Spät am nächsten Morgen kratzte Snape unbeholfen an Hermines Zeltplane. Er wagte es nicht, einfach einzutreten, wollte jedoch wissen, wie es Miss Granger ging. „Wie fühlen Sie sich?", rief er schließlich, da sie das Kratzen offenbar nicht hörte. „Mister Snape? Kommen Sie doch rein!", kam die Antwort und Snape folgte. Zu seiner Überraschung stand Hermine in der Kochecke und rührte in einem Krug. Sie hatte wohl schon besser ausgesehen, aber sie wirkte wesentlich erholter auf ihn. „Wollen Sie auch einen heißen Kakao? Wissen Sie, Ihre Suppe und der Trank haben zwar wirklich super gewirkt, aber es gibt für eine Frau in meiner Lage nichts Besseres als Schokolade!", sie lächelte und wandte sich wieder ihrem Krug zu. „Nun, da ich weder eine Frau noch in Ihrer Lage bin, wäre es wohl eher…", Snape war wieder in seinen alten Trott der Ablehnung gefallen. Er hörte sich selbst reden und sah wie Hermine enttäuscht die Schultern sinken ließ. Da unterbrach er sich und begann von vorn: „Verzeihung. Jaah…warum nicht. Ein Kakao wäre wohl ein geeigneter Morgentrunk."

Erfreut wies Hermine auf die kleine Sitzgruppe und stellte zwei Tassen auf den Tisch. Steif nahm Snape platz und bekam sofort die Tasse mit süßlich duftendem, warmen Kakao gefüllt, serviert mit dem wohl strahlendsten Lächeln, dass ihm in den letzten fünfundzwanzig Jahren geschenkt wurde. Sie setzte sich mit einem untergeschlagenen Bein auf den Stuhl ihm gegenüber und legte die Hände um ihren Kakao. „Sir, es geht mir schon wieder ganz gut. Keine Ahnung, warum es mich so aus der Bahn geworfen hat. Wir sollten dann bald aufbrechen, sonst verstreicht der ganze Tag ungenutzt…" Sie hatte nicht darauf geachtet, wie verwirrt Snape sie angesehen hatte und inzwischen sah er mit gesenktem Kopf in seine Tasse. Etwas in ihm hatte sich geregt bei ihrem Lächeln – er hatte den Impuls gespürt, zurücklächeln zu wollen. Aber er war Snape und so war der Moment ungenutzt verstrichen. Nun saß er hier und rätselte über die Art ihrer ‚Beziehung'. „Miss Granger. Ich habe Ihnen einen Tag zur Erholung zugestanden und ich bin nicht gewillt, diesen Punkt nun neu zu verhandeln. Ihre Schmerzen mögen abgeklungen sein, Ihr Zustand aber ist nach wie vor bedenkenlich. Sie essen zu wenig! Ihre Eltern werden mich zur Rechenschaft ziehen, wenn sie statt der Tochter, an die sie sich plötzlich wieder erinnern, ein Gerippe zurückbekommen." Als Hermine ihn nun wieder ansah, zog er schmunzelnd einen Mundwinkel nach oben und ließ seinen Blick sinken. Sie war überrascht, diese Geste von Demut bei ihm zu sehen und erfreut über die Art, wie er offenbar versuchte, nett zu sein. Und so wagte sie einen Vorstoß: „Na ja, Sir. Sie sind in Sachen Essen nicht gerade ein Vorbild. Manchmal glaube ich, Sie leben einem Dementor ähnlich, von schlechten Gedanken, die Sie selbst erzeugen." Stille trat ein. Snapes schwarze Augen funkelten. Dann hob Snape ganz langsam die Kakaotasse an den Mund und leerte sie mit wenigen Schlücken. Hermine sah wie sein Adamsapfel ein paar Mal über den Rand der Bandagen um seinen Hals hüpfte und als er ausgetrunken hatte trafen sich ihre Blicke. „Sie irren sich. In Wahrheit lebe ich von positiven Gedanken, doch derer findet man nicht viele in meinem Umfeld.", sagte er schließlich ohne zu blinzeln und mit klarer, tiefer Stimme. Hermine schluckte, unfähig etwas darauf zu antworten. Snape aber drehte sich etwas, verschränkte Beine und Arme und schlug einen Plauderton an: „Und nun sagen Sie: Wie wollen Sie den Tag heute verbringen? Mit Schokolade und Schlaf? Zweifellos die beste Methode, wieder Etwas auf die Rippen zu bekommen. Ich frage ja nur, weil ich dann wohl den Hasen, der vorhin meinen Zauberstab kreuzte, allein essen muss." Hermine konnte es kaum glauben. Ihr gegenüber saß Severus Snape, ein Mann der scheinbar eiskalt töten konnte und obwohl sie ihn kritisiert hatte (ein Vergehen, dass ihr in Hogwarts mindestens zehn Punkte Abzug und eine Woche Nachsitzen eingebracht hätte), grinste er auf eine Art, die man bei ihm wohl schon als Lächeln gelten lassen musste. Er war immer noch der blasse, etwas schmierige Mann mit dem fiesen Grinsen, aber sie meinte etwas in seinen tief liegenden Augen aufblitzen gesehen zu haben, was eine freundliche Absicht erkennen ließ. „Sie waren auf der Jagd?", fragte sie verblüfft. „Von irgendwas müssen Sie ja satt werden. Und da Sie sich in letzter Zeit ziemlich haben gehen lassen, sehe ich mich gezwungen, zu intervenieren!",

