So, nun hab ich es geschafft. Habt vielen, lieben Dank für Eure nette Unterstützung!

Ganz besonders möchte ich den treuen Reviewern Traudel, Katrin71, DaniSnape, Babs, Muggeltussi, Cat, Rihannon72, Traumfängerin, Sabine, Strick, Snowflake und Leokardia danken.

Ebenfalls ein dickes Bussy geht an alle, die diese Story zu ihren Favourite Storys erklärt haben.

Ohne Euch alle, hätte ich nie so lange durchgehalten. Auch wenn das keine typische FF war und meine erste Geschichte, so bin ich doch riesig erleichtert, dass überhaupt Jemand sie gelesen hat.

Verzeiht mir meine Fehler und seid ganz lieb gedrückt!

Eure Tina

Ooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo

Am nächsten Morgen war Cathrin zeitig wach. Eigentlich hatte sie kaum geschlafen. Der private Polterabend mit Severus hatte sich sehr ausschweifend gestaltet und eigentlich war sie fix und fertig.

Ihr Bräutigam war schon fort.

Sie streckte sich noch einmal richtig aus und überlegte:

Nun ist es also so weit! Endlich heiraten wir! Wunderschönes Gefühl! Vor drei Jahren hätte ich das für unmöglich gehalten und nun? Mr. und Mrs. Snape, wie sich das anhört!

So Cathrin, los raus aus dem Bett!

Sie frühstückte ganz allein und genoss die Ruhe. Ihre Gedanken kreisten immer wieder um Severus, Eileen und die heutige Zeremonie.

Bald würde ihre Mutter und Hermine kommen, um ihr beim Ankleiden zu helfen, wie es wohl Severus ging?

Der stand am Fenster seines Labors und trank Tee. Auch er war ganz in Gedanken versunken.

Wenn ihm vor 3 Jahren Jemand erzählt hätte, dass er eine Muggellehrerin heiratet und sie auch noch eigene Kinder haben, dem hätte er den tödlichen Fluch hinterher gejagt.

Er hätte sich nie vorstellen können, dass er einen Menschen jemals so lieben kann. Cathrin bedeutete ihm alles. Er wäre ohne mit der Wimper zu zucken für sie gestorben.

Noch immer war es für ihn unfassbar, dass ein anderer Mensch ihn liebte, so bedingungslos und ehrlich, wie Cathrin das tat.

Er war noch nie glücklich, bis zu dem Moment, in dem sie in sein Leben trat.

Er hatte vom ersten Tag an von ihr gelernt. Nun konnte er ihr und Eileen gegenüber Gefühle zulassen und zeigen, konnte auch mal lächeln.

Heute wurde sie Mrs. Snape, es fühlte sich einfach gut an.

Es würde nicht mehr lange dauern und Remus würde ihn abholen. Dass der sein Trauzeuge wird, hätte er sich auch nie träumen lassen, aber Cathrin hatte ihn darum gebeten. Wenn er ehrlich war, nun wo er bei ihr keine Gefahr mehr für ihn darstellte, konnte er ihn sogar ein klein wenig leiden. Das würde er aber niemals zugeben!

ooooooooooo

Es klopfte und Cathrin öffnete die Tür. Freudig strahlend kamen ihre Mutter und Hermine herein.

Das Kleid stand bereits im Raum. Total verzückt schlug ihre Mutter die Hände zusammen.

„Mein Schatz, das ist wundervoll!", schluchzte sie.

„Wir haben auch lange genug gebraucht, um etwas zu finden, was ihren Vorstellungen entsprach. Sie wollte eigentlich weiß, aber da sie ein Kind hat, muss sie in der magischen Welt allerdings in rot heiraten.", erklärte Hermine.

„Mein Gott ist das toll!", begann ihre Mutter von neuem und ging um das Kleid herum.

Es war ein cremefarbenes Korsagenkleid aus Chiffon. Das Oberteil war eng anliegend, ohne Träger, dafür mit zarten roten Streifen. Mit den eingearbeiteten Strasssteinen glänzte es traumhaft.

