Episode 3.06
Kapitel 1
Zwei Fahrzeuge kamen auf das Grundstück gefahren. Hupend kamen Beide zum Stillstand. Sofort kamen Sarah und Derek angelaufen. Auch John-Henry erreichte schnell die Haustür, während Cameron, Riley, John und Savannah etwas länger brauchten.
Catherine Weaver stieg aus dem requirierten Fahrzeug aus und sagte leise zu
Sarah: „Bring Savannah bitte auf den Spielplatz hinter dem Haus, wir haben einen Gefangenen mitgebracht, den müssen wir in den Keller bringen."
Als Sarah außer Sichtweite war, holte der T1001 den Gefangenen, indem sie sich ihn einfach über die Schulter warf während James Ellison mit den Anderen zusammen den vollbeladenen Wagen auslud.
Als Catherine Weaver in den Wohnraum zurückkehrte waren bereits die Verteilungen der Mitbringsel im Gange. Nur an die Kleidung hatte sich noch Niemand wirklich herangetraut. Catherine Weaver verteilte mit schnellen Griffen die eingekaufte Kleidung auf die Anwesenden.
Riley war im Hintergrund geblieben, da sie nicht erwartete, dass auch für sie etwas dabei wäre. Umso erstaunter war sie, als Catherine Weaver ihr lächelnd mehrere Einkaufstüten in die Hand drückte. Sofort rannte sie auf ihr Zimmer.
Nacheinander gingen Alle, um ihre Sachen zu verstauen, allerdings zog sich noch Niemand um. Ein paar Minuten später trafen sich Alle an der Kellertreppe und gingen stumm nach Unten.
Nacheinander versammelten sie sich um die gefesselte Gestalt . Der Mann war nicht nur geknebelt und gefesselt. Eine silberne Schlange wand sich auch um seinen Körper und schien jede Bewegung zu beobachten. Jetzt trat Catherine Weaver vor und die -Schlange- verlies den Gefesselten und vereinigte sich wieder mit Weavers Körper, was der Gefesselte mit schreckgeweiteten Augen zur Kenntnis nahm.
„Nun?" Fragte Catherine Weaver, nachdem sie den Knebel entfernt hatte.
Der Mann starrte sie immer noch sprachlos an.
„Bitte erklären sie uns doch, wer sie sind und warum sie uns verfolgt haben." Catherine Weaver stand wie eine Statue vor dem Fremden als sie dies fragte.
„I-ich weiß ga-gar nicht wa-was Sie meinen." stotterte der Mann. „Sie haben mich entführt. Ich war nur auf dem Weg nach hause, als Sie mich überfielen."
Jetzt beugte sich der T1001 vor, streckte dem Mann einen Finger entgegen und verwandelte diesen in eine Lanze, die sie 20 Zentimeter ausfuhr, bis sie Kontakt mit der Brust des Mannes hatte."
Der Mann begann zu zittern und atmete heftig. Cameron ging hinter ihn und ergriff seinen Nacken. „Ich w-weiß gar nichts. Ich bin angeworben worden, viel Geld."
„Wofür angeworben worden?" Die Frage kam von John.
„Beobachten, ungewöhnliche Vorgänge weitergeben, mehr nicht."
„Wer hat Sie angeworben?" Fragte der T1001.
„Das weiß ich nicht. Ich bekomme meine Anweisungen pér Telefon. Ich habe noch nie Jemanden gesehen."
„Er sagt die Wahrheit." Cameron hatte ihren Scan beendet.
Catherine Weaver wandte sich den Anderen zu. „John Henry, wärst Du so freundlich Dir das Handy dieses Mannes anzusehen?"
„Natürlich Miss Weaver." Antwortete John Henry.
Unbemerkt von den Menschen und Maschinen im Raum hatte der Gefangene seine Hände befreien können. Jetzt achtete niemand auf ihn, als er blitzschnell aufsprang, nach der Waffe in Dereks Hosenbund griff während er diesen gleichzeitig wegstieß. Er schwenkte die Waffe herum und schoss sofort.
Catherine Weaver hatte hinter sich ein Geräusch gehört. Als sie herumfuhr, die Waffe erblickte und den Mann mit einer Lanze in die Brust tötete war es bereits zu spät. Als der Mann tot zu Boden fiel hatte er bereits zwei mal geschossen.
Kaum eine Minute später hörten sie einen Schrei aus Richtung der Treppe.
„KYLE!"
Kapitel 2
(5 Minuten zuvor)
Sarah war auf dem Spielplatz hinter dem Haus und beobachtete Savannah, die im Sandkasten spielte, als sich die Tür öffnete und Riley heraustrat. Riley setzte sich auf die Treppe und sah sich um, misstrauisch beobachtet von Sarah.
Riley hatte offensichtlich geduscht und trug nun vernünftige Kleidung.
Riley sah zuerst auf Savannah und dann Sarah ins Gesicht. „Darf ich eine Frage stellen?"
„Nur zu." Antwortete Sarah
„Was ist das mit John und diesem Mädchen...dieser Maschine?"
„Ich glaube nicht, dass Dich das was angeht." Sagte Sarah aggressiv.
„Ich wollte helfen, mit dem Mädchen reden, als sie mich hochhob und gegen die Wand drückte. Da merkte ich erst was sie ist. Ist... sie defekt? Soll John sie reparieren?" Riley schüttelte verständnislos den Kopf.
Sarah sah misstrauisch auf Riley. „Warum wolltest Du mit ihr reden?"
„Sie sah traurig aus und …... Ich habe keine Freunde. Ich dachte..."
Sarah holte tief Luft, bevor sie antwortete. „Sie ist eine Maschine mit Gefühlen. Mit Gefühlen für meinen Sohn, die dieser leider erwidert." Sarah hatte den letzten Satz mehr zu sich selbst gesprochen. „Für sie ist er Jahre in die Zukunft gesprungen. Für sie hat er sein Leben riskiert. Für sie hat er mich verlassen." Die letzten Worte waren nur ein Flüstern.
„Und was ist das mit mir. Was hat diese Maschine gegen mich? John hat zwar etwas erwähnt aber..."
