Episode 3.05
Kapitel 1
„John?" Von der Türe aus sprach Sarah leise John an, der immer noch an Rileys Bett saß und deren Hand hielt.
Jetzt zuckte sein Kopf kurz herum und er wischte sich schnell die Tränen aus den Augen, bevor er zu seiner Mutter vor die Türe ging. Er schloss die Türe bis auf einen Spalt.
„John, was ist los?" Sarah sah ihren zu Boden blickenden Sohn fragend an.
„Jemand muss auf sie aufpassen."
‚Er lenkt vom Thema ab', dachte Sarah „Das meine ich nicht. Was ist mit Dir und Cameron?"
John zuckte hilflos mit den Schultern. „Cameron und John-Henry...…"
"Was meinst Du?" Sarah war verwirrt, was hatte John-Henry mit der Sache zu tun?
„Frag Cameron, sie waren zusammen auf einem Chip, sie waren praktisch miteinander verschmolzen, haben alles geteilt..." Seine Stimme brach.
Sarah war nur noch mehr verwirrt als vorher. „Und sind wieder getrennt."
„Nein eben nicht!" Jetzt sah John Sarah ins Gesicht. „Du hast sie doch gehört, -Menschliches Leben ist heilig-! Er steckt immer noch in ihrem Kopf. Erneut liefen Tränen seine Wangen hinunter. „Er ist da, wo ich..." Seine Stimme versagte.
Sarah legte eine Hand unter Johns Kinn und hob seinen Kopf, bis sie ihm in die Augen sehen konnte. „Was meinst Du?"
„Frag SIE!" Nach diesen Worten drehte er sich brüsk um und ging zurück zu Riley. Sarah stand verwirrt vor dem Zimmer und sah ihm nach.
Keiner von Beiden hatte bemerkt, wie sich Riley´s Augen wieder geschlossen und ihr Körper entspannt hatten.
Kapitel 2
Sarah/Cameron
Nachdenklich ging Sarah zu Camerons Zimmer und klopfte. Als sie nach Sekunden keine Erwiderung hörte, öffnete sie die Türe, sah Cameron am Fenster stehen und bewegungslos hinausstarren. Sarah schloss die Türe, ging zum Bett und setzte sich nahe Cameron darauf.
„Cameron?" Sarah sah auf die schlanke Gestalt, die vom Sonnenlicht umspült wurde.
„Ja Sarah?" Cameron bewegte sich noch immer nicht.
„Was hast Du John vorhin über John-Henry gesagt."
Cameron dachte einen Augenblick nach. „John war aufgebracht darüber, dass ich John-Henrys Einstellung übernommen habe."
„Welche Einstellung?" Fragte Sarah.
„Menschliches Leben ist heilig." Cameron drehte jetzt den Kopf und sah Sarah an.
„John wollte wissen, ob ich überhaupt noch ich selbst bin."
„Warum?" Sarah klapste jetzt auf die Stelle neben sich, damit sie nicht ständig zu Cameron aufsehen musste.
Zögernd setzte sich Cameron, sah aber weiterhin starr aus dem Fenster. „Ich hatte John einmal erklärt, dass mein Körper und meine Software kreiert wurden, um Menschen zu töten und dass das was einmal da ist, immer da sein wird. Dass ich John möglicherweise irgendwann töten werde."
„Und?" Sarah war deutlich nervös geworden.
„Er hat es einfach zur Kenntnis genommen."
Jetzt lächelte Sarah und schüttelte den Kopf über Johns Ignoranz gegenüber der Wahrheit. „Und was hat das mit John-Henry zu tun?"
„Ich habe John erklärt, dass John-Henry alles verändert hat. Dass er ein Virus ist und sich in meiner Programmstruktur verankert hat. Dass ich nicht mehr länger ein Killer bin, weil alle Skynet Programmierungen entfernt wurden. Ich habe John erklärt, dass John-Henry und ich gegenseitig unsere Gedanken, Absichten und Erinnerungen lesen konnten. Ich habe versucht John zu erklären, das mein Zusammensein mit John-Henry ein Intimes Gefühl gewesen ist, dass das aber nichts an meinen Gefühlen zu ihm verändert hat, da war er aber schon gegangen." Traurig senkte Cameron den Kopf. „Ich verstehe nicht warum er gegangen ist."