Durch einen ausschweifenden Unterrock fiel es glockenförmig auf den Boden. Am Rücken wurde der Rock zusammengerafft und fiel nun wie eine kleine Schleppe sanft herab. Auch er war mit zarten roten Streifen versehen.

Hermine kümmerte sich um Cathrins Haare. Sie steckte es hoch und ließ einige Locken herausschauen. Die Haare, die aus der Spange heraus ragten, ließ sie lockig über die Spange fallen, so dass diese verdeckt wurde.

Am Hals wollte Cathrin unbedingt die Kette von Severus tragen. Obwohl ihre Mutter ihr ein Collier mitgebracht hatte und dies wundervoll aussah, bestand sie darauf und setzte sich durch.

Dann war es so weit. Ihr Vater holte sie ab. Es war so geplant, dass sie mit ihrem Vater von der linken Seite her und Severus mit Remus von der rechten Seite her auf das Portal der Großen Halle zuschreiten sollten. Am Portal würden sie sich dann treffen, ihr Vater würde ihre Hand an Severus übergeben und gemeinsam sollten sie den Weg zum Altar antreten.

Aus der Halle erklang zauberhafte Musik. Ihr Vater reichte ihr seinen Arm und sie schritten auf das Portal zu. Auf der gegenüberliegenden Seite erkannte sie Severus. Er sah umwerfend aus. Diesmal trug er einen dunkelblauen Anzug mit Hosenrock. Er war mit ebenfalls dunkelblauen Blüten bestickt, die sich leicht absetzten. Sein Haar war frisch geschnitten und gewaschen und umspielte sanft sein Gesicht.

Die beiden konnten ihre Blicke nicht voneinander lassen.

Am Portal angekommen, überreichte ihr Vater ihre Hand wie vorgesehen an Severus, der ihr nun seinerseits seinen Arm anbot. Gemeinsam betraten sie die Große Halle.

„Du siehst wunderschön aus!", raunte er ihr zu. „Wenn ich nicht schon in dich verliebt wäre, würde ich es wohl nun sein! Allerdings machst du einen müden Eindruck!"

Sie lächelte und flüsterte zurück: „Danke, das Kompliment kann ich nur zurück geben! Der müde Eindruck liegt allerdings nur an der Unersättlichkeit meines Geliebten!"

Beide schmunzelten und schauten dann nach vorn auf Eileen.

Die Kleine trug ebenfalls ein wundervolles rosafarbenes Kleidchen, mit Puffärmeln und Glockenrock. Sie hatte einen Blütenkranz im Haar und ihre Locken wippten beim Gehen. Stolz schritt sie vor ihnen her. Dabei streute sie kleine Rosenblätter. Es sah zu niedlich aus, wie sie mit ihren kurzen Beinchen versuchte feierlich zu laufen. Aber sie ließ sich von Nichts und Niemanden ablenken und war ganz gewissenhaft bei der Sache.

Am Altar erwarteten sie schon Pfarrer Brown und Albus. Beide lächelten ihnen entgegen.

Pfarrer Brown begann mit: „Lasset uns nicht lieben mit Worten, sondern mit der Tat und mit der Wahrheit!"

Albus fuhr fort: „Diese beiden Menschen haben ihren Willen zum Ausdruck gebracht, einander für immer verbunden zu werden. Um mit den Worten einiger berühmter Autoren zu sprechen –wer einen Menschen liebt, lässt ihn gelten so wie er ist, wie er gewesen ist und wie er sein wird- Die Ehe ist eine Brücke, die man täglich neu bauen muss, am Besten von beiden Seiten.

Wir wissen, dass ihr beide nun am Ende eines langen opfervollen Weges steht. Nie habt ihr den Mut verloren. Ohne euren Einsatz und natürlich ohne eure Tochter, wäre das Ende von Lord Voldemort nicht so schnell zu erreichen gewesen.

Endlich erfüllt sich euer Traum und ihr geht den Weg gemeinsam.

Ich bitte euch nun, eure eigenen Texte zu verlesen."

Beide wendeten sich einander zu. Cathrin begann. Leise, mit zittriger Stimme sprach sie:

Severus, vor Gott und all unseren Lieben nehme ich Dich an als meinen Mann.
Ich will mit dir lachen und weinen, reden und schweigen.

