacht.
„Komm schon Harry du weißt was ich meine", Rons Finger Trommelteten auf seinen Beinen. Harry genoss es in vollen zügen auch mal ein Geheimnis vor seinen Freunden zu haben.
„Es Tut mir ja Leid Ron, aber wenn ich dir es erzählen würde wäre ich gezwungen dich zu töten. Außerdem habe ich Rowena versprochen das ich nichts sage, " Harry musste sich ein lautes lachen verkneifen. Denn Ron hat sich auf die Knie fallen lassen und flehte ihn gerade zu an es ihm zu erzählen.
„Also Ron haste du den Überhaupt keine würde? Hermine zog ihn wieder auf das bett und schüttelte dabei den Kopf. „Komm schon Harry erzähl es uns, sonnst kann der arme Ron diese Nacht nicht schlafen."
„Und die arme Hermine bekommt auch kein Auge zu", konterte Ron.
„Also gut ich erzähle es euch ja schon, aber ihr müsst mir schwören, dass ihr es Keinem sagt, sonst braucht Rowena ihr neue Stelle gar nicht an zutreten." Harry sah seine Freunde eindringlich an und sie begriffen das es Harry ernst damit war, also gaben sie ihm ihr Ehernwort und Harry begann ihnen alles zu erzählen was er über sie wusste.
Nachdem er mit dem erzählen fertig war, sah er das seine Freunde Ihn mit offenen Mündern anstarrten.
„Du machst Witze Harry," sagte Ron der als erster seine Stimme wieder gefunden hatte.
„Nein Ron ich mache keine Witze du kannst sie gerne fragen, wenn du willst."
„Rowena und Sirius, wer hätte den das ahnen können."
„Du sagtest sie haben heimlich geheiratet, Harry?" Nun war es Hermine die sich zu Wort meldetete.
„Ja, sie haben heimlich geheiratet. Was stört dich daran Hermine?" Harry war überhaupt nicht klar was daran nicht stimmen könnte.
„Nun ja Harry es ist so du sagtest, das nur der Pfarrer darüber bescheid weiß, jetzt stellt sich mir die Frage ob die Ehe dann rechtsgültig ist in der Zaubererwelt. Bei den Muggeln muss man ja auch Standesamtlich heiraten, damit auch der Staat weiß dass aus Miss Lupin Misses Black geworden ist. Ich kann mir nicht vorstellen das es in der Zaubererwelt anderes ist."
„Ja aber du vergisst das sie Ja immer noch Lupin heißt; Hermine, " Warf Ron in das Gespräch ein.
„Das spielt aber keine Rolle in der Muggel Welt Ron. Normaler weise leibt ein Ehepaar ja auch zusammen und es gibt noch viele andere Dinge die sich Rechtlich ändern wenn man Verheiratet ist."
„Stimmt Hermine hat recht, aber wie sieht es damit in der Zaubererwelt aus. Ich kann sie ja schlecht darauf ansprechen, das wäre doch ziemlich unhöflich, " Harry sah Hermine ratlos an. Sie schien sich gerade viele Gedanken darüber zumachen, wie man das herausfinden kann.
„Ich hab's," Sagte sie und die beiden Jungs sahen sie verdutzt an. „Sobald wir in Hogwarts sind werde ich in der Bücherei nach dem Buch suchen, wo die Zauberergesetzte drin stehen. Da werden wir bestimmt eine antwort drin Finden." Ron murmelte etwas vor sich ihn was stark noch „Immer diese Bücher," klang. Aber Harry Fand die Idee nicht schlecht.
„So jetzt sollten wir aber wirklich Packen, sonst bekommen wir unseren Zug Morgen nicht," mit diesen Worten verließ Hermine das Zimmer. Nachdem Ron und Harry mit Packen fertig waren gingen sie zu Bett.
„ich freue mich so endlich wieder nach Hogwarts zu können, aber am meisten freue ich mich schon darauf wieder Quiddich spielen zu können," Ron hatte den Glanz in seinen Augen, denn Harry auch immer bekam wenn er über Quiddich sprach.
„Ja Ron mir geht es ganz genau so, aber eines stehe fest."
„Was" wollte Ron wissen.
„Dieses Jahr holen wir und zusammen den Pokal!" Die beiden Jungen fingen anzulachen.
„Jaaaah, wir holen uns den Pokal, Harry," Ron´s Stimme klang fest entschlossen diesen Gedanken auch in die Tat umzusetzen.
Am Nächsten Morgen herrschte das Chaos im Fuchsbau. Die 4 Hogwartsschüler hatten verschlafen und mussten sich nun beeilen, damit sie Ihren Zug nicht verpassen. Mr. Weasley konnte Glücklicherweise den Fahrenden Ritter an halten der sie zum Bahnhof brachte. Als die Schüler dort ankamen hatten sie noch 10 Minuten um das Gleis 9 3/4 zu erreichen. Hermine und Ginny gingen als erste durch die Barriere und liefen dann zum Zug, kurz darauf kamen Harry und Ron auch sie rannten auf den Zug zu. Sie kamen knapp vor dem Zug zustehen und schmissen ihr Gepäck durch die Tür in den Zug. Hermine und Ginny hatten Hilfe von Dean und Sean bekommen zwei weitern Gryffindor Schülern. Als Ron, Ginny; Hermine und Harry Im Zug waren rief ihnen Mrs. Weasley noch zu das sie auf sich aufpassen sollten und Ihren Kopf aus jedem Abenteuer heraus halten sollten. Die 4 winkten Mrs Weasley noch zu und dann setzte der Zug sich in Bewegung.
„Endlich geht es wieder auf nach Hogwarts," rief Ron und die anderen fingen an zu lachen. Nun machten sie sich auf den weg um ein Abteil zu finden. Als sie eines gefunden hatten, meinte Hermine zu Ron. „Wir müssen erst noch mit den anderen Vertrauensschülern treffen Ron."
„Ach ja das hätte ich ja fast vergessen." Ron schlug sich mit der Hand vor den Kopf.
„Na dann wünsche ich euch beiden viel Spaß in der Zeit mache ich es mir hier mit Ginny gemütlich." Harry schenkte seinen freunden wieder ein breites Grinsen, der ihn einen bösen blick von Ron einbracht. Die beiden machten sich also auf den weg. Kurz nach dem sie fort waren Kamm Neville ins Abteil.
„Hallo Harry wie geht es dir?"
„Gut Neville Komm rein und setz dich."
Neville blieb bei Harry und Ginny und sie erzählten sich was den in den Ferien alles passiert war. Nach einer Stund kamen auch Ron und Hermine dazu und Harry erlebt die wohl ruhigste Reise die Harry jemals nach Hogwarts hatte.
