Hallo,
bei diesem Kapitel bin ich mir nicht ganz so sicher, wollte es Euch aber nicht vorenthalten.
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Mit dem Unterricht kam Cathrin sehr gut zurecht. Sie hatte sich überlegt, die Schüler über den ganz normalen Muggel-Alltag zu informieren, sie aufzuklären über Kaffeemaschinen, Elektroherde, Heizungen, Autos, etc.
Ihr Unterricht war immer sehr interessant und es hatten sich viele Schüler eingeschrieben.
Abends braute sie nach wie vor mit Snape den einen oder anderen Trank.
Mittlerweile traute er ihr sogar zu, bei der Bearbeitung und dem Zubereiten der einzelnen Zutaten für seine magischen Tränke so weit es ging zu helfen. Auch seine zynische Ader verschwand dann fast vollständig. Sie unterhielten sich über Gott und die Welt. Er war ganz anders.
Mittlerweile fühlte sie sich wohl in seiner Nähe und vermisste ihn, wenn er nicht da war. Sobald er in ihrer Nähe war, kribbelte es in der Magengegend. Sie glaubte, dass es ihm ähnlich ging, aber natürlich hätte keiner von beiden dies zugegeben.
An den Abenden, an denen Snape verhindert war, saß sie des Öfteren mit Minerva oder den anderen Lehrern zusammen. Meist plauschten sie und tranken ein Glas Wein oder Feuerwhiskey.
Ende Oktober hatte sie Geburtstag und sie überlegte sich, das gleich mit einem verspäteten „Einstand" zu verbinden. Den Geburtstag selbst verbrachte sie mit Hermine. Es wurde ein richtiger Frauenabend mit allem, was dazu gehört. Kichern, über Männer quatschen, auf der Couch rum lümmeln, etc. Sie erzählte zum ersten Mal ausführlich über ihre ersten Wochen in Hogwarts. Als sie auf das abendliche Brauen zu sprechen kam, schaute Hermine nur überrascht und sagte: „Ich hoffe, du weißt, was du tust!"
Danach kicherten sie wieder. Kurz, es war richtig gemütlich!
Sie lud alle Lehrer für den Freitagabend in ihre Räume ein, um sie selbst zu bekochen.
Leider waren einige Professoren verhindert und nur Albus, Minerva, Filius und Rolanda sagten sofort zu.
Snape wollte sie am Abend fragen, wenn Niemand dabei war. Eine Feier ohne ihn, erschien ihr nicht wichtig.
Zuerst fragte sie ihn, ob er denn für den Freitagabend bereits Pläne hätte. Er schaute sie ganz erstaunt an und fragte die natürliche Männerfrage „Warum?".
Daraufhin erklärte sie ihm, dass sie ihren Geburtstag feiern wolle und gern alle dabei hätte.
Außerdem sei sie schon vier Monate hier und allein diese Tatsache berechtigt wohl zum feiern.
Erst wollte er absagen, aber er bemerkte das Glitzern in ihren Augen und sah ihren erwartungsvollen Blick. Da brachte er es nicht mehr übers Herz und sagte zu.
Vor Freude wäre sie ihm beinahe um den Hals gefallen, konnte sich aber noch zurück halten.
Sie ahnte nichts von Snapes Sorgen. Voldemort war schnell zu Ohren gekommen, dass sich eine Muggellehrerin in Hogwarts befand.
Sein Auftrag war klar. Ihr das Leben so schwer wie möglich zu machen und bei der erstbesten Gelegenheit dafür zu sorgen, dass sie Hogwarts nicht weiter verunreinigte.
Er hatte bei ihm auch wieder Leglimentik angewandt, aber dank seiner Erfahrung war es ihm gelungen, die aufkeimenden Gefühle für sie zu verstecken und er zeigt Voldemort nur Bilder von ihren Disputen.
Dieser war damit wohl zufrieden. Aber die Gefahr war bei weitem nicht gebannt.