Ich will deine Stärken fördern und mit deinen Schwächen geduldig sein.

Auch in schweren Zeiten will ich dich Tag für Tag auf Neue suchen

und mich immer wieder von dir finden lassen.

Alle Tage unseres Lebens will ich dir treu sein und dich lieben, So, wie du bist.

Lange haben wir uns auf diesen Tag gefreut.
Der Welt zu zeigen, dass wir zusammen gehören!

Wir haben geliebt, gelitten und gelacht.
Wir sind erprobt, gute und schlechte Tage zu überstehen.
Und so will ich auch in Zukunft stets daran arbeiten, dass wir so glücklich bleiben wie wir uns heute fühlen.
Ich gelobe alles für unser gemeinsames Glück zu tun!
Gutes festzuhalten, Schlechtes zu bekämpfen.
Mein oberstes Ziel in meinem Leben mit Dir,

ist dafür zu sorgen, dass unsere Liebe immer so stark und unerschütterlich ist,

wie am heutigen Tag."

Bereits nach wenigen Worten musste sie darum ringen, nicht laut zu schluchzen.

Servus sah sie ununterbrochen an. In seinen Augen brannte ein Feuer.

Ihre Worte machten ihn unendlich glücklich. Daran änderte auch die Tatsache nichts, dass seine Schwiegermutter nun laut in ihr Taschentuch trompetete.

Nun war er an der Reihe. Ebenfalls leise sprach er:

Trotz aller Tränen und Qualen
wusste ich, dass wir es schaffen würden.
Ich gelobe für alle Zeit Dich zu lieben
zu respektieren und zu beschützen.
Sei meine Frau, meine Geliebte,
meine Freundin und meine Seele.
Ich gehöre nur Dir.

Cathrin, Du bist das Beste was mir je passiert ist.
Anfangs hatte ich Angst, dass Du zu gut für mich bist.

Ich meinte Dich nicht zu verdienen,
Jemanden der so rein, liebevoll und zauberhaft ist wie Du.
Aber wir stehen hier, umringt von den Menschen, die dich am meisten lieben.
Ich bin so stolz und dankbar dein Mann sein zu dürfen.
Engel, ich liebe Dich von ganzem Herzen und das wird nie anders sein.

Unsere zwei Herzen haben zueinander gefunden
und sind nun auf ewig in Liebe verbunden."

Hatte Cathrins Mutter vorhin nur trompetet, so schluchzten jetzt fast alle anwesenden Damen laut auf. Keiner hatte Severus eine solch liebevolle Rede zugetraut. Selbst Albus hatte feuchte Augen und Pfarrer Brown lächelte selig.

Cathrin aber liefen still Tränen über ihre Wangen.

Nun war wieder Pfarrer Brown an der Reihe.

„Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, dies drei, aber die Liebe ist die größte unter ihnen. Severus Snape, ich frage sie nun: Sind sie hier her gekommen um nach reiflicher Überlegung und aus freiem Entschluss mit ihrer Braut Cathrin Granger den Bund fürs Leben zu schließen?"

Mit fester Stimmer antwortete Severus: „Ja!"

„Wollen Sie ihre Frau lieben und achten und ihr die Treue halten, alle Tage ihres Lebens?"

Wieder antwortete Severus laut und vernehmlich: „Ja!"

Nun wandte Pfarrer Brown sich zu Cathrin um und fragte sie: „Cathrin Granger, ich frage sie nun: Sind sie hier her gekommen um nach reiflicher Überlegung und aus freiem Entschluss mit ihrem Bräutigam Severus Snape den Bund fürs Leben zu schließen?"

Leise, aber mit fester Stimme sagte sie: „Ja!"

„Wollen sie ihn lieben und achten und ihm die treue halten, alle Tage ihres Lebens?"

Die Antwort war ein „Ja!".

An beide gewandt fragte er nun: „Sind sie beide bereit, die Kinder anzunehmen, die ihnen geschenkt werden oder wurden?"