Jetzt sah Sarah Riley ins Gesicht. „Die Riley aus unserer Zeitlinie wurde von Jesse, der Frau die Du niedergeschlagen hast aus der Zukunft hergebracht, um einen Keil zwischen John und die Masch... Cameron zu treiben. Als die andere Riley schließlich den wahren Plan Jesses begriff, der darauf hinauslief von Cameron getötet zu werden, stellte sie sich gegen Jesse und wurde von dieser getötet. Bis auf John dachten Alle es wäre Cameron gewesen aber er war schlau, er fand die Wahrheit heraus."
Jetzt nickte Riley. „Ich will keinen Keil zwischen die Beiden treiben. Ich bin dankbar, dass er mir hilft allerdings bin ich nicht verliebt in ihn oder soetwas. Tatsächlich dachte ich diese Cameron wäre eher..."
Rileys Worte wurden von zwei Schüssen aus dem Keller des Hauses unterbrochen. Übergangslos sprang Sarah auf, rief Riley zu, sie solle auf Savannah acht geben und rannte dann zur Kellertreppe.
Noch auf der Treppe entdeckte sie eine Gestalt mit blutender Kopfwunde am Ende des Ganges vor einer Tür. Als sie die Gestalt erkannte brachte sie nur ein Wort hervor: „KYLE!"
Kapitel 3
Kyle lag auf dem Boden, Blut lief an seiner Schläfe entlang. Noch bevor Derek ihn erreichte hatte Sarah sich vor ihm auf die Knie geworfen und kontrollierte seine Vitalfunktionen. „Nein bitte nicht nocheinmal." flüsterte Sarah.
Derek, der Kyle als zweiter erreichte und ebenfalls festgestellt hatte, dass Kyle nur bewusstlos war, warf einen erstaunten Blick auf Sarah. Dann untersuchte er die Wunde an seinem Kopf. Die Kugel hat über seinem Ohr eine fingerlange Wunde gerissen, die naturgemäß stark blutete.
Cameron kniete sich nieder und scannte Kyle. „Vitalzeichen stabil, alles normal, er ist lediglich bewusstlos." Sagte Cameron in die Runde. „Dann richtete sie sich ruckartig auf. „Wo ist John?!" Cameron sprang auf und lief zurück in den Raum, gefolgt von den Anderen. Sie brauchte nur einen Sekundenbruchteil, um Johns Beine hinter einer Werkbank zu entdecken. „JOHN!" Sie machte sich nicht die Mühe, um den schweren Tisch herumzulaufen sondern schleuderte diesen mit einer Hand zur Seite. Dann ließ sie sich neben dem aus eine Wunde rechts unterhalb der Brust blutenden John fallen und untersuchte ihn hastig. „Er lebt noch, hat aber innere Blutungen." Tränen strömten ihre Wangen hinunter.
Catherine Weaver stellte schnell die Werkbank wieder hin und sie und John-Henry ergriffen vorsichtig den Bewusstlosen während Cameron die Wunde zuhielt, und legten ihn auf die Werkbank. Derek und James Ellison nahmen derweil Kyle und brachten ihn nach oben, während Sarah zu John lief.
„Ich kann nichts tun, seine Leber ist verletzt!" Sagte Cameron unter Tränen zu Sarah, die Johns bleiches Gesicht umklammert hielt.
Catherine Weavers Kopf ruckte herum. „Wo ist Savannah?" Fragte sie Sarah. Als diese nicht reagierte rüttelte sie Sarah am Arm. Sarah blickte auf aber Unverständnis stand in ihren Augen. „Wo...ist...Savannah?" Wiederholte der T1001 jedes einzelne Wort betonend.
Sarah blinzelte ein paar mal bevor sie sagte: „Oben, Riley passt auf sie auf." Brachte Sarah leise hervor.
Catherine Weaver starrte sie einen Augenblick an, bevor sie kehrt machte und hinauslief. Sie nahm die Treppe mit einem Satz, und stürmte in Richtung Küche. Riley saß Draußen auf den Stufen, Savannah auf ihrem Schoß. Als Catherine Weaver sich neben Riley setzte und kurz Savannah Scannte, stellte sie fest, dass diese in Rileys Arm eingeschlafen war.
Riley war so weit es geht vor dem T1001 zurückgewichen. Panik stand in ihren Augen, als dieser nun eine Hand hob und vorsichtig eine Haarsträhne aus Savannahs Gesicht strich. Dann blickte Catherine Weaver in Rileys Gesicht und sagte: „Danke und verzeih, dass ich Dich erschreckt habe." Riley entspannte sich sichtlich und brachte sogar ein Lächeln zustande als sie leise ein: „Gern geschehen." erwiderte.
Als Catherine Weaver wieder in den Keller kam, versuchten Cameron und der zurückgekehrte Derek immer noch Johns Wunde zu versorgen. Auch Catherine Weaver konnte nichts tun, sie besaß keine Programmierung, um Hilfe bei inneren Verletzungen zu leisten.
Cameron scannte ständig Johns Lebenszeichen. „Er wird schwächer, der Blutdruck sinkt, Herzschlag bei 140." Sagte sie mit Hilflosigkeit in der Stimme als plötzlich eine Stimme hinter ihnen aufklang:
„Würde mir gefälligst mal Jemand helfen!"
Kapitel 4
Alle Köpfe drehten sich in die Richtung der Stimme. Alle waren erstaunt, eine nackte Frau ca. Mitte dreißig zu erblicken, die gerade eine merkwürdig aussehende Kiste auf den Boden stellte. „Na was ist, wollt ihr mich anstarren, bis er tot ist oder holt mir Jemand was zum Anziehen?" Catherine Wever hatte sich als Erste gefasst und lief hinaus. Die nackte blonde Frau indessen trat näher zu John. „Vitalwerte?" fragte sie in Camerons Richtung.
Die sah jetzt genau in das Gesicht der Frau. Sie scannte kurz die Merkmale der Gesichtszüge. „Cheri Westin?" Fragte Cameron erstaunt.
