Disclaimer: Ich verdiene keinerlei Geld damit und so gut wie alles gehört JKR

Die Story scheint zwar nicht auf allzu viel Begeisterung zu stoßen, aber da sie eh schon fertig ist kann ich sie ja auch vollständig posten, wer weiß...vllt finden sich ja doch noch ein paar Leser :)

2. Kapitel: Der erste Tag

Als Ruthie am nächsten Morgen aufwachte wusste sie zunächst nicht wo sie war. Dann blickte sie sich um und langsam fielen ihr die Ereignisse des letzten Tages wieder ein. Sie war jetzt in Hogwarts und sie war nach Gryffindor gekommen, so wie sie es gehofft hatte. Aber irgendwas war da noch gewesen, etwas unangenehmes. Und da viel es ihr wieder ein, sie hatte gestern zum ersten Mal Jess McSullivan gesehen und hatte das Gefühl gehabt, dass er wundervoll aussähe. Aber so würde es nicht weiter gehen! Ruthie nahm sich vor, keinen Gedanken mehr an diesen nichtsnutzigen McSullivan zu verschwenden und sich auf den Unterricht zu konzentrieren. Sie wusste, dass es funktionieren würde, denn sie hatte schon immer einen sehr starken Willen gehabt. Nachdem sie diesen Entschluss gefasst hatte sprang sie munter aus dem Bett und fing an sich anzuziehen.

„Hey, bist du endlich wieder ansprechbar? Das war gestern Abend ja schlimm mit dir, nur wegen diesem Jess!", Susan war wach geworden.

„Ach, ich war gestern Abend nur müde, mit diesen Jess hatte das gar nichts zu tun, hab ich denn gestern Abend noch viel verpasst?" Susan sah ihre Freundin erstaunt an, sie war wie ausgewechselt. Andererseits hatte sie das bei Ruthie schon oft erlebt und so beschloss sie, die Sache auf sich beruhen zu lassen.

„Ne, eigentlich ist nichts mehr passiert, wir haben nur unsere Stundenpläne bekommen, ich hab auch einen für dich. Warte ich geb ihn dir." Ruthie warf einen Blick auf den Stundenplan und stellte fest, dass sie diesen Tag mit einer Doppelstunde Kräuterkunde beginnen würden, zusammen mit den Slytherins.

„Danke! Aber sag mal wer sind den die anderen Mädchen in unserem Jahrgang, ich kenne von ihnen nur Amber."

„Ach ja, das hätte ich fast vergessen, dass sind Nathalie, Helena und Ginny. Und stell dir vor, Ginny ist die Enkelin von den berühmten Freunden von Harry Potter!", eröffnete ihr Susan.

„Du meinst von Ron und dieser Hermine, oder? Das ist ja total cool, weißt du ob sie Harry kennt?", Ruthies Neugier war geweckt.

„Ne keine Ahnung, aber wir können sie ja nachher mal fragen."

„He, ihr zwei, worüber unterhaltet ihr euch den so angeregt?", Amber war nun auch aufgewacht und stieg träge aus dem Bett.

„Ich hab Ruthie nur die anderen Mädchen vorgestellt. Aber du kommst mir ja noch ziemlich verschlafen vor."

„Ja, ich bin kein Frühaufsteher, aber wenn ihr sowieso schon alle wach seid können wir ja auch gleich Frühstücken gehen." Ruthie und Susan waren einverstanden und so gingen die drei zum Frühstück in die große Halle.


Unterwegs fragte Ruthie: „Du Amber, bist du eigentlich traurig, dass du von Sue getrennt worden bist?"

„Ach eigentlich nicht wirklich, ich hatte so was eh schon befürchtet, weil sie ja die ganze Zeit davon überzeugt war, dass wir sowieso nach Hufflepuff kommen und ich mir halt ziemlich sicher war, nicht auch dort zu landen. Deshalb konnte ich mich schon etwas darauf vorbereiten und nur weil wir in anderen Häusern sind, heißt das ja nicht, dass wir uns nicht mehr sehen können."

Und tatsächlich, in dem Moment kam Sue auch schon auf sie zu: „Hey ihr drei, schade das ich nicht auch nach Gryffindor gekommen bin, aber naja, was will man machen und in meinem Haus sind auch nette Mädchen! Was habt ihr den in der ersten Stunde?"

„Kräuterkunde mit den Slytherins und du?", antwortete ihre Zwillingsschwester.

„Geschichte der Zauberei, das soll wohl ziemlich öde sein. Aber ihr habt mit den Slytherins Unterricht? Das ist ja toll, habt ihr gestern diesen Jess gesehen? Der sah ja unheimlich toll aus!! Schade das wir keinen Unterricht mit ihm haben."

