Terminator: S.C.C.
Episode 3.03
Kapitel 1
„WAS!" Derek hatte die Worte Catherine Weavers mitangehört. Er kam langsam näher. Seine Körpersprache war eindeutig insbesondere, da er seine Pistole gezogen hatte.
John, der sich nicht im klaren war, wie der T1001 auf einen direkten Angriff reagieren würde, stellte sich zwischen die Beiden.
Im Gegensatz zu Cameron würde die Weaver keine Vorbehalte haben, Derek zu töten, wenn sie ihn für eine Bedrohung hielt.
Eine Hand auf dem Unterarm der Pistolenhand, die Andere gegen Dereks Brust gestemmt, versuchte John Derek davon abzuhalten, seinem ungestümen Temperament freien Lauf zu lassen.
„Derek beruhige Dich! Wenn sie Unrecht hat, werden wir das schon merken. Hat sie aber Recht, dann müssen wir Jesse unschädlich machen.
Jetzt sah Derek John an und stoppte seinen Vorwärtsdrang in Richtung des T1001. Gleich darauf steckte er noch immer Zornesrot im Gesicht seine Waffe weg, warf Catherine Weaver noch einen Wütenden Blick zu und ging zurück zu Kyle, der gerade mit James Ellison heftig diskutierte.
Sarah ging zu John, der Derek zusah, wie dieser sich zu Ellison und Kyle gesellte und wenig später heftig gestikulierend das Wort ergriff.
„Er hat zumindest das gleiche Temperament wie unser Derek." Sagte Sarah mit einem feinen Lächeln.
„Ja, das wird ihm auch wieder das Genick brechen. Worüber diskutieren die Drei eigentlich."
Sarah, die immer wieder zu Kyle hinüberstarrte, reagierte nicht auf die Frage.
Als John sie daraufhin ansah bemerkte er, dass Sarah ins Leere zu starren schien. Er fasste an ihren Oberarm, um sie aus ihrer Versunkenheit zu lö^sen. „Mom?"
Sarah sah ihn ein wenig verstört an. „Was?"
„Mom, sprich mit ihm."
"John, er ist nicht Dein Vater. Nichts verbindet die Beiden miteinander." Nach diesen Worten ging Sarah zu der Wand hinter dem kleinen Altar und lies sich an der Wand entlang auf den Boden gleiten.
John fragte sich, ob er hingehen und sie umarmen sollte, als gleichzeitig zwei Dinge passierten. Ersteinmal stürmte Derek mit wütendem Gesichtsausdruck hinaus und zum Zweiten wäre er dabei fast in Savannah gerannt, die eine erfreulich saubere Riley im Schlepptau hatte.
Kapitel 2
Währenddessen hatte niemand auf Allison geachtet, die wie ein Häufchen Elend in der Ecke stand. Gerade als sie sich ein Herz gefasst hatte und auf John zugehen wollte kamen Riley und Savannah herein.
Riley wirkte zwar immer noch ständig sprungbereit aber jetzt da sie sauber war, hatte sie das Tierhafte doch verloren. Die Kleidung spannte ein wenig um ihren Oberkörper, ansonsten sah sie ganz passabel aus. Die ganze Zeit nach allen Seiten sichernd schlich sie auf John zu, der dies nicht ohne Stirnrunzeln beobachtete.
John hatte gesehen, das Allison zu ihm herübersah, dann aber als Riley hereinkam mit hängendem Kopf zurückwich. Bevor Riley John wieder mit Fragen löchern konnte, schob er sie einfach auf den nächsten Stuhl und ging hinüber zu Allison, die ihn erst bemerkte, als er direkt vor ihr stand. Zögernd hob sie den Kopf mit Tränen in den Augen. Als sie in Johns lächelndes Gesicht sah, erhellte sich ihre Miene sichtlich und die Tränen versiegten.
„Ich...", begann sie , wusste aber nicht so richtig, wo sie beginnen sollte. „Ich weiß überhaupt nichts mehr." Wieder lies sie den Kopf hängen.
John legte eine Hand auf ihre Schulter. Man sah ihm deutlich an, wie schwer es ihm fiel, sich zurückzuhalten angesichts der Tatsache, dass sich Allison wie Cameron anfühlte und so wie sie sprach. Es drängte ihn danach, Allison in die Arme zu nehmen, nur um vielleicht für eine Sekunde lang glauben zu können, sie sei Cameron. Er wusste aber auch, dass das Allison gegenüber nicht fair gewesen wäre.
„Du hast Dir nichts vorzuwerfen. Ihr habt fast Euer Leben lang gegen die Maschinen gekämpft und dann komm ich mit einer Maschine hier an und mit noch einer weiteren da drauß fällt es schwer jemandem zu vertrauen, der sich fast wie ein Grey benimmt. Du musst nur wissen, dass mich die Maschinen seit meiner Kindheit vor anderen Maschinen beschützt haben. Mit der richtigen Programmierung können sie für die Menschheit sehr nützl..." er dachte an Cameron," ….wertvoll sein."
Allison sah ihn an, noch immer war ihr Gesichtsausdruck eine Mischung aus Traurigkeit und Scham. John überlegte kurz. „Drüben sitzt meine Mutter, der geht es auch nicht so gut. Geh doch mal zu ihr, vielleicht könntet ihr ja ein wenig miteinander reden." 'Bis ich hier wieder Alles unter Kontrolle habe' Dachte er.
Er ging zu Kyle und James Ellison. „Worüber habt ihr Euch eben gestritten?" Fragte John die Beiden."