„Cameron! Seine Vitalwerte!" Forderte die resolute Frau erneut.
Cameron sah wieder John an bevor sie antwortete. „Puls 160 und schwach, Blutdruck 90 zu 60 und fallend."
„OK, alle bis auf Cameron verlassen den Raum und ich meine Alle." Dabei zog sie Sarah von John weg und schob sie in James Ellisons Arme. Dann hielt sie Derek eine Hand hin. „Messer!" befahl sie lakonisch und Derek reichte es ihr verdutzt.
Mittlerweile war Catherine Weaver zurück und reichte Cheri einen Jogging-Anzug, den diese sich schnell überstreifte. Cheri Westin nahm das Messer und ging zu der Kiste. Sie schnitt schnell die Verkleidung auf und öffnete dann die Kiste. Sie entnahm verschiedenen medizinische Gegenstände wie sterile Tücher,
Desinfektionsflüssigkeit, und ein Tablett mit Scalpellen, Tupfern, Nahtmaterial und Ähnlichem. Schweigend schnitt sie Johns Sachen auf. Dann desinfizierte sie die Wunde, deckte sie mit sterilen Tüchern ab und nahm das Scalpell. „Ist ein Derek Reese hier?" fragte sie zwischendurch, ohne in ihrer Konzentration nachzulassen.
„Ja", antwortete Catherine Weaver schnell.
„Soll herkommen, wir brauchen sein Blut." Mittlerweile hatte sie die Wunde weiter geöffnet und versorgte die Leber mit einer Naht. Sofort lies die starke Blutung nach.
„Puls 176 und schwach, Blutdruck 86 zu 56 stabilisiert sich." Sagte Cameron zwischendurch.
„Wir brauchen unbedingt Blut." Sagte Cheri Westin, als Derek Reese gerade die Treppe herunterkam.
„Was kann ich tun?" Fragte er.
„Hinsetzen und Blut spenden!" Sagte Cheri Westin und stellte einen Stuhl neben John. Dann nahm sie die notwendige technische Ausrüstung für eine direkte Blutübertragung und legte bei Beiden einen Zugang. Zum Schluss vernähte sie die Verletzung und legte nach Reinigung und Desinfektion einen Verband an.
„Puls 163 wird stärker und langsamer, Blutdruck 95 zu 63 und steigend." Gab Cameron erneut die Werte durch.
Cheri Westin spritzte John noch ein Antibiotikum, bevor sie Cameron nach draußen winkte außer Hörweite von Derek.
Kapitel 5
„Wenn keine Koplikationen auftreten müsste er es schaffen." Cheri sah Cameron in die Augen.
„Müsste?" fragte Cameron. „Du kommst aus der Zukunft. Du weißt doch, dass er es schafft."
„Cameron, hör mir gut zu. In meiner Zukunft gibt es keinen John Connor. Heute war sein Todestag, DU hast mich geschickt, um das Schicksal wieder in die richtige Bahn zu lenken.
„Aber, wenn er heute getorben ist, wie kann ich dann ohne ihn in der Zukunft..." Cameron schien verwirrt.
„Wir haben lange darüber geredet, bevor Du mich zurück geschickt hast. Du hast dich Damals...Heute...verdammt ist Das ein Durcheinander. Also, Du hast Dich nach seinem Tod dazu entschieden, so lange zu warten, bis Skynet die Zeitreise-Technologie entwickelt hat, um dann Jemanden zurückzuschicken, der Alles wieder zurechtrückt.
Cameron erwidert zunächst nichts auf die Ausführungen Cheris. „Wenn nicht John, wer führt dann den Widerstand?" fragt sie schließlich leise.
„General Martin Bedell ist unser Anführer. Leider hat er es nie geschafft, den Widerstand zu einer Einheit zu bringen. Cameron..., wir haben verloren. Wir sind nicht stark genug gewesen, um länger Widerstand zu leisten. Das letzte was ich sah, bevor ich hierher transportiert wurde war dein Tod. Bedell war schon eine halbe Stunde vorher gefallen."
Cameron starrte gedankenverloren an die Wand, bevor sie sich umdrehte und zu John zurückging, um kurz seine Werte zu scannen. Gleich daraufhin kehrte sie zu Cheri zurück. „Wie war ich so in der Zukunft ohne John?"
„Du warst ein großartiger Offizier, nicht unbedingt von Allen gemocht, da Du kein Mensch bist, es gab aber genügend Männer und Frauen, die den Anderen Respekt beigebracht haben, wenn Du nicht respektvoll behandelt wurdest. Allerdings haben sie es so gemacht, dass du es nicht mitbekommen hast. In fast allen Fällen haben sich diese Leute hinterher bei Dir entschuldigt.
Du hast mir sehr oft von John erzählt, wer er ist, was er vollbringen sollte und wie er in der Zukunft war. Meistens sprachst Du aber von diesem John." Dabei deutete Cheri auf den Verletzten auf der Werkbank.
„Was habe ich über ihn erzählt?" Cameron hatte bei dieser Frage Tränen in den Augen.
„Du hast erzählt, was für ein großartiger Mensch er war, dass er Dir vertraut hat, wenn niemand Anderes es tat und dass Du glaubst, dass er Dich wirklich geliebt hat, obwohl ihr dafür keine Zeit mehr hattet. Und jetzt geh zu ihm und pass auf ihn auf." Cheri folgte Cameron und befriedigt über die Werte, erlöste sie Derek Reese und ging mit ihm nach Oben.
Cameron sah auf John hinab. „Komm zurück zu mir." Flüsterte sie leise, bevor sie sich herabbeugte und ihn auf die Stirn küsste.
Sarah sah von der Tür her, wieviel Liebe in den Worten und der Geste einer Maschine zu stecken schien.
Kapitel 6
Als Cheri und Derek die Treppe hinaufstiegen trafen sie auf Sarah, die die Treppe hinunterstieg. Sarah sah nur kurz auf Cheri, die ihr zunickte und eilte dann weiter hinab.
Als sie Oben ankamen richteten sich alle Blicke auf Cheri.