Zeitgleich sprachen beide laut: „ja!" Im Hintergrund rief Eileen laut ein „Ja!" hinterher und alle lachten. Als sie sich wieder beruhigt hatten, fragte Pfarrer Brown:

„Sind sie beide bereit, als Eheleute Mitverantwortung in der Welt zu übernehmen?"

Wieder erklang ein „Ja!" aus beiden Mündern.

Nun nahm Pfarrer Brown von Remus die Ringe entgegen. Sie ähnelten den Verlobungsringen und waren zwei ineinander verschlungene Ringe. Einer war golden und einer Silber. Feierlich sprach er:

„Herr, du hast mit uns einen unauflöslichen Bund geschlossen. Wir danken dir, dass du uns beistehst. Segne diese Ringe und verbinde die beiden, die sie tragen in Liebe und Treue!"

Nun gab er die Ringe an Albus weiter. Dieser sprach: „Ihr seit vor dem Ministerium und der magischen Welt nun verheiratet. Für die menschliche Welt müsst ihr allerdings noch einen Schwur ablegen. In diesen Ringen steht folgender Text Pignus amoris habes,Du hast meiner Liebe Pfand. Sie können nur getrennt werden, wenn einer von ihnen gebrochen wird. Sollte eure Liebe erloschen sein, wird er von allein zerbrechen.

Severus, bitte stecke Cathrin den Ring an und sprich deinen Schwur!"

Severus nahm den Ring von Albus entgegen, ergriff Cathrins rechte Hand und streifte ihn sanft über ihren Ringfinger. Dabei sprach er: „ Ich will dich lieben, achten und ehren, alle Tage meines Lebens. Trage diesen Ring als Zeichen meiner Liebe und Treue."

Nun übergab Albus den zweiten Ring an Cathrin. Sie nahm die Hand von Severus, zog ihm den Ring über den Ringfinger und sagte: „Ich will dich lieben, achten und ehren, alle Tage meines Lebens. Trage diesen Ring als Zeichen meiner Liebe und Treue."

Nun hob Pfarrer Brown die Hände und rief: „Im Namen Gottes, der Kirche und der Menschenwelt bestätige ich den Bund der Ehe, den sie soeben geschlossen haben."

Mit einem Augenzwinkern sagte Albus laut: „Ihr dürft euch jetzt küssen!"

Nun fingen alle an zu klatschen und zu rufen. Unbeirrt beugte sich Severus zu Cathrin hinunter und sie schlang ihre Arme um seinen Hals. Beide küssten sich unter tosendem Applaus.

Als sie den Kuss beendet hatten sah er ihr tief in die Augen und sagte: Mrs. Snape, darf ich bitten?", dann bot er ihr seinen Arm an, den sie dankbar ergriff und beide stiegen vom Altar hinab. Im Nu waren sie von Gratulanten umringt.

Jeder wollte ihre Hand schütteln und sogar Severus ließ alles geduldig über sich ergehen. Er war einfach zu glücklich, um griesgrämig zu sein.

Bei der anschleißenden Feier wurde ausgiebig getanzt, gelacht, gegessen und getrunken.

Der Eröffnungstanz gehörte Cathrin und Severus allein. Es war ein Walzer. Er drückte seine Frau eng an sich und begann zu führen. Seine Augen tauschten dabei ganz tief in ihre ein. Sie hatte das Gefühl, ihr bleibt die Luft weg.

„Nun, Mrs. Snape? Wie fühlen sie sich?", fragte er lauernd.

„Glücklich!", war die einfache Antwort und beide strahlten sich an.

Das Ende der Feier bekamen sie nicht mehr mit, da sie schon auf ihrer Hochzeitsreise waren. Cathrins Eltern hatten ihnen einen Trip nach Malta geschenkt. Ein solches Ziel voller Geschichte und trotzdem voller Ruhe, hatten sie sich gewünscht.

Eileen blieb bei ihren Eltern und so hatten sie Zeit für sich allein.

Bei einem ausgiebigen Strandspaziergang fragte Cathrin Severus, wie er sich fühle. Er sagte nur: „Glücklich!"

-ENDE-