„Na ja, ich habe versucht Kyle... und Derek klar zu machen, wie wichtig es ist Euch zu unterstützen." Erwiderte James Ellison. „Ich..."
In diesem Moment kam Derek hereingerannt. „Jesse ist weg. Sie ist zum Südausgang und hat die Wachen und die Hunde mit ihrem Messer getötet."
John konnte Horror und Panik in den Augen der Anderen erkennen. „Was ist am Südausgang so Besonderes?" Fragte er schnell.
Savannah war herangetreten und beantwortete die Frage, da die Anderen zu geschockt waren. „Nicht weit hinter dem Südausgang liegt der Eingang zu einem unterirdischen Tunnel, der direkt zu einer Maschinenfabrik führt. Wenn sie da rein ist, können die Maschinen innerhalb einer Stunde vor der Tür stehen.
Alle anwesenden hatten sich jetzt um die kleine Gruppe versammelt. Sarah sah auf John, als erwartete sie eine Reaktion. Und die kam dann auch. Es war nur ein Wort
„Evakuierung!"
Kapitel 3
„Derek, welcher Ausgang führt dahin, wo ihr mich gefunden Habt?"
„Das ist der West-Ausgang." Erwiderte Derek verdattert, angesichts der Tatsache, dass er eigentlich dachte, er und Kyle hätten das Kommando. John schien ihnen das jetzt abgenommen zu haben.
„Derek. Die Soldaten sollen die Zivilisten durch den Nord- und Ostausgang evakuieren. Wenn Jesse zurückkommt wird sie entweder den kürzesten Weg nehmen oder den Weg, um uns abzufangen. Savannah, James, Allison," er zögerte kurz. „...Und Riley, ihr werdet mit den Zivilisten evakuiert. Derek Kyle, gebt die Befehle und dann werdet Ihr uns durch den Nordausgang schnellstmöglich zum Zeira-Gebäude zurückbringen. Derek, Kyle denkt nach. Weiß Jesse, wo genau ihr mich gefunden habt?"
Derek und Kyle sahen sich an. Derek schüttelte langsam den Kopf. „Sie weiß lediglich, aus welcher Richtung wir gekommen sind." „Gut, dann sind wir da vielleicht sicher. Sie darf unter keinen Umständen die Zeitmaschine finden. Derek, Kyle?"
Die beiden hatten nachdenklich zu Boden gestarrt und sahen jetzt wieder auf John.
„Na, was ist?"
Dereks und Kyles Gesichter waren Fragezeichen.
Jetzt wurde John ungeduldig und fing an, mit den Händen zu gestikulieren. „Evakuierung!" Rief er den Beiden nochmal ins Gedächtnis und wies auf die Türe.
Jetzt hatten sie begriffen und stürmten hinaus, um die Befehle zu erteilen. John drehte sich herum, „Mom, Du und Catherine solltet schnellstmöglich ein paar Sachen einpacken. Waffen, Proviant und was ihr sonst noch nützliches findet."
Seine Mom stürmte sofort hinaus. Zu Johns erstaunen folgte der T1001 seiner Mutter auf dem Fuße. Nach einer Minute des Nachdenkens fielen John zwei Dinge auf. Erstens, Riley war verschwunden und zweitens, Allison, Savannah und James Ellison standen noch immer da. Allmählich wurde John unruhig. „Was wollt ihr denn noch hier? Packt schnell Eure Sachen, ihr müsst hier weg."
Jetzt trat Savannah vor. „Wir drei werden dich ebenfalls begleiten und das ist nicht verhandelbar." Sie sagte das mit einem Blick, der ihre Entschlossenheit bekundete.
John blickte auf Savannah und dann auf Allison. Zuletzt warf er einen hilflosen Blich zu James Ellison, der aber zuckte nur mit schiefem Grinsen die Schultern. 'Frauen', dachte John nur. Das Wort muss wohl in seinen Augen aufgeleuchtet sein denn Savannah hob indigniert die Brauen.
„Also gut ihr drei. Packt euren Krempel. In..." Er wollte auf die Uhr sehen, fluchte dann innerlich über Zeitreisen und fuhr fort. „...10 Minuten hier mit vollem Gepäck."
Die Drei nickten nur kurz. Und machten sich auf den Weg.
„Savannah!" Rief John der rothaarigen Frau nach, die daraufhin stoppte und ihn ansah.
„Sorg dafür, dass die medizinische Ausrüstung mit evakuiert wird. Die Menschen werden sie brauchen." Savannah nickte kurz und lächelte ihn an, bevor sie sich wieder auf den Weg machte. Als er alleine war, lies sich John an einer Wand herabsinken. Die nervliche Belastung in den letzten Stunden war fast zu viel für ihn gewesen und er schlief fast augenblicklich ein.
Kapitel 4
John wachte auf. Um ihn herum war es fast dunkel. Er fragte sich augenblicklich, wer denn das Licht ausgemacht hatte. Dann fiel ihm auf, wie still es um ihn herum war. Er stand vorsichtig auf und tastete sich an der Wand entlang zur Türe. Auf dem Gang brannte nur eine Notbeleuchtung. Er wollte gerade rufen, als er Schritte und stimmen hörte und zwar aus beiden Richtungen des Ganges. Dann sah er die Lichter der Taschenlampen. Von beiden Seiten schien sich jemand zu nähern. Augenblicke später erkannte er eine Gruppe Menschen. Es waren: Seine Mom, Allison, Derek, Kyle sein Vater, Riley, Ellison und Savannah.