Beim Klang von Jess Namen zuckte Ruthie zusammen: „Du kannst diesen McSullivan doch nicht wirklich süß finden oder? Ich meine, er ist ein McSullivan, der kann nur Grütze im Kopf haben, such dir lieber einen gescheiteren Typen zum anhimmeln aus!"

„Was ist denn der für ne Laus über die Leber gelaufen", wollte Sue wissen.

„Ach, nimm sie nicht zu ernst, ich hab euch doch gestern erzählt, dass die Familien von Ruthie und Jess sich nicht gut verstehen. Ich bin mir sicher, sonst fände Ruthie ihn auch ganz niedlich, oder Ruthie?"

Wütend über diese Unterstellung fuhr Ruthie sie an: „Nein, das fände ich nicht, wie kannst du so was behaupten?! Grade du!!"

„Hey, beruhig dich mal wieder, war doch nicht so gemeint!"

Etwas besänftigt, aber innerlich immer noch kochend antwortete Ruthie: „Ist schon okay, sorry, ich hab überreagiert."

„Gut, da wir uns jetzt alle wieder beruhigt haben, muss ich mich von euch verabschieden, ich muss nämlich zum Hufflepuff Tisch. Also bis dann!"

„Ja bis dann und viel Spaß!"

„Ciao!"

„Bis dann und sorry, das ich dich grad so angefahren hab!"

"Schon okay!", mit diesen Worten ging Sue zu ihrem Tisch.


Ruthie, die beim Festmahl nicht wirklich viel gegessen hatte, langte beim Frühstück ordentlich zu und auch Susan und Amber nahmen sich mehrmals einen Nachschlag. Nach und nach kamen auch die anderen aus ihrem Jahrgang und setzten sich zu ihnen.

„Hey Ginny, Susan hat mir erzählt das deine Großeltern Ron und Hermine Weasley sind, stimmt das?", wollte Ruthie wissen.

„Ja, wieso?"

„Naja, ich wollte dich mal fragen, ob du Harry Potter schon mal gesehen hast."

„Ja natürlich, ich bin immerhin nach seiner...hm, großen Liebe benannt."

„Echt? Wow, und wie ist er so?", nun beteiligte sich auch Amber am Gespräch und auch Susan hatte eine Frage: „Und wieso hast du gestockt, was seine Frau betrifft?"

„Naja, also sie war nicht seine Frau, sie war die Schwester von meinem Großvater und die beiden waren halt verliebt und sind auch eine Zeit lang zusammen gewesen, aber bei dem großen Kampf gegen diesen Voldemord ist sie dann gestorben. Er hat wohl ziemlich lange gebraucht um dass zu verdauen, jedenfalls haben mir meine Großeltern immer verboten Harry nach ihr zu fragen", erzählte Ginny.

„Oh Mann, dass ist ja eine traurige Geschichte, aber wie ist er denn nun?", beharrte Amber auf ihrer Frage.

„Er ist einfach toll, er weiß wirklich viel über Verteidigung gegen dunkle Künste und so und er ist richtig nett, leider habe ich ihn noch nicht besonders oft gesehen. Aber das letzte mal hat er mir versprochen, dass er mir die Quidditchregeln erklärt."

„Quidditch, was ist das denn?", erkundigte sich ein Junge der mit ihnen am Tisch saß. Nun fingen die anderen Jungen am Tisch ein fachmännisches Gespräch über die Regeln und Spielzüge beim Quidditch an und die Mädchen verloren bald die Lust am zuhören.


Nach einem ausgiebigen Frühstück machten sich die Erstklässler auf den Weg zu den Gewächshäusern. Ruthie, Susan und Amber liefen mit etwas Abstand hinter den anderen her.

„Hey, Ruthie, wie kommt es eigentlich, dass deine Familie Streit mit den McSullivans hat?", wollte Amber wissen.

„Genau, sag doch mal, mir hast du das auch noch nie erzählt!", stimmte Susan zu.

„Naja, also um ehrlich zu sein, so genau weiß ich das gar nicht, meine Eltern und Großeltern haben mir immer wieder gesagt, dass die McSullivans der letzte Dreck sind und man sich bloß nicht mit denen sehen lassen sollte. Ich glaube, nicht mal meine Eltern wissen noch wirklich worum es bei diesem Streit ging."

Diese Antwort überraschte Amber und vor allem Susan sehr und sie sprachen kein Wort mehr, bis sie die Gewächshäuser erreicht hatten. Dort warteten die anderen Erstklässler von Gryffindor und Slytherin, unter ihnen natürlich auch Jess.

