2. Die Gala

Die große Galloping Gala war nächste Woche und Twilight hatte all ihre Freunde gerufen, um mit den Vorbereitungen dafür zu helfen, außer Rainbow Dash, da sie einer der Wonderbolts war und diese sowieso schon ein Teil des Unterhaltungsprogramms waren. Applejack war für das Essen verantwortlich, Fluttershy brachte ihre Singvögel mit, Pinkie Pie war für das Dekorieren zuständig und Rarity machte die Kleider für alle ihre Freundinnen.

Die vier näherten sich dem Palasttor und wurden durchgelassen, da die Wächter sie bereits kannten. An Stelle von Twilight wurden sie von ihren Bruder begrüßt.

„Hallo Mädchen," sagte Shining Armor. „Wir sind so froh, dass ihr kommen konntet. Twilie und die anderen nehmen bereits das Abendessen zu sich. Sie wollte, dass ich euch zu ihnen begleite."

Applejack seufzte erleichtert. „Gott sei Dank! Ich bin am verhungern!"

Pinkie Pie sprang den Korridor entlang. „Ich liebe es mit den Prinzessinnen zu Abend zu essen!"

„Du liebst es doch mit jedem zu Abend zu essen, Schätzchen," kicherte Rarity.

Im Esssaal saß Celestia am Kopf des Tisches, Twilight und Spike zu ihrer Rechten, Luna und Cadance zu ihrer Linken. Als sie ihre Freunde sah vergaß das violette Einhorn ihre Manieren für einen Moment, als sie aus ihrem Sitz aufsprang und sie mit einer Umarmung begrüßte.

„Ich bin so froh, dass ihr hier seid!" rief sie vor lauter Freude aus. „Ich habe euch seit Wochen nicht gesehen!"

„Wir sind froh, dass wir hier sind," verkündete Applejack. „Nun. Wie wäre es wenn wir jetzt etwas essen?!"

Als sie aßen, holten die Freunde ihre verpasste Zeit miteinander wieder auf. Twilight erzählte ihnen von ihren neuen Zaubern, welche sie erlernt hatte, Rarity redete über die Kleider, die sie für die Gala geplant hatte, Applejack fragte, ob die Waisenkinder auf dieses Ereignis mit eingeladen werden könnten und Pinkie Pie brabbelte etwas über Pudding. Fluttershy lauschte höflich den Gesprächen und nickte, falls notwendig. Dann verkündeten Shining Armor und Cadance große Neuigkeiten.

„Soll ich es ihnen erzählen?" fragte das Alihorn ihren Ehemann.

„Ich denke du hast dazu das Recht," antwortete er mit einem Zwinkern.

Sie lächelte in die Runde. „Wir bekommen ein Baby!"

Alle Ponys schnappten überrascht nach Luft.

„Warte eine Sekunde!" rief Pinkie. Dann trank sie einen Schluck Wasser und spuckte es wieder aus. „Ihr bekommt ein Baby?! Herzlichen Glückwunsch! Ich darf doch mit ihm spielen, oder?"

Cadance lachte. „Aber natürlich Pinkie."

Twilight klatschte. „Hurra! Ich werde eine Tante!"

„Wann wird das Baby erwartet?" fragte Rarity.

„In zehn Monaten," antwortete Shining Armor.

„Das schreit gerade zu nach einem Toast!" gab Celestia bekannt. Sie hob ihren Kelch. „Auf den neuen Prinzen oder die neue Prinzessin!"

Die anderen hoben ihre Kelche und jubelten in Zustimmung.

„Warte," unterbrach Spike. „Ich bin doch nicht derjenige, der die Windeln wechseln muss, oder?"

Alle Ponys lachten. Fluttershy lächelte nur sanft. Sie war wirklich glücklich für das junge Paar, aber aus irgendeinem Grund konnte sie diesem Glück keinen Ausdruck verleihen. Nur Applejack bemerkte Fluttershys Depression und hörte auf zu lachen. Ihre Freundin war jetzt schon eine ganze Weile so. Während sie an gesellschaftlichen Ereignissen so oft wie möglich teilnahm, schien sie diese jedoch nie zu genießen. Es bereitete dem Cowgirl sorgen und sie war entschlossen herauszufinden was los war.