Seine Mom winkte ihn zu sich. „John!" Rief sie. „John, wir müssen gehen, bevor sie kommen.
„Gut Mom, ich komme!" Er hatte gerade zwei Schritte in Richtung der Menschen gemacht, als er hinter sich eine Stimme hörte.
„John! John komm mit uns. Dies ist der richtige Weg." Als er herumwirbelte, sah er Weaver, Cromartie oder besser John-Henry und...seine Knie wurden weich...Cameron. Ihr unbedecktes Linsenauge glühte blau.
„Cameron!?
„Ja John, ich bin es. Komm mit mir. Bei uns bist Du sicherer."
„Nein John, es sind Maschinen, sie haben keine Seele. Sie hat keine Gefühle. Sie kennt keine Liebe!" Rief seine Mutter von der anderen Seite.
John drehte sich wieder zu seiner Mutter herum. Da stand Allison, keine 5 Meter von ihm entfernt.
„John, warum willst Du eine Maschine, wenn du mich haben kannst?"
Dann ertönte wieder Camerons Stimme: „Ich liebe Dich John, bitte komm mit mir."
John wusste nicht, in welche Richtung er zuerst sehen sollte.
„SIE IST EINE MASCHINE!" Schrie jetzt Allison.
Als er sie ansah, hatte sie plötzlich einen Granatwerfer in den Händen. Sie wollte gerade in Camerons Richtung feuern, als John sie reflexhaft mit zwei Schüssen aus seiner Pistole tötete. Dann hörte er noch den Abschuss eines weiteren Granatwerfers und er tötete seine Mom, die auf Cameron geschossen hatte. Geschockt starrte er in Richtung seiner Mom, als er hinter sich die Explosion hörte. Als er herumwirbelte, sah er Cameron, das Gesicht unbeschädigt und schön, wie er es kannte. In ihrer Brust klaffte ein Loch so groß wie zwei Männerfäuste und aus ihren wundervollen Augen liefen Tränen als sie jetzt sprach.
„Du hattest recht, ich bin nur eine Maschine." Dann brach sie zusammen.
„Cameron!" war alles, was er noch hervorbrachte.
Kapitel 5
Als John aus seinem Traum hochschreckte, schlug er hart mit dem Kopf gegen die Betonwand, gegen die er lehnte. Er brauchte ein paar Sekunden, bis er wieder soweit klar denken konnte, dass er Savannah erkennen konnte, die vor im hockte.
„John, ist Alles in Ordnung?" Fragte sie teilnahmsvoll. „Du hast nach Cameron gerufen."
„War nur ein Alptraum, wie so oft." John hielt sich den schmerzenden Hinterkopf. Dann bemerkte er seine Mutter, die hinter Savannah stand und ihn merkwürdig ansah.
„Savannah, könnte ich einen Augenblick mit meiner Mom alleine sprechen?"
„Natürlich aber beeilt Euch, wir sind abmarschbereit." Nach einem kurzen Nicken verlies sie den Raum.
John sah seine Mutter an. Sarah bekam ein wenig Angst, bei dem Blick, den John ihr zuwarf. Er ergriff ihre Oberarme und zog sie in eine Umarmung. Nach ein paar Sekunden lösten sich die Beiden wieder voneinander aber John hielt Sarah weiter an den Armen fest. Er sah in ihre Augen und bei dem Blick, mit der er sie ansah fröstelte es sie.
„Mom, du weißt ich liebe Dich aber lass mich niemals zwischen Dir und Cameron wählen müssen." Er sah ihr noch eine Sekunde lang in die Augen, bevor er los lies, sich eine Tasche schnappte und Savannah folgte.
Sarah warf noch einen traurigen Blick auf das Kreuz mit der Jesusfigur. „Glaubst Du an die Auferstehung?", hatte Cameron sie einmal gefragt. Sarah schüttelte den Kopf und folgte John nun ebenfalls.
Die Meisten Menschen hatten die Bunkeranlage bereits verlassen, als sich die kleine Gruppe vollzählig am Ausgang versammelt hatte.
John sah seine Gefährten der Reihe nach an bevor er entschlossen sagte: „Ihr wisst Alle, wie gefährlich das werden könnte. Wenn noch einer aussteigen möchte dann nur zu."
Keine Reaktion. Die Anderen sahen ihn nur an.
„Catherine, Du gehst mit Derek voraus."
Derek blickte säuerlich, nickte dann aber doch.
„Wir anderen folgen. Sollten wir angegriffen werden, versucht niemand irgendwelche selbstmörderischen Aktionen. In dem Fall sofort so weit wie möglich verteilen und auf die Chance von gezielten Schüssen warten. Versucht die Augen zu treffen, das ist Alles was wir versuchen können. Wenn sie nichts mehr sehen sind sie relativ harmlos."
John sah die Mitglieder seiner kleine Truppe nocheinmal der Reihe nach an und jeder nickte ihm zu. „Abmarsch!" John hatte jetzt wie ein richtiger Befehlshaber gesprochen und Sarah sah ihn bewundernd an. Sie verließen den Bunker und schwenkten sogleich nach Westen, ihrem Schicksal entgegen.
Keiner von ihnen sah die flinke Gestalt, die ihnen mit sicherem Abstand folgte.
Kapitel 6
Sie waren vielleicht einen Kilometer weit gekommen, als sie aus der Richtung aus der sie kamen vereinzelte Schüsse hörten und salven aus den Maschinenkanonen der Terminatoren. Ebenfalls konnten sie immer wieder Schreie hören.