Als er die drei ankommen sah rief er ihnen zu: „Hey ihr, seid ihr nicht etwas spät dran? Habt wohl zu lange zum schminken gebraucht, was?"

Die anderen Jungs fingen an zu lachen und klopften Jess auf die Schulter.

Ruthie machte einen Schritt auf Jess zu und sagt in einem eisigen Tonfall: „An deiner Stelle, McSullivan, wäre ich mal schön ruhig. Immerhin weiß jeder, dass deine Mutter täglich eine Ewigkeit im Bad braucht um ihr hässliches Gesicht mit Zauberei etwas zu verschönern, obwohl es natürlich nicht viel bringt."

Als er das hörte platze Jess fast vor Wut: „Du dreckige McEliott, wie kannst du es wagen meine Mutter zu beleidigen? Du, du..."

In dem Moment würde die Tür des Gewächshauses geöffnet und Prof. Applewine trat heraus : „Ruhe bitte! Wenn Sie dann jetzt bitte eintreten würden!"

Den Rest der Stunde warfen sich Jess und Ruthie giftige Blicke zu.

Oh Gott! Wie konnte ich so dumm sein, einen McSullivan süß zu finden, wir haben ja grade gesehen wie grässlich sie sind!

„Hey, Ruthie, war das grade nicht etwas heftig, wie du Jess angefahren hast?"

„Ach, Amber du hast doch keine Ahnung, was das für eine Familie ist, außerdem hat er uns ja wohl zu erst beleidigt! Und jetzt möchte ich nicht mehr über diesen, diesen Idioten reden!", damit war das Thema für Ruthie abgeschlossen.


Der Rest der Stunde verlief ohne große Zwischenfälle und auch die weiteren Fächer waren ohne großartige Geschehnisse. In Verwandlung hörten sie einen ellenlangen Vortrag von dem bulligen Prof. Samuel ,wie besonders dieses Fach doch sei, in Geschichte der Zauberei erzähle ihnen ein Geist, dessen Namen, Professor Binns, Ruthie immer wieder vergaß, von den Trollaufständen und in einer Doppelstunde Zaubertränke wurden sie von der netten Lehrerin Prof. Doublebee in die Grundlagen des Zaubertränkebrauens unterwiesen.

Weil sie am Nachmittag keinen Unterricht hatten beschloss Ruthie einen Brief an ihre Eltern zu schrieben.

Liebe Mum, lieber Dad! Hier in Hogwarts ist es toll, ich bin wie erwartet nach Gryffindor gekommen und Susan ist auch hier. Die anderen Mädchen hier sind auch sehr nett und mit den Lehrern hatten wir auch ziemliches Glück. Wir hatten heute schon Kräuterkunde, Verwandlung, Geschichte der Zauberei und Zaubertränke. Am besten gefallen hat mir Zaubertränke, weil wir da eine wirklich tolle Lehrerin haben.

Noch beim schreiben überlegte sie ob sie von dem Zwischenfall mit McSullivan erzählen sollt, entschied sich dann aber doch dagegen.

Ich kann jetzt leider nicht mehr schreiben, weil wir in Verwandlung schon die ersten Hausaufgaben bekommen haben. Sobald ich Zeit habe schreibe ich aber wieder.

Liebe Grüße, eure Ruthie

Mit dem fertigen Brief ging Ruthie in die Eulerei und schickte Tammy, ihre Schleiereule mit dem Brief nach Hause. Wieder im Gemeinschaftsraum angekommen, versuchte sie mit Susan zusammen Streichhölzer in Nadeln zu verwandeln, wie sie es in Verwandlung aufbekommen hatten, doch als nach zwanzig Minuten keine von ihnen eine Veränderung erzielt hatte gaben sie es auf und gingen zu Amber und Sue die sich in der Bibliothek getroffen hatten. Sie erzählten sich gegenseitig von ihrem ersten Schultag und gingen dann gemeinsam zum Abendessen in die Große Halle wo Sue sich zu den Hufflepuffs setzte und die anderen drei zum Gryffindor Tisch gingen. Wie schon am Vorabend und zum Frühstück gab es köstliche Sachen und sie langten alle mehrfach zu. Vom erlebnisreichen Tag erschöpft gingen die drei nach dem Essen direkt ins Bett ohne noch lange im Gemeinschaftsraum zu sitzen. Bevor ihr die Augen zufielen sagte Ruthie noch zu Susan und Amber:

„Tut mir Leid, wenn ich überreagiere wenn es um diesen McSullivan geht, aber ich kann ihn einfach nicht ausstehen, er ist so..."

Aber bevor sie ihren Satz beenden konnte war sie auch schon im Land der Träume angekommen.