„Aber ich." Sagte Sarah mit Ärger in der Stimme. Sie ergriff Camerons Kinn und drehte deren Kopf, dass sie ihr in die Augen sehen konnte. „Du hast meinem 16 jährigen, hormongesteuerten Sohn gesagt, dass du mit einem Anderen intim gewesen bist? Verdammt Cameron, was hast Du erwartet?" Jetzt war Sarah wirklich ärgerlich.
„17" Sagte Cameron nur.
„Wie bitte?" Fragte Sarah sichtlich verwirrt.
„John ist 17, wir haben seinen Geburtstag übersprungen."
„Lenk nicht ab." Sagte Sarah kopfschüttelnd.
„Ich fürchte, ich habe Alles noch schlimmer gemacht." Jetzt bildeten sich Tränen in Camerons Augen.
„Noch schlimmer?" Ein sarkastisches Auflachen war von Sarah zu hören. „Mein Sohn ist einer Maschine in die Zukunft gefolgt. Er hätte wer weiß wie oft getötet werden können und Du glaubst, Du hättest alles noch schlimmer gemacht?"
Bei dem Wort -Maschine- war Cameron zusammengezuckt. „Da ich wusste, dass ich eventuell zu Weaver überlaufen musste, wollte ich John klar machen, dass ich wirklich nur eine Maschine bin. Ich wollte ihm deshalb zeigen, dass mein Äußeres nur Fassade ist."
„Und was hast Du getan?" Sarah schwante fürchterliches.
„Ich habe ihn unter einem Vorwand dazu gebracht, mit der Hand nach meiner Energiezelle zu fühlen. Er sollte fühlen, wie Kalt mein…..Herz ist, dass mein warmes Äußeres nur Schein ist."
„Und?"
„Meine Energiezelle liegt hinter meiner Brustplatte." Als Sarah nichts erwiderte fuhr Cameron fort. „Er musste unterhalb meiner Brust einen Einschnitt machen, dazu habe ich Top und BH ausgezogen."
Ein Stöhnen war von Sarah zu hören. Minutenlang sagte keiner der Beiden ein Wort.
„Ich bemerkte zu spät, dass es ein Fehler war. Er lag halb auf mir, sein Arm in meinem Körper und er sah mich nur an. Nicht einmal sah er auf meine Brust, nur in meine Augen. Ich glaube er wollte mich küssen aber das konnte ich vermeiden."
Nachdenklich sah Sarah Cameron von der Seite an. „Ich glaube nicht, dass das entscheidend zu seiner Entscheidung beigetragen hat. Er hat sich in Dich verliebt, als er Dich das erste mal sah, daran hat deine Natur nichts geändert. Ich glaube wirklich, dass er Dir auch so gefolgt wäre."
Jetzt sah Cameron Sarah wieder an. „Und was war mit Riley?"
„Einerseits liebt er Dich, andererseits weiß er aber nur zu genau, was unter Deiner Haut ist. Irgendwie hat er eine Fluchtmöglichkeit gesucht, um mit diesem Dilemma fertig zu werden."
„Und jetzt ist sie wieder da." Flüsterte Cameron.
Sarah legte jetzt eine Hand auf Camerons Schulter. „Er liebt Dich, Alles spricht dafür und Riley wird daran nichts ändern können. Vermeide nur alles, was ihn verletzen könnte. Vor Allem , was John-Henry betrifft."
„Und wenn er doch mit Riley..." Camerons leise Worte erstarben.
„Du warst doch in der Zukunft, war da eine Riley?"
Cameron sah wieder zum Fenster hinaus. „Nein aber das besagt gar nichts."
„Wieso Das?" Sarah war ein wenig verwirrt.