Derek und Kyle sahen sich an aber noch bevor sie in Richtung der Auseinandersetzung losstürmen konnten hatte John beide an den Armen gepackt.
„Es hat keinen Sinn, es ist zu spät. Ihr könnt nichts mehr für sie tun."
„Zumindest haben wir jetzt vielleicht freie Bahn." Mit ausdruckloser Stimme hatte Catherine Weaver gesprochen.
Derek wirbelte herum, und riss die Waffe hoch. In dem Moment trat Kyle zwischen die Waffe und Catherine, die dies mit Erstaunen zur Kenntnis nahm.
„Derek, es ist zwar Wahnsinn aber ich muss der Masch….. Catherine zustimmen. Wir kämen zu spät und würden wahrscheinlich auch getötet werden.
Derek starrte Catherine Weaver über Kyles Schulter hinweg noch einen Augenblick an, bevor er ruckartig das Gewehr herunter nahm.
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Der Rest des Weges verlief ungewöhnlich ereignislos. Die HK´s waren offenbar in der anderen Richtung unterwegs und auch die Maschinen am Boden schienen anderweitig beschäftigt zu sein.
Sarah trat zu John, der wortlos zwischen Allison und Savannah ging. Alle hingen ihren Gedanken nach. „John?" John blieb einen Augenblick stehen, um sich Sarahs Schritt anzupassen.
„Mom, was ich vorhin gesagt habe...".
Sarah unterbrach ihn. „John, jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt für diese Diskussion. Ich wollte Dich nur fragen, ob du weißt, wie es weitergeht?
„Nun ja, zunächsteinmal werden wir nach Camer...der Zeitmaschine sehen. Dann müssen wir John-Henry finden und zurück in unsere Zeit. So schwierig kann das ja wohl nicht sein." Bei diesen Worten grinste John über seinen eigenen Scherz.
Sarah hingegen verdrehte die Augen und deutete nur Stumm auf ihre Umgebung, Sogleich verfinsterte sich sein Gesicht, als er daran Dachte, was noch Alles schiefgehen konnte.
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Abgesehen, von einigen Einzelnen Spähern der Maschinen waren sie auf keinen Widerstand der Maschinen getroffen. Catherine Weaver hatte in jedem Fall die Späher in Sekunden ausgeschaltet. Abgesehen von John und Sarah bekamen die Menschen Angst bei dem Gedanken, wie viel Schaden der T1001 anrichten könnte, wenn er sich gegen die Menschen richten würde.
Dann erreichten sie die Tunnel unter dem ehemaligen Zeira-Gebäude.
Kapitel 7
Sie standen in einem Ehemaligen Waschraum. Erstaunlicherweise waren hier eigentlich keine Schäden vorhanden.
John sah sich um. Keine der Fliesen wies auch nur eine Macke auf. „Wie kann das sein?" Fragte John Catherine Weaver.
Es war schon ein Novum den T1001 breit lächeln zu sehen.
Sarah runzelte nachdenklich die Stirn. Erst nachdem Alle Aufmerksamkeit auf Catherine Weaver lag antwortete diese.
„Die Wandfliesen sind aus Titanstahl, die Wände sind fast Atombombensicher. James , Sarah würdet ihr mir die Ehre erweisen, die Türe zu öffnen.
James Ellison und Sarah sahen sich an. Während Sarah erst vor Kurzem hier gestanden hatte, musste James Ellison ersteinmal überlegen. Dann ging er in die Mitte der Wand, während Sarah in die linke Ecke ging. Beide legten ihre Hände auf eine bestimmte Fliese. Dann sahen sie sich an und Sarah zählte: „Drei..., zwei..., eins..., los!" Simultan drückten sie kräftig. Nichts passierte.
Nach ein paar Sekunden begann John nervös zu werden und auch die Anderen wurden unruhig. Nur James, Sarah und Catherine blieben ruhig. Dann, es kam John wie eine Ewigkeit vor, klickte es laut und vernehmlich.
Catherine Weaver sah John, wie er empfand, triumphierend an, ging zur rechten Seite der Wand und schob einen türgroßen Teil einfach nach innen. Sichtbar wurde eine Stahltüre von fast einem Meter Dicke.
John, gefolgt von den Anderen folgte Catherine Weaver in den verborgenen Raum. Er betrat den Raum in der Hoffnung, Cameron wäre dort, wurde aber enttäuscht. Der Raum enthielt lediglich das Komplette Equipment, dass John Henry vor seiner Flucht genutzt hatte.
John stand etwas verloren in der Mitte des Raumes als in Sarah an der Hand ergriff und zu einer kleinen Türe hinter dem Riesen Monitor führte. Sie öffnete die Türe für ihn und in dem kleinen Raum stand nur eine Art Bett, auf dem von einem Tuch verhüllt eine Gestalt lag. John hastete vorwärts und hob das Tuch an.
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Da lag sie, seine Cameron. Völlig unbeschädigt und so schön, wie er sie in Erinnerung hatte. Sie war mit einem Overall bekleidet aber ihre Füße waren nackt. John sah ihre Stiefel neben dem Bett stehen und dann sah er noch das Kabel, dass von ihrem Hinterkopf direkt zur Wand des Nebenraumes führte. Er drehte sich um, um etwas zu Sarah zu sagen aber die hatte den Raum leise verlassen. John lächelte dankbar und setzte sich zu Camerons Körper auf das Bett.