Es war nur eine Frage der Zeit, bis Todesser in Hogsmeade auftauchen und ihr auflauern würden. Sie sollte lieber wieder in ihre Welt zurückkehren. Hier war es zu gefährlich.
Dumbledore, dem er alles erzählt hatte, tat es ab mit der Bemerkung, dass es keinen sichereren Ort, als Hogwarts gäbe und für Voldemort jetzt andere Dinge Vorrang hätten.
Aber er wusste es besser.
Er musste nur Cathrin davon überzeugen und dafür auf die passende Gelegenheit warten.
Zuerst aber wollte er ihr eine Freude machen und hatte darum zugesagt.
Der Tag war gekommen. Als Menü hatte sie sich folgendes ausgedacht.
Vorspeise:Eisbergsalat mit Tomaten, Gurken, Schafskäse und frischen Kräutern
Hauptgericht:Schweinefilet in Schinken gebacken mit Spätzle und Pfifferlingen
Dessert:Erdbeer – Rhabarbersalat mit Vanillesoße
Gut, es war kein Sternemenü, aber schließlich wollte sie sich auch nicht blamieren und brauchte etwas, das sie aus dem Handgelenk beherrscht.
Schon den ganzen Tag war sie am schnippeln und rühren, backen und rotieren.
Aber es machte Spaß und endlich wurde die tolle Küche einmal eingeweiht.
Dobby half ihr noch bei einer ganz besonderen Überraschung. Das Albus und Filius sich darüber freuen, Minerva etwas skeptisch, Rolanda sehr interessiert sein würden, war ihr bereits jetzt klar.
Severus würde sie innerlich für verrückt erklären. Jetzt nannte sie ihn in Gedanken schon Severus, wenn das Hermine wüsste.
Am späten Nachmittag deckte sie den Tisch. Sie hatte eine elegante Deko gewählt, Blumen, Kerzen, Silber auf dem Tisch. Das Feuer im Kamin war ebenfalls entzündet.
Dank Dobby konnte sie bereits alle Speisen vollständig fertig machen und trotzdem würden sie genauso gut serviert werden, da er sie mittels Magie warm halten konnte.
Nun musste sie sich nur noch duschen und umziehen.
Sie wählte eine dunkle Stoffhose, eine weiße langärmelige Bluse und eine auf Figur geschnittene, gestreifte Weste mit kleinen Glitzerfäden. Ihr Haar ließ sie heute offen.
Kaum war sie fertig, klopfte es auch schon an der Tür und sie ging öffnen.
Vor ihr stand Severus mit einer Flasche Wein in der Hand. Er hatte eine elegante Version seines Gehrocks angelegt und die Haare frisch gewaschen.
Ihr Herz schlug ihr bis zum Hals. Fröhlich bat sie ihn herein.
Er war erstaunt. Dieser Raum war ganz anders, als er es bisher gewohnt war.
Sein Blick sprach Bände.
„Darf ich ihnen die Flasche Wein abnehmen?" überbrückte Cathrin die Stille.
Sofort fasste er sich wieder und sagte in seinem üblichen Tonfall: „Nein. Ich wollte sie wieder mitnehmen. Bevor ich es vergesse, danke für die Einladung!"
Cathrin nahm all ihren Mut zusammen und fragte: „Professor Snape, wir arbeiten fast jeden Abend zusammen. Wollen wir uns nicht endlich duzen?"
Sie machte sich auf eine entrüstete Ablehnung gefasst, aber er sagte nur: „Wenn du darauf bestehst. Aber wehe, du verwendest irgendwelche Abkürzungen oder Verniedlichungen!"
„Um Gottes Willen, Verniedlichungen, Severus. Ich bin doch nicht lebensmüde und ich weiß, was passend ist und was nicht! Aber wenn ich es mir recht überlege, Sevi wäre doch nicht schlecht." ,erwiderte sie und konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen.