Cameron sah wieder Sarah an. „Bei jeder Zeitreise verändert sich die Zukunft. Das habe ich selbst miterlebt."
„Wie denn Das?" Fragte Sarah neugierig."
Cameron sah nachdenklich auf ihre Hände, die sie auf ihren Schenkeln liegen hatte." „Die Zeitblase expandiert bei der Abreise aus der Zukunft und verändert die Realität BEVOR der Transport in die Vergangenheit erfolgt. Es dauert nur eine Millisekunde aber ich konnte sehen, was verändert wurde, bevor ich durch die Zeit geschleudert wurde." Sarah sagte nichts, wartete nur darauf, wie es weitergeht. „Bevor ich die Zeitblase betrat, stand Johns Frau Kate an seiner Seite. Als die Blase expandierte war sie nicht mehr da."
„Und stand dann Jemand an ihrer Stelle?" Fragte Sarah neugierig ohne vorerst nach Kate zu fragen."
„Ja."
„Wer?"
„Du und …...Ich." Sagte Cameron mit Nachdruck."
Sarah schüttelte verwirrt den Kopf. „Dann ist doch Alles gut."
„Eben nicht. Durch die letzte Zeitreise haben wir Riley wieder mit ins Spiel gebracht. Vielleicht steht sie jetzt statt meiner an Johns Seite." Cameron konnte die Tränen nicht mehr zurückhalten.
Sarah legte nun tröstend einen Arm um Camerons Schultern, die sich zögernd gegen sie lehnte.
Cameron sah wieder in Sarahs Augen. „Warum bist Du so nett zu mir?"
„Wenn ich Etwas aus dieser Sache gelernt habe, dann dass ich mich mit Dir arrangieren muss um meinen Sohn nicht zu verlieren." Jetzt wurde Sarahs Gesicht wieder ernst. „Nur an Eines solltest Du immer denken... Solltest Du dich jemals wieder gegen meinen Sohn wenden, werde ich Dich Stück für Stück auseinander nehmen und jedes Teil zu Asche verbrennen."
Cameron nickte Jetzt. „Das ist fair."
Kapitel 3
Währenddessen (John/Riley)
„Hey!" Riley hatte die Augen geöffnet und sah jetzt John an.
„Hallo Dummkopf." Trotz verweinter Augen lächelte John Riley an.
„Was ist passiert? Ich kann mich kaum erinnern."
„An Was erinnerst Du dich noch?" John hielt immer noch Rileys Hand, lies diese aber verlegen los, nachdem er es bemerkt hatte.
Riley überlegte, während sie anscheinend geistesabwesend vor sich hin starrte. „Ich bin Euch zu den Tunneln gefolgt. Dann bin ich kurz entschlossen zu Euch in das blaue Licht gesprungen. Danach ist alles nur noch verschwommen. Ich war nackt, dann war da eine Maschine und ich wäre fast von einer Klippe gestürzt." Jetzt sah Riley John fragend an.
„Das ist der Timelag."
„Der was?"
„Timelag, ist so ähnlich wie ein Jetlag."
„Und was bitte ist ein Jetlag?" Riley sah John an, als hätte er sie nicht mehr Alle.
John schüttelte jetzt den Kopf bis ihm einfiel, dass Riley wahrscheinlich noch nie mit einem Flugzeug geflogen war. „Sieh mal, das blaue Leuchten war eine Zeitblase. Du bist mit uns durch die Zeit gereist."
„Du verarscht mich. Denkst du etwa ich kaufe Dir so Etwas wie Zeitreisen ab?"
„Wie erklärst Du dir dann, dass du in einem Haus auf einem Bett liegst?"
Riley sah sich um. „Na ja, ist vielleicht doch ein Haus übriggeblieben irgendwo auf dem Land. Aber Zeitreisen... Komm schon, heraus mit der Wahrheit. Wo sind wir wirklich?"
„Wir sind im Jahr 2009, 2 Jahre vor dem Tag der Abrechnung."