„Aber einen Hase?", sie versuchte vergeblich, sich das mümmelnde Tier nicht vorzustellen wie es von einem grünen Blitz getroffen tot umfällt.

„Verzeihung. Wäre Ihnen ein Wildschwein lieber gewesen?", er wirkte amüsiert und Hermine war viel zu eingenommen von seinem guten Willen, als dass sie es ihm hätte übel nehmen können. Snape sah sie einige Augenblicke lang an, doch als sie nichts antwortete, erhob er sich und sagte: „Nun denn…Ich habe zu tun. Sie bleiben am besten hier drin, denn es wird ein heißer Tag. Baden Sie, lesen Sie ein Buch oder tun Sie sonst etwas, dass Sie entspannt. Heute gegen neunzehn Uhr gibt es Abendessen. Sein Sie bitte pünktlich." Dann wandte er sich um und ließ die verdatterte Hermine zurück.

Der Abend kam schneller als gedacht, denn Hermine hatte Snapes Anweisung befolgt und nur Dinge getan, die sie mochte und dabei vergeht bekannter Weise die Zeit besonders rasch. Sie hatte gelesen und geduscht und sich mal wieder die Zeit genommen, ihre Haare ordentlich zu trocknen und ihre Haut zu pflegen, die in der Hitze ziemlich gelitten hatte. Sie spürte das Arbeiten in ihrem Unterleib, aber es schmerzte dank Snapes Trank nicht und so fühlte sie sich zum ersten Mal seit fast drei Wochen wieder richtig wohl in ihrem Körper. Der Tag zum Erholen war eine wunderbare Idee gewesen. Nun war sie gespannt, ob Snape tatsächlich einen Hasen zubereitet hatte und trat aus ihrem Zelt in den lauen Abend.

Snape war den ganzen Tag beschäftigt gewesen: der Hase musste ausgenommen und vor Hitze und Ungeziefer geschützt, Feuerholz gesammelt und eine Beilage zum Fleisch gefunden werden. Er baute einen Lagerfeuerplatz inklusive Sitzgelegenheiten auf und rührte zwischendurch immer wieder in verschiedenen Kesseln. Für ihn war das nicht stressig. Ein Mann wie er brauchte eine anspruchsvolle Aufgabe um es mit sich selbst auszuhalten. Je beschäftigter er war, umso weniger grübelte er über sein Dasein nach. Und so war er über sich hinausgewachsen und hatte, obwohl selbst scheinbar unemotional eingestellt, ein stimmungsvolles Ambiente geschaffen: um das Feuer, über dem sich der Hase an einem Spieß langsam von allein drehte, steckten Fackeln in der Erde, die hoffentlich Stechinsekten etwas abhalten würden und später für Licht sorgen würden.