„Ja, wenn du den nächsten Tag nicht mehr erleben möchtest ist er passend." knurrte er, musste dann aber ebenfalls lächeln.
Premiere, er lächelt. Das steht ihm richtig gut. Er sollte es viel öfter tun.´
„Setz dich doch, die Anderen kommen bestimmt auch gleich!", bot sie ihm einen Platz an.
Er wählte einen Sessel und sie setzte sich in den gegenüberliegenden. Die Frage nach einem Getränk lehnte er dankend ab.
Nun klopfte es wieder.
Diesmal kamen Albus und Minerva. Auch sie sahen sich um. Aber Zeit zum plauschen blieb keine, es klopfte. Nun waren sie vollständig.
Nachdem alle genügend ihre Räume besichtigt hatten, auch das Schlafzimmer –nur Snape war sitzen geblieben- nahmen sie am Esstisch Platz.
Cathrin bat Severus, den Wein einzuschenken und sie servierte nacheinander die einzelnen Gänge. Alle unterhielten sich angeregt und je später es wurde, um so ausgelassener wurde die Runde.
Das Essen kam sehr gut an. Albus und Filius konnten sich gar nicht genug in Lobeshymnen ergehen und nahmen jede Menge Nachschlag.
Selbst Minerva ließ sich zu einem Kompliment hinreisen und Rolanda wollte alles über die Zubereitung wissen.
Selbst Severus äußerte sich billigend: „Abgesehen von Madam Rosmertas Kochkünsten kenne ich nichts vergleichbares."
„Rosmertas Kochkünste, Severus! Hiermit können Steaks, Lamm, Knödel, usw. doch gar nicht mithalten! Aber für deine Verhältnisse war das ein Riesenlob! Könntest du mir bitte noch etwas Wein einschenken?", kicherte Albus. „Ich bin gespannt, was für eine Überraschung uns dann erwartet. Willst du uns vielleicht schon etwas verraten, Cathrin?"
„Die paar Minuten müsst ihr euch leider noch gedulden!", war ihre Antwort.
Als das Essen beendet war, plauderten sie noch eine Weile über die Schüler und ihre Streiche.
Cathrin erzählte, dass sie Colin Brummel, einen Sechstklässler aus Slytherin erwischte, als er sich die Spitzen seiner Schuhe hochglanzverchromt hat, um seinen Mitschülerinnen unter den Rock zu sehen.
Alle mussten lachen, sogar Severus hob die Augenbrauen und verzog den Mund.
„So, nun zu meiner Überraschung. Kommt doch bitte mit und nehmt auf der Couch platz!"
Alle standen auf, folgten ihr und setzten sich.
„Also, ich habe Dank Dobby´s magischer Fähigkeiten hier meine alte Playstation aufgebaut, die nun sogar ohne Steckdose funktioniert.
An so lustigen Abenden spielen wir zu Hause des Öfteren „Sing Star", ein Karaoke Spiel und ich dachte mir, dass das auch für heute Abend keine schlechte Idee wäre."
Alle schauten sich fragend an und Filius Flitwick hüpfte vor Aufregung. Cathrin erklärte, wie es funktioniert und verloste die Lieder.
Albus überzeugte Severus, mit ihm gemeinsam zu singen, wobei überzeugen wohl nicht das richtige Wort ist. Er legte es einfach fest. Severus wusste, dass es keinen Sinn hatte, sich zu wehren.
Rolanda fragte Cathrin, ob auch sie beiden ein Lied zusammen singen könnten und die hatte keine Einwände. Filius und Minerva sangen jeder ein Einzelstück.
Es ging ans Verlosen der Lieder und alle waren überrascht. Dobby hatte die Zettel so verzaubert, dass jeder Besitzer die Melodie des zu gelosten Liedes leise hören konnte.
Filius Flitwick war sehr aufgeregt, konnte kaum still sitzen, sprang ständig umher und wollte unbedingt beginnen.