Riley riss die Augen auf. „Du meinst das wirklich ernst oder?"
John lächelte bitter. „So ernst, wie Irgendetwas. Meine Mom bekämpft die Maschinen schon seit vor meiner Geburt. Skynet jagt mich, weil ich einmal der große John Connor, Anführer des Widerstandes und hoffentlich Bezwinger der Maschinen werden soll." John schüttelte jetzt gedankenverloren den Kopf.
„Riley sah ihn jetzt kritisch an. „Woher kennst Du mich? Als ich im Bunker auftauchte hast Du meinen Namen gerufen. Wo sind wir uns schon begegnet? Ich erinnere mich nicht.
„Wir? ….wir sind uns nie begegnet. In dieser Zeitlinie gab es auch einmal eine Riley."
„Was...was ist mit ihr passiert?"
„Sie ist gestorben. Sie ist für mich gestorben. Sie hat ihre Pflicht getan für den großen John Connor. Sie kam als Feind als Spion, Infiltrator oder was auch immer und ist als Freund gestorben." Jetzt sah John Riley wütend auf sich selbst in die Augen. „Sie ist gestorben, weil ich sie nicht beschützen konnte, so wie ich niemanden beschützen kann. Alle sterben für mich aber niemand bleibt bei mir." Tränen stiegen Jetzt in Johns Augen. Bevor sie seine Augen verlassen konnten, sprang er auf und verlies das Zimmer.
Zurück blieb eine nachdenkliche Riley.
Kapitel 4
Währenddessen (Derek/John-Henry/Savannah)
„Nun Metall, Was bist Du?"
John-Henry blickte kurz zu Savannah, die mit dem Kopfhörer vor dem Fernseher saß. „Ich bin ein Kybernetischer Organismus. Lebendes Gewebe über einem Metall Endoskelett."
Derek blickte John-Henry mit glasigem Blick an"Hä...?"
„Cameron würde sagen ich bin ein gruseliger Roboter."
Derek kratzte sich am Kopf. „Irgendetwas an Dir ist anders. Teilweise benimmst Du Dich wie ein kleiner Junge."
„Meine Programmierung entspricht etwa dem Entwicklungsstand von Savannah auch wenn ich in Moralischer Hinsicht weiter entwickelt bin. James Ellison hat mir dabei sehr viel beigebracht. Er ist ein wahrhaft gläubiger Mann. Außerdem hatte ich Einblick in die Erinnerungen von Cameron. Zur Zeit dürfte ich die am weitesten entwickelte Künstliche Intelligenz auf dem Planeten sein. Selbst meinem Bruder steht nicht so viel Rechenleistung zur Verfügung.
„Dein Bruder?" Derek runzelte die Stirn.
„Mein Bruder ist die Entität, aus der sich einmal Skynet entwickeln dürfte. Er hat bereits ein Mal versucht mich zu töten. Zu sterben war kein schönes Gefühl." John-Henry lächelte jetzt wieder sein Lächeln. Anders als bei Cameron wirkte dieses lächeln aber in jedem Fall unecht. „Meine Aufgabe ist es John Connor beratend zur Seite zu stehen und zu helfen Skynet aufzuhalten. Falls der Tag des Jüngsten Gerichts nicht aufzuhalten sein sollte, werde ich John Connor helfen den Kampf zu gewinnen.
„Und diese Weaver, was ist das für Eine?"
John-Henry legte den Kopf schief. „Miss Weaver ist der CEO der Zeira-Corp. Sie ist Savannahs und meine Mutter."
Derek schüttelte jetzt den Kopf und rieb sich den Nacken. „Sie ist doch nicht Savannahs Mutter?"
John-Henry sah nocheinmal zu Savannah, die aber weiterhin den Kopfhörer aufhatte. Er berechnete schnell anhand der hörbaren Lautstärke die Möglichkeit, ob Savannah das Gespräch hören könnte. Als er das ausschließen konnte antwortete er: „Natürlich nicht. Sie ist aber alles was Savannah noch hat. Abgesehen natürlich von John, Cameron und Sarah Connor."
