Der dritte Tag seit Serverus' Erwachen aus dem Koma war angebrochen und er war wieder zu seiner üblichen Morgenroutine übergegangen. Er stand auf, ehe im St. Mungos die Nachtschwester ihrer Schicht beendete und wusch sich in dem kleinen Bad, das zu seinem Zimmer gehörte. Dazu gehörte für ihn auch die tägliche Rasur, die er mittels Zauberstab bis zum Rand der Halsbandage durchführte. Anschließend schlüpfte er in seinen Umhang und setzte sich auf sein Bett, um dort den Tagespropheten lesend auf sein Frühstück zu warten. Es kam ihm mehr und mehr wie Zeitverschwendung vor, noch länger in dem Krankenhaus zu bleiben. Der Zustand seines Halses war unverändert, an die Schmerzen hatte er sich gewöhnt. Sein Zimmer verlassen konnte er nicht, denn er hatte mitbekommen, dass vor seiner Tür Pressegeier nur darauf warteten, das erste Foto von ihm nach Voldemorts Sturz zu machen. Als Heiler Heliot nach dem Frühstück zur Visite kam, war offensichtlich, dass ihn etwas bedrückte und Snapes schwarze Augen bohrten sich misstrauisch in die hellgrauen des Heilers. „Guten Morgen, !", begann Heliot möglichst unverfänglich, wurde jedoch sofort von Snape unterbrochen: „Sie haben Nachricht aus Australien.", es war eine kühle Feststellung und Heliot hatte keine andere Wahl, als sogleich mit der Wahrheit rauszurücken. „Ja, Sir, das haben wir. Doch leider nicht sehr erfreuliche. Mr. Squamata, ein angesehener Toxikologe, meint, er kann nicht helfen, wenn er nicht die Art der Schlange kennt. Er konnte anhand der Bissspuren und Beschreibungen von Zeugen keine Typisierung vornehmen und ist daher der Ansicht, dass es sich um eine einzigartig gefährliche Hybride handeln muss. Es sei zu gefährlich, Sie mit einem nicht genau passenden Antidot zu behandeln. Und da die Schlange sich auflöste, nachdem ihr der Kopf abgeschlagen wurde, können wir sie nicht untersuchen lassen.", er machte eine kurze Pause, in der Snape seinen Blick von ihm abwandte und zum einzigen Fenster des Zimmers ging, dass einen trostlosen Blick auf die Muggelstraße vor dem Hospital bot. „Es tut mir sehr Leid, Sir. Aber ich fürchte, wir können nichts weiter für Sie tun." Snape machte sich nicht die Mühe, darauf zu antworten, stattdessen meinte er nur: „Dann kann ich gehen?", und sah dabei weiter aus dem Fenster. „Ähm, ja Sir. Wir möchten Ihnen gern noch einen Vorrat der Salbe mitgeben, mit der wir Ihre Wunden behandelt haben, unsere Pharmagier sind bereits-."
„Wollen Sie mich beleidigen? Ich bin 15 Jahre lang Lehrer für Zaubertränke gewesen, meinen Sie nicht, dass ich selbst in der Lage bin, diese Salbe herzustellen?!", Snape wandte sich jetzt dem Heiler erzürnt zu. „Besorgen Sie mir das Rezept und veranlassen Sie alles Weitere! Ich will noch heute hier weg!"
