Snape konnte kaum fassen, was letzte Nacht passiert war. Noch immer spürte er ein wonnigliches Ziehen in seinen Lenden, wenn er daran zurückdachte, wie sie sich einander hingegeben hatten.

Ungeübt wie er gewesen war, hatte es nicht lang gedauert, bis sich seine Verzückung ihren Weg gebahnt hatte. Doch von da an hatte er all sein Tun nur noch auf Hermine ausgerichtet und sie hatten sich Zeit gelassen, einander zu erkunden. Er war mit ihrem Einverständnis in ihren Geist eingedrungen, wo er genau lesen konnte, was sie brauchte und wollte – sehr viel später hatte er ihren Körper dann vollkommen erobert. Was er dabei gefühlt hatte, konnte er kaum in Worte fassen. Er wusste nicht einmal genau, ob der daraus resultierende Höhepunkt, der jedwedes Denken vernebelt hatte, sein eigener oder Hermines gewesen war. Sie waren geistig wie physisch Eins geworden, wie er es nie für möglich gehalten hatte. Wie berauscht waren ihre Leiber gewesen und schienen nicht genug vom anderen bekommen zu können.

Erst in den frühen Morgenstunden war Hermine körperlich und emotional völlig erschöpft in Snapes Armen eingeschlafen. Für ihn jedoch war an Schlaf nicht zu denken. Zunächst hielt in die Überdosis Glückshormone wach, dann die Tatsache, dass er sein Bett noch nie mit jemandem geteilt hatte und Hermine gemessen an ihrer zierlichen Gestalt unverhältnismäßig viel Platz beanspruchte. Schließlich, seit einigen Minuten war es einmal mehr sein Hirn, das ihn nicht zur Ruhe kommen ließ. Er hatte mit einer Hand seinen Zauberstab aus dem Umhang gefischt und drehte und wendete ihn nun nachdenklich.

Ein kleiner, unkomplizierter Gedächtniszauber und ihm allein bliebe die Erinnerung an diese wahrlich magische Nacht – ganz ohne die sich daraus wahrscheinlich ergebenden Komplikationen. Er hatte buchstäblich den schlafenden Drachen in sich geweckt und der würde nun, da er wusste, worauf er all die Jahre hatte verzichten müssen, kaum mehr unter Kontrolle zu halten sein. Außerdem hatte er Hermine nun endgültig befleckt.

Apropos befleckt! Sie waren unvorsichtig gewesen. Snape packte das blanke Entsetzen. Behutsam zog er seinen Arm unter Hermine hervor und stand auf. Er warf sich seinen Umhang über und eilte zu seiner Tasche. Dann kramte er darin bis er ein kleines Büchlein in den Händen hielt, dessen Einband zwei gekreuzte Beinknochen zierte. Er blätterte energisch und sah immer wieder zu Hermine. Als er gefunden hatte, was er suchte, überflog er die Seite und atmete erleichtert aus.

Sogleich machte er sich ans Brauen eines Trankes aus Feuerwurzel und Mutterkorn, den er Hermine in ihren Morgentrunk mischen würde. Er wollte ihr auf keinen Fall ein Kind von sich antun. Zumal sie das nur noch mehr an ihn gebunden hätte.

Als er fertig war, stellte er das nach Schokolade duftende Getränk neben sie auf den Nachtschrank und betrachtete sie eine Weile. Die dünne Bettdecke ließ ihre weiblichen Formen erahnen und das wuschelige Haar säumte wild ihr zufriedenes Gesicht. Ehe er wusste, was er tat, strich seine Hand eine Strähne von ihrer Wange und beinahe alles an ihm mochte sich sogleich wieder an sie schmiegen. Er war mehr als gewillt, ihr alles zu geben, was sie brauchte. Aber konnte er das überhaupt? Sein ganzes verbittertes und einsames Dasein war das komplette Gegenteil dessen, was er ihr wünschte. Und was zwischen ihnen geschehen war, hatte keines ihrer Probleme gelöst. Im Gegenteil. Alles wirkte nur noch viel komplizierter.