Am nächsten Tag begannen die Vorbereitungen für die große Galloping Gala. Pinkie Pie brachte ihre Partykanone in den Ballsaal, um damit Ballons und Konfetti überall zu aufzuhängen. Prinzessin Celestia war sich sicher, dass die diesjährige Gala weniger langweilig sein würde. Rarity rief die Mädchen einzeln herbei, um Maße zu nehmen und sie nach ihrer Meinung für die Kleider zu fragen, obwohl sie wussten, dass man der Vorstellung des Einhorns vertrauen konnte und demnach nicht zu viele Vorschläge machen sollte.

Nachdem alle Einkäufe für das Festessen auf dem Markt getätigt waren entschied sich Applejack einen Spaziergang im Garten zu machen. Sie musste das Essen erst am Vortag der Gala vorbereiten, daher hatte sie nun etwas Zeit für sich selbst. Sie folgte einen melodischen Klang und begegnete Fluttershy, welche das Vogelchor leitete. Sie stoppten inmitten der Melodie.

„Nein, es muss mehr wie..." sie sang ein paar Töne mit ihrer lieblichen Stimme. „Verstanden?"

„Howdy Fluttershy!" sagte Applejack in einer Lautstärke, welche ausreichte, um die Vögel zu verscheuchen. Das Pony strahlte entschuldigend. „Ups, tschuldige."

Das Pegasuspony seufzte und schenkte ihr ein kleines Lächeln. „Ist schon in Ordnung. Wir wollten sowieso gerade eine Pause einlegen."

Applejack studierte ihr Gesicht sorgfältig. „Stimmt etwas mit dir nicht Zuckerschnäuzchen?"

„Was? Oh nein, alles ist in Ordnung."

Dieser Ton überzeugte sie allerdings nicht. „Fluttershy, ich will ehrlich mit dir sein. Du scheinst in letzter Zeit ziemlich unglücklich zu sein. Weißt du, ich kann mich gar nicht mehr daran erinnern, wann ich dich das letzte Mal habe lächeln sehen. Ich meine ein richtiges Lächeln. Eines das du ernst meinst."

Fluttershy hielt inne und drehte sich dann von ihr weg. „Es ist nichts, wirklich."

Applejack holte tief Luft. „Es sind diese Alpträume, oder? Du hast sie noch immer, richtig?"

Das Pegasuspony schwebte langsam zu Boden und versteckte beschämt ihr Gesicht. Ihre Freundin legte ihr einen Huf versichernd auf die Schulter.

„Zuckerschnäuzchen," sagte sie langsam. „Es sind jetzt schon drei Jahre. Discord ist schon längst weg. Du hast nichts mehr zu befürchten. Du musst es endlich loslassen."

Sie schniefte kurz. „Ich weiß, aber die Alpträume brechen einfach nicht ab, selbst wenn ich wach bin! Es ist so als wäre, egal wo ich hinschaue er immer da, um mich zu beobachten, um zu warten, um...um... Ich weiß nicht! Um mich wegzuholen oder irgendwas! Ich... Ich kann einfach nicht..."

Als sie anfing zu weinen streichte ihr Applejack beruhigend über die Mähne.

„Hey, es ist in Ordnung. Es ist alles nur deine Einbildung. Discord kommt nicht zurück und er wird dich auch sicherlich nicht uns wegnehmen."


Keiner von ihnen wusste, dass in einer weit entfernten Höhle ihr alter Feind diese Szene in einem Spiegel betrachtete.

„Es ist einfach zu amüsant!" stieß er aus. „Oh, diese dramatische Ironie von allem! Oh, stell dir nur einmal den Ausdruck in ihren Gesichtern vor, wenn ich nach all dieser Zeit dann direkt vor ihnen stehen werde!"

Das Bild im Spiegel verwischte und nur sein Spiegelbild war noch sichtbar.

„Und warum haben wir uns all diese Jahre versteckt?" spottete sein Spiegelbild.

„Damit wir diesen naiven Ponys ein falsches Gefühl der Sicherheit geben, um dann überraschend zuschlagen zu können! Basierend auf ihrer jetzigen Gefühlslage würde ich sagen die Zeit ist gekommen! Sie alle denken ich wäre endgültig verschwunden!"

„Außer dieses kümmerliche Pegasuspony."

„Und, wenn interessiert's? Ihr hört doch sowieso kein Pony zu," er kicherte. „Oh, dieses Pony wird einen ziemlichen Schrecken bekommen."

„Was ist denn nun genau dein Plan dieses mal? Willst du sie wieder in ihre gegenteiligen Persönlichkeiten verwandeln?"