„Oh, ja, natürlich, Sir. Verzeihen Sie!", beflissen machte sich Heliot auf zur Tür, als er plötzlich innehielt. „Ach, Mr. Snape. Da wartet noch Besuch für Sie. Das heitert Sie bestimmt auf – ich schicke sie gleich zu Ihnen.", und ehe Snape etwas einwenden konnte, war Heliot zur Tür hinaus und wenige Augenblicke später kamen die drei Menschen herein, die Snape am allerwenigsten erwartet und sich auch nie gewünscht hätte: Potter, Weasley und Granger. Alle drei machten einen etwas verunsicherten Eindruck, Snape konnte ohne sich anzustrengen erkennen, was sie dachten: es war Potters Idee gewesen, herzukommen, er war wie üblich rührselig gewesen und wollte sich wohl mit Snape aussöhnen; Weasley war wohl nur mitgekommen, weil sie ihn gezwungen hatten, er traute Snape nach wie vor nicht über den Weg; und Granger schließlich wusste nicht, ob das was sie taten, richtig war und wirkte so, als hätte sie vergessen, eine Hausaufgabe abzugeben und fürchtete sich wie üblich vor Konsequenzen. Es erheiterte Severus tatsächlich und sein übliches sarkastisches Grinsen umspielte seine Lippen. „Ach, sieh an. Das fantastische Trio gibt sich die Ehre! Meinen Glückwunsch zu Ihrem neuerlichen Triumph über den Dunklen Lord, Potter! Genießen Sie Ihren Ruhm? Da draußen wartet sicher schon Miss Kimmkorn um uns beim freundschaftlichen Händeschütteln zu erwischen!". Es war befriedigend mit anzusehen, wie Potter sofort darauf ansprang und gerade seinen Mund zum Gegenschlag öffnen wollte, doch Snape war schneller. „Falls Sie dachten, ich würde Ihnen auf Knien rutschend danken, dass Sie mein Leumundszeuge waren, haben Sie sich wie so oft getäuscht. Fakt ist, diese brisanten Erinnerungen hatten nur den einen Zweck, Sie über Ihre letzte Aufgabe zu informieren und dazu mussten Sie mir glauben können. Ich hätte, wäre ich nicht des nahenden Todes sicher gewesen, wohl kaum, derart aus den Vollen geschöpft. Keine meiner Erinnerungen sollte meinem Ansehen dienen! Und ich kann Ihnen versichern, sollte ich jemals herauskriegen, wer diesen verdammten Phönix erscheinen ließ, werde ich diesen Jemand aufsuchen und ihm ganz sicher nicht danken! Ich habe keine Lust, in Ihrer oder jemandes anderen Schuld zu stehen! Mein Leben war vorbei!". Er holte Luft, sein Kopf hatte eine scheckige Rotfärbung angenommen und in seinen freudlosen Augen lag nichts als Verachtung. Harry nutzte die Gelegenheit: „Gut, Sir! Dann üben Sie sich mal fein weiter im Selbstmitleid! Denn meine Mutter hätte Sie nie auch nur in Erwägung gezogen! Ich würde meinen, zwischen uns ist alles gesagt! Oh! Und keine Sorge! Wir sind quitt! Sie schulden mir gar nichts!", damit drehte Potter auf dem Absatz um und verschwand dicht gefolgt von Weasley, den man deutlich „Hab's doch gleich gesagt! Der ändert sich nie!" murmeln hören konnte durch die Tür. Granger blieb noch unentschlossen stehen mit etwas wie Enttäuschung im Gesicht, sie öffnete kurz die Lippen, überlegte es dich dann anders und ließ Snape schließlich allein. Der stand jetzt mit dem Rücken zum Fenster und grübelte über das, was Potter gesagt hatte, was an sich schon ärmlich für ihn war. Dann kam ihm wieder Grangers Gesichtsausdruck in den Sinn. Sie hatte ausgesehen, als wäre ein Vorhaben von ihr gescheitert. War diese Besuchsidee die ihrige gewesen? Was hatte sie sich davon erhofft? Sie war die mit Abstand Klügste des Trios, wie selbst Snape ihr zugestehen musste, sie muss doch geahnt haben, dass Hund und Katze nicht plötzlich Frieden schließen würden. Er zwang sich, auf sein Fortkommen zu fokussieren und dachte nun darüber nach, wie gut seine Chancen standen, unbemerkt von der lauernden Presse aus der