Sei es drum. Er würde ihr Gedächtnis bezüglich der gemeinsamen Nacht nicht ändern. Es war das Vollkommenste, was er je erlebt hatte und wenn sie nur annähernd wie er empfand, wäre es nicht fair ihr dies zu nehmen. Und was wäre dieses Erlebnis denn noch wert, wenn sie sich nicht mehr daran erinnern würde, es mit ihm geteilt zu haben?

Er atmete tief ein und aus und zog sich schließlich in die Nasszelle zurück, um sich frisch zu machen.

Wenig später wachte Hermine auf. Sie hörte das Rauschen der Dusche nebenan und räkelte sich in Snapes Bett, das intensiv nach ihm und ihrem Liebesspiel von letzter Nacht roch. Sie hatte das Gefühl, erst jetzt das ganze Potential ihres Körpers zu kennen. Severus hatte ihre Sehnsüchte erkannt, bevor sie ihr selbst bewusst geworden waren und gemeinsam war ihnen ein beinahe tantrischer Sinnenrausch gelungen. Sie gehörte nun ganz ihm und er auch irgendwie ihr.

Ihr wurde wohlig warm, wenn sie an seinen an Marmor erinnernden blassen Körper dachte, der trotz seiner Schmächtigkeit eine immense Kraft und Ausdauer bewiesen hatte. Nie mehr würde sie vergessen, wie sich seine begabten Hände auf ihrer Haut anfühlten oder seine Küsse, die immer leidenschaftlicher geworden waren. Durch die besondere mentale Verbindung, die er zwischen ihnen aufgebaut hatte, hatte sie seine Erregung wie ihre eigene gespürt.

Sie war überrascht gewesen, als Severus ihr, als sie beide vollkommen nackt beieinander lagen, gestanden hatte, dass er noch nie jemandem so nahe gewesen war, wie ihr in diesem Moment. Er hatte jedoch schnell und gut gelernt, sodass sie jegliche Angst vor dem Ersten Mal verloren und den kurzen Schmerz kaum wahrgenommen hatte. Sie war angefüllt mit den glücklichsten Erinnerungen, die sie sich vorstellen konnte und wäre nicht verwundert, wenn ihr Patronus jetzt ganze Heerscharen von Dementoren vertreiben könnte und irgendwie auf Snape hinweisen würde.

Da entdeckte sie die Tasse auf dem Nachtschrank und schmunzelte dankbar. Arglos trank sie die heiße Schokolade und fühlte sich so behaglich, dass nichts ihre Hochstimmung trüben konnte. Sie wollte gar nicht aufstehen und wartete stattdessen begierig auf Snapes Rückkehr.

Zum Rasieren stellte sich Severus dicht vor den kleinen Spiegel im Bad und staunte über sich selbst: sein Hals war wieder von straffer alabasterfarbener Haut bedeckt – nur noch als winzige weiße Punkte waren die unzähligen Zahnabdrücke Naginis zu erkennen. Obgleich er seine kürzeren Haare mit noch weniger Pflege bedachte, fielen sie gefällig; lässig und ganz ohne fettigen Glanz. Die von dichten Wimpern gesäumten Augen blicken aus nicht ganz so tiefen Höhlen wie sonst. Sein Gesicht wies auch nicht die üblichen grauen Schatten auf, die ihn stets viel älter hatten aussehen lassen. Und in den Augenwinkeln entdeckte er winzige neue Fältchen, die wohl vom vermehrten Lachen mit Hermine gekommen waren.