„Und diese Cameron, die wie Allison Young aussieht?" Erst jetzt kam Derek auf den Punkt seiner Neugierde zu sprechen.
„Cameron ist ein Sonderfall. Soweit ich das beurteilen kann ist sie ein einzigartiges Modell. Ihr Endoskelett entspricht zwar weitesgehend dem Meinen allerdings weist sowohl ihr Gewebe als auch ihr Endoskelett mehr als eine Anomalie auf.
„Und John Connor und Cameron sind...? Derek macht eine wage Handbewegung.
„Cameron ist zu Johns Schutz hier. Alle Fragen in Privater Richtung bitte ich direkt an Cameron oder John zu richten."
„OK Metall, das werde ich machen." 'Auf das Gespräch bin ich gespannt', dachte er.
„John-Henry."
„Was?" Derek blickte wieder zu John-Henry
„Ich bevorzuge die Bezeichnung -John-Henry-."
„John-Henry, na klar." Sagte der Derek, schüttelte wieder den Kopf und verdrehte die Augen. Dann schoss ihm das Bild eines Schlachtfeldes in den Sinn, auf dem sich Die Maschinen mit Namen ansprachen. 'Metall mit Namen, das wäre lustig, wenn es nicht so verrückt wäre'. Dachte er, bevor er aufstand und in die Küche ging, wo er sich aus dem Kühlschrank ein Bier holte. Dann ging er nach Draußen und setzte sich auf die Treppe.
Kapitel 5
Währenddessen in San Francisco (Kyle/James Ellison/Catherine Weaver)
„James, wir müssen Alles vorbereiten, um meine Rückkehr zur Zeira Corp. Vorzubereiten. Haben meine Vorsichtsmaßnahmen in Bezug auf die Firmenleitung geholfen?" Fragte Catherine Weaver auf dem Beifahrersitz.
James Ellison fühlte sich immer noch unbehaglich bei dem Gedanken, dass er neben einer Maschine saß. Eine Maschine, die er mit dem Teufel gleichzusetzen geneigt war. „Die Projekte sind so wie gewünscht weiter gelaufen Miss We...Catherine." korrigierte sich James Ellison. „Mr. Murch hatte die technische Ober-Leitung, während die Abteilungsleiter die Bürokratischen Aufgaben bewältigen konnten. Projekt Babylon wurde wie gewünscht termi... eingestellt und Cam... die Technik sicher untergebracht."
„Was war mit Savannah?"
Bis zu Ihrem Anruf letzte Nacht, war sie in einer schwer bewachten Schule untergebracht. Ich hatte zusätzlich auf panzerbrechende Munition und starken Elektroschockern bestanden."
„Sehr gut James, dann wird es bei meiner Rückkehr keine größeren Probleme geben."
„Rückkehr?" Fragte James Ellison verblüfft.
„Zur Zeira Corp.. Wir sind leider auf die Ressourcen der Firma angewiesen. Bitte James, benachrichtige Mr. Murch, er möchte ein Duplikat des Babylon Equipments zusammentragen. Dann fliegst Du nach Los Angeles und bringst das Material und Mr. Murch zum Haus. Mr. Murch sollte allerdings nicht wissen, wo er hin gebracht wird. Die Gebrüder Reese werden als Eskorte zur Verfügung stehen. Habe ich Recht ?"
Kyle, der der Unterhaltung interessiert aber stumm gelauscht hatte schreckte jetzt hoch. „Äh, ja sicher doch, ich denke dafür sind wir ja da." Kyle verdrehte die Augen und sah dann aus dem Fenster.
Sie erreichten ein großes Einkaufszentrum. „Da ich die Einzige bin, die mit den Kleidergrößen aller vertraut ist, kümmere ich mich um Kleidung. James, Du und Mister Reese kümmert euch bitte um 2 Laptops, Handys für Alle, Hygieneartikel wie Zahnbürsten, Seife, Shampoo, Schaumbad und dann noch um Nahrungsmittel für alle." Catherine nickte James Ellison zu und stieg dann aus. Die beiden Männer folgten ihr.