„Ja genau, weil das ja das letzte Mal so gut funktioniert hat! Nein, wir sollten nichts tun was man umkehren kann. Wir müssen eher eine dauerhafte Veränderung anstreben," er tippte auf sein Kinn mit seiner Adlerklaue.

Das Problem ist, dass diese Ponys die Elemente der Harmonie sind," sagte sein Spiegelbild. „Solange sie gewillt sind die Elemente zu nutzen sind wir nicht sicher."

Seine Augen weiteten sich teuflisch. „Ja, aber was wenn sie nicht gewillt sind sie einzusetzen?"

Sein Spiegelbild lächelte böse. „Oh, ich liebe diesen Gedanken! Also, was ist der Plan?"

„Ich erzähl es dir später. Diese Ponys erleben die Überraschung ihres Lebens!"

Er brach in ein wahnsinniges Gelächter aus, welches in der ganzen Höhle als Echo zu hören war. Danach betrachtete er die Leere seines Verstecks.

„Weißt du, ich sollte wirklich aufhören Selbstgespräche zu führen."


Die Gala war nur einen Tag entfernt, als durch Spike eine Nachricht für Prinzessin Celestia ankam.

„Es gibt eine Krise in Sattelarabien," verkündete sie den anderen Prinzessinnen, nachdem sie das Pergament sorgfältig durchgelesen hatte.

„Was für eine Krise?" fragte Luna.

„Es fehlen genauere Einzelheiten, aber es besagt, dass ich, du und Cadance sofort zur Hilfe eilen sollen."

„Was ist mit mir?" fragte Twilight.

„Es steht nun einmal so da und selbst wenn sie alle von uns angefordert hätten, müsste trotzdem jemand zurückbleiben."

„Aber ihr könnt Canterlot jetzt nicht verlassen! Was ist mit der Gala?"

„Wir müssen sofort los. Ich übertrage dir die Verantwortung für alles Twilight, die Gala eingeschlossen."

Das Alihorn erstarrte. „Ich? Equestria regieren? Mich um die Gala kümmern? Ganz alleine?"

Celestia nickte. „Deine Freunde und dein Bruder werden dir natürlich helfen, aber ja. Bis wir zurückkehren obliegen dir alle königlichen Pflichten."

„Aber... Ich bin noch nicht einmal ein Jahr lang eine Prinzessin und jetzt wollt ihr, dass ich das Königreich ganz alleine regiere. Seid ihr sicher, dass ich bereit bin?"

Das große Alihorn hob ihr Kinn mit ihrem Huf. „Das bin ich."

Als die anderen davon hörten gerieten sie in Panik.

„Du sagst sie werden nicht der Gala beiwohnen?" stieß Rarity hervor. „Oh und ich habe für sie nun diese schönen Kleider ganz umsonst genäht!"

„Wir müssen und also ganz allein um alles kümmern?" fragte Fluttershy besorgt.

„Ach, wir haben doch schon vorher größere Partys geschmissen!" sagte Pinkie aufmunternd. „Das wird überhaupt kein Problem sein."

„Aber etwas so großes wie die große Galloping Gala? Das ist ein richtiges Großereignis. Oh, ich glaube ich werde..."

Applejack fing sie auf, bevor sie den Flur berühren konnte.

„Ich bin auch nervös," erklärte Twilight. „Aber macht euch keine Sorgen Mädchen. Ich weiß, dass wir das schaffen können, wenn wir nur alle an einen Strang ziehen!"

Das hob die Motivation aller Ponys und sie jubelten. Nun, alle Ponys bis auf Fluttershy, welche nur ein halbherziges „Yay." beisteuerte.

„Auf was warten wir dann noch?" sagte Rarity. „Wir haben eine Gala zu planen!"

„Ich werde mit meinen Singvögeln noch etwas proben."

Ihre vier Freunde sahen verwirrt dem Pegasuspony hinterher, welches traurig davon trottete.

„Was ist denn mit Fluttershy los?" fragte Pinkie verwundert. „Die große Galloping Gala ist doch morgen! Sie sollte glücklich sein! Warum ist sie es aber dann nicht?"

„Du weißt doch wie sie mit gesellschaftlichen Veranstaltungen umgeht," sagte Rarity.

„Aber so habe ich sie auch noch nie zuvor gesehen," bemerkte Twilight.

„Es sind wieder diese Alpträume," erklärte Applejack. „Sie scheinen schlimmer zu werden."