Cheri sah der Reihe nach in die Augen der Anwesenden. „Er lebt, wenn er die Nacht ohne Komplikationen übersteht, hat er es geschafft."
Die menschlichen Anwesenden atmeten auf und die nichtmenschlichen nickten sich zu. Savannah bekam von Alledem nichts mit, sie lag in einem der Zimmer und schlief.
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„Wie geht es ihm ?" Fragte Sarah Cameron.
"Sein Blutdruck ist fast normal und der Puls ist kräftig bei 110" Cameron lächelte Sarah an. „Es geht ihm viel besser." Cameron sah auf John. Ohne Sarah anzusehen sagte sie: „Das ist meine Schuld, ich habe versagt. John wäre fast getötet worden und..."
„Hör auf Dir die Schuld zu geben. Wenn einer Schuld hat dann dieser verdammte Derek. Wie ich hörte war es seine Waffe, die sich der Kerl geschnappt hat."
„Schon aber meine Aufgabe wäre es gewesen zwischen dem Angreifer und John zu stehen. Ich war aber noch nichteinmal in seiner Nähe. Ich habe nicht gesehen, dass er getroffen wurde." Tränen bildeten sich in ihren Augen.
Sarah trat zu Cameron und legte eine Hand auf ihre Schulter. „Er kommt wieder in Ordnung, dass ist jetzt das Wichtigste."
„Ja, diesmal. Das ist aber nicht mein Verdienst." Sagte Cameron leise.
Sarah warf einen fragenden Blick in Camerons Augen, indem sie deren Kopf mit der Hand zu sich drehte.
Cameron liefen jetzt Tränen über die Wangen. „Cheri kommt aus einer alternativen Zukunft, in der John heute gestorben ist. Sie ist wahrscheinlich die letzte Überlebende ihres Widerstandes. Ohne John gab es keine Einigung. Nicht einmal ich konnte das ändern ich konnte nur noch jemanden zurückschicken um es zu korrigieren. Camerons Schultern begannen zu zucken, als Sarah sie mit Tränen in den Augen in eine Umarmung zog.
In diesem Moment war es Sarah zum ersten Mal wirklich egal, dass Cameron kein Mensch war.
Kapitel 7
Sarah und Cheri erreichten gleichzeitig den Wohnraum. „Wie geht es ihm?" fragte Cheri in Sarahs Richtung.
Zum ersten mal nahm Sarah Cheri wirklich wahr. „Besser sagt Cameron."
Cheri nickte. „Die Reese Brüder schlafen Beide, der Eine, weil er mächtig was an den Kopf bekommen hat, der Andere, weil ihn sein Neffe fast blutleer gesaugt hat. Nun, es ist wohl an der Zeit dass ich mich vorstelle. Mein Name ist Cheri Westin. Ehemalige Mitschülerin von John und Cameron. Ich bin ab sofort die offizielle Ärztin des menschlichen Widerstandes, was die nichtmenschlichen Mitglieder mit einschließt. Zumindest was das lebende Gewebe betrifft. Zunächsteinmal komme ich aus einer alternativen Zukunft, anders als die , die sie kennen. In meiner Zeit gab es keinen John Connor. Nur eine Cameron Philips. Sie war es auch, die mich zurück geschickt hat, um am heutigen Tag John Connors leben zu retten. Ich werde dann mal sehen, wen von ihnen ich erkenne". Nacheinander zeigte sie auf die Anwesenden. „Sarah Connor, Catherine Weaver, ihres Zeichens T1001, James Ellison, ehemaliger FBI Agent, John-Henry KI mit dem höchsten Intelligenzgrad. Nur die Blonde da kenne ich nicht. Sie muss neu im Spiel sein."
„Ich bin Riley." Entgegnete die Angesprochene, die sich zwischen den Anderen sehr unsicher fühlte.
„Wann können wir John in ein Bett bringen. Die Werkbank ist ja wohl kaum..."
„Frühestens morgen Früh." Unterbrach Cheri Sarahs Frage. „Erst dann sind die Nähte soweit im Heilungsprozess, dass wir ihn bewegen können."
„Gut, dann werde ich jetzt mal nach Kyle sehen." Mit diesen Worten ging Sarah an Cheri vorbei in Richtung der Schlafräume.
Cheris Stimme stoppte Sarah. „Aber bitte leise, Derek schläft und muss sich von dem Blutverlust erholen."
Sarah fuhr mit Wut im Blick herum. „Dieser verdammte Reese kann froh sein, wenn ich ihn nicht erschlage wenn er aufwacht." Wütend hatte Sarah diese Worte zwischen den Zähnen durch gequetscht. Dann drehte sie sich auf dem Absatz herum und ging in Richtung der Schlafräume.
„Das dürfte interessant werden." Sagte Catherine Weaver mit einem feinen Lächeln. „Nun denn, solange John Connor außer Gefecht ist, haben alle weiteren Diskussionen keinen Sinn. Ich denke, das war es dann für Heute. Der T1001 ging auf Riley zu. „Würdest Du mir bitte in die Küche folgen, es geht um Savannah."
Riley folgte Catherine Weaver in die Küche, hatte aber einen ängstlichen Ausdruck im Gesicht.
„Zunächsteinmal möchte ich Dir danken, dass Du so gut auf Savannah aufgepasst hast..."
„Darf ich etwas fragen?" Unterbrach Riley Den T1001.
„Natürlich."
„Sie sind..." Riley fehlten die passenden Worte.
„...eine Maschine?" Ergänzte Catherine Weaver. „Du fragst Dich sicherlich, warum ich um Savannahs Wohl so besorgt bin?" Als Riley nickte fuhr sie fort. „Zunächst war sie für mich nur ein Mittel mich anzupassen. Savannah merkte sehr schnell, dass ich nicht ihre Mutter bin, wenn sie dies auch nicht realisierte. Sie hatte in der Tat so große Angst vor mir, dass ich sie letztendlich zu einem Psychologen bringen musste. Der verriet mir dann den Grund für Savannahs Ängste, woraufhin ich mir Videofilme angesehen habe, in denen Savannahs Mutter mit ihr interagierte. Ich ahmte deren Verhaltensweisen nach und Savannah reagierte sofort positiv auf diese Veränderung. Je mehr sie mir zugetan war, umso mehr merkte ich, dass sie wichtig für mich ist, dass ich Zuneigung für sie entwickelt habe."
