Zuerst einmal danke an Sabine für die nette Review, ich fühle mich geehrt, dass das die erste geschichte ist, auf die Du reagierst. Wäre lieb, wenn ich mehr Reviwes erhalten könnte.
So, ihr Lieben, heute eines meiner Lieblingskapitel, schluchz!
Damit ich nicht immer ständig sagte sie, meinte er… schreiben muss, habe ich während des Streitgespräches ihre Worte fett geschrieben. Sorry, aber das andere war mir zu mühsam!
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Severus blieb allein am Portal zurück und schaute ihr nach. So konnte er sie nicht gehen lassen!
Aber was sollte er tun, wenn sie nicht mit ihm reden wollte. Er war verzweifelt. Würde sich nun die ganze Geschichte wiederholen? Sollte er wieder eine große Liebe unwiderruflich verlieren?
Nein, das würde er nicht zulassen!
Schon war er auf dem Weg zu ihren Räumen. Ihr Passwort zu finden war nicht schwer.
Er ging hinein.
Es war dunkel, nur das Feuer im Kamin beleuchtete den Raum spärlich. Seine Augen mussten sich an die Dunkelheit gewöhnen.
Dann sah er sie, sie stand am Fenster und hatte sein eintreten nicht bemerkt, oder doch?
Jedenfalls reagierte sie nicht.
„Cathrin", sagte er leise mit belegter Stimme und erhielt keine Reaktion.
„Cathrin", versuchte er es erneut, diesmal etwas bestimmter. Sie rührte sich nicht.
„Bitte sieh mich an, wir müssen reden!", rief er aufgebracht.
Noch immer bewegte sie sich nicht. „Es ist alles gesagt! Du willst es nicht! Nun geh bitte!", kam es leise aus ihrer Richtung.
„So einfach ist das nicht! Natürlich will ich dich und glaube mir, ich will dich so sehr, dass es wehtut! Ich wünsche mir nichts sehnlicher, als jeden Abend mit dir ins Bett zu gehen und morgens neben dir aufzuwachen und das bis ans Ende meiner Tage! Du bist mein erster Gedanke am Morgen und mein letzter Gedanke am Abend, ich träume von dir und wenn ich dich sehe, kribbelt es in meinem Bauch! Du bist der wichtigste Mensch auf der Welt für mich!", sagte er fast lautlos, aber sie hörte es und drehte sich um.
„Und warum können wir dann nicht zusammen kommen? Wenn du es willst und ich es will, was spricht dann noch dagegen?"
„Der dunkle Lord und seine Anhänger sprechen dagegen. Du hast ja keine Ahnung, zu was sie fähig sind. Ich liebe Dich und ich weiß, du liebst mich, aber wenn wir diese Liebe zulassen bieten wir ihm auch eine Angriffsfläche.
Liebe macht unvorsichtig. Liebe macht verwundbar. Liebe macht glücklich und das alles kann ich mir für meine Arbeit bei ihm nicht leisten. Sollte er irgendetwas ahnen, wird er keine Ruhe geben, bis er alles weiß und wenn das der Fall ist, ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis wir tot sind! Ich will nicht, dass die etwas geschieht! Darum will ich es nicht!
Unsere Zeit wird kommen, aber erst, wenn der dunkle Lord besiegt ist und wir beide noch am Leben sind! So lange müssen wir uns gedulden!"
„Aber wieso muss er es erfahren? Ich denke, du bist ein Meister der Leglimentik und kannst deine Gefühle und Gedanken vor ihm verschließen?"
„Wenn meine Gedanken und Gefühle aber so groß und stark sind, kann ich sie auf Dauer nicht verbergen. Du bist schon jetzt hier nicht mehr sicher. Es wäre besser, du gehst in die Muggelwelt zurück. Dort kann er dich schwerer finden und glaube mir, wenn alles vorbei ist, werde ich dich finden!"
Ich gehe hier nicht weg. Ich werde Hogwarts, die Schüler und dich nicht verlassen!
Ich lasse mir nicht von einem Wesen, ohne richtige Gestalt vorschreiben, was ich tun oder lassen kann! Außerdem habe ich keine Angst vor ihm!"