Punkt neunzehn Uhr erschien Miss Granger in luftigen Caprihosen und einem ärmellosen Oberteil im Eingang ihres Zeltes. Snape nahm sofort einen neuen vanilleartigen Duft an ihr wahr und bemerkte einen samtigen Schimmer in ihrem Haar, das sie in einem lockeren Pferdeschwanz trug. Er registrierte es lediglich ohne es zu bewerten, folgerte aber daraus, dass sie den Tag für sich genutzt hatte. „Guten Abend, Miss. Ich hoffe, Sie haben Hunger mitgebracht…Setzen Sie sich schon immer…es wird gleich angerichtet.",

„Vielen Dank.", antwortete Hermine, doch Snape rauschte gerade in sein Zelt und so nahm sie auf einem umgelegten Teil eines Baumstammes am Feuer platz und sah dem Hasen beim Krosswerden zu. Kurz darauf kam Snape mit zwei vor ihm schwebenden Kesseln wieder hinaus. Nachdem er diese auf den Boden gleiten gelassen hatte, begann er eine Keule des Hasen magisch abzutrennen. Er legte sie zu etwas Brot auf einen Teller und gab dann aus dem einen Kessel verschiedene Gemüsearten und aus dem anderen eine dunkle Soße dazu, ehe er ihn zusammen mit Besteck Hermine reichte. Dann zauberte er hinter dem zweiten Baumstammsitz zwei gefüllte Rotweingläser hervor und gab ihr eines. Zum Schluss nahm er sich selbst von dem Essen und setzte sich schließlich hin. „Auf…die Weiblichkeit, der sich in ihrer Einzigartigkeit die ganze Welt unterwerfen muss.", Snape hob sein Glas und prostete Hermine zu, die sich so im Mittelpunkt etwas unbehaglich fühlte. Deshalb antwortete sie: „Und auf die Männlichkeit, die oft genug selbst für Überraschungen sorgt. Wer hätte gedacht, dass Sie kochen können, Sir?" sie grinste schelmisch, damit er nicht glaubte, sie meine es ernst und sich angegriffen fühlte. Abfällig sah er sie an, nahm einen Schluck Wein und ließ dann sein Glas in der Luft neben sich schweben ehe er antwortete, während er sich dem Teller auf seinem Schoß zuwandte: „Tse tse tse…Miss Granger, Sie enttäuschen mich. Ihnen müsste doch klar sein, dass der Unterschied vom Zaubertrankbrauen zum Essenkochen minimal ist. Beide Künste verlangen planvolles Vorgehen, Konzentration und ein sorgfältiges Auswählen und Vorbereiten der Zutaten." Er schob sich von dem Gemüse in den Mund und sah kauend und die Augenbrauen hochgezogen zu Hermine. „Hm. Wo Sie Recht haben, haben Sie Recht.", sie nickte anerkennend und begann ihrerseits zu essen. Es schmeckte hervorragend, was nur zum Teil an Snapes Kochkünsten lag. Hermine kam es wie eine Ewigkeit vor, seit sie zuletzt eine vollwertige warme Mahlzeit gehabt hatte, weshalb sie wohl alles lecker fand und abgesehen davon, dass es ihr selbst immer wieder total unwirklich vorkam, hier mit Severus Snape zu sitzen, war es ein rundum gelungener Abend. Die Rotweingläser füllten sich selbstständig auf, wenn man einen Schluck genommen hatte und der Hase hätte für noch zwei weitere Personen gereicht. Als beide satt waren, ließ Snape Geschirr und Besteck in sein Zelt gleiten, wo es sich dem Geklapper nach selbst abwusch, packte die Reste vom Fleisch in eine Dose und ließ auch die im Zelt verschwinden. Dann legte er Feuerholz nach und sah in die auflodernden Flammen. Hermine betrachtete stumm die Schatten, die in Snapes bleichem Gesicht flackerten. Sie wusste, da er mit Harrys Eltern zur Schule gegangen war, dass er Ende dreißig war, doch sah er häufig, vor allem wenn er so verbittert blickte, wesentlich älter aus. In den wenigen Momenten aber, in denen Hermine ihn in letzter Zeit entspannt und beinahe freundlich erlebt hatte, wirkte er wie ein Junge, der eine viel zu große Last schulterte und zu früh hatte erwachsen werden müssen. Das zeigte sich auch in seinem oftmals verletzendem Verhalten: wie ein gekränktes Kind trachtete er danach, andere für seinen Schmerz leiden zu lassen. Hermine fragte sich, ob er sich noch immer nach Lily sehnte, war aber klug genug, diese Frage nicht laut auszusprechen. Stattdessen beschloss sie, sich zurückzuziehen und ihn seiner Grübelei zu überlassen. „Ähm, Sir? Ich danke Ihnen für den Tag heute und das wunderbare Essen. Morgen wieder bei Sonnenaufgang?", sie war aufgestanden und Snape sah einen Moment erschrocken zu ihr auf, als habe er vergessen, dass sie da war. „Wie geht es Ihnen, Miss Granger?", wollte er wissen und musterte sie wachsam, als habe er ihre Worte nicht gehört. „Ahm…ganz gut, Sir. Ich werde keine Probleme mehr machen."

