Zuerst einmal vielen an an Traumfängerin für die nette Review. Hoffe, es gefällt Dir auch weiterhin.
Wäre toll, wenn ich weiterhin Reviews bekommen könnte, zur Orientierung.
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Die nächsten Wochen vergingen wie im Flug. Morgens brütete sie über ihren Unterrichtsplänen, nachmittags ging sie zum Malen an den See und mehrmals gesellte sich Firenze zu ihr und am Abend erschien sie pünktlich in Snapes Labor.
Anfangs versuchte er, ihr die Grundlagen beizubringen, merkte aber bald, dass sie schon ein enormes Kräuterwissen hatte. Auch deren Verarbeitung war ihr nicht unbekannt.
Er genoss es, ihr beim Schnipseln und Brauen zu zusehen.
Auch Cathrin war angenehm überrascht, kaum Sticheleien, nur sachliche Konversation und Anleitung. Sie mochte diese Abende.
Der Juli verging wie im Flug und schon war der erste Schultag da. Nach und nach trafen die Schüler ein und die Auswahlzeremonie stand kurz bevor.
An diesem Abend wollte sie sich etwas eleganter kleiden. Sie hatte sich während ihres letzten Urlaubs in Bath ein kurzes Schwarzes gekauft. Nicht zu tief ausgeschnitten und nicht aufreizend, aber elegant und figurbetont. Dazu steckte sie ihre Haare hoch und legte ein leichtes Make up auf.
Kurz bevor sie fertig war, klopfte es an ihrer Tür. Kaum hatte sie geöffnet, fiel ihr Hermine auch schon um den Hals.
„Ich wollte dir nur schnell –Hallo- sagen, bevor du in die Höhle des Löwen gehst.
Na, wie waren die letzten Wochen? Kurzfassung bitte!"
Cathrin erzählte davon, dass sie alle Häuser kennen gelernt hatte und am See malte und gab ihr dann deutlich zu verstehen, dass sie dieses Thema ein andermal wiederholen sollten, da nun die Zeit drängte.
Auf dem Gang stellte Hermine ihr zwei junge Männer vor. Einer hatte struppelige schwarze Haare und trug eine Brille und der andere hatte feuerrotes Haar. Beide waren groß gewachsen.
„Ich glaube, wir können uns die Vorstellung sparen. Aus Hermines Erzählungen weiß ich, dass ihr Harry und Ron sein müsst. Hallo, ich bin Cathrin.", begrüßte sie die beiden und streckte ihre Hand hin.
Erfreut ergriff Harry ihre Hand, Ron kratzte sich nur kurz am Hinterkopf, bis er schließlich auch einschlug.
Gemeinsam machten sie sich auf den Weg zur Großen Halle.
Sie war schon gut gefüllt und Cathrin hatte das Gefühl, dass alle Augen auf ihr ruhten.
Mit hoch erhobenem Kopf ging sie nach vorn zu dem Lehrertisch und nahm ihren mittlerweile angestammten Platz neben Snape ein. Der hatte sie den ganzen Weg über ohne Gemütsbewegung beobachtet, aber in ihm drin brodelte es.
Seine Gedanken liefen Amok. Was soll das Severus. Hör auf, sie so anzustarren, auch, wenn sie heute besonders gut aussieht. Sie ist nicht an dir interessiert. Scheißgefühl, oder?
Gib´s zu, du genießt ihre Gesellschaft, freust dich, wenn du sie siehst.
Alter Knabe, du bist auf dem besten Wege, dich zu verlieben und das darf nicht sein.
Du kennst die Konsequenzen! Hör auf damit!´
Minerva und Albus warfen ihr ein aufmunterndes Lächeln zu und verzogen zustimmend die Lippen, sie wertete es als Billigung ihres Outfits.
Die Zeremonie begann. Nach und nach traten die neuen Erstklässler vor und wurden vom Sprechenden Hut in die einzelnen Häuser verwiesen. Sie hatte zwar alles darüber gelesen, aber es selbst zu sehen, war besser.
Bevor es nun ans Essen ging, erhob sich Dumbledore und hielt eine kleine Ansprache.
Er stellte auch die beiden neuen Lehrer vor, Professor Tigges, als Lehrer für die Verteidigung gegen die dunklen Künste und Professor Granger, als Professor für Muggelkunde.
Bei der Nennung ihres Namens, begann ein Getuschel unter den Schülern und es gab starken Beifall. Besonders die männlichen Schüler schenkten ihr bewundernde Blicke.