Dann vergoss er Tränen des Glücks, der Trauer und der Angst.
Er wusste, er hatte zwar ihren Körper wieder aber ob er 'seine' Cameron jemals wiederbekommen würde...
Nach ein paar Minuten ging er nach Draußen zu den Anderen. Sarah legte eine Hand auf seine Schulter und sah ihn verständnisvoll an. Er brachte ein Lächeln zu Stande und nickte ihr dankbar zu. John ging zu Savannah, die ihre 'Mutter' beobachtete, die die Geräte sorgfältig überprüfte und einige Einstellungen vornahm.
„Sie ist eine Maschine." Sagte Savannah mit Nachdruck.
John sah sie einen Augenblick lang an. „Das ist wohl richtig und noch vor zwei Jahren hätte ich gesagt, es ist unmöglich, dass eine Maschine Gefühle haben kann aber jetzt..."
„Glaubst Du wirklich dass sie Gefühle haben können?" Savannah hatte alle Hoffnungen in diese Frage gelegt. Das vor ihr war die einzige Mutter, die sie kannte.
„Du glaubst gar nicht wie sehr ich hoffe, dass es stimmt und wie sehr ich gleichzeitig Angst davor habe."
„Du meinst wegen Cameron? Du hoffst, das sie dich liebt aber hast Angst davor, dass sie es nicht tut."
„Tja, manchmal ist es auch genau umgekehrt."
Plötzlich hörten sie einen Schrei aus dem Nebenraum. John rannte sofort hinein.
Kapitel 8
Als John den kleinen Raum betrat übersprang sein Herz einen Schlag. Er sah Allison, die mit dem Rücken an der Wand stehend auf Cameron starrte. Sie hatte ihre Waffe auf Camerons Körper gerichtet und zitterte wie Espenlaub.
John näherte sich langsam. „Allison, beruhige Dich. Komm schon, Du musst Dich beruhigen." Er stand jetzt ganz dicht bei Ihr. Er hob langsam die Hand, legte sie auf die Waffe und nahm sie ihr ganz langsam aus der Hand.
Zuerst starrte sie nur auf den Körper vor ihr auf dem Bett, dann ganz langsam drehte sie den Kopf und starrte John an. Sie legte den Kopf ganz langsam auf die Seite.
Die Anderen hatten die Szene verfolgt. Derek, Kyle und Savannah waren ebenfalls sehr schockiert über den Anblick, der sich ihnen bot.
Savannah allerdings verkraftete das Alles besser, nur war der Anblick trotz ihres Wissens eben auch für sie ein Schock.
John sah eine allmähliche Änderung in Allisons Gesicht. Von Angst und Schock wechselte ihr Ausdruck zu Wut. Sie holte aus und schlug zu.
„DU FREAK!" schrie sie und rannte dann vor Wut kochend aus dem Raum, in dem sie die Anderen einfach zur Seite stieß.
Sarah sagte zu Derek: „Folgt ihr, passt auf sie auf."
Kyle und Derek nickten nur. Nach einem letzten Blick auf den zu Boden gegangenen John folgten sie Allison.
Sarah ging zu John, hockte sich vor ihn und gab ihm ein Tuch, um seine blutende Nase abzuwischen. „Das musste passieren. Sie hat einen ziemlichen Schock bekommen, als sie in ihr eigenes Gesicht gesehen hat und realisierte dass Cameron eine Maschine ist."
„Ich weiß, ich hätte es ihr sagen müssen aber warum ist sie auch so verdammt neugierig."
„Sie ist ein Mädchen John, was hast Du erwartet?"
„Zumindest keinen rechten Haken." John lächelte bitter.
Dann kam Catherine Weaver. Johns Zustand ignorierend sagte sie: „Die Zeitmaschine ist Einsatzbereit. Wir müssen nur noch John-Henry finden.
John sah sie an und kam wieder auf die Beine. „Wir werden losgehen und ihn suchen aber vorher habe ich noch Etwas zu erledigen.
Weaver zog die Augenbrauen in die Höhe während John an ihr vorbeiging.
Er musste nur kurz suchen, bevor er Derek und Kyle fand. Die Beiden lehnten an gegenüberliegenden Wänden und warfen immer wieder ihre Blicke zu Allison hinüber.
Sie saß in einem Gang an der Wand am Boden, hatte die Arme um ihre Knie gelegt und weinte.
John ging zu ihr und lies sich neben ihr zu Boden gleiten. Minuten lang sagte keiner der Beiden ein Wort.
Dann, als Allisons Tränen längst versiegt waren, stellte sie nur eine Frage: „Warum Sie, Warum eine Maschine?"
John überlegte einen Augenblick bevor er antwortete. „Ich war gerade den ersten Tag in einer neuen Schule, als dieses umwerfende Mädchen mich ansprach. Ihr lächeln hat mich getroffen wie ein Faustschlag."
Allison musste lächeln bei der Analogie zu ihrem Verhalten.
„Ich glaube, ich habe mich in der ersten Sekunde in sie verliebt. Als ich am nächsten Tag feststellte, das sie kein Mensch ist war ich total geschockt aber an meinen Gefühlen hat das nichts mehr ändern können."
„Und warum sieht sie aus wie Ich?"
„Sie hat mir die Geschichte nie erzählt aber als sie mal eine Fehlfunktion hatte, hielt sie sich für eine Allison aus Palmdale, daher wusste ich von Dir."
Allison sah ihn weiter fragend an, entgegnete aber Nichts. „Nun, sie kommt aus einer alternativen Zeitlinie. Ich denke in dieser Zeitlinie hat Skynet Dich gefangen und kopiert."