„Du hast nur darum keine Angst, weil du nicht weißt, wozu er fähig ist!
Glaube mir, er nutzt die Schwächen und Empfindungen seiner Gegner radikal aus!
Du machst dir keine Vorstellungen darüber, wie grausam er ist.
Es wäre ihm eine Freude, dich zu quälen, nicht einmal zu töten, sondern zu quälen und lass dir gesagt sein, den Tod würdest du als Belohnung empfinden! Ich bitte dich nochmals, bitte verlasse Hogwarts!"
Sie sagte lange Zeit nichts. Sie trat nah an ihn heran und schaute ihm direkt in die Augen.
Sie glitzerten und waren voller Trauer. Sie hatte das Gefühl, bis zum Grund seiner Seele schauen zu können und wusste, er hatte Recht.
Aber sie war so glücklich hier in Hogwarts, sollte sie das alles aufgeben?
Ihr wurde bewusst, dass sie es tun müsste, wenn sie ihn wirklich liebte und das tat sie.
An diesem Tag hatte sie es schmerzlich erkannt. Sie liebte ihn, so wie er war.
Die Tränen liefen über ihr Gesicht und er hob die Hand, legte sie an ihre Wange und strich die Tränen mit dem Daumen fort.
„Warum können wir uns nicht einfach lieben, glücklich sein und zusammen leben?
Warum muss das Leben so kompliziert sein und so ungerecht?", flüsterte sie leise und legte den Kopf an seine Schulter. Sein Kräuterduft drang in ihre Nase.
Lange blieben sie so stehen. Sie hatte den Kopf in an seiner Schulter, er legte seine Nase auf ihr Haar umarmte sie und streichelte ihr langsam den Rücken. Sie weinte lautlos. Auch seine Augen glitzerten verdächtig, aber die Tränen fanden nicht den Weg nach draußen.
„Wenn ich deinen Wunsch erfülle und Hogwarts morgen verlasse, bleibst du dann wenigstens heute Nacht bei mir? Wer weiß, ob wir uns jemals wieder sehen und ich möchte wenigstens einmal neben dir einschlafen und neben dir aufwachen, bitte!"
Langsam hob sie den Kopf und die beiden blickten sich lange an.
Dann senkte sich sein Kopf und ihre Lippen fanden sich. Tausend Glücksgefühle bestürmten beide.
Ihre Lippen öffneten sich und gaben den Weg für ihre Zungen frei.
Anfangs zaghaft, aber dann immer leidenschaftlicher. Es fühlte sich gut an. Zum Luftholen mussten sie aufhören und umarmten sich wieder.
Plötzlich hob er sie hoch und trug sie ins Schlafzimmer. Er legte sie auf dem Bett ab und mit einem Wink seines Zauberstabes erhellten Kerzen den Raum.
Dann entledigte er sich seines Gehrocks und legte sich zu ihr. Er streichelte ihr übers Haar. Die Tränen rannen noch immer über ihr Gesicht und er begann, sie wegzuküssen.
Dann küssten sie sich wieder und sie öffnete die Knöpfe seines Hemdes. Der Anblick seiner nackten Brust erregte sie und sie begann, diese zu liebkosen.
Er zog ihren Pullover über ihren Kopf, küsste sie weiter.
Sie erhob sich und küsste ihn seine Brust hinab bis zum Bachnabel, öffnete seine Hose und zog sie ihm aus.
Er tat das Gleiche mit ihr. Beide genossen es. Durch sanfte Liebkosungen, Streicheleinheiten und Küsse waren beide bald sehr erregt und alles steuerte auf den Höhepunkt hin.
In ihm lag ihre ganze Verzweiflung, Liebe, Trauer und Wut und beide erlebten ihn voller Ekstase.
Danach ließen sie sich schwer atmend auf die Kissen fallen. Cathrin legte sich in seinen Arm und sie lagen einfach nur so da, ohne zu reden oder sich zu bewegen. Doch beide hatten den gleichen Gedanken. Sie müssten sich bald trennen und vielleicht würde sich das nie wiederholen!
Instinktiv verstärkten sie die Umarmung. So schliefen sie auch irgendwann ein.