Das Gesicht des Alihorns füllte sich mit Sorge. „Wie lange ist sie schon so?"

„Eine Weile. Ich kann mich nicht daran erinnern, wann ich sie das letzte Mal habe lächeln sehen."

Pinkie grübelte. „Wisst ihr was? Daran kann selbst ich mich nicht erinnern! Ich meine, wenn sie lächelt, dann sieht das immer so erzwungen aus."

„Wusstet ihr, dass sie unzählige Einladungen von Hengsten bekommt?" erwähnte Rarity. „Aber sie lehnt alle Einladungen von ihnen ab! Ich kann sie einfach nicht verstehen! Würde ich so viel Aufmerksamkeit bekommen, dann würde ich geradezu darin schwelgen!"

„Du sagst sie hat Alpträume?" fragte Twilight. „Meinst du diejenigen mit...?"

Sie brauchte den Satz gar nicht zu beenden. „Genau. Sie bekommt dieses Monster einfach nicht aus ihrem Kopf."

„Aber er ist jetzt schon seit drei Jahren fort!" erinnerte sie Rarity. „Wovor hat sie denn Angst?"

„Wir müssen einen Weg finden diese traurige Miene umzudrehen!" verkündete Pinkie. „Aber wie?"

Sie dachten alle einen Moment lang nach. Dann leuchtete Rarity etwas ein.

„Was sie braucht ist einen gesellschaftlichen Auftrieb! Sie sollte mehr bei der Gala morgen tun, wie nur das Vogelchor leiten! Sie sollte ein Ständchen singen!"

„Du hast recht!" stimmte Pinkie ihr zu. „Sie hat eine großartige Stimme, aber sie zeigt es nicht allzu oft. Das könnte ihre Chance sein!"

„Was ist mit ihrem Lampenfieber?" fragte Applejack.

„Oh bitte," sagte Rarity leicht verstimmt. „Es ist höchste Zeit, dass sie darüber hinwegkommt."

„Ich vermute sie könnte singen," sagte Twilight. „Wir müssen sie aber zuerst fragen."

Fluttershy war anfangs zögerlich, aber sie entschied sich schlussendlich dafür, da sie so auf andere Gedanken kommen konnte. Außerdem hatte sie eine viel größere Angst vor ihren Alpträumen, als davor auf einer Bühne zu singen.


Die vornehmen Ponys waren erstaunt, als sie am Abend das Schloss betraten. Der Ballsaal war wie beim Geburtstag eines sechsjährigen geschmückt, die Tische waren mit bürgerlichen Backwaren bedeckt, das Orchester spielte den Pony Pokey und Prinzessin Twilight grüßte die Gäste an Stelle von Prinzessin Celestia. Sie tat dies natürlich nur für die ersten paar Minuten und mischte sich dann unter die Leute. Die Szene war so lebendig durch die Anwesenheit der Waisenkinder von Canterlot. Die Canterlot Elite war zuerst schockiert, aber bald schon freundeten sie sich mit dieser rustikalen Art an. Sie mussten zugeben, dass die Gala dieses Jahr um einiges unterhaltsamer war.

Pinkie Pie war gerade inmitten eines Liedes, als sie plötzlich etwas rief. „RAINBOW DASH!"

Die Wonderbolts hatten gerade den Ballsaal betreten und Rainbow Dash wurde gleich von den enthusiastischen Pony umarmt.

„Ich bin sooo froh, dass du hier bist!" kreischte Pinkie.

Das blaue Pegasuspony legte einen Arm um sie und lachte. „Es ist auch schön dich zu sehen Pinkie."

Sie ging dann auf Twilight und Applejack zu, welchen sie eine Umarmung anbot.

„Hey, sagt mal, wo sind Rarity und Fluttershy?" fragte sie, als sie sich umsah.

„Fluttershy probt ihren Song und Rarity holt die Mitglieder des Schönheitsfleckenclubs vom Bahnhof ab," erklärte Applejack mit einem kichern. „Auch wenn sie jetzt wohl nicht mehr der Schönheitsfleckenclub sind."

„Whoa, Whoa. Mal schön langsam. Fluttershy probt was?"

„Sie wird heute Nacht ein Lied singen," antwortet Twilight.

Rainbow sah sie ungläubig an. „Fluttershy? Auf der Bühne?"

„Wir dachten es könnte ihrem Selbstvertrauen auf die Sprünge helfen."

„Und was war das mit dem Schönheitsfleckenclub?"