„Gut ... Catherine, was ist mit einem größeren Haus?" James Ellison war sich nicht ganz sicher, wann er mit der Maschine zum -Du- übergegangen war.
„Ich habe umdisponiert. Eigentlich ist das Haus groß genug, wir werden lediglich das Nachbarhaus noch dazu mieten, das steht leer."
James Ellison nickte nur und die Drei gingen in Richtung Einkaufszentrum. Keiner der Drei bemerkte den Mann, der bei ihrem Anblick die Augen aufgerissen hatte und sie beobachtete. Er zog sein Handy aus der Tasche und wählte eine ganz bestimmte Nummer.
Kapitel 6
John war verwirrt. Er liebte Cameron bis zur Schmerzgrenze und darüber hinaus. Was sollte er nur davon halten, dass sie offenbar John-Henry... Seitdem sie zum Leuchtturm gefahren waren war Alles schief gelaufen. Charlie war tot, Derek war tot. Cameron wäre fast zerstört worden. Er war in die Zukunft gereist, mehrmals fast getötet worden. Wieder waren Leute für ihn gestorben Allen voran Allison. Nachdem er Rileys Zimmer verlassen hatte war er langsam in Richtung Wohnraum gegangen. Jetzt sah er Savannah in der Ecke spielen. John-Henry starrte regungslos auf die spielende Savannah. Als John John-Henry passierte lächelte dieser ihm freundlich zu aber John verzog nur das Gesicht und holte sich eine Cola aus der Küche. Auf dem Rückweg ignorierte er John Henry völlig und ging zur Haustür hinaus.
Er ging ums Haus herum zur Klippe. Dort stand sein Onkel... ‚Nein' korrigierte er sich. ‚Dieser Derek ist nicht mein Onkel, sowie Kyle nicht mein Vater ist.' „Hi Derek", sagte John ohne diesen anzusehen.
„Hi Connor", Erwiderte Derek Reese und starrte weiterhin aufs Meer hinaus. „Bereit für ein paar Antworten?"
„Ein paar", erwiderte John einsilbig.
„Warum bin ich hier? Warum sind WIR hier?" Fragte Derek und nahm einen Schluck aus seiner Dose.
„Hm..." John überlegte einen Augenblick. „Wir hatte hier auch einen Derek Reese, ich dachte, es wäre eine gute Idee."
„Was ist passiert?" Fragte Derek und blickte John von der Seite an.
„Terminator, Kopfschuss." Weiterhin war John ziemlich einsilbig.
„Verstehe." Derek nahm einen weiteren Schluck. „Was ist mit Kyle? Warum sieht deine Mom ihn immer so komisch an?"
John warf einen kurzen Seitenblick auf Derek. „Nun...äh, das sollten die Beiden besser unter sich ausmachen."
„Na gut. Diese Maschine, die wie Allison aussieht..."
„Cameron."
Jetzt lachte Derek Reese kurz auf. „Machinen mit Namen." Sagte er kaum hörbar und nahm noch einen Schluck. „Jep, Cameron." Derek hob die Brauen bei diesen Worten. „Was ist das zwischen Dir und ...ihr?"
Gedankenverloreb blickte John auf das Meer vor ihm, er nahm es gar nicht mehr wahr. „Ich wünschte, ich wüsste es." Leise, mehr zu sich selbst sagter er die Worte.
Jetzt legte Derek eine Hand auf Johns Schulter. „Junge, ich weiß, wie sie aussieht. Ich habe Allison ziemlich lange gekannt und verdammt nochmal sie war ein klasse Mädchen. Aber Cameron..."
„...ist eine Maschine", beendete John den Satz. „Ich weiß das Alles Derek aber da ist so viel mehr an ihr, das nur ich bemerke."