Er war noch immer kein schöner Mann und würde es wohl auch nie werden, doch allmählich kamen attraktive Züge durch. Es war offensichtlich, wie gut Hermine ihm tat. Eine kleine Stimme in seinem Inneren, die verdächtig nach Dumbledore klang, flüsterte zu ihm: „Du weißt, was es ist, das das bewirkt, Severus: Die eine Macht, die der Dunkle Lord stets verkannte…Die ein Dasein erst lebenswert macht…Du hast sie gefunden…endlich…nach all der Zeit…"

Doch so sehr es auch wollte, er konnte die letzten fünfundzwanzig Jahre seines Lebens nicht vergessen und ungeschehen machen. Egal wie sehr sich sein Äußeres auch änderte; egal wie sehr er versuchte, ein besserer Mensch zu sein, für die Leute um ihn her würde er doch immer der zwielichtige Professor bleiben, dessen Loyalität nie ganz zu durchschauen war. Er selbst hatte dieses Klischee genährt und einzig Hermine hatte sich getraut, hinter seine Fassade zu blicken. Eine Woge von Dankbarkeit und Zuneigung überschwemmte ihn. Sie hatte wie niemand sonst sein Vertrauen verdient und er genoss ihres. Die buchstäblich letzten Hürden zwischen ihnen waren gefallen. Sie hatten intimste Momente miteinander geteilt und Snape war inzwischen sicher, dass sie Lily mehr und mehr verdrängte. Allein durch ihre Präsenz, mehr noch aber durch ihre Bereitschaft, seine Nähe zu suchen – ja zu fordern und ihn auf eine Weise kennen zu lernen, die ihm selbst ganz neu war.

Erfrischt, rasiert und korrekt gekleidet trat er wieder ans Bett, auf dem Hermine lasziv döste. Er beherrschte sich mühsam, nicht das Erste zu tun, das ihm in den Sinn kam, sondern räusperte sich leise. „Und?", machte er amüsiert. Hermine schlug die Augen auf und lächelte breit. „Im Ernst? Willst du wissen, wie du warst, oder was?!"

Sein Mund verzog sich zu seinem altbekannten selbstgefälligen Grinsen, doch diesmal leuchteten seine Augen in unmissverständlicher Weise dazu. „So wie du strahlst, muss ich das wohl kaum fragen!"

Er setzte sich zu Hermine aufs Bett, die sich sogleich aufrichtete und an seine Schulter lehnte. „Ach…wieso bist du nur schon wieder angezogen?", brachte sie seufzend hervor. Der Stoff seines Umhangs fühlte sich an ihrem nackten Körper seltsam rau an und als er seinen Arm um sie legte, wirkte er befangen. „Die Frage muss heißen: Wieso bist du es noch nicht? Schon vergessen? Bei Sonnenaufgang geht die Reise weiter…Wir wollen deine Eltern finden…"

Hermine war erstaunt, dass Severus, den sie vor wenigen Stunden vollkommen gelöst und entfesselt erlebt hatte, jetzt wieder derart fokussiert und diszipliniert war. Sie rief sich ins Gedächtnis, dass er nun einmal kein hormonstrotzender Achtzehnjähriger mehr war und niemandem etwas zu beweisen brauchte. Dass er sich ihr so hingegeben hatte, erschien ihr wie ein riesengroßes Kompliment, blieb aber für sein sonstiges Handeln folgenlos. Völlig fasziniert von all seinen Facetten, gab Hermine klein bei, schon allein um ihn nicht mit kindischem Geklammer und billigem Betteln nach Mehr abzustoßen. „Okay!", sagte sie entschlossen und suchte neben dem Bett nach ihrer Unterwäsche. „Du hast ja Recht!"

Mit einer Mischung aus wissenschaftlichem Interesse und kindlicher Neugier folgte Snape Hermines Bewegungen, während sie sich in einem Bruchteil der Zeit ankleidete, die er gebraucht hatte, um sie zu entkleiden. Sie bemerkte seinen Blick und wurde leicht verlegen. „Danke noch für die Heiße Schokolade!", sprach sie schnell und riss Snape damit erfolgreich aus seinen Gedanken. Er räusperte sich und stand geschwind vom Bett auf. „Du solltest wissen, dass ich etwas in deine Tasse getan habe, das hoffentlich eine Schwangerschaft verhindert. Es ist möglich, dass du heute leichte Krämpfe verspürst und vermehrt Ausfluss hast…Es tut mir leid, Hermine. Aber ich…wir dürfen kein Risiko eingehen…", er wich ihrem Blick aus und machte ein möglichst neutrales Gesicht.