„Das befürchte ich auch nicht. Ich meinte eher…fehlen Ihnen Potter und Weasley? Bereuen Sie oft, dass Sie wollten, dass ich Sie an ihrer statt begleite?",

„Sir?", Hermine konnte kaum glauben, dass er eine ernsthafte Antwort wollte. Seit wann scherte Snape sich um die Gefühle anderer?

„Keine Sorge, Miss Granger, ich kann Ihnen weder Punkte abziehen noch Strafarbeiten aufgeben, also seien Sie ruhig aufrichtig.", er schaute jetzt erwartungsvoll und unter dem Blick seiner ab und an im Feuerschein blinkenden Augen, setzte sie sich wieder hin und suchte nach Worten. „Na ja…es wäre gelogen, wenn ich behaupten würde, dass die Beiden mir nicht fehlen. Immerhin waren wir die letzten Jahre praktisch unzertrennlich. Sie sind wie eine Familie für mich. Aber wie ich Ihnen sagte, die Dinge begannen unbequem zu werden zwischen uns. Ron hat sich wohl schon länger Hoffnungen gemacht, die ich nicht erfüllen konnte und wollte. Das machte es für Harry schwer, denn er wollte sich auf niemandes Seite schlagen. Es ist eben wirklich so, dass Männer und Frauen keine Freunde sein können, ohne dass einer irgendwann mehr als Freundschaft will…" Erst als sie das schmerzverzerrte Gesicht Snapes sah, wurde ihr bewusst, was sie gesagt hatte und da war es bereits zu spät, es noch zurückzunehmen. „Es tut mir leid, Sir…" schob sie kleinlaut hinterher. Doch Snape hatte sich bereits gefangen. „Vermutlich ist das so…ja. Fahren Sie nur fort!" sein Ausdruck war nun freundlich interessiert. Den Schmerz, den er bei der Erinnerung an seine Freundschaft zu Lily gefühlt hatte, schloss er so wie immer tief in einer Ecke seines geschundenen Herzens ein. Und da erkannte er, dass diese Ecke leerer wurde, seit er aus dem Koma erwacht war. Die Erkenntnis, dass das alles schon so weit zurücklag und er sich allmählich wirklich positiveren Dingen zuwenden sollte, reifte zusehends in ihm heran. „Also, ich denke, ich vermisse es, wie es früher zwischen uns war…aber so wird es nie mehr sein. Das weiß ich inzwischen. Und was Sie angeht…Nun…Sie scheinen ein nicht halb so übler Mensch zu sein, wie sie ein Lehrer waren.", wieder versuchte sie durch Grinsen, ihre gute Absicht klar zu machen. „Jedenfalls tut es gut, wenn man sich auf jemanden wie Sie verlassen kann. Und was den Geselligkeitsfaktor betrifft, machen Sie große Fortschritte! Der Abend heute war jedenfalls wirklich schön, auch wenn ich nicht denke, dass mir das irgendjemand in Hogwarts glauben würde. Wenn Sie noch etwas gesprächiger wären, könnte ich mir sogar vorstellen, dass ich gar keine andere Begleitung bräuchte.", das Grinsen geriet nun ziemlich verlegen, denn Hermine wusste nicht, wie Snape auf Lob reagieren würde. Er sah sie mit einseitig gehobener Augenbraue an. „So so…gesprächiger also? Worüber sollte ich denn Ihrer Meinung nach mit der besten Freundin unseres großen Potters reden? Sie sind vielleicht klüger als er, aber genauso frech!". Wenn Hermine ihn jetzt nicht hätte sehen können, wäre sie wahrscheinlich im Erdboden verschwunden bei dieser Ansprache. Doch sie saß nur wenige Meter von ihm entfernt und konnte erkennen, dass er sie herausfordernd ansah. Seine Mundwinkel zeigten amüsiert nach oben und die Augen funkelten listig. Snape war selbst überrascht, aber er genoss die Konversation mit Miss Granger immer mehr. Ihr Esprit war beinahe mitreißend und ihre Anwesenheit war angenehmer als er gedacht hatte.