Als Cathrin erwachte, war das Kopfkissen neben ihr leer. Sie blickte auf und sah Severus vor dem Fenster stehen, mit dem Rücken zu ihr.
Langsam stand sie auf, umarmte ihn von hinter, küsste seine Schulter und legte dann ihre Kopf darauf.
Er lehnte sich leicht zurück und sagte leise: „Ich weiß nicht, wie ich es überstehen soll, dich gehen zu lassen! Ich bin so froh, dass wir uns endlich gefunden haben und es bricht mir das Herz, wenn du nicht mehr hier bist!"
Als Antwort küsste sie wieder sein Schulterblatt.
Er drehte sich um und küsste sie. In diesem Kuss lag seine ganze Leidenschaft. Dann hob er sie wieder hoch und trug sie, noch immer küssend zurück auf das Bett.
Noch einmal liebten sie sich heiß und innig.
Diesmal schliefen sie nicht wieder ein. Sie lagen die ganze restliche Nacht eng umschlungen beieinander.
Es wurde langsam hell und sie wußten, dass der Zeitpunkt ihres Abschiedes näher kam.
Als sie beide fertig angekleidet waren, ging Cathrin auf ihn zu. Er stand wieder am Fenster und sah hinaus.
Sie stellte sich neben ihn. Er drehte sich zu ihr herum und nahm ihre Hand. Dann legte er eine Kette hinein. Es war eine feingliedrige silberne Kette, mit dem Slytherinsymbol als Anhänger.
Das ganze war sehr fein und filigran gearbeitet. Er schloss ihre Hand und küsste sie.
„Wenn du diese Kette trägst, kann ich dich immer finden. Sie verbindet uns. Solltest du in Gefahr sein, wird sie mich informieren und ich kann dir zu Hilfe kommen.
Nun solltest du aber gehen und Albus und Hermine von deiner Abreise unterrichten."
Die letzten Worte sprach er sehr langsam und leise.
Sie gaben sich einen letzten Kuss.
An der Tür drehte sich Cathrin noch einmal zu ihm um. Beide sahen sich stumm an.
Dann holte sie tief Luft und ging zu Hermine und Albus.
Hermine verstand natürlich nicht, warum sie so plötzlich abreisen musste. Sie drängte sie, es ihr zu sagen, stellte aber sehr bald fest, dass es sinnlos war.
Mit Tränen in den Augen umarmten sie sich und Cathrin sagte: "Bis bald. Weihnachten sehen wir uns ja wieder!"
Albus machte keine großen Worte. Er sah ihr tief in die Augen und wusste anscheinend bescheid. Wenn sie später an diesen Augenblick zurück dachte, war sie sich nicht sicher, ob er vielleicht Legliementik angewandt hat.
Bevor sie ging, versicherte er ihr, dass sie jederzeit zurückkommen konnte. In Hogwarts war sie immer willkommen. Ihre Koffer würden im Laufe des Tages zu ihr gebracht werden.
Dobby sollte gemeinsam mit ihr zur Bank im Park apparieren, an der ihr Hogwartsabenteuer zusammen mit Severus begonnen hatte. Von dort aus, würde sie den Weg nach Hause allein finden.
Cathrin lief mit Dobby zur Appariergrenze. Auf halbem Wege drehte sie sich noch einmal um.
Albus, Minerva und Hermine standen am Tor und winkten. Firenze war ans Seeufer gekommen und verbeugte sich zum Abschied. Aber hoch oben, auf dem Astronomieturm stand eine schwarze Gestalt und sah zu ihr herunter.
Instinktiv umfasste sie ihre Kette.
„Dobby ist traurig, dass Professor Granger schon wieder nach Hause gehen. Dobby hofft, sie kommen bald wieder, Miss.", piepste er.
Cathrin lächelte, hob die Hand noch einmal zum Gruß in Richtung Hogwarts und mit einem Knall apparierten sie.
Im Park verabschiedete sie sich mit einem Kuss auf die Stirn von Dobby und ging langsam nach Hause.
Aber es war nicht mehr ihr zu Hause. Eines Tages würde das Hogwarts sein, dessen war sie sich sicher. Aber bis dorthin würde es noch dauern.