Krankenhaus zu kommen, um dort zu disapparieren. Oder ob man nicht einen Portschlüssel einrichten könnte, der ihn direkt aus diesem Zimmer wegbringen würde? Da kam Schwester Yvonne zum Verbandwechsel herein. „Mr. Snape, ich höre, Sie wollen uns verlassen?", routiniert begann sie mit ihrer Arbeit, die Snape inzwischen ohne Murren über sich ergehen ließ, den Blick in den Spiegel jedoch sorgfältig vermied. „Ja, so sehr mir Ihre mütterliche Art fehlen wird, muss ich doch sagen, dass mich hier nichts hält, außer der dämlichen Kimmkornkuh und ihren Kollegen vor der Tür.", schnaubte Snape mit einem verächtlichen Blick zur Tür. „Oh, dann wird es Sie freuen zu hören, dass man die Presse des Hauses verwiesen hat. Sie fingen an, die übrigen Patienten zu belästigen und das Personal von der Arbeit abzuhalten. Unmöglich, sag ich Ihnen!",
„Tatsächlich?", meinte Snape nur und sah sehnsüchtig Richtung Tür. „Wie lange wird Heliot wohl noch brauchen, bis meine Entlassung statthaft ist?", wollte er nun wissen. „Wenn Sie Glück haben, sind Sie zum Abendessen zuhause.", antworte Yvonne in einem Ton, der Snape bedeutete, dass er keine falschen Hoffnungen auf eine zeitnahe Entlassung haben sollte. Er quittierte das mit einem genervten Augenrollen und einem leisen Schnauben. „Dann werde ich mir zumindest schon mal die Füße vertreten, wo doch jetzt die Luft rein ist.", Yvonne beendete ihre Arbeiten an Snapes Hals und trat einen Schritt zurück. „Sie können in unseren Hospitalpark, der ist weitläufig genug, um seine Ruhe zu haben, aber zum Mittagessen sollten Sie wieder da sein – es gibt heute Kürbiseintopf.", Sie kannte Snape inzwischen gut genug, um zu wissen, dass sie ihn nicht ernsthaft mit Essen locken konnte, dass sie es dennoch mit einer gehörigen Portion Sarkasmus probierte, wusste Snape mittlerweile zu schätzen. Der Anflug eines Lächelns spielte daher um seine schmalen Lippen, ehe er sich von der Schwester abwandte und mit einem Schwenk seines Umhangs auf den Gang hinaus verschwand.
Gerade bog er in den Hauptgang ab, der ihn nach draußen in der geschützten Park des Krankenhauses führen würde, als er hinter sich rasch näher kommende Schritte und ein leichtes Keuchen vernahm. „Professor! Professor Snape, bitte warten Sie kurz!", Snapes Augenbrauen schoben sich unliebsam zusammen, als er sich langsam halb umwandte und Miss Granger schlitternd neben ihm zum Stehen kam. „Professor – Sir, ich wollte kurz mit Ihnen sprechen und mich entschuldigen für…", doch Snape unterbrach sie: „Sie machen doch nicht etwa immer noch Entschuldigungen für Ihre zwei kleinen Freunde, oder?", einen Moment lang wirkte er, als erinnerten ihn seine Worte an etwas, doch er fing sich in Sekunden und schaute kalt wie eh und je in Hermines Gesicht. „So interessant Ihre Ausflüchte zweifellos sein mögen, so muss ich Ihnen doch mitteilen, dass ich erstens nicht mehr Ihr Lehrer bin – also sparen Sie sich den ‚Professor' und zweitens diesen krankmachenden Räumlichkeiten gerade den Rücken kehren und etwas Frischluft und Ruhe suchen will.", und schon ging er auf die gläserne Tür zum Park zu. „Hätten Sie etwas dagegen, wenn ich ein paar Schritte mit Ihnen gehe? Ich verspreche auch, dass Sie sich keine Entschuldigungen anhören müssen!", sie schritt kräftig aus, um mit Snapes Gang mitzuhalten. Gerade schwenkte er energisch seinen Zauberstab und die Tür flog auf. „Wenn es denn sein muss, ich kann es Ihnen ja schlecht verbieten.", nun betraten die beiden ungleichen Gesprächspartner das Außengelände. Uralte schattenspendende Bäume standen auf Löwenzahnbetupften Wiesenflächen, ein Bachlauf schlängelte sich schlangengleich durchs Gelände, hier und da