„Ich hätte nie gedacht, dass das möglich ist. Auch nicht, dass einmal eine Maschine mein nutzloses Leben retten würde."
„In der Tat habe ich damit hoffentlich den Schrecken wieder gut gemacht, den ich dir eingejagt habe." Wiederum nickte Riley. „Was dein nutzloses Leben betrifft, würde ich dir gerne einen Nutzen geben, wenn Du möchtest."
„Was kann ich schon tun, ich bin der geborene Feigling. Wenn andere gekämpft haben habe ich mich versteckt. Ich bin eine Tunnelratte, lebe von Abfällen, von dem was Andere mir übriglassen." Riley sah jetzt zu Boden.
„Du warst eine Tunnelratte. Ob Du willst oder nicht, Du gehörst jetzt dem Widerstand an. Mir ist natürlich klar, dass Du kein Soldat bist allerdings habe ich eine Position für Dich im Auge, bei der Deine speziellen Fähigkeiten von Nutzen wären."
„Welche, ich mache Alles."
Jetzt lächelte Catherine Weaver. „Ich möchte Dich als Kindermädchen für Savannah. Wenn es gefährlich wird versteckt Ihr Euch oder rennt weg. Natürlich wirst Du auch an einer Waffe ausgebildet. Ansonsten hast Du nur mit ihr zu spielen, Essen zu machen und dafür zu sorgen..."
Lächelnd unterbrach Riley sie. „OK, ich machs."
Währenddessen ging eine mehr als müde Cheri Westin ein letztes mal nach Kyle Reese sehen. Was sie vorfand lies sie lächeln. Sarah Connor saß neben Kyle Reeses Bett, ihre Hand in seiner, ihr Kopf ruhte schlafend auf seiner Brust.
‚Das gibt Rückenschmerzen' Dachte Cheri belustigt.
Kapitel 8
Mitten in der Nacht wurde Kyle wach und fragte sich verwundert, wieso er so ein Schweregefühl auf der Brust hatte. Als er den Kopf hob, sah er zunächst nur schwarze Haare. Als er diese zur Seite schob, sah er in das Gesicht einer schlafenden Sarah. Ganz friedlich mit einem leichten Lächeln auf den Lippen lag sie da, ihre Arme über seinen Bauch bzw. an seiner Seite. 'Was zum Teufel macht sie hier?' Fragte sich Kyle. 'Zuerst weicht sie mir ständig aus, und nun liegt sie auf mir?' Er sah ihr Gesicht im Mondlicht schimmern. 'Sie ist zwar ein paar Jahre älter als ich aber ein unheimlicher Kracher.' Kyle mußte grinsen. 'Shit habe ich Kopfschmerzen.'
Als er die Hand an seinen Kopf hob, tauchte ein Schatten neben ihm auf. „Ruhig kleiner Bruder, hier ist was gegen die Kopfschmerzen." Sagte Derek und gab ihm eine Tablette und ein Glas Wasser."
„Was ist passiert?" Flüsterte Kyle.
„Du bist angeschossen worden. Ist aber nur ein Kratzer. John Connor hat es schwerer erwischt. Wäre wohl fast verblutet. Der hat jetzt die Hälfte meines Blutes im Körper."
„Oh Sohne Scheiße. Aber sag mal, warum liegt Connors Mutter hier auf meiner Brust?"
„Derek kratzte sich am unrasierten Kinn. „Ich hab schon versucht aus John irgendetwas über sie herauszubekommen aber er sagte nur, das müsst ihr Beiden untereinander ausmachen."
Kyle runzelte die Stirn und sah wieder auf Sarah, die jetzt anfing im Schlaf zu murmeln. Derek legte einen Finger an die Lippen und kehrte in sein eigenes Bett zurück, während Sarah im Halbschlaf vor sich hin murmelnd zu Kyle ins Bett kroch und sich an seine Seite kuschelte. Kyle machte ihr soweit es ging Platz und legte dann vorsichtig einen Arm um sie, was die schlafende Sarah zu einem Lächeln veranlasste. 'Whoopi' dachte Kyle nur noch, bevor er sich entspannte und kurze Zeit später wieder einschlummerte.
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Zur gleichen Zeit:
während Cameron immer noch statuengleich im Dunkeln neben John stand und ständig Scans durchführte saßen Catherine Weaver und John-Henry im Wohnraum. Der Fernseher lief und John-Henry assimilierte den Comedy Channel. Menschlicher Humor war immer noch Etwas, was John Henry nicht verstand. Catherine Weaver, die John-Henry kritisch beobachtete und wiederum John-Henrys Obsession bezüglich menschlicher Emotionen nicht verstand, fragte sich zum wiederholten Male, in wieweit es möglich war John-Henry Emotionen, wie sie selbst und Cameron sie hatten näherzubringen. John-Henry hatte den Chip Camerons, der zu emotionalen Leistungen fähig war wieder abgeben müssen. Allerdings besaß er die doppelte Rechenleistung eines T888. Wenn er noch einen dritten Chip bekommen könnte, wäre er vielleicht in der Lage selbst Emotionen zu entwickeln. Bis jetzt hatte er nur emotionale Grundzüge entwickelt.
Sobald er wieder mit dem Internet verbunden war, hatte er wieder die größtmöglich Datenbank zur Verfügung. Vielleicht würde er sich dann schneller entwickeln. Sein -Bruder- hatte schon eindrucksvoll bewiesen, dass er zu selbstständigem Handeln in der Lage war. John-Henry hingegen benahm sich oft immer noch wie ein Kind.
Am nächsten Morgen wachte Sarah aus einem tiefen traumlosen Schlaf auf.
„Guten Morgen Schlafmütze." Sagte Kyle, der schon eine ganze Weile wach war.