Applejack wollte gerade antworten, als eine junge Stimme schrie. „Rainbow Dash!"

Sie gehörte zu Scootaloo, welche geradezu auf ihr Vorbild zu spurtete . Rainbow grüßte ihre Adoptivschwester mit einer Umarmung.

„Ich habe dich vermisst Scoot! Lass dich mal ansehen. Wow, du bist ganz schön gewachsen kleine. Und..." sie machte eine kurze Pause. „Ist das...?"

Scootaloo hob ihren Rock, um ein Bild eines roten Scooters auf ihrer Seite zu enthüllen. „Ist das zu fassen? Ich habe endlich meinen Schönheitsfleck bekommen!"

Rainbow und Twilight schnappten nach Luft. Applejack grinste. „Ich hab's euch ja gesagt."

„Glückwunsch, Kleine!" Das ältere Pegasuspony fuhr spielerisch über ihre violette Mähne. „Ich wusste schon immer das du ein paar professionelle Moves mit dem Scooter drauf hast!"

„Ich weiß!" rief Scootaloo aus. „Wie konnte ich nur nicht wissen, dass das mein spezielles Talent ist?"

Dann ging Rarity auf Sweetie Belle und Apple Bloom zu, die, wie Scootaloo, elegant gekleidet waren. Apple Bloom trug ein glitzerndes rotes Kleid und hatte ihre pinke Schleife mit einer funkelnden grünen getauscht. Sweetie Belle trug hochhackige Glasschuhe, welche gut zu ihren blauen Kleid mit den durchlässigen Randdekorationen passten. Scootaloos Haar war lang und wild und ihr Kleid war eine prachtvolle Mischung aus orange und violett.

„Wow." Twilight staunte über die Kleider der Mädchen. „Ihr seht toll aus! Hast du ihnen diese Kleider angefertigt Rarity?"

„Kannst du es glauben?" antwortete Rarity. „Die liebe Apple Bloom hat die Entwürfe dazu angefertigt!"

„Wirklich?" sagte Applejack.

„Ja!" rief ihre Schwester aus. „Und rate mal was gestern erschienen ist."

Sie hob ihren Rock, um Applejack ihren Schönheitsfleck zu zeigen. Es war ein Apfel, der mit einem Pinsel rot angemalt wird.

„Warum...Warum hast du mir das nicht erzählt? Ich wusste es nur von Scootaloo und Sweetie Belle...Ich war besorgt das du..."

„Ich wollte das es eine Überraschung wird! Ich war gut im entwerfen von Kleidern und so dachte ich, dass ich unser Clubhaus einen neuen Anstrich geben könnte! Als ich fertig war ist er einfach so erschienen!"

Applejack schniefte und nahm ihre kleine Schwester in den Arm. „Meine kleine Apple Bloom ist endlich erblüht!"

„Aber du sagtest Sweetie Belle hatte auch ihren Schönheitsfleck, oder?" fragte Twilight.

„Habe ich auch!" Das kleine Einhorn pfiff, als sie ihre Seite den anderen zeigte.

Sweetie Belles Schönheitsfleck war eine lavendelfarbene Musiknote, welche eine Glocke klingeln ließ. Twilight musste gar nicht erst fragen, was ihr besonderes Talent war.

„Ich wusste schon immer das du eine liebliche Singstimme hattest."

„Ich bekam ihn bei einer Talentshow," erklärte Sweetie Belle. „Wir versuchten uns als Komiker, aber kein Pony lachte."

„Und dann fing Sweetie Belle das Singen an," unterbrach sie Scootaloo. „Und wir stiegen dann in ihren Lied mit ein."

„Als alle Ponys klatschten wurde mir klar, dass ich nicht nur das Singen an sich liebte, sondern auch, dass ich sehr gut darin bin! Danach erhielt ich meinen Schönheitsfleck!"

„Und wir haben gewonnen!" fügte Apple Bloom hinzu.

„Ihr drei habt einen langen Weg zurückgelegt," bemerkte Rainbow Dash.

„Das haben wir alle," sagte Twilight.

Keiner von ihnen bemerkte den grauen Hengst, der sie aus der Entfernung belauschte. Sein Hirschgeweih und Ziegenhorn waren unter einem Zylinderhut versteckt. Es war das Einzige, was er neben seinen rot-gelben Augen an seiner Erscheinung nicht geändert hatte. Er musste bei der Aussage des Alihorns lächeln.

„Das stimmt Twilight Sparkle, mich eingeschlossen."