von weißen Holzbrücken überspannt und nur vereinzelt traf man auf andere Patienten und deren Angehörige. „Also, verraten Sie mir, weshalb Sie mir buchstäblich hinterher gerannt sind!", Snape sah nicht zur Seite. Er schenkte ihr zwar sein Gehör, sein Gehirn arbeitete jedoch weiter an seinen Möglichkeiten, wenn er erst hier raus wäre. „Ich…ähm…also, Sir. Ich dachte, Sie könnten mir vielleicht bei etwas helfen?", Snape blieb abrupt stehen und sah sich nun doch genötigt, seinen halbherzig neugierigen Blick auf Miss Granger zu heften. „Und was bringt Sie zu dieser Annahme?",
„Ich denke…", sie straffte ihre Haltung und zwang sich seinem Blick stand zu halten, ehe sie rasch fortfuhr. „…Sir, ich denke, wir haben etwas gemeinsam!". Ein Schnauben und das gefürchtete Kräuseln seiner Lippen wären schon Grund genug gewesen, die Aktion abzubrechen, doch Miss Granger musste es tatsächlich ernst meinen. „Es tut mir leid, aber ich sehe keinerlei Parallelen zwischen ihrem privilegierten, behütetem Leben und meiner Existenz. Ich bin auf Ihre Erklärung gespannt. Aber seien Sie gewarnt, falls – und da bin ich fast sicher- Potter Ihnen anrührende Geschichten über meine ihm überlassenen Erinnerungen erzählt hat, und Sie nun meinen, etwas über mich zu wissen, muss ich sie enttäuschen. Ich bin nicht mehr länger das, was andere in mir sehen wollen!", und damit setzte sich Snape wieder in Bewegung. „Nein Sir, ich rede davon, dass wir beide, wie unzählige andere auch, kaum damit gerechnet hatten, diesen Krieg zu überleben. Und jetzt sehen wir uns mit einer Zukunft konfrontiert, von der wir nie dachten, dass wir sie hätten.", Snape verzog einen Mundwinkel- das, was Miss Granger sagte, beschrieb tatsächlich ziemlich genau seine aktuelle Situation. „Weiter?", fragte er, stur auf den Weg vor sich starrend. „Sir, ich habe Vorkehrungen bezüglich meiner Eltern getroffen, um sie zu schützen. Und damit sie nichts verraten konnten, hätte Voldemort sie in die Finger bekommen.", Snapes Augenbrauen rutschten in Richtung seines fettigen Scheitels und obgleich er die Antwort zu kennen glaubte, fragte er: „Welche Art von Vorkehrung?",
„Gedächtniszauber. Sir, ich habe alle Erinnerungen an mich aus ihren Gedächtnissen gelöscht und in ihnen den Wunsch, auszuwandern geweckt, um sie in Sicherheit zu wissen.", sie hatte schnell gesprochen, fast als legte sie ein Geständnis ab und wartete nun auf den Urteilsspruch. Snape sah sie leicht von der Seite her an und meinte dann: „Nun, ich gratuliere Ihnen zu ihrer Weitsicht. Aber Hauspunkte kann ich Ihnen dafür nicht geben, denn wie bereits erwähnt, bin ich nicht länger Ihr Lehrer.",
„Sir, ich wollte Sie bitten, mir bei der Suche nach meinen Eltern zu helfen, denn offenbar sind sie ihrem Sehnen gefolgt und ausgewandert", sie klang kleinlaut und Snape meinte Verzweiflung zu erkennen. Immerhin hatte sie sich an ihn gewandt, obwohl er ihr stets mit Missgunst begegnet war. „Wohin haben Sie sie auswandern lassen?", fragte er interessehalber. „Australien, Sir.",
„Wo in Australien?",
„Einfach Australien.",
„Ist das Ihr Ernst? Herrje Granger! Ihnen hätte man doch mehr zugetraut! Dafür müsste man Ihnen glatt Punkte abziehen! Haben Sie auch nur eine ungefähre Vorstellung von der Größe Australiens?", sie waren wieder stehen geblieben und Snape starrte ungläubig zu Hermine hinunter, die beschämt zu Boden blickte und wie zur Entschuldigung murmelte „Es war mein erster Gedächtniszauber." Snape konnte sich nur wundern, was in seine ehemalige Schülerin gefahren sein mochte. „Was ist denn mit dem Rest des fabelhaften Trios? Man möchte doch meinen, dass Potter nichts gegen ein weiteres Abenteuer hätte und soweit ich das beurteilen kann, würde Weasley liebend gern für Sie nach Australien gehen und wenn nötig jeden Aborigine einzeln nach Ihren Eltern fragen.",