„Guten morgen Kyle." Lächelte Sarah ihn an und strich mit der Hand über seine Brust. Plötzlich zuckte Sarah zusammen, sie riss die Augen auf, hob den Kopf, starrte Kyle an und rutschte rückwärts aus seinem Bett und seiner Umarmung. Sie starrte eine Sekunde lang auf den lächelnden Kyle, dessen Lächeln aber gefror, als er in das von Trauer verzerrte Gesicht Sarahs sah, die sich herumwarf und aus dem Zimmer stürmte.
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Kyle sah zu Derek herüber, der das Ganze mit aufgerissenen Augen verfolgt hatte. Derek zuckte nur mit den Schultern. Kyle schwang sich aus dem Bett und wollte hinter Sarah her, was sein Kopf sogleich mit Schmerz und sein Magen mit Übelkeit quittierte. Er fiel zurück aufs Bett. Nach ein paar Minuten wagte er einen erneuten Versuch. Derek sah ihm dabei zu, seine Hilfe hatte Kyle abgelehnt. Wenn sich Kyle langsam bewegte, dann ging es. Die Schmerzen und die Übelkeit hielten sich in Grenzen. Kyle verlies das Zimmer, in einigem Abstand gefolgt von Derek. Als Kyle die Treppe herunter ging, dachte er einen Moment er müsste sich übergeben aber auch das ging vorbei. Unten klopfte er leise an Sarahs Zimmertür. Als er keine Reaktion vernahm, öffnete er leise die Tür, fand aber nur eine leise schnarchende Savannah vor. Leise schloss er die Tür und ging danach in den Wohnraum. Als er den Wohnraum betrat erblickte er John-Henry, der ihm zulächelte und Catherine Weaver, die ihn neugierig musterte und fragte: „Guten morgen Kyle Reese, wie geht es Ihnen heute?"
Kyle sah die Maschine einen Augenblick lang verblüfft an bevor er antwortete. „Geht so, haben ….Sie Sarah gesehen?"
„Sarah Connor hat vor ein paar Minuten das Haus verlassen." Erklärte Weaver
Kyle drehte sich um und wollte das Haus verlassen, als er noch einmal innehielt. „Danke." Sagte er in Weavers Richtung.
Catherine Weaver nickte ihm zu und sagte „Gern geschehen."
Kyle trat vor die Türe und sah sich um. Er entdeckte Sarah am Ende der Wiese, sie saß auf dem Begrenzungszaun am Ende der Klippe und starrte aufs Meer hinaus.
Langsam, leicht taumelnd ging er auf Sarah zu. Derek blieb an der Tür stehen.
Kyle setzte sich dicht neben Sarah auf den Begrenzungszaun allerdings anders herum, damit sie sich direkt ansehen konnten. Fast berührten sich ihre Körper aber nur fast. Sarah starrte weiter hinaus aufs Meer, dann für eine Weile zu Boden. Kyle indes sagte kein einziges Wort, er sah sie nur an.
Irgendwann fing Sarah an zu sprechen: „Es war 1984 als sich mein Leben radikal veränderte. Ich sah im Fernsehen, dass eine Sarah Connor getötet worden war. Ich hielt es zuerst nur für einen skurrilen Zufall. Wenig später zielte ein Mann mit einer Waffe auf mich. Ein anderer Mann hat mich gerettet. In dieser Nacht lernte ich Viel über die Maschinen, den Widerstand und den Tag der Abrechnung. In dieser Nacht bekam mein Sohn sein Leben, in dieser Nacht lernte ich die Liebe kennen, mit einem Soldaten aus der Zukunft. Die Maschine wurde zerstört aber der Mann, den ich liebte starb in dieser Nacht. ...Sein Name war ...Kyle Reese."
Als Sarah jetzt Tränen die Wangen hinunter liefen sagte Kyle kein Wort. Er nahm Sarah einfach in seine Arme und hielt sie, bis die Tränen versiegt waren und sie weitererzählte. Mehr als eine Stunde redete Sarah über sich, über John und das Leben das sie geführt hatten, die Nervenklinik, Onkel Bob und schließlich über Cameron, Derek, Riley, Jesse,Cromartie, John-Henry und Weaver.
Als sie verstummte, dachte Kyle einen Augenblick nach, bevor er sprach. „Ich bin sicherlich nicht DIESER Kyle Reese aber letztendlich bin ich EIN Kyle Reese."
Jetzt hob Kyle eine Hand und legte sie vorsichtig an Sarahs Wange. „Ich mag eine andere Person sein aber Gefühlsmäßig liegen er und ich gar nicht so weit auseinander." Sagte er, als er ihren Kopf zu sich gedreht hatte. „Es reicht, Dich eine Sekunde anzusehen."
Sarah blickte in seine warmen Augen, die Augen, die sie von Anfang an geliebt hatte, die warmen Augen, die sie sah, wenn sie John anblickte. Dann ganz impulsiv küsste sie Kyle. Zuerst zögerlich zärtlich, dann von Verlangen diktiert.
Derek hatte die Ganze Zeit auf der Vortreppe gesessen, sich gesonnt und die Beiden beobachtet. Jetzt schüttelte er grinsend den Kopf, erhob sich und ging ins Haus.
Kapitel 9
Als Derek den Wohnraum betrat, war dieser leer. Die Tür zum Untergeschoss stand aber offen. Er ging hinunter und sah, wie John Henry und Catherine Weaver auf Cheri Westins Anweisung hin, John auf eine provisorische Trage betteten. „Wie geht es ihm?" Derek hatte die Frage an Cheri gerichtet.
Statt ihrer antwortete Cameron. „Es geht John den Umständen entsprechend, er ist zwar noch bewusstlos aber stabil. Wir bringen ihn jetzt hoch in sein Zimmer." Als John-Henry und Catherine Weaver gefolgt von Cheri Westin, der Derek einen langen Blick nachwarf ihn passiert hatten, blieb Cameron kurz bei ihm stehen. „Ich danke Dir Derek Reese, dass Du Johns Leben mit Deinem Blut gerettet hast."