„Du musst wissen, was Du tust aber vergiss nie, was sie ist." Er nahm noch den letzten Schluck aus seiner Dose, bevor er diese zerdrückte und über die Klippe warf. „Shit, wir haben hier drei Maschinen unter einem Dach. Wenn es hart auf hart kommt sind wir so oder so am Arsch. Alleine diese Weaver..."
„Was ist mit Mom?"
Derek und John fuhren wie von der Tarantel gestochen herum. Hinter ihnen stand Savannah und betrachtete sie kritisch mit schiefgelegtem Kopf, Die kleinen Hände in die Hüften gestützt.
John erkannte John-Henry am Fenster des Hauses, der mit Argusaugen Savannah beobachtete. „Hallo Savannah. Spielen?"
Jetzt erhellte sich Savannahs Gesicht. Es war für John interessant zu sehen, wie schnell ein Kind umschalten konnte, wenn eine schönere Beschäftigung anstand. Mit einem Satz war sie auf Johns Armen. „Schaukeln?" Fragte sie mit einem Strahlen im Gesicht.
Jetzt mußte John grinsen. „Haben wir denn eine Schaukel Rotschopf?"
„Klar, drüben ist eine", sagte sie und deute auf die Seite des Hauses.
Jetzt bemerkte John erst den kleinen eingezäunten Spielplatz auf der dem Eingang gegenüberliegenden Seite des Hauses. Was er nicht bemerkte, waren zwei Augen die ihn beobachteten.
Kapitel 7
Währenddessen Küstenstraße (Weaver, Ellison, Kyle Reese.)
„Ich glaube wir werden verfolgt." James Ellison sah immer wieder in den Rückspiegel.
„Seit dem Einkaufszentrum." Entgegnete Weaver gelassen. „Er saß schon in seinem Wagen, als wir mit den Einkaufswagen den Parkplatz betraten. „Hinter dem Tunnel stellst Du bitte den Wagen Quer, ich erledige den Rest."
„Du willst ihn doch nicht...?"
„Keine Sorge James, noch brauchen wir ihn für Informationen."
Dann kam der Tunnel, nach dessen Ende eine scharfe Kurve folgte. James Ellison bremste scharf ab und stellte den Wagen Quer auf die Straße. Was dann kam war für ihn immer wieder wie ein Alptraum, so wie für Kyle Reese der eben aus einem Nickerchen erwachte. Kyle sah gerade noch, wie Catherine Weaver silbern schimmerte und dann wie Wasser aus dem Auto floss.
Dan kam es, wie es kommen musste. Der verfolgende Wagen kam um die Kurve und musste eine Vollbremsung machen, wobei er sich ebenfalls Quer stellte. Noch bevor der Fahrer sich von seinem Schreck erholt hatte und den Rückwärtsgang einlegen konnte erschien auf seiner Fahrzeugseite ein silbern schimmerndes etwas. Der Mann riss noch entsetzt die Augen auf, als Der T1001 auch schon zuschlug.
Kapitel 8
Gleichzeitig (Connor Residenz)
John und Savannah tobten ausgelassen auf dem hauseigenen Spielplatz. Einmal stieß John Savannah die glücklich johlte auf der Schaukel an. Ein anderes Mal wälzte sich John auf der Wiese und Savannah kletterte auf ihm rum oder half ihm beim Rumrollen. Dann kitzelten sich die Beiden gegenseitig, bis Savannah anfing zu kreischen.
Was beide nicht bemerkten, war ein paar Braune Augen, die sie von der Küche aus beobachteten. Je länger das ausgelassene Spiel der Beiden dauerte, um so wässriger wurden diese Augen. Als die ersten Tränen flossen, fuhr Cameron auf dem Absatz herum und stürmte an Sarah vorbei, die auch aufmerksam nach draußen gesehen hatte.