„Sie könnten mir zum Beispiel verraten wie oft Sie schon bereuten, sich auf diesen Trip eingelassen zu haben?", langsam testete Hermine die Grenzen von Snapes Toleranz aus. Der bleckte die ungepflegten Zähne zu einem zynischen Grinsen. „Wenn sie die Wahrheit hören wollen: unzählige Male! Ich schätze, allein wäre ich meinem Ziel schon ein gutes Stück näher. Allerdings…", sein Blick wurde jetzt abschätzend und seine Gesichtzüge wirkten nicht mehr ganz so verhärtet. „Allerdings muss ich zugeben, dass Ihre Präsenz eine…nun…erheiternde Wirkung hat. Im Übrigen weiß ich Ihr Vertrauen zu schätzen und will daher versuchen, Ihnen gerecht zu werden!"

„Wie wäre es dann, wenn wir uns abends nicht jeder gleich in sein Zelt verziehen, sondern den Tag ähnlich wie heute ausklingen lassen? Natürlich nicht jeden Abend! Und Sie müssen auch nicht immer für Essen sorgen…Nur so oft und lange, dass ich meine Sprechfähigkeit nicht vollkommen einbüße?",

„Meinetwegen! Sie wollen reden – Sie überlegen sich Themen!", Severus Snape hatte keine Lust auf ratloses Schweigen und betretene Gesichter nach einer solchen Absprache. „Und morgen ziehen wir durch! Wir müssen einen ganzen Tag aufholen." Er stand auf und ging langsam Richtung Zelt. „Bei Sonnenaufgang abreisefertig, Miss Granger, ansonsten wird mir kein Wort mehr über die Lippen kommen.", dann hielt er inne, wandte sich um und grinste höhnisch. Sie saß noch auf ihrem Stamm und sah ihn belustigt an. Eine störrische Strähne ihres Haares hatte sich aus dem Zopf gelöst und umspielte ihr Gesicht, das im Feuerschein plötzlich weich und weiblich wirkte, was Snape vorher so nicht aufgefallen war. Sein Grinsen erlosch und beinahe ernst ergänzte er: „Der Tag heute hat Ihnen gut getan. Sie sehen…besser aus. Gute Nacht."

Und dann verschwand er in sein Zelt und Hermine blieb allein zurück. Sie fühlte sich seltsam euphorisch. Gedankenverloren löschte sie das Feuer und machte sich mit einem nicht enden wollenden Lächeln auf in ihr Zelt.