„Jaah, vielleicht. Die Sache ist nur…Harry würde mitkommen, weil er glaubt, mir das zu schulden. Er will eigentlich noch etwas Zeit mit Ginny verbringen, ehe er ihm Herbst zum Aurorentraining geht. Und Ron…na ja…ich habe mir da wohl was vorgemacht. Im Angesicht der Gefahren waren wir einfach emotional…aber die Wahrheit ist…Ron ist einfach nicht…",
„…gerade der Hellste?", das hämische Grinsen konnte Snape diesmal einfach nicht lassen und er war überrascht, auch über Hermines Gesicht ein Lächeln huschen zu sehen. „Er ist einfach nicht der Richtige. Und es wäre seltsam, nach allem was zwischen uns war, mit ihm…", Snape ertappte sich bei dem Gedanken, ob es wohl weniger seltsam wäre, wenn der meistgehasste ehemalige Lehrer von Hogwarts mit der womöglich besten Schülerin, die die alten Mauern der Schule je gesehen hatten, gemeinsam auf Reise ginge und einmal mehr kräuselten sich seine blassen Lippen in Verwunderung. „Und was erhoffen Sie sich davon, wenn ich Sie begleiten würde? – Rein hypothetisch!", das Aufflackern von Hoffnung in Hermines jungem Gesicht, gefiel Snape gar nicht. Er zog diesen Trip nicht einmal in Erwägung, aber es war doch recht interessant, dass Miss Granger ihn als Begleitung ihren beiden üblichen Kumpanen vorzuziehen schien. „Ich denke, Sie beherrschen Magie, von der weder Harry und Ron noch ich je gehört haben. Sie sind wahnsinnig klug und unheimlich mutig. Und ich fühle, dass ich Ihnen vertrauen kann.", Snape fühlte eine seltsame Wärme in sich aufsteigen. Außer von Dumbledore hatte Snape fast nie ehrlich gemeinte Worte der Achtung vernommen. Ja, er wusste, dass Miss Granger aufrichtig war. Er hatte unzählige Schüler beim Lügen ertappt und Geheimnistuerei war für ihn so deutlich zu erkennen, wie die Tatsache ob ein Kind zu den Weasleys gehörte. Doch das hier war anders. Granger sah ihm in die Augen und sagte frei heraus, was sie von ihm hielt und es war zur Abwechslung mal nicht Verachtung und Misstrauen. Severus gönnte sich das Glücksgefühl einige Sekunden lang, ehe er sich zu seiner üblichen Disziplin zwang. „Seien Sie vorsichtig mit derlei Annahmen, Miss Granger. Sie wären nicht die Erste, die von ihrem Gefühl getäuscht wird.", seine schwarzen Augen hingen noch zwei Sekunden an Hermines, ehe er sich zum Weitergehen umwandte. Doch Hermine ließ nicht locker: „Bitte, Sir! Denken Sie wenigstens mal drüber nach, ja? Was haben Sie denn zu verlieren?", entsetzt schlug Hermine die Hände vor den Mund. Das hatte sie nicht sagen wollen. Snape warf ihr jedoch nur einen geringschätzigen Seitenblick zu und lief stur geradeaus weiter. „Verzeihung, Profe- , Mr. Snape! Bitte. Nehmen Sie doch diesen Umschlag! Darin steht, wo ich die nächsten zwei Wochen sein werde – ich muss noch einiges vorbereiten und Nachforschungen anstellen…Falls Sie es sich doch noch überlegen…Ich würde mich freuen.", Hermine hielt einen kleinen braunen Umschlag in Snapes Richtung, doch er achtete nicht darauf, schließlich blieb sie enttäuscht stehen und sah wie sich der vom wallenden Umhang breite Rücken Snapes immer weiter entfernte. „Na gut…dann trotzdem gute Besserung.", traurig senkte die den Blick und wollte gerade den Umschlag wieder einstecken, als er ihr plötzlich aus der Hand gerissen wurde. Erstaunt sah sie, wie er direkt von ihrer in Snapes Hand flog, der sich zu ihr umgedreht hatte. „Das heißt noch gar nichts, Granger!", bellte er, doch Hermine hatte wieder ein zartes Lächeln im Gesicht als sie schließlich zurück zum Hospital lief.