Sarah sah hinter Cameron her, dann zu Boden, schließlich sah sie wieder nach Draußen, wo John Savannah gerade Huckepack trug. Sarah mußte lachen, als Savannah John mit ihren Fersen in die Rippen stieß und „Hüah Pferdchen!" Rief. Sarah dachte: ‚Vielleicht sollte ich Cameron erzählen, was die Leute bei Zeira festgestellt haben?... Nein, lieber nicht das würde bei Beiden falsche Hoffnungen wecken. Außerdem wäre es ohnehin äußerst problematisch, wenn nicht unmöglich. Ich glaube ich warte lieber, bis wir diese Brücke überqueren müssen.'
Als Cameron aus der Küche in den Wohnraum stürmte und diesen dann in Richtung Treppe verlies, wurde sie von Riley beobachtet, die daraufhin durch die Küchentür einen Blick nach Draußen warf, die Stirn runzelte und dann Cameron nach Oben folgte.
Riley war die Ganze Sache nicht geheuer aber er hatte ihr Geholfen, sie musste einfach etwas für ihn tun. Jetzt stand sie vor der Tür, die dieses Mädchen kurz vorher zugeworfen hatte. Sie zögerte kurz. Ihr kam in den Sinn, dass sie immer noch Gedächtnisprobleme hat. Was solls, sie hatte immer Denen geholfen, die auch ihr geholfen haben. Sie klopfte. Als sie keine Erwiderung hörte öffnete sie vorsichtig die Tür. „Hallo, darf ich reinkommen?" Fragte sie leise. Sie spähte vorsichtig um das Türblatt herum und sah das Braunhaarige Mädchen am Fenster stehen, mit dem Rücken zu ihr. Vorsichtig betrat sie das Zimmer. „Hallo, Du." Sagte sie, während sie sich dem Mädchen weiter näherte. Als sie vorsichtig eine Hand auf deren Schulter legte. Drehte sich das Mädchen gedankenschnell herum, ergriff ihre Jackenaufschläge, und stemmte sie hoch gegen die Wand. Als sie ihr ins Gesicht blickte, starrte sie in zwei blau leuchtende Augen. Horror durchflutete ihren Körper. Sie schloss innerlich mit ihrem Leben ab, als der weibliche Terminator sie unverhofft wieder absetzte. Das leuchten in den Augen wurde schwächer, dann wandte sich die Maschine um und lies die Schultern hängen.
„Was willst Du denn noch, hast Du noch nicht genug?"
Riley traute ihren Ohren nicht, dieser Terminator sprach mit weinerlicher Stimme. Langsam lies der Schock nach und sie traute sich wieder, sich zu bewegen.
Vorsichtig machte sie wieder einen Schritt auf die Maschine zu. „W-was meinst Du?" Fragte sie vorsichtig.
„Er rennt von mir weg zu Dir, das hat er schon einmal getan."
„Du bist eine Maschine, was ist bloß mit Dir los? Bist Du defekt, soll er Dich reparieren? Ich verstehe das Alles nicht."
„Reparieren? Wenn das nur so einfach wäre."
„Ich versuche zu helfen." Sagte Riley unsicher.
Jetzt drehte sich Cameron herum. „Helfen! Ausgerechnet DU!?" Was hast Du vor?" Cameron zog jetzt die Augenbrauen zusammen. „Du planst doch irgendetwas. Was hast Du vor. Willst Du mich provozieren, damit er Dich in Schutz nehmen muss?" Cameron machte einen bedrohlichen Schritt auf Riley zu.
Rileys Antwort überraschte Cameron bis ins Innerste. „Nein, eigentlich war ich hergekommen, weil ich dachte, dass Du ein Mädchen bist, dass eine Freundin braucht und weil ich IHM helfen wollte. Stattdessen finde ich hier eine defekte Maschine." Rileys Unterton war aggressiv. Jetzt machte sie auf dem Absatz kehrt, An der Tür stoppte sie noch einmal. „Im übrigen ist er nicht mein Typ. Ich stehe mehr auf die langhaarigen mit Rundungen." Mit diesen Worten lies sie Cameron stehen und ging wieder in ihr Zimmer..
Minutenlang starrte Cameron auf die Türe und suchte nach einer Erklärung für die letzten Worte Rileys.
(Ende Episode 3-05)