Hermine aber hatte in der Bewegung innegehalten und starrte ihn ungläubig mit offenem Mund an. „Ist das deine einzige Sorge, oder was?! Das ist MEIN Körper, den du da vergiftet hast!"

„Wer redet denn von vergiften?!", Snape reagierte wie er immer reagierte, wenn er sich persönlich angegriffen fühlte: defensiv. „Hermine, wir waren leichtsinnig! Ich hätte vorsorgen müssen, das ist mir schon klar! Wie du aber bereits weißt, war ich auf so was nicht vorbereitet! Ich habe gesagt, dass es mir Leid tut. Ich habe dir die Wahrheit gesagt! Was willst du noch?", spuckte er aufgebracht.

„Dass du aufhörst, mir Sachen ins Trinken zu kippen! Was hast du mir noch alles verabreicht, hm?!", zornig zog Hermine sich ihr Shirt über den Kopf und funkelte gefährlich in Snapes Richtung.

„WAS?! Mach dich doch nicht lächerlich! Für was hältst du mich denn? Für einen notgeilen alten Giftmischer, der dich mit Drogen gefügig macht, oder wie?! Klar! Passt ja wunderbar ins Bild, was?", er atmete schnell und sein ganzer Körper gespannt. Hermines Anschuldigung hatte ihn tief getroffen, umso mehr, dass sie vollkommen an den Haaren herbei gezogen war. Er schnaufte mit zusammen gekniffenen Augenbrauen und wandte sich entschieden von Hermine ab, um seinen Krempel in seine Tasche zu hexen.

Hermine stand bedröppelt da und sah auf die schwarze, wogende Rückansicht von Snapes Umhang. Sie sah ein, wie lächerlich sie sich angehört hatte. Immerhin machte sich Severus Gedanken und er war tatsächlich ehrlich gewesen. Niemand hatte sie gezwungen, einfach zu trinken, was auf einem Nachttisch stand, der noch nicht einmal der ihre war. Sie war geschockt gewesen, aber vielleicht sogar mehr von ihrer eigenen Naivität als von seiner Entschlossenheit. Und nun war schlagartig wieder diese Wand zwischen ihnen.

Snape brauste durch den Zelteingang nach draußen, wo er sich nur langsam beruhigte. Er wollte diesen Ort schnellstmöglich verlassen, aber Hermine war ja noch in seinem Zelt, um sich zu waschen. So schritt er ungeduldig auf und ab und blickte auch nicht auf, als er sie aus den Augenwinkeln zu ihrem Zelt gehen sah. Binnen Sekunden war seines in seiner Tasche verschwunden und wenig später auch Hermines in ihrer. Dann trat sie auf ihn zu und griff wie jeden Tag nach seiner Hand, um sich mit ihm gemeinsam zu tarnen.

Er blickte sie streng und mit aufeinander gepressten Lippen an. Sie sah flehentlich in seine dunklen Augen und sprach: „Entschuldige bitte…Ich habe definitiv überreagiert, dafür kannst du nichts! Du hast dir immerhin Gedanken gemacht…dazu war ich ja nicht mal mehr in der Lage!", sie senkte den Blick auf Severus' schwarze Schuhe, ehe sie weiterredete. „Ich danke dir, dass du dir Sorgen machst und dass du mir davon erzählt hast. Meine Eltern würden mich umbringen, wenn ich schwanger bei ihnen auftauche!", jetzt versuchte sie ein Lachen und schaute vorsichtig wieder hoch. Snapes Miene war unergründlich. „Ich glaube nicht, dass du mir heimlich was verabreicht hast!", schob sie schnell nach. „Ich vertraue dir!"