Allison dachte einen Augenblick nach. „In dieser alternativen Zeitlinie bin ich dann wohl tot."
„Höchstwahrscheinlich", bestätigte John.
„Du musst aber nicht auch hier sterben. Du könntest mitkommen, zurück in meine Zeit."
John und Allison sahen sich in die Augen. Allison stiegen wieder Tränen in die Augen. „Vielleicht möchte ich das, vielleicht aber auch nicht."
Bevor John noch etwas entgegnen konnte, stand Allison ruckartig auf und lief zurück. John blieb noch ein paar Minuten sitzen. Als er sich erhob und wieder zurück zur Zeitmaschine gehen wollte hörte er eine Stimme aus einem Seitengang.
„John, was tust Du denn hier?"
Zuerst dachte er, Allison hätte ihn angesprochen aber dann fiel ihm ein, dass sie zu den Anderen zurückgegangen war. Wie ein Schock traf ihn die Erkenntnis.
„Cameron, bist Du das?"
„Natürlich John."
John erspähte in dem fast finsteren Gang eine Gestalt. Als diese Person näher kam stellte er erschrocken fest, das sie viel Größer als Cameron war. Als die Gestalt dann ins Licht trat, lies der Anblick ihn Schockiert rückwärts taumeln.
„Cromartie." Ächzte er.
Kapitel 9
Derek und Kyle sahen John rückwärts stolpern, während aus einem Seitengang eine andere Gestalt auftauchte.
„METALL!" riefen Beide simultan und rissen ihre Waffen hoch.
John jedoch sprang schnell vor und riss beide Arme hoch. „Nein, nicht schießen."
Verdutzt senkten die beiden Soldaten die Waffen. Kyle und Derek sahen sich nur an und schüttelten die Köpfe.
Nach einem kurzen Blick auf Derek und Kyle sah John-Henry/Cameron wieder John an. „Du wusstest, in welchem Körper ich stecke, warum also erschreckst Du dich so?"
'Irgendwie klingt sie verletzt', dachte John. „Tut mir leid, Menschen assoziieren nuneinmal Stimme und Körper. Als ich Deine Stimme hörte, bin ich automatisch davon ausgegangen, dass Camerons Körper vor mir stehen werde, obwohl sie ja noch hinten in dem Raum liegt."
„Mein Körper ist hier? Wie? Er war doch zu beschädigt für eine Zeitreise."
Gleichzeitig war John-Henry/Cameron auf John zugetreten. John musste jetzt nach Oben sehen. „Bedank Dich bei meiner Mutter, sie hat James Ellison dazu gedrängt dich reparieren zu lassen. Außerdem befindet sich da auch noch eine Zeitmaschine."
John Henry/Cameron riss die Augen auf. „Wenn das so ist, sollten wir uns schnell auf den Weg machen. Ich habe einige Terminatoren auf den Fersen. Die wissen zwar nicht wo ich bin aber sie suchen."
„Dann folge mir, wir müssen das zu Ende bringen." John ging voraus, zwischen Derek und Kyle hindurch, die den neuen 'Gast' misstrauisch musterten.
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Als John gefolgt von John-Henry den Raum mit der Zeitmaschine betrat hörte man ein scharfes Einatmen sowohl von Sarah als auch von James Ellison, die die Gestalt anstarrten.
Savannah beobachtete jede Bewegung der Maschine scharf. Zuerst hatte sie auf ihn zulaufen und ihn begrüßen wollen, dann fielen ihr aber die Bewegungen auf. Er bewegte sich nicht wie John-Henry sondern eher wie eine Frau.
„John-Henry, eine Freude Dich wohlbehalten wiederzusehen." schnarrte Catherine Weaver und brachte sogar ein Lächeln zustande, das aber blitzschnell verschwand, als John-Henry/Cameron antwortete.
„Es tut mir leid Miss Weaver aber ich bin derzeit nicht John Henry."
„Wo ist er?"
'Weaver wirkt nervös', Dachte John.
„John Henry hat sich zurückgezogen und wertet die Daten aus, die er über Skynet gesammelt hat."
Catherine Weaver schien erleichtert. „Wir haben einen Chip mitgebracht, um Euch beide wieder trennen zu können."
Das ist hervorragend." Antwortete John-Henry/Cameron plötzlich mit seiner Stimme. „Wir haben wegen der großen Datenmenge auch bereits einen Chip requiriert, Der Tripple Eight war allerdings nicht freiwillig zur Kooperation bereit. Wir mussten deutlich werden," sprach John-Henry/Cameron und grinste.
Allerdings schien das außer John und dem T1001 niemand witzig zu finden.
John Henry/Cameron ging zielstrebig zu dem Tisch mit dem Stuhl, setzte sich und sagte: „Dieser Körper besitzt drei CPU-Ports. Im ersten befindet sich Camerons Chip, den sie mir freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat."
Sarah entging nicht Johns säuerlicher Gesichtsausdruck bei diesen Worten.
„Im zweiten Port befindet sich der Chip, den wir besorgt haben, ehrlich gesagt war es Cameron, die gekämpft hat. Mir ist Gewalt zu wieder."
Diesmal war es Sarah, die kurz bitter auflachte.