„Du dankst mir?" Derek wirkte verblüfft und ärgerlich zugleich. „Seit wann empfinden Maschinen Dankbarkeit? Was ist das nur zwischen Dir und ihm?"
Cameron war noch einen Schritt gegangen und bei seinen Worten stehengeblieben. Jetzt drehte sie sich abrupt um. Ärger spiegelte sich zu Dereks Erstaunen auf ihrem Gesicht wieder. Blitzschnell ergriff Cameron Dereks Jackenaufschläge und stemmte ihn mühelos in die Höhe. „Dass ich mir das Verhalten des anderen Derek Reese habe gefallen lassen heißt nicht, dass Du auch so mit mir umgehen kannst. Du musst mich nicht mögen aber akzeptieren musst Du mich. Andauernde Beleidigungen werde ich mir nicht gefallen lassen. Ist Das klar?!"
Derek grinste. „Geht klar Blech..."
Blitzschnell hatte Cameron Derek zu sich herangezogen bis sich ihre Nasenspitzen fast berührten. „Noch Eines," knurrte Cameron. „Mein Name ist Cameron und nicht Zinnmann, Zinnmädchen, Blechdose, Blecheimer oder ähnliches." Cameron setzte Derek ganz sachte ab, richtete seinen Jackenkragen, strich seine Jacke und sein Hemd glatt und lächelte ihn an. Dann tätschelte sie seine Wange ganz vorsichtig. „Sei ein Braver." Jetzt grinste Cameron breit und lies einen völlig verdutzten Derek stehen.
„Was zum...?" Sagte Derek verwirrt und kratzte sich am Kopf.
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Als Cameron Johns Zimmer betrat kamen ihr gerade Catherine Weaver und John-Henry entgegen. Der T1001 nickte ihr freundlich zu und John-Henry hatte ohnehin wieder sein lächeln aufgesetzt. Dann hatte Cheri Johns Wunde versorgt und schien zufrieden. Sie lächelte Cameron an. „Die Naht verheilt gut, seine Werte sind hervorragend. Keine Infektion. Irgendwann im Laufe des Tages müsste er aufwachen. Dann nickte sie Cameron zu und schloss beim Hinausgehen Johns Tür.
Cameron setzte sich neben John aufs Bett und nahm seine Hand, um ihn zu scannen. Noch bevor sie ihren Scan beendet hatte begann John sich zu bewegen. Sofort verlies sie den Raum und ging nach Unten, um den Anderen zu sagen dass er aufwachte. So überhörte sie auch sein erstes Wort: „Cameron?"
Sarah und Kyle, die gerade zur Haustür hereinkamen waren die Ersten, die oben ankamen. John blinzelte zuerst, als er die Beiden händchenhaltend sah, lächelte dann aber, als er den Ausdruck im Gesicht seiner Mutter sah. Nach und nach trafen Alle außer Riley und Savannah ein.
Cheri untersuchte John kurz, während sich Cameron im Hintergrund hielt. „Alles ok, es geht ihm gut.
Sarah nahm John vorsichtig in die Arme und Kyle schüttelte ihm die Hand. Alle Anwesenden wechselten ein paar Worte mit John nur Cameron sah ihn nichteinmal an. Sie stand mit gesenktem Kopf an den Türrahmen gelehnt. John warf immer wieder Blicke in ihre Richtung.
Catherine Weaver ergriff wie immer das Wort: „Ich werde heute mit Savannah und unserem neuen Kindermädchen für ein paar Tage nach Los Angeles zurückkehren."
„Neues Kindermädchen?" fragte John verwirrt.
„Riley." sagte der T1001 mit einem feinen Lächeln.
Sarah sah erstaunt auf Catherine Weaver und John zog eine Augenbraue nach Oben.
„Heute Nachmittag müsste Mr Murch mit dem Equipment eintreffen und wird dieses dann im Untergeschoss installieren. Ich werde dann den Zeira Firmenjet nehmen."
John stemmte sich vorsichtig ein wenig hoch, wobei Sarah und Kyle ihm halfen. „Ich halte das für keine gute Idee." Alle blickten interessiert auf John. „Savannah und Riley sollten hier bleiben."
In diesem Moment hatte Cameron genug und verlies das Zimmer.
John bemerkte das, wurde aber von den Anderen belagert und konnte nichts tun. Da Sarah und Catherine Weaver gleichzeitig auf ihn einredeten hob er eine Hand. „Catherine, Du bist vielleicht kugelfest, Savannah und Riley sind das aber nicht. Deswegen sollte Savannah hierbleiben, wo sie in relativer Sicherheit ist."
„Hervorragendes Argument. Damit hätte Sarah dann das Kommando hier." Catherine Weaver lächelte Sarah an, die aber nur schmerzlich das Gesicht verzog, bis ihr Blick auf Kyle Reese fiel, der John beobachtete. Da lächelte sie plötzlich wieder, was von John sogleich registriert wurde.
„Ich werde noch veranlassen, dass das Haus den Hügel rauf zu unserer Verfügung steht, damit es hier nicht so eng ist. „ Sagte Catherine Weaver."
John erwiderte sogleich: „Das darf aber nicht mit Zeira oder Dir in Verbindung gebracht werden."
Catherine Weaver berührte kurz Kyle und verwandelte sich dann in diesen. „Ein neues Gesicht dürfte nicht schaden." Sagte der T1001 in Kyles Gestalt und mit seiner Stimme.
Kyle und Sarah waren zurückgezuckt. Kyle starrte zudem noch leicht entgeistert auf Catherine Weaver. Diese Verwandlungsfähigkeit hatte er in dem Ausmaße noch nicht gesehen. Derek suchte derweil nach Unterschieden, indem er seinen Blick zwischen den Beiden hin und her wandern lies.
Zwei nun geweitete Augen hatte dies Alles beobachtet.
„Dann müssen wir uns unbedingt um Ausweispapiere kümmern. Hat irgendjemand eine Idee, wie wir an gute Papiere kommen?" Fragte Catherine/Kyle dann.