Misstrauisch kräuselte sich Snapes Stirn. Er bohrte seine Augen in ihre und überlegte sorgfältig, was er antworten sollte. Schließlich hob er seine freie Hand an ihre Wange und seine Züge entspannten sich. „Danke…Hermine, ich würde nie etwas tun, was dir schadet. Es war geistlos von mir, da nicht eher dran zu denken! Es tut mir wirklich leid. Und wenn du dich heute oder morgen unwohl fühlst, sags mir bitte. Es handelt sich schon um ein Gift, aber ich habe seine geringste noch wirksame Potenz verwendet!", Sorge stand ihm ins Gesicht geschrieben, aber Hermine machte sich keine mehr. Vor ihr stand der beste Zaubertrankmeister, den sie kannte, vielleicht sogar seiner ganzen Generation – sie war mit ihm vollkommen sicher.

Sie reisten durch karge Halbwüsten und Severus achtete penibel darauf, dass Hermine genügend trank, wobei er sich selbst davon ausnahm. Als sie in einiger Entfernung eine Bergbausiedlung passierten, bestand Hermine auf einer Pause, um wieder im örtlichen Telefonbuch nach ihren Eltern zu suchen. Snape gestand sie ihr zu, blieb aber wie meistens, wenn sie die Nähe zu Muggeln suchte, an einem schattigen Plätzchen außerhalb zurück.

Die Stadt war kleiner, als sie zunächst ausgesehen hatte und schnell hatte Hermine alle Einträge unter Wilkins ohne Resultat geprüft. Es war früher Nachmittag und Hermine beschloss, an einer Tankstelle ein Eis zu kaufen. Fast hätte sie auch eines für ihren Süßigkeiten verachtenden Begleiter gekauft, beherrschte sich dann aber grinsend und holte ihm lieber ein Sudokuheft.

Seine Begeisterung darüber hielt sich in Grenzen, doch er packte es zumindest erstmal in seine Tasche. Sie liefen jetzt ein Stück und waren noch keine zwanzig Minuten unterwegs, als Snape meinte, etwas Seltsames wahrzunehmen. Er konnte es nicht zuordnen und als er zur Sicherheit ihre Tarnung prüfte, war damit alles in Ordnung. Dann spürte er plötzlich ein leichtes Vibrieren seines Zauberstabs in seiner Umhangtasche. In Sekundenbruchteilen reagierte er: zog seinen Zauberstab und beschwor ein Schutzschild herauf. Hermine aber, war nicht schnell genug. Ihr Zauberstab wurde ihr entrissen und flog direkt in eine rechts vor ihnen auftauchende Hand, der augenblicklich der Körper folgte. „Detego!", rief eine Stimme hinter ihnen und Hermines und seine Tarnung wurde aufgehoben. Zeitgleich enttarnte sich ein reichliches Dutzend weiterer Zauberer und Hexen rund um die beiden.

Hermine war kreidebleich und starr vor Schreck. Benommen bekam sie mit, wie Severus auf der Stelle wirbelte und die Flüche abwehrte, die nun auf ihn und Hermine abgefeuert wurden. Irgendwie schaffte er es, selbst noch für etwas Chaos unter den Angreifern zu sorgen: mehrere Schlangen schossen aus seinem Zauberstab hervor und schlängelten behände zwischen den Kämpfern entlang, während sie sie zu beißen suchten; zwei oder drei brachen mit stark blutenden Schnittwunden unter einem von Snape nur gedachten „Sectumsempra" zusammen und mindestens einer war von ihm versteinert worden. Doch es waren einfach zu viele. Hermine hörte zwar noch wie jemand neben ihr „Impedimenta!", rief, aber Snape war gerade dabei, Verwünschungen in die andere Richtung zu senden. Er konnte sie in dieser einen Sekunde nicht schützen und so brach sie scheinbar ohnmächtig nur wenige Zentimeter vor Snapes Füßen zusammen. Einen Wimpernschlag lang nur sah Severus entsetzt in Hermines starres Gesicht, doch das reichte dem Kerl in seinem Rücken für einen weiteren Lähmfluch, der diesmal auf keinen Schutz- oder Gegenzauber prallte. Wie in Zeitlupe ging Snape in die Knie und prallte direkt neben Hermine auf dem staubigen Boden auf.