„Auf diesen Chip habe ich mich transferiert, sowie einen Teil der gesammelten Daten. Der Chip, den Ihr mitgebracht hat, wird dazu dienen, die gesammelten Daten aus Camerons und meinem Speicher aufzunehmen und er wird Meine Rechenleistung deutlich erhöhen." Wieder lächelte die Maschine. „Miss Weaver, können wir beginnen, wir haben heute noch etwas vor." Diesmal lächelte noch nicht einmal John über dem Scherz.
Catherine Weaver ging zu John-Henry/ Cameron und formte ihre Hand zu einer Schneide. Sie schnitt einen Halbkreis über dem dritten CPU-Port und öffnete den Deckel. „John Connor, der Chip." Sagte sie und streckte John die Hand hin. Dieser holte eine Dose aus seiner Tasche und entnahm ihr den Chip. Er reichte ihn dem T1001, der diesen sofort in den dritten Port steckte. Dann verschloss Catherine Weaver den Deckel und klappte die aufgeschnittene Haut wieder darüber.
„Bitte warten." John-Henry/Camerons Gesicht hatte einen starren Ausdruck angenommen und er blickte geradeaus. „Bitte warten."
„Wie lange wird das dauern?" Fragte John Catherine Weaver"
„Das kann ich nicht genau sagen. Es können einige Terrabyte zusammenkommen, das kann eine Weile dauern. Vielleicht 10 Minuten." Sagte Catherine Weaver und hob in einer menschlichen Geste die Schultern.
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Nach etwa 15 Minuten kam wieder Leben in John Henry/Cameron. Er sagte: „Camerons Chip kann nun entfernt werden."
John hastete zum Tisch, während der T1001 die Haut und den Deckel über dem ersten Port öffnete. Dann zog sie den Chip heraus und reichte ihn John, der ihn vorsichtig mit beiden Händen entgegennahm, bevor er im Nebenraum verschwand.
Kapitel 10
John beugte sich zu Cameron hinab und löste die nutzlose Steckverbindung zum Türken. Dann schnitt er vorsichtig einen Halbkreis über dem CPU-Port, öffnete den Decken und schob den Chip hinein, der selbsttätig einrastete. Dann machte er noch schnell einen Schnitt über dem neuen Kabelanschluss und zog die Haut darüber.
15 Sekunden nach Einführung des Chips öffneten sich Camerons Augen.
Übergangslos setzte sie sich auf und schwang die Beine aus dem Bett. Sie sah ein wenig verwirrt auf ihre nackten Füße und bewegte die Zehen.
John lächelte und holte ihre Stiefel, die er ihr überstreifte. Dann stand er vor ihr und sie sah zu ihm auf. Plötzlich stand auch sie auf näherte sich ausdruckslos John.
„Dinge haben sich geändert." Sagte sie mit noch immer ausdruckslosem Gesicht.
'Oh nein, nicht das jetzt', Dachte John und blickte zu Boden. Leise sagte er: „Ist es soweit, ist heute der Tag, an dem Du mich tötest?" Er blickte in ihre schönen braunen Augen. In diesem Moment war er bereit zu sterben, denn er hatte sie wieder.
„Nein." War ihre einzige Antwort, als sie sich John noch weiter näherte. Nur eine Handbreit waren ihre Nasen noch voneinander entfernt. Sie sahen sich in die Augen und Cameron zählte innerlich langsam bis zehn bevor sie sagte: „Wir müssen gehen." Dann machte sie einen Schritt zur Seite und ging an John vorbei in Richtung Türe. An der Schwelle blieb sie noch einmal kurz stehen und sagte ohne sich umzudrehen. „Manche Dinge ändern sich nie."
John glaubte einen traurigen Ton in ihrer Stimme gehört zu haben aber als er sich zu ihr umdrehte hatte sie den Raum bereits verlassen. 'Verdammt, was ist nur mit mir los' fragte er sich. 'Sie ist nur eine Maschine', horte er eine Stimme in seinem Kopf. 'Scheiß drauf, sie ist Alles, was Du jemals wolltest' Entgegnete eine andere Stimme. John schüttelte den Kopf, um sich von diesen Gedanken zu lösen. Dann folgte er Cameron.
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Als er den Raum mit der Zeitmaschine betrat, waren wiedereinmal alle Augen auf ihn gerichtet. Er ging zu Catherine Weaver. „Alles bereit?" Fragte er.
„Startbereit."
„Wo werden wir herauskommen?"
„In der nähe eines sicheren Hauses, dass ich vorbereitet habe."
John nickte und wandte sich der Gruppe zu. Wir werden gleich in unsere eigene Zeit zurückkehren. Ihr seid natürlich Alle eingeladen uns zu folgen."
Savannah trat vor. „James und ich haben das besprochen. Wir bleiben hier."
„Aber..." John wurde durch James Ellison unterbrochen.
„John, wie existieren in der Vergangenheit schon und wenn es nur die kleinste Chance gibt, das wir hier etwas erreichen können, müssen wir bleiben.
„Die Chance, dass dieser Zeitstrom weiterexistiert nachdem wir abgereist sind ist …..na sagen wir mal minimal." Wieder zeigte John-Henry sein süffisantes Lächeln.
„Wenn Gott beschließt uns sterben zu lassen, werden wir das akzeptieren." Sagte James Ellison und Savannah nickte dazu.
John senkte den Kopf. Nach einige Augenblicken des Nachdenkens nickte er langsam. „Akzeptiert. Was ist mit Euch?" Er sah Kyle und Derek an.
Die Beiden flüsterten kurz miteinander. „Wir sehen das wie James und Savannah." Sagte Derek.