„Chola!" Sagten John und Sarah gleichzeitig. Catherine/Kyle zog die Brauen hoch. „Sie ist gut in dem Geschäft. Vor Allem ist sie zuverlässig, ich weiß schon wie ich mit ihr in Kontakt trete. Cameron wird ihre Kontaktperson sein, allerdings wird das nicht billig. Ich schulde ihr noch was vom letzten Mal. Cameron...?"
Alle drehten sich um aber da war keine Cameron. In diesem Moment hörten sie einen Wagen wegfahren. Sarah sah fragend auf John, der aber zuckte nur hilflos mit den Schultern. Schließlich machte sich Catherine Weaver auf den Weg. James Ellison fuhr sie zusammen mit Kyle und Derek zum Flughafen, da gerade Mr. Murch mit dem Firmenjet eingetroffen war.
Während alle Anderen nun eine Beschäftigung hatten, fragte John sich zum wiederholten Mal, wohin Cameron verschwunden war. Schließlich schlief er ein.
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Gegen 19.00 Uhr wurde John wach. Cameron schien im Bad zu sein. Eine halbe Stunde später ging sie an seiner Zimmertüre vorbei. 'Aufgedonnert wie eine Tussi' dachte er nur, als er ihren Mini, das Spagetti-Träger-Top und die High Heels sah. Cameron ging vorbei, ohne auch nur einen Blick zu ihm herein zu werfen. 'Da stimmt doch etwas nicht', dachte John und erhob sich vorsichtig aus dem Bett. Er streifte sich ein T-Shirt und eine leichte Hose über, trotzdem er vorsichtig war hatte er ziemliche Schmerzen. 'Wenn Mom mich sieht, komm ich hier nicht raus.' Dachte er, bevor er leise aus dem Zimmer und die Treppe runter schlich. Draußen fuhr mittlerweile eines von Weavers Fahrzeugen aus der Garage. Es war eine große Limousine. Da John nicht wusste, wo die Schlüssel waren, hoffte er , dass die Schlüssel in dem Wagen des feindlichen Agenten noch steckten. Und er hatte Glück, so konnte er Cameron in Richtung San Francisco folgen.
Er hatte Glück, dass auf der Küstenstraße relativ viel Verkehr herrschte, so dass er von Cameron nicht bemerkt wurde. Er folgte Cameron bis zum Parkplatz eines Nachtclubs, wo sie ausstieg und hinein ging. 'Shit, an den Türstehern komme ich nie vorbei.' Cameron mit ihrem Aussehen wurde nicht kontrolliert, von den meisten anderen Besuchern wurden aber Aussehen und Ausweise begutachtet. Also lehnte John sich zurück und wartete.
Zwei Stunden vergingen und John nickte immer wieder ein, als er Cameron dann doch wieder herauskommen sah. An ihr hing wie es schien ein älterer Mann. Er war wohl angetrunken und seine Hand wanderte immer wieder von Camerons Schultern zu ihrem Po. John fühlte das brennende Verlangen dem Kerl sämtliche Knochen zu brechen. Beide stiegen in seinen Wagen ein. Galant hielt der Man Cameron die Tür auf und sie bedankte sich mit einem Lächeln. Der brennende Stachel der Eifersucht bohrte sich immer tiefer in Johns Eingeweide, als er dem Wagen bis zu einem großen Hotel folgte. Als die Beiden ausstiegen, folgte John ihnen vorsichtig und es gelang ihm zu hören, welche Zimmernummer die Beiden bekamen.
15 Minuten später hatte John das Schloss des Hintereinganges geknackt. John war froh, dass die Türe nicht abgeschlossen gewesen war. Jetzt befand er sich im Fahrstuhl auf dem Weg in den 5. Stock zum zimmer 516, in dem sich der Kerl mit Cameron eingemietet hatte. Er überprüfte auf dem Weg nach Oben schnell seine Waffe, die er glücklicherweise reflexhaft eingesteckt hatte. Nachdem er den Fahrstuhl verlassen hatte brauchte er ein paar Sekunden, bis er das richtige Zimmer gefunden hatte. Er lauschte kurz an der Tür und als er drinnen Cameron Kichern hörte verzerrte sich sein Gesicht vor Wut . Er trat einen Schritt zurück und trat gegen die Türe in der Nähe des Schlosses. Den aufkommenden Schmerz in seiner rechten Seite ignorierte er einfach, insbesondere als er sah, was im Zimmer vorging. Cameron und der Mann standen eng umschlungen am Fußende des Bettes und für John sah es so aus als hätten sie sich gerade küssen wollen.
„JOHN!" Rief Cameron mit einem entsetzten Ausdruck im Gesicht und schob den Mann sogleich von sich. Dem Mann hingegen fiel die Kinnlade herunter, als er nun in die Mündung einer Waffe blickte, die auf seinen Kopf gerichtet war. John machte drei große Schritte und schlug den Mann schnell mit seiner Waffe bewusstlos.
Dann drehte er sich zu Cameron herum. Die sah erschrocken in sein verzerrtes Gesicht. „So ist das also." Johns Stimme zitterte vor Wut. „Erst John Henry und nun der da?"
Cameron wollte aufbegehren. „John, ich..."
„Ich seh schon worauf das hinausläuft. Ich bin Dir nie gut genug gewesen. Ich bin Dir in die Zukunft gefolgt, weil ich dich nicht verlieren wollte. Das Alles bedeutet aber gar nichts, nicht für dich. Ich bin Dir gefolgt weil ich dich brauche, weil ich dich..."John atmete tief durch und sah jetzt zu Boden. „...liebe," fügte er noch leise hinzu.
Cameron machte einen Schritt auf John zu. „John, bitte..."
Wieder wurde sie von John unterbrochen als er die Hand hochriss. „Kein Wort mehr. Dein Standpunkt ist klar. Mit diesen Worten ging er in Richtung Tür. Er ergriff das Türblatt und bevor er es hinter sich zuschlug verharrte er noch für einen Moment. „Und Cameron...?"
„Ja John?" Sagte Cameron unter Tränen.
„Komm nicht zurück!" Dann knallte die Tür ins Schloss.
(Ende Episode 3.06)