Snape war das natürlich auch aufgefallen und er straffte diese Schüler mit einem besonders kalten Gesichtsausdruck.
„Es lag wohl in ihrer Absicht die pubertierenden Schüler durch ihre Reize auf ihre Seite zu ziehen, sonst hätten sie wohl ein anderes Outfit gewählt." sprach er mit schneidender Stimme.
Erst war sie zu verdutzt, um zu antworten. Dann wurde sie wütend.
„Es tut mir leid, ihrem Bild von mir widersprechen zu müssen, aber ich glaube nicht, dass ich so etwas nötig habe. Allerdings kleide ich mich gern abwechslungsreicher, als sie und wenn das für sie aufreizend ist, bitte!"
„Vielleicht sollten sie diese Aufmachung auch einmal zum Malen tragen, dann würde es mit Firenze auch klappen!"
Nun war sie sprachlos. Er beobachtete sie!
„Vielleicht haben sie Recht. Ich war schon immer darauf aus, alles um mich herum anzubaggern. Leider hat es bei ihnen nicht funktioniert. Allerdings bin ich mir da nicht so sicher, sonst würden sie mich ja nicht heimlich beobachten!"
„Von beobachten kann ja wohl keine Rede sein, sie zwei sind ja nicht zu übersehen! Ob man will oder nicht, dieser Anblick drängt sich regelrecht auf!", erwiderte er.
„Wenn man sich gut unter Kontrolle hat, lässt man sich Nichts aufdrängen und schaut nur dorthin, wohin man schauen möchte! Und nun wünsche ich ihnen einen guten Appetit!"
konterte sie mit unterdrücktem Zorn.
Ihrer Meinung nach hatte sie ihm deutlich zu verstehen gegeben, dass für sie die Unterhaltung beendet war.
Aber sie hatte nun keinen richtigen Hunger mehr. Sie stocherte in ihrem Salat herum und schob ihn dann bei Seite.
Warum musste er sie nur immer wieder provozieren. Jedes Mal, wenn sie dachte, dass er gar nicht so schlimm war, belehrte er sie eines Besseren.
Dabei hatte sie gerade angefangen, sich in seiner Gegenwart wohl zu fühlen.
Aber Moment mal, konnte man die ganze Geschichte nicht auch anders interpretieren?
Hätte sich früher ein Mann so zu ihr benommen, wäre schnell festgestanden, dass er eifersüchtig war.
Konnte es sein, dass das auch auf Snape zutraf?
Heimlich schaute sie ihn aus dem Augenwinkel an. Der Gedanke irritierte sie.
Vielleicht bildete sie sich das ja auch nur ein, aber konnte sie so schief liegen?
Minerva hatte doch auch schon eine ähnliche Bemerkung gemacht.
„Professor Snape, wie geht es jetzt eigentlich mit dem abendlichen Unterricht weiter, nun wo die Schüler da sind?", fragte sie leise.
Er hob erstaunt den Kopf. Eigentlich hatte er sich für seine flinke Zunge verflucht und nicht damit gerechnet, dass sie ihn noch einmal ansprach.
Die gemeinsamen Abende genoss er jedenfalls, aber er wusste, dass das falsch war.
Mit belegter Stimmer sprach er: „ich halte mich immer an meine Versprechen, egal was passiert. Selbstverständlich stehe ich auch bei ihnen dazu und werde mit den Stunden fortfahren. Wie immer, morgen um acht in meinem Labor."
„Danke. Ich werde da sein.", antwortete Cathrin. Daraufhin erhoben sich beide gleichzeitig und wären beinahe ineinander gerannt. Beide gerieten ins Straucheln.
Snape fasste sich als erster und ergriff ihre Schultern. Dadurch kam auch Cathrin wieder zum Stehen. Als beide begriffen, was los war, blickten sie verlegen nach unten.
Snape trat zurück, um ihr den Vortritt zu lassen und sie ging aus der Halle.
Kurz hinter ihr lief Snape, noch immer etwas irritiert. Dumbledore und Minerva sahen sich nur an. Sie hatten beide begriffen, was hier langsam begann.
In dieser Nacht schlief Cathrin zum ersten Mal sehr unruhig, seit sie in Hogwarts war.
Komischer Weise schlich sich immer wieder Snape in ihre Träume und das fand sie noch nicht einmal schlimm.