Er stellte sich in Position und begann:I remember of my life
Raining down as cold as ice
Shadows of a man
A face trough a window
Crying in the night
The night goes into.
…
Oh Mandy
Well you came and you gave without taking…
Fast alle hatte es gefallen, nur Severus verzog das Gesicht, als hätte er Zahnschmerzen.
Das kam wohl eher daher, dass ihm schmerzlich bewusst wurde, dass auch sein Einsatz bald erfolgen würde.
Als nächstes war Minerva an der Reihe. Für ihre Verhältnisse schaute sie erfreut und legte sofort los:
When i was young I never needed anyone
…
All by myself
Don´t wanna be
All by myself
Anymore
All by myself
Don´t wanna live
All by myself
Anymore…
Wow. Das war einfach phantastisch. So viel Gefühl hätte man Minerva gar nicht zugetraut.
„Cathrin, jetzt sind wir dran", freute sich Rolanda und die beiden legten eine Show hin, dass die Schwarte krachte:
Hi, we´re your weather girls
And have we got news for you
Get ready all you lonely girls
And leave those umbrellas at home
…
It´s a raining men, Hallelujah
It´s a raining men. Amen…
Beide tanzten fast, wie die echten Weather Girls und die anderen jubelten und klatschten. Zum Schluss kamen Albus und Severus. Die Lustlosigkeit auf Seite des Letzteren war nicht zu übersehen.
Albus begann:It´s not time to make a change,
Just relax, take it easy.
You´re still young, that's your fault,
There´s so much you have to know.
Find a girl, settle down,
Täusche ich mich, oder sieht er mich an?´, dachte Cathrin.
If you want to you can mary.
Look at me, I am old, but I´m happy.
Nun war Serverus´s Einsatz:How can I try to explain,
When I do he turns away again.
It´s always been the same,
Same old story.
From the moments I could talk,
I was ordered to listen.
Now there´s a way
And I know that I have to go away,
I know I have to go.
Cathrin konnte sich täuschen, aber sie bildete sich ein, dass er dabei nur sie dabei anschaute.
Nun war der Damm gebrochen und alle lachten und klatschten.
Sie probierten noch ein paar andere Lieder und der Abend wurde ein voller Erfolg.
Am Ende fragte Minerva Cathrin nach ihren Plänen für das Wochenende. Sie sagte ihr, dass sie eigentlich zum ersten Mal nach Hogsmeade wollte, um es sich anzuschauen.
Hermine, Harry und Ron würden immer so davon schwärmen und sie war noch nicht einmal dort.
Minerva erzählte, dass sie auch vor hatte später zu Madam Rosmerta zu gehen. Wenn sie möchte, könnten sie sich dort treffen.
Snape dachte an seine Befürchtungen, Todesser könnten Cathrin in Hogsmeade auflauern und er fragte, wer sie begleiten würde.
Sie hatte vor mit Hermine, Harry und Ron zu gehen. Das war ihm absolut nicht Recht.
Gegen Todesser konnten die auf Dauer nicht bestehen.
Er log, dass er ebenfalls vor hatte, nach Hogsmeade zu gehen, da er noch etwas bei Derwisch und Banges erledigen musste. Er würde sich freuen, wenn Cathrin ihn begleiten würde.
Sie sagte zu und insgeheim freute sie sich.
Die beiden wollten sich dann mit Minerva am Nachmittag im Drei Besen treffen.
Damit war der Abend zu Ende, alle bedankten und verabschiedeten sich und gingen in ihre Räume.
In dieser Nacht konnten vier Personen schlecht einschlafen.
Minerva und Albus, weil sie genau bemerkt hatten, dass Gefühle im Spiel waren. Sie freuten sich für die beiden, waren aber besorgt, dass Severus sich selbst im Wege stehen würde.
Cathrin, weil sie sich auf den Nachmittag mit Severus freute und gleichzeitig nervös war.
Severus, weil er einerseits ernsthaft besorgt war, andererseits aber sich auch darauf freute.