John war der schmerzvolle Ausdruck auf dem Gesicht seiner Mutter aufgefallen. In diesem Moment fasste er einen Entschluss. „Allison?" John blickte sich um und auch Cameron machte ein verdutztes Gesicht. „Wo ist Allison? Alle sahen sich um. Allison musste sich rausgeschlichen haben noch bevor Cameron den Raum betreten hatte denn diese fragte gerade Sarah nach Allison. John hingegen lief zum Ausgang. Er brauchte fast 5 Minuten, bis er Allison in einem Seitengang gefunden hatte.
„Was machst Du hier, wir wollen gleich los."
Allison blickte ihn an. In ihren Augen standen Tränen. „Ich habe sie gesehen, als sie den Raum betrat. Ich hatte die Hoffnung, das sie nach so langer Zeit nicht mehr funktionieren würde aber..."
„Du kannst aber doch trotzdem mit uns kommen. Diese Welt...".
Allison fiel ihm ins Wort. „Wird aller Wahrscheinlichkeit nach aufhören zu existieren. John, ich bin nicht blöd. Das konnte ich mir selbst zusammenreimen. Trotzdem komme ich nicht mit."
„Aber warum?"
„Ihretwegen." Sie deutete auf Cameron, die John gefolgt war. Dann drehte sie sich um und sah von John weg zu Boden „John, in deiner Welt ist kein Platz für mich. Du liebst Sie und ich würde vor Einsamkeit verrückt wer..." Allison unterbrach sich, sie hatte vor sich in dem dunklen Gang eine Gestalt entdeckt.
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Jesse hob die Waffe, um John zu erschießen aber als sie Abdrückte warf sich Allison vor John und wurde von der Kugel in die Brust getroffen.
John fing die Sterbende auf, während Cameron Jesse mit nur einem Schuss erledigte
„John?" kam es nur schwach über Allisons Lippen.
„Allison Schhhhh, Du darfst nicht sprechen, Alles wird wieder gut."
„John.. hör.. mir.. zu..." Allison musste husten. Schaumiges Blut kam über ihre Lippen. „Es.. ist.. besser... so. L-l-lass m-mich... bitte.. mit.. Cameron... sprechen.
John winkte Cameron heran. Sie kniete sich neben Allison und nahm diese aus Johns Armen, während John sich um die Anderen kümmerte, die wegen der Geräusche angelaufen kamen.
„C-Cameron."
„Ja, ich höre Dich." Ganz sanft sprach Cameron, während sie Allison fast zärtlich in den Armen hielt.
„E-er liebt... Dich." Allison legte eine Hand an Camerons Wange.
Cameron schloss für eine Sekunde die Augen bevor sie antwortete. „Ich weiß Das schon lange aber er liebt mich nicht genug, um es mir zeigen zu können."
„Er... schafft... das..., er... ist... John Connor. Der Name war nur ein Hauch auf Allisons Lippen, bevor ihr Körper erschlaffte.
Cameron schloss Allisons Augen, drückte sie an sich und flüsterte ihr ins Ohr. „Tut mir Leid, dass ich Dich wieder nicht retten konnte." Eine Träne suchte sich ihren Weg über Camerons Wange als sie den Schlaffen Körper hoch hob und zwischen den Anderen hindurch zum Zeitreiseraum brachte. Sie durchquerte diesen, ging in den kleinen Raum, der ihrem Körper viele Jahre als Lagerstätte gedient hatte und legte die tote Allison auf das Bett. Dann faltete sie Allisons Arme über der Brust, drückte ihr einen Kuss auf die Stirn und flüsterte: „Schlaf gut große Schwester." Sie breitete die Decke über Allison aus, während die Anderen den kleinen Raum betraten.
James Ellison sprach ein Gebet, während Savannah und Sarah Tränen in den Augen hatten blickten die Männer nur betreten zu Boden.
Dann verließen Alle nacheinander den Raum. Als vorletzter John, der Minutenlang auf die zugedeckte Allison starrte. Als letzte aber ging Cameron, die eine Hand zum Gruß erhob, bevor sie die Türe schloss und dabei die Klinke abbrach. Sie runzelte die Stirn und blickte auf ihre Hand ob der emotionalen Reaktion. Sie wusste mittlerweile, dass auch ihr Zittern eine emotionale Reaktion gewesen war.
Als sie den Zeitreiseraum betrat hatten alle Aufstellung in der Mitte des Raumes genommen. Nur Derek, Kyle, Savannah und James Ellison standen außerhalb der Reichweite der Zeitblase. John flüsterte Catherine Weaver etwas zu und diese nickte. Sarah, die dies beobachtet hatte runzelte nur die Stirn. Die Beiden waren etwas zu vertraut miteinander für ihren Geschmack.
Catherine Weaver betätigte einige Schalter. Nach einigen Sekunden begann sich die Zeitblase zu formen. Dann erschien auf dem Monitor ein Countdown.
20...
19...
18...
17...
16...
15...
14...
13...
12...
11 John und Catherine Weaver winkten Savannah noch einmal zu, diese winkte zurück
10...
9...
8...
7...
6...
5 Catherine Weaver streckte blitzschnell ihre Arme, ergriff Kyle und Derek an den Jacken und zog sie eisern festhaltend in die Zeitblase
4...
3...
2 Eine kleine flinke Gestalt kam durch den Eingang gestürmt und sprang in die Zeitblase
1...
0
Die Zeitblase zerbarst in einer Lichtexplosion und dieser Zeitstrom hörte schlagartig auf zu existieren.
(Ende – dieser Episode)
